Kategorie-Archiv: Spiele

Ensemble – AoE-Macher holen id-Entwickler

Glaubt man den Angaben des amerikanischen Insidermagazins Gamasutra, dann hat der Doom 3-Projektmanager/Designer/Programmierer Graeme Devine id Software verlassen und zu den Ensemble Studios (Age of Empires) gewechselt.

Ensemble gehört zu den Microsoft Game Studios und ist durch ähnliche Transfers zuletzt verstärkt aufgefallen. Im letzten Jahr wechselten auch andere Ex-id-Mitarbeiter (Paul Jaquays und Sandy Peterson) zu den in Dallas ansäßigen Entwicklern.

Devine wird bei Ensemble die Rolle eines Game Designers übernehmen. Natürlich tauchen nun erste Spekulationen auf, wonach die Age of Empires-Macher einen 3D-Shooter produzieren könnten. Offizielles gibt es in dieser Richtung natürlich nichts…

Wir spielen bretternd am PC

In Zeiten von PC-Multiplayerduellen und Extreme-TV-Sessions kommen Brettspielabende unter Freunden mit Klassikern wie Risikio, Trivial Pursuit oder Scottland Yard immer mehr aus der Mode. Einer der besten deutschen Titel für Brett-Fans, Expedition nach Tikal, kommt nun – vier Jahre nachdem es zum "Spiel des Jahres (Deutschland)" gekürt wurde – auch in den Genuss einer Software-Umsetzung. Ist das sinnvoll? Lest den Test!

Gleich nach dem Start des Spiels erwartete uns ein erster Schock: An einem PC kann man nicht gegen andere menschliche Mitspieler antreten. Wer dieses fehlende Feature als existentiell für eine Versoftung betrachtet, der kann sich das Weiterlesen des Tests also bereits sparen. Wir honorieren das mit einem angemessenen Punkteabzug…

Wenn ihr Expedition nach Tikal nicht kennen solltet, hier folgt eine kurze Beschreibung des Spiels: Ihr leitet eine Expedtion in die Maya-Stätte Tikal. Dabei könnt ihr Schätze freilegen und verschollene Tempel wiederentdecken. Vulkane und Räuber stören aber immer wieder eure Reise. Bis zu vier Spieler (KI oder Internet-Rivalen) treten den beschwerlichen Weg durch den Dschungel an.

Nachdem bei jeder Runde nur eine bestimmte Anzahl an Aktionspunkten bereit steht, hängt in Expedition nach Tikal nur wenig vom Glück ab. Strategische Überlegenheit heißt die entscheidende Komponente um Siege zu erringen. Das Spielprinzip wird euch in einem langatmigen Tutorial noch genauer erklärt.

Technisch präsentiert sich die Versoftung leider auf keinem sehr hohen Niveau. Klar, die 3D-Grafik ist flott und frei dreh- bzw. zoombar, aber die nicht verstellbare 800x600er-Auflösung und die Effekt- und Detailarmut lockt niemanden hinter dem Ofen hervor. Beim Kauf eines Brettspiels dürfte aber mit Sicherheit auch niemand daran denken, eine Grafikdemo zu erwerben, die Doom 3 & Co. die Messlatte in Sachen Optik höher legt.

Anders sieht die Sache beim Sound aus. Hier sollten man einen atmosphärischen musikalischen Beitrag erwarten können. Leider sind die selten eingesetzten und nicht sonderlich aufregenden Effekte nicht in diese Sparte einzuordnen. Hintergrundmusik gibt es gleich überhaupt keine.

Die Steuerung erweist sich als präzise und in Ordnung. Zusammen mit dem gelungenen Interface – sämtliche Aktionen sind mit wenigen Mausklicks auszuführen – gehört sie zu den besten Aspekten der PC-Version.

Ziemlich gut ist aber zumindest für einen Laien des Spiels (also meine Wenigkeit ;-)) die Computer-KI. Die Kerle gehen mit aller nötigen Härte ihren Weg und erweisen sich als eine echte Herausforderung.

Argh! Was zum Teufel hat Dartmoor geritten, als sie den Hot Seat-Modus gestrichen haben? Gerade für rundenbasierende Titel ist das ein absolutes Muss. Als einzige Entschuldigung kann ich gelten lassen, dass man mit Freunden gleich das Original-Spiel angehen und nicht vor dem Monitor rumhängen sollte. Aber das möchte ich doch bitte noch selbst entscheiden dürfen!

Ansonsten ist die Expedition nach Tikal solide umgesetzt worden, schwächelt aber auch noch im technischen Bereich. Sowohl Sound als auch Grafik können nicht wirklich begeistern. Die KI der Computergegner rechtfertigt die Umsetzung dann aber doch noch (und bescheisst im Gegenteil zu menschlichen Rivalen nicht ;-)).

Für Leute die in der Mittagspause oder nach einem harten Tag gerne ein Brettspiel zocken, aber nicht immer die notwendigen Mitspieler in der Umgebung haben könnte die PC-Version von EnT deswegen ihr Geld wert sein, alle anderen bleiben besser bei der Real Life-Fassung. Die Siedler von Catan wurde beispielsweise besser umgesetzt (heißt am PC übrigens einfach nur Catan).

USA – Die aktuellen Verkaufscharts

Hier die aktuellen Verkaufscharts aus den USA:

  • 01.(01.) WarCraft 3: The Frozen Throne
  • 02.(02.) Sims – Megastar
  • 03.(03.) Sims Deluxe
  • 04.(08.) Neverwinter Nights: Der Schatten von Undernzit
  • 05.(04.) Star Wars Galaxies
  • 06.(05.) WarCraft 3: Reign of Chaos
  • 07.(re.) Finding Nemo
  • 08.(06.) Sims – Tierisch gut drauf
  • 09.(07.) Diablo 2
  • 10.(re.) Neverwinter Nights
  • Wie auch hier führt WarCraft 3: The Frozen Throne die Liste an. Wobei mit den Sims – Megastar und den Sims Deluxe zwei alte Bekannte auf den Plätzen zwei und drei folgen. Mit den guten Verkäufen von Neverwinter Nights: Der Schatten von Undernzit konnte auch das Hauptprogramm wieder einen Neueinstieg auf Platz 10 schaffen. Star Wars Galaxies trudelt nach einem guten Verkaufsstart langsam auf die hinteren Plätze zu. Dass MMORPG scheint seine Zielgruppe langsam voll ausgeschöpft zu haben.

    Rasen bis der Arzt kommt!

    Illegale Autorennen quer durch dicht befahrene Metropolen scheinen schwer im Kommen zu sein. Nicht nur Amerikas Jugend frönt diesem "Sport", auch die dort ansässige Unterhaltungsindustrie hat mittlerweile das Potenzial erkannt, mit diesem Thema ganze Kinos gefüllt und – zumindest seit einiger Zeit – auch Computer- und Videospieler an den Bildschirm gefesselt.

    So flitzt man in Midnight Club 2 mit mehr als 200 Sachen bei Nacht in dichtbefahrenen Städten herum, um gleich wieder vor einem LKW zu donnern, der gerade die Kreuzung vor einem überquert. Man hätte zwar noch ausweichen können, aber die hart agierenden Computergegner hatten da andere Pläne und drängten einen direkt vor dieses 40 Tonnen schwere Ungetüm. Solche Frustmomente wird man im Spiel des Öfteren haben.

    Um es gleich vor weg zu sagen: Wenn ihr eine Art von Gelegenheitsspieler seid, die gleich nach dem zweiten missglückte Versuch ein Rennen zu gewinnen das Handtuch bzw. Pad hinschmeißen, dann braucht ihr gar nicht erst weiterlesen. Dieses Spiel ist nichts für euch. Nutzt die Zeit lieber, um ein bißchen Werbung für Rebell.at zu machen, … ;)

    Aller Anfang ist schwer

    Kommen wir wieder zum Spiel: Am Anfang fährt man mit einer ziemlichen Schrottkiste, die stark an einen aufgemotzten Ford Escort älteren Baujahrs erinnert, durch die Straßen von L.A.. Hier sollte man sich erstmal ein bißchen umsehen, denn nichts geht über eine gute Streckenkentniss: Nur wer sich gut in der jeweiligen Stadt auskennt, kann durch Abkürzungen wichtige Sekunden auf die Konkurrenz gut machen. Als Nächstes sucht man sich einen Kontrahenten aus und bestreitet das erste Rennen. So rast man nun an den Wolkenkratzen vorbei und driftet um die ersten Kurven, wobei man die einzelnen Checkpoints entweder nach einer fest vorgegeben Reihenfolge abfahren muss oder sich manchmal den besten Weg bis zum Ziel selbst suchen darf.

    Das Handling der Autos geht dabei vom Start weg recht leicht von der Hand, auch wenn die Edelkarossen recht zickig reagieren und man als Spieler nicht gerade Grobmotoriker sein sollte. Schnell jedoch vergisst man wieder dieses Manko und weicht dem nächsten Auto aus, oder flüchtet vor der schnellen und aggressiven Polizei, getrieben von einem coolen Hip Hop-Soundtrack, der mit zur coolen Atmosphäre des Spiels beiträgt. Wer das nicht mag, kann auch seine eigenen Lieblingslieder als MP3 ins Spiel einbinden, ähnlich wie in GTA : Vice City.

    Am Anfang hat man auch noch keine Annehmlichkeiten wie Nitros, BurnOuts und den Windschatten-Turbo, auch Knight Rider kann man noch nicht spielen. Erst im späteren Spielverlauf lernt man, auf zwei Rädern durch die Gegend zu fahren.

    "Irgendwo in L.A." oder "Hilfe, wo bin ich?"

    Leider werden die späteren Städte Paris und Tokio nicht nur schöner, sondern auch komplexer. Nicht nur immer mehr Tunnel und Gassen lassen mehr Abkürzungen zu, auch immer mehr Rampen und Häuserschluchte laden zu waghalsigen Sprüngen und Stunts ein.

    Dadurch geht des Öfteren die Übersicht flöten und man muss die Karte bemühen, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Dies kostet nicht nur Zeit, sondern manchmal auch Nerven, wenn man wegen einer verpassten Abfahrt gleich das ganze Rennen noch mal neu starten darf.

    Dennoch spielt man immer weiter. Man erliegt einfach der Sucht noch einen Wagen frei zu spielen, noch eine Abkürzung in der bei jedem Rennen frei befahrbaren Stadt zu finden oder einfach mal einen neuen Stunt auf zwei Rädern auszuprobieren. Spätestens dann, wenn es so weit ist, lässt einen das Spiel nicht mehr los. Dann vergisst man auch, dass die Grafik ihr enormes Tempo durch eine enorme Detailarmut erkauft, und dass die Wagen aus nicht einmal halb so vielen Polygonen wie die aus DTM Race Driver bestehen. Dafür sorgen Spiegel- und Schliereneffekte wenigsten ein bißchen fürs Auge. Auch ein Schadensmodell haben die Entwickler nicht vergessen, letzteres erfüllt seinen Zweck aber mehr schlecht als recht, da nur bei schweren Unfällen ein Schaden am Auto dargestellt wird.

    Wer dann immer noch nicht genug hat, kann sich entweder im Editor austoben oder spielt das Spiel mit ein paar Freunden im Multiplayermodus.

    Midnight Club 2 macht einen Tempo süchtig. Wer einmal dem Rausch der Geschwindigkeit erlegen ist, der kann so schnell nicht mehr aufhören: Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken, sei es einfach nur die nächste Abkürzung mit der man das Rennen nun endlich gewinnen könnte, oder der neue Wagen, der noch besser um die Ecken driftet. Man will einfach nicht aufhören. Auch nette Extras wie der Burnout und der Windschatten-Boost halten einen noch länger bei der Stange, angepeitscht von einem guten Soundtrack.

    Leider macht Midnight Club 2 auch vieles falsch: die Computergegner agieren zu fies, die Streckenführung ist nicht immer ideal und der Gegenverkehr hat schon so manch einen Sieg zu Nichte gemacht. Auch die Grafik ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit; sie ist zwar schnell, dafür aber extrem detailarm.

    Insgesamt ist Midnight Club 2 dank seiner dichten Atmosphäre und der hohen Spieltiefe ein gutes, wenn auch nicht einfaches Spiel geworden.

    GFK-Charts – Für die 31. Kurswoche

    Hier die Charts für die 31. Kalenderwoche:

  • 01. WarCraft 3: Frozen Throne
  • 02. WarCraft 3 – Reign of Chaos
  • 03. Die Sims Megastar
  • 04. Stronghold Crusader
  • 05. C&C: Renegade
  • 06. Tomb Raider: Angel of Darkness
  • 07. GTA: Vice City
  • 08. Die Sims – Deluxe
  • 09. Radsport Manager 2003/2004
  • 10. Moorhuhn X
  • An der Spitze hat sich nichts Großartiges getan, es führen immer noch dieselben drei Titel die Liste an. Starke Verluste musste hingegen Tomb Raider : AoD hinnehmen. Es hat sich wohl mitlerweile rumgesprochen, dass die neue Lara kein Spielspaßgarant ist.

    Als einziger Neueinsteiger hat es der Radsport Manager 2003/2004 auf den neunten Platz in die Liste geschafft, wobei der Verkaufserfolg wohl mehr auf das Konto der gerade beendeten Tour de France und dem damit verbundenen erfolgreichen Comeback von Jan Ulrichgeht als auf die Beliebheit des Radsports unter PC-Spielern. Bei Moorhuhn X wird der Titel durch die enorme Popularität seines Namens vor mittelmäßigen Verkäufen geschützt.

    Wirklich so gut wie behauptet?

    Als stolze Besitzer der Beta-Version von Knight Shift haben es sich die Rebellen nicht nehmen lassen und sind für euch in die Tiefen einer anderen Welt gestoßen. In Knight Shift dreht sich alles um Geist Golbeck, ein kleines Skelett das euch immer wieder in Visionen erscheint. Diese scheucht euch durch die Welt um seinen Meister Gallus zu finden.

    Das Spiel besteht eigentlich aus zwei Teilen, anfangs hat Reality Pump nur ein Echtzeit-Strategiespiel machen wollen aber durch immer mehr Ideen entstand kurzum auch ein RPG-Part. Die Modi könnt ihr jeweils im Menü anwählen und sind eigenständig spielbar.

    Der Echtzeitstrategiemodus ist wie in WarCraft 3 aufgebaut. Ihr habt Helden die wichtig für die Missionen sind. Im ersten Level denkt man auch erst, dass es ein Rollenspiel ist aber ab dem zweiten kommt dann endlich der Aufbau und Strategiepart zur Geltung. Das Witzige an diesem Modus ist die Wirtschaft, Kühe sind euer Kapital. Ja richtig gelesen! „Die Milch macht’s. Ihr habt eure Kuhfarm, dort werden die armen Fiecher echt gestrietzt was das Zeug hält. Aber was macht man nicht alles für die leckere weisse Flüssigkeit?

    Die Vielfalt der Einheiten ist ungewohnt. Schon mal eine Schwiegermutter mit einem Nudelholz gesehen? Diese „nette Dame“ ist für die Gebäudeübernahme der Feinde nützlich da sie die Besitzer "überredet". Wie, muss ich wohl nicht erklären – jeder kennt die perfiden Schwiegermütter, die einem nur Böses wollen.

    Auch die Holzfäller haben es in ihrer Nähe nicht leicht und arbeiten aus Angst gleich doppelt so schnell. Der Holzfäller kann nicht nur schuften sondern auch kämpfen was in schwierigen Situationen sehr hilfreich ist.

    Im RPG Modus kommt sofort Stimmung auf. Ihr metzelt euch durch Horden von Wölfen, Skeletten und weiteren Wesen. Euren Charakter könnt ihr übrigens aus verschiedenen Gesichtern, Kleidern und Klassen zusammen setzen. Als Zauberer, Barbar, Amazone und Bogenschütze könnt ihr euch durch Knight Shift kämpfen.

    Die Ansicht wurde eins zu eins aus dem Strategiemodus übernommen und ist für ein RPG nicht die perfekte Wahl, eine Ansicht a là Neverwinter Nights oder Diablo hätte hier Wunder gewirkt.

    Allein seid ihr aber nicht immer unterwegs, denn neue Partymitglieder braucht man nicht lange zu suchen. An Ausrüstung und Waffen gibt es genau so wenig Mangel wie an Heilmitteln und anderen Utensilien, aber eine Revolution darf man nicht erwarten, eben Hausmannskost. Die Waffen und Rüstungen werden wie erwartet in einem Extraschrim verwaltet und dem Helden an den Leib gepackt. Eure Ausrüstung erbeutet ihr euch entweder in den Weiten der Welt wo ihr allerhand Truhen und Fässer plündert oder durch den Besuch bei einem der Händler.

    Kommen wir zur optischen Präsentation: hier haben sich die Mannen von Reality Pump mächtig Mühe gegeben. Wälder, Höhlen, Flüsse, alles erstrahlt in bester Grafikpracht. Die Kamera ist frei beweglich und somit hat man immer optimale Übersicht. Uns störte leider das kindliche Aussehen des Drumherums sehr, es kommt einen so vor, als ob sich die Entwickler nicht ganz sicher gewesen wären ein ernstes oder lustiges Game programmieren zu wollen. Es kommt daher nicht an die Ernsthaftigkeit eines Dungeon Siege oder Diablo heran und nimmt sich für die Grafik einfach zu wenig selber auf die Schippe.

    Was gleich begeistern konnte war der Soundtrack der sehr viel Stimmung aufkommen lässt und Lust auf mehr macht. Eine Sprachausgabe in wichtigen Szenen fehlt bei unserer Version noch, genau so wie Filmsequenzen.

    Die Steuerung ist in beiden Modi tadellos und geht von Anfang an ins Blut über. Im unteren Bildschirmbereich gibt es genretypisch eine Leiste in der alle Funktionen erreichbar sind.

    Begeistert und mit Gedanken an die ersten Hitrufe diverser Printmagazine habe ich mich beim Beta Test angemeldet. Enttäuscht wurde ich nicht, aber eben auch nicht positiv überrascht. Mal von der Kindlichkeit in Sachen Optik abgesehen hat mich absolute Standartkost erwartet. Da ich nicht so visuell veranlagt bin, wurde ich auch nicht von der wirklich guten Grafik geblendet und in meinen Augen ist das Spiel eben nur „gut“. An die Fantasiehaftigkeit eines Spellforce kommt es wohl nicht heran und das ist in meinen Augen der größte Konkurrent. Eigentlich schade aber derzeit sicher kein Hit sondern einfach „nur“ gut – ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Der RPG-Modus macht mir als leidenschaftlicher RTS-Zocker seltsamerweise mehr Spaß.

    Ersteindruck: Gut

    Rätseln in der nahen Zukunft – womit?

    Was waren das noch für Zeiten, als Adventurespieler unter Top-Titel auswählen durften wie es nun hauptsächlich Actionfans vorbehalten ist. Egal was für Zeiten das waren, sie sind auf jeden Fall längst vorbei. Mit etwas Glück belebt sich das Genre im kommenden Jahr aber wieder. Immerhin stehen Sequels zu teilweise genialen Titeln auf der Matte – die interessantesten davon stellen wir euch nun kurz vor.

    Baphomet’s Fluch 3:<img src="http://www.rebell.at/rebell.shared/gfx/pics/article/specials/adv0304/baph.gif" align="left">

    Wird Revolution dem Firmennamen wie angekündigt gerecht? Das ist derzeit schwer zu sagen. Außer einigen zusätzlichen Einlagen in denen man unter Zeitdruck steht und einer dritten Koordinate scheint alles beim (genialen) Alten geblieben zu sein. Knackige Rätsel und toller Humor dürften sicher wieder dabei sein. Wir setzen große Hoffnungen in dieses Adventure von den Beneath a Stheel Sky-Machern!

    BF 3: Der Schlafende Drache muss sich also hohen Erwartungen stellen, aber auch Skepsis wird dem englischen Titel genügend entgegen gebracht. Immerhin verbannt Hauptentwickler Cecil das Adventuregenre ins Reich der Toten und kündigte einige Actioneinlagen an. Nico und George werden im Oktober wieder auf Achse gehen, dann wird man sehen.

    <font color="red">Gestoppt!</font> <s>Full Throttle 2 (Vollgas 2):<img src="http://www.rebell.at/rebell.shared/gfx/pics/article/specials/adv0304/full.gif" align="right">

    Nummer 1 aus dem Traditionshaus LucasArts, dass von seinem StarWars-only Image wieder Abstand nehmen will: Biker Ben kehrt zurück. Das als Adventure-Action bezeichnete Spiel wird Ende 2003 oder Anfang 2004 in den Läden stehen. Neben einigen wenig zufriedenstellenden Screenshots beunruhigt Rätselfreunde vor allem der wohl hohe Actionanteil. Nicht zu vergessen ist, dass auch der Vorgänger keine rein friedliche Angelegenheit war. Lassen wir uns einfach überraschen, vielleicht dürfen wir demnächst auf bessere Weise als wir gedacht haben Vollgas geben.</s>

    Sam & Max Freelance Police:

    <img src="http://www.rebell.at/rebell.shared/gfx/pics/article/specials/adv0304/snm.gif" align="right">Ein wenig knuffiger Hase und ein kaum bissiger Hund feiern im kommenden Frühjahr ihr Comeback. Sam & Max gehören zu den Kult-Charakteren aus LucasArts-Adventuretagen und werden in frischer Optik aber gwohnt rätsellastiger Weise zurückkehren.

    Viel mehr als einen Trailer hat man bisher noch nicht gesehen, allerdings darf man davon ausgehen, dass S’n’M 2 ein reines Abenteuer wird. Anders als Full Throttle 2 wird es auf der offiziellen Website nicht als Adventure-Action sondern einfach nur als Adventure bezeichnet.

    Technisch darf man sich wohl eine Art verbessertes Monkey Island 4 einstellen. Gerenderte Hintergründe werden also mit detaillierten 3D-Figuren im Comic-Stil ausgestattet. Steuerungstechnisch wäre eine klare Verbesserung sicher zu begrüßen…

    Syberia 2:

    <img src="http://www.rebell.at/rebell.shared/gfx/pics/article/specials/adv0304/kate.gif" align="left">Kate Walker kommt wieder! In der nächsten Auskopplung der Syberia-Welt wird man weiter in den Norden verfrachtet, wo nicht nur frostige Temperaturen, sondern auch noch schönere Grafiken auf die junge Dame warten.

    In vier Kapiteln dürfen wir eine Fortsetzung der Geschichte aus Teil 1 erwarten und damit rechnen, dass viele Mängel ausgebssert werden. Zum Beispiel sollen die Gegenden durch die Kate streift um einiges belebter wirken, wofür unter anderem herumlaufende Personen sorgen sollten.

    Bereits im Oktober sollte Syberia 2 in den Läden stehen.

    The Longest Journey 2:<img src="http://www.rebell.at/rebell.shared/gfx/pics/article/specials/adv0304/april.gif" align="right">

    Ragnar Tornquist hält Abenteurer in seinem privanten Online-Tagebuch über TLJ 2 auf dem Laufenden und verspricht große Dinge. Die wenigen Kritikpunkte am Vorgänger sollen ausgebessert werden (Bsp.: zu umfangreiche Dialoge), das Spiel wird in die Dritte Dimension verfrachtet, aber an der Maussteuerung wird nicht gerüttelt – und das trotz dem Release auf mehreren Plattformen. Jump & Run- und Action-Einlagen, so wurde uns versprochen, wird man nicht vor finden.

    Leider dürfte es aber doch bis ins Jahr 2005 dauern, bis wir mit April Ryan wieder auf Rätseljagd gehen dürfen. Wahrscheinlich dafür aber irgendwann sogar in einem dritten Teil!

    Gerüchteküche und ferne Zukunft:

    Man sieht also, allzu schlecht ist es im kommenden Jahr um die Adventures wirklich nicht bestellt. Aber auch dannach könnte das Revival der Adventures weiter gehen. Immerhin hat die Voodoo-Lady aus Monkey Island einen Vertrag über fünf Spiele und LucasArts hat nie ein Hehl daraus gemacht, die Serie irgendwann fortsetzen zu wollen. Auch Grim Fandango kam immer wieder ins Gespräch, wenn es um Gerüchte zu einem Adventure-Sequel ging. Das Reich der Toten würde für Manny Calavera noch viele Geschichten bieten.

    Nicht vor 2005 erscheint Pendulo’s Sequel zu Runaway. Inoffiziell wurde die Fortsetzung bereits angekündigt und Deutschland-Publisher dtp wird auf der Games Convention eine Adventure-Überraschung mitbringen, wo allein dtp auch drei komplett neue Adventures präsentieren wird – es müssen ja nicht immer Sequels sein.

    Madame Jane Jensen, Erfinderin der beliebten Gabriel Knight-Reihe, wird ebenfalls wieder zurückkehren und hat bereits auf der E3 ein Adventure angekündigt, das wohl ähnlich angelegt sein wird wie GK. Genauere Details sollten innerhalb der nächsten Monate folgen.

    Sierra, eine große Abenteurer-Firma der Vergangenheit scheint ebenfalls langsam wieder zu ihren Wurzeln zu finden. Zwar wurde der Gedanke an ein neues Space Quest aufgegeben, die Hinweise auf ein weiteres Leisure Suit Larry werden aber immer konkreter. Einige Dämpfer gibt es aber noch: Al Lowe wird nicht in die Entwicklung eingebaut und behauptet außerdem Gerüchte gehört zu haben, dass Larry 8 kein Adventure werden könnte. Wehe Sierra vor dem Zorn der Larry-Fans wenn er plötzlich ballern und hüpfen muss!

    Fazit:

    Ja liebe Actionfans, euer Genre ist immer noch das beliebteste und wird diesen Status wohl auch in den nächsten Jahren nicht verlieren. Einige Entwickler scheinen aber zu merken, dass die Konkurrenz bei Strategie, Action und (MMO)RPGs zu groß wird und besinnen sich darauf wieder etwas mehr Genrevielfalt herzustellen. Die in den letzten Jahren arg leidenden Adventurefans profitieren davon, denn die von uns beschriebenen Titel haben allesamt das Zeug zum Hit. Vor allem der Wiedereinstieg von LucasArts und das mögliche Comeback von Sierra geben neue Hoffnung für die Zukunft. Wenn die Qualität der kommenden Titel stimmt liegt es wohl nur an den Genrefreunden, ob das durch Runaway und Salammbo eingeleitete Revival der Adventures gefeiert werden darf. Dann heißt es nämlich "Kaufen, kaufen, kaufen!" und nicht "Brennen und runtersaugen", denn ohne ordentliche Absatzzahlen der Konkurrenz wird Guybrush wohl für immer in der "Ich komme wieder"-Kiste stecken bleiben…

    Ritter Dirk rettet Prinzessin

    Der Name Dragon’s Lair wird bei denjenigen unter euch, die sich schon lange mit Spielen beschäftigen, sicher die Glocken klingeln lassen. Der Spielhallenklassiker aus den 80er-Jahren erschien erstmals 1989 für den PC. Nun befinden wir uns 14 Jahre in der Zukunft und Revivals sind gerade in Mode. Ob man auch bei Dragon’s Lair 3D ins Schwärmen gerät, verät euch unser Review.

    Uncool: Prinzessin Daphne wird im netten Comic-Intro von Singe dem Drachen entführt und auf die verwunschene Burg des bitterbösen Zauberers Mordroc verschleppt. Als edler Ritter darf sich unser Held Dirk diese Chance, abermals die Königstochter zu retten, natürlich nicht entgehen lassen – und schwupps – fertig ist die Hintergrundgeschichte zu Dragon’s Lair 3D.

    Über ein magisches Amulett, das als eine Art Walkie-Talkie dient, beschreibt uns Daphne von der ersten Sekunde an den Weg zu ihrem Verlies. Das soll gewährleisten, dass jedermann immer weiß was denn zu tun ist, hat aber den Nachteil, dass Daphne’s Stimme nach gewisser Zeit zu nerven beginnt.

    Davon werden wir aber schnell abgelenkt, denn zahlreiche Fallen, Rätsel und Gegner stellen sich uns auf unserer Reise durch Mordroc’s Burg in den Weg. Da stürzen plötzlich Kästen vor uns um, öffnen sich Böden unter unseren Füßen und/oder verbrennen uns Flammen die Finger. Das Ganze ist nicht immer sehr fair, teilweise ist die Reaktionszeit einfach zu kurz. Das Spiel gleicht das aber durch ein sehr gelungenes Speichersystem aus. Man kann zu jederzeit sichern. Sollte man darauf vergessen erledigt das Programm selbst an gewissen Stellen das Speichern.

    Darum verzeiht man den Entwicklern vermutlich auch leichter die Mängel bei der Steuerung. Zu unpräzise lässt sich Dirk durch die Gänge jagen, was an manchen Stellen doch ärgerlich ist. Das durften wir schon im allerersten Kampf erleben, als Dirk und Schwert in einen Abgrund gefallen sind.

    Apropos Schwert: Nicht nur mit eiserner Klinge sondern auch einer Armbrust und drei verschiedenen Pfeilarten darf man sich durch die Comic-Burg metzeln. Zusätzlich helfen Artefakte die Dirk’schen Fähigkeiten zu verbessern. Blut bekommt man dabei übrigens keines zu sehen. Dragon’s Lair 3D ist ab einem Alter von 6 Jahren freigegeben.

    Der Sound ist abgesehen von Daphne’s Stimme sehr gut gelungen. Die musikalische Untermalung ist atmosphärisch angepasst und auch die Soundeffekte sind zweifellos für ein Comicspiel gemacht.

    Technisch weniger sauber ist dafür die Optik. Die Comic-Grafik kann zwar in Bezug auf die Charaktere und großteils auch der Gegner überzeugen, die Räumlichkeiten sehen allerdings zu wenig spektakulär aus. Man merkt dem Spiel doch an, dass es auch auf PS2, Xbox und GameCube erscheint.

    Sehr nett sind hingegen die Videosequenzen, die von Don Bluth (Feivel der Mauswanderer) erstellt wurden. Er hat bereits am Debut von Dragon’s Lair im Jahre 1983 mitgewirkt.

    Das Urteil über Dragon’s Lair 3D zu fällen, ist gar nicht so einfach. Auf der objektiven Seite sieht man sich mit einer ungenauen Steuerung, unspektakulären Grafiken, einer 08/15-Story und einigen unfairen Stellen konfrontiert, die den Leveldesignern eigentlich um die Ohren gehaut werden müssten.

    Irgendwie hat das Action-Adventure, das dieser Bezeichnung sicher gerechter wird als zum Beispiel Miss Croft’s vergangene Abenteuer, aber einen ganz eigenen Charme und die Ungewissheit, ob der Boden unter meinen Füßen hält und man den Regalen an der Wand trauen kann, macht einen besonderen Spielwitz aus.

    Dragon’s Lair 3D ist sicher nicht jedermanns Sache. Aber Junge, Alte und Nostalgiker, die auf schnelle Reaktionen und recht interessante Rätsel stehen, dürfen bedenkenlos zugreifen und mit den tolpatschigen Dirk in die Comic-Schlacht ziehen.

    Meine Reise beginnt

    Meine Reise beginnt. In meinem kleinen Bauerndörfchen war es mir einfach viel zu langweilig. Ich bin Abenteurer und will in meinem Leben auch etwas erreichen. Deshalb schrieb ich mich auch an diesem Tage für das Training ein.

    In der Eingangshalle angekommen traf ich einen Mann, der mir viel Basiswissen vermittelte. Zwischendurch stellte er mir läppische Fragen, die ich schnell beantworten konnte. Als er mir nichts mehr zu erzählen hatte und ich einige Belohnungen für richtig beantwortete Fragen bekam, musste ich mich noch beim Verhaltenstraining melden. Als wüsste ich nicht wie ich mich zu verhalten habe.

    Jetzt kam Stufe 2, der eigentliche Grund warum ich hier bin. Ich musste mich mit meinem kleinen Messer von einer auf die andere Seite durchschlagen. Zum Glück waren es relativ einfache Monster, bei denen ich auch schon ein bißchen Erfahrung gewinnen konnte. Geschafft! Puh beinahe wäre es um mich geschehen, aber ich hatte ja Gott sei Dank noch ein wenig Essbares dabei und konnte mich so retten.

    Im dritten Teil des Trainings galt es rauszufinden welcher Beruf am besten zu mir passen würde. Ich beantwortete die Fragen und wartete gespannt auf das Ergebnis. Ich hatte selber keine Ahnung was ich werden wollte und würde auf jeden Fall das Ergebnis hinnehmen und diesem Wege folgen. Die Auswertung verlief sehr flott. Meine Berufsvoraussage ergab einen: Acolyten. Ein Diener des Herrn sozusagen. Da ich doch sehr gläubig bin, nahm ich an und wurde direkt nach Prontera geschickt. Dort sollte ich mich in der Kapelle für den Beruf anmelden. Doch bevor ich zum Acolyten wechseln durfte, musste ich mich noch beweisen. Ich musste einen Mann aufsuchen und auch noch reichlich Erfahrung gewinnen.

    Mit dem Knüppel, ein Geschenk dafür, dass ich den Beruf hingenommen habe, machte ich mich auf den Weg. Die Monster stellten nicht das große Problem da, eher suchte ich schon nach dem Mann, der eine Bestätigung an die Kapelle senden sollte. Unterwegs traf ich auf Porings, Lunatics, Roda Frogs und Fabres, die meiner Stärke angebracht waren. Dann passierte für mich etwas unfassbares. Ein Lunatic hinterließ eine Rainbow Carrot. Mit dieser Karotte konnte man eben diese Monster zähmen und sie als Haustier halten. In lauter Aufregung versuchte ich mein Glück. Und es geschah. Der Zähmungsversuch gelang.
    Seither hatte ich zwar noch keinen Gefährten, aber ein Ei im Gepäck, was nur darauf wartete ausgebrütet zu werden.

    Endlich fand ich auch den Mann, den ich suchte. Er sendete sofort die Bestätigung, dass ich mich als würdig erweisen würde den Beruf des Acolyten auszuführen. Nachdem ich genug Erfahrung gesammelt habe ging ich zurück nach Prontera und begab mich sofort in die Kapelle. Dort überprüfte der Priester, ob ich auch alle Vorrausetzungen erfülle. Das tat ich. Und schon wurde ich in den heiligen Bund der Acolyten aufgenommen.

    Um nun meine ersten Fertigkeiten auszubauen, begab ich mich nach meiner Anmeldung für diesen Dungeon, direkt nach Culvert. Dort traf ich auf zwei sehr nette Händler, die ebenfalls neu in der Gegend waren. Vego und ~Spark~ ihre Namen. Ich verbündete mich mit ihnen und wir halfen uns gegenseitig um gegen die Fledermäuse, Thief Bugs und Taros zu bestehen. Ich verbesserte meine Heilfähigkeit und konnte mit einem weiteren Spruch mich und meine Helfer schneller machen. Nach einigen Stunden mussten wir dann Lebewohl sagen, da wir alle etwas schlapp vom vielen Kämpfen waren.

    Ich machte mich wieder auf nach Prontera um dort das Gefundene zu verkaufen und somit erst mal ein paar Zeny in der Hand zu halten. Nach ein paar Tagen wieder traf ich auf einen sehr netten Priester. Sangoki sein Name. Er als mein Mentor erklärte mir viele Dinge, die ich wissen sollte. Lieh mir eine ordentliche Waffe und half mir Monster zu erledigen, denen ich alleine nicht gewachsen wäre. Sogar sogenannte Elder Willows waren mit seiner Hilfe gar kein Problem. Weiter erklärte er mir auch auf welche Fertigkeiten ich setzen könnte. Da ich halb Supporter und halb Kämpfer werden wollte, konnte er mir genau sagen, wie ich es am besten machen könnte.

    Und so steh ich nun hier und meine Reise ist noch lange nicht zu Ende. Wenn ihr mehr über mich erfahren wollt. Lest die nächste Ausgabe meines Tagebuchs.

    Bis dahin: Salve!

    NDL – Pirates und Vivendi mit starker Engine

    Wie NDL nun bekannt gab, hat der finanziell auf unsicheren Beinen stehende Publisher Vivendi die Gamebryo-Grafikengine lizensiert. Leider ist nicht bekannt was der Konzern damit anfangen will.

    Gamebryo kam bislang in einigen Top-Titeln zum Einsatz – darunter Freedom Force, Morrowind und Dark Age of Camelot. Auch in Zukunft dürfen wir uns auf hochwertige Spiele im NDL-Gewand freuen: Pirates! von Sid Meier basiert ebenfalls auf einer hochgezüchteten Version der Technologie.

    Interessant ist dieser sicher nicht billige Einkauf auch aus anderer Sicht: Immerhin soll die Vivendi-Spielesektion aus Geldmangel verkauft werden. Man spart sich so Kosten, die bei der selbstständigen Entwicklung einer Engine angefallen wären und den Kaufpreis der Gamebryo-Techonlogie sicher getoppt hätten.

    Rise of Nations Review

    Wer von euch hat nicht schon mal nach den Sternen gegriffen, Pinky & the Brain haben den Trend gesetzt: die Weltherrschaft an sich reißen. Mit Microsofts neuem Strategie Hit Rise of Nations rückt dieser Traum ein ganzes Stück näher. Ob nun in der Weltherrschafts-Kampagne oder in einem freien Spiel – das Schicksal der Erde liegt in euren Händen …

    Nach einigen Jahren ohne Veränderung haben wir’s Brian Reynolds von Buge Huge Games zu verdanken, dass mal wieder ein bißchen frischer Wind ins Genre weht. Im Groben erklärt ist Rise of Nations eine Mischung aus den Top-Titeln Civilization, Age of Empires (im spielerischen Sinn) und dem Brettspiel Risiko (auf der taktischen Übersichtskarte).

    Stürzen wir uns also gleich ins Getümmel: zur Auswahl stehen in Summe 18 Fraktionen, Kulturen, Zivilisationen – wie auch immer. Ob Briten, Griechen, Nubier, Soviets, Inca, Römer, Türken oder Deutsche – die Wahl bleibt euch überlassen, allerdings hat jede Gruppierung ihre eigenen Vorzüge. Die Deutschen z.B. haben einige Boni auf dem Gebiet der Industrie – so werden beispielsweise Flugzeuge etwa 33% schneller gebaut – aus diesem Grund, ernenne ich mich gleich zum Oberhaupt dieser Nation.

    Im Anfangszeitalter steht nocht recht wenig zur Verfügung – Berlin ist ein kleines Dorf mit einer Bibliothek und zwei Äckern, nicht einmal eine Kirche haben diese gottlosen Heiden.

    Nun gilt es, die Wirtschaft etwas anzukurbeln: ein paar Arbeiter ausbilden, mehr Nahrung produzieren, Holz abbauen – klingt äusserst spannend, aber so einfach ist’s dann doch nicht. Schon bald ist das Produktionslimit erreicht – maximal 70 Einheiten werden pro Rohstoff in einer halben Minute erzeugt. Die Entscheidung fällt bei einer Nation, welche über keinen Bonus für das sogenannte "Commerce Limit" verfügt, recht einfach aus: Commerce auf die nächste Stufe erforschen, dies geschieht ganz einfach durch einen übersichtlichen "Technologie Baum". Neben Commerce können noch drei weitere Technologien (Military, Civics und Science) und eben die Zeitlinie erforscht werden.

    Natürlich ist Commerce nicht nur für das Produktionslimit verantwortlich, im späteren Verlauf kann mit verbesserter Technologie ein Marktplatz gebaut werden – danach Karavanen entsandt, Händler ausgebildet oder Rohstoffe gehandelt werden.

    Weiter zur Forschung am Militärzweig: diese ist natürlich für die typische Entwicklung von Kriegsgerät zuständig. Von der Steinschleuder über Bögen und Musketen bis hin zu Gewehren und Maschinengewehren – auf der anderen Seite können später immer neuere Dinge entwickelt werden – in der Moderne selbstredend auch Cruise Missiles und Stealth Bomber, aber mehr zu den High-Tech Waffen im späteren Verlauf des Reviews. Der Alternativnutzen der militärischen Entwicklung ist das Bevölkerungslimit – dies steigert sich nicht wie gewöhnlich durch den Bau von Häusern (wir kennen’s von Age of Empires II: Hunderte dieser kleinen, süßen Gebäude klotzen die Landschaft zu) sondern eben auch durch diesen Forschungsbereich.

    Aber all das hilft nicht viel, denn man kann nicht ewig viele Leute in einer Stadt stecken: die Anzahl der Gebäude ist begrenzt – so können im Normalfall fünf Felder/Bauernhöfe, ein Marktplatz, ein Tempel usw. gebaut werden – Minen, Ölbohrtürme und Holzfällerlager sind allerdings vom Rohstoff angebot abhängig – je größer der Wald, desto mehr Leute können im Camp arbeiten. Außerdem können Gebäude nur im eigenen Land gebaut werden – bzw. direkt im Einzugsgebiet der betreffenden Stadt. Prinzipiell startet man mit einer Stadt – bauen darf man ohne Forschung allerdings keine weitere, aber hierfuer gibts Civics: pro Stufe kann eine Stadt dazugebaut werden, zudem wirkt sich die Geschichte positiv auf die Landesgrenzen aus. Anbei: Städte können nicht zerstört werden (die Gebäude herum allerdings schon), also sollte der Standort für das Zentrum weise gewählt werden.

    Nun noch kurz zum letzten Technologie-Bereich: die Forschung (Science) selbst, je höher dieser Bereich erforscht wurde, desto billiger sind die anderen drei bzw. vier Bereiche zu haben. Wichtig ist dieser Zweig auf die die Universität, ein Gebäude in dem Wissen "produziert" wird – um die Produktionsrate zu beschleunigen, ist ein hohes Science-Level zwingend erforderlich.

    Ist eine bestimmte Anzahl an Forschungen abgeschlossen, kann in eine neue Zeit vorangeschritten werden – diese eröffnen neue Ressourcen (wie etwa Eisenerz oder Öl) und Gebäude (Sägewerke, Flugplätze, Raketensilos). In jedem Zeitalter können zusätzlich zu den Standardgebäuden noch Wunder (maximal eins in jeder Stadt) gebaut werden – diese sind (nicht wie bei etwa bei Age of Empires II) einzigartig – d.h. einmal gebaut sind sie verbraucht. Nur eine Nation kann ein Wunder besitzen, wird dieses zerstört ist es für immer verloren. Neben dem üblichen "Sieg durch Wunder" bringen diese noch spezifische Boni – wie etwa ein Plus auf die Landesgrenzen oder das Commerce Limit eines bestimmten Rohstoffs.

    Soviel also zur Wirtschaft und Forschung – aber was wäre ein Strategie- und Taktik-Spiel ohne der Möglichkeit, sich mit anderen zu verbünden – einen gemeinsamen Feind zu vernichten und dann seinem Verbündeten in den Rücken zu fallen?

    Wer brav Militärgebäude gebaut hat, kann nun mit der Produktion von Soldaten beginnen – ein bißchen auf’s "Geld" achten ist aber nicht verkehrt: jede Einheit (auch jedes Gebäude) kostet etwas mehr, als die vorhergehende – im Klartext: ein Rush mit Billigeinheiten kann derbe ins Auge gehen. Außerdem: eine wohlbedachte Kombination aus verschiedenen Einheiten hat mehr Sinn, als z.B. ein riesiger Haufen Infanterie (Infanterie gegen Artillerie, Artillerie gegen Kavallerie und Kavallerie gegen Infanterie – Flugzeuge und Schiffe mal ausgenommen). Bei der Wahl des Angriffsziels ist aus gutem Grund auch ein bißchen Grips gefragt – niemand fährt gerne mit einem Segelschiff auf einen Raktenkreuzer zu …

    Es ist allerdings möglich, sogar mit Bogenschützen ein gepanzertes Fahrzeug zu zerstören – sprichwörtlich die Flinte ins Korn werfen muss man also nicht, wenn der Gegner mit schwerem Geschütz anrückt.

    Vorher habe ich davon gesprochen, dass man Städte nicht zerstören kann – so ganz richtig ist das nicht: die Umliegenden Gebäude oder Wunder können wie schon erwähnt hunderprozentig dem Erdboden gleich gemacht werden, das Zentrum allerdings nur fast. Ist das Stadtzentrum um alle Hitpoints beraubt, wird es mit Infanterie übernommen – in zirka zwei Minuten (je nach Nation und Technologiestand) darf man die Stadt als eigene Ansehen.

    Bedingt durch Fortschritt oder den Bau von Wundern verschieben sich die Landesgrenzen immer wieder von Neuem – darauf reagiert jeder etwas gereizt – also ist in jeder Phase des Spiels eine kleine Armee an den Grenzen erforderlich. Für Zwergstaaten mit entsprechenden Ölvorkommen ist diese Strategie später nicht mehr von Bedeutung, in der Moderne bzw. im Informationszeitalter kommt es früher oder später zu einem kleinen nuklearen Schlagabtausch. Sobald die erste Rakete unterwegs ist, folgt unmittelbar die zweite und so weiter.

    Aber das ist nicht alles, man hat sich etwas Neues einfallen lassen: die Armageddon Clock – ein Counter der bei 25 startet und mit jeder abgefeuerten Atomwaffe um einen Schritt nach unten zählt. Zwar gibt es Upgrades und Technologien, die den Counter wieder nach oben treiben, aber diese sind auch nur einmalig … bei zu vielen Nukes führt’s also unweigerlich zur Vernichtung der Erde, das heisst keine Gewinner, keine Punkte.

    Wie üblich bei guten Spielen ist die Grafik und der Sound etwas dürftig – zwar ist alles schön anzusehen und die Klangqualität ist auch in Ordnung, aber innovativ oder berauschend ist dabei nichts. Für weitere Infos bitte die Screens checken oder das Fazit lesen …

    Für mich als alten Civilisation II-Fan und leidenschaftlichen Empire Earth-Zocker gibt es im Moment nichts Grösseres als eben Rise of Nations – man merkt’s vielleicht, zwei Wochen Verspätung für das Review zeugen davon, dass ich wohl auch lieber gespielt habe, als mich auf meine vier Buchstaben zu hocken und ein bisschen zu schreiben.

    Was mich ein bisschen stört, ist unter anderem das Einheitenlimit – klar es gehört ein Limit her, aber besonders in langen und hitzigen Multiplayerschlachten auf riesigen Karten kommt man mit 200 bzw. maximal ca. 270 Einheiten (mit Wunder-Bonus) einfach nicht aus – Schlachten ziehen sich enorm in die Länge – das ansich wäre nicht das Problem, allerdings kann man in Mehrspielerpartien nicht speichern – zwar läuft das Spiel sehr stabil, trotzdem setzt man sich nicht gerne vier bis sechs Stunden hin um zu spielen, manche Leute sind schon nach zwei Stunden gefrustet :)

    Anfangs benötigt man etwas Eingewöhnung, aber begreifen tut’s – dank umfangreicher Ingame-Hilfe – jeder schnell.

    Mit Ausnahme der üblichen seltsamen Erscheinungen (Bogenschützen versenken moderne Schlachtschiffe, Soldaten überleben Artilleriegranaten auf den Kopf usw.) ist das Game sehr gut ausbalanciert und sollte für zumindst 30 bis 50 Stunden Singleplayer und annähernd ewig Multiplayer herhalten, hier sollte jeder getrost zugreifen können.

    England – Auch Unterstützung für Spieleentwickler

    Zumdindest für ihe Mitglieder plant The Independent Games Developers Trade Association“, kurz TIGA, Steuerbefreiungen durchzusetzten.

    Dafür will die TIGA bis spätestens Oktober einen Antrag an das Finanzminesterium und an das Department of Trade and Industry (DTI) stellen. Mit letzteren wurde schon die ersten Gespräche abgehalten. Über die ersten Reaktionen wollte Fred Hasson, CEO der TIGA, allerdings noch keine Auskunft geben.

    Die Idee an sich ist nicht neu: Schon in Frankreich hatte die Regierung letzte Woche verlauten lassen, man werde Spieleentwickler in Zukunft finanziell unterstützen, auch wenn dort das Konzept anders aussieht. Es kann also nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch Deutschland nachzieht.

    Releaselisten – Activision, Take 2 & Ubisoft

    Hier die aktuellen Releaselisten von Ubi Soft, Activision und Take 2:

    Ubi Soft
    Erhältl. – Dragon’s Lair 3D

    28. Aug. – Fluch der Karibik

    04. Sept. – Tom Clancy’s Rainbow Six 3™: Athena Sword™
    02. Okt. – Lock On

    09. Okt. – The Elder Scrolls III : Bloodmoon™

    30. Okt. – XIII

    30. Okt. – Bratz Dolls

    06. Nov. – Uru™: Ages Beyond Myst®
    13. Nov. – Beyond Good & Evil™
    20. Nov. – Warlords 4: Heroes of Etheria™

    20. Nov. – Prince of Persia The Sands of Time™

    Nov. – Far Cry™
    Q4/2003 – EverQuest® II

    Q4/2003 – Lords of EverQuest™

    2004 – The Matrix Online™

    TBC – Loose Cannon

    TBC – Harpoon 4

    Activision
    Sept. 03 – Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy
    Okt. 03 – Empires: Die Neuzeit
    Q4/03 – Call of Duty

    Take 2
    25.07.03 – Emergency 2 Deluxe

    25.07.03 – Midnight Club 2

    29.08.03 – Age of Wonders: Shadow Magic

    26.09.03 – Flughafen Manager 2

    26.09.03 – Space Colony
    24.10.03 – Railroad Tycoon 3