Archiv der Kategorie: PC

Crayon Physics hat was World of Goo fehlt

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Crayon Physics Deluxe

Spiele mit Physikengine liegen derzeit im Trend. Valve hat vor nicht all zu langer Zeit mit Portal bewiesen, wie man das in Hightech und 3D umsetzt, doch auch Indie Entwickler haben die Vorzüge der Schwerkraftspielerein für sich entdeckt. Vor wenigen Monaten verzauberte 2D Boy uns mit World of Goo und veranlasste den Kollegen, Chefred und Sklaventreiber Tom höchstselbst, in pathosschwangeren Kindheitserinnerungen zu schwelgen.

Was uns in World of Goo dereinst ans lieblich-infantile Matschburgenwettbauen erinnerte, erinnert uns heute in Kloonigames‘ Crayon Physics Deluxe irgendwie an unsere ersten Experimente mit Buntstiften. Genau so und nicht anders sieht es nämlich aus und man mag auf den ersten Blick nicht erkennen, dass es sich um eine Art höchst spielerisches Sequel der altehrwürdigen „Incredible Machine“ handelt. Und so gesehen war diese wohl die Urmutter aller Physikspielchen.

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George Broussard und die 3D-Realms-Verschwörung

Wallpaper, Weihnachten 2008
Wallpaper, Weihnachten 2008

Die Pleite von 3D Realms ist nicht spurlos an uns vorbeigegangen – von vielen wird Stimmung in Richtung „Duke Nukem Forever wird niemals erscheinen!“ gemacht, aber wie auch schon beim Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 wittern viele eine groß angelegte Verschwörung hinter dieser Sache – natürlich haben auch wir uns Gedanken darüber gemacht.

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FC Northkickers – ein Verein entsteht

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Ich in PES 2009

Pro Evolution Soccer 2009 hat, wie viele Spiele des Sportgenres etwas Tolles an sich: Mit viel Zeit, etwas Bier und einem Freund macht es einen Heidenspaß. Nun dachten sich mein guter Kumpel Cornelius und ich eines Abends, dass die immergleiche Meisterliga mit dem Hamburger SV langsam ausgelutscht ist. Also fassten wir den Entschluss, einen eigenen Verein zu gründen und damit den internationalen Topfußball auf den Kopf zu stellen.

Ein Name war schnell gefunden: Als echte Nordlichter musste es der FC Northkickers werden. Trikots wurden entworfen (Hauptsponsor Billabong) und die ersten Spieler erstellt. Wie ihr rechts sehen könnt, können sich die Ergebnisse durchaus sehen lassen. Nachdem wir alle Spieler aus dem Kader echten Bekannten nachempfunden haben, bestritten wir die erste Saison ziemlich erfolgreich und erfreuen uns an unseren virtuellen Konterfeis, die zumeist wesentlich mehr mit dem runden Leder anzufangen wissen, als wir selbst.

Um nach durchzockten Nächten nicht zu vergessen, welcher unserer Spieler auf die Bank- und wer in die Startelf gehört, haben wir höchsteigens einen Notizzettel entworfen, auf dem wir die jüngsten Leistungen unseres Teams festhalten können. Ich bin also sehr zuversichtlich, dass auch kommenden Montag die richtigen Spieler auf dem Feld stehen werden. Jedem Freund gepflogener Fußballunterhaltung kann ich es wärmstens empfehlen, mal die Teamerstellungsfunktion von Pro Evolution Soccer 2009 unter die Lupe zu nehmen. Mein Kumpel und ich sind jedenfalls weiterhin hellauf begeistert!

Die Grenze des guten Geschmacks? Schweinegrippe in WoW

World of Warcraft
World of Warcraft
Blizzard ist durchaus auch für seinen Humor bekannt. In ihrem Online-Rollenspiel World of Warcraft werden bereits einige Promis verballhornt und Modemarken auf die Schippe genommmen. Nun haben die Spaßvögel aus Südkalifornien den aktuellsten Fall der Menschheitsbedrohung aufs Korn genommen – die Schweinegrippe. Die Grenze des guten Geschmacks? Schweinegrippe in WoW weiterlesen

Retro 2.0 – wer spielt mit mir Police Quest?

Police Quest
Police Quest
Etwas so cooles wie Sarien habe ich schon länger nicht mehr entdeckt. Nennt mich einen alten Sack (immerhin bin ich schon 24), aber die alten Sierra-Adventures (Police Quest, Kings Quest, Space Quest, Leisure Suit Larry…) im Browser zu spielen, während auch zahlreiche andere Spieler über den Bildschirm wandern, mit denen ich über mögliche Lösungen oder irgendwas anderes brabbeln kann, das reizt mich. So manche Lösung hat man ja schon wieder vergessen, so manch andere nie wirklich gefunden. Zumindest aber ist es ein netter kleiner Retro-Trip. Gespeichert wird übrigens über ganz normale Bookmarks im Browser selbst.

Wer abends mal gemeinsam spielen will, kann sich ja in den Kommentaren mit mir verabreden. Besonders Police Quest würde mich mal wieder reizen.

BOOOOOOMER!!!!!!- I will (not) survive

Ein gieriger Blick sagt mehr als tausend Worte.
Ein gieriger Blick sagt mehr als tausend Worte.

Kein anderes Spiel konnte mich in den letzten Monaten dermaßen an die Xbox fesseln, wie der Zombieschnetzler Left 4 Dead (Valve). Das Spielprinzip: Vier Überlebende eines Zombieausbruchs kämpfen sich durch eine Horde Untote und versuchen das rettende Levelende zu erreichen. Simple as that. Statt auf schmückendes Story-Beiwerk setzten die Entwickler ganz auf den Multiplayer-Aspekt. Nur durch Kooperation mit den Teammitgliedern hat man eine reelle Chance das Levelende zu erreichen. Einsame Wölfe steuern ihrem sicheren Tod entgegen.

Wenn ich mir nun die monatlichen Xbox Live-Statistiken so anschaue, scheine nicht nur ich vom Zombievirus befallen zu sein: Seit dem Release im November 2008 hat sich Left 4 Dead in die Top 10 der meistgespielten Multiplayerspiele festgebissen. Dank dem in der letzten Woche gratis(!) veröffentlichten Survival-Pack dürfte sich daran in den nächsten Monaten auch nichts ändern. Der namensgebende Spielmodus reduziert dabei das ohnehin simple Spielprinzip auf unseren archaischen Überlebenstrieb. Auf einem abgeschlossenen Areal muss der Spieler, wieder begleitet von drei Teamkameraden, schlichtweg gegen eine Überzahl Zombies um sein Leben kämpfen.

Anders als im Kampagnenmodus wird einem hier jedoch keine Chance gewährt: Der Tod ist eine ausgemachte Sache. Einzig der Zeitpunkt kann herausgezögert werden. Und genau hier liegt der Reiz des Modus. Um möglichst lange unter den Lebenden zu weilen ist die taktische Absprache mit den Teamkollegen unabdingbar. Wo verschanzt man sich auf dem Areal? Wer positioniert sich wo im Unterschlupf? Sollen Sprengfallen gelegt werden oder nicht? Welche Waffen sollen bei der Verteidigung eingesetzt werden? Diese und weitere Fragen sollten tunlichst in der Vorbereitungsphase geklärt werden, möchte man nicht innerhalb kürzester Zeit zu Zombiefutter verkommen.

Was danach kommt ist, trotz aller Vorbereitung, pures Chaos. Denn mit fortlaufender Dauer werden die Intervalle heranstürmender Untoter immer kürzer und die Ausmaße ihrer tödlichen Gier nach Lebenden immer größer. Von der wohlüberlegten Spieltaktik bleibt so nach einigen Minuten nicht mehr viel übrig. Sie weicht dann einem blinden Umsichherschießen im verzweifelten Kampf noch ein paar Sekunden auf der mitlaufenden Highscore-Stoppuhr herauszuschinden.

PES 2010 zum Mitbrüllen

Screen aus PES 2009
Screen aus PES 2009

Eben habe ich mir nochmal die Pressemeldung durchgelesen, in der Pro Evolution Soccer 2010 angekündigt wird. Sie strotzt vor vollmundigen Versprechungen, die sich aber allesamt sinnvoll anhören. Bessere Mitspieler-KI, agilere Goalies, Teamvision 2.0, mehr Taktik am Spielfeld, Rückkehr zur Simulation und die Kontrolle mehrerer Spieler zur selben Zeit. Halt! Da war doch was.

Begonnen hat meine virtuelle Kickerkarriere eigentlich mit der großen Konkurrenz von EA Sports, der FIFA-Reihe, ganz oldschoolig mit Fifa International Soccer, das noch auf Disketten ausgeliefert wurde. Dort blieb ich auch, bis zur Version 2002. Die Version für 1998 und FIFA ’99 mit Sturm Graz waren unterhaltsam, 2000 und 2001 hatten mich enttäuscht, 2002 war der letzte Titel der Reihe mit Simulationsanspruch. Alles was danach kam hatte für mich mehr mit Tischfußball zu tun als mit dem runden Leder.

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Scheiß auf Fairness!

Zeno Clash
Zeno Clash

Zeno Clash (vom ACE Team) ist ein besonderes Spiel. Es wirft mich mir nichts dir nichts in eine bizarre, eigentümlich schöne Fantasiewelt mit Steampunk-Anhauch und verdammt mich dazu, mich dauernd zu prügeln. Wenn ich den Großteil der mir sehr unfreundlich gesinnten Figuren dann auch noch zum engen Verwandtenkreis zählen darf, frag ich mich erst einmal was los ist. Das Spiel erzählt mir eine Geschichte, die mich bis zuletzt verwirrt und trotzdem gefesselt hat.

Was sehr verworren in einem skurrilen Dorf beginnt, endet auch in dem selben und entpuppt sich als Familiendrama der besonderen Sorte. Warum meine Geschwister mir nach dem Leben trachten lässt sich einfach erklären, denn anscheinend habe ich „Father-Mother“ umgebracht. Wies es dazu kam, werde ich an dieser Stelle freilich nicht spoilern.

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Später Anti-Cheat Erfolg für Blizzard

World of Warcraft
World of Warcraft

Wie die meisten Betreiber von Online-Rollenspielen hat auch Blizzard seit Release von World of Wacraft mit Hacks und Goldverkäufern zu kämpfen. Spannend zu beobachten war allerdings, dass man gegen konkrete Cheatprogramme, die Bots, quasi nichts ausrichten konnte. Man versuchte immer wieder sein Anti-Hack System Warden auf den neusten Stand zu bringen, hinkte aber ein ums andere Mal hinterher.

Nach über vier Jahren, in denen Spieler mit Goldverkäufern und Bots gestört wurden, scheint das Studio nun endlich einen durchschlagenden Erfolg gegen Botentwickler feiern zu können. Der Prozess gegen MDY Industries, Macher des größten Botprogramms für World of Warcraft, wurde gewonnen und der Bot musste eingestellt werden. Mehrere andere Botprogramme haben ebenfalls ihre Pforten geschlossen.

Für ehrliche Spieler bedeutet das vermutlich weniger Farmer, weniger Goldangebote, dafür aber mehr echte Mitspieler. Wurde auch Zeit!

In der Kokosnuss ist Benzin und Monkey Island 5 ist erschienen

Bild aus Monkey Island 3
Bild aus Monkey Island 3

Dass Indie-Entwickler eines Tages die Welt retten würden, war uns allen klar. Dass sie es aber auch schaffen, ein neues Monkey Island unter die Leute zu bringen, bevor die Schergen der LucasArts-Rechtsabteilung überhaupt wussten was lost ist, ist erstaunlich. Fabu ist der Held, den ich meine. Mit Monkey Island 5: Escape from ASCII Island reist die Serie in eine Zeit zurück, in der es sie noch gar nicht gab: Guybrush Threepwood wird zum Text-Adventure-Star.

Ich war auf den ersten Versuch hin noch etwas überfordert, aber das wird schon wieder. Kleiner Tipp für die Nicht-Gedächtnisweltmeister: Mitschreiben ist angesagt. Bis dahin dudelt das Spiel erstmal als Tab im Hintergrund meines Browsers um die einfach göttliche Musik der Affeninsel aus meinem Boxensystem schallen zu lassen – allein dafür hat Fabu schon jeden Reichtum der Welt verdient.

In unseren Kommentaren ist natürlich eifriges Lösungen-Austauschen erwünscht. Geschafft hat das Spiel nämlich bislang noch niemand. (via)

lmao! why no bullet decals in bodies?

Mafia 2
Ein wohl geschönter Screenshot aus Mafia 2

Weil ich kürzlich wieder Mafia gespielt habe und es 7 Jahre nach seiner Veröffentlichung immer noch großartig finde, wage ich zu hoffen: Mafia 2 wird absolut humba! Und wenn ich die aktuellen Videos (siehe unten) sehe, dann bin ich mir damit schon ziemlich sicher. Um das Spiel muss man sich wohl keine großen Sorgen machen, Vorfreude reicht. In langen gewaltfreien Passagen baut Mafia 2 Spannug auf, lässt die Atmosphäre knistern, erzählt die Geschichte wie ein Film.

Unser Mafiosi (ist das wieder Tommy?) streift auf der Suche nach einem Opfer durch ein Hotel, sieht sich mit seinem Sidekick noch kurz die stimmige Bar an. Und dann steckt der Kerl ihm eine Waffe zu und die Luft brennt. Präzise wird durch die detailreiche Gegend geschossen, aus Deckungen hervorgesprungen und ich kann mir so richtig vorstellen, wie sich der Puls in dieser Situation anfühlen wird.

Und dann lese ich diesen Kommentar unter dem Video: „lmao! why no bullet decals in bodies? godfather 2 had that„. Schlagartig ist plötzlich klar, dass Mafia 2 nur mies werden kann. Keine Einschusslöcher in den Körpern – unverzeihlich. Seht selbst.

Bitte beim Kommentieren nicht völlig den Verstand verlieren.

Turm schlägt Monster

defensegrid
Defense Grid

Manche Spielprinzipe sind zeitlos. Das musste ich feststellen, als mich vor einigen Wochen das Tower Defense-Fieber packte und nicht wieder losließ. Begonnen hat alles mit GemCraft, einer gut gemachten Flashversion eben dieses Konzeptes (Anm, Februar 2021: wir haben den Link auf eine aktuelle HTML5-Version des Spiels aktualisiert, die ursprüngliche Flash-Version von GemCraft ist aufgrund des ausgelaufenen Supports von Adobe Flash nicht mehr ohne weiteres funktionsfähig). Freilich gibt es tausende weitere Versionen im Netz, die oft kostenfrei erhältlich sind. Als ich dann in einer Einschaltung von Steam zufällig den TD-Klon Defense Grid (Hidden Path Studios) sah, wusste mich die Beschreibung eigentlich nicht sonderlich anzusprechen, und auch das SciFi Szenario war nicht mein Ding. Gekauft hab ichs dann trotzdem – fragt mich nicht warum, denn ich weiß es nicht mehr. Bereut hab ichs glücklicherweise nicht. Turm schlägt Monster weiterlesen

Guild Wars fügt zum vierten Geburtstag massig Features hinzu

Guild Wars feiert am 28. April seinen vierten Geburtstag, dennoch gibt es seit heute 21.00 Uhr ein ordentliches Inhalts-Update und  die Feierlichkeiten haben um 21.00 Uhr begonnen – herzlichen Glückwunsch!

Ingame-Store
Ingame-Store

Das wichtigeste dabei sind ist wohl die Erweiterung der Xunlai Truhen (sprich das accountweite Lager). Man kann die Kiste um vier Tabs erweitern und somit die Kapazität etwa verdoppeln. Allerdings belastet jedes Tab die eigene Geldbörse mit 8,99 Euro. Ebenso erhält jeder Charakter einen Slot für ein Ausrüstungspack – eine Gürteltasche die 5 bis 20 Ausrüstungsgegenstände fasst – diese können aber durch virtuelles Geld gekauft werden. Aktuell läuft übrigens eine Aktion (bis zum 1. Juni 2009) bei der man zusätzlich einen weiteren Tab für die Truhe kostenlos erhält.

Neu im Store ist auch ein Freischaltpaket für Pets sowie zwei Makeover-Pakete (zum Ändern des Erscheinungsbilds oder Geschlechts des Charakters) und ein Paket für die Änderung des Charakternamens. Ein einziger Namenswechsel kostet 12,99 Euro –  in meinen Augen ist das Wucher, immerhin bekommt man alle drei Guild-Wars-Kampagnen bereits um ein Butterbrot, sprich 34,99 Euro. Das Makeover-Paket mit fünf Credits erhält man um 8,99 Euro, ebenso das Freischaltpaket für Tiergefährten (Pets).

Natürlich ist klar, dass sich NCsoft finanzieren muss und dass Guild Wars ohne monatliche Gebühren spielbar ist, dennoch: ein einfaches Umbenennen des Charakters mit fast 13 Euro zu beziffern ist wirklich etwas irre – die Hälfte hätt’s auch getan.

Im übrigen ist der heutigen Pressemeldung von NCsoft und ArenaNet zu entnehmen, dass die Verkaufzahlen des Guild-Wars-Franchise die Sechs-Millionen-Marke durchbrochen haben. Wir gratulieren auch hierfür.