Shenmue Online – Sega wagt sich an ein PC-MMORPG

Auch wenn der erste und zweite Teil des Mammut-RPGs Shenmue den Untergang von Segas Dreamcast nicht verhindern konnten, so bereicherten diese die Spielwelt jedoch um zwei sehr gute RPGs mit einer enorm epischen und tiefgründigen Story. Nun wagt sich Sega zusammen mit JC Entertainment eine eine Konvertierung der Serie auf den PC.

Jedoch handelt es sich dabei nicht um eine bloße Umsetzung, sondern Sega will aus Shenmue ein MMORPG machen. So sollen große Teile Chinas und vom Hong Kong der 80er Jahre digitalisiert werden und dem Spieler als Spielwelt für effektreich inszenierte Martial-Arts-Kämpfe dienen. Damit aus Shenmue Online kein simpler Online-Klopper wird, überwacht mit Yu Suzuki der Shenmue-Schöpfer das Treiben seiner Truppe.

Sollte es keine größeren Komplikationen bei der Entwicklung geben, so sollte Shenmue Online Anfang 2005 in den Läden stehen.

Microsoft – Bill Gates will Nintendo schnupfen

Wenn Hiroshi Yamauchi [Anm.: Besitzer der Nintendo-Aktienmehrheit] mich anruft, kriegt er mich sofort an die Strippe„, Branchenkenner wissen, wenn Bill Gates sowas sagt ist ein Worst Case Szenario von einer Übernahme Nintendos durch Microsoft nicht fern. Diesmal gibt es aber nicht viel zu spekulieren, denn Billyboy hat gleich selbst fortgesetzt, er würde sofort ein Angebot abgeben, wenn eine Verkaufsbereitschaft des japanischen Konzerns zur Sprache kommen würde.

Derzeit besteht aber kein Grund zur Annahme, dass dies in naher Zukunft geschehen könnte, da außer gesellschaftlichen Differenzen zwischen US- und Japano-Konzernen auch noch eine sehr gute wirtschaftliche Lage von Nintendo gegeben ist. Erst kürzlich vermeldete das Unternehmen einen verdoppelten Nettogewinn im Vergleich zum selben Quartal im Vorjahr der 170 Millionen Euro beträgt. Dass Microsoft mit dem Prestige trächtigen Unternehmen, das in den letzten Jahrzehnten zahllose Klassiker und Kult-Serien veröffentlichen konnte, liebäugelt, ist ohnehin bereits länger bekannt und irgendwie… logisch.

Open Source – Linux: Wien ebnet Weg, München wartet

Immer beliebter wird Linux, der frei verfügbare Open Source-Konkurrent zu den vorherrschenden Microsoft-Betriebssystemen. Auch im öffentlichen Dienst stellt man langsam auf das von Linus Torvalds in die Welt gesetzte um. In München schien der Wechsel schon fest zu stehen, wurde aber noch einmal aufgeschoben, da die Grüne Partei berechtigte Bedenken gegen die Zukunftssicherheit des Betriebssystems zu vermelden hatte. Der Grund: Die neuen Softwarepatente in Europa (wir berichteten – siehe unten) könnten Linux einschränken und so die Stadtverwaltung lahm legen. Die Grünen waren die einzige Partei im Europäischen Parlament, die gegen diese neuen Gesetze gestimmt hatten, und kritisieren sie nun ein weiteres Mal. Eine Prüfung der Sachlage steht bevor, die Umstellung ist aber weiterhin geplant.

In Österreich überlegt man derzeit in Wien ebenfalls Linux einzusetzen, allerdings nur teilweise, und plant im zweiten Quartal 2005 7500 Beamte vor die Wahl zu stellen: Open Source-Software oder Windows und Office 2000? Die restlichen 8500 PCs bleiben aber auf jeden Fall kommerzieller Software vorbehalten. Übrigens: Für die Grünen in Wien geht die Umstellung zu zögerlich voran. Trotzdem erwartet sich die Stadt Einsparungen in Millionenhöhe von diesem Umstieg…

Achtung: Ferienzeit, mit Wuselein zu rechnen

Erst kürzlich habe ich endlich herausgefunden, wie ich das nette Tool DosBox benutzen kann. Was habe ich mich gefreut, schließlich konnte ich mich so endlich wieder an die alten Klassiker machen. So flutschte mir auch Siedler 2 durch die Finger. Natürlich war ich selbst auch schon etwas fickerig auf den neuen Teil der Reihe und so habe ich nicht wirklich lang überlegt, als Besux, unser finsterer Chefredakteur mit Ambitionen eine Radiosendung zu moderieren, mich "bat", mich ein wenig näher mit dem Titel Die Siedler: Das Erbe des Königs zu beschäftigen. Was ich herausgefunden habe, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Eines ist klar, UbiSoft und BlueByte setzen nun andere Maßstäbe als früher. Waren die alten Teile doch absichtlich etwas kindlich-knuddelig, so kommt der neue sehr "erwachsen" herüber. Nun, das mag dem einen oder anderen besser gefallen, ich finds allerdings weniger schön, wirken die neuen Siedler einfach nicht mehr so originell. Zwar wird auch in Die Siedler: Das Erbe des Königs wieder voll auf Details gesetzt, dennoch fehlt bisher ein wenig der Charme der alten Tage. Außerdem möchte man etwas weg von dem Hauptaugenmerk "Siedlung aufbauen". Viel mehr Wert wird nun auf das militärische Austeilen gelegt. Natürlich sollt ihr aber auch weiterhin wunderbare, große Siedlungen aufbauen, mit komplexen Fabrikwegen etc.
Eine der wichtigsten Neuerungen dürfte der nun vorhandene Held sein. Sein Name: Dario. Sein Aussehen: unheimlich gut. Sein Auftrag: das Erbe des Vaters, der übrigens König ist, zu übernehmen. Sein Gehilfe: eine sehr gute KI (das seid also ihr). Tja, in der Kampangne müsst ihr also dem guten Dario helfen, das Erbe endlich zu bekommen und der König des sagenumwobenen Landes zu werden.

Das Ganze läuft innerhalb von 20 Missionen ab. Während dieser Szenarien bekommt ihr auch immer wieder die Möglichkeit diverse Nebenquests zu lösen. Ein Trend aus Konkurrenztiteln wie SpellForce, der also auch hier Einzug hielt bzw. hällt.

Wie gerade eben schon gesagt, möchte UbiSoft mit dem neuen Siedler-Teil, neue Wege gehen und ein großer Teil des Spiels wird sich mit dem Militär beschäftigen. Zwar gibt es mit den Schwertträgern, Lanzenträgern, Bogenschützen, Kavallerie und Atillerie für ein Echtzeitstrategie-Titel nur recht wenige Einheiten, doch reichen die vollkommen aus, um den Gegnern den Gar aus zu machen. Das aber nicht nur durch rohe Gewalt, oder eine Übermacht, auch geschicktes Taktieren wird verlangt. So spielen Höhenunterschiede und das Wetter eine durchaus wichtige Rolle. Plant ihr beispielsweise einen Angriff im Winter, so kann es durch einen glücklichen Zufall dazu kommen, dass ein See in der Nähe zufriert und ihr so einen wesentlich kürzeren Weg habt. Für die Moral der Truppen sicher nicht unbeträchtlich.

Eure Einheiten brauchen übrigens einen Anführer. Anders als in den Vorgängern kämpfen sie nämlich nicht mehr allein. Bevor ihr also eine Armee aufstellt wird ein Obermotz ausgewählt.

Ein weiteres Feature ist die Einbindung eines Erfahrungssammelsystem (bei mir kurz "ESS" :D). So wird dafür gesorgt, dass ihr um jeden gefallenen Soldaten etwas trauert, hätte er doch mal ein großer und bedeutender Krieger sein können. Ähnlich wie bei uns in der Redaktion, in der wir freien Redakteure versuchen eine Art Gewerkschaft aufzubauen. Leider werden wir zu sehr unterdrückt und verlieren immer mehr Untergrundmitarbeiter… aber ich schweife vom Thema ab. Übrigens werdet ihr vergeblich nach großartiger Kampfmagie suchen. Hokuspokus gibt es im fünften Teil der Siedler-Serie nicht.

Dafür gibt es diverse Techniken, die ihr erforschen könnt. Dazu benötigt ihr aber ersteinmal Gelehrte und bis das soweit ist, ist ein kleiner, aber feiner Weg zu meistern. Ähnlich wie bei den Ursprungs-Siedler-Teilen, fangt ihr mit einem Haupthaus und einigen Rescourcen an. Dazu gesellen sich dann noch ein paar Arbeiter. Also wird flugs eine Steinbruchhütte gebaut, dazu kommen dann noch Holzfäller und Sägewerk. Allerdings wird das Ganze mit der Zeit immer komplexer, da eure Bürger mehr Nahrung und Wohnraum fordern, wodurch ihr auch gezwungen werdet, eure Grenzen zu erweitern, um mehr Wohnhäuser zu bauen. Seit ihr irgendwann gut genug, werden einige Bürger halt zu Gelehrten, vorausgesetzt eine Bibliothek ist vorhanden. Insgesamt gibt es in Die Siedler: Das Erbe des Königs 30 Baumöglichkeiten, die sich in insgesamt rund 70 Gebäude hochstufen lassen.

Technisch kann man zu den Siedlern natürlich noch nicht allzu viel sagen. Definitiv sieht Die Siedler: Das Erbe des Königs gut aus, auch wenn es weniger Wusel-Charme besitzt als die Vorgänger. Alles wirkt sehr erwachsen aber lebendig. Diverse Wälder, Gebirge mit Bächen und Wasserfällen warten auf den verschiedenen Karten auf euch. Soundtechnisch ist bisher so gut wie garnichts bekannt, da müssen wir einfach noch etwas warten.

Ich bin etwas unschlüssig. Mich haben diese kleinen, putzigen Wuseldinger irgendwie fasziniert, doch das meiste Flair scheint mit dem neuen Teil flöten zu gehen. Ansonsten wirkt das, was bisher bekannt ist, etwas inovationsarm.

Naja, nun heißt es abwarten und Tee trinken. Ich jedenfalls traue mich noch nicht eine vorzeitige Wertung zu geben. Zu ungewiss ist die Zukunft. Deshalb gibts statt eines gut, oder gar sehr gut, nur ein „ich hab keinen blassen Schimmer“.

Ersteindruck: Gibts nicht! Lest den Text!

Back on the street

Argh! Himmerlherrgottsakra! Aufgrund eines unheimlichen Zufalls sind uns leider am Montag morgen sowohl die Festplatte unseres Servers, als auch jene mit den Backup-Daten eingegangen. Das Ergebnis waren zwei Tage Downtime (wenn auch mit der sicherlich 1337esten Away-Meldung aller Zeiten) und ein Datenverlust von eineinhalb Monaten. Wir haben so gut es ging alle alten Texte rekonstruiert, wollen diesen Vorfall aber nun links liegen lassen und ab sofort wieder mit aktuellen Artikeln und Newsmeldungen weitermachen.

Aber wir wären nicht das User freundlichste Spielemagazin diesseits des Rio Bravos, wenn wir unseren schmerzenden Fauxpas nicht wieder gutmachen würden, deshalb wird es in den nächsten Tagen gleich zwei unserer Meinung nach schöne Überraschungen für euch geben.

Wer lieb zu uns sein will, kann im Forum ja einige tröstende Worte sprechen…

Ansonsten viel Spaß weiterhin am untötbaren Rebell.at!

Interview: Shooter aus dem Osten

Hello Yaroslav, would you please introduce yourself to our readers?

Hi everyone. I am Yaroslav Singaevskiy – game designer and scenario writer of “You Are Empty”.

Have you ever played Monkey Island or tasted an Austrian beer? (In both cases we will increase the rating of You Are Empty!!!)
Oh, Monkey Island is great! (asking whole team: “Right, guys?” In a whisper: “they will increase our rating!…”) Chorus: Yeah, yeah! Definitely our favorite game!
Austrian beer? Maybe you’ll send a barrel or two for us? We have some doubt about the originality of Austrian beer we’ve bought here in Kiev.

You Are Empty plays in a fictional timeline, please tell us a little bit about the story.

Game’s storyline is an alternative approach to the history of the USSR. Right after World War II Soviet Union decides to start a new technological race. Great soviet scientific program, which started after WWII’ leads to a great technological breakthrough, creation of new materials and technologies. Total industrialization began. Cities turn into huge megacities (you’ll see classic Soviet architecture, the so called “Stalin style”). Soviet Union becomes the most powerful state in the world.
The apogee of this technological breakthrough is a new scientific program which aim is to create new type of human breed. Perfect men and women, super humans capable of building bright future and communism all over the world. Special experiments should alter human physiology and mentality. But of course something goes wrong…
Unexpected mutations killed the majority of citizens and those who managed to survive turned into strange and dangerous creatures.
You will also find much more information about game setting, new screenshots, videos and some parts of game soundtracks on our project web-site:
www.youareempty.com

What Role will the USSR-government play? And will we only face mutants or also human enemies?

A good question! Sure, government can’t just stay aside. So, be prepared.

Are you concentrating on pure seriousness or will we also experience humorous scenes?

Of course, we have some humor in the game. There simply must be some sort of psychological safety valve.

Will the player be able to move completely as he wants throught the town, or is there a strict line of maps?

Game structure is linear. But some levels offer free choices. For example, a huge area of game world where a player should complete certain goals.

Let’s talk about the gameplay. Should we expect a very arcade-like gameplay or will there be a variety of possibilities, like stealth-sequences, talking to NPCs or puzzles?

We are trying to create a balanced mix of all the above mentioned components: shooting (sometime massive carnage in Serious Sam style), stealth action, puzzle solving, NPCs’ quests, etc. For the sake of gameplay variety players will also have a chance to use vehicles (train, boat, hover platform etc.) on some of the levels.

Are you planning to include some unconventional weapons or will we mainly use pistols and machine-guns?

Don’t forget about the scientific breakthrough. There will be also various futuristic stuff. Lightning gun which generates ball lightning, beam weapons and others.

Is it true that there is no other drink than Vodka in Russia?

Heh! If serious – real Russian national drink is “Medovuha” – it’s some kind of a mix between beer and honey. Very dense, sweet and sugary. Vodka was invented later.

The gaming market in Eastern Europe and Russia is expected to be mainly consisting of warez (at least here in Austria and Germany). But how does the situation really look like? Is it hard to finance such a huge project in Russia? And are there many cooperations between the different game developers?

Software piracy and warez have always been major problems. But situation is currently improving due to official localizations and versions in jewel cases (with attractive costs).
Financing of a project depends on its perspective.
Game industry in Russia is rapidly growing, so team cooperation and some open experience exchange are both present.

Are or were there any problems in finding a publisher for Europe and Northern America?

I think that there must be no problems if you can prove that your project is attractive for the market, looks fine and possesses interesting gameplay.

What are the expected hardware requirements for You Are Empty, and when will it be released?

It is too early to talk about exact requirements, because the game is still pretty early in development. Preliminary minimum requirements are about 1Ghz processor, 256 Mb RAM and GeForce 3 64 Mb or similar. As for the release date it is also too early to talk about it. We plan to release the game in 2005.

Are there kangoroos in Austria? (That’s the most important question!)

Only those who left their native land in exchange for the opportunity to taste great Austrian beer.

Thank you very much for your time!

Saufen, kämpfen, schiffen meets Tetris

"Mein Name ist Guybrush Threepwood, du bist des Todes!", mit mächtig brutalen Worten fordere ich meinen Gegner heraus. Ich habe mich einmal mehr in die Karibik verirrt, diesmal in den Betatest von Puzzle Piraten einem MMORPG der etwas anderen Art. Warum? Nun ja, gleich nach meiner Herausforderung will mein blutrünstiges Gegenüber seine Ehre verteidigen, aber was dann passiert, hätten sich wohl nur die Wenigsten gedacht…

Anstatt mit den Säbel schwingend aufeinander loszugehen beginnt nämlich eine Art modifiziertes Tetris. Jeder der Kämpfer (wenn zwei Schiffcrews aufeinander losgehen können das schon mal über 20 sein) spielt im Grunde sein eigenes Spiel, kann aber durch besonders gelungene Aktionen jenes des anderen beeinflussen (z.B. temporär unzerstörbare Steine vom Himmel fallen lassen).

So ist Puzzle Piraten auch in jeder anderen Situation aufgebaut. Zwar bewegt man sich in der großen Online-Karibik über alle Inseln und Schiffe in einer zwar hässlichen, aber dennoch irgendwie charmanten 2D-Isometrieperspektive mit Playmobil-Look, die eigentlichen Aktionen (wie Segeln, Wasser aus den Schiffen pumpen oder Löcher im Schiffsrumpf bei Seekämpfen zu stopfen) laufen aber allesamt in unterschiedlichen Geschicklickeitsspielen ab. Dabei gibt es einige sehr gelungene Puzzles, aber auch die ein oder andere Krücke.

In den Knobeleien gegen die zahlreichen NPCs und menschlichen Piraten (leicht durch Farbgebung der Namen zu unterscheiden) gewinnt man Geld, dass man dann in Dinge investiert, die von banalen T-Shirts, über Geschäfte bis hin zu ganzen Schiffen reichen. Eigene Häuser wollen die Entwickler im Laufe der Zeit übrigens auch noch einbauen.

Schiffe kann man sich zusammen mit einer Gruppe von Mitstreitern kaufen, und dannach über die Weltmeere segeln. Dabei ist Teamwork besonders wichtig. Wenn eure Nussschale angegriffen wird, gilt es entweder zu flüchten (dann müssen die Segel, Wasserpumpen und Zimmerman-Stationen mit Puzzlern besetzt werden, um besonders viel Fahrt zu machen) oder sich dem Kampf zu stellen (dann müssen die Kanonen geladen und abgefeuert werden und ein Schwertkampf beginnt). Natürlich gibt es aber einen Schutz-Mechanismus, damit nicht irgendwelche Riesen-Schiffe eure kleine Crew meucheln.

Sterben könnt ihr aber ohnehin nicht, nur Geld und Gliedmaßen verlieren (aber welcher echte Pirat hat schon kein Holzbein). Die hart erarbeiteten (Jobs an Bord von Computer-Schiffen kann man an einem schwarzen Brett überblicken und annehmen) Dukaten gibt man aber natürlich nicht sehr gerne ab. Es gibt übrigens einen Unterschied zwischen Schiffs-Konfrontationen und Kämpfen an Land (neben der unterschiedlichen Spielerzahl). Im ersten Fall kann man sich nicht vollkommen von einem Kampf drücken, an Land aber sowohl den Wetteinsatz bestimmen, als auch das Duell dankend ablehnen.

Grafisch ist das Spiel wie gesagt nicht besonders aufwändig gestaltet, das hat jedoch den Vorteil, dass man schon mit einem veralteten 300MHz-Rechner mit von der Partie sein kann. Soundtechnisch beschränkt sich sowieso alles auf wenige Samples, die ab und an abgespielt werden. Eine echte Hintergrundmusik vermissen knobelnde Piraten schmerzlichst.

Positiv an der Präsentation sind aber auch einige Dinge: Auf den deutschen Servern bemerkten wir nur selten größere Lags und die Steuerung bzw. das gesamte Interface bereiten eigentlich keine Probleme. Sämtliche Hilfe-Texte können Anfänger direkt im Spiel abrufen.

Auch wenn meine Freundin in Puzzle Piraten das – Zitat – „beste Spiel wo überhaupt irgendwie gibt“ erkennt, reicht es mir dann doch nicht ganz. Technisch hätte man das Spiel sehr viel anspruchsvoller gestalten müssen, und etwas abwechslungsreicher hätten die in der aktuellen Beta inkludierten Puzzles auch sein können.

Bitte jetzt nicht falsch verstehen! Puzzle Piraten ist bisher ein wirklich nettes Spiel für zwischendurch, dass kurzweilig immer wieder Freude bereitet, richtig lange konnte es mich aber nicht fesseln. Monatliche Gebühren von 8,88€ (bzw. 5,55€ bei 12-Monats-Abo -auch kleinere Abstufungen sind möglich) würde ich dafür beim derzeitigen Stand nicht zahlen wollen. Da darüber aber jedermann anders denken kann, empfehle ich einfach einen Blick in die Testphase zu werfen (10 Mal spielen gibt es gratis). Eine erfrischende Flucht aus dem MMORPG-Einheitsbrei ermöglicht Puzzle Piraten allemal. Und immerhin will man die Spielwelt ja beständig erweitern und neue Puzzles und Features inkludieren.
P.S.: Der Name Guybrush war im Spiel leider schon vergeben, das gibt Punkteabzug!!!! ;)

Ersteindruck: Befriedigend

Wine X 4 – DirectX 9 Spiele auf Linux

Linux war bisher für Spielefans eher ungeeignet. Obwohl immer mehr Entwickler Serverversionen ihrer Onlinetitel für die OpenSource-Community veröffentlichen, lassen komplett portierte Games in großer Zahl weiterhin auf sich warten.

Das kommende Wine X 4 soll nahezu jedes DirectX 9 Spiel auf Linux laufen lassen können. Wer sich für den Kauf der auch in deutscher Textausgabe erhältlichen Software entscheidet, soll demnach beispielsweise Battlefiel Vietnam, Hitman: Contracts und Star Wars Galaxies auf seinem Linux spielen können.

Command & Conquer – Rätsel um Screenshot aufgeklärt

Gestern tauchte völlig überraschenderweise ein erster Screenshot zu der noch garnicht angekündigten Command and Conquer-Fortsetzung auf. Heute sind nun nähere Informationen zu dem Screenshot aufgetaucht. Die Fanseite CNCDEN hällt eine Stellungnahme von Adam Isgreen, Game Design Director bei EA Los Angeles, bereit. Laut Isgreen ist der Schnappschuss bereits ein Jahr alt und lediglich ein Konzeptbild. Anhand eines solchen Bildes können die Entwickler entscheiden wie ihr späteres Projekt aussehen soll.

Was für eine Figur das akuelle „Command & Conquer“-Projekt heute macht, verrät Isgreen leider nicht – bislang wurde das Spiel ja auch noch nicht offiziell angekündigt. Übrigens wurden alle amerikanischen Fanseiten von Electronic Arts angewiesen, das Konzeptbild offline zu nehmen. Ich persönlich finde das Ganze ein wenig merkwürdig, warum sollte erst jetzt ein Screenshot von genau vor einem Jahr aufgetaucht worden sein ? …

Warhammer Online – Aus, es ist aus, niemand ist Weltmeister

Ein trauriger Tag für alle Fans von MMORPG’s und Warhammer. Die Entwicklung des Onlineablegers wurde nun mit sofortiger Wirkung eingestellt. Die offizielle Seite wurde ebenfalls geschlossen.

Lediglich ein kleiner Abschiedstext, in dem auch einige Gründe zur Einstellung des Projekts erklärt wurden, schmückt nun noch die Seite. Schuld scheinen vor allem finanzielle Gründe zu haben, da sich Games Workshop und Climax Ltd. erst nach der Prüfung der Finanzen dazu entschlossen haben, das Projekt Warhammer Online einzustellen.

Eigentlich sollte der Titel noch dieses Jahr erscheinen. Vielleicht ist es einfach an mangelnden Ideen, oder zu starker Konkurenz zerbrochen. Genau erfahren, werden wir das wohl nie.

Clever & Smart – Bewegte Bilder

Nachdem die ersten Freudentränen getrocknet sind, kullern gleich schon die nächsten. Es gibt bewegtes Bildmaterial! Ein knapp zwei Minuten langer Trailer zeigt erste Szenen. Der Haken an der Sache: Sprache spanisch! Allerdings wurden englische Untertitel darunter gesetzt.

Natürlich ist auch in dem Trailer der typische Clever & Smart Humor vorhanden. So taucht z.b. ein Mann mit zwei Haaren auf… köstlich ;). Also, was wartet ihr noch und lest? Sofort Downloaden!

Games – EyeToy war gestern

Die Zukunft begann schon Anfang Juni. Dort konnte das Frauenhofer-Institut auf der „Advancements in Computer Entertainment Technology“-Konferenz in Singapur einen Preis einheimsen.

Die Siegergruppe arbeitete schon seit Anfang 2003 mit einer Verbindung zwischen sozialen Gesellschafstspielen und Computerspielen. Letztendlich ist dabei eine auf physische Bewegungen reagierende Spielplatte herausgekommen, die ganz nebenbei auch noch die virtuelle Welt simuliert und visualisiert.

Zukünftig sollen die Computerspiele, nach Ansicht des Frauenhofer-Institut, nicht mehr „nur“ noch reale Welten nachempfinden und nachbilden, sondern zwischenmenschliche Interaktionen bilden und fördern.

Sacred – Endlich auch für Leseratten

Auch unter euch wird es einige Leute geben, die es sich nicht nehmen lassen, ab und zu ein gutes Buch in die Hand zu nehmen und in einer Fantasiewelt zu versinken. Wer auch noch begeisterter Sacred-Zocker ist, hört am besten ganz genau zu!

Der Panini-Verlag bringt nämlich nicht nur die offiziellen Sticker zu Fußball WM auf den Markt, sondern kümmert sich auch um Bücher zu einigen Spieletiteln. Dazu gehören Diablo, WarCraft und Tomb Raider. Seit neustem nun auch Sacred. 300 Seiten wird der Roman mit dem Namen Engelsblut haben. Dann befeuchtet schoneinmal die Fingerkuppen, bald darf gelesen werden!