Ascaron – Neuer Publisher

Ascaron hat bei dem renommierten Unternehmen Take 2 einen Vertrag für ihre kommenden Titel unterzeichnet. Spiele wie Sacred, Port Royal 2, Vermeer 2 und Tortuga werden demnach alle unter Take 2 ihrer Flagge auf den Markt gebracht.

Damit hat Take 2 wohl wieder einmal Geschmack und das richtige Gespür bewiesen, ist doch Sacred ein heißer Anwärter, Diablo 2 vom Hack & Slay Thron zu fegen. Sacred glänzt mit Mengen an Dungeons und Quests. Wollen wir aber nicht zu voreilig sein, daher werden wir uns für Euch auf der Games Convention das Spiel einmal näher ansehen.

Mit Oil of Olaz gegen die Alterserscheinungen

Ja, ihr habt richtig gelesen: der größte Tomb Raider-Hasser schreibt ein Review zu Lara’s neuem Abenteuer. Lara Croft, die Kampf-Emanze aus dem Hause Eidos tanzt nun zum 236. Mal (Achtung, Übertreibung) auf unseren Bildschirmen herum. Erfahrungsgemäß bekommt ihr von mir ein vernichtendes Review zum Thema "schlechtes Gameplay", "schlechte Grafik" und "schlechter Sound" – ob das auch diesmal der Fall ist? Lest selbst…

In der Tat sind die Soundeffekte nicht das Gelbe vom Ei aber mehr dazu später – vorerst möchte ich noch ein bisschen auf den Rest eingehen.

Zur Einführung gibt’s ein kurzes Video – Lara besucht einen ihrer Kollegen (Werner von Croy), es fallen Schüsse, Lara hat blutige Hande (wohlgemerkt mit extrem eckigen Fingern – in einem Render-Video !!!) und haut kurzerhand durch die Hintertür ab, als die Polizei erscheint. Abgesehen von der schlechten Qualität der Anfangssequenz gibt’s hierfür schon einen Pluspunkt: die Storyline basiert dieses Mal nicht nur auf "Lauf‘ durch die Gräber und plündere ein paar Tempel" – nein, das Ganze hat eine echte Handlung (kein Scheiss). Das Szenario ist aber vorhersagbar: Lara ist natürlich nicht die Mörderin, es gilt den wahren Mörder zu finden.

In kleinen Schritten werden auch Tomb Raider-Neukunden mit der Steuerung vertraut gemacht – ein bisschen springen, ein bisschen klettern, ein paar Gegenstände aufheben – alles mit Untertiteln und Hints in die Storyline integriert. Für alteingesessene Lara-Fanaten oder für jene unter euch, die schon Mal Prince of Persia (ist euch eigentlich schon aufgefallen, wie viel Tomb Raider mit diesem Klassiker der Spielegeschichte gemeinsam hat?) gespielt haben, sollte das Interface allerdings kein Problem darstellen. Fast zumindest, mehr dazu ein bisschen später.

Bald schon stößt man aber auf ein paar unüberwindbare Hindernisse: eine zu große Lücke klafft im Boden, ein Steinblock ist zu schwer oder eine Kletterpassage ist zu lange – die Kraft reicht nicht aus. Hierfür wurden indirekte Power-Ups eingerichtet: beispielsweise muss ab und zu eine Tür eingetreten oder ein Schrank aufgebrochen werden, um Ms. Croft’s Kraft zu steigern. Dies fördert auch das Durchsuchen diverser Maps nach diesen "Power-Ups" – für ungeübte Spieler kann die verbessere Sprungkraft auch bei durchaus passierbaren Stellen für etwas weniger Frust sorgen.

Wo wir gerade bei Frust sind: die Gegner erinnern mich an Return to Castle WolfensteinProject Ubersoldat ist auch in heutigen Spielen allgegenwärtig. Irgendwo hat man beim ausbalancieren der Waffeneffizienz gespart, nach einem dreiviertelten Magazin sind die meisten Gegner zwar schon im Jenseits, aber trotzdem wirken derartige Szenen etwas dubios auf mich.

Wo wir gerade bei dubiosen Geschichten sind – der "Loctite-Effekt" (entdeckt und dokumentiert von meinem Redaktions-Kollegen gray) schlägt immer wieder gnadenlos zu, insbesondere Leitern üben offenbar eine sehr sehr starke Anziehungskraft auf unsere liebe Lara aus. Teilweise ist es echt nervig, wenn man an einer Leiter vorbei will, aber Lara doch bevorzugt, auf die Leiter zu klettern – man kann dieses Problem zwar umgehen, aber derartige Interfacepatzer sind schon fast eine Schande. Wo wir auch schon wieder bei der Steuerung wären: diese ist demnach gelinde gesagt eine Frechheit. Neu ist zwar die indirekte Bedienung, was wohl bedeutet "Taste drücken, 2 Sec warten und Frau Croft führt die Bewegung aus." Die unter euch, die ein Gamepad in ihrer Sammlung haben, sollten dies tunlichst verwenden, mit Keyboard und Maus ist die Steuerung fast nicht zu gebrauchen (wenn dann mit viel Geduld, Übung und Begabung, wobei ich letzteres selbstredend in Massen mitbringe).

Leider haben die Animationen auch etwas gelitten, sie sind zwar schöner und flüssiger, wirken aber zum Teil sehr unrealistisch und kitschig – z.B. das Treppensteigen: kein normaler Mensch (ok, es gibt sicher ein paar Freaks in der weiten, weiten Welt) würden so wie unser Kampfweib eine Treppe erklimmen. Selbriges beim Kampf mit den Gegnern, (ich hab’s vorher schon erwähnt, sie haben einen starken Überlebensdrang und verkraften das ein oder andere Magazin) Lara zielt selbst und bewegt sich automatisch um den/die Gegner ins Fadenkreuz zu bekommen – ihr müsst euch das wie ein kopfloses Huhn oder ein brennendes Reh vorstellen, ziellose Bewegungen – Rückwärtsschritte ohne sich umzudrehen … egal.

Die K.I. der Gegner ist übrigens ziemlich dumm, die neue Schleichfähigkeit unserer Heldin hat in Folge dessen keinen Sinn… Ah, doch! Um an Leitern vorbeizukommen! Die magnetische Anziehungskraft diverser Kletterpartien hat offenbar keinen Effekt auf schleichende Personen.

Als klares Plus sehe ich die neu integrierten Adventure- und Rollenspiel-Elemente – wie eben die vorhin bereits erwähnten Power-Ups. Zwar ist mir nicht ganz klar, wie man die Kraft der Arme durch gezieltes Eintreten einer Tür kräftigen kann – aber naja, in Jagged Alliance 2 kann man zum Erhöhen des Gesundheitsmaximus auch Kühe schlagen. Außerdem hervorzuheben ist die dynamische Dialogführung. Ab und zu kommt es zu einem Gespräch mit NPCs – hier gibts meist zwei oder drei mögliche Fragen/Antworten, die dann den Verlauf der Storyline geringfügig ändern. Dies wird mitunter möglich, weil man sich wie schon gesagt nicht nur in Gräbern, Gruften und Tempeln aufhält, sondern vorwiegend in Paris und Prag. Die "Such den Schalter"-Spielpassagen bleiben aber doch teilweise erhalten.

Der akustische Teil wurde auch etwas mangelhaft umgesetzt – die Musikuntermalung ist zwar sehr gut gelungen, aber an den Effekten wurde doch sichtlich gespart oder man hat schlichtweg einen schlechten Geräuschemacher angeheuert. Die Waffen wirken Blechern, das "Sprung-Stöhnen" von Lara wirkt übertrieben und die Schrittgeräusche passen eigentlich fast nie richtig zum Untergrund auf dem sich Lara bewegt (oder sind nicht synchron zu den Schritten). Selbriges im optischen Part: Lara hinterlässt im Schnee nur sporatisch alle 5 Schritte einen Fussabdruck – allerdings auf allen anderen Untergründen auch, auf Gittern und Metallplatten zum Beispiel. An der restlichen optischen Umsetung kann man allerdings nichts bemängeln – hierzu einfach die Screens checken.

Audio- oder Video-Feedback für Angriffe von Gegnern gibt es nicht – mit Ausnahme des Energiebalkens links in der Ecke. Sterben ohne zu wissen warum stell‘ ich mir als ziemlich traurig vor – aber für solche Fälle gibt’s ein offenes Speichersystem, speichern wann immer man will.

Technische Probleme kann keiner leugnen, sogar der erste Patch brachte kaum Erleichterung. Bevor ich mich endlich ins Getümmel stürzen konnte, brauchte es auch seine Zeit. Zwei Rechner und viele Stunden Arbeit waren von Nöten: auf meinem Spielerechner wollte das Spiel überhaupt nicht laufen – Installation war kein Problem allerdings wurden keine Maps geladen – neue Mainboard Treiber, neue Grafikkartentreiber, selbst ein neues Service Pack für Windows 2000 schafften keine Abhilfe. Erst der Wechsel auf einen anderen Rechner (1200 MHz Duron, GeForce 4 MX, Win XP Home) brachte das Spiel endlich zum Laufen – wobei die zweite CD auch erst nach mehreren Anläufen vom Laufwerk akzeptiert wurde.

Danach lief aber alles anstandslos – zwar kommt keine konstante Framerate zustande, aber von Ruckeln – auch bei größerer Actiondichte – ist keine Spur zu sehen. Das Spiel läuft auch auf nicht ganz so aktuellen Rechnern noch tadellos ("tadellos"… ihr wisst schon, wie ich das meine).

Trotz all dem darf man zumindest Core Design nicht die Schuld in die Schuhe schieben – schließlich wurde der Releasetermin mit 4. Quartal 2003 angegeben – der Druck des Publishers (Eidos Interactive) ist wohl der Hauptgrund für ein unfertiges Spiel und den (hoffenlich folgenden) 25 Patches.

Auch wenn das Review andere Töne spricht, ich muss erhlich zugeben, ich bin begeistert. Tomb Raider: The Angel of Darkness ist das beste TR seit langem (natürlich abgesehen von den technischen Problemen).

Allein die interssante Story und die abwechslungsreiche Mapgestaltung motivieren trotz der Schwächen zum Spielen. Wenn man sich erst an die "Eigenheiten" der Steuerung gewöhnt hat oder zu den Glücklichen mit einem Gamepad gehört, macht das Spiel durchaus Spaß – zwar kommt es immer wieder zu Frustszenen, in denen man oft 30 bis 45 Minuten keinen rechten Ausweg findet – aber das sollte einen wahren Lara Croft Fan nicht davon abhalten, das Spiel zu spielen. Ich zähle mich zwar nicht zu diesem Kreis, man sieht aber doch, dass ein Spiel trotz diverser Abzüge noch punkten kann.

Richtig gute Spiele glänzen oft überhaupt nicht mit toller Grafik oder guter technischer Umsetzung, wichtig ist, dass eine Geschichte erzählt wird – ein Spiel ist im Grunde genommen nicht mehr als ein interaktiver Film, bestes Beispiel hierfür ist die Wing Commander-Reihe (die Flugszenen sind nicht wirklich sooo interessant oder spannend, die Storyline zählt). Folglich war’s mir auch irgendwie eine Freude, den ersten Tomb Raider Teil mit echter Story durchzuspielen.

Übrigens: etwas lächerlich sind die Zwischensequenzen im MPG-Format – zwar gibt es im Spiel Cutscenes in der Engine, aber trotzdem hat man einige dieser Szenen "abgefilmt" und mit einem Grauton hinterlegt – ich hätte nichts gegen gute Filmsequenzen zwischendurch, aber Klötzchen-Finger und acht-eckige Kreise hätte man sich wirklich sparen können.

Meine Empfehlung: erst in der Videothek (oder bei Freunden) ausleihen, dann bei Gefallen kaufen.

Webview – Oh No! More Lemmings

Spieler aus früheren Tagen wissen ganz genau was der in der Überschrift verwendete Spruch bedeutet: die Lemmings sind wieder da! Wir sind heute auf ein DHTML-Remake des genialen Klassikers gestoßen, das ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen dürft. Leider fehlt das legendäre „Oh no!“ aber.

Trotzdem, für einige Stunden bricht das alte Fieber wieder aus. Wer die Lemmings noch nicht kennt hat nun auch die Möglichkeit diese Bildungslücke zu füllen und die lebensmüden kleinen Männchen sicher durch die zahlreichen Levels zu geleiten!

Das von DMA Design entwickelte Lemmings kam unter der Flagge von Psygnosis für MS DOS erstmals 1991 auf den Markt. Drei Jahre später begeisterte es dann zu Zeiten eines Doom als Windows-Version die Massen. Falls bei dem Namen DMA nicht die Glocken klingen: die Grand Theft Auto-Serie stammt aus diesem Entwicklungsstudio, das heute den Namen Rockstar trägt.

id Software – Nächstes Game wird kein Nachfolger

Auf GameSpy.com findet man ein Interview mit John Carmack. Eine Frage stach uns besonders ins Auge und zwar die, wo gefragt wurde, welches Spiel id Software als nächstes in Angriff nehmen möchte. Hier meinte John Carmack nur, dass es kein Nachfolger sein wird.

Na aber hallo, mal kein Quake, Doom oder Wolfenstein-Nachfolger. John Carmack hat erwähnt, dass er Lust auf ein völlig anderes Genre hat. Auf der anderen Seite ist es fraglich, für was ein Genre die neue Doom 3-Engine herhalten kann, immerhin möchte id Software diese noch längere Zeit verwenden. Wir werden sehen, vielleicht steht uns ja bald eine Art RTS oder RPG mit der D3-Technologie bevor. Wir halten euch am Laufenden.

Opera – Erste Gewinne

Der Hersteller des mittlerweile nicht mehr nur Insidern bekannten Internetbrowsers Opera macht seit dem zweiten Quartal ’03 Gewinne. Mit über zehn Millionen Downloads und sprunghaft angestiegenen Lizenzeinnahmen sieht es auch für Opera’s Zukunft recht rosig aus. Immerhin konnten 276.000 Euro erwirtschaftet werden.

Dass Opera Gewinne bringt, ist am momentan recht ruhigen Browsermarkt extrem wichtig. Wer soll Microsoft in den Hintern treten und ihnen etwas liefern, dass es wert ist abgekupfert zu werden, wenn außer Microsoft keiner da ist? Freuen wir uns also auf den hoffentlich bald wieder etwas stärker umkämpften Markt, in dem auch Alternativen zum Internet Explorer Überlebenschancen haben. Auch wenn man für Opera 39,– € bezahlen muss, probiert mal die Adwareversion aus und ihr werdet sehen, dass dieser Browser sein Geld durchaus wert ist.

Virus – MSBLASTER kriegt Gesellschaft

Trend Micro, ein rennomierter Hersteller für Antivirensoftware, hat eine neue Version des w32.msblaster.worm Virus gefunden, der auf den Namen WORM_MSBLAST.D getauft wurde. Wie sein Pendant verbreitet er sich durch die mittlerweile bekannte Sicherheitslücke von Windows NT/2000/XP beim Dienst ‚Remoteprozeduraufruf‘.

Wer jetzt panisch sofort bei Symantec und Trend Micro um Gnade und einen Virenscanner bettelt, dem sei gesagt dass dieser Virus nur ein einziges Programm auf dem befallenen Rechner zu vernichten versucht. Bei diesem Programm handelt es sich um den original w32.blaster. Die Neuasgabe dieses Virus wurde also nur zu einem Zweck programmiert: Zur kompromisslosen Vernichtung seines evil twins.

Also, solltet ihr euch diesen Virus eingefangen haben, wird er vollautomatisch seinen schurkischen Kumpanen vernichten und nebenbei auch noch alle Sicherheitsupdates downloaden. Wenn er fertig ist gibts einen einmaligen Reboot, danach ist wieder alles in Ordnung. Sobald das Jahr 2004 anbricht, löscht er sich dann selbst.

Wenn ihr nicht genug Zeit oder Glück habt, euch den WORM_MSBLAST.D einzufangen um euer System zu bereinigen könnt ihr es auch mal auf den Websites von Symantec und Trend Micro probieren. Die haben Tools, welche gleich beide Viren aufeinmal killen.

Zurück in die Rote Laterne!

Mit der höchsten Wertung der langen Geschichte von Rebell wurde, vor gar nicht allzu langer Zeit, Gothic 2 beschenkt. Aufgrund dieses Erfolges (und nur deswegen!) hat JoWooD auch noch ein Add-On drangehängt, um die Wartezeit auf Gothic 3 zu verkürzen. Wie gut uns Die Nacht des Raben gefallen hat, das verrät euch unser Review. Ach was, wir sagen es euch vorweg: Es ist ein Meisterwerk!

Die deutschen Entwickler von Piranha Bytes haben erkannt, dass es wohl sinnlos ist, ein Addon zu veröffentlichen, welches die Story des Hauptprogramms mit einem bereits bestehenden Charakter weiterzuführen vermag. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten in Gothic 2 gewesen, und so mancher hätte mit seinem Alter Ego wohl Schwierigkeiten gehabt, Die Nacht des Raben durchzuspielen.

Also beginnt das Expansionsset genau dort, wo ihr auch das Hauptprogramm gestartet habt – im Turm von Dämonenbeschwörer Xardas. Schon am Anfang gibt es aber gleich die ersten Unterschiede. Eine neue Gilde – die Wassermagier bzw. ihre Beschützergarde, der Ring des Wasser – steht nun bereit um euch in neue Abenteuer zu entsenden.

Dass viele im Hauptprogramm leblose Stellen nun von NPCs besiedelt sind, bringt uns ebenfalls schon zu Beginn vom Gedanken ab, dass hier mit einem wieder verwerteten Spiel Geld gemacht werden will. Wo einst nur ein lausiges Monster seine Runden gedreht hat, sitzt nun ein neuer NPC und hilft euch, euren Auftrag zu erledigen.

Klar! Es ist wahr, dass das ein oder andere Quest erneut erledigt werden muss, allerdings gibt es fast immer neue Lösungsmöglichkeiten die es beispielsweise auch belohnen, noch einmal der Miliz oder den Söldnern beizutreten.

Nachdem die Insel Khoronis im Norden bislang sowieso nicht erforscht war, dürft ihr euch auf haufenweise neue Aufgaben freuen – in einer komplett neuen Gegend, die sich weder größenmäßig noch grafisch zu verstecken braucht. Apropos erweitert, auch die ursprüngliche Gegend um Khorinis Stadt und das Minental expandierte leicht. Insgesamt dürfte sich die Welt um geschätzte 40-50% vergrößert haben.

Wie gesagt gibt es mit den Wassermagiern, den Hütern des Gleichgewichts zwischen Ordnung und Zerstörung, eine neue Gilde, der man beitreten kann. Im Verlauf des Spiels kann man aber (kurzfristig) auch den Banditen „beitreten“. Für Abwechslung ist also auch in diesem Punkt gesorgt.

Die Welt von Gothic 2 wurde aber nicht nur um über 100 Non-Player-Characters bereichert, auch frische Monster, Waffen, Rüstungen und Zaubersprüche wurden integriert. Nämlich jene, die es bei den Wassermagiern zu erlernen gilt und Sprüche der schwarze Magie.

All das benötigt man aber auch um die Vielzahl an Monstern zu erledigen. Sumpfgasdrohnen, Blattcrawler, Keiler, Sumpfgolems und haufenweise anderes unsympathisches Getier wartet nur darauf, sich mit euch zu messen. Erschwerend hinzu kommt, dass Piranha das Game Balancing komplett erneuert hat, fast alle Monster sind nun schwerer zu besiegen.

Aber nicht nur das, generell wird das Spiel nach dem Installieren von Die Nacht des Raben schwerer. Talente kosten mehr Lernpunkte, starke Waffen mehr Geld und Stärkepunkte. Attribute kann man übrigens auf eine neue Weise bekommen. Anstatt die mühsam erarbeiteten Lernpunkte zu verschleudern, reicht es nun oft schon eine Steintafel zu lesen, oder man nutzt die altmodische Methode, nämlich ein Quest zu lösen.

Die angesprochenen steinernen Schriftstücke findet ihr überall im Land, könnt sie aber nicht sofort lesen. Dazu müsst ihr erst die Schriften lernen, in welchen sie geschrieben wurden. Die sogenannte Sprache der Erbauer gilt es in drei Stufen zu erlernen: die Sprache der Bauern dient als Basis, Krieger- und Priester liegen vom linguistischen Niveau her auf Khoronis allerdings höher.

Wer aber- oder auch erstmals den Berufsweg als Schmied einschlägt, der darf sich ebenfalls über einige Neuerungen freuen. Selbst geschmiedete Waffen sind oft mit Trefferboni von bis zu 10% bestückt und haben immer zumindest den Vorteil, dass sie weniger Stärkepunkte benötigen um benutzt werden zu können.

Der wunderbare Soundtrack des Hauptprogramms wurde ebenfalls erweitert – und hat an Qualität kein bißchen eingebüst. Auch grafisch gibt es zwar einige neue Staunmomente, Schwächen findet man allerdings noch immer nicht, was uns Kritikern das Bemängeln natürlich schwer macht. Wie schon im Hauptprogramm hat Piranha auch die neuen Orte mit einem derartigen Detailreichtum ausgestattet, dass die technisch nicht mehr ganz frische Engine trotzdem noch grandiose Bilder auf den Monitor zaubert.

Auch der neue Storystrang passt in die Welt von Khoronis und beinhaltet eigentlich keine „unrealistischen“ oder aufgesetzt wirkenden Szenen. Dadurch wird die ansehnliche Spielzeit (verändert sich je nach Spielweise) zu einem vollkommenen Genuss! Mindestens 30 Spielstunden sollte man einrechnen.

It’s Addon-Time! Nachdem schon WC3: Throzen Throne und NWN: Schatten von Underznit Fans von Zusatzpaketen begeisterten, stellen wir euch nun das Meisterwerk schlechthin vor.

Gothic 2: Die Nacht des Raben verbessert unser bisher bestbewertetes Spiel noch weiter. Man kann Addon und Hauptprogramm leider(?) nicht wirklich trennen, weshalb wir hier eine Gesamtwertung für ein im Grunde neues Spiel aussprechen.

Wer Gothic 2 aller Jubelwertungen zum Trotz noch immer nicht besitzt, sollte es sich spätestens jetzt zulegen und Die Nacht des Raben gleich dazupacken. Und, wenn ihr auch nur irgendwie atmosphärische Games mit hoher Spieltiefe mögt, dann ist das ein Befehl!

Breed – Addon und zweiter Teil

Breed ist nun so gut wie fertig, da ist auch schon von einem Addon und Nachfolger die Rede. Die Fans aus dem offiziellen Breed-Forum haben ihre Fragen gesammelt und an die Entwickler senden lassen, einige interessante Informationen sind hier bekannt geworden.

Sind neue Projekte mit der Engine geplant (auch von anderen Entwicklern)?

Nein! Da Brat Designs Eigentümer dieser Engine ist sind keine weiteren Projekte geplant – außer dem Breed Add on und Breed 2.

Was macht Brat Designs nach der Entwicklung von Breed?

Das Breed Addon

Na dann sind wir mal gespannt, unserer Preview nach wird Breed nicht der erhoffte Oberhammer, aber was nicht ist kann ja noch werden. Die Entwickler haben in den letzten Wochen noch einmal kräftig Hand angelegt und sowohl an Grafik als auch dem Gameplay gefeilt.

3DO – Spielelizenzen verkauft

Wie wir berichteten, sind 3DO Pleite und haben ihre Spielelizenzen zum Verkauf angeboten. Nun hat 3DO wohl alles unter Dach und Fach. Hier die Auflistung, welche Firmen die Zuschläge bekommen haben.

Street Racing SyndicateNamco für 1.5 Millionen $

High Heat Baseball-SerieMicrosoft

Might and Magic & Heroes of Might and MagicUBI Soft

Na da sind wir mal gespannt, was aus den Klassikern wird und hoffen auf eine erfrischende Wiederbelebung der Titel.

C&C: Generals – Termin für die Demo

Wie man auf Blue´s News nachlesen kann, ist eine Demoversion von C&C: Generals geplant. Das Demo wird exklusiv über nVidia am 20. August, also schon nächste Woche Mittwoch, angeboten. Dies erkennt man auch daran, das ein fetter Banner bei nVidia zu sehen ist, in dem dies angepriesen wird.

C&C: Generals wurde in Deutschland indiziert und EA Germany veröffentlicht in Kürze eine neue Version die leicht geändert wurde. Statt Menschen sind nun Roboter vorhanden und die Story wurde aufgrund der harten Thematik leicht abgeändert. Dies war aber abzusehen und EA hätte gut daran getan, von Anfang an eine solche Version in Deutschland anzubieten. Der Titel in der Deutschen Version lautet dann C&C: Generäle, das kommende Addon C&C Zero Hour wird in der Deutschen Version C&C: Die Stunde Null heißen.

Yager – Erscheinungstermin

Wie PC Games berichtet, hat THQ bekannt gegeben, dass Yager ein wenig früher als geplant erscheint. Am 26.09.03 sollen demnach endlich auch die PC-Jünger in den Genuss kommen.

Yager wird von dem Berliner Team Yager Development entwickelt (faszinierender Einfall, sich nach dem Spiel zu nennen, nicht war? *g*). Nach Aquanox und Gothic ist auch Yager ein Beweis dafür, dass gute Spiele aus Germany kommen können, sogar richtige Gameplay-Perlen.

N-Gage – Spiele werden auf der GC vorgeführt

Bisher hielt sich Nokia ja sehr bedeckt mit spielen für den Handheld N-Gage. Doch nun wollen die Leutchen dort, die Katze aus dem Sack lassen.

Dazu gehört auch der erfolgreiche PC- und Konsolen-Titel Splinters Cell. Dieser soll auch die kabellose Bluetooth-Merspielervariante im Petto haben.

Weitere Titel wie Rayman 3 oder Marcel Desailly Pro Soccer werden auch vorgestellt. Das kann ja noch ein heißer Dreikampf mit dem Nintendo’schen Gameboy werden, wenn dann noch Sony’s PSP veröffentlicht wird.

Während Nintendo auf dem Konsolenmarkt mit Xbox und PS2 (und eventuell auch dem kommenden Phantom) kämpfen muss, wird also auch der Boden bei den Handhelds immer dünner.

Tony Hawk 4 – In den USA ausgeliefert

An alle Fans dort draußen, die es nicht mehr abwarten können, haben wir heute eine erfreuliche Nachricht. Tony Hawk’s Pro Skater 4 wurde allem Anschein nach endlich an die Händler in Übersee versandt. Wer es also wirklich nicht mehr abwarten kann, sollte sich die Import-Version besorgen und schon lange vor dem deutschem PC-Release dieses Baby in den Händen halten. Der deutsche PC-Release steht auch heute noch nicht fest.

Die PC Version von Tony Hawk’s Pro Skater 4 wurde von Aspyr umgesetzt. Diese fleißigen Bienchen haben in der Vergangenheit viele bekannte PC-Titel für den Mac konvertiert. Seid neuem nun auch verstärkt Konvertierungen von Konsole auf den PC, wie eben unseren Tony sowie Kelly Slater’s Pro Surfer, dass leider noch in der Mache ist und aus der gleichen Feder wie Tony Hawk stammt, nämlich Never Soft. Hoffen wir, dass auch Tony Hawk Underground baldigst für den PC umgesetzt wird, denn bisher sind nur Konsolenversionen angekündigt und die neuen Freiheiten sind der reinste Wahnsinn. Ihr könnt in Tony Hawk Underground vom Brett steigen und euch frei im Level bewegen, wobei auch Klettereinlagen dazu gehören, macht jedenfalls alles Lust auf mehr.