S.T.A.L.K.E.R. – Multiplayer-Betatest kommt!

Dass Spiele aus osteuropäischen Landen nicht die schlechtesten sind, ist längst bekannt, S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl macht da keine Ausnahme und setzt sogar noch einen drauf: der mit Spannung erwartete Shooter aus dem Hause THQ lässt auf innovatives Gameplay, authentische Umwelt und eine ansehliche Grafik hoffen.

Hersteller THQ bestätigt heute, dass es bald einen Betatest zum Mehrspielermodus des im 1. Quartal 2005 erscheinenden Titels geben wird. Etwa 5000 Spieler haben also schon vor dem Release die Möglichkeit, die nuklearverseuchte Gegend mit Gleichgesinnten nach Relikten zu durchsuchen.

Starttermin, Auswahlverfahren und Anmeldemöglichkeit sind in den kommenden Wochen auf der offiziellen Seite zum Spiel nachzulesen.

Prince of Persia 5 – Offizieller Titel bekannt

Der offizielle Titel zum Nachfolger des mit über 1,8 Millionen verkauften Exemplaren sehr erfolgreichen Action-Adventures Prince of Persia: Sands of Time wurde von Ubi Soft in einer offiziellen Pressemitteilung endlich bekannt gegeben. Mit Prince of Persia: Warrior Within will Publisher UbiSoft den Erfolg der Vorgängers noch einmal wiederholen.

Dabei soll der Titel, so Benedikt Schüler, Marketing Direktor von UbiSoft Deutschland verdeutlichen, dass der Prinz ein erfahrener Meisterkämpfer ist. Er sei somit laut Schüler nicht mehr der junge naive Prinz, sondern ein Kämpfer mit unvergleichlichen Fähigkeiten, einem dunklem Gemüt und einer Vorliebe für Schmerzen. Er müsse seine inneren Kräfte heraufbeschwören, so Schüler weiter, um das zu verteidigen, was ihm kein Gegner nehmen könne: sein Leben.

Passend dazu sollen die taktischen Kämpfe in einer düsteren Umgebung den Spielverlauf dominieren. Kleinere Schalterrätsel oder sonstige Adventureeinlagen sollen noch nur vereinzelt auftreten.

Sudden-Strike-3-Demo kommt noch Ende November

Anno 2000 gehörte das Echtzeit-Strategie-Spiel Sudden Strike zu einem der Überraschungstitel im Weihnachtsgeschäft: eine fordernde Kampagne, taktisch klug agierende Computergegner und das durchaus umstrittene aber dennoch passende Szenario des 2. Weltkriegs ließen sowohl das Herz der Echtzeittaktiker als auch das der Spieleredakteure höher schnellen. Der recht schnell veröffentlichte Nachfolger konnte die hohen Erwartungen leider nicht erfüllen, so dass sich Entwickler FireGlow dazu entschied, mit dem dritten Teil die Serie general zu überholen.

So wurde dem neuesten Spross der Familie neben einer neuen 3D-Grafikengine auch das ein oder andere Gameplayfeature spendiert. Umso erfreulicher ist es, dass sich die Entwickler kürzlich in einem Interview gegenüber dem amerikanischen Magazin actiontrip.com über einen baldigen Release einer Demoversion äußerten. So arbeite man momentan noch an einer Demoversion, um diese dann verschiedenen Publishern vorstellen zu können, jedoch sollen dabei auch die zahlreichen Fans der Serie nicht leer ausgehen, so die Entwickler. Spätestens gegen Ende November wird auch die breite Öffentlichkeit in den Genuss einer spielbaren Demoversion kommen und nachprüfen können, ob das Spiel das auf den Screenshots Versprochene einhalten kann.

Blitzkrieg – Special Edition pünktlich zu Weihnachten

Anscheinend waren die Verkäufe des Echtzeit-Strategie-Titels Blitzkrieg für Publisher CDV Software zufrieden stellend, denn um noch mal ein paar Einheiten an den Mann bringen zu können wird es pünktlich zu Weihnachten eine Special Edition des Spiels der russischen Entwickler Nival Interactive geben.

Diese wird neben dem Hauptprogramm auch das erste Addon Burning Horizon enthalten. Angeboten wird das ganze Paket zum fairen Preis von 29,99 Euro, wobei ihr allerdings keine allzu aufwändige Gestaltung der Packung und des Packungsinhalts erwarten dürft. So müsst ihr also auf lustige Goodies wie eine Actionfigur oder ein dickes Handbuch verzichten.

Wer indes auf Nachschub für das Hauptprogramm wartet und das erste Addon schon hinter sich hat, den dürfte es sicherlich freuen, dass das zweite Addon mit dem Namen Rolling Thunder noch pünktlich im Oktober 2004 erscheint.

Trauma Studios – Von DICE aufgekauft

Allen Spielern der beliebten Battlefield 1942-Mod Desert Kombat sollten die Trauma Studios sicherlich ein Begriff sein, schließlich sind sie die Urheber der genialen Mod ohne die heutzutage wohl nicht so viele Spieler zu Battlefield 1942 oder Battlefield Vietnam greifen würden, wenn sie eine Runde im Netz ballern wollen. Nun wurde das Studio laut Angaben unserer Kollegen von game-basis.de von den Battlefield 1942-Urvätern Digital Illusions aufgekauft.

Zuletzt entwickelten die Trauma Studios neben einigen Programmen für Electronic Arts auch ein paar Programmen für die Armee. In Zukunft soll das kompletten Team, welches momentan aus neun Mitarbeitern besteht, auf 20 aufgestockt werden und zusammen mit Digital Illusions an Battlefield 2 arbeiten. Danach werden die Trauma Studios selbstständig an einem eigenen Spiel auf Basis der Battlefield 2-Engine arbeiten. Zu letzterem sind noch keine genauen Fakten bekannt.

Kohan 2 – Goldige Neuigkeiten

Der Vorgänger verkaufte sich vor allem in den Staaten recht ordentlich, so dass sich die Entwickler der TimeGate Studios recht schnell dazu entschieden eine Fortsetzung zu entwickeln. Nun steht Kohan 2: Kings of War endlich kurz vor der Veröffentlichung, denn heute schneite die finale Gold-Meldung in die Redaktion hinein.

So dürfte einer pünktlichen Auslieferung des in Europa von Take 2 vertriebenen Titel am 1. Oktober 2004 nichts mehr im Wege stehen. Freut euch also schon mal auf eine satte 25 Missionen umfassende Kampagne, sechs teils neue teils alt bekannte Rassen und fünf politische Fraktionen. Dabei wird Kohan 2: Kings of War anders als im Vergleich zum Vorgänger komplett in 3D-Grafik gehalten sein.

Im Endeffekt sollten sich also all diejenigen den 1. Oktober rot im Kalender anstreichen, die schon immer einmal Heroes of Might & Magic oder Disciples 2 in Echtzeit spielen wollten.

Hahaha, Bully ist schwul!

Der Hype ist vorbei, die Kinokassen erholen sich gerade vor dem gigantischen Ansturm, Bully zählt seine Moneten zusammen mit 243 freiwilligen Helfern und die Welt ist um ein paar abgedroschene Schwulenwitze reicher – das ist der Status nachdem Traumschiff Surprise vorbei ist. Aber ist es das denn? Nein! Ein kleines Adventure aus den Reihen Take 2 leistet erbitterten Widerstand und stürmt die Verkaufscharts. Taugt’s was?

Verzwickte Lage in einer weit entfernten Zukunft, an einem extrem weit entfernten Ort: An Bord der Surprise soll eine Tanzchoreographie geprobt werden, aber Spooky hat kein Kostüm. Hat er unter großen Aufwand endlich eines gefunden, schlüpft man in die Rolle von Captain Kork und später Schrotty und bewältigt weitere Hürden auf dem Weg zur Weltrettung. Denn die Erde braucht dringend Hilfe, bedroht doch der "Regulator" ihre Existenz.

In ersten zwei von insgesamt sechs Kapiteln haltet ihr euch auf dem legendären Raumkreuzer auf und bewältigt Genre-typische Aufgaben im rosa Gewand. Das ändert sich auch nicht, während man später wie im Film durch Mittelalter, Wilden Westen und Gegenwart spaziert. Dabei ist die Story aber keine volle Kopie des Films, sondern ergänzt ihn – ähnlich wie Enter the Matrix und Matrix: Reloaded.

Ok, ganz so spannend ist der Plot natürlich nicht, schließlich setzt das ganze Käse-Sahne-Produkt Traumschiff Surprise eher auf Komik, denn auf Tiefgründigkeit. In bewährter Point & Click-Manier schlurft (und zwar buchstäblich, denn eine Lauf-oder "Schneller Bildwechsel"-Funktion gibt es nicht) man also in der Gestalt der Surprise-Crew über den Bildschrim, sammelt Gegenstände ein (die man teilweise nicht braucht und manchmal schwer findet) und löst leichte bis durchschnittlich schwere Rätselkost. An kleineren Designschnitzern, wie der Unmöglichkeit sich während eines Selbstgesprächs des jeweiligen Charakters zu bewegen, stößt man sich ab und zu, grundsätzlich spielt TS: Periode 1 sich aber flüssig.

An zwei Aspekten merkt man dem Spiel den Budgetpreis an: Zum Ersten ist die Grafik zwar ansehnlich aber keinesfalls ein Eye-Catcher. Geschmeidigkeits-arme Animationen und sterile (aber ordentliche) gerenderte Hintergründe berieseln eure körpereigenen Seh-Instrumente (auch "Augen" genannt). Zweitens ist die Spielzeit selbst für den geringen Preis von 25€ zu kurz. Nur knapp 3-4 Stunden dürften geübte Abenteurer beschäftigt sein, Neulinge brauchen wegen des niedrigen Schwierigkeitsgrad auch nicht wesentlich länger.

Ganz anders aber der Sound, während sich die Effekte dezent im Hintergrund halten, freuen sich Fans über die Originalstimmen von Bully Herbig, Tramitz & Co. Die zu steuernden Personen kommentieren erfreulicherweise fast jeden Gegenstand. Wer schlecht hört, darf zusätzlich Sprechblasen einblenden lassen.

Schlussendlich hängt das Gefallen des Spiels bei jedem von seinem individuellen Geschmack Humor betreffend ab. Wer bei Witzen über Homosexuelle nur noch rot statt rosa sieht, braucht einen Kauf gar nicht erst zu erwägen. Daran ändern auch die vier unmotivierten Minispielchen nichts, die zwischen man bei absolvieren der einzelnen Kapitel freischaltet – seltsam, dass die Sven– und Moorhuhnjagd-Macher gerade auf ihrem Spezialgebiet versagen…

Ein kritischer Beobachter dürfte beim Durchstreifen der Spieleläden eindeutige Schlüsse ziehen: Die Moorhuhnjagd-Verbrecher von Phenomedia haben ein preislich ansprechendes Spiel mit der Lizenz zum TS: Periode 1-Hype gemacht – das kann nur Schrott sein. Gott bewahre, auch ich ging einst mit dieser Erwartung an diesen Titel heran, und wurde dreist enttäuscht. Traumschiff Surprise ist kein schlechtes Spiel. Für das Geld ist es ein nettes Spiel. Natürlich, man hat es in wenigen Stunden durchgespielt, die Grafik ist nicht up to date, und für den selben Preis bekommt man mittlerweile ein Spitzen-Adventure wie Syberia 2 – trotzdem wird man gut unterhalten, meiner Meinung nach sogar besser als im Film. Ich hoffe, dass die ein oder andere verwirrte Seele durch Bully zum Adventuregenre findet.



Wer gerade auf dem abenteuerlichen Trockenen sitzt, und beim Namen Bully keinen Brechreiz bekommt, darf zugreifen und bekommt bei unserem Partner Amazon sogar noch einmal 5€ Preisnachlass (*Werbende Wildsau ist*).

Anstoss 2005 – Die Winterpause ist vorbei

Diversen Aussagen nach, sollte Anstoss, nach dem eher mäßigen vierten Teil, eine kreative Pause einlegen. Doch Ascaron kann ihre Griffel einfach nicht von ihrem Lieblingsbaby lassen: Mit Anstoss 2005 erscheint im Oktober eine überarbeitete Version der letzten Auskopplung Edition 03/04

So wurde u.a. das Regelwerk an die aktuelle Saison angepasst: Es gibt einen Gruppenmodus im UEFA-Cup, die Anzahl der Oberligen wurde auf neun reduziert. Auch Reglements zum „Golden Goal“ und „Silver Goal“ gehören der Vergangenheit an. Darüber hinaus hat man dem Spiel eine neue Oberfläche sowie eine verbesserte Steuerung verpasst – zwei klare Kritikpunkte des Vorgängers.

When it’s done? AHHH! It’s done!

Wir schreiben das Jahr 2004. Seit Jahren rüsten fanatische PC-Freaks ständig ihren PC auf um irgendwann einmal Doom 3 spielen zu können. Das Erste das ein PC Verkäufer hört, wenn ein Spieler einen neuen Rechner will ist erfahrungsgemäß: ‚Kann ich damit dann Doom 3 spielen?‘ Wir alle wussten, dass dieses Spiel uns alle vom Hocker hauen wird und wir alle wussten was John Carmack ca. drei Jahre länger als geplant brauchen würde bis der Release dem Wahn endlich ein Ende setzt und jetzt – ja jetzt ist es soweit!

Die Zukunft: Am Mars hat sich die UAC (United Aerospace Corporation) breit gemacht um dort – weg von allen Menschenrechtsgeschwafel – nette Experimente zu machen und vor allem um massenhaft Kohle zu scheffeln. Ein gewaltiger Komplex wurde dort aufgebaut um Arbeitern Unterkunft und Forschern Raum für ekelhafte Schweinereien zu geben. Doch wie kann sich so etwas überhaupt rentieren, dass man 6 Monate von der Erde entfernt eine Basis um Milliarden Euro aus dem Boden stampft (ja ich gehe davon aus das die Währung der Zukunft der EURO sein wird!) um dort Forschungen zu betreiben? Die Antwort ist simpel: Waffentechnik, seltene Erze und natürlich alles was die Regierungen auf der Erde brauchen um so richtig schöne Vernichtungsfeldzüge gegen unterentwickelte Länder führen zu können (natürlich moralisch alles in Ordnung nachdem es sich immer nur um Kampf gegen den Terror handelt!). Stellt euch das Ganze also in etwa wie das Manhattan Project Version 2.0 vor und ihr kommt in etwa hin. Um die Situation von Doom 3 in einem schönen Satz zu beschreiben bediene ich mich einem Zitat aus Der Herr der Ringe: "Die Minen von Moria… Die Zwerge haben zu tief und zu gierig geschürft". Die John Carmack Version hört sich dann so an: "The devil is real… i’ve built his cage."

Nachdem seit einiger Zeit schon Leute von der Basis verschwinden, wird von der Konzernleitung ein wenig Schutz in Form von Marines bestellt, welcher dann auch prompt von der Erde geschickt wird um nach dem Rechten zu sehen. Natürlich seid ihr bei der Verstärkung dabei und dürft euch der Probleme von UAC annehmen. Leider bleibt es nicht so ganz beim Verschwinden einiger Leute, plötzlich fliegt euch die halbe Basis um die Ohren und kurz darauf verwandeln sich die netten Kerle die vorher noch mit euch Minigolf spielen wollten in sabbernde, stöhnende Zombies die eigentlich nichts Anderes vorhaben als euch nachzulaufen, um euch bei entsprechender Annäherung kräftig Eine zu scheuern. Welch Glücksfall, dass der gemeine Marine immer eine kleine Knarre bei der Hand hat um sich derartiger Übergriffe erwehren zu können.

Kleine Knarren sind natürlich nur Anfangs an der Tagesordnung. Je weiter ihr euch in die Welt von Doom 3 vorkämpft umso mächtigere Wummen dürft ihr natürlich auch benutzen. Im Arsenal findet sich vom Plasmawerfer bis zur Pumpgun so ziemlich alles, was der Hobby-Zombiemetzger benötigt um einen richtig schönen Amoklauf zu machen. Natürlich darf auch die legendäre Kettensäge nicht fehlen, die man bereits aus den Vorgängern kennt. Ich habe mich eine Zeit lang gefragt warum zum Teufel am Mars Kettensägen rumliegen, aber lest einfach die Mails die ihr im Laufe des Spiels über euren PDA bekommt.

Euer PDA ist euer mobiles Informationsbüro. Sämtliche Sicherheitsberechtigungen, Mails und Benutzerdaten, die im Laufe des Spiels irgendwo aufgesammelt werden, könnt ihr über dieses Gerät abrufen. Ebenso dient er als Abspielgerät für UAC Propagandavideos und Briefings. Oft verbergen sich kleine Hinweise auf Zahlenkombinationen für Waffenschränke und dergleichen in diversen Mails oder Audiologs, die ihr irgendwo gefunden habt. Natürlich darf beim Mailverkehr der obligatorische Spam auch nicht fehlen, welcher in Form von Martian Buddy auftritt. Im Gegensatz zum echten Mailverkehr ist es bei Doom 3 aber durchaus sinnvoll sich den Spam ausnahmsweise auch mal durchzulesen.

Die Steuerung funktioniert fast reibungslos. Fast alles lässt sich mit ein paar Tasten steuern und ein Tutorial ist eigentlich nicht einmal notwendig – obwohl man den Anfang des Spiels wohl als Tutorial sehen kann. Das Bedienen von Schaltern geht genauso mit einem Mausklick von statten wie das Reden mit Überlebenden oder das Zersägen von Untoten. Natürlich kann es durch diese Multifunktionsbelegung der linken Maustaste auch mal zu kleinen Unfällen kommen. Wenn ihr mit jemandem sprechen wollt und noch zu weit entfernt seid (oder der davon rennt) schiesst ihr ihn aus Versehen einfach nieder. Durch das exzellente Speichersystem von Doom 3 ist ein derartiger Vorfall aber meist kein Problem. Obwohl die Ladezeiten der Levels relativ heftig sind ist der Speicher- und Ladevorgang in wenigen Sekunden erledigt und man muss nicht, wie bei anderen Titeln, wieder warten bis der komplette Level geladen ist wenn man den Löffel abgeben sollte. Natürlich ist ein derart gutes Speichersystem eine nette Sache für die meisten Spiele aber in diesem Fall wäre vielleicht ein Savepoint System sinnvoller (Anm. des. Chefred.: "Bertl du Ratte!"), da durch ständiges Speichern und Laden einiges an Atmosphäre verloren geht. Wer spielt schon weiter wenn er nur noch 20 Energiepunkte hat, weil er gerade in eine unvorhergesehene Situation gekommen ist, wenn er in fünf Sekunden einfach kurz davor einen Quickload machen kann um es besser zu machen?

Von der technischen Seite her war Doom 3 wohl mit Sicherheit der größte Hype den die Spieleindustrie jemals erlebt hat. Die Grafik wurde als absolut wegweisend angepriesen und noch nie da gewesene Effekte wurden versprochen. Wenn Titel wie Far Cry allerdings ein paar Monate vorher auf den Markt kommen und eine grafische Revolution ohne Vorankündigung auslösen, stehen John Carmack und seine Mitarbeiter natürlich nicht mehr ganz so gut da wie sie es immer gerne gehabt hätten. Die Grafik ist nahe der Perfektion, das steht außer Frage, aber vielleicht ist es auch einfach leichter, enge Gänge und verwinkelte Labore mit massenhaft Texturen zu überziehen als gigantische Außenlevels in ähnlicher Qualität zu designen wie es Crytek in einer eindrucksvollen Weise geschafft hat. Der 3D-Engine aus dem Hause id darf man zugute halten dass die Grafik wohl in fast jeder erdenklichen Konfiguration sehr gut aussieht, und dass die Licht-/Schatten-Effekte wirklich ein Hammer sind, die atmosphärisch eine grosse Rolle spielen. Trotzdem halte ich Doom 3 aufgrund des Leveldesigns nicht für einen derartigen Knaller wie es Far Cry im Frühling bereits war. Da es eigentlich nur Innenlevels gibt, fehlt die Demonstration der Vielseitigkeit der Grafikengine und auch der Abwechslungsreichtum. Außerdem ist es ständig dunkel und wozu braucht man – überspitzt formuliert – eine leistungsfähige Engine, wenn es ständig nichts zu sehen gibt?

Bei Musik und Sound sieht es anders aus. id wusste genau, wie man Soundeffekte und Musik einsetzen muss um den Spieler absolut in den Bann des Games zu ziehen. Vor allem mit Surroundlautsprechern ist Doom 3 ein Erlebnis, das man so schnell nicht mehr vergessen wird. Gespenstisches Rascheln links, hinten vielleicht ein Schnarren und möglicherweise noch zeitgleich eine lockere Treppenstufe, können euch – zumindest anfangs noch – einen ordendlichen Schrecken einjagen.

Doom 3 setzt komplett auf Singleplayer-Action, weshalb der Multiplayer Part auch stark vernachlässigt wurde. Gerade mal vier kümmerliche Spieler können sich duellieren und das obwohl der Netcode von Quake 3: Arena verwendet wurde, der einiges drauf hätte. Traurig aber was soll’s für Multiplayer Sessions sind Titel wie Unreal Tournament oder Battlefield wahrscheinlich sowieso besser geeignet….

Das Gameplay im Singleplayer Modus kann sich dafür sehen lassen. Durch Kombination technischer Effekte und gezielt platzierten Schockern wird eine absolut geniale, dichte Atmosphäre erreicht die ich selten bei anderen Titeln gesehen habe. Vor allem Anfangs bekommt man ein paar Überaschungen auf den Bildschirm geknallt die einen frühzeitigen Herzstillstand massiv fördern können (Ja, ich bin halt nun mal ein schreckhafter Mensch!) aber mit der Zeit wird es voraussehbar wann wieder ein Schockeffekt passieren wird. Das Licht weiter vorne ist gedämpft? Lüftungsschlitze am Boden? Klarer Fall, noch zwei bis drei Schritte und die Chaingun rattert wieder los – sofern ihr genug Munition mitschleppt. Um die Hektik noch etwas zu verstärken ist es bei Doom 3 nicht möglich eine Taschenlampe und eine Waffe gleichzeitig zu halten. Also entweder Licht oder Knarre. Wer kein Licht hat sieht die Gegner nicht und kriegt auf die Rübe. Wer keine Knarre hat und mit der Taschenlampe rumläuft sieht zwar Gegner, hat aber keine Knarre was wiederum in auf-die-Rübe-kriegen resultiert. Wer die Taschenlampe mit ‚F‘ aufruft hat ein Problem. Die gekonnte Umwidmung des Shortcuts auf ‚Mouse 2‘ ist wesentlich brauchbarer und löst viele Probleme nur fragt man sich trotzdem warum ein bis zum Umfallen trainierter Marine nicht in der Lage ist eine Waffe und eine Taschenlampe zu halten…

Im Singleplayer könnt ihr mit circa 20 Stunden Spieldauer rechnen. Je nach Schwierigkeitsgrad und wie ihr auf die liebevoll platzierten Schockeffekte reagiert kann es aber auch stark variieren. Da aber so ziemlich jede Situation gescriptet ist, ist ein Wiederspielwert de facto nicht gegeben und nach einmaligem Durchspielen landet das Spiel irgendwo im Regal um zu verstauben. Schade das sich id keine alternativen Lösungswege ausgedacht hat. Gut das id schon jetzt eine Mod-Community hat die sich sehen lassen kann. Vor allem der System Shock 2 Mod, den die Entwickler aufgrund von Urheberrechtsproblemen mit einer geizigen Softwarefirma (wir nennen jetzt keine Namen) umbenennen musste, ist eines von sehr vielen Projekten die eure Beachtung verdienen. Falls ihr also ein wenig in der Szene herumschnüffelt wäre es durchaus möglich wieder Verwendung für Doom 3 zu finden.

Wer eine deutsche Version sucht, wird leider enttäuscht. Es gibt keine synchronisierte, lokale Version für den deutschen Sprachraum. Irgendwie aber auch verständlich, nachdem es schon im Vornherein sicher war, dass Doom 3 in Deutschland auf der Stelle am Index landet…

Doom 3 – zu lange haben wir gewartet und zu lange hat es gedauert bis wir das finale Produkt endlich in den Händen halten konnten. Nach derartigen Wartezeiten ist die Erwartungshaltung meinerseits natürlich gewaltig. Leider ist das Spiel sicher nicht in der Art und Weise ausgefallen wie es sich viele von euch vorgestellt haben. Im Singleplayer ist es wohl eines der besten Titel die wir dieses Jahr kaufen können, aber einmal durchspielen reicht in der Regel wohl aus um das Spiel anschliessend dekorativ verstauben zu lassen da der Multiplayer-Part nichts taugt. Die Hoffnung liegt mal wieder bei den ambitionierten Mod Programmierern die jetzt schon fleissig am Basteln sind. Vielleicht wird sich in der Hinsicht noch einiges tun.

Im Vergleich zu Far Cry – womit man technisch gesehen wohl die beste Vergleichsbasis hat – kann Doom 3 sicher nicht so gut abschneiden wie viele geglaubt hatten. Es ist vielleicht Geschmackssache, aber ich finde vom Gameplay her war Crytek wohl kreativer als id – auch wenn die Story des deutschen Shooters wieder nicht so gut zu überzeugen weiss.

Eines ist aber sicher: Für jeden, der seinen PC für andere Spiele als Minesweeper benutzt sind beide Titel ein absoluter Pflichtkauf. Kauft euch Doom 3, fürchtet euch und John Carmack’s Team legt euch vielleicht noch ein kleines Addon nach. Ach ja, Bugs und Grafikfehler sind praktisch nicht vorhanden und ausnahmsweise bekommt ihr wirklich einmal ein richtig ausgereiftes und getestetes Produkt welches sich nicht mehr im Betastadium befindet.

World of Warcraft – Stresstest beginnt heute…

…jedoch laut unseren Kollegen von gamestar.de leider nur für die nordamerikanischen Fans des MMORPG World of WarCraft von Blizzard.

Somit muss der restliche Teil der Spielerwelt in Europa, Asien, Afrika und Australien sich noch ein bisschen gedulden. Bei Blizzard selbst begründete man diese drastische Entscheidung damit, dass der Stresstest für die Server nur in Nordamerika durchgeführt werden könne, da sich so aufgrund der relative gleichen Zeitzonen möglichst viele Spieler zu einer bestimmten Tageszeit auf den Servern einfinden würde. Mit verschiedenen Zeitzonen sei dies leider nicht möglich.

Bis jetzt bleibt es leider noch ungeklärt, ob es auch einen europäischen Stresstest geben wird. Stresstest werden von Entwicklern extra dafür durchgeführt, um die mögliche maximale Belastung der Server auszuloten und somit die Anzahl der benötigten Server zu analysieren.

Knight Rider 2 – Erster Trailer online

Nachdem sich der erste Teil von Davilex Fun-Racer zur amerikanischen Kultserie der achtziger Jahre trotz eher mittelmäßiger Qualität rund 300.000 mal verkaufte war es nur eine Frage der Zeit, bis der niederländische Entwickler endlich einen Nachfolger ankündigen würden.

Zu diesem Nachfolger mit dem sehr innovativen Titel Knight Rider 2 gibt es nun einen gut eine Minute langen Trailer im AVI-Format, welcher euch erste Eindrücke aus dem Spiel vermitteln soll. Dabei sollt ihr in der Fortsetzung wieder gegen zahlreiche schon aus der TV-Serie bekannte Gegner wie Goliath oder KARR antreten, natürlich macht ihr dabei mit dem guten alten Pontiac Trans Am wieder die Straßen unsicher.

Den Download des rund 15 MB großen Trailer gibt es bei unsere Kollegen von 4players.de. Wer mehr zu dem im Oktober 2004 sowohl auf dem PC als auch auf der Playstation 2 erscheinendem Spiel erfahren möchte, sollte einfach mal die momentan noch sehr spärlich ausfallende offizielle Seite des Herstellers zum Spiel besuchen.

Colin McRae Rally 2005 – Neues Video zum Schadensmodell

Was im realen Leben teure Rechnungen eurer Vertragswerkstatt nach sich ziehen würde, kostet euch bei Codemasters neuestem Teil der sehr beliebten Colin McRae Rally-Rally höchsten ein paar wertvolle Minuten in der Reperatur-Pause.

Wer sich schon mal einen ersten Eindruck vom wie immer sehr umfangreichen und realistischen Schadensmodell von Colin McRae Rally 2005 machen möchte, der kann dies anhand eines je nach Qualitätstufe zwischen acht und zwölf MB großen Trailers tun, welche von Codemasters auf der offiziellen Seite zum Download bereitgestellt wird.

Um euch das Video zur Gemüte führen zu können, braucht ihr entweder den Apple QuickTime-Player in einer neueren Version oder einen aktuellen DivX-Codec. Solltet ihr weder das Eine noch das Andere auf eurem Rechner installiert haben, so bemüht einfach für ein paar Sekunden Google und schon werdet ihr in den Genuss des Videos kommen.