Homefront – Sich selbst der größte Feind

Seit meiner letzten Spielesession mit Homefront sind knapp zwei Wochen ins Land gegangen. Die Tage sind inzwischen wärmer geworden und ich hab mit meiner Familie einige entspannende Tage im schönen Loipersdorf verbringen dürfen. Drum komm ich erst jetzt zum Bericht … und das ist auch gut so, denn sonst wäre der Bericht so negativ ausgefallen wie selbst für mich unüblich. Das hat gleich mehrere Gründe, doch alles der Reihe nach.

Einfache Technik

Ich fang mal mit was Einfachem an. Technisch gesehen, geht Homefront in Ordnung. Im Hintergrund werkelt, wie so oft, die Unreal Engine. Grafisch heißt das, wie so oft, viele Details, gute Modelle aber nur mittelprächtige Texturen. Vor allem bei den Lichteffekten punkten andere Spiele besser. Störend wirken sich aber die physikalischen Effekte aus. Mit den wenigsten Objekten kann interagiert werden, aber vor allem scheinen alle Modelle aus kugelsicherem Material zu bestehen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass selbst die Großkaliberwaffen, nicht mal eine Holzverkleidung zu Brennholz verarbeiten. Im Vergleich zur Konkurrenz ein Armutszeugnis. Ohne Tadel bleibt die Stabilität: keinerlei Hänger, Ruckler oder grobe Fehler. Auch der Multiplayer lief, dank Server basierter Technik, stets mit guten Antwortzeiten und die Trefferabfrage bleibt meist plausibel.

Apropos,

Multiplayer und einfach. Den Mehrspielerpart von Homefront zu bewerten, fällt mir sehr einfach. Denn erstaunlicherweise ist er sehr unterhaltsam und motivierend. Zwar fehlen wirklich innovative Ideen oder zumindest klare Unterschiede zu anderen Spielen, doch das stört nicht weiter. Die Modi sind zwar bekannt, jedoch sehr gut umgesetzt. Das hochleveln geht anfangs zügig und flacht dann etwas ab, daraus resultierend wird man sehr schön bei der Stange gehalten. Vor allem aber das Balancing des gesamten Multiplayers ist mustergültig! Klassen, Waffen und Fähigkeiten sind sehr gut abgestimmt und selbst als Einsteiger kann man Spieler höherer Level fordern.

Aber jetzt, wirds schwierig!

Homefront spielt mit Emotionen und das im Guten, wie im Schlechten – und sowohl gewollt, als auch ungewollt. Als ersten Ausrutscher zähle ich die Spielzeit. Der reine Singleplayer auf schwer bietet eine Spieldauer von knapp 5 Stunden. Andere Spiele sehen das als Tutorialzeit an. Dabei ist der Spannungsbogen der Story gar nicht mal schlecht inszeniert. Durchwegs mit jedem neuen Level steigert sich auch die Spannung … und endet von einer Minute auf die andere. Ich konnte erst glauben, dass es vorbei ist, als mich das Spiel im Hauptmenü ausgespuckt hat. Das zweite Problem ist das Setting an sich. Die braven Amerikaner werden nämlich im eigenen Land von den bösen Koreanern angegriffen. Die Ironie in diesem Satz ist wohlgemerkt Absicht, denn ich habe selten ein derart amerikanisiertes und geradezu schmerzhaft patriotistisches Spiel gespielt. Kaos Studios stellt Amerika in Homefront als Heilsbringer dar. Politische oder gar gesellschaftliche Kritik sucht man vergebens. Selbst „Americas Army“, ein Spiel der amerikanischen Regierung, das bereits hart an der Grenze des erträglichen agiert, ist nicht derart schreiend offensichtlich. Dabei wird vor allem nicht nur Amerika hochgehalten und Korea als Erzbösewicht niedergemacht, sondern man kritisiert auch noch andere Staaten und Verbände, vorne Weg Europa und natürlich Russland und China. Das alles sehe ich sehr kritisch. In einem fiktiven Szenario, fiktive Staaten an reale Szenarios und reale Staaten anzupassen, ist eine – nennen wir es künstlerische –  Freiheit, doch gerade in heutigen Zeiten mit derart realistischen Endzeitszenarien zu provozieren, finde ich schlichtweg pietätlos. Zum dritten wären da einige Szenen bei denen es mir selbst jetzt noch die Ganslhaut aufzieht.

Unnötig

Allen voran eine Szenen zu Beginn des Spieles. Dabei „darf“ man beobachten, wie die Eltern eines Kindes auf offener Straße exekutiert werden. Das liest sich jetzt „weniger schlimm“, doch audio-visuell sieht das dann so aus:

Danach folgen Szenen in denen man Massengräber sieht, sich darin nebenbei auch noch versteckt oder man ganze Garnisonen an Koreanern bei lebendigem Leib verbrennen sieht, während die Protagonisten markige Sprüche klopfen. Das ist nur ein kleiner Auszug an „Features“ von Homefront. Das Problem an dem ganzen ist auch, dass es in keiner Relation steht. Es wird damit nicht offen Kritik an Themen geübt, sondern man nutzt den Schockmoment und den Tabubruch für die „Einschaltquoten“. Schade ist das alles, da der Singleplayerpart trotz allem gar nicht mal als schlecht eingestuft werden kann.

Schade ist auch,

dass das alles den Eindruck eines ansonsten gar nicht mal so schlechten Spieles verdirbt. Mischt man dem Spiel 4 zusätzliche Stunden bei, sodass es zumindest an der Grenze des zumutbaren kratzt und gibt noch einige zusätzliche Gegnertypen – im Grunde genommen lassen die sich nämlich auf 4 Typen destilieren – hinzu, hat das Spiel alles was einen guten Shooter ausmacht. Action, Rettungs-, Flucht- und Angriffsmissionen, abwechselnd per Pedes und motorisiert und selbst die KI ist gar nicht mal schlecht. Im Gegenteil zu Prime-Time-Games wie BF:BC2 schaffen es die KI-Kollegen sogar einige Gegner zu eliminieren. Die Story wird gut erzählt und mit einigen Elementen bereichert, der Wiederspielwert durch Sammelobjekte gehoben.

Fazit

Betrachtet man Homefront, ganz neutral und unvoreingenommen, ist es kein schlechtes Spiel. Der Multiplayer ist sehr gut gelungen und der Singleplayer hat gute Ansätze. Doch die Spielzeit von letzterem ist ein Witz für ein Vollpreisspiel und es wird einfach zu wenig geboten.

Wie gesagt, Homefront spielt mit Emotionen und spaltet die Spielergemeinde. Während die einen nichts an den erwähnten Problemen finden oder sogar verteidigen, empören sich die anderen über diese Themen. Ich bin kein professioneller Spielejournalist und darum nehme ich mir heraus, voreingenommen und eben nicht neutral sein zu dürfen. Und eben aus dieser Sicht, ist Homefront für mich ein Kandidat für die Mülltonne. Ich bin bei weitem kein Weltverbesserer oder Sittenprediger, doch meiner Meinung nach geht Kaos Studios schlichtweg zu weit.

Aufgrund meiner emotionalen Haltung gegenüber Homefront enthalte ich mich diesmal einer Wertung. Einige Berichte im Internet haben einen neutralen Blick auf das Spiel zu Wege gebracht und es gibt massig Videos auf den üblichen Plattformen. Ich rate allen sich vor dem Kauf ein Bild zu machen und erst dann zu entscheiden.

Fünf Schritte um Monkey Island & Co. auf Android zu spielen

Ich habe gestern herausgefunden, wie man Monkey Island (und andere Scumm VM-Spiele) auf Android-Handys mit den Versionen 2, 2.1., 2.2 und 2.3 zum Laufen bekommt (möglicherweise auch höhere Versionen). Für die niedrigeren Versionen geht das ja über eine Market-Anwendung. Die Software wird ja nicht über den Market ausgeliefert, darum muss man sich ein paar Minuten Zeit nehmen für den ganzen Spaß. Vielleicht ist das schon ein alter Hut und ich war bisher nur zu blöd dafür, vielleicht geht es aber vielen so wie mir. Im Folgenden eine einfache Fünf Schritte-Lösung, für alle die ihren Android-Spiele um einem Klassiker erweitern wollen. Continue reading Fünf Schritte um Monkey Island & Co. auf Android zu spielen

Warriors: Legends of Troy – ein Tritt in den Pitt (Gewinnspiel)

Trojanische Pferde sind mir ein Graus. Zum einen hat das mit meiner Arbeit als Computerheini zu tun, zum anderen weil mir der Sinn hinter einem hölzernen Pferd nicht eingeht. Wie dumm müssen die Jungs damals denn gewesen sein, dass Schaukelpferdchen einfach so ins Städtelein zu stellen. Egal, der Mythos hat auch so einiges für sich … Helena zum Beispiel, und … ok eigentlich nur Helena.

Die bekommt man bei Warriors: Legends of Troy aber leider nicht wirklich zu sehen. Aber das ist nicht das einzige Problem des neuesten Warriors Ablegers. Viele von euch werden die Warriors Serie wohl nicht kennen, da sie in unseren europäischen Breitengraden eher ignoriert wird. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, auf das wesentliche reduziert aber einleuchtend: asiatische Settings, eintönige Spielmechanik, unauffällige Technik. Im aktuellen Ableger wurde zumindest schon das Setting überdacht, doch auch das hilft leider nichts.

An sich wird der Mythos um Troja wirklich gut erzählt. Die CGI Filmchen sehen sehr gut aus und sind auch ordentlich inszeniert. Zwischen den Missionen wird die Geschichte in Comic-artigen Zwischensequenzen erzählt und weiter gesponnen. Und um die positiven Aspekte auf einen Haufen zu werfen: statt dem üblichen hochleveln der Protagonisten können mit Kampfpunkten Gegenstände zum verbessern der Attribute gekauft werden – gut gemacht, funktioniert, passt.

Aber das wars auch schon, der Rest ist Matsch – Einheitsmatsch. Man kämpft sich ohne große Schwierigkeiten von einer Gegnergruppe zur anderen. Dabei benötigt man meist wenig Können, es reicht hirn- und sinnfrei auf die Controllerbuttons einzuhämmern und schon fallen die Gegner in Scharen. Lediglich die stärkeren Widersacher und Zwischen- bzw. Endbosse benötigen zumindest einen Ansatz von Taktik, doch auch das hat man schnell im Griff. Zudem unterscheiden sich die spielbaren Charaktere einfach zu wenig. Zwar hat jeder seine Stärken, doch durch simples Buttonsmashing ist das schlichtweg egal.

Ähnlich lieblos sind die Missionen gestaltet. Sowohl im Auftragsdesign, als auch in der grafischen Darstellung hinkt der Titel selbst einigen XBLA Spielen hinterher. Die Schlauchlevel würden mich an sich noch wenig stören. Doch so trostlos und vegetationsfrei kann ich mir die Türkei einfach nicht vorstellen und selbst wenn, etwas künstlerische Freiheit hätte ich mir da schon gewünscht. Einzig an der technischen Umsetzung kann nichts bekritelt werden: es ruckelt nichts und sowohl die Animationen, als auch die Modelle sind in Ordnung.

Fazit

Ich könnte noch einige Absätze mehr schreiben, doch um ehrlich zu sein, ist mir die Zeit zu schade. Allerdings muss ich zugeben, dass mir die Warriors Reihe noch nie einen freudigen Jauchzer entlockt hat. Das Fazit von meiner Seite lautet daher eher gnädig: wer den bisherigen Warriors etwas abgewinnen konnte, kann auch bei Troja zugreifen. Der Rest leiht sich den Hollywood-Streifen, kauft Popcorn und verbringt unterhaltsamere Stunden.

Gewinnspiel

Wer sich selbst ein Bild machen will, der hinterlässt einfach einen Kommentar. Am Freitag, 8. April, gewinnt einer von euch unser Testexemplar.

[Edit: 10.04.2011] Gewinnspiel beendet – Mazokko ist der Glückliche.

Cooles Hot Wheels-„Hologramm“

Hot Wheels 3D Werbung
Wer unsere Schwesterseite Wuuua kennt, hat vielleicht schon eine dieser neuen, genialen Pseudo-Hologramm-Werbungen gesehen, wo mittels 3D-Beamer Häuserfassaden zu lebendig wirkenden Leinwänden werden. Eine solche Animation gibt es nun auch für die kultigen Hot Wheels-Spielzeugautos, die wir als Jungen wohl alle mal hatten.

Die Wikipedia verrät: „Hot Wheels ist eine Spielzeugauto-Marke, die im Jahr 1968 vom Spielwarenhersteller Mattel eingeführt wurde, anfangs noch als „Heiße Räder von Mattel“. Besonderes Merkmal waren die sehr reibungsarm laufenden Achsen sowie die ausgefallenen und teilweise skurrilen Formen und Designs, wodurch sich Hot Wheels bis heute von den realitätstreuen Matchbox-Modellen unterscheidet. Die Hot-Wheels-Autos sind etwa sechs Zentimeter lang und haben im Allgemeinen einen Maßstab von 1:64.“

Gears of War 3 – Multiplayer Beta Key Quickie

Nur ein Quickie für zwischendurch. Wer hier als erstes den vollen Namen von Dude Huge postet, seines Zeichens Design Director bei Epic Games, der bekommt meinen Gears of War 3 Multiplayer Beta Zugang! Ihr denkt das ist doch einfach? Das schwierige ist, den Namen KORREKT wiederzugeben.

Anmerkung: Voraussetzungen sind zum einen vollendetes 18. Lebensjahr und ein vorhandener XBox Live Gold Zugang! Die Beta startet in diesem Frühjahr.

DAS GEWINNSPIEL IST VORBEI!

Harveys Neue Augen

2008 überraschte Daedalic mit „Edna bricht aus“ die Adventure-Fangemeinde. Vor allem der freche Sidekick der aus dem Irrenhaus ausbrechenden Hauptfigur Edna, ein Stoffhase namens Harvey, wurde schnell zum Star der Spielelandschaft. Im dritten Quartal 2011 bekommt er nun ein eigenes Spiel mit seinem Namen spendiert: „Harveys Neue Augen“. Abermals ein humoriges Adventure. Continue reading Harveys Neue Augen

Dead Space 2 – Schreck, Kreisch, Fürcht

Ich gebs zu, ich bin eine Memme. Zumindest wenn es um Angst und Schrecken verbreitende Medien geht. Die „Krone“ meide ich zum Beispiel aus Prinzip, ich möcht mich einfach nicht jeden Tag fürchten. Echte Horrorfilme und Gruselspiele liebe ich und suche ihre Nähe bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Und damit mein ich die echten Horrorkönige wie „Es“ und eben „Dead Space“.

Überraschung

Es gibt einfach Spiele, die können einen völlig unvorbereitet überraschen. Auf „Dead Space“ trifft das in mehrfacher Hinsicht zu. Anfangs habe ich Dead Space gemieden – „Au man, nicht noch eine Survival Serie“ – ich habs mir erst vom Wühltisch geholt. Dann jedoch hat es mich mehrere Tage nicht mehr losgelassen! Selten gibt es Spiele, die einen von der ersten Minute an in den Bann ziehen. Noch seltener sind Spiele, die einen wirklich das Fürchten lehren.

Der Nachfolger konnte mich schon überraschen, da drehte sich die Silberscheibe noch nicht einmal im Laufwerk. Auf meine Musteranfrage bei EA erhielt ich damals ein „Tut uns leid, aber wahrscheinlich alles vergriffen!“. Als dieser Tage ein Brieferl von EA per Postler kam, dachte ich eigentlich an Dragon Age 2 … doch, oh Schreck, oh Graus, Nerven seid gewappnet, Dead Space 2 ist wieder im Haus. Motto hieß also: Junior dem Sandmännchen überstellen und Mr.XBox neues Futter geben.

Guckuck… Buuuh… Kreisch!

Wie schon beim ersten Ableger, dauert es keine 60 Sekunden und ich war gebannt. Von den ersten Szenen an, reißt einen das Spiel mit in die Tiefen der Story. Oder eigentlich eher den Höhen, denn auch wenn das Thema an sich Horror-SciFi-Standard ist, schafft es Dead Space durch dauerndes, geschicktes wechseln zwischen ruhigen und schnellen Szenen, Kampf und Erkundung sowie denken und handeln, einen an den Bildschirm zu fesseln. Das einzige, dass sich während dem gesamten Spiel nicht ändert, ist wohl euer Blutdruck. Selbst in vermeintlich ruhigen Szenen ist man durch die Geräuschkulisse oder die düstere Beleuchtung aufs äußerste angespannt.

Apropos Beleuchtung und Geräuschkulisse. Soundtechnisch hat sich meiner Meinung nach wenig getan. Zum Glück möchte man sagen, denn die hohe Qualität des Vorgängers wurde locker gehalten. Dead Space 2 MUSS man einfach mit hoher Lautstärke und gutem Bass spielen – glücklich, wer ein Headset sein eigen nennen darf. Grafisch hingegen hat sich der Titel etwas weiterentwickelt – mehr Evolution als Revolution allerdings. Die Texturen sind etwas detaillierter, ebenso die Modelle. Aber vor allem Beleuchtungstechnisch ist das Spiel noch etwas besser geworden. Grafikfehler findet man selten bis gar nicht, nur ab und zu verwaschen die Texturen.

Auch an der Spielmechanik selbst wurde gefeilt und, meiner Meinung nach, hat man die wenigen Probleme des Vorgängers beseitigen können. Vor allem das Überarbeiten der Waffen und die Balance zu den Gegner funktioniert wieder sehr gut. Auch das User-Interface wurde etwas verbessert – nebenbei, ich finde dieses UI direkt im Spiel per 3D sehr, sehr genial. Auch schön ist, wie mit diversen Audio- und Textlogs, Hintergrundinformationen erzählt werden, auch wenn es etwas mehr Audio als Text sein hätte dürfen.

Natürlich ist aber nicht alles Eitel-Wonne. Zuwenig kann zum Beispiel mit anderen Personen interagiert werden, anders als man durch ein Raumstations-Setting annehmen möchte. Vor allem aber wurden die Rätsel auf ein Minimum reduziert. Zwar waren die Rätsel schon beim ersten Teil eher Arbeitsaufgaben als Hirnknacker, ich hatte aber auf etwas mehr Kopflastigkeit gehofft. Nicht unbedingt negativ, aber doch erwähnenswert ist der Gewaltlevel. Die Kämpfe leben vom Abtrennen von Gliedmaßen und dem Benutzen derer. Damit an sich hätte ich kein Problem, es sind ja schließlich böse Ausserirdische! Eine Gänsehaut bekomme ich aber bei Kindergeschrei und der Darstellung von Gewalt an Kindertorsos – muss das wirklich sein? Vielleicht bin ich aber auch nur empfindlich wegen meinem Nachwuchs.

Fazit

Ich gebe ungern Kaufempfehlungen ab. Zum einen, da Geschmäcker einfach verschieden sind, zum anderen, dass man mir keinen Strick drehen kann ;-) Aber dieses Spiel ist für alle mit starken Nerven und einem guten Magen ein Pflichtkauf!

P.S.: Mustergültig ist übrigens auch das Drumherum von Dead Space. Es gibt mehrere Web-Comics, meist von bekannten Namen gestalten. Auch eigene Video-Comics und mehrere Mini-Games gibt es bereits. Zudem binden die diversen Ableger auf anderen Plattformen (iPad) meist die Vollversionen irgendwie ein.

L.A. Noire Trailer: Feuerwerk der Gesichtsanimationen

L.A.Noire

Rockstar veröffentlichte am Mittwoch einen neuen Gameplay-Trailer zu L.A. Noire auf YouTube. Das ist ja nichts besonderes könnte man meinen, allerdings beleuchtet dieser den wohl interessantesten Teil des Spiels: Ermittlungen & Befragungen.

Während ich die Spurensuche vorab nicht als genial bewerten würde, scheint sie relativ unterhaltsam. Nachdem ihr einen neuen Beweis gefunden habt, gibt euch das Spiel durch In-Game Cutscenes Feedback zu der blutigen Eisenstange, der Visitenkarte oder dem Haar in der Suppe – wenn es denn Haare in Suppen im Spiel geben sollte.

Genial allerdings zeigen sich bereits jetzt die Befragungen. Grafisch feuert L.A. Noire ein Feuerwerk der Gesichtsanimationen ab, dass es eine wahre Freude ist. Bei den Befragungen werden Verdächtige mit Hinweisen konfrontiert, die vorher gefunden wurden und Aussagen können als Wahrheit, Lüge oder zweifelhaft eingestuft werden. Je besser ihr das macht, desto besser wird euer Skill, der dann zu neuen Fähigkeiten führt – beispielsweise eine Art Wer wird Millionär Joker (der 50/50, nicht der Telefon), oder blinkende Gegenstände an Tatorten.

Kurzum: Der Trailer ist einfach genial. Zu hoffen bleibt nur, dass der Detailreichtum sich nicht nur in den Gesichtsanimationen, sondern auch in der Spieltiefe niederschlägt. Aber was soll ich sagen, ich bin guter Dinge das Team Bondi und Rockstar das Kind schon irgendwie nach Hause schaukeln und uns im Mai etwas Einzigartiges erwartet.