Kategorie-Archiv: Spiele

Das FIFA der Shooter?

Noch in diesem Jahr dürfen wir wieder mit anderen Spielern online ballern. Die zahlreichen Gameplay-Verbesserungen, sowie dutzende neue Karten, und neue Waffen werden uns neuen Spielspaß bescheren. Auch zwei neue Spielmodi, darunter auch die Wiederbelebung des Assault-Modus machen Lust auf mehr – so wünscht es sich Epic. Aber was halten wir von UT 2004?

Epic Megagames und Digital Extremes haben all die Beschwerden und Vorschläge von der UT-Community angenommen und werden sie in Unreal Tournament 2004 stecken. Nun werden endlich Fahrzeuge im Spiel vorhanden sein, die man eigentlich schon in Unreal Tournament 2003 einbauen wollte.

Besonders im Onslaught-Modus spielen die Fahrzeuge (Panzer, Flugzeuge und Bomber) eine ganz wichtige Rolle, da die Karten teilweise riesengroß sind und manche, strategisch wichtige Positionen auf der Karte gesichert und eingenommen werden müssen. Außerdem können manche Fahrzeuge von mehreren Personen gleichzeitig benützt werden. Neben dem neuen Onslaught-Modus wird Unreal Tournament 2004 noch den bekannten und sehr beliebten Assault-Modus enthalten. auch die Fans von Einzelspieler-Missionen kommen in UT 2004 voll auf ihre Kosten.

Es sind auch bekannte Gegner-Charaktere enthalten die euch auf speziell zugeschnittenen Assault-Karten mit vielen Fahrzeugen das Leben schwer machen werden. So muss man man beispielsweise in bester Star Wars-Manier ein (in dem Fall Skaarj-)Mutterschiff besetzen, in dem ihr als allererstens den Schildgenerator im Inneren der Raumbasis zerstören muss, bevor ihr mit Euren Kampfschiffen auf der Oberfläche landen könnt. Danach geht der Kampf zu Fuß weiter.

Insgesamt wird es sechs Assault-Szenarien im fertigen Spiel geben, die selbstverständlich auch im Internet gezockt werden können. Unreal Tournament 2004 ist wie seine Vorgänger ein 3D-Shooter der auf Multiplayerpartien ausgerichtet wird.

Nun sind dem Spiel wie gesagt zahlreiche Fahrzeuge, sowie ein neuer Modus der den Namen Assault trägt geschenkt worden, der besonders für Enzelspieler interessant werden könnte. Auch der Onslaught-Modus für Multiplayer-Gefechte wird dank den Fahrzeugen auf neun riesigen Karten seine Freunde finden. Insgesamt wird es ungefähr 20 neue Maps geben. Einige davon sind speziell für Profis zugeschnittene Levels. Auch das UnrealTV Match Broadcast System, für Übertragungen von Multiplayer-Partien an hunderte von Zuschauern ohne Performanceeinbußen des Servers, ist mit von der Partie.

Endlich wurde auch ein leistungsfähiges und übersichtliches Voting-System integriert. Das Interface wurde überarbeitet und mindestens drei neue Waffen (Sticky-Grenate, Spidergun) eingebaut.

Die Grafik basiert natürlich auf der neuesten Unreal-Technologie, dadurch werden wir in den Genuss von schönen und detailierten Charakteren und Fahrzeugen kommen. Auch Spezialeffekte werden nicht fehlen. Dank 3D-Soundsupport ist die direkte räumliche Lokalisierung des Mitspielers möglich und auch ein Voice-Chat ist integriert.

Endlich meine Gebete wurden erhört! Vehikel, Flugzeuge, mehr Maps und vieles mehr werden wir ausprobieren können in UT 2004. Auch mit unseren Mitspielern Sprechen dürfen wir bald, was wir bisher nur von Counter-Strike kannten. Die ersten Details weisen wirklich auf einen kommenden Hit hin. Obwohl man nicht viel auf den ersten Screenshots erkennen kann, alleine schon die Features die enthalten sein werden machen Lust auf mehr. Für mich muss ein Spiel nicht nur eine gute Grafik haben sondern auch eine Langzeitmotivation besitzen, dies wird wohl Unreal Tournament 2004 bieten. UT 2004 könnte das werden was man für die 2003er Ausgabe erwartet hatte.

Ersteindruck: Sehr Gut

UK-Charts – Hat sich was verändert?

Wirklich viel hat sich nicht getan, ausser das sich Vietcong aus den Charts verabschiedet hat und das die etwas älteren Add-Ons zu The Sims wieder eingestiegen sind.

  • 01. The Sims: Superstar
  • 02. Grand Theft Auto: Vice City
  • 03. Championship Manager 4
  • 04. The Sims
  • 05. The Sims: Unleashed
  • 06. Enter The Matrix
  • 07. Rise of Nations
  • 08. The Sims: On Holiday
  • 09. The Sims: Hot Date
  • 10. Blitzkrieg
  • Play the Games Vol. 5 – Ab heute zu haben

    Seit heute wartet die wohl bekannteste Spielesammlung der Welt in einer neuen Version in den Regalen der Händler von euch gekauft zu werden. Für schlappe 30 Euro dürft ihr das Spielepaket euer Eigen nennen.

    Hier ein kurzer Überblick der enthaltenen Spiele:

    Command & Conquer – Alarmstufe Rot 2

  • Commandos 2 – Men of Courage
  • Dark Project II – The Metal Age
  • Desperados – Wanted Dead or Alive
  • Monopoly Tycoon
  • RollerCoaster Tycoon
  • Startopia
  • Superbike 2001
  • Tiger Woods PGA Tour 2001
  • Tomb Raider – Die Chronik

    Wir ihr seht sind einige wirkliche Top-Hits dabei, die euch bestimmt viele schöne Spielstunden bescheren wird.

  • Freaks mit Kanonen unter sich

    "Lamer!"- "Elender Cheater!" – "Newbie!" – "Wallhacker!"… Wir alle kennen es, zumindest diejenigen von uns, die hin und wieder eine Onlinepartie in einem beliebigen Shooter wagen. Besonders oft kommt dieser kreative Wortschatz auf sogenannten "Public Servern" zu Counter-Strike vor. Nur am PC? Nope…

    Wir -[<a href="http://www.rebell.at/?site=rgames&cnt=show_n&post_id=539" target="_blank">berichteten</a>]- kürzlich über die Erstellung eines Paintballfelds, das der CS-Map de_dust nachempfunden sein wird. Ein Grund für uns, die möglichen Matches genauestens vorherzusagen.

    Es ist morgens halb vier – irgendwo auf diesem Kontinent. Ein Haufen 13-jähriger Counter-Striker macht sich auf um eine Reise nach England anzutreten. Dort wollen die Jungs ihrem Hobby in der Realität fröhnen. Schon bei der Ankunft gibt es die ersten Streitereien: "Mit oder ohne Friendly Fire?". Es wird entschieden, dass Teamkiller mit einem Eiertritt für eine Runde spielunfähig gemacht werden.

    Das Spiel beginnt, wir verfolgen die Counter-Terrorists aus der Verfolgerperspektive. Nach 110 Metern beginnt [l337]Basti sich zu wundern. Wo war das verdammte Kaufmenü? Warum wird er nur immer langsamer? Bei Counter-Strike gibts doch gar keine Stamina! Skandal! Ohne Zweifel haben die Terrorists Cheats benutzt. [l337]Ron such verzweifelt die "Message senden"-Taste auf seiner Waffe. Versehentlich betätigt er dabei den Abzug, schießt Basti dabei kerzengerade zwischen die Augen. Der abgemachte Eiertritt folgt…

    Jetzt ist es so weit, alle Positionen sind bezogen. Die Jungs warten und warten, aber die Terrorists scheinen sich irgendwo verlaufen zu haben. Nein! Da kommen sie ja doch noch. Der CT-Sniper schießt ihrem Leader direkt in die Trefferzone. Rückzug ist angesagt. Zwei Kämpen der Counters ist das ganz recht – die Raucherlunge der Jungens streikt (was auch die Frage nach der Höhe der Pensionen für die jetzt jungen Generationen erledigt).

    Der zweite Angriff der Terrors funktioniert. Nachdem [rul0r]Peter drei Leute per Treffer ausschaltet, ziehen die letzten zwei verbliebenen "Good Guys" die logischen Schlüsse: Hier wird eindeutig Wallhacking betriebn. Total in Rage versetzt und "Scheiss Cheatersau!" brüllend, schießen sie auf [rul0r]Peter ein bis sich der in Farbe nur so windet.

    Dabei übersehen sie aber die anderen Terrors, die mittlerweile am Detonationspunkt angekommen sind. Was, C4 wurde vor dem Spiel keines ausgeteilt? Kein Problem! Damit haben die [rul0r]s gerechnet! Der eigens in der Coladose nach England geschmuggelte Plastiksprengstoff wird angebracht. Schnell verstecken die Jungs sich hinter der nächsten Ecke. Der Entschärfungsversuch der [l337]s kommt zu spät – "BOOOM". Terrorists win, Map destroyed…

    Was haltet ihr von dieser Kolumne? Versteht ihr einen bestimmten Teil nicht oder seid ihr anderer Meinung? Unser [<a href="http://forum.rebell.at" target="_blank">Forum</a>] steht wie immer zur Diskussion bereit.

    World of Games – Wochencharts

    Das Schweizer Spieleversandhaus World of Games hat die neuen Verkaufscharts der vergangenen Woche bekanntgegeben. Dabei haben die frühen Sommertage die Liste im Vergleich zur Vorwoche relativ konstant gehalten. In der Sonne liegen ist wohl immer noch das schönste…

    1. GTA: Vice City (engl. Verkaufsversion)
    2. Freelancer
    3. Enter the Matrix
    4. Rise of Nations
    5. Die Sims: Superstar (Add-on)
    6. Vietcong
    7. Command & Conquer: Generals
    8. Tropico 2: Die Pirateninsel
    9. Battlefield 1942 Add-on: Road to Rome
    10. Unreal Tournament 2003

    Endlich! Die Rebell-Crew hinter Gittern…

    Gleich beim Betreten des Parks fällt mir die gnadenlos versaute Präsentation des Zoos auf. Bin ich hier wirklich im Jahr 2003? Glücklicherweise bin ich aber kein Optik-Fetischist und verzichte erstmal auf einen erbosten Anruf beim Zoodirektor. Warum der Wildlife Park technisch bestenfalls auf dem Stand von 1996 ist, weiß aber wohl nicht einmal der. Naja, so kommen wenigstens auch Menschen deren Herz mit einer niedrigeren Taktfrequenz schlägt noch in den Park.

    Also weiterspaziert durch die wunderschön angelegten Wege des Zoos. Der clevere Direktor scheint dafür gesorgt zu haben, dass ich und die anderen Leute regelmäßig mit Getränke-, Informations-, Souvenir- und anderen Ständen versorgt sind. Als zufriedener Besucher gibt man doch gleich noch viel mehr Geld aus – wie ich nach einem traurigen Blick ins Geldtascherl feststellen muss.

    Beim Tigergehege bewundert die Menge die großzügig angelegte Fläche, welche die drei Männchen und zwei Weibchen hier genießen. Auf den Felsen, dem Kletterturm und im künstlich angelegten Gewässer können sie sich außerdem wunderbar austoben. Hier kommen sich bestimmt so schnell keine Umweltschützer beschweren – anders als im letzten Jahr als den Riesenschildkröten eine tiergerechte Umgebung verwehrt wurde. Es ist ja auch schwierig den Überlick darüber zu behalten, was nun welche der knapp 50 Tierarten frisst oder welche Bäume und Sträucher sie gerne hat.

    Die Art, wie hier alles bis ins letzte Detail geplant wird, fasziniert mich. Die Pfleger sorgen dafür, dass immer genug Futter da ist, die Tierärzte versorgen kranke Tiere, die Gärtner und Handwerker halten die Gehege und Zäune auf Vordermann. Der Dresseur dort drüben kommt mir aber ziemlich erschöpft vor. Sein Kollege ist wohl einer Engstelle im Budget zum Opfer gefallen. Es wird schwierig sein, so noch dieselben Kunststücke wie letztes Monat zu bieten. Hoffentlich bleiben die Besucher deswegen nicht aus.

    Ein wenig ärgere ich mich über das fade Gedudel, das hier überall zu hören ist. Vermutlich will man die Tiere nicht mit anspruchsvolleren Klängen verschrecken, meine Wenigkeit hingegen schläft bei dieser Musik fast ein.

    Äußerst komfortabel finde ich es jedoch, wie man hier problemlos den Überblick behält. Auch in die Finanzakten kann man ohne bürokratische Hindernisse mit wenigen Schritten einblicken – und weil ich ein guter Freund des Zoodirektors bin, weiß ich auch, dass das Anlegen neuer Gehege oder Attraktionen – wie dem eben eröffneten Insektenhaus – sehr schnell geht.

    Vielleicht sollte ich auch mal die anderen Parks rund um den Globus besuchen. An Abwechslung würde es erstmal nicht fehlen – und die hässliche Optik sei dem Parkarchitekten deswegen verziehen.

    Was ist nur mit den Entwicklern von Aufbauspielen los? Haben die schon jemals was von zeitgemäßer Optik gehört? Wie schon bei den etwas älteren Zoo Tycoon, Rollercoaster Tycoon 2 und ähnlichen Games, wünscht man sich auch bei Wildlife Park eine rosa 3D-Brille, durch die das Geschehen viel besser und interessanter aussehen würde. Negativ fällt auch der miese Soundtrack auf, der sich schnell wiederholt und zudem kein bißchen von der versprochenen exotischen Stimmung aufkommen lässt.

    Ansonsten ist Novatrix ein solides Spiel gelungen. Die Steuerung sollte sowohl für Pensionisten als auch den wenig kleveren, neunjährigen Kettenraucher von nebenan zu schaffen sein. Und die miese Grafik hat wenigstens den Vorteil, dass das Spiel auf so gut wie jedem auch nur halbwegs aktuellen System läuft. Damit ist Wildlife Park wohl genau das geworden, was die Entwickler damit erreichen wollten: Ein spaßiges Spiel für Jung und Alt – leider ohne die gewünschten Höhepunkte oder Neuerungen…

    Muskelkrampf im Zeigefinger …

    Ein riesiger Haufen Blech kreuzt durchs All und in seinem Inneren ist die Hölle los. Das Schiff diente mal einer Art Herrenrasse, die damit Zivilisationen ‚eingesaugt‘ haben um sich mit den netten Dingern, die da so rumlaufen, ein wenig zu amüsieren. Jetzt liegt es brach. Und ich bin auch da drin. Was soll ich bloss machen?

    Zuerst wähle ich einen Charakter aus dem futuristisch anmutendem Menü um die Welt von Harbinger betreten zu können. Zur Auswahl stehen ein Mensch, ein ‚Gladiator‘ und eine Culibine (leider weiss ich die genaue Bezeichnung in der Deutschen Version nicht). Der Mensch ist ein typischer Mischcharakter, der mit Nah- und Fernkampfwaffen gleichermassen gut umgehen kann. Der Gladiator ist ein riesiger Roboter, der sehr starke Nahkampfqualitäten hat und die Culibine ist ein mystisches außerirdisches Wesen, welches mit allerlei seltsamen Gerätschaften für den Fernkampf am besten geeignet ist.

    Ich lande auf einem kleinen Außenposten am Schiff der von einem menschlichem Forscher names Torvus und einem seltsam anmutendem Roboter namens Ona bevölkert ist. Beide sind daran interessiert, mich als Auftragskiller auf die restliche Schiffsbevölkerung loszulassen um ein paar Sachen für sie zu besorgen. Natürlich braucht man ein wenig Geld zum Überleben und eine andere Möglichkeit sich was zu verdienen gibt’s auf dem Schiff offensichtlich nicht. Also akzeptiere ich die traurige Lage und mache mich auf den Weg um die 100 Levels von Harbinger etwas aufzumischen.

    Nun beginnt ein sich ständig wiederholendes Schema. Man betritt ein Level, räumt sämtliche Gegner mittels Fern- oder Nahkampf aus dem Weg und sammelt Gegenstände. Natürlich gibts auch noch eine kleine Story im Spiel, die allerdings eher als seicht anzusehen ist. Klingt langweilig, ist es aber nicht. Ähnlich wie bei Diablo II macht sich ein enormer Suchtfaktor breit. Nur noch ein Level steigern und noch ein wenig durch die Levels streifen, vielleicht findet sich ja etwas Nützliches. Plötzlich ist es drei Uhr morgens, und man wundert sich wo die Zeit geblieben ist. Dabei hat Harbinger auf den ersten Blick eigendlich nichts zu bieten. Die Grafik ist für heutige Standards unter jeder Kritik, die Sounds sind gerademal ausreichend und die Musik ist meistens nicht mehr als ein düsteres Brummen …

    Technisch gesehen ist Harbinger einer der schlechtesten Titel des Jahres und ich wage zu behaupten, das die Grafik (bei 800×600) sogar etwas schlechter aussieht als bei Blizzard’s Action-RPG Diablo II, weil es sich meistens einfach nur düster und grau präsentiert. Allerdings hat man dank fortgeschrittener ‚Grafikengine‘ hier sogar die Möglichkeit auf 1024×768 zu spielen! Ein ebenfalls sehr trauriger Fakt ist, dass es keinen Multiplayer-Part gibt. Und das wo solche Spiele doch geradezu danach schreien, im Co-Op Modus gespielt zu werden.

    Als ich diesen Review geschrieben habe, wollte ich auch mal wissen, was unsere Mitbewerber von Harbinger halten und siehe da: meistens wurde es von den Reviewern vernichtet und als mieser Klon angeprangert. Nun, Harbinger ist ein eindeutiger D2 Klon, möglicherweise schon dermaßen eindeutig, dass sich Dreamcatcher eine Urheberrechtsverletzungsklage von Blizzard einfängt. ;-) Ein grafischer Rückstand und viele weitere Mängel fallen sofort auf. Sogar das Intro ist nicht gut, da es vom Spiel wenig bis garnichts aussagt und völlig deplaziert wirkt.

    Ich weiss ja nicht wie es euch ging, als ihr Blizzards’s Kult-Action-RPG durchgespielt hattet, aber ich wollte mehr. Leider gab es dafür nur Dungeon Siege, welches in meinen Augen schlecht war. Die lächerlichen Versuche, alles mit 3D Grafik aufzumotzen ohne Rücksicht auf Verluste haben mich seit jeher geärgert. Nachdem uns Dreamcatcher aber jetzt eine Ersatzbefriedigung geliefert hat, dürfen wir uns wieder die Hände wund und die Mäuse kaputtklicken.

    Jeder der mit Diablo II was anfangen konnte, wird mit Harbinger auch seine Freude haben. Alle anderen sollten vor dem Kauf die Demoversion spielen.

    Sega attackiert den EA’schen Sportthron

    Bringt euer Lieblingsteam bis an die Spitze in packenden Meisterschaften und liefert den Fans ein atemberaubendes Match – mit vielen Tricks und Einlagen, die alle staunen lassen. Nach diesem Motto sollte man dieses Spiel beginnen. Wie eigentlich jedes Jahr kam ein NBA-Basketballspiel heraus und so ziemlich jedes Jahr erwartet uns das Gleiche – mit Ausnahme von einigen Änderungen, die jedes Mal vorgenommen werden. Jetzt versucht sich SEGA als EA-Konkurrent. Gelingt der Angriff auf den Basketballthron?

    Diesmal hat SEGA SPORTS ein wirklich gutes und vor allem spannendes Spiel auf den Markt gebracht. Besonders die Offensiveangriffe wurden mit atemberaubenden Dunks und präzisen 3-Punktewürfen realistisch integriert und auch die Verteidigung ist mit Blocks und Steals gut ins Spiel eingebaut. Ihr könnt natürlich jedes Match in verschiedenen Kameraperspektiven betrachten und vor jedem Spiel bestimmte Feinabstimmung eurer Wahl bei den Spieloptionen einstellen, doch das ist ganz euch überlassen. In eurer Hand liegt, ob ihr ein realistisches Match, mit allen NBA- Regeln, oder einfach zum Spaß einmal alle Regeln vergesst und ohne Out etc. spielt.

    Wie jedes ordentliche Basketballgame ist NBA 2K3 mit coolen, verwirrenden und variantenreichen Tricks und Dribblings versehen worden. Jeder Spieler hat bestimmte Dunks drauf, je nach seiner Körpergröße und keinem mangelt es an Einsatz, wenn es ums Ganze geht. Das sieht man bereits, wenn sie verlorenen geglaubten Bällen ins Out nachjagen.

    Die Grafik ist eigentlich nicht schlecht, wenn man die Bugs außer Acht lässt. Die Spieler sehen ziemlich realistisch aus und die Bewegungen sind besonders bei spektakulären Dribblings atemberaubend. Und auch Hintergrunddetails wie die Zuseher werden akzeptabel dargestellt. Im Vergleich zur EA Sports-Konkurrenz hinkt die Grafik leicht nach.

    Auch einige Bugs sind uns aufgefallen. Einer der hoffentlich nicht oft vorkommt war folgender: Als ich einen Wurf machte, den der Gegner dann sauber in den eigenen Korb dunkte, wurden ihm ganze drei Punkte zugesprochen, die eigentlich mir gehörten. Das war zwar eine Ausnahme, aber sollte doch nicht vorkommen.

    Die Steuerung ist hingegen wirklich sehr gut gelungen. Die Bedienung ist schnell erlernt und geht leicht von der Hand. Für offensive Bewegungen sorgen ein Dribble-Button, sowie der Wurf- und gleichzeitig Dunk-Button. Für die Defensive wurden Steal und Blocksprung integriert, wobei die Defensivearbeit wesentlich schwerer und anspruchsvoller, als die der Offensive ist. Aber das ist ja auch im echten Basketball so, sonst würde den Fans zu wenige Körbe gezeigt. Spielt damit die Verteidiger schwindlig oder macht die gegnerischen Angriffe zunichte und macht dadurch das Spiel attraktiver.

    Leider ist die KI der Spieler teilweise nicht sehr genial. Beispiel: Die Spieler machen auf Knopfdruck auch wenn sie an der Outlinie stehen Tricks, mit welchen sie ins Out dribbeln. Die gegnerische KI ist jedoch ganz in Ordnung. Die CPU-Gegner lassen die Zeit herunterspielen, werfen 3- Punktewürfe, wenn 2- Punktewürfe nicht mehr für einen Sieg reichen und so weiter.

    Ein besonders gelungener Punkt ist der Multiplayermodus, denn da kann man sich wirklich packende und spannende Duelle liefern. Hier kommt es wirklich auf jeden Punkt an und es kann knapp zugehen. Dort kann man sein Können unter Beweis stellen und herausfinden, wer der bessere Basketballspieler ist. Wer ist der Verteidigungskünstler? Wer hat offensiv mehr drauf? – Oder ihr spielt zusammen in einem Team und macht den Computergegner, welcher übrigens drei verschieden einstellbare Stärken hat, mit perfekter Teamarbeit fertig.

    Die Zuschauer feuern ihre Mannschaft lautstark an und verschaffen dem Spiel damit eine spannungsgeladene Atmosphäre. In den kurzen Spielunterbrechungen wird auch noch Musik eingespielt, um das Spiel interessanter zu machen. Aber es kommt eigentlich nichts besonderes in Sachen Sound vor.

    Zum Spaß gibt es da auch noch Streetballmodus. Auf der Straße, ohne großes Aufsehen zu erregen, spielen vier bis zehn Basketballer, bis eines der Teams eine bestimmte Punkteanzahl erreicht hat. Hier kommt es auf besondere Verteidigungskunst an und ein guter Spieler kann oft schon das Spiel entscheiden. Je ein Wurf zählt einen Punkt und so kann man ein schnelles Spiel auf der virtuellen Straße veranstalten.

    Ein gutes Spiel mit viel Spannung, besonders im Multiplayermodus. Mein erster Eindruck vom Gameplay war nicht sehr gut, aber das lag nur daran, dass die Spielgeschwindigkeit auf „Normal“ noch zu langsam ist. Nach der Umstellung auf „Fast“ gefiel es mir gleich viel besser. Und auch mit der Grafik war ich ziemlich zufrieden. Die coolen Dunks und Dribblings versetzen einen immer wieder in eine Spiellaune. Wären da nicht die Bugs, wie zum Beispiel, dass die Spieler abwechselnd Probleme beim Aufheben des Balles haben (und das kann bis zu 20 Sekunden dauern), dann wäre es ein noch viel besseres Spiel. Doch Gott sei dank kommen diese nicht allzu oft vor. NBA 2K3 ist es also durchaus wert gekauft zu werden.

    Actiongames – Gut für die Reaktion?

    Wir haben’s schon immer gewusst: Actionspiele sind nicht so schlecht für uns, sie machen nicht gewalttätig und gesellschaftsfremd schon gar nicht. In der University of Rochester im US-Bundesstaat New York hat man dies in einer Studie nun (hoffentlich endgültig) bewiesen.

    10 Tage lang hat man eine Gruppe von Nicht-Gamern vor ein Action Spiel gesetzt – eine Vergleichsgruppe durfte hingegen Tetris zocken – das Resultat ist klar: schon nach kurzer Zeit konnte man eine Verbesserung der Aufnahme- und Verarbeitungsfähigkeit von optischen Reizen feststellen.

    Noch besser sind diese natürlich bei extremen Suchthaufen (wie zB uns Rebellen) ausgebildet – wir trainieren schon seit Jahren …

    3DO – Der Pleitegeier klopft an …

    Der krisengeschüttelte Publisher 3DO (Heroes of Might and Magic) hat am Mittwoch Insolvenz angemeldet. Einen Tag später, also gestern, waren die Aktien bereits um fast 65% gefallen.

    Mitte Mai hatte man sich bereits auf die Suche nach einem potentiellen Käufer gemacht – wie so oft tritt auch hier Electronic Arts ins Spiel. Trip Hawkins, der CEO von 3DO, war seinerzeit Mitbegründer von EA, somit ist dies nachvollziehbar.

    Ob wir ein weiteres Heroes of Might and Magic erwarten dürfen, bleibt abzuwarten – aber wie schon so oft hat sich gezeigt, dass gute Spiele auf der Strecke bleiben (siehe Wing Commander) …

    Take 2 – Neue Spiele angekündigt

    Zirka 90 Projekte werden derzeit unter der Flagge von Take 2 bzw. den Tochterunternehmen Rockstar und GoD Games entwickelt. Wie nun bekannt wurde sind dabei auch ein oder mehrere bisher nicht offizielle Spiele, die mit der Halo-Engine daherkommen. Nachdem wir vor wenigen Tagen von Take 2 Deutschland – auf unsere Anfrage hin- die Antwort erhalten haben, dass die Halo-Engine nicht von Take 2 verwendet wird, wundert uns dies doch ein wenig – freut uns natürlich deshalb aber nicht weniger.

    Ob bzw. wann auch ein neues Grand Theft Auto geplant ist, bleibt unterdessen schleierhaft. Im 1. Quartal 2004 soll auf jedenfall ein bemerkenswertes Xbox-Spiel erscheinen, dass nicht näher genannt wurde.

    Mach das Blut vor der Haustür weg, ja?

    Gewalt, Blut und Eingeweide – hassen wir das nicht auch alle? Gewalt ist aber immer schon ein gutes Kaufargument gewesen – und es wirkt. In einem Land, frei von Indizierung durch die BPjM haben wir natürlich auch keine Probleme damit, euch mit saftigen Infos zu Flaggschiffen des Splatters zu liefern. Viele kennen den "Postal Dude" – jetzt, 6 Jahre nach seinem etzten "Ausflug" hat er eine Freundin, ein Auto, einen Hund und einen Job als Spieleentwickler …

    In Postal 2 könnt ihr eine Woche in die Fussstapfen des Postal Dude’s treten – das Minimalziel für den Sieg ist nicht etwa alle lebenden Wesen abzuschlachten … nein, eigentlich beginnt alles ganz harmlos: einkaufen für die Freundin, ein Besuch bei der Bank. Aber das ist nicht immer einfach, in einer Stadt voll mit Grenzgestörten. Auch wenn man wirklich, wirklich brav sein möchte. Es is durchaus möglich das Spiel durchzuspielen, ohne auch nur eine Kugel abzufeuern (oder jemanden in Brand zu stecken) – das ist aber nicht unbedingt empfehlenswert. Es wäre schade, duch Paradise City zu laufen, ohne zumindest einmal mit einem abgetrennten Kopf Hockey gespielt zu haben.

    Nicht immer ist Postal 2 politisch oder ethisch so ganz korrekt – wenn sich etwas bewegt, kann man es auch töten. Wie gesagt, man muss nicht – aber frei nach dem Motto "Oh mein Gott, es kommt direkt auf uns zu!" kann man etwas ‚Frieden‘ in die Welt bringen. Über 150 verschiedene Non-Player-Charaktäre finden sich auf den Straßen oder in den Häusern – wenn es gewünscht wird kann jeder einzelne auf ziemlich lustige oder eben ungustiöse Weise seines Lebens beraubt werden.

    Der "Hauptfeind" sind wohl Anti-Gewalt Aktivisten (mit fragwürdiger Körperhygiene und einem gewissen Taliban Touch) – diese liefern sich erbittere Schlachten mit den Running with Scissors Programmierern (leicht zur erkennen an den T-Shirts). In der Entwicklungsphase wurde der RWS Präsident Vince Desi immer wieder gefragt, wie es wäre wenn auf ihn eine Waffe gerichtet würde – nun ja, immerhin kann man im Spiel die Hose runterlassen und ihm ans Bein pinkeln, die meisten NPCs sind mit großen, wirklich großen Waffen ausgerüstet …

    Apropos urinieren: man darf auf keinen Fall den taktischen Nutzen vom einfachen "Die Boa würgen" außer Acht lassen. In einer Warteschlange zu stehen, kann ziemlich enervierend sein, ein Griff in die Hose und man(n) ist seine Sorgen los. Manchmal geraten auch Dinge in Brand, die eigentlich gar nicht brennen sollen. In solchen Fällen muss ein Mann eben tun, was ein Mann tun muss …

    Neben all diesem Spaß und grenzenlosem Schrecken gibt’s ein großes Manko: Paradise ist in mehrere Zonen eingeteilt – zwar sind diese relativ geräumig, möchte man aber seinen täglichen Besorgungen nachkommen, darf man sich auf lange Ladezeiten gefasst machen. Pro "Tag" kommt das sicher einige Male vor. Grafisch und technisch sind keine Diskussionen nötig – die Unreal-Engine mit Karma-Physik Support sollte eigentlich alle Gemüter befriedigen.

    Wo sind die Zeiten, in denen wir noch alle geil Rise of the Triad gespielt haben? Lange gab’s keine richtig "guten" Splatter Spiele – mit der Rückkehr des Postal Dude’s in Postal 2 ist die Zeit des Wartens vorbei.

    Die spaßige Art virtuelle Menschen zu töten hat mir besonders gut gefallen, alles ist extrem überzogen und ins Lächerliche gerückt. Allein die Anti-Gewalt Lobby, die mit Pistolen bewaffnet ins RWS Gebäude stürmen und dort von den Programmierern mit Sturmgewehren und lächerlichen Grinsern erwartet werden, haben’s in sich. Makabre Einlagen, wie eine Katze als Schalldämpfer für ein Schrotgewehr zu verwenden gehören ebenfalls dazu, wie wahllos Leute mit Benzin zu übergiessen und sie anschließend anzuzünden.

    Leider können manche nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden, man muss bei Postal 2 immer im Hinterkopf behalten, dass es sich hierbei NUR um ein Spiel handelt – also auf keinen Fall zu Hause den Hund anzünden, dem gefällt das nämlich nicht.

    Die USK Empfehlung ab 18 ist hier auf jeden Fall angebracht – obwohl selbst ich schon Schlimmeres gesehen hab ;)