Kategorie-Archiv: Spiele

Dirty Commies!

Wir schreiben das Jahr 1967, als der unheilige Kommunismus sich im Vietnam auszubreiten versucht. Nebenbei wird zufällig noch ein U.S.-Schiff, das zufällig vor der vietnamesischen Küste war, von diesen Kerlen beschossen (das war Absicht und niemand darf sich dazu erdreisten zu vermuten, hinter dem Angriff stehe eine Inszenierung!). Nachdem es nun einen wunderbaren Grund gibt, aus Gründen der Landesverteidigung zirca eine halbe Million Soldaten in Südvietnam zu stationieren, wird dies natürlich von der verantwortungsvollen U.S. Regierung wahrgenommen und die ersten Trupps mit Marines, die schon messerscharf aufs Abschlachten von verhungerten (Kommunisten-)Bauern sind, werden in Marsch gesetzt.

Was lernen wir aus dieser Situation?

1) Die Amerikaner sind immer die Helden

2) Ein PC-Spiel muss her!

Verwunderlich wieso dieses Thema bis jetzt in PC-Spielen eher vernachlässigt wurde, gibt es doch genug Stoff für mindestens 30 Heldenepen her. Vom geschichtlichen Standpunkt her sind solche Spiele (genauso wie auch Spiele in denen es sich um den Zweiten Weltkrieg dreht) relativ kritisch zu betrachten, aber als PC-Spiel geben sie einiges an Action und Abwechslung her. Warum also nicht einfach mal anspielen bevor man Vietcong aufgrund persönlicher politischer Motive wegwirft?

Steve Hawkins ist schon einige Zeit in Vietnam, allerdings im relativ sicheren Süden, wo es ihm langsam aber sicher zu langweilig wird. Schließlich ist er nach Vietnam gekommen um mal ein wenig Action und Abwechslung im Leben zu haben. Stattdessen den ganzen Tag irgendwelche Südvietnamesen in Saigon zu schulen ist nicht wirklich das was er sich gewünscht hatte. Zu seinem Glück kommt bei einem amerikanischen Stützpunkt in Pek-Nui ein Offizier ums Leben und er kann die Gunst der Stunde nutzen um endlich an die Front verlegt zu werden. Das ist der Punkt an dem man als Spieler die Kontrolle über Steve übernehmen darf um den Schlitzaugen mal zu zeigen, was ein waschechter U.S. Patriot so drauf hat.

Nach der Landung darf man sich gleich beim Captain im T.O.C. Bunker vorstellen und kriegt vorerst mal einen eigenen kleinen Bunker zugeteilt. Nach der Besprechung hat man Gelegenheit, sich mal auf Pek-Nui umzusehen. Die meisten Leute die man trifft sind freundliche Südvietnamesen, die von den Amerikanern für den Fronteinsatz ausgebildet werden (natürlich an minderwertigen Waffen). Natürlich finden sich auch recht viele U.S.-Infanteristen, von denen man im Spielverlauf einige kennen und schätzen lernen wird. Der Stützpunkt ist nicht gerade klein und man kann sich gerade Anfangs sogar in den ganzen Gräben und Bunkern richtig verlaufen. Wenigstens lernt man auf diese Weise relativ schnell, mit dem Kompass am rechten oberen Bildschirmrand umzugehen…

Nachdem man nun den Stützpunkt einige Zeit bewundert hat und sich auch schon am Schießstand mit der dort verfügbaren Bewaffnung vergnügen durfte, trifft man auf Sgt. Crocker, den Sanitäter des Stützpunktes, der auf eine kleine Spritztour in eine nahegelegenes Dorf einlädt. Mit dem Captain und Crocker gehts alsdann mit dem Jeep auf die erste Mission. Eigentlich ein Routinerundgang, der nur zur Versorgung von kranken Dorfbewohnern gedacht ist, artet der Ausflug leider in ein Gemetzel aus. Vietcong Scharfschützen beschiessen den Dorfplatz, worauf man mit Sgt. Crocker als Unterstützung das erste mal dem kleinem Feind mit Reishut entgegentreten muss. In einer kurzen, aber heftigen Auseinandersetzung, bringt man die ersten drei Vietcong, die sich in einem kleinen Wäldchen, nicht weit von Dorf versteckt hatten, zur Strecke. Sollte man dem Überaschungseffekt zum Opfer gefallen sein(die Kerle sind im Dickicht relativ schwer zu entdecken), hat man als kleinen Joker Sgt. Crocker zur Seite, der Verletzungen relativ schnell wieder ungeschehen macht.

Hier sieht man auch das erste mal, dass das Spiel auf Teamwork ausgelegt ist. Die NPC’s geben Feuerschutz und haben individuelle Fähigkeiten. Im späteren Spielverlauf hat man meistens ein Team, welches aus bis zu sechs Infanteristen besteht. Darunter sind Sanitäter, Späher, Ingenieure, Fernmelder und auch einfache Soldaten zu finden. Selbst als Anführer hat man einige besondere Fähigkeiten und Pflichten, wie z.B. die Berichterstattung ans Camp und die Möglichkeit Luft- und Artillerieschläge anzufordern. Bei dieser Option ist allerdings größte Vorsicht geboten. Sollte man nicht aufpassen, kann es leicht passieren, dass man aus Versehen mit dem eigenen Team unter Friendly Fire kommt, was besonders bei Artilleriefeuer fatale Folgen haben kann (drücken sie F6 für Quickload)…

Bei Vietcong muss jede Aktion mit Bedacht und Weitsicht geplant werden. Meistens sind die Missionen im dichten Dschungel und jeder Schritt kann einer in eine Tretmine sein, hinter jedem Baum und Stein kann sich der hinterlistige Vietcong verbergen, der nur darauf wartet, dass ein Amerikaner in sein Schussfeld kommt. Oft hat man, besonders bei höheren Schwierigkeitsgraden, im ersten Anlauf kein Chance durchzukommen. Fast immer wird man von den geschickt platzierten Fallen des Gegners kalt erwischt. Dem bestens ausgerüsteten Team wird mit banalsten Sprengfallen, wie Granaten in Bierdosen, der Dschungel zum Albtraum gemacht. Sogar auf freien Feldern verbirgt sich der Feind in kleinen Gräben die sich manchmal über ein riesen Areal ziehen und in gewaltigen Tunnelnetzwerken enden können. Gerade solche Netzwerke sind unter den Amerikanern gefürchtet, da man sie sehr schwer findet und meistens nicht die Möglichkeit besteht, mehr als einen Mann in die Höhle des Löwen zu schicken. Sollte man auf ein solches treffen, beginnt ein mörderischer unterirdischer Einsatz, der von ständigen Überaschungen und einem gewaltigen Haufen Ratten geprägt ist. Dort findet man oft kleine Kerle, die den ganzen Tag unter der Erde graben und gewaltige versteckte Vorratslager anlegen.

Kommen wir zu den technischen Details von Vietcong. Dieses Spiel ist wahrhaft ein grafisches Highlight am Actionsektor, welches vieles auszustechen vermag was momentan am Markt um die Gunst des Spielekäufers wirbt. Um die Authentität der Texturen und Modelle zu gewährleisten, sind die Jungs der tschechischen Spieleschmiede Pterodon sogar eigens nach Vietnam gereist und haben ihre Eindrücke im Spiel sehr gut untergebracht. Oft denkt man in einem Film gelandet zu sein, und das nicht nur mit der besten Hardwareausstattung. Auch auf normalen Grafikeinstellungen und einer Auflösung von 800×600 wird man noch schwer beeindruckt sein was Pterodon uns hier auf den Bildschirm gezaubert hat. Selten gibt es ein paar Bugs, welche aber im Vergleich zu anderen Spielen absolut harmlos sind und garantiert in der nächsten Zeit ‚weggepatcht‘ werden.

Musik ist im Spiel zwar eher eine etwas in den Hintergrund gedrängte Angelegenheit, aber wenn man etwas hört, darf man sich auf Musik à la Full Metal Jacket im 70’s Stil freuen. Durchgängige musikalische Untermalung wäre auch etwas Fehl am Platz, in den Einsätzen ist man um jedes Geräusch froh, das man aus dem Gebüsch aufschnappen kann. Besitzer von Dolby Surround Boxen sind hier auch etwas im Vorteil, da Vietcong dieses System sehr gut zu nutzen weiss.

Soundtechnisch gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln, außer dass die Unterhaltungen der Nordvietnamesen absolut unmöglich zu verstehen, wenn auch perfekt aufgenommen, sind. War aber vermutlich Absicht :-).

Interessant ist auch der Realitätsgrad, der beachtlich gut gelungen ist. Vor allem auf der Schwierigkeitsstufe ‚Vietnam‘ wird man merken, das die Computergegner keine Standardkerle sind, die darauf warten eine Kugel in den Kopf zu kriegen. Oft sind sie dermassen wehrhaft, dass die Quickload Taste mit der Zeit die am tiefsten liegende Taste am Keyboard ist. Trotz allem ist Vietcong auch für Taktik-Anfänger (wie mich) sehr gut spielbar, wenn auch manchmal frustrierend durch die geschickte Platzierung von Fallen und Gegnern der Leveldesigner.

Das Leveldesign ist zwar sehr linear, gibt aber meistens das Gefühl überall hin gehen zu können. Oft merkt man die Beschränkungen nicht mal, da man sowieso meistens dem Pointman(Späher) nachläuft, ohne dem man sich oft verirren würde.

Zählen wir alle technischen und spielerischen Fakten zusammen, ist Vietcong ein wahres Taktik-Highlight, welches fast ohne Schwächen auskommt. Die meisten denken sich, immer in Dschungel herumzurennen ist mit der Zeit langweilig, dem ist aber nicht so. Durch die unglaubliche Fülle an Möglichkeiten und das abwechslungsreiche Leveldesign ist die Motivation immer gleichbleibend hoch bis leicht steigend. Selbstverständlich ist auch ein Multiplayerpart vorhanden, bei dem man entweder auf Seiten Nordvietnams oder der U.S.A. in der Botanik menschliche Gegner massakrieren darf. Ebenfalls erwähnenswert: Je weiter man im Singleplayer Modus kommt, umso mehr Waffen darf man in den Quick Matches auswählen.

Vom Stil her ist Vietcong keine Revolution, aber die technische Umsetzung ist Ptderodon sehr gut gelungen und die Spieler erwartet ein exzellenter Taktik Shooter mit fast schon beängstigendem Realitätsgrad.

Eigentlich bin ich kein Spieler, der auf Taktik abfährt, entweder ein gepflegtes RTS, RPG oder ein plumper Shooter. Spiele wie Ghost Recon oder Splinter Cell haben mich seit jeher kalt gelassen und ehrlich gesagt bin ich in diesem Genre auch keine Koryphäe. Trotzdem hat mich mein erstes taktisches Spielerlebnis mit Vietcong äußerst positiv überrascht. Vor allem die Grafik haut einem auf den ersten Blick aus den Socken. Es ist wirklich beeindruckend, wie gut die Welt von Vietcong schon beim Anflug auf den Stützpunkt Nui-Pek mit dem Hubschrauber aussieht – und das ist erst der Anfang.

Wer ein Spiel, das eine gute Story und ein angenehmes visuelles Erlebnis wunderbar verbindet, haben möchte, ist mit diesem Titel bestens beraten. Nur kauft euch bitte die englische Version. Wie fast immer kann die deutsche Übersetzung atmosphärisch nicht annähernd mithalten.

Einseitiges Heldentum ist normal … oder?

Ein Amerikaner in der Falle. Auf der Burg machen Nazis grausame Experimente an Kriegsgefangenen und die Schreie hallen markerschütternd duch das feuchte Gemäuer der Kerker, tief unten in den ältesten Gewölben des Schlosses. Ein deutscher Soldat geht nichtsahnend durch den Gang, zielsicher steuert er die Zelle des Amerikaners an. Vermutlich denkt er gerade an seinen nächsten Sold, den er für neue Schuhe und vielleicht ein paar Hosen ausgeben will. Er will sein Kind nicht in Lumpen herumlaufen sehen, die anderen Kinder spotten es schon aus. Mit dem Essen für den Gefangenen, vielleicht auch etwas ermüdet vom ständigen Wachehalten, öffnet er die Zelle und stellt erschrocken fest das sie leer ist! Voller Panik läuft er in die Zelle und kann keine Fluchtmöglichkeit entdecken – kann sich nicht vorstellen wie der Ami abhauen konnte. In Gedanken ist er schon beim Leutnant, der ihn fertigmachen und degradieren wird als der Gefangene von der Decke springt, hinter ihm landet und ihm mit einer gekonnten, schnellen, Bewegung die Kehle durchschneidet. Sein letzter Gedanke gilt seinem Kind, nicht dem Führer – es wird noch lange in Lumpen herumlaufen müssen..

Welch seltsame Geschichte – kommt sie euch bekannt vor? Ich rede hier vom Intro zu Return to Castle Wolfenstein. Ein Spiel wie jedes andere, nur mal aus einer anderen Sichtweise betrachtet. Jeder Mensch hat eine eigene Sichtweise von den Geschehnissen. Wenn dem so ist, müsste es doch auch viele Geschichten zu einem Geschehniss geben, wie zum Beispiel den Zweiten Weltkrieg, der mit diesem Spiel angesprochen wurde. Wenn man sich die Reportagen im TV oder irgendwelche PC-Spiele ansieht, wird man immer folgendes feststellen können: Zum Zweiten Weltkrieg existieren zum Großteil, bzw. für die Masse auffällig, zwei Sichtweisen – eine amerikanische und eine jüdische (wobei die natürlich unbestritten die Opfer des gewissenlosen Regimes waren). Ich will damit nicht sagen, dass es keine anderen gibt, aber sie gehen einfach unter, oder es interessiert einfach niemanden, was aus der Sicht der Deutschen oder der Rumänen passierte. So bekommen wir Spiel um Spiel vor den Latz geknallt wo man ein Held im Zweiten Weltkrieg ist und in jedem dieser Spiele muss man dreckige, verbrecherische Deutsche umbringen – was für ein Zufall.

Es gibt viele Leute, die Angst vor einer Amerikanisierung Europas haben. Aber sind wir nicht schon längst europäische Amis? Wird irgendwer ein Spiel akzeptieren, welches von diesem Klischee abweicht? Werden wir jemals einen Ego-Shooter finden in dem man als deutscher Wehrmachtsoldat versuchen muss, einen englischen Flughafen samt seiner Angestellten zu vernichten um das schreckliche, sinnlose Bombardement auf Dresden zu verhindern? Nein – das wäre ein Kriegsverbrechen in PC-Spiel Form, die Menge würde aufschreien und den Publisher boykottieren, weil es eine Frechheit und eine Lüge ist, zu behaupten, das in Dresden 135.000 Zivilisten durch gezielte alliierte Bombardements getötet wurden. Außerdem kommt damit der Glaube ins Wanken, ein Sieger des Zweiten Weltkrieges wäre wesentlich mehr Wert als alle anderen auf der Welt.

Nun? Ihr glaubt, dass dieses Denken nicht existiert? Ihr glaubt auch, dass man nicht jedes Menschenleben und jeden Charakter miteinander vergleichen kann? Stellt euch vor im Irak wären 10.000 Amerikaner gestorben – der Krieg wäre beendet worden, ein Rückzug wäre angeordnet worden und nach Ausreden gesucht. Stellt euch vor im Irak wären 10.000 Zivilisten gestorben. Sowas – es sind wirklich ziemlich viele Irakis gestorben, aber ehrlich gesagt ich weiss nicht mehr ob es jetzt 10.000 oder 20.000 waren (Aber ich weiss, dass 138 Amerikaner gestorben sind – inklusive der Interviews aller ihrer Verwandten und Freunde). Naja, das interessiert weder CNN noch die Spielebranche – aber den Schriftzug "Shock and Awe" will man lizensieren lassen. Vermutlich um ein Spiel zu machen in dem man die durchgängig bösartigen Irakis töten kann. Zum Wohle der Menschheit…

Was haltet ihr von dieser Kolumne? Versteht ihr einen bestimmten Teil nicht oder seid ihr anderer Meinung? Unser <a href="http://forum.rebell.at" target="_blank">Forum</a> steht wie immer zur Diskussion bereit.

Microsoft – Das zeigen die Redmonder auf der E3

Microsoft wird auf der E3 (14.-16. Mai) folgende PC-Titel vorführen:

  • Halo
  • Mythica
  • Rise of Nations
  • Train Simulator 2
  • Flight Simulator 2004
  • Age of Mythology: The Titans
  • Zoo Tycoon: Complete Collection


  • Durchwegs Top-Spiele wie man meinen sollte. Ein besonderes Augenmerk sollte man aber wohl auf das MMORPG Mythica und die PC-Fassung von Halo richten. Alle weiteren Titel sind bereits bestens bekannt oder wahrscheinlich nicht sonderlich revolutionär.

    Spiel zum Film

    Er ist der beliebteste und auch so ziemlich der gefährlichste der X-Men, einer Vereinigung von Mutanten. Er scheut keinen Kampf und ist auch nicht unterzukriegen. Wenn ihr noch immer nicht wisst wen ich meine, kennt ihr X-Men schlecht. Die Rede ist natürlich von Wolverine, dem wolfsähnlichen Super-Mutanten mit den ausfahrbaren Krallen und den ausgeprägten Tierinstinken. Passend zum Start des neuen X-Men Films widmete Activision seinem Helden gleich ein Spiel um die bösen Buben auch von zuhause aus zu vermöbeln…

    Die Story

    In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte die Regierung Wolverine vieler bizarrer Experimente aus. Sie versuchten die perfekte Waffe und Kampfmaschine zu schaffen indem sie sein damals noch knöchernes Skelett und Krallen mit dem unzerstörbaren Metall Adamantium austauschten und ihm Implantate einpflanzten, die sein Gedächtnis an seine traurige Vergangenheit veränderten. Die Sachen hatte aber auch einen Haken, denn neben diesen Eingriffen wurde ihm auch ein tödliches Virus, das so genannte „Shiva Virus“ injiziert.
    Es gilt schnellstmöglich ein Gegenmittel zu finden da in den nächsten 48 Stunden das Virus seine tödliche Wirkung entfaltet. Und ab da greifst du in das Spielgeschehen ein und lenkst den unter Zeitdruck stehenden Wolverine.

    Viele werden sich jetzt sicher fragen: Wie kann ich Wolverine durch die zahlreichen, mit Soldaten gestopften Levels bringen? Wie jeder Superheld verfügt auch Wolverine über eigene, speziell auf ihn angepasste Fähigkeiten wie geschärfte Sinne, die zum Beispiel Wärmerückstände oder Geruchsspuren des Gegners aufspüren oder eine beschleunigte Mutantenselbstheilkraft. Hinzu kommen auch etliche Spezialkombos um auch mit größeren Gegnermassen schnell und effektiv aufzuräumen.

    Nebenbei gibt es auch noch einige Extras im Spiel zu ergattern, wie zum Beispiel Comic-Cover, die Wolverine in andere Kostüme schlüpfen lassen, oder Cerebro-Dateien die Facts zu den Orten oder Personen des Spiels liefern.

    Nobody´s Perfect

    Wie ein Superheld hat aber auch das Spiel Schwächen. Diese werden zum Teil in die Rubrik „fatal“ eingeordnet. Die Kamera ist oftmals so extrem irreführend und schlecht, dass es schwer fällt bei einer großen Gegneransammlung oder Anschleichmanöver die Übersicht zu behalten und richtig zu handeln. Über die Kamera kann man ja noch hinwegsehen aber der eindeutige Spaß-Killer ist der Schwierigkeitsgrad. Jeden Endbosskampf musste ich mindestens vier Mal neu starten da es einfach für mich einfach zu schwer war – für Anfänger eignet sich X-Men 2 nicht. Ich hänge noch immer an dem Endboss Juggernaut, der für mich seit zwei Tagen als unbezwingbarer Spielverderber erscheint. Es sind aber nicht nur die Endbosse, die mich stundenlang gefrustet haben, sondern auch etliche Spielpassagen, die erst nach mehrmaligem Probieren bewältigt wurden.

    X-Men 2 Wolverines Revenge ist ein nettes und auch ziemlich gut gelungenes Action-Game. Aber leider nur ziemlich. Die Kameraperspektiven sind zeitweise chaotisch und nicht übersichtlich. Das erschwert die Kämpfe und macht keine Freude. Einige Levelabschnitte und Endbosse sind ungemein schwer gestaltet worden, sodass man des Öfteren die Lust am Weiterspielen verliert. Das Spiel fällt nicht in die Sparte „Action-Kracher“, dennoch bietet es einen gewissen Grad an Spielfreude das durch die schönen Kampf-Moves und lustigen Zwischensequenzen aufzeigt. Die Käufer dieses Spiels werden eher Fans des X-Men Universums darstellen, da der Actiongenrebereich bestens durch andere Titel auf sich aufmerksam macht. Schade eigentlich, das hätte man besser machen können.

    Das hatten wir doch schon alles?

    2075, internationale Konzerne haben die Vorherrschaft auf der Erde erlangt – die Regierungen sind nur noch zum Schein vorhanden. Es herrscht das Gesetz der Strasse – entweder man lebt in den Ghettos und ist stark genug oder man gehört zur Industrie und lebt ein halbwegs normales Leben. Im Untergrund beginnt es zu brodeln, eine Rebellion bahnt sich an. Flynn Haskell, der Hauptdarsteller, gerät mehr oder weniger freiwillig in eine etwas ungemütliche Situation …

    Die Grundidee hinter Devastation ist folgende: Man nehme die Unreal Engine, motzt sie ein bisschen mit Real-Life Physik auf, packt ein paar postapokalyptische Landschaften dazu – ein paar Spielfiguren mit schrägem Outfit dürfen natuerlich auch nicht fehlen – zuletzt baut man noch ein bisschen Gameplay drumherum. So weit so gut – aber bringen wir es ohne Umschweife auf den Punkt: All die schönen Versprechungen, die "Innovation", die "tolle" KI – all dies hatten wird schon.

    Das Physiksystem hört sich fast so an wie das in Trespasser – nur die Dinos fehlen. Man kann Flaschen und Dosen aufheben, Fässer herumschieben, Kisten durch die Gegend tragen oder Stühle herumtreten. Annähernd alles kann somit als Waffe verwendet werden oder einfach nur um Gegner abzulenken, leider kommt das alles fast nie zum Einsatz. Ein paar mal muss man leider doch zu Flaschen oder Brettern als Nahkampfwaffen greifen – das typische "Verdammt, sie haben mich niedergeschlagen und mir all meine Waffen genommen – aber ich konnte flüchten!"-Szenario. Wir kennen das schon aus Half-Life. Seltsamerweise sind alle Gegner die sich in diesen Passagen des Spiels aufhalten auch nur mit Nahkampfwaffen ausgerüstet – wo kämen wir da hin?

    Nochmal zurück zum Ablenken von Gegnern mittels herumwerfen von Gegenständen: passiert genau nie. Ab und zu steht irgendwo ein Typ herum – natürlich sagt ihm sein Script, dass er sich erst bewegen soll, bis man auf ihn schiesst – ob man nun eine Dose wirft oder nicht, es hat keine Auswirkung. Das forciert nur die Unglaubwürdigkeit. Man kann das vielleicht noch patchen – aber irgendwas stimmt nicht mit der Physik: tote Körper fliessen durch Wände und Mauern – ab und zu, wenn man in einen Raum kommt und einen Stuhl (natürlich mit unsichtbaren Beinen) tritt, springt dieser wie ein durchgedrehter Flubber herum. Man kann auch durch ein Meer aus Flaschen und Dosen waaten – daraufhin folgt ein Klirren und Scheppern überall, ein Gegner der eine Ecke weiter lauert, würde nicht im Traum daran denken, dass hier jemand sein könnte.

    Die KI ist überaus dumm – die kleinsten Dinge wurden einfach übersehen, also hier ein Beispiel wie ein Bösewicht denken könnte: "Mir hat jemand in den Arm geschossen, ich sehe niemanden … hmm, ich warte vielleicht noch ein bisschen, vielleicht schiesst er ja wieder, irgendwann sinken meine Hitpoints auf 0 – ich werde sterben" – mal ehrlich, ich hab schon besseres gesehen – lieber 100%ig gut durchgescripted als eine wirklich extrem lahme KI – dann ist wenigstens ein Mal der Spielspass garantiert. Auf höherem Schwierigkeitsgrad sind die Gegner nicht wirklich das Problem – die eigenen Teammitglieder dürfen nicht sterben – aber die massive Dummheit arbeitet stetig dagegen – also bekommt man vielmehr die Message zu Gesicht "Ein Teammitglied ist gestorben" als die eigene Todesnachricht. Man kann diesen Kameraden zwar Befehle geben – aber diese ändern sich willkürlich. Erst ab ca. der Hälfte des Spiels wird dieses Problem durch Respawn-Punkte etwas gemildert.

    In vielen anderen Reviews liest man von langen Ladezeiten und vielen willkürlichen Abstürzen… Ich hab‘ davon nichts bemerkt. Alles läuft butterweich – die Grafik ist ein Traum, wie man das von der Unreal Engine erwartet. Zwar ist alles etwas grau gehalten – seinerzeit hat id mit Quake den Braun-Trend gesetzt, in Devastation kommt dasselbe eben mit Grau rüber. Die Sounduntermalung, besonders die Musik ist aber mehr als schlecht. Teilweise läuft man 20 Minuten ohne irgend einen kleinen Audio Track durch karge Landschaften.

    Die Rat Drone, eine Kreuzung aus Snark und Redeemer – eine ferngesteuerte, hochexplosive Ratte, hat mir auch besonders gut gefallen – ansonsten hat man sich bei den Waffen eher wenig einfallen lassen – neben verschiedenen Pistolen und Gewehren gibt es selten Abwechslung.

    Der Schwierigkeitsgrad liegt, bedingt durch die extrem dummen Suizid-Bots, im oberen Drittel. Shooterfreaks sollten das Spiel in ca. 20 bis 25 Stunden durchgezockt haben – für den Durchschnittsspieler ist aber durchaus viel mehr drin, also ein Kauf lohnt sich allemal.

    JoWooD – Sehr starkes E3-Lineup

    Pressemeldung:

      Rottenmann, 07. Mai 2003 – Die JoWooD AG gab heute ihr diesjähriges E3-Lineup bekannt. Demzufolge wird JoWooD eine Auswahl der kommenden Toptitel präsentieren. Darunter befinden sich unter anderem die Highlights „SpellForce – The Order Of Dawn“, das schon für viel Wirbel bei der Presse sorgte und der innovative Online-Taktikshooter „Söldner – Secret Wars“, der neue Maßstäbe im Bereich Multiplayer setzen soll.

      SpellForce – The Order Of Dawn: Die einzigartige Mischung aus RTS und RPG-Elementen bietet ein völlig neuartiges Spielerlebnis. Dafür sorgt kein geringerer als Volker Wertich, der Erfinder und Programmierer der bekannten „Die Siedler“ Reihe. SpellForce bietet eine persistente Spielwelt mit durchgehender, packender Storyline und vielen Sub-Quests – in einer prachtvolle 3D-Grafik mit Zoomstufen von Iso- bis 1st-Person-View.

      Söldner – Secret Wars: Der innovative militärische Online-Taktikshooter hat alle Voraussetzungen, um im Bereich Multiplayergames neue Maßstäbe zusetzen. Speziell designt für Teamplay im Multiplayermodus, bietet Söldner eine Vielzahl an speziellen Missionstypen und Spielelementen für koordinierten Teameinsatz. Aber auch der Singleplayermodus kommt nicht zu kurz: Eine dynamische Einzelspieler-Kampagne mit Missionsgenerator bietet alles was das Spielerherz begehrt.

      Against Rome: Das Echtzeitstrategiespiel ist angesiedelt zur Zeit der Völkerwanderung (200-450 n. Chr.). Der Spieler übernimmt in einer epischen Kampagne die Kontrolle über drei Barbarenvölker, bis es schließlich mit dem als unbesiegbar geltenden römischen Heer zur Schlacht um Rom kommt.

      Railroad Pioneer: Ein einzigartiger Mix aus Entdeckung, Wirtschafts- und Transportsimulation in Echtzeit. Er erzählt die Geschichte der amerikanischen Vergangenheit, eingebunden in eine spannende Story voller Intrigen, Machtkämpfe und Politik. Am Ende einer spannenden Reise, kann der Spieler als Eisenbahn-Mogul in die wechselvolle Geschichte der Dampfrösser und Pioniere eingehen.

      Transport Gigant: Auf Basis der erfolgreichen Giganten-Serie, schufen die Macher von Industriegigant II eine neue innovative Simulation.

      Aquanox II: Revelation: Die seit langem erwartete Umsetzung der erfolgreichen Action-Simulation für die PS2. Endlich können auch Besitzer einer PS2 die furiose Jagd durch düstere Unterwasserstädte erleben. Packende Story, ausdrucksstarke Charaktere und die überwältigende Architektur der Unterwasserwelt präsentieren sich in einem ausgefeilten User Interface.

      Fussball Manager 3: Von den Machern vom „Kicker Fussballmanager“ und dem „Fussballmanager Fun“, kommt nun die neue Manager-Simulation. Der Spieler steigt in die Rolle des Trainers, Managers und Präsidenten eines Fußballteams. Ziel ist es, den eigenen Verein zum erfolgreichsten Club Europas zu machen. Hierzu stehen dem Manager nahezu alle Möglichkeiten eines realen Clubmanagers zur Verfügung.

      Silent Storm: Silent Storm ist das rundenbasierende Strategiespiel der nächsten Generation. Es versetzt den Spieler in das Jahr 1943, wo er als Leiter einer multinationalen Einsatztruppe geheime Informationen hinter feindlichen Linien sammelt. Silent Storm besitzt eine atemberaubende 3D-Engine, realistische Waffen und unzählige taktische Möglichkeiten. Rundenbasierende Spiele haben nie zuvor so gut ausgesehen.

      Andreas Tobler, CEO bei JoWooD, dazu: „Das diesjährige E3-Lineup erweist sich als das stärkste Portfolio der Firmengeschichte. Alle Projekte sind in der Entwicklung weit vorangeschritten und wir sind gespannt darauf, sie auf der E3 vorstellen zu können. Denn die E3 ist eine ideale Plattform, um mögliche Kooperationspartner von JoWooDs ausgezeichnetem Lineup zu überzeugen.“

      Zu finden ist JoWooD auf der E3 in der West Hall, Raum #518.

    Play the Games 5 – Starke Compilation kommt

    Eidos bringt am 6. Juni eine neue Ausgabe ihrer Spielesammlung Play the Games. Die fünfte Version der Compilation sollte ein Pflichtkauf für jeden Spieler sein, der von den folgenden Spielen einige noch nicht besitzt:

  • Commandos 2 – Men of Courage
  • Startopia
  • Tomb Raider – Die Chronik
  • Dark Project II – The Metal Age
  • Command & Conquer – Alarmstufe Rot 2
  • Superbike 2001
  • Tiger Woods PGA Tour 2001
  • Desperados – Wanted Dead or Alive
  • Monopoly Tycoon
  • RollerCoaster Tycoon
  • Vor allem Strategen sollten mit Commandos 2, C&C: Alarmstufe Rot 2 und Desperados voll auf ihre Kosten kommen. Rollercoaster Tycoon und Startopia sollten Aufbaufans aber ebenso anziehen. Actionfans kommen hingegen etwas zu kurz. Lediglich der schon etwas ältere First Person Sneaker Dark Project 2 und das durchschnittliche Tomb Raider: Die Chronik sind für sie dabei.

    Ein Preis für die Play the Games 5 wurde noch nicht bekannt gegeben.

    Lara is back!

    Es war die E³ 2002 in Los Angeles da wurde beim Eidos-Stand ein neues Tomb Raider, mit dem Untertitel The Angel of Darkness vorgestellt.

    Nach einer kurzen Auszeit im Filmgeschäft, wollte sich Lara Croft also auch auf dem PC wieder melden. Kaum wieder zu erkennen, sahen die Besucher damals die ersten Bilder und waren sofort begeistert. Seit dem ist nun ein Jahr vergangen und jetzt sind bereits einige Informationen über das Spielprinzip und auch über den völlig neuen Look von Tomb Raider bekannt. Doch fangen wir erst mal vorne an…

    Die Story des mittlerweile sechsten Teils der Reihe unterscheidet sich zwar nicht stark von den anderen vergangener Teile, doch sie hört sich schon sehr vielversprechend an. Lara wird von ihrem alten Mentor Werner von Croy nach Frankreich gerufen, da sie verschollene magische Malereien aus dem 14. Jahrhundert ausfindig machen soll. Doch als sie Paris erreicht findet sie von Croy nur noch tot auf. Eine Sicherheitsbehörde macht darauf hin die gute Frau Croft für den Tod verantwortlich. Lara ist nun auf der Flucht und muss auf dieser auch noch Informationen über den wirklichen Mörder, den vermeintlichen Käufer der Bilder, herausbekommen. So düster die Story ist, so düster präsentiert sich auch der Look von Tomb Raider 6. Sowieso hat sich einiges an der Grafik geändert. Viele dunkle Ecken zum Verstecken stehen der jetzt noch schöneren Lara zur Verfügung.

    Warum noch schöner? Ganz einfach. In den früheren Teilen verpassten die Entwickler der Archäologin gerade einmal 500 Polygone. Diese Zahl wurde jetzt verzehnfacht und auf 5.000 aufgestockt. Damit kommen realistischere Bewegungen und überhaupt ein viel „runderes“ Aussehen zustande. Die Grafikengine soll laut den Angaben der Entwickler sowohl der Playstation 2 als auch den neueren PC-Grafikkarten einiges, wenn nicht sogar das Letzte, abverlangen.

    Natürlich dürfen auch die berühmten Kletter- und Sprung-Aktionen nicht fehlen. Zu den gewohnten Bewegungen kommt aber noch eine, für das Spielgeschehen sehr wichtige, hinzu. Lara kann ab sofort nämlich schleichen. Das muss sie auch, denn meist geht es darum leise an die nötigen Informationen zu gelangen. Wenn das nicht gelingt, muss sie sich gegen eine Menge Wachen durchschlagen und das wird meist nicht machbar sein.

    Metal Gear Solid-typisch kann Miss Croft auch um die Ecke spähen und schauen, ob sich da nicht eine Wache befindet. Ebenfalls sollen auch Rollenspiel Elemente mit ins Spiel einwirken, denn nach jedem gelösten Rätsel bekommt Lara Erfahrungspunkte, die sie dann beispielsweise auf Sprungkraft, Stärke oder auch auf ihre Reaktionsfähigkeit setzen kann.

    Aber nicht nur grafisch hat sich Tomb Raider weiterentwickelt. Nein! – die spielerischen Neuerungen sind fast noch interessanter. Denn das war es ja eigentlich, was sogar den hartgesottenen Fans auf die Nerven ging. Immer der selbe Trott. Ein paar Rätsel und ein paar Gegner, dann noch Hüpfeinlagen und fertig war das Spiel. Wer so etwas auch bei Angel of Darkness erwartet liegt falsch. Sicher gibt es noch die altbekannten Rätsel mit Schaltern und auch die Gegner wurden nicht rausgenommen, doch vieles wurde verbessert. Lara kann jetzt nämlich mit der KI interagieren und somit das gesamte Spiel lenken. Alles was ihr in einer Konversation oder durch euer Tun mit den NPC’s anstellt, wirkt sich sofort auf das Spielgeschehen aus.

    Ich freue mich schon sehr auf das neue Tomb Raider, denn bis zum dritten Teil war ich ein großer Fan der Reihe. Leider nahm das dann drastisch ab, da wirklich nichts neues mehr kam. Aber jetzt scheint es wirklich ein interessantes Projekt zu sein, an dem Core Design da gerade werkelt. Schöne Grafik und ein Spielprinzip, das sicher mit Top-Titeln mithalten kann. Ob es allerdings zum ganz großen Wurf reicht, das weiß man noch nicht. Ich hoffe es allerdings, da Lara Croft einfach ein Kultfigur ist, die es auch wieder verdient hat nicht nur im Filmgeschäft aufzutrumpfen sondern auch bei den Videospielen wieder erste Klasse zu sein. The Angel of Darkness soll am 15. November für PC und Playstation 2 erscheinen. Ich bin sehr gespannt.

    Eidos – Tolles E³ Lineup

    Schon bald steht wieder die größte Spielemesse der Welt an und natürlich will sich jede Firma von der besten Seite zeigen. Bei Eidos wird es auf jedenfall so sein, dass das offizielle Lineup beinhaltet so einige Toptitel, auf die schon viele Gamer warten.

    Das sind die Spiele, die Eidos auf der E³ zeigen will:

  • Backyard Wrestling: Don’t Try This At Home (PS2, Xbox)
  • Chain Gang (PS2, Xbox)
  • Commandos 3: Destination Berlin (PC)
  • Deus Ex: Invisible War (Xbox, PC)
  • The Italian Job (PS2, Xbox, GameCube)
  • Lara Croft Tomb Raider: The Angel of Darkness (PS2, PC)
  • Legacy of Kain: Defiance (PS2, Xbox)
  • Republic: The Revolution (PC)
  • Thief (Xbox, PC)

    Wie man sieht kommt für jede Plattform zumindest ein Toptitel auf die Messe, nur die Nintendo-Fans bekommen bei Eidos nicht so viel zu sehen.

  • Vivendi – Spielesparte wird verkauft

    Es hat sich über Monate hinweg angekündigt und ist nun leider auch Realität geworden. Wie Vivendi bekannt gab, wird der französische Konzern Teile seines Imperiums verkaufen. Auch die Spielesparte ist betroffen. Diese Entscheidung hat auch Auswirkungen auf Edelschmieden wie Sierra und Blizzard, die bei Vivendi unter Vertrag stehen. Es wird sich zeigen wer nun die Sektion übernehmen wird. Electronic Arts und Microsoft waren ja beispielsweise seit jeher als potentielle Käufer im Gespräch.

    Nicht mehr im Vivendi-Paket enthalten ist übrigens Valve. Die Half-Life-Macher stehen seit einigen Wochen bei Activision unter Vertrag.

    Electronic Arts – Klagt gegen Indizierun

    Wie kürzlich bekannt wurde hat Electronic Arts vor dem Verwaltungsgericht Köln Klage gegen die Indizierung von C&C: Generals eingereicht. Schon nach zwei Wochen Verkauf wurde das Echtzeitstrategiespiel von der BPjM, mit der Begründung es sei kriegsverherrlichend und der aktuelle weltpolitischen Lage nicht angemessen, auf den Index gestellt.

    Dr. Jens Uwe Intat, Geschäftsführer von EA Central, begründete die Klage folgendermaßen. „Die Bereinigung des entstandenen materiellen Schadens ist kein entscheidendes Kriterium für diesen Schritt. Vielmehr geht es uns darum, das fragwürdige Vorgehen der BPjM in diesem Fall nicht einfach hinzunehmen. Mir scheint, dass man EA Deutschland als Tochterunternehmen eines US-amerikanischen Konzerns aus politisch motivierten Gründen ungerecht behandelt hat. Weder wurden unsere Argumente von dem Gremium in irgendeiner Weise aufgegriffen, noch war den meisten Vertretern des Gremiums überhaupt das Spiel oder auch nur das Genre vertraut. Ich hoffe, dass die nun involvierten gesellschaftlichen Institutionen hier aufgeklärter handeln, zumal Generals weltweit frei an Jugendliche ab 16 Jahren verkauft werden kann und außerhalb Deutschlands nur in China indiziert ist.“

    Er kostete uns allen den Spaß!

    In Österreich kommt der Torhüter des deutschen Nationalteams ja bestenfalls bei FC Bayern-Fans gut an. Der Sportler spaltet eben wie sein Klub die Meinungen unter den Anhängern. Bei Electronic Arts und vielen PC-Spielern dürfte sich der Kerl nun aber ebenfalls einige Feinde gemacht haben…

    Der Grund ist in einem Verfahren zu finden, in welchen das deutsche Landesgericht Hamburg dem Goalkeeper nun Recht gab. Er hatte geklagt, dass Electronic Arts sein virtuelles Abbild in der FIFA-Serie (explizit FIFA WM 2002) zu realistisch dargestellt hätte und damit ohne seine Erlaubnis Werbung mit seiner Person betrieben habe. Wer sich jetzt an den Kopf fasst und all das nicht glauben kann, dem sei gesagt, dass die DFB/FIFA-Lizenzen der Entwickler zwar die Namen der Spieler beinhalten, das Aussehen ist jedoch offensichtlich nicht im Vertrag inkludiert.

    Kahn hat diesen Punkt gewonnen und EA darf das Fußballspiel nicht mehr verbreiten. Doch damit ist die Sache für den guten Olli noch nicht gegessen. Der am Hungertuch nagende Fußball-Millionär will den weltgrößten Spielepublisher nun auch noch auf Schadenersatz verklagen.

    Jetzt dürft ihr euch an den Kopf greifen, denn damit könnte eine Welle der Zerstörung über Electronic Arts hereinbrechen. Auch in anderen FIFA-Teilen ist Oliver Kahn genauestens nachgebildet. Folgt ein Vertriebsverbot für alle Spiele der Serie? Aber das wäre ja noch das kleinere Übel. Kahn könnte bei einer Schadensersatzklage recht bekommen und eine Entschädigung in Millionenhöhe erhalten. Das alleine würde den kalifornischen Publisher noch lange nicht in den Ruin treiben, allerdings ist Kahn nicht der einzige Spieler der in der Reihe detailliert nachgebildet ist. Wenn nun jeder noch so kleine Hobbykicker der in den Mannschaften des Spiels sitzt eine Klage einreicht könnte EA einige Probleme bekommen.

    Eine tolle Möglichkeit für die geplagten Sportler noch ein wenig mehr Geld für ihren Lebensabend (ca. ab dem 32. Lebensjahr) herauszuschlagen. Die Entschädigungen sind da doch nur kleine Peanuts. Die Lizenzen könnten theoretisch erweitert werden, sodass die Fußballer nun auch die Rechte an ihrem Aussehen den jeweiligen Institutionen überlassen – gegen entsprechendes Bargeld natürlich.

    Es reicht aber nicht, dass Kahn & Co. ihre eigenen Ligen und Vereine durch horrende Transfer- und Lohngelder an den Rand des Ruins treiben, wie in Italien und Deutschland zuletzt deutlich zu sehen war. Nein! Jetzt sind auch die Fans dran ordentlich hergepoppt zu werden. Wenn die Publisher plötzlich wieder auf Lizenzen verzichten weil diese ja teurer werden, fällt der atmosphärische Wert eines Spiels natürlich wieder ab. Und was habe ich davon wenn zwar namentlich Oliver Kahn im Tor steht, der aber aussieht wie ein anonymer Waschlappen vom Dorfklub nebenan?

    Die Gier der Sportler trifft schlussendlich wieder einmal die Fans. Obwohl: es hat ja auch irgendwie einen humoristischen Wert, wenn wie zum Beispiel in der Anstoss-Serie plötzlich ein „Oliver Krahn“ das Tor eines bestimmten Vereins ausfüllt. Wir empfehlen Electronic Arts eine Art “tierisches Fußballspiel” zu entwickeln und auf die verfluchten Lizenzen gelinde gesagt zu pupsen. Es wäre nicht nur einmal was anderes, sondern auch besonders lustig wenn Brasiliens Abwehrspieler „Gepard Robbi Carlosch“ auf den deutschen Teamtorhüter „Affe Olli Utan“ ballert.

    Was haltet ihr von dieser Kolumne? Unser <a href="http://forum.rebell.at" target="_blank">Forum</a> steht wie immer zur Diskussion bereit.

    Shiny – Schließungsgerüchte & neue Matrix-Spiel

    Enter the Matrix: Hersteller Shiny am Ende?Das Bekanntwerden von Entlassungen bei Shiny lässt derzeit wieder die Gerüchteküche brodeln. Einige Website vermelden wegen dieser Personalkürzungen, dass die Studios eventuell schließen würden. Eine offizielle Stellungnahme von Seiten der Enter the Matrix-Entwickler gibt es noch nicht. Auch der Besitzer der Entwicklungsstudios, der seit gut einem Jahr Infogrames heißt, hat sich dazu bisher in keinster Weise geäußert.

    Wir halten die Bewahrheitung dieser Gerüchte allerdings für nicht sehr wahrscheinlich. Nach der Fertigstellung eines Spiels werden in vielen Fällen Stellen abgebaut, da es eine Zeit dauert, bis auch das nächste Projekt wieder eine derart große Anzahl an Entwicklern braucht wie das letzte (in dem Fall Enter the Matrix) in der finalen Phase. Des Weiteren gibt es keinen ersichtlichen Grund warum Dave Perry’s Studio plötzlich geschlossen werden sollte. Gerade nachdem gestern auf einer EtM-Pressekonferenz angekündigt wurde, dass noch zwei weitere Matrix-Spiele (davon vermutlich ein Onlinetitel) in Entwicklung sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass wenigstens eines davon wieder von Shiny entwickelt wird, ist unserer Meinung nach zumindest existent. Fans von Sacrifice und den anderen Spielen der Firma sollten also vorerst guter Hoffnung bleiben.