Monkey Island mit der CryEngine Es gibt nur wenige Spiele die auch fast 20 Jahre nach dem Erscheinen noch eine Fanbasis hat, die sich beim Gedanken daran die Unterhose versaut. Monkey Island ist eines dieser wenigen – wenn nicht gar das ewige Paradebeispiel. Ein Modder mit viel zu viel Zeit hat sich nun die Welt der Serie zum Vorbild genommen und sie in einen Level der CryEngine gepackt. Ich schwanke zwischen der Frage, warum ich daran keine Verbesserung des Spiels erkennen kann und jene, weshalb ich das trotzdem ziemlich lässig finde.
Dieses vermeintliche Paradoxon hängt vermutlich auch damit zusammen, dass die Rätsel klassischer Adventures in 99% der Zeit nach wie vor nicht im geringsten von 3D profitieren (und das vielleicht auch nicht können) und auch dieses Video diese antike Frage nicht zu lösen vermag. Im Wald rund um die Hütte der Voodoo Mama rumzulaufen mag zwar schön sein, aber sinnvoll ist es nicht.
3D-Rätsel setzen ganz andere Denkweisen voraus als z.B. die humorigen Monkey Island-Aufgaben: Physik und räumliches Vorstellungsvermögen, oft auch Anomalitäten gegenüber gewohnten (wie in Portal). Wie man einem Koch die Hysterie vor einem Teufelshuhn nimmt, hat jedoch mit 3D nichts zu tun. Und während es total möglich ist Portal und Monkey Island zu mögen, wäre Monkey Portal halt ein eher seltsames Konzept.
Wann wissen wir, dass Computerspiele endgültig in der Mehrheitsgesellschaft angekommen sind? Wenn ein ÖVP-Parteichef öffentlich GTA spielt? Vielleicht, aber ein anderes Indiz sind Spieleentwickler die in Late Night-Shows geladen werden. In den USA ist das kürzlich passiert. Super-Brain Tim Schafer (wenn ihr ihn nicht kennt, dann go fucking read about him) war bei Jimmy Fallon geladen um ein bisschen über Brütal Legend zu sprechen (das ja demnächst erscheint). Ob das auch bei uns funktioniert? Klar man stelle sich vor – …. ähm … hmmm … die sollten wirklich mehr Spieledesigner-Namen auf die Verpackung schreiben … – käme zu – … ähm …. ja … eine klassische Late Night-Show in Österreich wäre auch nicht schlecht -. Also hier wirds wohl noch ein bisschen dauern. Vielleicht setzen wir doch eher drauf, Josef Pröll ein GTA-Exemplar zu schicken? (via)
Nintendo hat heute bekannt gegeben, dass der Preis der Wii gesenkt wird. Nachdem MS und Sony ihre Konsolen in den letzten Monaten deutlich an den Preis der Wii angenähert haben, wollen die Japaner den Vorsprung in diesem Bereich wohl sicherstellen: Ab 2. Oktober kostet das Ding in Europa also 200€. Das ist ein guter Zeitpunkt um einen ultimativen Wii-Guide zu erstellen. Für jene, die so manches Spiel verpasst haben, und eben auch für alle, die jetzt neu dazu kommen. Denn mittlerweile gibt es so manche Perle für ziemlich wenig Kohle. Weiter lesen Der Wii-Guide: Was man nicht verpasst haben sollte→
Morgen wird gratis piratisiert Morgen ist der hochoffiziell von der UNO ausgerufende „Talk like a pirate“-Tag und zur Feier verschenkt Telltale die erste Episode der neuen Tales of Monkey Island-Staffel. Doch damit nicht genug, es sollte noch viel besser kommen. Auch auf die gesamte Staffel gibt es nur am morgigen Samstag (bei uns ab 1 Uhr früh) einen Nachlass von 5 Dollar. Wer HIER noch immer nicht zuschlägt, ist waarrrrlich kein Pirat, sondern ein verfluchter Leichtmatrose.
Eine Woche ist vergangen, es ist wieder Zeit für einen weitere Videorunschau. Die fällt heute etwas schlank aber dafür hochwertig aus und bringt euch Videos aus S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat, Assassins Creed 2 und dem inoffiziellen Gothic-Nachfolger Risen. Scheint mengenmäßig immer noch Sommerloch zu sein. Weitere neue Machwerke könnt ihr gerne in den Kommentaren vorschlagen, falls wir was Lässiges übersehen haben. Weiter lesen Videoschau #2 (3.9.2009)→
Darkest of Days: Nicht so ernsthaft wie man auf den ersten Blick glaubt
Völlig unvorbereitet kam ich vor einigen Tagen dazu, einfach mal wieder einen neuen Shooter ausprobieren zu wollen. Beim Stöbern durch neue Demos stieß ich auf Darkest of Days. Nie gehört, nie gesehen. Die Screenshots im Bürgerkriegssetting sahen interessant aus. Gut, runterladen. Was dann nach wenigen Spielsekunden schon fast wieder von der Festplatte verschwand (mit der Steuerung werden ich irgendwie nicht hundertprozentig warm), entpuppt sich als Verkörperung eines zentralen Elements von Computerspielen.
In Darkest of Days (die Abkürzung DoD wird sich wohl eher nicht durchsetzen) schlüpft ihr in die Rolle eines Kerls aus dem Krieg der Amerikaner gegen die Indianer. Just als General Custer am Little Big Horn fällt, kommt aus heiterem Himmel plötzlich ein Trooper aus einer Zeitblase geschlüpft und rettet eure Haut. Und ich meine: Wenn man Spiele nicht schon im Vorfeld detailiert zu Tode analysiert kommt sowas wirklich überraschend. Mit einer Zeitreise habe ich nicht gerechnet, die gesehenen Bilder haben mich an ein realistisches Shootersetting glauben lassen.
Ihr werdet fortan durch die Zeit geschickt um Probleme zu bereinigen. Die Demo hat zumindest noch nicht verraten, warum gerade ihr. Sie erklärt auch nicht, warum sich im Bürgerkriegstagen niemand darüber wundert, dass ihr mit einem Maschinengewehr auf die Südstaatler losgeht. Vielleicht macht das auch die Vollversion nicht. Die möchte ich aber trotz der angesprochen hackeligen Steuerung spielen. Denn in Darkest of Days kommt dieses herrliche „Alles ist möglich“ zur konsequenten Anwendung. Plötzlich mit einem Raketenwerfer inmitten von römischen Legionen zu stehen hat am Ende wahrscheinlich einen ordentlichen Touch Serious Sam in sich. Und das kann man ja schon als originell bezeichnen.
Coole Sache. In der Tradition von Indiana Jones and the Fate of Atlantis entwickelt ein Fan von Star Wars und dem Abenteuergenre ein nett aussehendes SCUMM-Adventure. Han Solo Adventures soll in mehreren Kapiteln erscheinen und lässt euch in die Rolle des namensgebenden Schmugglers schlüpfen, der in den Kult-Filmen bekanntermaßen von Harrison Ford verkörpert wird. Der Stil lehnt sich dabei logischerweise an die drei alten Filme an und die Story wird von einiger ergänzender Literatur beeinflusst.
Ein eher erwachsenes Spiel soll man sich erwarten, kündete der Entwickler an. Eine Sprachausgabe wird es entgegen des Teaser-Videos aber nicht geben. Dafür ist ein Blaster dabei, den man wohl jederzeit ziehen können soll.
Zu etwa 20% ist das Konzept laut der Website bereits umgesetzt. Fertigstellungstermin? „Can’t tell you for sure.“
Es ist wieder so weit. Oder eigentlich ist es zum ersten Mal so weit. Jedenfalls ist es so weit. Die Rebell-Videoschau gurkt durch die Welt um euch zu erfreuen, weil wir nicht im Stande sind andere Inhalte zu schreiben. Sommerloch, Sommerhitze und Sommerredakteursfaulheit und so.
Serious Sam erscheint Vollgas nochmal, jetzt in HD. Langweilige Idee, schräger Trailer.
Zum spannenden WW2-Taktikspiel Theatre of War 2 erscheint demnächst das Addon Centauro.
Batman: Arkham Asylum ist für die PS3 und Xbox 360 schon erschienen. Ich warte auf die PC-Version die irgendwann im September erscheint. Die Demo war gut inszeniert, das Stealth-Action-Gameplay dürfte solide umgesetzt sein.
Das Rennspiel Race On hat den optischen Charme aller Rennspiele der letzten Jahre.
Computerspiele steuern echte Menschen. Im Film Gamer:
Trine fügt sich nahtlos in die Reihe an hervorragenden Casual-Games ein, die ich in den letzten Monaten genossen habe. Da ist ziemlich viel drinnen: Drei Figuren (Zauberer, Kämpfer, Diebin), hübsche Grafik, dezenteste RPG-Elemente, realistische Physik, Geschicklichkeitseinlagen, Kämpfe, Schalter- und Physikrrätsel, Hüpf-Passagen, Bossfights. Es gab mal Zeiten, da haben Entwickler sich mit einer solchen Vielfalt maßlos überfordert, nichts davon richtig gemacht und nebenbei noch die Steuerung verkackt.
Nicht so hier. Alles wirkt wie aus einem Guss, geht ganz leicht von der Hand.
Mit der Diebin am Seil über fallengespickte Abgründe zu schwingen, geschickt auf einer Plattform zu landen, die der Zauberer geschaffen hat, damit der Kämpfer den dort herumstehenden Gegner verprügeln kann. Das sind die besten Momente in Trine.
Gut. Man muss schon sagen, dass die Kämpfe kein Meisterwerk sind. Im Wesentlichen hackt man einfach diabloesker Manier auf die Gegner (hauptsächlich Untote und Fledermäuse) ein, bis sie tot sind. Anders gesagt: Man knallt anspruchslos im Dauerfeuer den Finger auf den Mausknopf. Kämpfe sind streckendes Beiwerk, das die ein oder andere Stelle erschwert.
Denn im Kern ist Trine ein rätsellastiges Jump & Run mit abwechslungsreichen Levels. Dabei ist es nicht so knifflig wie Braid, sondern erinnert stellenweise eher an Prince of Persia. Die Parameter der Welt sind nicht abgedreht. Es gibt jedoch kein Spiel mit der Zeit, keine physikalischen Seltsamkeiten. Man wird nie an einer Stelle sitzen und innehalten um zu überlegen. Die Lösungen zu den Rätseln kommen sehr spontan und intuitiv.
Trine (PC & PSN) ist kein Spiel für Jahre. Dafür sind die Levels dann doch nicht spannend genug. Aber an einigen Abenden wird es euch die ein oder andere Stunde mit Kurzweil versorgen.
Tales of Monkey Island: Launch of the Screaming Narwhal
Es haben so viele Adventures versucht uns einen neuen zu schenken, aber Telltale hat uns den alten wieder gebracht: Guybrush ist wie er immer war: Wunderbar doof und lustig.
In dem Moment als mir die E-Mail „Tales of Monkey Island Premiere Episode Now Available“ ins Postfach flatterte, hatte ich gerade meine Vorabversion durchgespielt. Bald 7 Jahre mache ich nun schon dieses Spielemagazin. Das war und ist viel Arbeit. Doch für diesen kleinen Vorsprung hat sich das alles gelohnt.
Die erste Episode („Launch of the Screaming Narwhal“) ist recht lang, steuert sich mit der Tastatur und Maus kombiniert, die Rätsel sind eigentlich durchwegs logisch und doch so abgedreht wie eh und je. Man merkt, dass die Telltale-Belegschaft früher Mal bei LucasArts gearbeitet hat. Von vorne bis hinten ist das Ding ein echtes Monkey Island.
Leute, das werde ich euch nicht vergessen. Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, dass uns LucasArts jemals wieder einen mächtigen Piraten spielen lässt – es sei denn, sie hätten sich noch einen für das Star Wars-Franchise ausgedacht. Aber sind diese Sorgen vorbei: Weihnachten, Ostern und Geburtstag sind an einem Tag gefallen, eine neue Serie von Adventures mit Guybrush startet. 2009 ist das Jahr in dem die Welt gerettet wurde. Und das mitten in der Krise.
Wenn ich den bisherigen Plot richtig interpretiere, wird uns die Story anders als bei der tollen Sam & Max-Serie in immer neue und größere Gefielde führen (übrigens in den kommenden Wochen auch auf WiiWare).
Ich habe in den letzten Monaten das erschreckende Erlebnis gehabt, dass eine ganze Generation von Spielern nicht mehr weiß, wer Guybrush Threepwood ist. An diese Leute: Das ist eure Chance die coolste Serie der Welt kennen zu lernen. (Ihr könnt übrigens die alten Teile von Monkey Island- für euer Android Smartphone fit machen) Alles hier ist bis ins letzte Detail charmant. Ihr dürft zwar niemanden umbringen, aber abknallen schon. Und was viel wichtiger ist: Hier ist Lachen kein Sahnehäubchen, sondern das Spielprinzip.
Worms und Soldat machten es vor, wie einfach und suchterregend 2D-Spiele auch im Mehrspielerbereich sein können. Altitude reiht sich da perfekt ein. Wir schlüpfen in die Rolle eines von mehreren unterschiedlichen Flugzeugen, die zum Beispiel schneller Jäger, außerirdisch anmutender Kampfflieger oder ein minenschleudernder Bomber sein können. Egal welches Vehikel, mit drei Knöpfen und den Cursortasten ist die ganze Bedienung fest im Griff. Mit hektischem Auf und Ab, Schneller und Langsamer, Loopings oder Sturzflügen versucht man Gegner zu überlisten, sich in Position für einen Abschuss zu bringen.
Die Minuten vergehen, der Kurzweil vergeht nicht. Auf den recht gut besuchten Servern wechseln sich Deathmatch- und Team-Modi ab und mit ihnen Egoismus und Kameradendienste. Im Team kann ein Kamikaze-Einsatz gegen eines der automatischen stationären Geschütze mehr nützen, als der Versuch möglichst viele Gegner zu killen. Das Spiel rechnet die verursachten Schäden übrigens zusammen, belohnt am Ende der Runde auch dieses Engagement.
Ein Hauch Rollenspiel fördert die Langzeitmotivation. Mit gewonnener Erfahrung bekommt man neue Goodies für das Flugzeug, neue Flugzeuge natürlich auch. Für Anfänger wird der Einstieg aber trotzdem nicht allzu unfair. Mit etwas Geschick lassen sich die leichten Vorteile der Veteranen ausgleichen.
Altitude zeigt: So einfach kann das mit dem Spaß sein.
Augmented Reality per HandheldStellt euch einn Handheld vor, der direkt vor euch auf dem Tisch eine interaktive 3D-Stadt erschafft. Leider noch nicht als Hologramm, aber immerhin doch scheint dieses Gadget dies zu ermöglichen, bei dem die TU Graz ihre Finger im Spiel hat. Sowas in der Art stelle ich mir als Schnittstelle zwischen Pen & Paper-Rollenspielen und Computer-Rollenspielen sehr lustig vor.
Stellt euch bloß vor, die Abenteuer eures Papierhelden weiterhin am Tisch mit Freunden auszudenken und zu bestehen, bei den manchmal langatmigen Würfelkämpfen aber blitzschnell in ein Computerspiel wechseln zu können, dessen Levels euer Dungeon Master vorher in 2D skizziert hat.
Ich habe vor dem EyeToy der Playstation gehampelt – und ich sah, dass es gut war. Ich habe mit der Wiimote die Bälle über das Netz gedroschen und auf dem Balance Board geschwitzt – und meine kindliche Verspieltheit wurde wieder erweckt. Jetzt werden ich mit der Xbox zum Ganzkörper-Kontroller – und die Idee klingt fabelhaft.
Was Microsoft mit „Natal“ auf der E3 ankündigte ist fast so gut wie das Versprechen von neuen Monkey Islands. Per Videokamera wird euer Körper erfasst und zum Eingabegerät, dazu kommt noch eine Hauch von Spracherkennung. Klar kann man sich fragen wie das bei allen Spielen funktionieren könnte, bei denen man sich laufend fortbewegen muss – oder was passiert, wenn ich mich mit einem Freund beim Zocken unterhalte. Das ist nämlich der Vornachteil von herkömmlichen Kontrollern – die Umwelt kann sie nicht beeinflussen.
Aber Microsoft wirds schon irgendwie hinkriegen, dass das alles funzt (oder das – bei dem hier sei dem alten Milch-und-Honig-Versprecher Peter Molyneux ein ungläubiges „WTF?!“ entgegengeworfen). Viel sinnvoller ist es, sich einfach mal in Vorfreude an den Möglichkeiten zu ergötzen – und über die peinlichen Klischees über Mädchen im Trailer zu lachen. Aber wer so geniale Dinge erfindet, hat halt richtige Frauen wahrscheinlich noch nichtmal aus der Nähe gesehen. </Klischee-Konter>