Kategorie-Archiv: Spiele

Was kostet der Realismus?

Unser heutiges Thema behandelt den Zusammenhang der beiden Wörter Realität und Verlust mit Computerspielen. Jaja, einige Zocker verlieren jeden Bezug zur Realität wenn sie wieder einmal die Nacht im Battle.net verbracht haben oder auf CS-Servern zwölf Stunden am Stück über die de_dust-Map gerusht sind. Aber eigentlich meine ich etwas vollkommen anderes…

Bei einem Blick in die Regale fällt in den letzten Jahren unweigerlich der steigende Prozentsatz an solchen Spielen auf, die ein Abbild der Realität oder zumindest fiktive aber dennoch mögliche Szenarien wiedergeben wollen. Delta Force, Operation Flashpoint, Medal of Honor, Sudden Strike, C&C: Generals und wie sie auch sonst so alle heißen. Warum ist das eigentlich der Fall? Vermutlich könnte man zu diesem Thema ein ganzes Buch verfassen, weshalb ich mich auf wegen dem beschränkten Platz der uns hier zu Verfügung steht eher der Frage widme: Ist das denn notwendig?

Vielleicht ist C&C: Generals das perfekte Beispiel um meine Frage demonstrativ zu untermauern. Die Command & Conquer-Serie wurde dank des NOD vs. GDI-Szenarios bekannt, und das obwohl dieses nicht wirklich als äußerst wirklichkeitsnah bezeichnet werden kann. Mit dem aktuellen Titel, C&C: Generals, wird nicht nur das Szenario und die Grafik „echter“, sondern auch das Spielprinzip. Wo früher ein Cyborg genügte, müssen sich jetzt Selbstmordattentäter in die Luft sprengen. Generals aber hat in einem wesentlichen Punkt klare Abzüge gegenüber seinen Vorgängern hinnehmen müssen. Das aktuelle Szenario kann die atmosphärische Dichte der ersten Teile nicht erreichen. Anstatt auf eine storytechnisch cool präsentierte Kampagne wie bisher zu setzen, lässt uns Electronic Arts UNO-Konvois in die Luft jagen.

Mir bleibt dazu nur zu sagen: Generals ist sicher ein gutes Spiel, aber so populär wie es durch die ersten Ausgaben wurde, wäre das Label Command & Conquer damit nicht geworden. Aus der schönen Grafik und einem Sequel zu Tiberian Sun wäre sicher deutlich mehr Spielspaß herauszuholen gewesen. Was folgern wir daraus? Haben zumindest gewisse Spiele es wirklich notwendig den Terrorismus oder generell die Realität als Element zu benutzen? Ich glaube nicht! Und oft verliert man durch die realgetreue Umsetzung auch etwas viel wichtigeres. In diesem Fall den Flair der Serie und eine gewisse „spielerische Naivität“. Realismus? Den seh’ ich täglich in den Nachrichten. Beim Spielen brauch ich ihn nicht…

Was haltet ihr von dieser Kolumne? Versteht ihr einen bestimmten Teil nicht oder seid ihr anderer Meinung? Unser <a href="http://forum.rebell.at" target="_blank">Forum</a> steht wie immer zur Diskussion bereit.

Dinozoo selbst gemacht

Baut euch immer neue Attraktionen, von Imbissbuden bis zu "neuen" Dinosaurierarten, welche von euren organisierten Suchtrupps entdeckt werden. Über 25 verschieden Arten erwarten euch.

Zwischen Urwäldern und Bergen könnt ihr eure Dinosaurier entweder in freier Wildnis, oder auch, wenn nötig, in Gehegen verpflegen. Dabei müssen auch anstehende Krankheiten geheilt werden.
Manchmal benötigt ihr auch die Hilfe eures Helikopters, um entflohene und gefährliche Tiere zu besänftigen oder gar zu töten. Eine andere Perspektive ist auch noch der Jeep, mit dem man die Gegend untersuchen kann. Die Steuerung ist ziemlich einfach und schnell hat man herausgefunden, wie alles funktioniert.

Die Besucher können auch ihre persönliche Meinung zum Park abgeben, sprechen ihre Bedürfnisse aus und helfen so eventuelle Mängel zu beseitigen. Auch sehr hilfreich ist euer Team, welches für euch forscht, euch bewertet oder euch wichtige Informationen mitteilt. Es gibt beinahe immer etwas zu tun und man hat kaum Zeit eine Pause zu machen, da man auch den genügenden Geldstand erhalten muss. Doch das erweist sich eigentlich als positiv, da das Spiel dadurch interessant bleibt.

Ein weiterer positiver Punkt an dem gut umgesetzten Spiel, ist, dass es sehr lehrreich über Dinosaurier und Epochen aufklärt. Dafür gibt es sogar eine Dinoenzyklopädie als Menüpunkt und auch während des Spiels bekommt man so einiges von den pflanzen- oder fleischfressenden Kreaturen mit. An Details wird dabei nicht gespart.

Doch ins Spiel wurde auch noch ein kleiner actionreicher Teil eingeführt, in denen man auch viele, kleine und verschiedene Missionen spielen kann, wobei man bei sanfteren nur Fotos schießen , bei brutaleren aber Dinosaurier vom sicheren Helikopter aus abknallen muss.

Dann gilt es natürlich noch den Sound zu erwähnen, der mit der Filmmusik aufgewertet wird. Ab und zu gibt es noch anständig umgesetzte Geräusche aus der Umgebung. Außerdem ist da noch das Team, welches mit euch redet oder auch einfach nur freundlich begrüßt.

Die Grafik ist beim ersten Betrachten eher mäßig, bietet aber wenn man näher ans Geschehen zoomt auch öfters mal kleinere Details. Bäume und Berge sehen zwar nicht besonders überzeugend aus, dafür bietet Operation Genesis schöne Wassereffekte. Dann gibt es da noch das Wetter, vom Regen bis zu Hitzewellen. Das beeinflusst natürlich auch das Spiel, wie zum Beispiel den Konsum der Besucher in Sachen Regenschirmen.

Die Kamera ist mit den beiden Sticks leicht zu bewegen und man kann mit dem Zoombutton so ziemlich jeden Winkel der Insel genauestens untersuchen. Die Steuerung ist leicht zu bedienen und auch die Fahrzeuge hat man gleich im Griff. Ihr könnt all eure Attraktionen schnell be- oder untersuchen.

Mir hat das Spiel sehr gut gefallen, da das einzige etwas misslungene am Spiel, nämlich die Grafik, nicht von entscheidender Bedeutung ist. Außerdem ist Operation Genesis sehr variantenreich, was dazu führt, dass man etwas länger braucht bis man alles herausgefunden hat. Zusätzlich kann man die Landschaft mit der Kamera genau untersuchen und auch die Steuerung ist sehr einfach. Wenn jemanden Dinosaurier besonders interessieren, wird das Spiel gleich noch besser, da man während des Spiels sehr viele kleine Details über die Urvieher erfährt.

Film und Konsolen-EtM unter der Lupe

The Matrix: Reloaded

Wir erinnern uns an das grandiose Ende von The Matrix: Neo (Keanu Reeves) schafft es endlich an sich selbst zu glauben und besiegt als erster Mensch überhaupt einen sogenannten Agenten. Doch der Kampf zwischen den Menschen und Maschinen ist noch lange nicht vorrüber was ein Sequel zum Film wohl absolut rechtfertigt.

Das finden auch die Wachowsky-Brüder Larry und Andy, die Macher des Universums. In bester Actionmanier senden die beiden uns auch in Reloaded wieder durch eine unglaublich verwebte Story voller Doppelbödigkeiten und der Möglichkeit massenhaft in den Verlauf hineinzuinterpretieren.

Die Story des zweiten Teils der Matrix-Trilogie braucht sich nicht zu verstecken, hat allerdings den Makel, dass ein dritter Part kommen wird. Viele Zusammenhänge dürften wir wohl (hoffentlich) erst im November verstehen, wenn Revolutions in den Kinos angelaufen ist.

Das stört uns aber herzlich wenig, denn die Bedrohung der letzten Menschenstadt Zion ist genug Stoff um auch Reloaded zu einem Action-Meisterwerk erster Güte zu machen. Lediglich wenige Szenen wirken aufgesetzt. So scheint es beispielsweise so zu sein, dass im hochtechnologiesierten Zion alle Menschen ravende Sektenanhänger sind, die für freie Liebe kämpfen und ihrem großen Guru zujubeln. Die Szene erweckt den Anschein nur eine dazwischengefügte Sequenz zu sein um auch ein wenig mehr Sex ins Spiel bringen zu können.

Glücklicherweise ist sie aber nur von relativ kurzer Dauer, sodass man sich bald wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann: Verschwörung und Kampf.

Actioneinlagen – Wie könnte es auch anders sein? – gibt es am laufenden Band. Und die Art und Weise wie sie dargestellt werden gleicht einem Faustschlag ins Gesicht anderer Actionregisseure. Spektakuläre Kamerafahrten, aufwändige Computereffekte und großartige Martial Arts-Einlagen begeistern das Auge und schaffen, zusammen mit dem wirklich sensationellen Soundtrack, eine traumhafte Atmosphäre.

Neben altbekannten Figuren wie zum Beispiel Neo, Trinity und Mr. "Gesicht-nicht-verzieh" Morpheus sind auch viele neue Charaktere eingebaut worden (z.B.: Schiffskapitänin Niobe die wir auch in Enter the Matrix steuern). Die passen allesamt ins Geschehen und wurden ohne ersichtliche Fehler gespielt.

Was genau sie uns in Reloaded zu erzählen haben, finden Matrix-Fans aber wohl am besten selbst heraus. Das zweite Drittel der Trilogie muss man gesehen haben, auch wenn es nicht ganz an das erste heranreicht.

Fazit: Verwirrt und voller unbeantworteter Fragen, aber trotzdem vom Film befriedigt, verlasse ich das Kino. Nach vielen schlechten Kritiken zu Reloaded bin ich ohne große Erwartungen in den Saal spatziert und wurde unheimlich positiv überrascht. Die Story ist wieder philosophisch und packend, wird aber wohl erst im dritten Teil wirklich schlüssig werden. Fans müssen rein, wer nur tolle Action sehen will liegt aber ebenfalls nicht falsch.

Enter the Matrix

Sony PlayStation 2: Spielspaß 67 Pkt.

Vergleicht man die PlayStation 2 Fassung mit der Xbox und PC-Variante (so wie wir), dann stellt man schnell fest wo die grafischen Muskeln der Sony-Konsole ihre Grenzen haben. Kein Anti-Aliasing und dadurch auch das Herausstechen der niedrigen Auflösung sowie ein generelles Gefühl der Farbarmut machen die PlayStation 2-Fassung zur technisch schlechtesten Fassung.

Die Steuerung bietet hingegen keine Nachteile und ist gleichwertig gelungen wie auf PC und Xbox. Negativ stechen leider auch die Ladezeiten heraus, die zusammen mit dem mieserablen Speichersystem für einige Frustmomente sorgen. PS2-Besitzer müssen wesentlich länger auf den Wiedereinstieg ins Spiel warten als andere.

Microsoft Xbox: Spielspaß 70 Pkt.

Wurde Enter the Matrix für die Xbox optimiert? Es hat hin und wieder den Anschein. Trotz weiterhin bestehender grafischer Schwächen wirkt die Version für Microsoft’s Konsole technisch doch irgendwie am ausgereiftesten. Gerade im Vergleich mit der PlayStation 2-Fassung findet man sauberere Texturen, mehr farbliche Abwechslung und zusätzliche Effekte vor. Keine zusätzliche Kritikpunkte für die Steuerung sind vorhanden.

Fazit:
Ein wesentlicher Vorteil den Konsolenbesitzer gegenüber den PC-Spielern haben ist, dass man nicht im Dauersprint durch die Matrix tigert, sondern auch langsames Gehen möglich ist.

Ansonsten ist vor allem durch die langen Ladezeiten für PS 2-Besitzer ein kleiner Nachteil gegeben, der auch durch die schlechtere Grafik natürlich nicht wieder aufgeholt werden kann. Deshalb gibt es einen kleinen Punkteabzug. Für PC und Xbox gelten identische Kritikpunkte aber auch die Pro-Argumente sind dieselben, weshalb wir wertungstechnisch keinen Unterschied machen und dabei bleiben: Enter the Matrix ist ein gutes Spiel mit einigen Fehlern.

Wir haben hier lediglich die Unterschiede zwischen den Versionen beschrieben, da EtM inhaltlich auf allen Plattformen gleich ist. Zum ausführlichen Test der PC-Version gelangt ihr -| <a href="http://www.rebell.at/?site=rgames&cnt=show_r1&post_id=122" target="_blank">hier</a> |-.

Leider war es uns nicht möglich auch die GameCube-Ausgabe zu testen. Die bietet laut Erfahrungsberichten von anderen Spielern erträgliche Ladezeiten aber leider grafische Schwächen gegenüber den drei anderen Fassungen.

The Testbericht has you…

Enorme Produktionskosten, ein riesiger Werbeaufwand, große Versprechungen, Verwebung mit Matrix: Reloaded – insgesamt also ein Actionspiel der Superlative. So wird Enter the Matrix zumindest von Atari angepriesen. In unserem ausführlichen Testbericht sagen wir euch nun ob die Vorschusslorbeeren für das Spiel gerechtfertigt waren.

Wir sind keine Spoiler-Schweine, darum werden wir uns ausnahmsweise mit der Beschreibung der Story von Enter the Matrix zurückhalten, auch um euch nicht zuviel über den derzeit in den Kinos laufenden Film Reloaded zu verraten (ein Review dazu folgt übrigens noch).

In Enter the Matrix schlüpft ihr entweder in die Rolle von Schiffskapitän Niobe oder in die Haut ihres ersten Handlangers Ghost. Die Entscheidung, welchen der beiden Charaktere ihr wählt, hat Auswirkungen auf die folgenden Missionen. Je nachdem wen ihr steuert verlaufen die Einsätze ein wenig anders. Allerdings hebt sich das Spielgeschehen nicht immer frappierend voneinander ab. So ist es beispielsweise während den nervenden Autofahr-Einlagen so, dass Niobe als beste Fahrerin in der Matrix steuert und Ghost derweilen aus dem Fenster ballert. Dass das Auto dabei oft von der Straße abkommt, liegt nicht am alten Vorurteil von wegen "Frau am Steuer – Ungeheuer!", sondern an der doofen KI der Dame bzw. der merkwürdigen Fahrphysik, wenn ihr selbst das Steuer übernehmt. Auf diese Weise bieten die Einlagen zwar Abwechslung, man hätte aber auch gern darauf verzichten können.

Dasselbe gilt für das saudämliche Speichersystem. Wie in so manchem Spiel kann man nicht an jedem Punkt der Handlung speichern. Nur am Beginn von neuen Levels lässt euch Enter the Matrix sichern. Der Vorteil: die Spielzeit verlängert sich künstlich enorm. Der Nachteil: lästige Hüpfeinlagen oder längere Laufwege muss man an schwierigeren Stellen immer wieder machen. So kann es schon mal passieren, dass man ganze Levelabschnitte nochmal spielen muss, nur weil man in einem unachtsamen Moment am Ende der Map in einen kleinen Abgrund gefallen ist. Noch bitterer ist es, wenn man selbst gar nichts dafür kann und die Spielfigur sich einfach einbildet, dass sie in der Wand hängenbleiben oder im Boden versinken muss.

Das kann auch schon mal einem Gegner passieren. Doof ist das vor allem, wenn es bei einem der Endgegner (in Form von Agenten) passiert und der ganze harte Kampf mit einem solchen deswegen umsonst war.

Diese Frustmomente erlebt man leider des öfteren, denn gepaart mit der stellenweise etwas unübersichtlichen Kameraführung findet man sich ab und an in nicht allzu leichten Situationen wieder.

Der Zeitdruck, unter dem Shiny offensichtlich stand, ist dem Spiel anzumerken. Noch ein Monat Bugfixing hätte dem Spiel sicherlich gut getan. So muss man sich mit fehlerhaften Optionseinstellungen, steckenbleibenden Figuren und anderen Kinderkrankheiten herumschlagen. Auch das Menü gewinnt keinen Schönheitspreis, tut aber wenigstens seinen Zweck.

Ein Überbleibsel aus dem Kompromiss, das Spiel für alle Konsolen und den PC zu veröffentlichen ist aber nicht nur das Speichersystem. Auch der Grafik merkt man an, dass sie auf der PlayStation 2 ebenfalls ihre Dienste leisten muss. So findet man sich vor allem zu Beginn des Spiels in textur- und detailarmen Umgebungen wieder. In Zeiten, in denen ein Half-Life 2 mit fotorealistischer Grafik bevorsteht, darf man sich eine solche Optik einfach nicht mehr erlauben. Gerade Enter the Matrix lebt aber seltsamerweise trotzdem von der Grafik, denn die Kämpfe retten dank der guten Animationen und der doch spektakulär anzusehenden Zeitlupeneinlagen (zu aktivieren über den Fokus-Button, ähnlich wie in Max Payne) vieles.

Damit haben wir uns genug über Enter the Matrix ausgelassen und kommen zu den Stärken des Spiels. Die liegen wie schon erwähnt hauptsächlich in den Kampfszenen. Dass diese so leicht von der Hand gehen, verdankt man der simplen Steuerung. Mit drei Knöpfen (Treten, Schlagen, Zeitlupe) hat man jede Situation fest im Griff. Die Waffen spielen dabei schon fast eine Nebenrolle. Zwar ist das Arsenal nicht zu klein, Ghost und Niobe durch Nahkämpfe zu steuern macht aber viel mehr Spaß.

Ein weiterer großer Pluspunkt des Spiels – und das ist eher eine Seltenheit – ist die Lizenz, denn die Verwebung mit dem Film funktioniert, die ca. eine Stunde langen extra gedrehten Movies sind außerdem eine Bereicherung für das Spiel. Sicher! Aus der Matrix-Lizenz lässt sich noch viel mehr herausholen, verglichen mit anderen Filmumsetzungen ist Shiny hier aber ein ordentliches Stück Software gelungen und trotz der vielen Mängel sorgt Enter the Matrix einfach für Kurzweil.

Das mag auch am Sound liegen. Der lässt nicht viel zu wünschen übrig und treibt den Puls an manchen Stellen dank gutem Soundtrack schon mal in die Höhe.

Ein Witz ist allerdings die Installation. Die nimmt 4,3 GB Festplattenspeicher in Anspruch (und dauert dementsprechend lange). CD-Wechslereien erspart man sich zwar dadurch, eine DVD-Version hätte aber sowohl die Festplatte geschohnt, als auch die Installation verkürzt.

Wie gut der Film und die Konsolenfassungen sind sagen wir euch in einigen Tagen in einem ausführlichen Special.

Warum zum Teufel sieht das uralte Messiah besser aus als Enter the Matrix? Schwer zu sagen, liegt aber wohl am Erscheinen auf mehreren Plattformen. Ich hätte gerne noch einen oder zwei Monate länger auf Enter the Matrix gewartet, dann wär‘ vielleicht mehr Zeit geblieben um die ersten Levels grafisch zu tunen (später wird die Optik etwas besser) und einige nervende Bugs zu beseitigen. Auch die Feinmechanik in puncto Kameraführung fehlt deutlich.

Vielleicht helfen ja noch der ein oder andere Patch etwas nach. Grundsätzlich kann man Shiny aber wohl keinen Vorwurf machen. Der Zeitdruck war sicherlich groß und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Matrix-Fans müssen allein wegen der Verschachtelung von Film und Spiel zugreifen und dürfen für sich noch bis zu fünf Spielspaßpunkte draufsetzen. Es wäre sicher viel mehr drinnen gewesen in der Matrix-Lizenz. Aber sei es wie es sei, Enter the Matrix bleibt schlussendlich ein gutes Spiel mit verschenktem Potential und einem saudämlichen Speichersystem. I entered the Matrix – und es hat mir gefallen.

THQ – Neue Releasetermine

Soeben sind die neuen Releasetermine von THQ eingetroffen, diese wollten wir euch natuerlich nicht vorenthalten – vorsorglich sind diese auch schon in unserer Releaseliste eingetragen.

Eine wohl unangenehme Änderung stellt wohl S.T.A.L.K.E.R. Oblivion Lost dar – ursprünglich für das erste Quartal 2004 angekündigt, gibt man nun September 2004 an. Aber nicht traurig sein, lieber ein ausgereiftes Spiel als ein Zwangprodukt, das unter Zeitdruck fertiggepfuscht wurde.

Activision – Rekordumsätze

Während man bei anderen Publishern ständig um seinen Job bangen muss, geht’s bei Activision stetig aufwärts. Seit der Gründung im Jahr 1979 wurde letztes Jahr die grösste Steigerung der Nettoumsatzes mit ca 27% erzielt.

Das laufende Jahr wird mit Sicherheit auch nicht unbedingt schlecht ausfallen, immerhin sind Top-Titel wie zb .id’s DOOM III oder Valve’s Half-Life 2 angekündigt. Auch wenn alles andere floppt, sollte allein hier die Kasse mächtig klingeln.

Verdammt wo sind meine Ellbogen?

Jeder Spielehersteller hat seinen Helden, eine Art Vorzeigefigur in der großen Welt der PC- und Konsolenspiele. Eidos hat Lara Croft, hauptberuflich Archäologin mit Hang zu kostbaren Schätzen, Nintendo hat Super Mario, der seit etlichen Jahren über die Konsolen flimmert und nicht abgelöst werden will. Und wen hat Ubisoft? Natürlich! Rayman ist der unübertroffene Star ohne Allüren der gerne Siesta macht aber dennoch immer hilfsbereit seinen Freunden zur Seite steht. Ich als eingefleischter Strategiespieler war anfangs nicht wirklich über dieses Spiel erfreut, gab dem kleinen Kerl aber dennoch eine Chance die sich gelohnt hat …

Wir befinden uns im Land der Träume, einem Ort voller Glückseligkeit und Ruhe, also dem exakten Gegenteil von unserer Welt. Den Bewohnern wird aber nach einiger Zeit so richtig langweilig, sodass etwas passieren muss. Und genau da geschieht etwas Schreckliches: ein roter Lum (ein Bewohner) verwandelt sich in eine kleine schwarze, flauschige Kugel namens Andre der nur nach einem giert: die Welt zu erobern. Er verwandelt alle Lums in solche Wesen und schickt sie aus, um hilflosen Tieren die Felle zu stehlen, um daraus Uniformen zu weben – für die schrecklichste Armee der Welt, den Hoodlums, die sich das Ziel gesetzt haben, das Land der Träume in Unheil zu stürzen. Doch zwei Personen haben da etwas dagegen: Rayman und sein Freund Globox, der am Anfang des Spiels versehentlich Andre verschluckt. Natürlich wollen die Hoodlums ihren Anführer zurück und jagen die Zwei durch die unterschiedlichsten Levels.

Wie es sich in alter Jump`n`Run Manier gehört, müssen Wände erklommen, Schluchten überwunden und Punkte gesammelt werden. Um all diese Dinge zu meistern bedarf es speziellen Superkräften. Die Hoodlums haben Laser-Waschmittel entwickelt, die ihre Kleidung in Kampfanzüge verwandelt. Insgesamt gibt es fünf Stück wie zum Beispiel die Heavy-Metal-Faust, die es Rayman ermöglicht, Gegner mit einem Hieb niederzustrecken oder Türen zu durchschlagen oder die Eisengreifer, mit dessen Hilfe sich unser kleiner Freund an Metallringe hängen kann. Immer mit von der Partie, ausgenommen wenn er nicht gerade wieder entführt wird ist Globox (inklusive Andre) der Rayman des Öfteren beim Besteigen von Anhöhen hilft.

Im Kampf sieht es mit den Items anders aus. Gegner, die auf Stelzen gehen, werden mit der Wirbelfaust schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Eisengreifer dienen auch als Art „Elektroschocker“. Feinde die zu weit von Rayman entfernt sind, nimmt der armlose Held mit der Torpedofaust aufs Korn. Diese ferngesteuerte Rakete wird auch benötigt um Schalter und Türen zu knacken.

Falls gerade keine Power-Ups in der Gegend herumliegen, muss Rayman sich auf seine eigene Kraft verlassen. Er hat keinen Bizeps, jedoch kann er seine Fäuste schleudern um Gegner so außer Gefecht zu setzen. Oft sind diese Power-Ups auch nur versteckt. Wie zum Beispiel von Kleinlingen die in Käfigen gefangen sind. Wenn dieser Käfig zerstört wurde, schenken die Kleinlinge Rayman ein Item oder Edelsteine.

Die Levels würden mit der Zeit etwas zu einfach werden, wenn man keine geheimen Schätze oder ähnliches finden könnte. Deshalb wurde das Punktesystem simpel, aber effizient gestaltet. Überall in den Levels liegen Edelsteine in verschiedenen Farben herum, die nur warten um von Rayman gefunden zu werden. Sobald man einen Edelstein aufgehoben hat, erscheint für kurze Zeit ein Combobalken der den Punktestand erhöht, falls man es schafft, in drei Sekunden einen neuen Edelstein aufzunehmen. Punkte erhält man ebenfalls für das Erledigen von Feinden. Die dritte Möglichkeit ist das Finden von extrem gut versteckten Chamäleons oder Tribellen. Punkte schalten ab einer bestimmten Anzahl kleine Mini-Spiele und Videos frei.

Rayman lässt so gut wie keine Wünsche offen in Sachen Handhabung. Die Steuerung ist kinderleicht und sehr händeschonend belegt. Auch im Bereich Grafik gibt es keine Mängel. Die verschiedenen Levels sind schön detailliert gestaltet und sehr abwechslungsreich. Auch der Humor wird groß geschrieben und wertet das Spiel deutlich auf.

Nachdem ich eher auf dem Gebiet Rollenspiele und Strategie angesiedelt bin, war ich nicht so begeistert dieses Review zu machen. Doch nach einiger Zeit freundete ich mit dem Spiel an und es machte mir sogar richtigen Spaß mit Rayman, Globox und Co. die fiesen Hoodlums zu vermöbeln. Die Grafik stimmt, die Sounduntermalung passt dazu und ist nicht eintönig, die Steuerung simpel und der Spielspass groß. Fortgeschrittenen Spielern wird es aber zu leicht sein da man den Schwierigkeitsmodus nicht einstellen kann. Dennoch bietet Rayman alles was das Zockerherz begehrt.

Indizierung – Jetzt auch in den USA

Wenn man den Berichten der werten Kollegen von CNN glauben schenken darf, dann wird im US-Bundesstaat Washington ein Gesetz erlassen das – ähnlich wie die deutsche Regelung der BPjM – den Verkauf von gewaltverherrlichenden Videospielen an Jugendliche unter 17 Jahren verbietet. Wer trotzdem Spiele wie GTA Vice City, GTA 3 und Enter the Matrix an zu junge Personen verkauft muss mit Geldstrafen von bis zu 500 US Dollar rechnen. Die IDSA (Interactive Digital Software Association) lehnt das Gesetz ab: „Spiele sind Kunst“, ist vielleicht eine noch etwas gewagte Aussage der Branchenvertretung, trotzdem will man nun eine Klage gegen das Gesetz einreichen, das als verfassungswidrig bezeichnet wird.

Interessant ist vor allem die Begründung, warum die oben genannten Spiele betroffen sein sollen. So scheint es sich weniger um die Gewaltdarstellung zu drehen, als darum, dass in diesen Spielen Polizisten als Gegner gesehen werden. Auf Araber zu ballern scheint den Amerikanern dann doch nicht bdenklich genug zu sein.

„Amüsant“ wäre eine Verabschiedung eines solchen Gesetzes in jenen Bundesstaaten der USA die es zwar erlauben Jugendliche hinzurichten, ihnen aber den Zugang auf Spiele wie Enter the Matrix verweigern. Bleibt zu hoffen, dass die verehrten Politiker in Österreich noch lange um die Pensionsreform streiten und nicht auf ähnlich klevere Einfälle kommen. God bless Austria!

Phantom – Der Präsentationstermin

Mit der neuen Spielekonsole Phantom möchte Infinium Labs Mircosoft, Sony, Nintendo und Co mächtig Konkurrenz auf dem hart umrungenen Markt der NextGen-Konsolen machen. Ob das dem Newcomer allerdings gelingen wird bleibt fraglich.

Jedenfalls hat Infinium Labs nun bekannt gegeben, dass die Konsole erstmals im August auf der Ultimate Gamers Expo präsentiert wird. Warten wir also ab – vielleicht ist die Konsole ja ein absoluter Knüller und stellt alles bisher da gewesene in den Schatten.

Electronic Arts – Die neuen Spiele auf der E3

Die E3 öffnet ihre Pforten und natürlich darf auch Electronic Arts, der Marktführer am Bereich der Videospiele, nicht fehlen. Die Kalifornier werden auf der Messe in den USA die folgenden neuen Spiele ankündigen:

  • FIFA Soccer 2004
  • Madden NFL 2004
  • NBA Live 2004
  • NHL 2004
  • Tiger Woods PGA Tour 2004
  • SSX 3
  • Battlefield 1942: Secret Weapons of WWII
  • Black and White 2
  • Die Sims 2
  • Die Sims …brechen aus!
  • Harry Potter Quidditch World Cup
  • Herr der Ringe: Rückkehr des Königs
  • James Bond 007 Everything or Nothing
  • Medal of Honor Rising Sun
  • Need For Speed Underground
  • SimCity4 Rush Hour Expansion Pack
  • Bionicle
  • Freedom: Soldiers of Liberty
  • Looney Tunes: Back in Action
  • Ein Freelancer auf Grafiktripp

    Magnus Tide hat sich in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der Freelancer hat einen großen Job in den Sand gesetzt und somit auch seine Karriere etwas zurückgeworfen. Jetzt ist er aber wieder da! Mit brandneuem Schiff und einer gehörigen Portion Selbstsicherheit führt ihr ihn als Helden durch die Schlachten des deutschen Actionspiels Yager. Wieviel Spaß das macht erklärt unser Review.

    Gleich beim ersten Spielstart fallen mir die Augen raus. Das sieht ja echt klasse aus. Weitläufige, abwechslungsreiche Landschaften, detailliert modellierte Schiffe und schöne Effekte wohin man blickt. Die deutschen Entwickler haben ihr Erstlingswerk in eine traumhafte Grafikengine verpackt. Schade ist nur, dass sich außer den Schiffen so gut wie gar nichts auf den Karten tummelt. Ein wenig Bewegung in Form von umherstreunenden Tieren oder ähnliches hätten nicht geschadet.

    Per Tutorial wird uns nun erklärt wie wir uns mit unserem Vehikel, der Sagittarius, fortbewegen können. Und das klappt dann auch ganz gut. Die Steuerung sollte niemandem echte Probleme bereiten. Im Hover-Modus gleitet man langsam über den Bildschirm und kann auch strafen, während man im zweiten Modus mit Vollgas per aus Flugsimulationen gewohnter Steuerung über die Landschaften donnert. Wer die beiden Modi nicht perfekt kombiniert hat in den packenden Luftkämpfen keine Chance. Etwas erschwert wird das Manövrieren lediglich durch die Unmöglichkeit die Tasten frei zu belegen.

    Das liegt aber nicht nur an der guten KI der Gegner, Yager ist außerdem stellenweise sauschwer. Das Fehlen einer permanenten Speichermöglichkeit (nur an bestimmten Punkten wird zwischengespeichert) hebt den Schwierigkeitsgrad zusätzlich noch an. Das führt natürlich auch zu einer ansehnlichen Spielzeit. Die 23 Missionen sind kein Happen für Zwischendurch und großteils recht lang ausgefallen.

    Während der Einsätze mangelt es nicht an Abwechslungsreichtum. Piratenbasen zertrümmern, Wettrennen mit leicht verrückten Fliegerkollegen und zum Beispiel eine Art Moorhuhn-Passage wechseln sich mit anderen Aufträgen ab. Dadurch, durch die weitgehend nicht-lineare Erledigung der Auftrage und dank der spannenden Story rund um den Konflikt zwischen zwei dominierenden Konzernen wird Yager nie langweilig.

    Das ist auch notwendig, denn nach der Solokampagne bleibt nicht viel anderes übrig als die Einzelspielermissionen noch einmal zu spielen. Der Mehrspielermodus fehlt vollkommen, ein Feature das übrigens in der PC-Version zumindest als schmuckes Beiwerk enthalten sein wird.

    Sehr spannend was THQ uns da präsentiert. Das Erstlingswerk von Yager Development hat nicht allzuviele Schwächen. Über die Grafik lässt sich nicht meckern, außer dass vielleicht die ein oder andere Bewegung auf den Maps (Vögel, etc.) nicht geschadet hätte.

    Eine Unsitte ist allerdings das Speichersystem. Warum Entwickler einen Spieler nicht selbst entscheiden lassen wann er denn speichern möchte ist mir unklar. So versuche ich genervt zehn Mal die Geschütztürme einer Basis zu markieren bevor es endlich klappt. Auch die freie Belegung der Tasten wäre wünschenswert gewesen. Wer vor einem sehr knackigen Schwierigkeitsgrad nicht zurückschreckt darf aber bedenkenlos zugreifen. Yager gehört zu den besten Xbox-Spielen der letzten Zeit.