Kategorie-Archiv: Spiele

Electronic Arts – Boom am europäischen Sielemarkt

Nach eigenen Angaben hält Electronic Arts ein Umsatzwachstum am europäischen Markt von ca 30. Prozent (das entspricht ca. 900 Millionen Euro) in den nächsten fünf Jahren für durchaus realistisch – dies soll sogar den US Markt um einiges überragen. Zwar ist der deutsche Markt seit ungefähr zwei Jahren stark rückläufig, aber insbesondere durch Investitionen in Konsolenspielen (dafür wendet EA immerhin 75 Prozent des Budgets auf) will man dieses Plus erreichen.

Die beiden anderen großen in Europa ansässigen Publisher Atari (früher Infogrames, Unreal II) und Ubi Soft (Rainbox Six: Raven Shield) gehen die Sache allerdings etwas gelassener an: mehr als 20 Prozent sind laut Christian Gloe, Atari Europa-Chef, nicht drin.

Tag 2: CDV, EA, dtp, Eidos, BigBen, THQ

CDV:

Breed:
Am CDV-Stand wurde Breed zum Zocken angeboten, das einen ausgereifteren Eindruck als in unserer Previewversion hinterlassen hat. Es lief nun alles etwas runder, die Grafik sowie Animationen wurden sichtlich verbessert. Im Trubel des Samstags und auf das Problem hin, dass ich keinen Termin für eine Breed-Vorstellung bekommen habe, musste ich leider schnell zum nächsten Termin. Ich persönlich freue mich schon auf ruhige Stunden am heimischen PC, um Breed dann in Ruhe zu testen und einen Gesamteindruck zu bekommen.

Ersteindruck: Befriedigend, weil wir uns nicht überzeugen konnten ob die Mängel aus unserer <a href="http://www.rebell.at/?site=rgames&cnt=show_ps&post_id=126" target="_blank">PREVIEW</a> behoben wurden

Codename Panzers:

Der vor kurzem veröffentlichte Trailer konnte am grafischen Sektor schon vollends überzeugen, aber keiner vermochte zu glauben, dass dies In-Game Grafik sein solle. Zu gut sieht CP aus, es könnte C&C: Generals mehr als locker in die Tasche stecken. Wer sich den Trailer angesehen hat, wird sicher auch bemerkt haben, dass es Flammenwerfer gibt. Diese sind sehr nützlich, um – sagen wir mal – den Feind im Panzer Feuer unterm Arsch zu machen. Haltet Ihr lange genug auf einen Panzer mit eben diesem Feuerwerfer drauf, so steigen die feindlichen Soldaten schnurstracks aus und fliehen. Nun könnt ihr den Panzer einnehmen – was auch recht witzig rüber kommt, müssen sich die Soldaten doch erst mal an ihr neues Gefährt gewöhnen, ein paar Testlenker und der Check eines Hebels um zu erfahren was denn nun vor- und rückwärts ist, dies lockert das Geschehen auf und ist realistisch sowie witzig zugleich. Basenbau wird es auch dieses mal nicht geben, reine Taktik wie bei Sudden Strike sind also wieder angesagt. Mir wurden auch Luftangriffe vorgeführt, diese sehen einfach nur geil aus.

Die ganze optische Präsentation täuschte mich aber nicht und ich fing an mir das Gameplay genauer anzusehen. Im Groben kann man Codename Panzers als konsequente Fortsetzung der Sudden Strike-Reihe ansehen. Wenn man Wenn man nun aber die Grafik sieht, bekommt man schon recht großes Bangen um die Hardwareanforderungen. Hier gibt es allderings Entwarnung, für volle Details in 1024×768 wurde bei der Präsentation ein XP 1700+ mit 512MB und einer GeForce 4 TI genutzt. Ich konnte keine Ruckler feststellen, demnach wird es wohl kein Debakel wie bei C&C: Generals, dass mir nie richtig flüssig erschien. Wenn alles glatt läuft, erscheint der Titel zum Weihnachtsgeschäft und jeder der auf gut gemachte Action im Zweiten Weltkrieg steht, kann sich den Titel guten Gewissens vormerken.

Ersteindruck: Sehr gut, weils geil aussieht und gute Ideen besitzt.

Sunflowers:

Knights of Honor

Hier haben wir es mit einem Echtzeitstrategie-Titel zu tun. KoH ist eine Mischung verschiedener Strategie-Subgenres. Es gibt drei Ansichten, die Weltkarte erinnert an das Brettspiel Risiko, die Landeskarte an Might & Magic und die Nahansicht an Stronghold. In der Weltkarte wählt ihr ein Land aus und erhaltet die nötigen Informationen. Am wichtigsten wird aber die Landesansicht sein, in dieser verbringt man die meiste Zeit. Hier stellt man neue Produktstätten wie Getreidefarmen auf. Das Ressourcenmanagment verläuft allerdings anders als üblich. Um zum Beispiel Nahrung herzustellen, benötigt man Getreide, man erstellt sich also eine Getreidefarm und diese erwirtschaftet in Gebäudelevel 1 eben auch eine Einheit Getreide, das tut sie dann aber konstant. Besitzt ihr drei Farmen habt ihr demnach drei Getreideeinheiten zur Verfügung. Um zum Beispiel ein gewisses Gebäude zu bauen benötigt ihr eine bestimmte Menge an Einheiten einer Recource. Hat man zu wenig, erbaut man einfach eine weitere Ressourcenstätte oder baut eine vorhandene levelweise aus.

Schlachten führt man in der Nahansicht aus. Diese können aber auch automatisch ablaufen, je nach Lust und Laune. Wie der Titel erahnen lässt, geht es um die Ritter (Knights). Ohne Ritter geht einfach nichts, diese sind für alle Aktivitäten nötig. Egal ob Schlachten oder das Erkunden der Karte. Die Kämpfe führt man in herkömmlicher Echtzeitkultur, sie sollten steuerungstechnisch keine Probleme machen. Greift man eine Stadt an und die Soldaten gehen aus, so ruft man einfach einen Ritter einer nahegelegenen Stadt herbei. Je nach Entfernung kommt er nach einiger Zeit an und kämpft mutig mit. Man nimmt nach und nach Städte ein, baut seine Kontakte zu den anderen Königshäusern aus und hat auch sonst einiges zu tun. Man darf hinterlistig sein und den eigenen Sohn mit der Tochter des Feindes zusammen bringen, sind diese verheiratet, lässt man den König töten und ein weiteres Reich gehört uns. Das war nur ein mögliches Bespiel und die Entwickler haben hier zahlreiche passive und aktive Möglichkeiten eingebaut. Mit Knights of Honor erwarte ich ein großes Spiel dank der vielen Möglichkeiten, der schönen 2D-Optik und passender Musik, was alles perfekt zu einem großen Ganzen verschmilzt.

Ersteindruck: Sehr gut, persönlich erhoffe ich mir ein Spiel für lange Winterabende.

Anno 1503: Schätze, Monster und Piraten:

Ich habe mich ein wenig mit einem Entwickler unterhalten können und ein paar Infos über das Addon und den kommen Multiplayerpatch heraus kitzeln können. Das Update erscheint zeitgleich mit Schätze, Monster und Piraten. Im Mehrspielermodus könnt ihr jederzeit abspeichern. Vom Tempo her wird alles schneller als im Singleplayerpart gehalten. Das Addon wird mehrere Endlosspiele und neue Singleplayer-Missionen besitzen. Die wirkliche Neuerung zum Original wird aber der Quest-Modus sein. Hier erhaltet ihr bestimmte Aufträge, die ihr erledigen müsst. Der Entwickler sieht hier einen hohen Spielspaßfaktor und verspricht Abwechslung. Wir werden es noch dieses Jahr selber sehen. Einen Ersteindruck kann ich nicht vergeben, da wir uns nur nett unterhalten haben ;).

Das wars dann schon bei Sunflowers. Mir wurde auch Paraworld (Arbeitstitel) vorgeführt, dazu werde ich, dank der ausführlichen Präsentation, einen eigenen Artikel schreiben. Sunflowers baut jedenfalls die Marktposition im Strategiebereich weiter aus.

EA:

Die Sims 2

Eine nette Dame mit französischen Akzent führte mir Die Sims 2 vor. Sie präsentierte eine komplette Wohnung mit einer ganzen Familie. Als echte Neuerung erwähnte sie zum einen die DNA und das Evolutionsprinzip, denn eure Charaktere altern und haben jeweils eine besondere Persönlichkeit die auch vererbbar ist. Das Spiel ruckelte heftig über den Bildschirm, hoffen wir das dies in der finalen Version nicht mehr so ist. Die Grafik sieht schon sehr nett aus und konnte mich auf Anhieb überzeugen, von den Animationen ganz zu schweigen. Die Sims 2 ist die logische Weiterentwicklung vom ersten Teil. Mehr Interaktion, alternde Menschen, bessere Optik, tiefere Persönlichkeiten uvm. Besondere Neuigkeiten wurde allerdings nicht präsentiert. Es wurden nur alt bekannte Befehle ausgeführt und die Presse sah einfach ein wenig dem Treiben der Sims zu.

Ersteindruck: Gut, weil konsequent weiterentwickelt. Hoffentlich bekommen Maxis die Perfomance-Probleme hin und können die Steuerung einfach halten.

Auf dem EA stand wurden mir dann leider nur noch PS2 Versionen der MOH Reihe und von NFS Underground vorgeführt. NFS Underground wird auf allen Plattformen vom gleichem Team entwickelt und zwar dem das NFS HP 2 für die PS2 programmierten – bekanntlich die beste Version von allen. Die Steuerung ist weniger auf Realismus als auf Arcade ausgelegt. Durch den nassen Untergrund waren die Vehikel sehr schwer zu bändigen (wenn es nicht am nassen Untergrund lag, wars nen Bug), aber nach einiger Zeit hat man den Dreh raus und slidet wunderbar durch enge Kurven. Straßen spiegeln entgegen meinem Hoffnungen immer stark, ein bissel weniger ist gelgentlich mehr. Die Rennen finden Nachts statt. Medal of Honor: Rising Sun für die PS2 machte zwar einen sehr guten Eindruck, wird aber nicht für den PC entwickelt. Schade, dass es keine weiteren PC-Versionen im Petto gab.

digital tainment pool:
Am dtp-Stand angekommen, begrüßten mich auch schon zwei Plakate zu Spielen, von denen ich vorher nie etwas gehört habe. Im Vorführraum angekommen wurde ich dann aufgeklärt. Das Line-Up besteht zum größten Teil aus Adventures. Insgesamt hat dtp fünf Weltpremieren auf der GC aus dem Sack gelassen.

The Westerner:
Kennt noch jemand 3 Skulls of the Toltecs? Eines der letzten richtigen Adventure, die im Jahre 1996 erschienen sind. Auf der GC wurde nun der Nachfolger vorgestellt. Fenimore Fillmore ist wie schon im Vorgänger der Hauptcharakter und das Spiel wurde vom gleichen Team, Revistronic, programmiert. Fenimore ist ein kleiner Cowboy, der immer wieder in die dümmsten – und für den Zuschauer sehr lustigen – Situationen stolpert, ein Held wieder Willen. The Westerner wird komplett in 3D gehalten, aber normal mit der Maus zu steuern sein, also ein ganz normales Point & Click Adventure mit süßer Grafik und netten Ideen. Es wird einige Actioneinlagen geben, diese nehmen aber einen sehr geringen Teil des Spiels ein, also Entwarnung. Die Steuerung ging mir sofort ins Blut über und stellte keine Probleme dar. Der Titel erscheint schon in diesem Jahr, wahrscheinlich zum Weihnachtsgeschäft. Sicherlich eines der besseren Adventures und etwas für unseren Chefredi ;). An Schauplätzen sollte es auch nicht mangeln, es gibt sehr viele abwechslungsreiche Örtlichkeiten, wie zum Beispiel eine Mine oder Westernstadt.

Ersteindruck: Gut, endlich wieder mal ein neues Adventure. Wenn jetzt noch die Rätsel logisch und knackig sind kann nicht mehr viel schief gehen.

Tony Tough

Ein Adventure der klassischen Art, der Grafikstil erinnerte gar ein wenig an Day of the Tentacle. Die deutsche Version wird professionell übersetzt und die Stimmen werden von bekannten deutschen Comedians geliehen. Tony wurde als kleiner Junge vom Nachbarsjungen mit einen Kirschkern am Kopf getroffen. Seit diesem Moment denkt Tony, er sei ein Detektiv. Viele Jahre später wird sein Weggefährte Pantagruel entführt und Tony macht sich auf ins Abenteuer um ihn wieder zu finden. Die Menüführung wurde wie aus alten LucasArts-Adventures bekannt gehalten. Erscheinen wird auch dieser Titel Ende des Jahres. Der Widersacher im Spiel ist übrigens der Nachbarsjunge von damals. Vom Aussehen her sieht Tony zwar aus wie ein Junge, ist aber bereits ein gereifter Mann (ja ne is klar). Der derbe Humor soll sich durchs ganze Spiel ziehen. Wir sind gespannt…

Ersteindruck: keine Angabe da zu wenig gesehen

Dungeon Lords
Wer kennt die Wizardry-Reihe nicht? der verantwortliche Designer für die Kult-RPG-Reihe heißt David W. Bradlay und die besten Teile davon stammen aus seiner Feder. David hat sich in den letzten Jahren den Wandel der Computerbranche angesehen und festgestellt, dass es einfach kein Rollenspiel gibt, das Tiefgang und viel Fantasie vereint und dennoch auch Anfänger nicht alleine lässt. Nun wurde auf der Games Convention hinter verschlossenen Türen eine Weltpremiere vorgestellt.

Dungeon Lords heißt der verheißungsvolle Titel und könnte DER Gothic-Konkurrent werden. Das RPG ist für Anfänger sowie für Profis geeignet. Die Story bietet einen Hauptweg und verschieden Nebenäste. Will man also alles sehen, sollte man schon ein wenig Zeit mitbringen. Anfänger werden hier nicht im Stich gelassen und finden immer wieder, ob durch Hinweise oder Gespräche, zu ihren eigentlichen Hauptaufträgen zurück. Uns wurde eine recht frühe Version vorgeführt. Zum einen kloppten wir uns durch einen kleinen Dungeon, zum anderen waren wir zu Besuch in einer Stadt. Viel konnte man noch nicht sehen, aber eine sehr große, frei begehbare Welt wird versprochen, die den Fantasy-Flair gekonnt einfangen soll. Die Animationen waren bereits top. Wenn die Quests sowie die Spielwelt auch nur annähernd Gothic 2-Niveau besitzen, steht uns ein großes Spiel im nächsten Jahr bevor.

Ersteindruck: Gut, könnte Gothic 2 vom Thron stürzen

dtp kündigte außerdem Runaway 2 und als viertes Adventure Moment of Silence an. Hier fand zu später Stunde leider keine Vorführung mehr statt, daher müssen wir auf eine erste spielbare Version warten. Moment of Silence ist von dem Entwicklerteam House of Tales, das auch schon das wirklich gute Adventure Das Geheimnis der Druiden zu verantworten hatte. In der Zukunf angesiedelt, erinnert MoS an Blade Runner. Mehr dazu kommt demnächst, versprochen! Alle Spiele aus dem Haus dtp scheinen aufwändig ins Deutsche übersetzt zu werden. Dafür darf und muss man ein Lob aussprechen, da dies auch heute noch nicht Gang und Gebe ist. Jedenfalls scheint dtp die Marktlücke im Adventuregenre auszufüllen, was wir nur gutheißen können, solange die Spiele ähnlich niveauvoll wie Runaway sind.

Nun ist die Games Convention vorbei. Am Samstag war es in der Haupthalle nicht mehr auszuhalten. Zu viele Besucher drängten sich Körper an Körper durch die immer enger werdenden Gänge. Während meinen freien Minuten bin ich nochmals durch die Hallen gestreift und habe ein paar Titel probe gespielt. Am Eidosstand zockte ich die Xbox Versionen von Deus Ex 2 und Thief 3. Beide konnten grafisch überzeugen und – wie vermutet – machten sie einen hervorragenden Eindruck. Von Republic habe ich bewusst nichts angesehen, erscheint der Titel doch bereits am 5. September, was mir übrigens nochmals vom Presseteam Eidos bestätigt wurde. Aus meinen Termin bei ATARI ist leider nichts geworden und somit entging mir sicherlich der ein oder andere interessante Titel. Bei THQ liefen leider nur Videos von S.T.A.L.K.E.R. und Tron 2.0 konnte angespielt werden – unser Test dazu folgt demnächst. Leider war am Stand von BigBen kein PR-Sprecher anzutreffen und somit habe ich mir die Titel wie Söldner: Secret Wars und Spellforce im Alleingang angesehen. Söldner: Secret Wars wird von Wings Simulations (Panzer Elite) programmiert und erinnert an Operation Flashpoint in der Gegenwart – allerdings wird der Fokus auf Multiplayerschlachten gelegt. Spellforce macht bereits einen enorm guten Eindruck. Ich freue mich schon auf Ende des Jahres, wenn ich es endlich in den eigenen vier Wänden zocken darf. Sollte der ein oder andere Titel fehlen, liegt das am Zeitmangel. Nächstes Jahr werden mindestens zwei Rebellen für euch vor Ort sein. Heuer dürfte euch aber nichts wichtiges entgangen sein, da die Messe – was Ankündigungen betrifft – doch noch ein wenig enttäuschte.

McDonald´s – Games aus der Tüte

Wie die Kollegen von Eurogamer in Erfahrung bringen konnten, wird ab dem 29.8.2003 in jeder Happy Meal Tüte
ein kleines Spiel stecken.

Insgesamt wird es sechs verschiedene Games geben. Die Titel stehen allerdings noch nicht fest. Höchstwahrscheinlich wird es sich jedoch um Sonic the Hedgehog und Super Monkey Ball handeln.

Eine solche Aktion gab es bis jetzt noch nicht und die beiden Konzerne (Sega und McDonalds) haben sicher eine gute Werbeaktion geschaffen.

EA – Sumo-Simulation geplant

Electronic Arts versucht wirklich alles, um die Vormachtstellung ihres Sportlabels EA Sports weiter auszubauen. Da sich in Japan die traditionellen Sportspiele von EA wie Fifa Soccer, NHL und NBA Live nicht wie sonst auf der Welt wie geschnitten Brot verkaufen, wird extra für den fernöstlichen Markt an einer Sumo-Simulation gebastelt.

Doch damit nicht genug: England bekommt auch noch eine Umsetzung des dortigen Lieblingssports Cricket. Was plant EA als Nächstes, eine Bierdosenweitwurfsimulation für Obdachlose? Schließlich will man ja jede Randgruppe mit einem Spiel „beglücken“. Bin gespannt was SM-Fetischisten für ein Spiel bekommen…

Name und Termin des Spiels stehen noch nicht fest. Ebenso in den Sternen steht die Veröffentlichung jenseits des Landes der aufgehenden Sonne und für welche Systeme das Herzchen umgesetzt wird. Eine Portierung für den PC scheint aber – in Anbetracht der Verbreitung dieses Systems in Japan – unwahrscheinlich.

Games Convention – Trash, Trailer und Termine

Auf der derzeit stattfindenden Spiele-Messe in Leipzig werden natürlich nicht nur Unterhaltungssoftware-Perlen vorgestellt. Auch so manch eher weniger imposante Ankündigungen und Veröffentlichungen sind dort vertreten, denen wir keine eigene News zugestehen wollen. Deshalb haben wir uns nun entschlossen eine kleine Sammelmeldung für solche Dinge zu erstellen.

Die erste Nennung wäre Take 2’s Bekanntgabe, dass der bekannte Publisher (Duke Nukem Forver, Max Payne 2) die Filmlizenz zum neuen Michael Herbig-Film Traumschiff Surprise – Periode 1 erworben hat, und zeitgleich mit dem Filmstart ein Spiel veröffentlichen wird. Trash für wohlhabende Bully-Fans vorprogrammiert…

Weit interessanter ist da schon der Trailer zu S.T.A.L.K.E.R., der mit 20 MB Gewicht daherkommt und unter dem unten stehenden Link zu finden ist. Auch zum Terminator 3-Spiel wurde ein Video zum Download freigegeben.

Auch die Bekanntgabe, dass die deutsche Version von Activision’s Call of Duty fast ungeschnitten erscheinen wird (lediglich Hakenkreuze etc. werden entfernt), dürfte so manchen Spieler freuen. Am 6. November dürfen wir mit dem nächsten WW2-Shooter rechnen.

Falls wir weitere kleinere Meldungen finden, werden wir euch morgen noch eine solche Sammelnews bieten. Unser Maik befindet sich derzeit gerade wieder in Leipzig, wird sein Special am morgigen Sonntag fortsetzen und euch über viele kommende Spiele einen ersten Eindruck präsentieren.

Tag 1: Microsoft, Ubi Soft, Moon Byte, Activision!

Sonnige Grüße von der diesjährigen Games Convention. Ich mach’s kurz, die Messe ist ein totaler Erfolg, Besucher und Presse sind sich da wohl einig. Zwar sind wie letztes Jahr nur zwei Hallen belegt und die Hauptattraktionen sind in Halle 3, aber es ist alles pompöser und nun sind auch alle Publisher mit Rang und Namen vertreten. Der Besucherandrang war für einen Donnerstag recht groß, rein vom Empfinden her so wild wie der Samstag im letzten Jahr, ich ahne schlimmes für diesen Samstag…

Ich konnte heute ausgiebig Spiele wie Jedi Acadamy, Far Cry, Halo, XIII, und Crashday anzocken. Andere Titel folgen am Samstag, da bei den Publishern für den heutigen Tag wohl die Termine ausgegangen sind.

Eigentlich hatte ich auch einen Termin mit Ascaron, um mir das RPG Sacred anzusehen. Leider war mein Ansprechpartner verhindert und ich möchte mich hiermit bei Herrn Reinhartz bedanken, der uns für diesen Umstand ein Exklusivinterview versprochen hat.

Bei Vivendi gab es wie angenommen leider nur die üblichen Videos von Half-Life 2 zu sehen. Hoffen wir einfach, dass am Samstag bei EA, Sunflowers, dtp, Eidos und Atari noch der ein oder andere neue und unbekannte Titel vorgestellt wird.

Activision:

Jedi Acadamy

Hier durfte ich für 45 Minuten Jedi Acadamy anspielen und ich bin wirklich begeistert. Dieses Spiel stellt seine Vorgänger komplett in den Schatten. Das Star Wars-Flair kommt hier so rüber wie in keinem anderen Game. Die Grafik sieht für ihr Alter (Quake 3-Engine) recht ansehnlich aus und kann Elite Force 2, das die gleiche Engine nutzt, den Rang ablaufen.

Die Missionen sind so abwechslungsreich wie noch nie zuvor in einem Star Wars-Spiel. Euch verschlägt es in viele bekannte Orte aus den Filmen und diese wurden auch konsequent umgesetzt. Auf Tatooine zum Beispiel muss man ein Sandfahrzeug von den Jawas infiltrieren, schon alleine diese Szene zeigt, dass die Entwickler alles daran setzen, die berühmten Schauplätze gekonnt umzusetzen. Die Schwertkämüfe, die ca. 80% des Spiels ausmachen, sind ein Spielspaßgarant und es macht einfach nur Fun, sich durch Horden von Sturmtroopern zu metzeln.

Ersteindruck: Sehr Gut

Leider hatte ich keine weitere Gelegenheit, noch mehr bei Activision anzuspielen. Call of Duty wurde erst gar nicht gezeigt, von Doom 3 war nur ein Video zu sehen und Rome: Total War glänzte durch Abwesenheit. Zu Secret Weapons over Normandy gab es nur die PS2-Version zu sehen.

Ubi Soft:

Far Cry

Ich habe bisher schon viele Videos und Screenshots zu Far Cry gesehen und hatte mich auch auf einen grafisch guten Ego Shooter eingestellt. Dem ist nicht so! Far Cry war für mich das absolute Highlight des heutigen Tages. Ein Video oder Screenshot kann nicht wiedergeben was ich heute live miterleben durfte. Das Spiel hat alles was einen Hit ausmacht und sollte bei jedem Ego Shooter-Fan ganz oben auf der Liste stehen. Die Grafik ist die reinste Wonne, man fühlt sich wirklich in die Karibik versetzt, ich konnte schon das Salz des Meeres riechen! Vom Gameplay her, kann man sich auch auf einiges gefasst machen. Durch die extreme Weitsicht hat man einige Momente, wo man als Sniper dem Gegner überlegen ist – taktische Situationen werden also sicher dabei sein. Die Blätter wiegen sich im Wind, der Dschungel strotzt nur so vor lauter Details, die Gegner sind teilweise mehr als nur eine KI und stellen sich wirklich "schlau" an. Ich will mehr von Far Cry, denn für mich ist es ein Traum von Spiel. Hier ist ein starker Konkurrent für Half-Life 2, Stalker, Deus Ex 2 und Doom 3 heran gewachsen. Crytec, meinen Glückwunsch, mit diesem Spiel zeigt ihr, was für Perlen aus Deutschland kommen können und meiner Meinung nach müssen sich die oben genannten Titel warm anziehen. Schon die hier gezeigten Örtlichkeiten konnten durchweg überzeugen und lassen auf ein geiles Leveldesign hoffen.

Ersteindruck: Sehr gut

XIII

Schon die Demoversion lies Großes erahnen. Ich habe die schon recht fertige Version von XIII kurz anspielen können und mein Ersteindruck anhand der Demo hat sich nicht geändert. Die Gimmicks sind alle nett umgesetzt und die Comicoptik weiß wirklich in allen bisherigen spielbaren Levels zu überzeugen, auch hier hat Ubi Soft ein heißes Eisen im Feuer. Auch wenn es nicht so brillant wie Far Cry wird, so sollte dieses Spiel für viel Spaß sorgen.

Ersteindruck: Gut

Weitere Spiele von Ubi Soft werde ich am Samstag anspielen, es war einfach nicht genug Zeit und von In Memoriam wurde mir bisher nichts gezeigt. Was ihr euch aber schon einmal vormerken könnt ist das Spiel Fluch der Karibik, das Ende diesen Monats in Deutschland erscheint und ein sehr guter Titel rund um Piraten zu werden scheint. Zwar hat das Spiel eine sehr gewöhnungsbedürftige Steuerung, das macht die tolle Atmosphäre aber wett. Für mich jedenfalls ein "muss ich haben"-Titel. Letztes Jahr wurde Splinter Cell zum Spiel der Messe gewählt – es würde mich nicht wundern, wenn dieses Jahr Far Cry diesen Titel bekommt. Ubi Soft macht sich am PC Sektor wirklich einen großen Namen und kann gekonnt und verdient den ganz Großen die Stirn bieten. Ich zähle schon die Tage bis zum Erscheinen von Far Cry und statt für Doom 3 und Konsorten, werde ich nun für Far Cry meine Mühle aufrüsten, auch wenn es gegen Half-Life 2 in Sachen Gameplay nicht ganz ankommen dürfte.

Moon Byte:

Crashday

Das kleine Entwicklerteam Moon Byte hatte vor Jahren mit einer Idee angefangen und heute sind sie schon fast da, wo sie hin wollten. Moon Byte hatte den Traum eines Spiels, wo ihr mal so richtig die Sau raus lassen könnt. Völlig ohne finanzielle Mittel haben die Jungs ein kleines Game gebastelt, dass mit einer vernünftigen Grafik daher kommt. Eure Hauptaufgabe in Crashday ist die Zerstörung von Fahrzeugen. Es gibt allerhand Objekte im Gelände die ihr nutzen könnt, von Rampen über Loopings ist alles vorhanden, um einen Crash actionreich in Szene zu setzen.

Folgende Modi wird das Spiel beinhalten:

<li>Stuntmodus: Punkte für Stunts, Überschläge, Flips, Spins usw.</li>
<li>Wreckingmodus: Gegner mit allen Mitteln zerstören </li>
<li>Checkpoint-Modus: Strecke als erster absolvieren </li>
<li>Deathmatch: der ewige Kreislauf des Lebens und Sterbens. :) (Multiplayermodus)</li>

Der Hauptpunkt geht an den Stuntmodus, wo ihr wirklich die Sau raus lassen könnt. Der Wreckingmodus ist eine Art Destruction Derby und konnte mich noch nicht so ganz überzeugen, dies schiebe ich aber einfach mal auf den frühen Entwicklungsstatus. Von den anderen Modi gab es leider noch nichts zu sehen. Vom optischen erwartet euch nichts Weltbewegenes aber auch nichts Schlechtes. Es sieht alles noch ein wenig kahl aus und ich hoffe, das die Jungs von Moon Byte dies wirklich noch ändern, versprochen haben sie es. Auch die Autos selber können überzeugen, durch eine eigene Physikengine schleudern die Karren heftig durch die Luft und eleiden erheblichen, sichtbaren Schaden. Im Verlauf des Spiels könnt Ihr die Wagen auch tunen (Spoiler, Schürze usw.), davon gesehen haben wir aber nichts. Das Spiel wird auch einen Leveleditor beinhalten, wo ihr recht einfach eigene Strecken basteln könnt. Die Entwickler erhoffen sich durch diese Funktion den größten Erfolg. Mir einer Größe von ca. 300kb pro Strecke, ist deren Weiterreichen durch das Internet keine Grenzen gesetzt.

Ersteindruck: Geht so, aber für ein Erstlingswerk beachtlich

Microsoft:

Halo

Endlich einmal war die PC-Version anspielbar für einen Rebellen. Also auf zum Halo-Rechner und die Maus angeheizt! Jeder kennt Halo nun schon, The Never Ending Story muss man wohl leider schon sagen. Mich hat demnach auch nichts Neues erwartet, eben all das was wir schon von Videos und Berichten kennen findet man im Spiel vor, nur eben endlich auch mal spielbar. Die Grafik kann heute noch immer überzeugen und stellt "noch" nicht das alte Eisen dar. Die Spielbarkeit am PC ist besser als auf der XBox, Maus und Tastatur sei dank. Leider konnte ich es insgesamt nur zehn Minuten antesten und kann sagen: Gegen ein Far Cry hat Halo die Hosen unten.

Ersteindruck: Gut

Das war’s auch schon von Microsoft, denn ansonsten gab es nur PC Titel zu sehen, die schon erschienen sind.

Der erste Tag auf der Games Convention ist zu Ende und ich bin eher betrübt nach Hause gefahren. Zu wenig Neues habe ich heute gesehen und ich erhoffe mir vom Samstag ein wenig mehr.
Am Sonntag werde ich mein Special zu Ende führen, habe ich doch am Samstag die meisten Termine und werde sicher große Spiele antesten dürfen.

Die Messe selber wird sich in meinen Augen gut entwickeln und für die Besucher ist sie geradezu optimal, können doch auch sie mal ein wenig an den neuen Games schnuppern und werden nebenbei von leicht bekleideten Damen sowie viel Entertainment munter gehalten.

Fitnesstraining auf der PS2

Wenn ein Spieler wie ein saublöder Hammel vor dem Fernseher rumspringt und behauptet, er würde Fenster putzen, dann ist das nicht länger ein Grund, ihn gleich einzuliefern. Viel mehr sollte man fragen, ob man es auch mal versuchen darf. Für Sony’s PlayStation gibt es nun ein innovatives und spaßiges Zubehör, das Eye Toy. Wo die Macken des Geräts liegen? Unser Test gibt Aufschluss!

Beginnen wir aber mit den positiven Punkten. Das Eye Toy bietet einen bislang noch nie dagewesenen Spielspaß. Schon alleine dank der einzigartigen Steuerungstechnik, sich vor eine Kamera zu stellen und zu hüpfen (oder zu winken, headbangen, etc.) macht das Ding für einige Zeit viel Spaß.

Besonders gilt dies, wenn ihr Freunde eingeladen habt. Dann kommt nämlich nicht nur Freude über die Verrenkungen des Kumpels auf, sondern es sprießt auch ein Keim an Konkurrenzdenken auf. Es ist schon erstaunlich, wie lange man sich damit beschäftigen kann virtuelle Fenster zu putzen nur um den Rekord der Freundin zu schlagen. ;-)

Warum ich ständig vom Fensterputzen quassle? Nun ja, das ist eines der zwölf Spiele, die in der Verpackung mitgeliefert werden. Es geht darum durch Bewegungen nach der Reihe verschmutze Fenster freizuwischen.

Das Wishi Washi genannte Spiel gehört zu den gelungenen der zwölf Softwarevertretern auf der Disc. Nicht alle machen nämlich so viel Spaß. Wenn es in Kung Fu-Manier Männchen zu erschlagen gilt oder ein Roboter im Boxampf gegen euch antritt, kommt einiges an Spaß auf, weniger prickelnd ist allerdings beispielsweise die Möglichkeit virtuelle Feuerwerke auszulösen.

Die Gurken und die interessanten Games halten sich aber die Waage, und so dürfte zusammen mit Freunden wohl ein großer Teil einer Party ausgefüllt sein. Alleine wird das Eye Toy allerdings mit der Zeit langweilig.

Ein großer Pluspunkt des Geräts: Wenn ihr euch auf einem "Ich muss den Rekord schlagen"-Tripp befindet, kann das in richtigen Sport ausarten. Wer denkt er sei zu dick, aber keine Lust hat laufen zu gehen, dem empfehle ich mindestens eine halbe Stunde Fensterputzen bei vollem Einsatz täglich.

Hey cool! Wer hätte gedacht, dass derart simple Spiele so viel Spaß machen können? Fußbälle zu köpfeln, Roboter niederzuschlagen, Männchen zu verdreschen, Fenster zu putzen und mehr ist noch nie so cool gewesen. Wer öfters mal mit Freunden rumhängt und dabei hin und wieder auch die PlayStation 2 anwirft, der sollte einen Kauf des Eye Toy unbedingt erwägen. Auch zum Abnehmen ist das Spiel ernsthaft bedingt geeignet. Bei der Rekordjagd kann man anständig ins Schwitzen kommen. Nur wer immer alleine ist, dürfte mit dem Gerät falsch beraten sein.

Aja, eine Memory Card liegt zwar nicht bei, wird aber zum Spielen benötigt!

Yager: Multiplayermodus erst per PC

Schade, das deutsche Entwicklerteam Yager Development wird die mit Spannung erwartete PC-Version des Xbox-Edelshooters Yager ohne Mehrspielermodus veröffentlichen. Erst per nachträglichem Patch wird dieser hinzugefügt werden. Ein negatives Beispiel für diese Praxis ist Anno 1503, wo die Spieler noch heute auf das versprochene MP-Update warten müssen.

Im September dürfen wir uns dann in die trotz alledem coolen Singleplayer-Missionen stürzen, die wir für euch in der Xbox-Version bereits getesten haben…

Mit Oil of Olaz gegen die Alterserscheinungen

Ja, ihr habt richtig gelesen: der größte Tomb Raider-Hasser schreibt ein Review zu Lara’s neuem Abenteuer. Lara Croft, die Kampf-Emanze aus dem Hause Eidos tanzt nun zum 236. Mal (Achtung, Übertreibung) auf unseren Bildschirmen herum. Erfahrungsgemäß bekommt ihr von mir ein vernichtendes Review zum Thema "schlechtes Gameplay", "schlechte Grafik" und "schlechter Sound" – ob das auch diesmal der Fall ist? Lest selbst…

In der Tat sind die Soundeffekte nicht das Gelbe vom Ei aber mehr dazu später – vorerst möchte ich noch ein bisschen auf den Rest eingehen.

Zur Einführung gibt’s ein kurzes Video – Lara besucht einen ihrer Kollegen (Werner von Croy), es fallen Schüsse, Lara hat blutige Hande (wohlgemerkt mit extrem eckigen Fingern – in einem Render-Video !!!) und haut kurzerhand durch die Hintertür ab, als die Polizei erscheint. Abgesehen von der schlechten Qualität der Anfangssequenz gibt’s hierfür schon einen Pluspunkt: die Storyline basiert dieses Mal nicht nur auf "Lauf‘ durch die Gräber und plündere ein paar Tempel" – nein, das Ganze hat eine echte Handlung (kein Scheiss). Das Szenario ist aber vorhersagbar: Lara ist natürlich nicht die Mörderin, es gilt den wahren Mörder zu finden.

In kleinen Schritten werden auch Tomb Raider-Neukunden mit der Steuerung vertraut gemacht – ein bisschen springen, ein bisschen klettern, ein paar Gegenstände aufheben – alles mit Untertiteln und Hints in die Storyline integriert. Für alteingesessene Lara-Fanaten oder für jene unter euch, die schon Mal Prince of Persia (ist euch eigentlich schon aufgefallen, wie viel Tomb Raider mit diesem Klassiker der Spielegeschichte gemeinsam hat?) gespielt haben, sollte das Interface allerdings kein Problem darstellen. Fast zumindest, mehr dazu ein bisschen später.

Bald schon stößt man aber auf ein paar unüberwindbare Hindernisse: eine zu große Lücke klafft im Boden, ein Steinblock ist zu schwer oder eine Kletterpassage ist zu lange – die Kraft reicht nicht aus. Hierfür wurden indirekte Power-Ups eingerichtet: beispielsweise muss ab und zu eine Tür eingetreten oder ein Schrank aufgebrochen werden, um Ms. Croft’s Kraft zu steigern. Dies fördert auch das Durchsuchen diverser Maps nach diesen "Power-Ups" – für ungeübte Spieler kann die verbessere Sprungkraft auch bei durchaus passierbaren Stellen für etwas weniger Frust sorgen.

Wo wir gerade bei Frust sind: die Gegner erinnern mich an Return to Castle WolfensteinProject Ubersoldat ist auch in heutigen Spielen allgegenwärtig. Irgendwo hat man beim ausbalancieren der Waffeneffizienz gespart, nach einem dreiviertelten Magazin sind die meisten Gegner zwar schon im Jenseits, aber trotzdem wirken derartige Szenen etwas dubios auf mich.

Wo wir gerade bei dubiosen Geschichten sind – der "Loctite-Effekt" (entdeckt und dokumentiert von meinem Redaktions-Kollegen gray) schlägt immer wieder gnadenlos zu, insbesondere Leitern üben offenbar eine sehr sehr starke Anziehungskraft auf unsere liebe Lara aus. Teilweise ist es echt nervig, wenn man an einer Leiter vorbei will, aber Lara doch bevorzugt, auf die Leiter zu klettern – man kann dieses Problem zwar umgehen, aber derartige Interfacepatzer sind schon fast eine Schande. Wo wir auch schon wieder bei der Steuerung wären: diese ist demnach gelinde gesagt eine Frechheit. Neu ist zwar die indirekte Bedienung, was wohl bedeutet "Taste drücken, 2 Sec warten und Frau Croft führt die Bewegung aus." Die unter euch, die ein Gamepad in ihrer Sammlung haben, sollten dies tunlichst verwenden, mit Keyboard und Maus ist die Steuerung fast nicht zu gebrauchen (wenn dann mit viel Geduld, Übung und Begabung, wobei ich letzteres selbstredend in Massen mitbringe).

Leider haben die Animationen auch etwas gelitten, sie sind zwar schöner und flüssiger, wirken aber zum Teil sehr unrealistisch und kitschig – z.B. das Treppensteigen: kein normaler Mensch (ok, es gibt sicher ein paar Freaks in der weiten, weiten Welt) würden so wie unser Kampfweib eine Treppe erklimmen. Selbriges beim Kampf mit den Gegnern, (ich hab’s vorher schon erwähnt, sie haben einen starken Überlebensdrang und verkraften das ein oder andere Magazin) Lara zielt selbst und bewegt sich automatisch um den/die Gegner ins Fadenkreuz zu bekommen – ihr müsst euch das wie ein kopfloses Huhn oder ein brennendes Reh vorstellen, ziellose Bewegungen – Rückwärtsschritte ohne sich umzudrehen … egal.

Die K.I. der Gegner ist übrigens ziemlich dumm, die neue Schleichfähigkeit unserer Heldin hat in Folge dessen keinen Sinn… Ah, doch! Um an Leitern vorbeizukommen! Die magnetische Anziehungskraft diverser Kletterpartien hat offenbar keinen Effekt auf schleichende Personen.

Als klares Plus sehe ich die neu integrierten Adventure- und Rollenspiel-Elemente – wie eben die vorhin bereits erwähnten Power-Ups. Zwar ist mir nicht ganz klar, wie man die Kraft der Arme durch gezieltes Eintreten einer Tür kräftigen kann – aber naja, in Jagged Alliance 2 kann man zum Erhöhen des Gesundheitsmaximus auch Kühe schlagen. Außerdem hervorzuheben ist die dynamische Dialogführung. Ab und zu kommt es zu einem Gespräch mit NPCs – hier gibts meist zwei oder drei mögliche Fragen/Antworten, die dann den Verlauf der Storyline geringfügig ändern. Dies wird mitunter möglich, weil man sich wie schon gesagt nicht nur in Gräbern, Gruften und Tempeln aufhält, sondern vorwiegend in Paris und Prag. Die "Such den Schalter"-Spielpassagen bleiben aber doch teilweise erhalten.

Der akustische Teil wurde auch etwas mangelhaft umgesetzt – die Musikuntermalung ist zwar sehr gut gelungen, aber an den Effekten wurde doch sichtlich gespart oder man hat schlichtweg einen schlechten Geräuschemacher angeheuert. Die Waffen wirken Blechern, das "Sprung-Stöhnen" von Lara wirkt übertrieben und die Schrittgeräusche passen eigentlich fast nie richtig zum Untergrund auf dem sich Lara bewegt (oder sind nicht synchron zu den Schritten). Selbriges im optischen Part: Lara hinterlässt im Schnee nur sporatisch alle 5 Schritte einen Fussabdruck – allerdings auf allen anderen Untergründen auch, auf Gittern und Metallplatten zum Beispiel. An der restlichen optischen Umsetung kann man allerdings nichts bemängeln – hierzu einfach die Screens checken.

Audio- oder Video-Feedback für Angriffe von Gegnern gibt es nicht – mit Ausnahme des Energiebalkens links in der Ecke. Sterben ohne zu wissen warum stell‘ ich mir als ziemlich traurig vor – aber für solche Fälle gibt’s ein offenes Speichersystem, speichern wann immer man will.

Technische Probleme kann keiner leugnen, sogar der erste Patch brachte kaum Erleichterung. Bevor ich mich endlich ins Getümmel stürzen konnte, brauchte es auch seine Zeit. Zwei Rechner und viele Stunden Arbeit waren von Nöten: auf meinem Spielerechner wollte das Spiel überhaupt nicht laufen – Installation war kein Problem allerdings wurden keine Maps geladen – neue Mainboard Treiber, neue Grafikkartentreiber, selbst ein neues Service Pack für Windows 2000 schafften keine Abhilfe. Erst der Wechsel auf einen anderen Rechner (1200 MHz Duron, GeForce 4 MX, Win XP Home) brachte das Spiel endlich zum Laufen – wobei die zweite CD auch erst nach mehreren Anläufen vom Laufwerk akzeptiert wurde.

Danach lief aber alles anstandslos – zwar kommt keine konstante Framerate zustande, aber von Ruckeln – auch bei größerer Actiondichte – ist keine Spur zu sehen. Das Spiel läuft auch auf nicht ganz so aktuellen Rechnern noch tadellos ("tadellos"… ihr wisst schon, wie ich das meine).

Trotz all dem darf man zumindest Core Design nicht die Schuld in die Schuhe schieben – schließlich wurde der Releasetermin mit 4. Quartal 2003 angegeben – der Druck des Publishers (Eidos Interactive) ist wohl der Hauptgrund für ein unfertiges Spiel und den (hoffenlich folgenden) 25 Patches.

Auch wenn das Review andere Töne spricht, ich muss erhlich zugeben, ich bin begeistert. Tomb Raider: The Angel of Darkness ist das beste TR seit langem (natürlich abgesehen von den technischen Problemen).

Allein die interssante Story und die abwechslungsreiche Mapgestaltung motivieren trotz der Schwächen zum Spielen. Wenn man sich erst an die "Eigenheiten" der Steuerung gewöhnt hat oder zu den Glücklichen mit einem Gamepad gehört, macht das Spiel durchaus Spaß – zwar kommt es immer wieder zu Frustszenen, in denen man oft 30 bis 45 Minuten keinen rechten Ausweg findet – aber das sollte einen wahren Lara Croft Fan nicht davon abhalten, das Spiel zu spielen. Ich zähle mich zwar nicht zu diesem Kreis, man sieht aber doch, dass ein Spiel trotz diverser Abzüge noch punkten kann.

Richtig gute Spiele glänzen oft überhaupt nicht mit toller Grafik oder guter technischer Umsetzung, wichtig ist, dass eine Geschichte erzählt wird – ein Spiel ist im Grunde genommen nicht mehr als ein interaktiver Film, bestes Beispiel hierfür ist die Wing Commander-Reihe (die Flugszenen sind nicht wirklich sooo interessant oder spannend, die Storyline zählt). Folglich war’s mir auch irgendwie eine Freude, den ersten Tomb Raider Teil mit echter Story durchzuspielen.

Übrigens: etwas lächerlich sind die Zwischensequenzen im MPG-Format – zwar gibt es im Spiel Cutscenes in der Engine, aber trotzdem hat man einige dieser Szenen "abgefilmt" und mit einem Grauton hinterlegt – ich hätte nichts gegen gute Filmsequenzen zwischendurch, aber Klötzchen-Finger und acht-eckige Kreise hätte man sich wirklich sparen können.

Meine Empfehlung: erst in der Videothek (oder bei Freunden) ausleihen, dann bei Gefallen kaufen.

id Software – Nächstes Game wird kein Nachfolger

Auf GameSpy.com findet man ein Interview mit John Carmack. Eine Frage stach uns besonders ins Auge und zwar die, wo gefragt wurde, welches Spiel id Software als nächstes in Angriff nehmen möchte. Hier meinte John Carmack nur, dass es kein Nachfolger sein wird.

Na aber hallo, mal kein Quake, Doom oder Wolfenstein-Nachfolger. John Carmack hat erwähnt, dass er Lust auf ein völlig anderes Genre hat. Auf der anderen Seite ist es fraglich, für was ein Genre die neue Doom 3-Engine herhalten kann, immerhin möchte id Software diese noch längere Zeit verwenden. Wir werden sehen, vielleicht steht uns ja bald eine Art RTS oder RPG mit der D3-Technologie bevor. Wir halten euch am Laufenden.

Zurück in die Rote Laterne!

Mit der höchsten Wertung der langen Geschichte von Rebell wurde, vor gar nicht allzu langer Zeit, Gothic 2 beschenkt. Aufgrund dieses Erfolges (und nur deswegen!) hat JoWooD auch noch ein Add-On drangehängt, um die Wartezeit auf Gothic 3 zu verkürzen. Wie gut uns Die Nacht des Raben gefallen hat, das verrät euch unser Review. Ach was, wir sagen es euch vorweg: Es ist ein Meisterwerk!

Die deutschen Entwickler von Piranha Bytes haben erkannt, dass es wohl sinnlos ist, ein Addon zu veröffentlichen, welches die Story des Hauptprogramms mit einem bereits bestehenden Charakter weiterzuführen vermag. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten in Gothic 2 gewesen, und so mancher hätte mit seinem Alter Ego wohl Schwierigkeiten gehabt, Die Nacht des Raben durchzuspielen.

Also beginnt das Expansionsset genau dort, wo ihr auch das Hauptprogramm gestartet habt – im Turm von Dämonenbeschwörer Xardas. Schon am Anfang gibt es aber gleich die ersten Unterschiede. Eine neue Gilde – die Wassermagier bzw. ihre Beschützergarde, der Ring des Wasser – steht nun bereit um euch in neue Abenteuer zu entsenden.

Dass viele im Hauptprogramm leblose Stellen nun von NPCs besiedelt sind, bringt uns ebenfalls schon zu Beginn vom Gedanken ab, dass hier mit einem wieder verwerteten Spiel Geld gemacht werden will. Wo einst nur ein lausiges Monster seine Runden gedreht hat, sitzt nun ein neuer NPC und hilft euch, euren Auftrag zu erledigen.

Klar! Es ist wahr, dass das ein oder andere Quest erneut erledigt werden muss, allerdings gibt es fast immer neue Lösungsmöglichkeiten die es beispielsweise auch belohnen, noch einmal der Miliz oder den Söldnern beizutreten.

Nachdem die Insel Khoronis im Norden bislang sowieso nicht erforscht war, dürft ihr euch auf haufenweise neue Aufgaben freuen – in einer komplett neuen Gegend, die sich weder größenmäßig noch grafisch zu verstecken braucht. Apropos erweitert, auch die ursprüngliche Gegend um Khorinis Stadt und das Minental expandierte leicht. Insgesamt dürfte sich die Welt um geschätzte 40-50% vergrößert haben.

Wie gesagt gibt es mit den Wassermagiern, den Hütern des Gleichgewichts zwischen Ordnung und Zerstörung, eine neue Gilde, der man beitreten kann. Im Verlauf des Spiels kann man aber (kurzfristig) auch den Banditen „beitreten“. Für Abwechslung ist also auch in diesem Punkt gesorgt.

Die Welt von Gothic 2 wurde aber nicht nur um über 100 Non-Player-Characters bereichert, auch frische Monster, Waffen, Rüstungen und Zaubersprüche wurden integriert. Nämlich jene, die es bei den Wassermagiern zu erlernen gilt und Sprüche der schwarze Magie.

All das benötigt man aber auch um die Vielzahl an Monstern zu erledigen. Sumpfgasdrohnen, Blattcrawler, Keiler, Sumpfgolems und haufenweise anderes unsympathisches Getier wartet nur darauf, sich mit euch zu messen. Erschwerend hinzu kommt, dass Piranha das Game Balancing komplett erneuert hat, fast alle Monster sind nun schwerer zu besiegen.

Aber nicht nur das, generell wird das Spiel nach dem Installieren von Die Nacht des Raben schwerer. Talente kosten mehr Lernpunkte, starke Waffen mehr Geld und Stärkepunkte. Attribute kann man übrigens auf eine neue Weise bekommen. Anstatt die mühsam erarbeiteten Lernpunkte zu verschleudern, reicht es nun oft schon eine Steintafel zu lesen, oder man nutzt die altmodische Methode, nämlich ein Quest zu lösen.

Die angesprochenen steinernen Schriftstücke findet ihr überall im Land, könnt sie aber nicht sofort lesen. Dazu müsst ihr erst die Schriften lernen, in welchen sie geschrieben wurden. Die sogenannte Sprache der Erbauer gilt es in drei Stufen zu erlernen: die Sprache der Bauern dient als Basis, Krieger- und Priester liegen vom linguistischen Niveau her auf Khoronis allerdings höher.

Wer aber- oder auch erstmals den Berufsweg als Schmied einschlägt, der darf sich ebenfalls über einige Neuerungen freuen. Selbst geschmiedete Waffen sind oft mit Trefferboni von bis zu 10% bestückt und haben immer zumindest den Vorteil, dass sie weniger Stärkepunkte benötigen um benutzt werden zu können.

Der wunderbare Soundtrack des Hauptprogramms wurde ebenfalls erweitert – und hat an Qualität kein bißchen eingebüst. Auch grafisch gibt es zwar einige neue Staunmomente, Schwächen findet man allerdings noch immer nicht, was uns Kritikern das Bemängeln natürlich schwer macht. Wie schon im Hauptprogramm hat Piranha auch die neuen Orte mit einem derartigen Detailreichtum ausgestattet, dass die technisch nicht mehr ganz frische Engine trotzdem noch grandiose Bilder auf den Monitor zaubert.

Auch der neue Storystrang passt in die Welt von Khoronis und beinhaltet eigentlich keine „unrealistischen“ oder aufgesetzt wirkenden Szenen. Dadurch wird die ansehnliche Spielzeit (verändert sich je nach Spielweise) zu einem vollkommenen Genuss! Mindestens 30 Spielstunden sollte man einrechnen.

It’s Addon-Time! Nachdem schon WC3: Throzen Throne und NWN: Schatten von Underznit Fans von Zusatzpaketen begeisterten, stellen wir euch nun das Meisterwerk schlechthin vor.

Gothic 2: Die Nacht des Raben verbessert unser bisher bestbewertetes Spiel noch weiter. Man kann Addon und Hauptprogramm leider(?) nicht wirklich trennen, weshalb wir hier eine Gesamtwertung für ein im Grunde neues Spiel aussprechen.

Wer Gothic 2 aller Jubelwertungen zum Trotz noch immer nicht besitzt, sollte es sich spätestens jetzt zulegen und Die Nacht des Raben gleich dazupacken. Und, wenn ihr auch nur irgendwie atmosphärische Games mit hoher Spieltiefe mögt, dann ist das ein Befehl!

3DO – Spielelizenzen verkauft

Wie wir berichteten, sind 3DO Pleite und haben ihre Spielelizenzen zum Verkauf angeboten. Nun hat 3DO wohl alles unter Dach und Fach. Hier die Auflistung, welche Firmen die Zuschläge bekommen haben.

Street Racing SyndicateNamco für 1.5 Millionen $

High Heat Baseball-SerieMicrosoft

Might and Magic & Heroes of Might and MagicUBI Soft

Na da sind wir mal gespannt, was aus den Klassikern wird und hoffen auf eine erfrischende Wiederbelebung der Titel.

Holt Blizzard zum nächsten Geniestreich aus?

Ach, wie schön, man liegt im Wald, die Sonne scheint durch das nun schon dichte Blätterwerk und man fühlt sich so richtig gut. Nur was tun, wenn ganz plötzlich ganz wild aussehende Orks aus dem Gebüsch hopsen und einem ans Leder wollen?? Das Problem könnte man in World of WarCraft sicherlich oftmals haben, wir wagen trotzdem einen ersten Streifzug durch das MMORPG…

Auf die vorigen Teile können sie bauen
Die Story von World of WarCraft spielt vier Jahre nach den Geschehnissen in WarCraft III, wo die Rassen Azeroths ihre durch Krieg verwüsteten Königreiche langsam wieder aufzubauen beginnen. Dem Spieler fällt nun die Rolle zu, neu aufgetauchte Gefahren, aber auch dunkle Geheimnisse der Vergangenheit zu bekämpfen bzw. aufzudecken.

Es wird sicher nicht schaden, die Strategie-Vorgänger gespielt zu haben um noch tiefer in die Online-Welt eintauchen zu können.

Man kann nach aktuellen Informationen zwischen fünf Rassen wählen: Menschen, Orks, Tauren, Zwerge und Nachtelfen. Blizzard legt besonderen Wert auf die freie Gestaltung seines Alter Egos. Man soll viele Aspekte an seinem Charakter verändern können. Nachdem man das Aussehen festgelegt hat, wird die Klasse bestimmt. Letztendlich wird es also unglaublich viele Möglichkeiten geben seinen Charakter anzupassen. Einschränkungen wird es natürlich geben, allerdings eher sinnvoller Natur. Denn habt ihr schon mal was von einem Zauber Ork gehört?? Ich jedenfalls nicht ;)

Besonderheiten? Ja!
Da World of Warcraft ein MMORPG werden wird, will man natürlich auch sehr viele Möglichkeiten haben, die ein „normales“ RPG nicht bieten kann. Die Spielwelt wird gigantisch groß sein. Viele bekannte Kontinente aus WarCraft werden in WoW Einzug erhalten, so z.B Lordaeron und Azeroth. Die Welt soll laut Blizzard dynamisch leben. Das bedeutet für uns fließendes Wasser, wachsende Bäume, Wetterveränderungen und möglicherweise sogar verschiedene Jahreszeiten. Neben Landgebieten gibt es auch komplette Unterwassergegenden, die bereits 100%ig bestätigt wurden. Dort soll man sogar Unterwasserkämpfe erleben können. Ebenso wird man über ausgetrockneten Wüsten wandern und durch undurchdringliche Dschungel und eisig kalte Schneegebiete streifen.

Was geht so ab?
In der Welt von WoW gibt es natürlich einiges zu erleben. Man trifft sich zum gemeinsamen Saufgelage in der Taverne, schmiedet Rüstungen für die kommende Zickenschlacht, lernt nette Menschen beim fröhlichen Jagen von Basilisken kennen – Also all das was man auch in der wirklichen Welt tut oder tun kann. Das Spielen von MMORPGs schien vielen zwar wie eine sehr merkwürdige Form der Flucht in eine Welt ohne Bundestagswahlen, Klausuren und Teuro-Diskussion, doch inzwischen tragen Projekte wie EverQuest Früchte und auch diese Kategorie von Spielen hat heute sein festes Klientel.

Die Frage ist, was Blizzard anders machen möchte. Offensichtlich gab es in der letzten Zeit viele Spiele, die Erfolg hatten, sich aber mit bösen Macken herumschlagen mussten. Einige Titel boten wunderschöne Landschaften, die jedoch vergleichsweise leer waren. Andere hatten zwar viel Inhalt, ließen sich aber für Einsteiger nur sehr schwer erlernen. Neulinge wurden hier von einer Flut an Fenstern, mit Werten und Tabellen förmlich erschlagen und fanden sich einfach nicht zurecht. Wieder andere litten unter der Natur der MMORPGs, dass sich an besonders wichtigen Orten nun einmal besonders viele Charaktere tummeln und sie sich immer beobachtet fühlten ^^.

Quests konnte man so nur schwerlich lösen, da einem zum Beispiel der wichtige Gegner vor der Nase gemeuchelt wurde. Asoziale Mitspieler sind leider aber in jedem Multiplayer-Spiel vorhanden. Zu guter letzt eines der schwerwiegendsten Probleme: Das Interface und die gesamte Bedienung waren schon immer Sorgenkinder, die unverständlicherweise nicht wirklich gesundgepflegt wurden.

Einmalig!!
Zu den wesentlichen Spaßfaktoren von Rollenspielen zählt das Sammeln von Gegenständen. WoW orientiert sich in diesem Punkt an den beiden Diablo-Folgen, die bekanntlich ebenfalls von Blizzard entwickelt wurden. Deshalb wird der Spieler auch im MMORPG die populären Unique- und Set-Gegenstände finden, welche die Jagd auf Monster so spannend machen.

Ein ganz besonderer Anreiz, an geplanten Events teilzunehmen, ist die Aussicht auf wirklich einmalige Gegenstände. Diese Events können Invasionen der Untoten oder gar die Belagerung einer Stadt sein – mit Katapulten, Dampfpanzern und allem, was wir nun einmal an Belagerungen so lieben.

Die Spielleiter von Blizzard haben nach solchen großen Schlachten die Macht, besonders verdienten Spielern Gegenstände als Belohnung auszuhändigen, die absolut einmalig in der gesamten Welt sind. Das dürfte ein Ansporn sein, der sich gewaschen hat!

Grafisch, praktisch, gut!
Die Designer haben gar nicht den Anspruch, eine fotorealistische Kulisse zu kreieren, und das ist auch gut so. Schon jetzt kann man sagen, dass die Grafik schlichtweg atemberaubend ist. Sie kommt detailliert und bunt daher, die Landschaften unterscheiden sich stark voneinander, aber alles wirkt flüssig und in sich stimmig. Böse Zungen sprechen von einem Comiclook, was die Entwickler aber gar nicht gerne hören. Aber böse Zungen, gehören meistens ja nur zu unwissenden Mündern, also keep cool ^^

Zur Steigerung der Atmosphäre will Blizzard einen Konflikt in das Spiel einbauen, der den Krieg der Allianz gegen die Horde widerspiegelt. Auf Seiten der Allianz sind bis heute die Menschen, Zwerge und Nachtelfen als bestätigte Rassen im Spiel. Ihre Gegenspieler in der Horde werden aus Orks und den Tauren, einer Art Stierrasse, bestehen. Hierzu werden sich allerdings noch weitere Monster gesellen, wie Blizzard verlauten ließ. 3 gegen 2 wäre ja auch leicht unfair ;-)

Vorausblickend auf World of WarCraft kann man wohl sagen, dass dieses Spiel eine kleine Revolution darstellen kann und das in so vielen Bereichen. Die Spielbarkeit, die Atmosphäre, die Einsteigerfreundlichkeit, die Vielfalt, alles schreit förmlich nach Höchstwertungen und Lobüberhäufungen seitens der Spieler. Ei, das wird fein! :-)