Kategorie-Archiv: Spiele

Vivendi – Blizzard-Abgänge mit gravierenden Folgen

Die Abgänge von Roper, den Schaefers und Brevik bei Blizzard haben auch für Publisher Vivendi schmerzhafte Folgen. Analysten gestehen der Spielesparte des französischen Medienkonzerns nun deutlich weniger Wert zu, da Blizzard als das Herzstück der Sparte gesehwen wurde und beispielsweise Roper maßgeblich bei der Entwicklung von Diablo beteiligt war.

Roper hat in einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender CNN gesagt, dass das kein beabsichtigter Effekt wäre. Etwas erleichtert zeigt er sich aber darüber, dass die Menschen hinter den Spielen in der Branche scheinbar auch noch zählen – und nicht nur der große Spielame auf der Packung.

Auch wenn Roper eben bei Diablo seine Finger im Spiel hatte – die Wertminderung für Blizzard sollte unserer Meinung nach doch in Grenzen gehalten werden. Die US-Spieleschmiede hat immer noch viele talentierte Köpfe in ihren Reihen und immerhin dürften ein paar von den Ideen der Abgänger bereits in die zwei noch unangekündigten Projekte von Blizzard North eingeflossen sein. Roper selbst hatte sich in den letzten Jahren außerdem verstärkt auf PR- bzw. Marketingaufgaben konzentriert.

Blizzard – Vier wichtige Mannen gehen

Bill Roper, David Brevik sowie Erich und Max Schaefer haben überraschenderweise in den letzten Tagen Blizzard verlassen. Roper, Ex-Vizepräsident von Blizzard, war vor allem durch seine PR-Arbeit ein sehr bekannter Mann der US-Spieleschmiede geworden. Die anderen drei Persönlichkeiten sind Mitbegründer von Blizzard North (Diablo). Was für Auswirkungen diese Abgänge auf die Fortsetzung der Action-RPG-Serie haben ist derzeit noch ungewiss.

Roper hat in einem ersten Statement gegenüber GameSpot seinen Ex-Kollegen weiterhin viel Glück gewünscht. Auch seine Verlangen, weiter Diablo zu spielen, ist wohl eine Geste, dass die großen Probleme die zum Abgang führen nicht Blizzard-intern gemacht sind. Bill gesteht auch offen, dass das fehlende Mitspracherecht beim bevorstehenden Verkauf der Vivendi-Spielesparte ein entscheidender Grund gewesen sei.

Die zwei Schaefers, Roper und Brevik wollen zusammen ein neues Spieleprojekt angehen. In gewohnt mitreißender Manier erzählt B. Roper schon jetzt von den vielen Ideen, die dieses Quartett bestimmt haben wird, und dass diese bestimmt nicht alle verwirklicht werden können. Publisher sind bereits herzlich dazu eingeladen Kontakt mit den Abkömmlingen aufzunehmen.

Wir sind schon jetzt gespannt was das Team leisten wird und hoffen, dass der Abgang den genialen Mannen von Blizzard nicht schaden wird.

Eidos – Lara schuld am schlechten Umsatz

Eidos hat die Umsatzerwartungen für das laufenden Jahr heruntergesetzt. Der Grund ist die verspätete veröffentlichung von Tomb Raider: Angel of Darkness.

Steuerrechtlich gesehen ist das Jahr schon vorbei, zumindest das laufende Geschäftsjahr endet heute, somit können die Erlöse aus dem Verkauf des 6. Lara Croft Abenteuers nicht mehr in die Bilanz einbezogen werden. Die geschätzen 14 Millionen Euro kommen folglich erst beim nächsten Mal dazu, denn Absatzeinbussen erwartet man sich nicht …

Ganz anders als Halo

Zu Fuß, per Flugzeug oder im Panzer. Nur Fahrradfahren könnt ihr in Breed nicht. Wir haben uns die Previewversion zum Shooter besorgt um euch sagen zu können, was wir bisher von Brat Designs‘ Baby halten. Beim Anspielen wurden wir dann überrascht – in vielerlei Hinsicht.

"Ist Breed der Halo-Killer?", "Brat Designs entwickelt Top-Shooter!" – diese und ähnliche Schlagzeilen habt ihr sicher schon vernommen, falls ihr euch einigermaßen für den Shooter der englischen Entwickler interessiert. Wir haben nun eine Presseversion ergattern können, um mit einigen Vorurteilen aufzuräumen.

Breed ist nicht Halo, soviel können wir euch schon jetzt verraten. Obwohl die öde Story sich ähnlich anhört – eine böse Alienrasse namens Breed besetzt die Erde und ihr müsst die Bubis stoppen – halten sich die Paralellen zu Bungies Xbox-Vorzeigetitel in Grenzen. Es ist viel taktischer angelegt, der Spieler hat mehr Freiheiten, die Missionen präsentieren sich bis dato abwechslungsreicher und euer Team ist ungleich wichtiger als in Halo.

Nicht alles davon ist nun ein Vorteil für Breed. Dank Fahr- und Flugzeugmissionen ist zwar einiges an Abwechslung geboten. Die bisher inkludierten Missionen waren aber nicht nur großteils viel zu schwer sondern auch nicht immer sehr prickelnd. So fliegt sich das Flugvehikel noch sehr träge und ist das Steuern eines Panzers über Brücken und Unebenheiten eine kleine Wissenschaft. Die Infanteriemissionen sind insgesamt am besten gelungen und sorgen für Laune.

Der Schwierigkeitsgrad sollte wie gesagt noch deutlich zurückgedreht werden. Als Beispiel dafür: In einem Einsatz müsst ihr alleine als Sniper für Chaos in den gegnerischen Reihen sorgen. Es hat eine Weile gedauert bis ich endlich die ersten 200 Meter überstehen konnte. Das ist umso ärgerlicher, da zumindest in der Previewversion noch nicht die Möglichkeit integriert war die langatmig faden Cutscenes zu überspringen.

Im Normalfall seid ihr aber mit einem ganzen Team aus Spezialisten unterwegs, das ihr mit den Funktionstasten formieren könnt. Die Truppenformationen sind nicht unwesentlich für den Verlauf der Schlachten und verleihen dem Spiel einen zusätzlichen taktischen Anspruch.

Der Sound ist noch nicht voll intergriert, hält sich bisher aber eher durchschnittlich. Eine Orgie für die Ohren sollte man also eher nicht erwarten.

Grafisch wirkt Breed auf Screenshots und Videos fulminant und dieser Eindruck bestätigt sich teilweise auch im Spiel. Die weitläufigen Inseln sehen sehr gut aus und die etwas bunte Optik ist auf recht hohen Niveau. An manchen Stellen fühlt man sich aber technologisch um Jahre zurück versetzt. Operation Flashpoint ist von der Engine her nicht so aufwändig, wirkt aber überzeugender. Die Innenräumlichkeiten des Spiels sind wie auch in Halo äußerst schwach und weisen kaum Details auf. Die Flugzeugmission auf Island zeigt nichts anderes als eine platte weise Ebene mit hässlichen Wettereffekten und gelegentlich auftauchenden Hügeln. Umso seltsamer, dass gerade diese Mission die Hardware enorm beansprucht.

Die Mindestanforderungen werden wie in der nebenstehenden Box angegeben (auf der offiziellen Website). Allerdings ist es wohl nicht sehr realistisch zu sagen, dass Breed wirklich noch Spaß macht, wenn man eine Minimalkonfíguration sein Eigen nennt. Über weite Strecken lebt das Spiel doch von seiner Optik.

Noch nicht anspielen durften wir den Multiplayermodus, auf den Brat angeblich ein ganz besonderes Augenmerk legen will. Deathmatch, Co-op, Capture the Flag und andere Modi werden zur Verfügung stehen.

Ich habe viel erwartet und das nach den vielen Vergleichen mit Halo auch zurecht. Nach den ersten Minuten dann die Erkenntnis: Mit Halo hat das Ganze recht wenig zu tun. Aber nachdem Bungies Titel sowieso schon auf der Fußmatte steht hat mich das auch nicht gestört. Viel gravierender sind die vielen Designmängel die in der uns vorliegenden Version noch zu finden sind. Und bisher sind eigentlich lediglich die Infanteriemissionen wirklich packend. Ein wenig Zeit hat Brat ja noch, hoffentlich nützen sie diese auch. Breed hat unbestritten das Potential ein sehr guter Titel zu werden.

Eindruck: Befriedigend

Mann und Mordsschwert kämpfen gegen das Unrecht

Das Minental von Khorinis war immer schon einer der wichtigsten Orte im Königreich der Menschen. Dort kam das Erz für die mächtigsten und besten Schwerter der königlichen Armee her, ohne das der schon ewig andauernde Krieg gegen die Orks schon lange für die Menschen schlecht ausgegangen wäre. Wenn ihr euch noch an Teil eins erinnern könnt, dort war man Strafgefangener in genau diesem Tal und hat am Ende des Spiels den Schläfer terminiert. Ein Riesenvieh, welches eine ganze Gruppe im Tal zu kiffenden Spinnern gemacht hatte…

Schon die Installation von Gothic II ist super gelungen. Man wird schon zu Beginn auf das bevorstehende Abenteuer mit hübschen Bildchen und netter Musikuntermalung eingestimmt, so dass man es kaum erwarten kann, endlich loslegen zu dürfen. Das ist heutzutage gar nicht mehr so selbstverständlich, haben doch die meisten Games bei der Installationsroutine bis auf ein ‚Please wait until the Files are copied on your Harddrive. This will take several Minutes.‘ nichts mehr zu bieten. Zugegeben, ich hab auch selten ein Spiel installiert, welches dermaßen viel Zeit benötigte um endlich den Weg auf die Festplatte gefunden zu haben. Aber wen stört’s, ist ja (hoffentlich) nicht zu oft der Fall, das Spiel neu installieren zu müssen.

Sollte man nun die 15 Minuten bis zum Spielstart überlebt haben, darf man im Hauptmenü noch ein paar Kunstgriffe bezüglich grafischer Einstellung, Steuerung und so weiter vornehmen. Seid gewarnt: Piranha Bytes ist bei den Hardwareanforderungen nicht gerade zimperlich gewesen. Für ein ordendliches visuelles Erlebnis solltet ihr eine Radeon 9500 oder eine Geforce 4 TI und eine CPU ab ca. 1700Mhz/1700+ AMD euer Eigen nennen. Ich hörte zwar vom Rebell.at Chefredakteur, das Spiel läuft auch gut mit einer Geforce4 MX, doch halte ich so etwas für ein lausiges Gerücht oder sein Anspruch ist wesentlich tiefer als mein Verhalten nach drei Litern Bier..

Ein, wie auch schon beim ersten Teil, eher mässiges Intro stimmt euch auf die kommenden Geschehnisse ein. Der Schläfer ist zwar tot, allerdings hat er in einem letzten Schrei der Verzweiflung noch nach Hilfe und Rache geschrien. Die magische Barriere um das Minental ist zusammengebrochen und die ganzen schweren Jungs abgehauen, doch tun sich nun einige seltsame Sachen im alten Tal. Angeblich sollen dort Drachen aufgetaucht sein, ein alter Mythos, denn noch nie hat ein Einwohner von Khorinis eines dieser Viecher zu Gesicht bekommen. Der Zauberer Xardas weiss jedoch von der Bedrohung und seine einzige Option war, den Helden aus den Trümmern des Schläfertempels zu befreien um ihn in seinen schwarzen Turm zu beamen.

Wenn ihr jetzt glaubt, ihr könnt mit Erzrüstung und Inno’s Zorn(ein brutales Schwert) oder noch besserer Bewaffnung dort weitermachen wo ihr in Teil eins aufgehört habt, werdet ihr eines Besseren belehrt. Welch Zufall, ihr habt alle eure Kräfte verloren, und lauft zu Beginn als besserer Penner mit rostigem Schwert rum. Aber gut, anders wärs eventuell etwas langweilig geworden, so ist es ein leichtes den Entwicklern dies zu verzeihen :-).

Nach einer kurzen Besprechung mit dem Schwarzmagier Xardas ist soweit alles klar. Der Auserwählte muss mal wieder ran um die Katastrophe, die Khorinis hinwegzufegen droht, abzuwenden. Als Hilfe kriegt man erstmal wenigstens alles, was in seinem Turm aufzugabeln ist. Ist zwar nicht viel, aber um ein paar Goblins hinzurichten reichts allemal. Kaum verlässt man den Turm von Xardas, wird man von einer grafischen Pracht erschlagen, die bis dato bei Rollenspielen noch immer ihresgleichen sucht. Technisch hat z.B. Morrowind um einiges mehr zu bieten (Pixelshading beim Wasser usw.), aber man merkt, dass Piranha Bytes wirklich ganze Arbeit geleistet hat. Wälder, Felder, die Stadt Khorinis, eigendlich alles, erstrahlt in einer Vielfalt an Texturen und Details dass einem die Augen übergehen. Ich wollte zwar im Urlaub ein paar Wanderungen und Ausflüge machen, bin aber zum Schluss gekommen das die Aussicht von Xardas‘ Turm oder vom Ork-Pass im alten Minental wesentlich besser und weniger anstrengend ist, als auf irgendeinen komische Berg zu gehen.

Mit dem Auftrag, das Auge Innos‘ von den Paladinen zu holen, um zur Macht zu kommen, die Drachen im Minental zu töten, ausgestattet, marschiert man in die Hafenstadt Khorinis, wo selbiges abzuholen ist. Leider ist das nicht so einfach, wie es sich anhört, da die Wachen am Stadttor schon der Meinung sind, ein Penner hat bei den oberen Zehntausend nichts zu suchen. Also muss man sich zuerst mal eine Arbeit bei den im unteren Viertel ansässigen Betrieben suchen und sich kontinuierlich hocharbeiten.

Natürlich gibt es hier mehrere Wege, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Mit der Zeit ist es dann möglich, zwischen mehreren Karrieren auswählen zu können. Man darf dann entweder als Zauberer, Paladin oder als Drachentöter ins Finale ziehen, was die Wiederspielbarkeit des Titels enorm erhöht. Sollte man mit dem Paladin schon erfolgreich gewesen sein, kann man immer noch die zwei anderen Möglichkeiten ausprobieren. Die Story ansich bleibt zwar ident, doch ändern sich viele Aufgaben und auch die Stadtbewohner und Bauern haben je nach Auswahl eine Unterschiedliche Gesinnung. Vor allem bei den Bauernhöfen ändert sich die Einstellung der dortigen Arbeiter gewaltig und viele Charaktere in der Stadt sind sofort misstraurisch, wenn ein Söldner in ihren Blickwinkel kommt.

In Gothic I war es noch möglich, dem Charakter von jeder Fähigkeit ein wenig verpassen zu können. Mit dieser Möglichkeit, Mischcharaktere zu machen, haben die Entwickler aufgeräumt. Als Drachentöter ist man ein Nahkampfspezialist, Zaubereien und dergleichen kann man gleich vergessen. Als Paladin kann man recht gut mit der Klinge hantieren und ein paar ausgewählte Zaubereien stehen auch zur Verfügung. Nur wer als Zauberer spielt, verfügt auch über ein ordendliches Arsenal an Sprüchen um seinen Gegnern das Fürchten zu lehren.

Die perfekte Sprachausgabe war schon ein Markenzeichen vom ersten Teil und auch in Gothic II hat sie nichts an ihrer Perfektion eingebüßt. Nur die Stimmlage des Hauptcharakters hat sich leicht geändert, was aber auch nicht unbedingt negativ zu beurteilen ist. Teil zwei wartet nun auch mit einigen neuen Sprechern auf, auch Frauenstimmen – wenn auch sehr wenige – kann man jetzt hören.

Wenn ihr jemals ein Rollenspiel mit einer genialen Musikuntermalung sucht, liegt ihr hier auch richtig. Sound- und Musikmäßig werden Konkurrenztitel wie Morrowind oder Black Isle’s Neverwinter Nights buchstäblich zu Amateurprojekten degradiert. Was man hier Geboten bekommt habe ich noch nicht einmal ansatzweise in irgendeinem Titel der Mitbewerber finden können.

Es ist doch schon einige Zeit her, dass Gothic II in die Läden kam und trotzdem wirkt es grafisch noch in keinster Weise angestaubt. Ich wage sogar zu behaupten, dass es bis jetzt noch kein RPG gibt, welches diesem Meisterwerk das Wasser reichen kann, auch wenn es technisch schon besseres gibt. Es hilft einfach nicht viel, einen Titel der alle möglichen neuen DirectX Features bieten kann zu veröffentlichen wenn die Texturen keine Klasse haben und der Detailreichtum nicht passt. Hier könnten sich einige andere Entwickler mal eine Scheibe abschneiden.

Was oft bemängelt wurde war die komplizierte Steuerung. Das konnte ich allerdings nie nachvollziehen. Es ist zwar etwas gewöhnungbedürftig, mit dem Inventar und dem Kampfsystem richtig umzugehen, aber ich persönlich würde keinen besseren Weg kennen, um durch die fantastischen Landschaften von Gothic II zu streifen.

Das größte Plus verdient sich Gothic II wohl mit der extrem guten, durchdachten Story, die einfach packend und mitreissend von der ersten bis zur letzten Spielminute ist. Glücklicherweise dauert es auch mal etwas mehr als zehn Stunden um das Spiel zu beenden und sogar nachdem man das geschafft hat, sollte man es nicht Versäumen noch die zwei anderen Möglichkeiten auszuprobieren. Ausserdem findet man beim zweiten Versuch oft Sachen und Verstecke, die beim ersten Mal nicht aufgefallen sind.

Bleibt euch nur noch zu sagen, wenn ihr jemals mit irgendeiner Art Rollenspiele irgendwas anfangen konntet, kauft euch Gothic II und nehmt euch zwei Wochen Urlaub – bzw. solltet ihr nicht wissen was in den Sommerferien ansteht habt ihr mit diesem Spiel die Lösung gefunden. Viel Erfolg!

Geile Grafik, Wahnsinns Soundtrack, eine Story die für drei Filme reichen würde – was will ein RPG’ler eigentlich noch mehr? Spontan fällt mir auf diese Frage nur ein: Wo bleibt verdammt nochmal Gothic III ?!. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man dieses Spiel noch besser hätte machen können als es ist. Vielleicht wäre ein Multiplayer Support mit CO-OP Modus noch interessant gewesen, aber es ist keinesfalls störend, dass diese Option nicht vorhanden ist. Gothic II ist im Singleplayermodus schon dermaßen gut, dass man sowieso nicht auf die Idee kommt sich über sowas aufzuregen.

Wenn ihr nun noch immer nicht von der Genialität des Spiels überzeugt seid, empfehle ich euch, Gothic I zu erstehen und erstmal diesen Titel zu probieren. Kostet €10,– und ist im gut sortierten Fachhandel überall zu haben.

Infogrames – Drei Titel verbilligt

Wie Atari vor kurzem verkündete, wird es demnächst den jüngsten Unreal-Streich um billige 30 Euro zu erstehen geben. Damit dürften höchstwahrscheinlich die letzten Kauf-Zweifel von Ego-Shooter Fans beseitigt worden sein.

Auch Rollenspielfans kommen in diesen Zeiten mit einem mageren Sparschwein aus. „Neverwinter Nights“ und das dazugehörige Addon „Der Schatten von Undernzit“ sind ebenfalls ab 30 Euro zu haben.

Kate Walker wieder auf Abenteuertour

Der erste Teile hatte ja viel Lösungswege und ein dazu noch ein offenes Ende. Folglich muss das Sequel alle Enden zusammenfügen um damit die neue Story zu gestalten. Fans werden sich freuen, dass die Story direkt an die des Vorgängers anknüpft. Nachdem ihr mit Kate den Spielzeug-Macher gefunden habt blieben sehr viele Storyelemente ungelöst, dies soll in Teil 2 geschehen.

Die erste Neuerung ist die, dass ihr diesmal nicht nur hinter Hans herrennt und ihn zu finden versucht, sondern auch selbst die Kontrolle über ihn übernehmen könnt. Insgesamt soll das ganze Spielprinzip actionreicher werden.
So werdet ihr immer wieder auf Leute treffen mit denen ihr interagieren könnt und auch mehr Interaktionen mit der Umgebung sind geplant.

Die neuen Städte sind belebter als die im Vorgänger. Überall laufen Personen herum, die unterhalten sich oder tun einfach irgendetwas. In den Gebäuden soll sich der Spieler sehr wohl fühlen, also haben die Entwickler den Innenräumen einen sehr warmen Touch verliehen – Texturen und Ausstattung sollen’s richten. Auch sind die Aufgaben die Kate bewältigen muss viel actionreicher gestaltet, dass heißt allerdings nicht, dass sich der Spieler in Kämpfen oder hektischen Sprungaufgaben beweisen muss. Die Rätsel bleiben weiterhin das zentrale Element in Syberia 2.

Was sich auch geändert hat, ist die immer noch wundervolle Welt in der Kate Walker ihr Abenteuer erlebt. Vier neue Areale wurden für das Sequel designed, die größer sind und somit mehr Platz zum Erkunden bieten. Die Schneemassen in jeder dieser Zonen sind natürlich immer dabei, aber alles ist vollständig unterschiedlich gestaltet. Die Farben, die Architektur und der Aufbau, alles ist anders um dem Spieler in jedem Areal eine völlig neue Welt zu bieten, in der es ihm nie langweilig werden kann und es immer wieder neue Dinge zu entdecken gibt. Auch wird die Schneedecke immer dichter werden, je weiter ihr gen Norden wandert. All diese Features sollen dem Spieler das Gefühl vermitteln, dass er sich wirklich auf einer Reise befindet, weil alles anders aussieht.

Dramatik ist neben etwas Action, Storydichte und Rätseln ein weiteres wichtiges Element in Syberia 2. Gerade die Licht- und Schatteneffekte geben Kate mehr Tiefe und im schnellen Wechsel verschaffen sie der gesamten Szenerie mehr Dramtik als im Vorgänger.

Dort waren die technischen Möglichkeiten der Engine so etwas darzustellen leider noch nicht vorhanden. Weiter gibt es auch noch filmreife Kamerafahrten, welche die Umgebung zeigen sollen um dem Spieler einen Gesamteindruck zu vermitteln.

Auf eurer Reise müsst ihr durch den Großen Norden. Von dort kommt ihr nach Youkol Village, einer kleinen Stadt in die Hans schon immer einmal reisen wollte. Auf dem Weg dorthin müsst ihr euch allerdings durch einen großen Haufen Schnee schlagen. Kaum Häuser und Leben werdet ihr in dieser Passage finden.

Besonders hier zeigt sich die Vielfalt, die die Syberia-Welt an den Tag legt. Spiegelnde und funkelnde, eingeeiste Seen, zugeschneite Wälder und Fußabdrücke im Schnee. Auch hier finden sich wieder dynamische Licht- und Schatteneffekte, beispielsweise wenn sich Wolken vor die Sonne schieben. Bäume wiegen sich im Wind und im Hintergrund verläuft alles etwas langsamer als im Vordergrund.

Die Rätsel in Syberia waren schon im ersten Teil der Reihe problemlos lösbar und so soll es auch im Nachfolger werden. Ein Spieler soll nie einen Walk-Through gebrauchen um endlich ein Rätsel zu lösen. Eine große Vielfalt an Aufgaben, die Kate Walker lösen muss, soll bereitstehen. Die Puzzle sind meist verschachtelt, aber trotzdem immer noch sehr linear gehalten. Zwischendurch gibt es auch noch klassische Schalterrätsel und auch Altbekannte aus dem Vorgänger wird der Spieler wieder treffen.

Im Oktober werden wir es wissen, wie es mit Kate Walkers Abenteuer weitergeht. Und ich bin sehr gespannt. Der erste Teil hatte schon eine tolle Atmosphäre und auch die Rätsel machten eine Menge Spaß. Doch das Sequel verspricht noch besser zu werden. Jedenfalls von den neuen Features und grafischen Möglichkeiten her scheint ein richtig gutes Adventure anzustehen. Auf einen dritten Teil darf allerdings keiner hoffen – das hat Benoit Sokal in einem Interview bereits erwähnt. Kate wird allerdings mit Sicherheit wiederkehren.

Wir hoffen das alles so gut wird, wie es sich im Vorfeld anhört, denn dann hat der Adventure-Fan nach Runaway wieder ein tolles Abenteuer vor sich.

Ersteindruck: Sehr Gut

Fight! Fight i say!

Ein wahnsinniger Diktator namens Victor Sopot hat mit Hilfe der Nano-Technologie (® by Ultor aus Teil 1) Übersoldaten geschaffen, die jedem menschlichen Gegenstück Angst und Schrecken einflößen! Sie sind schneller, stärker und besser trainiert als es ein normaler Soldat jemals sein könnte. Sie sind die Stütze des Regimes, ihr Leben besteht aus Krieg, Verwüstung und Kampf. Etwas anderes kennen sie nicht. Leider kriegt Sopot plötzlich Schiss vor seiner eigenen Kreation und lässt alle 2000 von seiner eigenen Elitegarde abmurksen. Als Ersatz hat er hirntote Zombies im Programm, welche wohl pflegeleichter sein dürften oder billiger in der Produktion, wie auch immer…

Alle, bis auf eine kleine Spezialeinheit bestehend aus sechs dieser Soldaten, sind tot. Einer dieser Soldaten nennt sich Alias, welchen man aus der Ego-Perspektive an der Seite seiner Kameraden steuern darf.

Der Diktator erinnert leicht an Saddam Hussein (ob das Absicht ist?) und terrorisiert selbstverständlich seine Bevölkerung mit Hilfe des Militärs, welches ihm treu ergeben ist. Die Red-Faction ist von Teil eins, als sie noch für die Freiheit von unterdrückten Minenarbeitern gekämpft hat, zu einer Organisation gegen das terroristische Regime mutiert. Unsere Nano-Soldaten, die kurz vor dem Tod durch die Regierung gestanden sind, leisten nun der Red Faction treue Dienste im Kampf. Und genau da darf man als Spieler in die Welt von Red-Faction II einsteigen.

Der erste negative Punkt ist die Menüführung, der man genau ansieht, dass sie niemals für den PC gedacht war, sondern 100% für eine Konsole ausgelegt ist. Bei der Umsetzung auf den PC hat sich Volition generell nicht viel angetan. Aber was solls, der Preis rechtfertigt zumindest diese Schlamperei. Wenn man sich nach einigem Herumgequäle durch die Menüführung gekämpft hat, gehts aber wirklich los.

Der Anfang ist etwas verwirrend, beginnt man doch als Regierungstreuer Elitesoldat, der in einem Rebellenstützpunkt ein paar Generatoren sprengen und selbstverständlich massig Rebellenhunde töten muss. Auch ein Intro fehlt zu diesem Zeitpunkt noch, welches einen Level später kommt. Auf jeden Fall ist schon zu Beginn des Spiels massig Action angesagt. Der erste Level ist als eine Art Vorgeschichte gedacht. Hier hat man auch schon die ersten Eindrücke der Geo-Mod-Engine, die das Spiel deutlich von anderen Shootern abheben soll. Geo-Mod bedeutet nichts anderes, als dass es möglich ist fast alles, was im Weg steht, wegsprengen zu können. Sollte man also ein Problem mit einem feindlichen Geschützturm haben – einfach in die Luft jagen und nach Plan weitermachen.

Sollte man nun den ersten Einsatz überlebt haben, was nicht wirklich ein Kunststück ist, darf man im kurz angehaltenem Intro nun seine Kameraden kennenlernen, mit denen man in Zukunft durch dick und dünn gehen wird. Zum Beispiel gibt es da Shrike, einen Waffenspezialisten oder Repta, welcher für schweres Gerät zuständig ist und in brenzligen Situationen Sopot’s Truppen mit Hilfe seiner Minigun ordendlich einheizt.

Wie dem auch sei, nach dem Intro wird man erst mal erkennen, das die Nanotruppe stinkesauer auf Victor Sopot ist und es sie nach Rache gelüstet. So wird man sofort mit der Aufgabe konfrontiert, dem Diktator ehestmöglich das Licht auszublasen. Sollte für ein paar Übersoldaten ansich kein Problem sein, wären da nicht massenhaft Regierungs-Elitetruppen, welche auch nicht gerade auf den Kopf gefallen sind. Die K.I. dieser Kerle ist ganz in Ordnung, was aber wirklich zu Anfang beeindruckend ist, ist die Masse in der man diese Jungs abknallen muss. Es kommt manchmal vor, dass man zehn Minuten in einer großen Halle verbringt, bis diese lästigen Kerle endlich alle assimiliert sind.

Was auch schon eine Besonderheit von Teil eins war, wird man auch hier finden. Die Steuerung aller möglichen Gerätschaften zum Beispiel, die diesmal sogar noch etwas mehr zu bieten hat. Nun kann man Geschütztürme in Flugzeugen (oder was auch immer diese Dinger darstellen sollen), U-Boote und auch so etwas ähnliches wie einen Battle-Mech steuern, was mitunter einige Missionen gewaltig erleichtern kann. Auch die Waffenarsenale dieser Maschinen sind beeindruckend und reichen vom vierfach Maschinengewehr bis zum Doppelraketenwerfer oder Brandgranaten und noch einigem mehr.

Kommen wir zurück zum Problem Victor Sopot. Der Tyrann ist anfangs einfach nicht zu erwischen. Schon zu Beginn schafft er es gerade noch, aus dem Gebäude eines Fernsehsenders zu entkommen in dem er immer seine Propagandareden aufzeichnen und ausstrahlen lässt. Nun, etwa in der Mitte des Spiels angekommen, wird man ihn dann endlich erwischen und ab da gibts der Story noch mal einen ordendlichen Schub. Sobald man ihn nämlich erledigt hat, ist Molov, der Anführer unserer sechs Nanosoldaten, der Meinung, die Macht nun an sich reißen zu müssen. Man sieht, selbst den besten Freunden kann man nie vertrauen (das heißt aber nicht, dass ihr jetzt euren Freundeskreis liquidieren sollt).

Wirkt die Story des Spiels anfangs wirklich wirr und unüberlegt, bekommt das Ganze erst nach einiger Zeit Hand und Fuß. Der Mix aus Machtgier, Größenwahn und dem Kampf für die gute Sache reißt richtig mit, obwohl die PC Umsetzung eigendlich objektiv gesehen sehr lieblos gemacht und nur auf das Nötigste beschränkt wurde.

Die musikalische Untermalung ist durchwegs gut gelungen. Die meisten Einsätze werden von ansprechenden Stücken begleitet, die auch gut zur Situation passen. Trotzdem ist für mich in dieser Hinsicht Red Faction I besser gelungen, da es einfach etwas atmosphärischer war. Auch an der Sprachausgabe gibt’s wenig zu nörgeln, nur schade, dass man in der englischen Version keine Untertitel einstellen kann. Ich verstehe Englisch zwar nicht schlecht, aber manche Stellen sind etwas schwer zu verstehen und man sollte doch wissen, was die Kameraden unter den Einsätzen zu sagen haben. Ist zwar nicht unbedingt notwendig, weil man sich im Endeffekt sowieso überall durchballern kann, aber trotzdem wärs oft nicht schlecht, den Grund für die ungehaltene Zerstörungswut verstehen zu können.

Gute Soundeffekte bei Shootern sind mittlerweile auch schon Standard und auch hier wird euch Red Faction II nicht enttäuschen. Bei den gewaltigen Massen an Gegnern kommt teilweise eine richtig derbe Schlachtfeldatmosphäre auf, weil es die die ganze Zeit überall nur mehr knallt und kracht. Ein Minuspunkt bei der Sounduntermalung ist sicherlich die fehlende Dolby Surround und EAX Unterstützung. Nachdem schon einige Spieler ein 5.1 System haben, weil es jetzt auch preislich schon kein Problem mehr darstellt, wäre es wirklich empfehlenswert gewesen auf solche Features nicht zu vergessen.

Grafisch bekommt man nicht viel geboten, was man nicht schon wo anders schon besser gesehen hätte. Wenigstens gibt es diesmal wesentlich mehr Einheitentypen, was bei Teil eins bei vielen unter euch sicher auf herbe Kritik gestoßen ist. Damals gab es eigendlich bis auf ein paar Ausnahmen nur rote und blaue Kerle mit Schutzhelmen. Diesmal gibts wesentlich mehr zu bewundern, man darf sogar weibliche Spezialeinheiten und Unterseebote ermorden.

Trotz allem kann man bei einer Auflösung von 1280×1024 von einer guten Grafik sprechen, was allerdings extrem System lastig ist. Sogar auf meinem System (Radeon 9700 / Athlon XP2200+) fing es bei Levels in denen es regnete teilweise an zu ruckeln. Auch das ist auf Schlamperei bei der PC Konviertierung zurückzuführen.

Red Faction II wäre wunderbar für Multiplayer-Schlachten geeignet gewesen, aber leider kann man nur langweilige Botmatches machen. Das wird zwar durch ein paar nette Features, wie das Freischalten von Waffen je weiter man im Singleplayer kommt, versüßt, doch hilft es irgendwie nicht darüber hinweg, dass ein Botmatch einfach langweilt.

Mit solchen Goodies wie vorhin beschrieben kann man vielleicht Konsolenspieler befriedigen, ein Egoshooter am PC braucht aber einfach einen Multiplayerpart um Langzeitmotivation zu bringen. In dieser Hinsicht sei euch noch gesagt, dass jeder halbwegs gute Spieler Red Faction II in spätestens zwei Tagen durchgespielt haben wird, aber wenn ihr das schafft könnt ihr ja mal den in der Folge freigeschaltenen Director’s Cut probieren.

Wer sich das Spiel zulegen möchte, sollte auch darauf achten, die englische Version zu kaufen. Da gibt’s ein paar nette Splatter-Effekte, die zwar nicht unbedingt notwendig, aber trotzdem ’schön‘ anzuschauen sind. Und wie fast immer ist die Original-Sprachausgabe dem deutschen Pendant haushoch überlegen.

‚Was ist das bloß für ein Müll?!‘ hab ich mir anfangs gedacht, aber wenn man erst mal ein wenig angespielt hat, kommt doch noch der gewünschte Suchtfaktor, obwohl es einige Durchhänger gibt. Teilweise kommt man sich wie an einem The House of the Dead Automaten vor. Man kauert hinter einer Mauer, steht kurz auf und massakriert Gegner am Gebäude gegenüber – und das zehn Minuten lang. Passiert für meinen Geschmack etwas zu oft. Auch fehlt es ein wenig an Außenarealen, meistens ist man in Hallen oder Gebäuden unterwegs und bekommt nur wenig grün zu sehen. Das der MP-Mode fehlt schmerzt natürlich auch und die Umsetzung ist wirklich alles andere als perfekt. Die englische Version lässt sich ohne Patch auf einem deutschsprachigen Windows XP nicht mal starten.

Trotzdem kriegt man mit Red Faction II um den empfohlenen Verkaufspreis von € 20,– einiges Geboten und es lohnt sich definitiv für jeden Shooterfan den Zwanziger zu bezahlen. Das Wichtigste hat Volition nämlich auf jeder Plattform hingekriegt. Es macht Spaß RF2 zu spielen – zumindest bis man den Singleplayerpart durch hat. Aber dann kann man sich noch immer am Director’s Cut versuchen.

Du bist dumm!

Just Add Monsters verzichtet vollkommen auf Splatter und pseudo-coole Brutalo-Einlagen und setzt voll und ganz auf Humor. Beweist euer Können in Kung Fu Chaos im Kampf mit einem verrücktem Affen, oder auch einem finsteren Banditen. Natürlich gibt es noch viele weitere, kreative Charaktere. Entdeckt bei jedem einzigartige Tricks und Kombinationen, um eure Gegner in die Knie zu zwingen.

Eigentlich handelt das Spiel nur von einem übermotivierten Regisseur, der sein Powerteam in die Schlacht gegen irgendwelche Ninjas schickt, um einen realistischen, actionreichen Film zu produzieren. Da aber nicht genug Drehzeit zur Verfügung steht, muss es auch noch in einem gewissem Zeitraum gelingen, alle Ninjas zu vernichten. Doch als wenn das nicht schon mehr als genug wäre, wird durch das Kämpfen auch noch die Umgebung so strapaziert, dass alles in sich zusammenbricht. Für Action, Spannung und Hektik ist also gesorgt.

Es gibt mehrere verschiedene Spielmodule, die das chaotische Spiel vielfältiger machen. Ein richtiges Partyspiel sozusagen, mit bis zu vier Spielern. Teamwork und rettende Stunts sind gefragt. Diese variantenreichen Welten und abwechslungsreichen Minigames erinnern an Nintendo’s Mario Party. Nur ist Kung Fu Chaos mit Kampftechniken und magischen Schlägen gespickt.

Die Steuerung im Kampf ist sehr einfach gehalten und Kombinationen sind leicht getätigt. Blocks, Tritte, Schläge, Saltos, Ausweichmanöver und – nicht zu vergessen – präzise Konterangriffe erwarten euch – inklusive witziger Einlagen eurer Lieblingskämpfer. Im Spiel geht es oft heiß her und gönnen euch nie Pause. Doch die Steuerung lässt eine problemlose Kontrolle und exakte Körperbeherrschung der neun lustigen Recken zu.

Zusätzlich zu den Bewegungen gibt es noch einen ziemlich wichtigen Button – den Beleidigungsbutton. Diesen braucht ihr, um den Gegner während eines Treffers zu verhöhnen und somit euer Selbstvertrauen zu steigern. Im Optimalfall folgt dann zu einem Powerschlag – eine Art Spezialangriff.

Was kann man zur Grafik sagen? Der gelungene Comicstil ergänzt sich perfekt mit dem lustigen Spielprinzip – es ist immer klar, dass Kung Fu Chaos nicht ernst genommen werden will. Putzige Kampfaffen, Ninjas im rosa Anzug und ähnliche Gags werden toll animiert dargestellt.

Auch für abwechslungsreiche, detailierte Welten und oft wechselnde Umgebungen wurde gesorgt. Bugs wie Clippingfehler oder ähnliches sind uns nicht aufgefallen.

Die Titelmusik ist wirklich cool und passt genau zum Spiel. Die Figuren können reden und wie gewöhnlich bei einem solchen Spiel, Kampflaute von sich geben. Bereits im Menü wird der Regisseur manchmal frech, wenn man sich zum Beispiel längere Zeit nicht für einen Spielmodus entscheidet – er hat ja viel zu wenig Zeit und alles muss unbedingt schnell gehen. Sein Motto: "Zeit ist Geld, und Geld hab ich keines." Weiteres können die Kämpfer, wie bereits erwähnt, viele Beleidigungen von sich lassen. Natürlich ist alles jugendfrei und nicht zu brutal. So hört man ein genial klingendes "Du bist dumm!" als eine der monströseren Beleidigungen.

Ein etwas negativ auffallender Punkt ist , dass es vielleicht mehr Kombinationen geben könnte. Die meisten findet man sofort heraus (Ausnahme: Powerattacken) und so kann der Gegner die Angriffe leicht einschätzen. Auch hat jede(r) einzelne KämpferIn nur einen Wurf parat. Als Bonus hat aber jeder Charakter eigene Vorstellungen den Gegner zu Fall zu bringen und somit gibt es doch noch ausreichend Abwechslung. Das trübt zwar die Langzeitmotivation etwas, ist aber nicht wirklich tragisch.

Voll gelungen ist dafür wiederum der Multiplayermodus. Spielt mit euren Freunden in Teams oder bekämpft euch gegenseitig mit eurer jeweiligen Lieblingsfigur – zu zweit macht es gleich doppelt so viel Spaß.

Bis auf die Kampagnen kann man alle Spielmodule in der Gesellschaft eines Freundes genießen. Training, Teamkämpfe oder ein einfaches Gerangel, wobei jeder gegen jeden kämpft, stehen euch zur Verfügung. Besonders witzig sind die Levels, in denen man ein schnelles Händchen haben muss, wie zum Beispiel in einem Seilsprungähnlichen Spiel. In jeder Welt sind Aufmerksamkeit und Schnelligkeit gefragt.

Meine Erwartungen wurden mit Sicherheit übertroffen. Wie schon anhand meiner Wertung zu sehen ist, ist Kung Fu Chaos ein witziges, hektisches Spiel mit hohem Spaßfaktor. Besonders gut finde ich den Multiplayermodus und auch die Steuerung kann sich sehen lassen. Die Grafik verleiht dem Spiel ein besonderes Flair. Es ist immer wieder eine Herausforderung, die Welten mit eingebauten Fallen und nicht lockerlassenden Gegnern zu meistern und neue Levels frei zu schalten. Wer auf Blut und Eingeweide im Austausch für Spaß verzichten kann – also hoffentlich jeder – sollte KFC eine Chance geben.

Games Convention – Spielmusik mal anders

Auch dieses Jahr wird sie wieder ihre Pforten für die große Spielerschar öffnen: die Games Convention. Diesmal möchte man die Erstmesse des letzten Jahres noch einmal in allen belangen toppen. Deshalb hat man sich besonders für den Tag vor der Eröffnung etwas ganz besonders einfallen lassen.

So wird das Czech National Symphony Orchestra bekannte Soundtracks aus ebenso bekannten Spielen spielen, bspw. Final Fantasy, Medal of Honor, Mafia, Tomb Raider, Splinter Cell und Primal.

Angela Schierholz, Projektleiterin der Games Convention meinte zu diesem Programmpunkt:


„Ein Konzert dieser Art gab es bisher nur in Japan. Spielen ist Kultur, klassische Orchestermusik ist anerkannte Kultur. Deshalb finde ich die zunehmende Verbindung dieser beiden Elemente sehr gelungen und faszinierend. Ich bin überzeugt, dass dieses Konzert ein einmaliges Erlebnis für alle sein wird.“

ESL – Finale in Köln

An diesem Wochenende findet das Finale der ESL (Electronic Sports League), in den den Spielen Counterstrike, WarCraft 3 und Nascar 2003 statt. Die vier Finalisten tretten in einer Art KO-System an, in dem es um ein Gesamtpreisgeld von stolzen 80.000 € geht.

Die besten Vier kamen durch ein Liga-System zu der Ehre sich mit den Anderen im Finale zu messen. Und das mit Chancengleichheit, denn für jeden Spieler wurden extra PC’s und Everglide Mousepads bereit gestellt. Vorher mussten sie allerdings durch die drei Sparten der ESL. Um sich dann für diese Saison für die Pro Series zu qualifizieren, in der jedes Jahr nur 14 Teilnehmer mitmachen dürfen.

Auch am Freitag Abend ging im Kölner Futurepoint schon die Post ab. Bei den songenannten Friday Night Games, die jedes Jahr das Highlight der Pro Series darstellen. Hier werden zwei ausgewählte Top-Spiele den ganzen Abend und die ganze Nacht gezockt.

Schon seit dem Jahre 2000 ist die ESL aktiv. Es sind bereits bis zu 300.000 User registriert. Zu Beginn jeder Saison werden vier Top-Spiele ausgewählt die dann über bis zu sechs Monate in einer Liga gespielt.

Games – Spieleuniversität

Pressemeldung:

Infotag an der BiTS – erste Informationen zu geplantem Studienschwerpunkt Interactive Entertainment

Iserlohn im Juni 2003: Die private Hochschule BiTS (Business Information and Technology School) lädt alle interessierten Studenten und Eltern am 14. Juni 2003 auf ihr Campusgelände in Iserlohn ein. Im Anschluss an den Infotag findet das alljährliche Sommerfest statt.

Information für Studenten
Im Rahmen des Infotages von 11.00 bis 14.30 Uhr informieren die Studiengangsleiter der Fächer Business Psychology, Wirtschaftsinformatik, Betriebwirtschaftslehre und Medienmanagement über Inhalte und Perspektiven ihrer jeweiligen Studiengänge und stehen darüber hinaus für ausführliche Gespräche zur Verfügung. Neben der Hochschule sind auch das Wohnheim sowie weitere Teile des Campus für Besichtigungen offen.

Interessierte Studenten erhalten darüber hinaus erstmals die Möglichkeit, sich über den geplanten Schwerpunkt Interactive Entertainment zu informieren. Das ergänzende Vertiefungsgebiet im Hauptstudium der BiTS hat die Entwicklung und Vermarktung von Computer- und Videospielen unter Management-Aspekten zum Inhalt. Der innovative Vorstoß der BiTS – in Deutschland existiert bislang kein vergleichbares Konzept – wird von der Games-Branche begeistert aufgenommen. Zur Zeit ist geplant, Interactive Entertainment zum Wintersemester 04/05 fächerübergreifend im Hauptstudium Medienmanagement und Wirtschaftsinformatik einzuführen. Weitere Informationen über Aufbau und Inhalt des Vertiefungsgebietes werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

Über die BiTS
Die BiTS ist eine staatlich anerkannte private Fachhochschule auf einem großzügigen historischen Campusgelände am Seilersee in Iserlohn. Ziel ist die Ausbildung von Managementnachwuchs in den Studienfächern Medienmanagement, Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaftslehre sowie zukünftig Business Psychology. Absolventen verlassen den Campus nach acht Semestern solide ausgebildet und auf eigenverantwortliches Handeln vorbereitet. Dozenten aus der Wirtschaft, die Bearbeitung von Fallbeispielen, ein Auslandssemester sowie Praktika im In- und Ausland garantieren die Nähe zur Praxis. Studentische Ressorts in den Bereichen Zeitung, Radio und Public Relations, Rhetorik-Seminare, Schulungen im Aufarbeiten von Präsentationen oder wissenschaftlichem Arbeiten, regelmäßige Vorträge von Vertretern der Wirtschaft und ein breites Sprachangebot tragen zu einem stimmigen, akademischen Konzept bei. Im Gegenzug für Studiengebühren bietet die Hochschule kurze Entscheidungswege, Kleingruppen und direkten Kontakt zu den Dozenten sowie daraus resultierend ein zügiges, straff organisiertes Studium. Weitere Informationen zur Hochschule finden Sie unter http://www.bits-iserlohn.de.

E3 Awards – Die Gewinner!

Seit drei Wochen sind die Tore der E3-Messe in Los Angeles geschlossen, doch jetzt stehen die Gewinner in den jeweiligen Kategorien fest:

  • Best of Show: Half-Life 2
  • Best Original Game: Full Spectrum Warrior
  • Best PC Game: Half-Life 2
  • Best Console Game: Halo 2
  • Best Peripheral / Hardware: EyeToy
  • Best Action Game: Half-Life 2
  • Best Action/Adventure Game: Prince of Persia: TSoT
  • Best Fighting Game: Soul Calibur II
  • Best Role Playing Game: Fable
  • Best Racing Game: Gran Turismo 4
  • Best Simulation Game: Full Spectrum Warrior
  • Best Sports Game: Tony Hawk’s Underground
  • Best Strategy Game: Rome: Total War
  • Best Puzzle/Trivia/Parlor Game: The EyeToy Games
  • Best Online Multiplayer Game: City of Heroes
  • Special Commendation for Graphics: Half-Life 2
  • Wie erwartet, räumte Half-Life 2 den Best-of-Show und den Best-PC-Game Award ab. Was ebenfalls noch auffällt, das es dieses Jahr keinen reinen Adventure-Award gab. Alles weitere findet ihr hier: