Kategorie-Archiv: Spiele

Alle Details zu Half-Life 2

Ewig – oder zumindest fast so lange – haben Fans von <I>Valve</I>’s Shooter Überraschung Half-Life aus dem Jahre 1998 auf das Sequel zu Gordon Freeman’s Abenteuer in der Forschungsstation von Black Mesa gewartet. Vor wenigen Tagen platzte dann die Bombe: Half-Life 2 wird kommen. Wir haben uns durch die Wirren der letzten Tage geackert und alle Informationen zum Spiel zusammengetragen. Sämtliche bekannten Details kompakt in einem Artikel, das ist unsere Facts-Preview…

Wir wollten sämtliche ‚When it’s done’-Angelegenheiten schon vor der offiziellen Ankündigung erledigen“ – einen kleinen Seitenhieb auf die Konkurrenz kann sich Valve-Boss Gabe Newell bei der Erklärung für die lange Geheimhaltung der Entwicklung von Half-Life 2 nicht verkneifen. Der gute Mann spuckt große Töne und dazu hat er wohl auch einen Grund. Mehr als acht Millionen verkaufte Exemplare der PC-Version von HL sprechen Bände. Die Modification Counter-Strike ist noch heute das mit Abstand meistgespielte Onlinespiel der Welt und neben offiziellen Addons wie Opposing Force und Blue Shift erschienen auch Stand Alone-Versionen zu Counter-Strike, Day of Defeat und der Total Conversion Gunman die allesamt Top-Verkaufszahlen erreichten (bzw. bei DoD darf man sich gute Zahlen erwarten).

Jeder Dollar den Valve aus dem fünf Jahre alten Shooter gewonnen hat wurde in das Sequel gesteckt. Mit einer nagelneuen Grafikengine will man dem Rest der Spielewelt das Fürchten lehren. Wenn man sich die ersten Bilder aus dem Spiel ansieht scheint das problemlos zu gelingen. Models die wie frisch gerendert aussehen, Texturen die dem Foto eines Materials in nichts nachstehen, Partikeleffekte die dynamischen Rauch und andere Goodies ermöglichen, hochdetaillierte Schatten, riesengroße Gegner und weiträumige Levels lassen die Mäuler der Spieler nach unten klappen. Dazu kommen noch Wassereffekte die die Unterscheidung eines Screenshots von einem Foto nahezu unmöglich machen. Wie das in Bewegung aussieht lässt sich natürlich noch nicht sagen, man muss allerdings kein Prophet sein um zu wissen, dass die Hardwareanforderungen des Spiels zumindest für die volle Darstellung der Pracht enorm sein werden. Valve behauptet ein Pentium 700 und eine Grafikkarte die DirectX 6-Standards (TNT) beherrscht wird ausreichen. Eine GeForce 4 und ein System an der 2GHz Grenze ist das angestrebte Optimum.

Aber auch zukünftige Technologien die noch nirgendwo unterstützt werden sollen bereits im Code enthalten sein. Sehen wir das erste Spiel das ein Jahr nach dem Release besser aussieht als zur Veröffentlichung?

Storymäßig wird Half-Life 2 natürlich nach den Ereignissen von Black Mesa angesiedelt sein. Als Vorlage für das Spiel wurde das Ende gewählt, in dem Gordon Freeman dem Angebot des Regierungsbeamten (redaktionsintern „Suitcaseman“ – „Koffermann“ getauft) annimmt. Der Suitcaseman ist nun euer Boss. Das andere Ende hätte laut Storywriter Mark Laidlaw nicht genug hergegeben um ein anspruchsvolles Sequel zu gestalten. Wieder schlüpft man also in die Haut des Wissenschaftlers Freeman. Den wird man übrigens wieder nur in der First Person-Perspektive präsentiert bekommen. Eine Sequenz in der man Gordon von außen zu sehen bekommt ist nicht geplant. Auch Missionsbriefings oder ähnliches sind nicht zu erwarten, was darauf schließen lässt, dass Half-Life 2 wieder eine geschlossene Story ohne große Unterbrechungen bieten wird. Gerade das hatte den Vorgänger ja dermaßen beliebt und erfolgreich gemacht.

Die Geschichte wird großteils auf dem „Alten Kontinent“ – sprich: Europa, genauer gesagt Osteuropa – spielen. Gordon und ein Team von anderen Wissenschaftlern sind in der fiktiven Stadt „City 17“ – Warum? Das erfahren wir alle erst beim Spielen. Fest steht, dass Valve viel mehr Charaktere einbauen wird. Im ersten Teil traf man auf einige wenige Personen, die noch dazu vollkommen anonym waren. Das änderte sich erst in den Addons, wo man die Rolle eines Wachmanns und eines Soldatens übernehmen durfte.

In Half-Life 2 trifft man wieder auf eine Vielzahl von unwichtigen Charakteren, aber auch storyprägende Personen werden dabei sein. Eine davon ist Alyx. Sie ist die Tocher von Eli Vance – einem der Wissenschaftler aus Black Mesa. Sie soll eine sehr wichtige Aufgabe in der (in zwölf Kapitel aufgeteilten) Geschichte von HL 2 haben.

Alle Models werden unter enormen Aufwand erstellt. Eine „Muskel“-Technik simuliert das An- und Abschwellen von Muskeln bei Bewegungen, die Gesichter werden durch eine ausgefeilte Mimik lebensechter und auch die Augen sind keine starren Punkte mehr. Dass sich die Polygonzahlen fünf Jahre nach Half-Life vervielfacht haben, ist wohl gar nicht erst erwähnenswert.

All das soll eine fesselnde Atmosphäre erzeugen, die Ihresgleichen gar nicht erst zu suchen braucht. Dazu ist es natürlich wichtig, dass auch die physikalischen Gesetze so genau wie möglich befolgt werden. Einer neuen Technologie (Gerüchte im Vorfeld besagten, dass wie in Deus Ex 2 die Havoc-Physikengine genutzt werden soll) ist es zu verdanken, dass alle Objekte unterschiedliche Eigenschaften besitzen und diese im Spiel auch sichtbar sein werden. Es ist davon auszugehen, dass die Technologie auch für Rätsel innerhalb des Spiels verwendet werden wird. Wer Half-Life gespielt hat weiß, dass Valve nicht auf geradlinige Shooterkost steht – hier war oftmals auch Hirn gefragt. Ein wenig Abwechslung wird auch von Nöten sein, denn wenn man den Aussagen der Entwickler glauben schenken darf, wird Half-Life 2 (es gibt übrigens keinen Untertitel) ein Minimum von 36 Spielstunden bieten. Das ist mehr als vier Mal so lange wie unser Negativbeispiel des Genres in diesem Aspekt – Unreal 2.

In dieser Zeit trifft man auf zahlreiche bekannte und viele neue Alienrassen. Die neuen Arten sollen organisierter sein und schlauer vorgehen als die ohnehin nicht gerade dummen Gegner aus Half-Life. Die bösartigen Aliens von Xen (HL) könnten dabei teilweise eure Verbündeten werden um gegen die neue Invasion zu kämpfen. Warum das so ist, das werden wir wohl auch erst während des Spiels erfahren. Lediglich in einer Szene wurde dieses Detail bereits demonstriert: Eine Alienrasse unterscheidet Freund und Feind nach dem Geruch – nachdem Gordon ein Parfum benutzt das ihn wie eines dieser Viecher riechen lässt, greifen die Aliens nicht mehr ihn sondern seine andersmüffelnden Widersacher an.

Während wir uns im Einzelspielerpart zu Tode fürchten sollen und schon einige Informationen dazu von Valve spendiert bekommen, tappt die ganze Welt über den Multiplayermodus von Half-Life 2 im Dunkeln. Mehr, als dass es einen solchen Teil geben wird, ist nicht bekannt. Spekulationen schießen uns als Freaks natürlich sofort in den Hinterkopf: Wurde Team Fortress 2 in HL 2 integriert? Sehr wahrscheinlich ist das natürlich nicht, aber bei der Geheimniskrämerei von Valve immerhin eine Möglichkeit.

Das was Half-Life noch heute so populär macht sind die unzähligen Mods die zum Spiel erschienen sind. Natürlich legt Valve großen Wert darauf trotz nagelneuer Engine auch hier wieder eine riesige Community zu erschaffen. Dazu wird es ohne Zweifel wieder ein SDK (Software Development Kit) geben. Fraglich ist, ob dieses eventuell schon vor dem Release veröffentlicht wird. Zahlreiche hilfreiche Tools wie z.B. eines zum Synchronisieren der Lippenbewegungen zu jeder beliebigen WAV-Datei werden die Modder anlocken.

Am 30. September wird Half-Life 2 released. Obwohl der Publisher noch nicht offiziell bekannt gegeben wurde, dürfte die Ehre (und angesichts der zu erwartenden Verkäufe auch die Freude) den wohl meistgewünschten Titel aller Zeiten zu veröffentlichen wahrscheinlich <I>Activision</I> zufallen. Das kürzlich bekannt gewordene Publishingabkommen zwischen Valve und dem Doom 3-Publisher tritt erstmals mit der Stand Alone-Version von Day of Defeat in Kraft und sollte im Normalfall auch Half-Life 2 betreffen. Übrigens: Das Spiel ist exklusiv PC-Spielern vorbehalten…

Was soll man da noch großartig sagen? Valve betont immer wieder, dass eigentlich noch gar nichts zu Half-Life 2 bekannt ist und trotzdem sind die bisher veröffentlichten Details so gigantisch, dass man Half-Life 2 wohl zum besten Shooter aller Zeiten küren wird müssen, auch wenn „nur“ diese Informationen zutreffen und die auch im Spiel funktionieren. Aber wir wollen jetzt erstmal nicht in verfrühte Euphorie verfallen… Hahaha – als wenn das nicht schon lange geschehen wäre. Im Normalfall bin ich ja eher skeptisch was die Ankündigung von angeblichen Revolutionen betrifft, aber hier ist einiges am Brodeln und wenn die Entwickler wieder eine ähnliche Perfektion abliefern wie mit dem Vorgänger, dann wage ich zu behaupten, dass mit Ausnahme von Deus Ex 2 kein derzeit angekündigtes Spiel auch nur annähernd an die Klasse von HL2 heranreichen wird. Die Zeit wird es zeigen, ich freu’ mich schon jetzt unheimlich…

Ersteindruck: Ausgezeichnet

Interview zur Edel-Action aus Deutschland

Frage: GutenTag! Können Sie sich bitte erst einmal für unsere User vorstellen?

Uwe Beneke (UB): Uwe Beneke, Jahrgang 1970, Mitbegründer von Yager Development, Director of Art & Design und Projektmanager bei Yager. Guten Tach.

Frage: Deutsche Spielerhersteller gibt es, obwohl der Markt zu den größten der Welt gehört, leider nicht sehr viele. Wie sehen Sie die Lage?

UB: Die Spielebranche hierzulande ist von der allgemeinen Entwicklung nicht verschont geblieben; als schwächstes Glied in der Kette sind dabei leider viele Studios eingegangen. Das ist eine harte Erfahrung, aber die Leute sind nicht weg – viele werden in anderen Konstellationen wieder auftauchen. Der Weg nach vorn ist weitere Professionalisierung, und die ist im Gange, das kann man gerade auch hier in Berlin sehen.

Frage: Yager in eine klare Genreschublade zu schieben ist fast gar nicht möglich. Wie würden Sie selbst das Spiel beschreiben?

UB: Als episches Flug-Action-Spiel im Adventure-Gewand, in einem eingängigen Science-Fiction Setting…

Frage: Yager war als Spiel mit Multiplayer- (Xbox Live!-) Support angekündigt. Leider sind diese Features nun nicht enthalten. Können Sie uns genaue Gründe dafür nennen?

UB: Da muss ich widersprechen; Yager ist als Single-Player-Spiel konzipiert und auch angekündigt worden. Der Spieler erlebt als Magnus Tide die sich entfaltende Geschichte in der Spielwelt – Gesamtkonzept, Leveldesign und die vielen Story-Elemente sind daraufhin entwickelt worden.

Für die PC-Version werden wir zwar auch einen kleinen Multiplayer-Part schaffen, unter anderem auch um dieses für uns neue Feld technologisch und designtechnisch zu betreten (und so für die Zukunft die Palette unserer Möglichkeiten zu erweitern), aber der Fokus bleibt trotzdem auf Single Player.

Frage: Am Schwierigkeitsgrad des Spiels haben auch einige Spielemagazine zu knabbern. Halten Sie ihn im Nachhinein ebenfalls für zu schwer?

UB: Die Preview-Version für die Magazine war tatsächlich noch nicht fertig ausbalanciert. Generell ist so etwas für die Entwickler schwierig abzuschätzen, da niemand das Spiel so gut kennt wie sie selbst, und z.B. einem Leveldesigner seine Mission eher schon als zu einfach erscheint. Hier werden wir künftig sicher noch optimieren, was das Erlangen und die Verarbeitung von Spielerfeedback anbelangt.

Bei Yager ergibt sich allerdings eine Schwierigkeit auch aus dem schon früh formulierten Designprinzip, dass der Spieler sich immer wieder auf die sich verändernden Bedingungen in der Spielwelt einstellen soll. Man muss erst einmal herausfinden, was in einer konkreten Situation zu tun ist um das Ziel zu erreichen.

Das ist gewollt, aber Spieler sind es, zumindest von einem Spiel dieses Genres, nicht unbedingt gewohnt. Mitunter sind die Lösungsmöglichkeiten für einige Spielsituationen auch etwas zu versteckt; und die Freiheit des Spielers, diese selbst zu finden, wird zum Problem. In diesem offenen Ansatz liegt andererseits aber eben auch die Chance, einen eigenen Weg zur Lösung zu finden. Dank der sehr detailliert gestalteten Spielwelt und den vielen Varianten z.B. in der Kommunikation mit den Charakteren wird diese "Suche" auch nicht so schnell langweilig.

Frage: Nun wurde die Xbox-Version wieder einmal verschoben. Gibt es besondere Gründe hierfür?

UB: Wir Entwickler haben unseren Release Candidate abgegeben, nach dem Durchlaufen der Qualitätssicherung bei THQ ist dieser momentan in der Submission bei Microsoft. Sobald dieser Prozess durch ist startet die Produktion und Auslieferung. Wir warten also genauso gespannt auf den Release wie ihr ;)

Frage: Der Spieler erlebt die Story nicht, wie in vielen anderen Spielen, allein in den Zwischensequenzen. Jederzeit hat man das Gefühl "live" dabei zu sein und die Story ist wohl das Herzstück des Spiels. War dies für Sie besonders wichtig?

UB: Ja, neben dem Kern-Gameplay war die sich während des Spiels entfaltende Story das grundlegende, strukturierende Element im ganzen Design. Beispielsweise ist jeder Level zuerst als "Kapitel" der Story konzipiert worden; daraus ergab sich die Topografie der Landschaft, die Verteilung der Gegner, die Struktur des Missions-Skripts usw.. Im Skripting wurde besonderer Aufwand betrieben, um das Verhalten des Spielers zu registrieren und per Comms flexibel darauf zu reagieren. Daraus ergibt sich letztlich die Präsenz der Charaktere in-game und das Gefühl, bei aller Action Teil einer lebendigen Spielwelt zu sein und inmitten einer sich entwickelnden Geschichte zu stehen.

Frage: Wie stehen denn die Chancen, dass es einen Nachfolger gibt, der Xbox Live unterstützt? Oder dürfen wir uns vielleicht auch auf weitere, andere Titel von Yager Development freuen?

UB: Wir haben definitiv weitere Pläne; uns sind auch in den drei Jahren der Entwicklung nicht die Ideen ausgegangen – im Gegenteil. Gerade für eine Fortsetzung des (dann) ersten Teils gibt es reichlich Ansatzpunkte und Material. In welcher Form Xbox Live dabei eingebunden wird, steht noch nicht fest – es gibt hier aber sehr attraktive Möglichkeiten. Die Akzeptanz und Verbreitung der Technik wird für uns dabei ein wichtiger Gesichtspunkt sein. Ich hoffe, dass es Microsoft gelingt Live auf breiter Front zu etablieren

Frage: Warum entwickeln sie für die Xbox und was ist an ihr für sie so besonders?

UB: Von allen Konsolen war uns die Xbox wegen ihrer Leistungsfähigkeit einerseits und dem vergleichsweise einfachen Zugang andererseits von vornherein am liebsten. Die Programmierer konnten von ihren Erfahrungen mit DirectX profitieren. Im Vergleich zum PC wissen wir es gerade als ursprüngliche PC-Entwickler besonders zu schätzen, dass wir uns auf eine definierte Hardware konzentrieren können. Und eine Umsetzung auf andere Konsolenformate wäre schwierig bis unmöglich, in Hinsicht auf den Umfang und auf bestimmte Features des Spiels.

Das Interview führte Kai Töpel von <a href="http://www.xtremexbox.de" target="_blank">XtremeXbox.de</a>. Innerhalb der nächsten Wochen dürft ihr euch über ein großes Rebell-Special zur PC-Version und einen Test der Xbox-Fassung von Yager freuen.

Altersfreigabe – EU-Regelung trifft Österreich

Eine EU-weite Altersfreigaberegelung für Videospiele wird in Zukunft auch Österreich treffen. Das PEGI-System (Pan European Game Information) wird die Spiele in Eignungsstufen von 3, 7, 12, 16 und 18 Jahren einteilen.

In Deutschland wird das System aufgrund bestehender gesetzlicher Regelungen nicht eingesetzt und auch Portugal und Finnland haben kleinere Abweichungen zu erwarten.

Uns ist leider nicht bekannt ob dieses System lediglich eine Empfehlung oder eine verpflichtende Regelung für die Verkäufer von Unterhaltungssoftware darstellt.

Die apokalyptischen Reiter wüten

Die Zukunft ist kein sehr schöner Ort um dort zu leben. Das prophezeien uns seit Jahren diverse Romanautoren, Filmemacher und Umweltschützer. Auch nuclearvision, ein Entwicklerteam aus dem deutschen Braunschweig, scheint dieser Auffassung zu sein und schickt uns in Psychotoxic in einen der interessantesten, kommenden First Person-Shooter. Was es Wissenswertes über das Spiel gibt, lest ihr am besten in unserer Preview…

Im Jahr 2020 sind alle Zeichen auf das Ende der Menschheit gestellt. Während drei Reiter der Apokalypse auf der ganzen Welt Furcht und Schrecken verbreiten, bahnt sich in der Millionenmetropole New York die Ankunft des vierten an. Irgendwann jetzt schlüpft man als Spieler in die Haut der sexy Angela Prophet. Was sie zu Beginn noch nicht weiß ist, dass sie ein Halbengel ist. Dadurch hat sie die Gabe in die Hirne anderer Menschen einzudringen und sie zu beeinflussen. Wenn man bedenkt wie viel "Hundemist" manche Leute schon heute im Kopf haben ist das ein zweifelhaftes Vergnügen.

Diese Fähigkeit sorgt aber dafür, dass sich Psychotoxic maßgeblich von anderen aktuellen Shootern abhebt. Die 22 Missionen spielen zu zwei Dritteln in der realen Welt, während der restliche Teil eben in Traumwelten angesiedelt ist. In den Köpfen anderer Menschen gibt es dann nicht nur teilweise eigene Waffen, sondern auch andere physikalische Gesetze und alternative Grafiksets. Dadurch sollte es an Abwechslung nicht fehlen.

Wenn man gerade von der Grafik spricht, darf man auch nicht vergessen zu erwähnen, dass Psychotoxic auf der Vision-Engine, der mittlerweile insolventen deutschen Entwicklergruppe von Vulpine, basiert. Der Konkurs der Hersteller bedeutet aber nicht, dass die Engine nichts taugt. Ganz im Gegenteil, auf bisherigen Screenshots sieht das Spiel imposant aus. Detaillierte Texturen und haufenweise Polygone finden sich in den weitläufigen Levels wieder.

Steuerungstechnisch setzt man bei nuclearvision natürlich auf die bewährte Shooter-Steuerung mit Maus und Tastatur. Damit darf man sich durch die Story ballern, wofür man ein breites Arsenal an Waffen zur Verfügung haben wird. Neben „konventionellem“ Gerät, das so gut wie jeder Actionheld tagtäglich mit sich führt (Revolver, Shotgun, Raketenwerfer), stehen Angie aber auch eher ungewöhnliche Werkzeuge zur Verfügung. Darunter sind übrigens nicht nur abgedrehte Waffen wie die sogenannten „Spectre Eyes“ sondern auch die kultverdächtige Kettensäge zu finden. Viele Waffen besitzen auch einen zweiten Feuermodus.

Während Solospieler angesichts des interessanten Szenarios voll auf ihre Kosten kommen werden, müssen Fans von Multiplayer-Schlachten eine bittere Pille schlucken. Einen Mehrspielerpart wird es laut bisherigen Informationen definitiv nicht geben. Das sechsköpfige Entwicklerteam will sich offensichtlich voll und ganz der Kampagne widmen.

Im zweiten Halbjahr 2003 dürfen sich Shooter Fans durch New York und einige abgefahrene Traumwelten ballern. Wir behalten den Titel für euch im Auge. Psychotoxic hat zweifellos das Zeug ganz vorne im Genre mitzumischen.

Ich bin ein großer Fan von storylastigen Spielen und als solcher interessiere ich mich schon länger für Psychotoxic. Das Szenario ist herrlich düster, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Mit Angie als Heldin könnten wir außerdem endlich wieder einen etwas interessanteren Charakter vorgesetzt bekommen.

Technisch dürfte wohl auch nicht viel schief gehen. Die Grafikengine ist ein mächtiges Spielzeug. Wenn die Traumsequenzen nicht so grottenschlecht wie in Max Payne ausfallen, und die Leveldesigner keinen Mist bauen, dann dürfte uns dieses Jahr ein echter Kracher aus unserem Nachbarland erwarten.

Ersteindruck: Sehr Gut

Modewörter in unserer Zeit

Viele Leute haben Probleme mit l337en Ausdrücken, besonders die ältere Generation vermag oftmals nicht so genau zu sagen, was manche Wörter zu bedeuten haben – ein bißchen Licht im Dschungel der Untergrundsprache ist also sicherlich angebracht. Damals hatten wir also noch Wörter wie cool, geil oder edel im Petto – heute ist das aber alles anders. In einer Gesellschaft, in der ein Computer eine wichtige Rolle spielt, braucht man natürlich neue Wörter, Begriffe und Phrasen um gewisse Dinge einbach "besser" darstellen zu können.

Spezifisch werd‘ ich mir heute einmal das Wort "0wn" herausgreifen – also schlagen wir nach einfach mal im Wörterbuch nach: "to 0wn" bedeutet im schlichten Sinn meistes "besitzen" hiebei bezieht sich das ganze fast gänzlich auf einen Gegenstand. Aber keine voreiligen Schlüsse – auch Personen können "ge0wnt" werden. Um jemanden zu 0wn3n, muss dieser zuerst irgendwie unterliegen bzw. besessen werden. Das tut man am Besten indem man ihn/sie in einem Wettkampf besiegt. In unserem Fall tut man das natürlich online oder bei LAN-Parties. Ein Ergebnis von 20:25 bei einem Quake III 1on1 kann man nicht als 0wnag3 (das Hauptwort) bezeichnen, der Unterschied muss schon etwas grösser sein. Ge0wnt werden kann nur bei einem deutlichem Unterschied – dies kann sich sowohl auf das Ergebnis oder auf die Spielstärke der Kontrahenden beziehen. Ein n00b (siehe n00b-Faktor) kann niemals von einem Pro ge0wnt werden – umgekehrt geht das natürlich schon. In seiner Lieblingsmap gegen einen absoluten Anfänger 40:0 verlieren ist so ziemlich das Schlimmste.

Das alles liegt natürlich im Auge des Betrachters – wenn jemand von vorne herein L337 ist, kann er niemals von jemanden ge0wnt werden, der grundsätzlich llame ist – näheres dazu gibt’s bei Zeiten in einem "L337"-Special.

Wie vorher erwähnt ist aber "to 0wn" auch für Dinge zu gebrauchen. Als Beispiel den Satz: "Thomas, du 0wnst Super Mario!" – dabei ist nicht gemeint, dass Thomas das GameBoy-Spiel Super Mario aus dem Hause Nintendo besitzt – vielmehr begreift er es, er versteht es, das Spiel zu spielen und is ein wahrer Gott in diesem Belangen. Umdrehen kann man das Ganze klarerweise auch – Frauen zB 0wnen eher selten – der Grund: llame Dinge können prinzipiell nicht ge0wnt werden (The Sims oder Barbie Explorer gelten generell als Frauenspiele). Allerdings können gutaussehende Frauen den Verstand eines Mannes 0wnen – im klassischen Sinn nennt man das "den Verstand rauben".

Das Wort ist also universell einsetzbar, z.B. auch für "kapieren/verstehen" kann man das Wort super einsetzten: "Hey, ich 0wn endlich Photoshop 7" – die Übergänge zwischen besitzen und verstehen sind zwar ab und zu nicht klar, darum sollte man darauf achten, sinngemäss richtige Sätze zu bilden – zum Schluss einige Beispiele:

<li>In der Mathestunde, wenn man’s nicht kapiert:

"Sorry, Hr. Prof. … ich 0wn das irgendwie nicht …"</li>

<li>Nach einem wirklich erfolgreichen Spiel:

"hehe, ich hab euch alle ge0wnt!"</li>

<li>Oder während einem weniger erfolgreichen Spiel:

"verdammt, der luck0r 0wnt mich schon wieder …"</li>

<li>Eine gutaussehende Frau mit knappen Ankleid kommt vorbei:

"Hast du die gesehen? Die 0wnt enorm!"</li>

Was haltet ihr von dieser Kolumne? Unser <a href="http://forum.rebell.at" target="_blank">Forum</a> steht wie immer zur Diskussion bereit.

Ubi Soft – E3 Lineup mit vielen Spitzent

MÄCHTIGES E3-LINEUP
MIT SECHS NEUEN BLOCKBUSTER-TITELN

Düsseldorf, 17. April 2003 – Ubi Soft® Entertainment, einer der weltweit größten Publisher von PC- und Videospielen, gab heute Details zum diesjährigen E3-Lineup bekannt. Demnach wird Ubi Soft eine herausragende Auswahl verschiedenster Titel für alle Plattformen zeigen. Im Rampenlicht stehen dabei insbesondere folgende sechs Blockbuster-Titel, die die Fans begeistern und Verkaufsrekorde brechen werden:

  • Beyond Good & Evil(tm): Eine unverwechselbare Idee von Michel Ancel, die ein ambitioniertes, flüssiges Gameplay-Erlebnis mit einer epischen Storyline verbindet. Durch den Einsatz der Jade-Engine profitieren Spieler von einer der fortschrittlichsten Technologien, die in der Industrie heute zur Verfügung stehen.
  • Far Cry(tm): Ein verblüffend detailreicher Action-Shooter, der die raffiniert designte, wegweisende Far-Cry-Engine nutzt und die Grenzen des Machbaren in virtuellen Gefechten zu neuen Höhen treibt.
  • Prince of Persia: The Sands of Time: Der mit Spannung erwartete neue Titel aus der weltberühmten Reihe Prince of Persia wurde in den Ubi-Soft-eigenen Studios entwickelt und bedeutet einen technologischen Durchbruch mit atemberaubenden künstlerischen Aspekten, der die Vorstellungen vom Action-Adventure-Genre grundlegend ändern wird.
  • Tom Clancy’s Rainbow Six 3(tm): der Titel wurde in Ubi Softs Montrealer Studio entwickelt und lässt die Spieler auf völlig neue Art und Weise in das truppenbasierte Gameplay mit sprach-aktivierten Kommandos eintauchen. Spieler können dank der fortschrittlichen Online-Fähigkeiten gemeinsam spielen.
  • Uru(tm): Ages Beyond MYST®: Ein Spielerlebnis im Einzelspielermodus mit Online-Content, das einen Einblick in Ubi Softs zukunftsgerichtete Strategie für das Myst® -Franchise gibt.
  • XIII: Der First-Person-Shooter basiert auf der gleichnamigen Comic-Lizenz. Der unverwechselbare Zeichentrick-Stil, das aktionsgeladene Gameplay und die packende Storyline fügen sich dank der vereinten Kräfte der Ubi-Soft-eigenen Produktionsteams nahtlos ineinander .
  • „Wir haben jede Menge kreative Energie in jeden einzelnen dieser Titel gesteckt und warten gespannt darauf, sie endlich auf der E3 präsentieren zu können“, so Yves Guillemot, Ubi Softs Präsident und CEO. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass 2002 ein fantastisches Jahr für Ubi Soft war. Mit unserem neuen E3-Lineup wird deutlich, dass 2003 noch besser wird! Jedes dieser Spiele, die wir in diesem Jahr zeigen, demonstriert unser Bestreben, den Spielern das Beste an interaktiver Unterhaltung zu bieten.“

    Versoftung der eingestellten TV-Serie

    Dark Angel basiert auf dem TV- Hit von James Cameron und Charles H. Eglee. Der Hauptcharakter dieses Actionspieles der Zukunft ist Max, eine genetisch modifizierte Elite- Soldatin. Im Untergrund Seattles ist sie auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und bekämpft dabei die geheime Organisation "I-Corp", welche die Wahrheit dieser Vergangenheit verbergen will. Dabei ist Max beinahe auf sich und ihre coolen Moves alleingestellt, wenn es da nicht noch den Cyber-Journalisten Logan Cale gäbe, der ihr immer den Weg weisen beziehungsweise ihr helfen kann. So muss sich Max eben ihren Weg freikämpfen. Mehr über die Story wird jedoch hier nicht verraten.

    Das Spiel ist schwer einzuordnen, doch am Besten lässt es sich noch mit dem bereits älteren PC- Hit Oni vergleichen. Ein paar Schleicheinlagen wie man sie aus Splinter Cell kennt sind auch vorhanden und die Zeitlupe während des Kampfes erinnert wage Max Payne. Waffen sind eher Nebensache bei dem Kampfspiel, denn Max überzeugt mit heißen Tricks und einigen beinahe unmöglichen Kombinationen. Im Laufe des Spiels entdeckt man immer wieder neue Schlag-, Wurf- oder Trittattacken. Doch wie bereits erwähnt geht es nicht nur um den Kampf, sondern auch ums Geschick beim An- oder Vorbeischleichen, den manche Situationen kann man nicht durch Kämpfe meistern, da zu viele Gegner auftauchen. Eine große Hilfe um unentdeckt zu bleiben ist der Gefahrenbalken am Bildrand, wenn man sich einem Gegner nähert schlägt er sofort Alarm

    Die KI der Gegner ist leider nicht besonders schlau, aber der Mittelpunkt des Spieles sind die Kämpfe und da machen sie einem das Leben trotzdem nicht besonders leicht – auch wenn manche einfach nur dabei zusehen wie ihre Kumpels grade von einer Frau vermöbelt werden.
    Auch nicht so gut wurden die Möglichkeiten, wie man eine Situation löst, berücksichtigt.
    Meistens kann man sich nur mit einer Lösung weiterhelfen und das ist wieder einmal der Kampf.

    Positiv ist bestimmt die Steuerung des Spiels. Es ist leicht zu bedienen und trotzdem macht Max immer wieder neue Bewegungen. Drei Knöpfe braucht man nur um Dutzende von Tricks mit Hand und Fuß auszuführen, dazu noch der Sprungknopf und man kann immer wieder Kombinationen entdecken. Auch mit einer Wand oder anderen Gegenständen lässt sich so einiges anfangen mit dem man die Gegner einfach alt ausschauen lassen kann. Negativ bei der Steuerung ist zwischendurch die Kamera, die man leider nicht verändern kann.

    Das Problem liegt darin, dass man mit dem Rücken zur Wand nicht nach vorne sehen kann, denn sobald man sich der Wand nähert schaltet die Kamera auf Sicht nach oben um. Die einzige Möglichkeit dem auszuweichen ist die, dass man das moderne Scharfschützengewehr zückt und alles mit den Augen unserer Heldin Max sieht. Gott sei dank stört die Kamera aber nicht wirklich im Kampf. Gegenstände gibt es natürlich auch ausreichend aufzuheben, das macht Max durch Drüberlaufen automatisch.

    Mit der Grafik haben sich die Entwickler zwar nicht selbst übertroffen, aber die Optikerfüllt ihren Zweck. Leider gibt es nicht besonders viele Details in den Levels. Auch die Charaktere sind nicht außerordentlich detailliert erstellt worden. Lediglich Max weiß zu überzeugen und wechselt nach längeren Levels schon mal ihre Kleidung. Doch auch bei der Grafik muss man wieder die Special Moves loben, die teilweise wirklich atemberaubend aussehen. Auch Sound und Musik sind natürlich enthalten. Diese passen sich auch immer den Situationen an und machen sie dadurch spannender. Nach einem Kampf gibt Max immer ihren Senf dazu.

    Dark Angel ist es mit Sicherheit Wert gespielt zu werden. Es eignet sich für jeden der es liebt einfach drauf los zu kämpfen. Man sollte nicht zu strategisch dabei vorgehen, sondern sich mehr aufs Kämpferische konzentrieren. Dieses Spiel hat mir Spaß gemacht, obwohl es etwas zu wenige Lösungsmöglichkeiten gibt. Es lohnt sich auch es in der Gesellschaft von Freunden zu spielen, da die Levels sehr kurz sind und die tollen Bewegungen auch beim Zusehen cool aussehen. Wenn die KI noch etwas schlauer wäre, wäre das Spiel natürlich um einiges besser, eine etwas spektakulärere Optik hätte auch nicht geschadet.

    Black Isle – Feargus Urquhart geht

    Baldur’s Gate, Fallout, Icewind Dale, PlaneScape Torment und viele mehr. Die Liste der Spiele aus den Black Isle Studios ist lang und gespickt mit Hits der letzten Jahre. Einer der daran einen großen Anteil hat ist der Typ mit dem wohl abgefahrensten Namen der Branche, Feargus Urquhart. Berichten von RPG Codex zufolge verlässt dieser nun die Black Isle Studios. Was aber viel beunruhigender für all jene sein dürfte die auf das nächste Projekt, Lionheart, warten ist, dass womöglich noch mehrere Leute das Team verlassen werden – das würde natürlich Konsequenzen auf das kommende RPG haben. Wir halten euch wie immer auf dem Laufenden.

    Die hohe Kunst des E-Sports

    Das magische Wort heißt Pro-Gaming. Eigentlich ist es ja immer ein kleiner Traum von jedem hart eingesessenen Computer–Spieler, bei seinem Game erfolgreich zu sein und damit sogar Geld zu verdienen. Der Weg zum Erfolg führt aber wie so oft nur über hartes Training, bzw. tägliches Spielen. Vorteilhaft wäre ebenfalls, bei einem angesehenen Top-Clan zu spielen.

    Wie zum Beispiel unser Interviewpartner Ocr-Thagor, der schon auf etlichen Gaming-Events in Bezug auf Pro-Gaming vertreten war.

    Pro-Gaming in Europa vorhanden?

    In Europa ist Pro-Gaming noch nicht sehr verbreitet. Ein leichter Anstieg in den letzten Jahren ist aber dennoch zu erkennen. Etliche Ligen, Turniere und Lan´s formierten sich in den vergangenen Jahren um eben diese Pro-Gamer zum Vorschein zu bringen. Trotzdem stellt sich die Frage: Wie verdiene ich mit Spielen Geld?

    Es ist noch nicht lange her, als der französische Warcraft III Pro-Gamer "Elky" mit AMD einen Sponsoringvertrag über 42.000$ pro Jahr abgeschlossen hatte. Das hört sich auf den ersten Blick nach einer Menge Geld an.
    Machen wir doch zuerst einen kurzen Abstecher zu unseren Kollegen auf dem Kontinent Asien. Genauer gesagt nach Korea. Letztes Jahr fanden in Korea die World Cyber Games statt. Die WCGs stellen eine Art WM für Computerspiele dar. Der Sieger des jeweiligen Games bekam dort schon 20.000$. Und die WCGs dauerten nur ein paar Tage…

    Korea ist derzeit sowieso der Krösus der Progamer-Szene. Während bei uns in Europa ein paar Lan´s und Events aufwarten, gibt es in Korea sogar schon eine Art "Game TV". Täglich werden Spiele von Progamern im Fernsehen übertragen und kommentiert. Progamer sind in Korea auf einer Ebene wie Pop-Stars.

    Gesamt gesehen wird es in Europa noch dauern bis sich Pro-Gaming richtig durchsetzt. Korea ist in dieser Hinsicht uns noch ein paar Schritte voraus. Mit Pro-Gaming wird aber auch in den nächsten Jahren eine neue Berufsgruppe entstehen, da Spieler für die Hersteller eine gute Werbung darstellen, um ihre Produkte besser zu verkaufen(ähnlich zu vergleichen mit Sportstars).

    Die WCGs 2003

    Über die WCGs 2003 ist leider noch nicht viel bekannt. Trotzdem möchte ich hier einige interessante Fakten bezüglich der Gamer-WM bringen:

    <li>Location: Seoul, Korea</li>
    <li>Teilnehmer: 600 Spieler aus 50 verschiedenen Ländern</li>
    <li>Gesamtes Preisgeld: US$ 400,000</li>
    <li>Grand Finals: 12.10 bis 18.10</li>

    Das Preisgeld sticht natürlich sofort heraus, da diese Spiele ja sehr hoch dotiert sind.

    Gespielt wird:

    <li>Counterstrike</li>
    <li>Warcraft III: Reign of Chaos</li>
    <li>Starcraft: Broodwar</li>
    <li>Age of Mythology</li>
    <li>Unreal Tournament 2003 </li>
    <li>FIFA 2003</li>

    Das letzte Jahr dominierten die Koreaner die WCGs vor den Russen, den dritten Platz beim Medaillenspiegel belegten unsere Nachbarn aus Deutschland. Dieses Jahr sind auch Warcraft III und Age of Mythology zum ersten Mal dabei. Es wird sich herausstellen, ob diese Spiele ebenfalls von den Asiaten beherrscht werden.

    Doch was wäre ein Special über Pro-Gaming ohne ein dazupassendes Interview mit einem waschechten Pro-Gamer? Nach kurzer Suche erklärte sich Ocr.Thagor, deutscher Top-Spieler in Warcraft III, spontan bereit, in einem Interview alle noch nicht aufgeklärten Fragen zu beantworten…

    Rebell.at: Hi, stell dich zuerst mal vor.

    Thagor: Hi, ich heisse Marius Klaus, komme aus Bottrop, besuche derzeit das Berufskolleg Bottrop und mache dort mein ABI.

    Warcraft 3 spiele ich seit ca. einem 3/4 Jahre. Nachdem ein paar BroodWar-Kumpel und ich auch in Warcraft 3 einiges gerissen haben sind wir zu OCRANA.D-Link, damals noch OCRANA gekommen.

    Seit dem hat sich unser Warcraft3 Squad stehts weiterentwickelt und konnte einige Erfolge verzeichnen, wie zB den Gewinn des CB EC oder die 3fache Meisterschaft in der Stammkneipe Liga.

    Rebell.at: In Korea ist Progamer ja fast schon eine Berufssparte, wie siehst du die Chancen dass sich Progaming in Europa verbreitet?

    Thagor: Das ist im Moment schwer zu sagen.
    Die Akzeptanz bei der älteren Generation ist nicht vorhanden. Auch ist die Gaming-Szene noch nicht so groß, dass man in naher Zukunft eigene Fernsehsender für Gaming erwarten kann ;P.
    Allerdings bewegen wir uns stehts vorwärts, man schaue sich zB die ESL-ProSeries an. Dort werden halbjährlich große Mengen an Preisgeld ausgeschüttet. Hinzu kommt jetzt noch die NGL Liga, die Lust auf mehr Macht.

    Ich könnte mir vorstellen, dass im Rahmen der Saison wieder eine Event in Zusammenarbeit mit GIGA stattfindet wie letztes Jahr.

    Rebell.at:Wann kann man mit PG in Europa rechnen?

    Thagor: Ob, und wann es richtiges PG in Europa geben wird vermag ich nicht zu sagen.

    Rebell.at: Die Events sind ja meistens am Wochenende.Was aber wenn vielleicht ein schönes Preisgeld oder andere nette Preise während der Schulzeit locken ?

    Thagor: Bisher kam es noch kein mal vor, dass ich wegen einem Event Unterricht geschwänzt habe, allerdings sind jetzt dieses Wochenende die WWCL Finals. Um dort rechtzeitig anzukommen muss ich wohl oder übel ;P die letzte 4 Stunden freinehmen. Damit hat mein Klassenlehrer allerdings nicht so große Probleme.

    Rebell.at: Bei Pro Clans ist es ja schon fast selbstverständlich Sponsoren zu haben. Ihr werdet z.B von ATI oder eben D-Link gesponsort. Inwiefern unterstützen euch diese Firmen?

    Thagor: Unser Hauptsponsor D-Link unterstützt uns mit Geld.
    So ist gewähleistet, dass Spieler auch auf internationalen Turnieren mitspielen könne. Beispiel die Clikarena die im April stattfindet. Dort werden unser Unreal Tournament Squad, Take und ich vertreten sein.
    ATI sponsort hauptsächlich Grafikarten, um den Spielern stehts die besten Verraussetzungen zu geben.

    Rebell.at: Wie sieht es aus in Bezug auf die Wcgs? Ich denke es wird ne Qualifikation gespielt die du aber packen wirst. Wie stehen deine Chancen?

    Thagor: Eins meiner Ziele, die ich dieses Jahr erreichen will ist das Ticket nach Korea.
    Einmal das Gefühl zu erleben, das in Korea herrscht.
    Soll ja ziemlich beeidruckend sein ^^.

    Wie meine Chancen stehen kann ich allerdings nicht sagen, denn immerhin ist es bis dahin noch ein gutes halbes Jahr.

    Rebell.at: Denkst du das die Koreaner die World Cyber Games in Strategie dominieren?

    Thagor: Ich denke nicht, könnte aber trotzdem sein ;P

    Rebell.at: Bist du vor Großereignissen nicht nervös? Ich meine bei den World Cyber Games 2002 sind die Repoter ja regelrecht an den Spieler PCs geklebt.

    Thagor: Ich spiele inzwischen mehrere Jahre online und habe in der Zeit immer wieder persönliche "Großereignisse" gehabt. Man verliert die Nervösität einfach, wobei ich gestehen muss, dass ich in dem ESL-Finale doch ein wenig nervös war ;P

    Rebell.at: Als Progamer muss denke ich auch eine gewisse Zeit pro Tag zum spielen da sein.

    Wieviel spielst du und wie verbindest du Gamen, Tunierevents und Schule miteinander?

    Thagor: Es gibt Wochen in denen ich kaum rauskomme, dann hat mich mal wieder das Training gepackt ;P.

    Es kann allerdings auch sein, dass ich mal ein paar Tage garnicht spiele weil mir die Motivation fehlt, doch das legt sich meist recht schnell wieder.

    Auswirkungen auf die Schule erkenne ich nur schemenhaft. Ich bin ein fauler, aber dennoch guter Schüler. War es schon vor der Zeit des Onlinzockens also hab ich mich in der Hinsicht wohl kaum verändert.

    Rebell.at: Gut. Danke für das Interview und viel Glück für die Zukunft.

    Das Interview führte Florian Ehrenreich.

    Links:

    <li><a href="http://www.ocrana.de" target="_blank">Thagors Clan</a></li>
    <li><a href="http://www.worldcybergames.com" target="_blank">World Cyber Games Seite</li>

    <li><a href="http://www.odbproductions.com/mov_cplcannes.php" target="_blank">CPL Cannes 2003</a> (204mb)</li>

    <li><a href="ftp://ftp2.fragland.net/hosted/odb/OdB_WCG_Korea_DivX.zip" target="_blank">World Cyber Games Korea 2002 </a> (220mb)</li>

    Ein neuer Shooter, wer hätte das gedacht?

    Die Erde nach der Apocalypse – immer wieder ein nettes Szenario für Computer- und Videospiele. Mit eine extrem modifizierten Unreal Engine setzt Devastation auf das mittlerweile klassische teambasierende Ego-Shooter Prinzip. Das Hauptaugenmerkt liegt hierbei eindeutig auf den optischen Effekten – realistische Objekt-Physik, wogendes Wasser und nicht zu vergessen Blut … viel Blut. Interaktive Umwelt, wie etwa in Red Faction gehören selbstredend dazu. Interessiert?

    Brandneu ist das KI-System – erstmals läuft nicht alles über "Benimm-Regeln" in globalen bzw. autonomen Scripen ab. Die komplette Künstliche Intelligenz ist in eine Art Schichtmodel eingeteilt. Die Geschichte teilt sich in vier Hauptgruppen ein: Globale KI, Squad KI, Player KI und die sogenannten Micro-Behaviors. Alle Aktionen und Vorgänge, die dem Spiel den Realitätstouch verleihen, ordnen sich in letztere Gruppe ein. Allem voran steht die globale KI – abhängig von der Beschaffenheit des Einsatzgebiets, wird hier festgelegt, was zu tun ist. Die Squad-KI beschäftigt sich damit, dass die einzelnen Mitglieder des Teams nicht alleine herumlaufen, sondern in kleinen Gruppen bleiben und im kleinen Kreise kommunizieren, sich gegenseitig Deckung geben usw. Die Player AI beschäftigt sich lediglich mit dem Problem "Wie komme ich von Punkt A nach Punkt B, ohne gegen jede Gebäudeecke zu laufen?". Die Micro-Behaviors sind dafür zuständig, dass jeder Charakter fast wie ein echter Mensch reagiert, wie etwa beim Nachladen Schutz zu suchen.

    Die unerwarteten Dinge, das natürliche Verhalten der "Mitmenschen", machen sich auch in der Story bemerkbar. So gibt’s zwar eine Hauptstoryline, diese wird durch normale Zwischensequenzen oder durch First-Person Einlagen vorangetrieben. Die Zwischensequenzen muss ich nicht erklären – das sollte denk‘ ich jeder kapieren, die First-Person einlagen sind zwar nicht neu, aber trotzdem nicht unbedingt alltäglich. Ohne lästiges Laden kommt man in den Genuss einer netten kleinen Geschichte zwischendruch – ein Kollege tanzt an und erklärt die aktuelle Lage der Nation. Zusätzlich zu den Script-Events gibt’s auch noch kleine Nebenquests die zufällig im Spiel auftauchen, welche davon zu Story gehören und welche nicht, erfährt man erst beim erneuten Spielen – so gewinnt Devastation natürlich enorm an Wiederspielwert.

    Auch den Multiplayerpart lässt man nicht zu kurz kommen, es heißt ja immer, es gäbe zu wenig Innovationen – aber man hat sich in der Tat etwas einfallen lassen. Der neu entwickelte Gametype nennt sich "Territories" ist ein Hybrid aus einigen bekannten Spieltypen. Zu Grunde liegt eine Art "Domination" Szenario – bekannt aus Unreal Tournament oder Battlefield 1942 – im späteren Verlauf führt das Spiel zu einer "Captuer The Flag"-Spielweise und endet letztendlich in einer Art "Last Man Standing" mit zerstörbaren Spawnpunkten. Natürlich sind auch Deathmatch, Team Deathmatch und klassisches CTF dabei.

    Technologisch ist Devastation auf dem neuesten Stand, die Engine basiert fast gänzlich auf der Unreal-Technologie – vor einem frühen Code Drop wurde noch mit einem Hybriden der Unreal Tournament Engine gearbeitet – aber die kürzliche Integration der Karma Physics von Mathengine bringt einfach eine breite Palette an Möglichkeiten für Mapdesign und dergleichen mit sich. Allein der Faktor der Zeitersparnis war es Wert umzusteigen – so fallen fast alle Animationen weg, die fallende Körper betreffen – ein toter Körper der eine elendig lange Stiege hinunterpurzelt, wird jedes Mal neu berechnet – somit sehen die Animationen bei jedem Spielen immer ein bißchen anders aus.

    Bleibt abzuwarten, ob alles so wird/ist, wie man’s angekündigt hat – ein paar Tage (bis zum 18. April) müsst ihr euch noch gedulden – dann steht das Meisterwerk in den Läden.

    Ich bin schon ganz heiss auf das Spiel, ich kann die paar Tage bis zum Release nicht mehr abwarten – als Ausgleichsbeschäftigung werd‘ ich mir gleich nach dem Preview eine Runde Heroes of Might and Magic 4 genehmigen.

    Jeder andere aktuelle Shooter kommt mir geradezu primitiv vor – womöglich hab‘ ich mich nur durch die Werbepropaganda beeinflussen lassen, aber hoffen wir das Beste – Devastation wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Hit – die Spielzeit dürfte bei 30 Missionen ziemlich üppig ausfallen (zumindest besser als bei Unreal 2) – der Wiederspielwert ist ebenfalls vorhanden.

    Ersteindruck: Sehr gut

    Kommerz verhindert Qualität?

    Auslöser für diesen kleinen Artikel war ein Erlebnis vor einigen Tagen. Nach langer Zeit habe ich mich wieder mal mit einigen Kumpels zu einem länger bestehenden Ritual getroffen – dem D-Day. Dies ist die Bezeichnung für eine Lansession, auf der einzig und alleine der zweite Teil eines alten id-Shooters (nein, nicht Quake 2 ist gemeint – Doom 2) gespielt wird. Das Ganze findet immer in schon komplett eingerichteten Räumen statt und PCs sind vorhanden und vernetzt. Seit dem letzten Treffen hatte sich aber einiges geändert. Das gesamte Netzwerk und die Hardware der Rechner wurde beinahe komplett ausgetauscht. Lediglich die Festplatten mit den Spieldaten wurden 1:1 übernommen. Das Netz läuft nun mit 100 statt vorher mit 10Mbit und statt alter Pentium 1-CPUs werkeln zur Zeit weitaus modernere Prozessoren. Zu unserer allen Überraschung lief
    das Spiel im LAN auf Anhieb ohne irgendein Problem im Vorfeld und es wurde ziemlich spät, bevor wir erschöpft aber sehr zufrieden die Rechner ausgeschaltet haben.

    Warum ich das erzähle? Ganz einfach! Gerade in letzter Zeit häufen sich die Probleme mit aktuellen Spielen, die man mit einigen Freunden zusammen im Netzwerk spielen will. Treiberprobleme, falsche Einstellungen in den Protokollen, Grafikkarteneinstellungen sind inkompatibel etc. Meist ist der Ärger groß und bis man wirklich damit beginnen kann, das Spiel zu zocken, vergehen nicht selten mehrere Stunden. Da wirft sich mir die Frage auf, ob in der heutigen Zeit gerade bei der Programmierung der Netzwerkcodes geschlampt wird. Sicher, heutzutage sind die Spiele komplexer geworden und man bedient sich mittlerweile auch für LAN-Partien des TCP/IP-Protokolls anstatt – wie beim oben erwähnten Doom 2 – dem alten IPX/SPX. Aber man sollte auch meinen, dass die Spieleindustrie mittlerweile aus ihrem Schattendasein als Freakunterhaltung herausgekommen ist und professioneller gearbeitet wird. Oder ist es nicht vielmehr so, dass der Status, den die Spieleindustrie mittlerweile erlangt hat, vielmehr dazu führt, dass die Routine mehr und mehr Einzug erhält, die oft mehr kaputt macht als man meinen mag?

    Der Netzwerkcode von Doom 2 wurde seinerzeit Anfang der 90er Jahre geschrieben und funktioniert selbst heute noch auf den modernen PCs des eingeläuteten 21.Jahrhunderts ohne große Probleme. Damals programmiert von noch unbekannten Menschen, deren Antriebsfeder der simple Spaß am Spiel an sich war. Heutzutage sieht das leider oft anders aus, denn der Kommerz steht meist im Vordergrund und darunter leidet die Qualität. Oder habt ihr damals 10 Patches installieren müssen, bis der Shooter richtig gelaufen ist?

    Vielleicht sollten sich einige Leute, von diesem Beispiel ausgehend, einige Gedanken machen.

    Andre Linken ist Redakteur bei gamigo.de

    Was haltet ihr von dieser Kolumne? Unser <a href="http://forum.rebell.at" target="_blank">Forum</a> steht wie immer zur Diskussion bereit.

    NVIDIA – Kooperaton mit EA angekündigt

    Der weltweit grösste Publisher von Computer- und Konsolenspielen, Electronic Arts und der Grafikchiphersteller nVidia haben kürzlich eine enge Zusammenarbeit angekündigt.

    nVidia wird in Zukunft bei der Entwicklung von neuen Spielen bevorzugt, einige Features in den kommenden EA-Spielen werden nur mit deren Karten verfügbar sein. Zudem erwirbt nVidia im Rahmen der zusammenarbeit einige Exclusivrechte zur Vermarktung von Bundle-Games im Zusammenhang mit nVidia-basierenden Grafikkarten.

    Besitzer von ATi Karten, dürfen sich aufgrund der neuen Tatsachen nicht angeriffen fühlen – immerhin haben damit ATi und Activision/id. (Doom III) angefangen …