Kreed – Wunderschöne Demo

Was für schöne Bilder ein 64kb winziges File erzeugen kann, könnt ihr euch nicht vorstellen, wenn ihr es nicht selber gesehen habt.

Aus dem fernen Russland kommt der Shooter und die Entwickler von Kreed wollten wohl aller Welt einmal zeigen, was ihre Kreed-Engine alles kann. Und das ist einiges!
Wer jetzt Lust bekommen hat, sich von der Grafikpracht zu überzeugen, brauch sich einfach nur unter den Links zum Download der Techdemo leiten lassen und sich dann genüßlich in seinem Stuhl zurücklehen und staunen!

Dredd vs. Death

"Stopp, du bist verhaftet!", dieser Satz ist sehr oft (leider zu oft) im Game zu hören. Die Judges sind Richter, Geschworener und Henker in einem. Durch eine fast unumschränkte Handelsfreiheit ist es einem gestattet, jeden X-Beliebigen für ein paar Jahre hinter Gitter zu bringen. Leider auch der einzige Spaß im Spiel.

Wir schreiben das Jahr 2630. Die Welt ist zu einer einzigen Stadt, genannt Megacity, zusammengeschlossen und leidet unter gigantischer Überbevölkerung. 400 Milliarden Menschen bewohnen den Planeten, und allen ist langweilig. Nein, was sich seltsam anhört, ist eigentlich der einzige Grund, warum es Judges gibt – sie halten die Menschen davon ab, dummes aus Langeweile zu tun. Da kommt es nicht selten vor, dass man einen Typen für 3 Jahren ins Gefängnis wirft, nur weil er einem Judge im Weg steht. Diese Prozedur zieht sich durch das ganze Game. Das ist aber noch nicht alles: Zudem warten Vampire und anderes Getier auf unseren Judge Dredd, den gefürchtetesten aller Judges. Nicht zu vergessen sein Böser Gegenspieler Judge Death. Dieser schräge Typ kommt mit ein paar anderen "Deaths" aus einem Paralleluniversum, welches das genaue Gegenteil von Dredds Welt darstellt.

Was einen heißen Action-Shooter mit lustigem "Räuber und Gendarm"-Klischee verspricht, entpuppt sich nach kurzer Zeit als schwerer Irrtum. Die Handlung ist mehr als flach und ausgelutscht, wovon aber die Grafik nur träumen könnte, denn sie entspricht ungefähr der von Half-Life 1. Klingt schlimm, ist aber so. Die Figuren wirken mehr als unecht und geradezu ausgeschnitten, das heißt es gibt einen gut sichtbaren weißen Rand um diese. Im Spiel selbst gibt es nur wenig Abwechslung. Entweder muss man etwas aktivieren, jemanden erschießen oder jemanden verhaften. Weiters ist zum Verhaften zu sagen, dass kein System dahinter steckt. Leute werden aus komplett verschiedenen Gründen eingebuchtet, obwohl sie nebeneinander stehen und dasselbe getan haben.

Einer der wenigen Lichtblicke des Games ist die Judge-Waffe. Diese (sollte aus dem gleichnamigen Film bekannt sein) kann ihre Munition ändern, sodass man entscheiden kann ob man mit Patronen, explosiven Geschossen, Brandmunition oder wärmesuchenden Patronen dem Gegner zu Leibe rücken will. Zu den übrigen Waffen gibt es nicht viel zu sagen. Maschinengewehr, Schrottgewehr, etc. und wie sie alle heißen, bieten auch nicht viel neues, obwohl es die Zukunft ist.

Doch bevor ich nur schlechtes erzähle, muss ich noch ein paar positive Eigenschaften erwähnen. Das Game unterstützt den "Cooperative-Mode", man kann also zusammen mit einem anderen Spieler die Story durchspielen. Weiters gibt es noch ein paar Action Modes wo es einfach nur ums Überleben geht. Ein Feature, dass leider viel zu selten in der Shooter-Welt vertreten ist und wenn, dann in den falschen Spielen.

Wiedermal ein Game nach einer Filmvorlage, wo es heißt: „Film top – Game flop“. Im Spiel gibt es keine Atmosphäre, lächerliche Gegner und lächerliche Sprüche halten sich ungefähr die Waage. Die Story ist mehr als peinlich und ausgelutscht.

Eigentlich seltsam, da Vivendi Entertainment eigentlich für gute Qualität steht. Leider landetet sie mit „Judge Dredd: Dredd vs. Death“ einen Schuß in den Ofen. Grafik und Sound können nicht überzeugen, und deshalb sollte niemanden die schlechte Bewertung wundern.

In Zeiten von Unreal Tournament 2003 oder Halo erwartet man sich schon gewissen Standards in Sachen Grafik und Story, welche Judge Dredd überhaupt nicht erfüllt.

Tolkien’s nächstes Erbe

Mittelerde. Wir schreiben das 3. Zeitalter. Die Welt ist im Wandel. Große Könige gibt es nicht mehr, das Volk ist geteilt. Als Zeichen der Macht wurden die Großen Ringe geschmiedet. 3 den Elben, den Reinsten und Weisesten Geschöpfen Mittelerdes. 7 den Zwergenkriegern, geschickte Bergleute und Schmieden. Und 9 den Menschen, welche vor allem nach Macht strebten. Doch heimlich schmiedete der dunkle Meister Sauron einen Meisterring, geschmiedet in den Feuern des Schicksalsberges, welcher alle anderen Völker beherrschen kann. Nach und nach gerieten die freien Völker unter die Herrschaft Saurons. Doch durch ein letztes Bündnis zwischen Elben und Menschen konnte der dunkle Herrscher besiegt und seine Macht zerstört werden. Der Ring aber blieb erhalten und will zurück zu seinem Meister …

Die Welt ist im Wandel … Ja, die Welt der Echtzeit-Strategie-Spiele ist im Wandel. Seit der Veröffentlichung von WarCraft III, wurden viele zu Strategen bekehrt. Und diesen Trend setzt War of the Ring fort.

Schon das aufwendig gestaltete Installationsmenü bietet einen Vorgeschmack auf den Detailreichtum des Spiels. Was in WarCraft III in Sachen Gameplay zu bemängeln war, wurde von Liquid zu Herzen genommen und oftmals ausgebessert. Den Entwicklern gelangen liebevoll gestaltete Charaktere und prachtvolle Spielwelten. Die Schauplätze Mittelerdes wurden mit sehr viel Gefühl und Ideenreichtum geschaffen. Von den Hängen des Schicksalsberges bis zu den Tiefen Morias, wartet eine effektvolle und mystische Welt auf euch. Grafisch und soundtechnisch ist nichts an diesem Spiel auszusetzen.

Erstmals ist es in einem Herr der Ringe-Game auch möglich, die böse Seite zu steuern. Zudem ist das Spiel eine gute Ergänzung zu den Filmen – obwohl Vivendi eigentlich nur die Lizenz für die Umsetzung der Bücher hat. Es werden dort einige Fragen des „Warum und Wieso?“ geklärt, bzw. einige Erklärungen zur Vorgeschichte gemacht.

Ein besonderes Lob verdienen die verschiedenen Tutorials, auch wenn viele denken werden: „Tutorials? Brauch ich nicht! Langweilig!“. Nun, diesen Leuten würde ich trotzdem empfehlen, das ein oder andere Tutorial zu spielen, weil dort einige Charaktere gehörig auf die Schippe genommen werden.

Wie in WarCraft 3 gibt es zu befehligende Helden. Die gute Seite vertreten Frodo Beutlin, Gimli, Legolas, Aragorn und Gandalf. Für die dunkle Seite treten Gollum, Grischnach, Saleme, der Herr der Nazgul und Saruman an. Alle Helden haben individuelle Fähigkeiten, sowie Stärken und Schwächen.

Wenn man beide Kampagnen (gut und böse) geschafft hat, warten noch ein Haufen Maps für das so genannte „Scharmützel“ auf euch. Leider ist die Künstliche Intelligenz des Computers nicht besonders herausfordernd, was die Skirmish-Schlachten eher zu einer lächerlichen Angelegenheit macht.

Ein besonderes Feature sind die Schicksalskräfte. Durch das Töten von gegnerischen Einheiten, erhält man Punkte. Wenn man genug davon gesammelt hat, kann man diese in Fähigkeiten des Helden, oder gewisse Zauber investieren.

So kann man durch Sammeln von sieben Schicksalspunkten einen mächtigen Ent (Baummenschen) als Verbündeten beschwören. Das System ähnelt Liquids meisterhaftem vorherigen Werk Battle Realms.

Leider ist das Game mit nur rund 20 Stunden Spielzeit einfach viel zu kurz für den Preis. Es gibt leider nur zwei Kampagnen und nur zwei Parteien (alle verbündeten Rassen werden zu einer einzigen Seite vereint).

Durch den einfachen Schwierigkeitsgrad bleibt die Langzeitmotivation für Solo-Spieler auf der Strecke. Eigentlich schade, bleibt eigentlich nur die Herausforderung über das Internet gegen andere Spieler.

Ich hätte mir mehr erwartet, vielleicht ein bisschen mehr Entwicklungszeit und es hätte uns ein Knüller erwarten können. Nur ist dem leider nicht so, und man hätte dann ja auch den Hype um den Film verpasst. So empfehle ich War of the Ring leider nur für Echtzeit-Strategie-Anfänger und natürlich für Fans der Herrn der Ringe-Trilogie.

Herr der Ringe ist Kult! WarCraft III ist auch Kult! Als logische Schlussfolgerung kann aus dem Mix kann eigentlich nur ein gutes Game entstehen. Leider ist Herr der Ringe: War of the Ring für richtige Profis zu einfach, aber es gibt ja noch den Multiplayer-Part, um sich mit anderen zu messen. Auch ist das Spiel viel zu kurz. Nur zwei Kampagnen, wobei jede Mission nur maximal 60 Minuten dauert – da hat die Konkurrenz einfach mehr zu bieten. Zudem wird die Geschichte nur mit kurzen Texten erzählt – auf aufwändige Render-Videos wurde verzichtet. Auf was soll man sich dann nach einer Mission freuen?

Viren – Trojaner im Landtag

Hin und wieder bekommt man mal die Möglichkeit über etwas kuriosere Dinge zu berrichten. Diese Ehre wird mir heute zu Teil. Wie die Kollegen von heise.de berichteten, dürften Besucher der Website des mecklenburgisch-vorpommerischen Landtages einen ungebetenen Gast auf ihren PC geladen haben.

Dieser hatte sich in einer .php-Datei versteckt und nennt sich Trojaner. Was dieser anrichten kann ist nicht weiter bekannt. Sicher ist nur, dass er Dateien der polnischen Website kobylanka.pl heruntergeladen hat.

Weil die Jungs von heise.de ja wissen, dass Rebellen und ihre Leser besonders interessiert sind und damit gerechnet haben, dass ihr diese Seite des Landtages besucht, haben sie einen Sicherheits Check erstellt, der euch sagt ob ihr befallen seid oder nicht.

Nicht das ihr die News missversteht: Man geht davon aus, dass der Trojaner großen Schaden anrichten kann. Solltet ihr wirklich auf der Seite gewesen sein, ist der Test unbedingt zu empfehlen.

LucasArts – Achtung: Demo Alarm

Womit verbindet ein einfacher Gamer LucasArts? Klaro mit Titeln wie z.b. Sam&Max, StarWars-Titeln und Spielen wie Monkey Island. Die Jungs von Gamer´s Hell haben sich die Mühe gemacht, sämtliche Lucas Arts Titel aufzulisten und die Demoversionen freizustellen.

So bekommt ihr einblick in so ziemlich jedes Spiel das unter diesem grandiosen Label erschienen ist. Die wichtigsten Titel sind wohl die Monkey Island-Teile sowie einige andere Adventures. Ihr kommt aber auch an Demos von neueren Titeln wie z.b. Jedi Academy oder Secret Weapons Over Normandy.

Alles in allem sollte jeder Gamer mal einen Blick auf die Liste werfen und das ist keine Empfehlung sondern ein Befehl ;-)

Prezzemolo – Adventure von den Tony Tough-Machern

Wie die Überschrift schon sagt, machen sich die Jungs von Prograph jetzt an ein neues Adventure ran. Nach ihrem tollen Tony Tough, entwicklen sie ein neues, grafisch sehr schickes Point & Click-Adventure.

Die zahlreichen Screenshots, die ihr auf Gamer’s Hell begutachten könnt, machen Lust auf mehr und diese Lust könnt ihr dann auch direkt mit der leider italienischen Demo stillen. Für Adventure-Fans sicher ein Muss, da die spielbare Demo gerade einmal 19mb klein ist.
Kramt euer Italienisch-Deutsch Wörterbuch raus und habt Spaß!

Pirates! – Ahoi, Infos voraus

Lange hörte man nichts mehr von Firaxis GamesPirates!, einer Neuauflage des alten Sid Meier Klassikers. Heute wurden nun endlich neue und interessante Infos bekannt.

So wird sich der neue Teil sehr stark an seinem Vorgänger orientieren. Somit findet ihr euch als Pirat des 17. Jahrhunderts wieder, der gern etwas mehr hätte als nur ein kleins Schiff mit einer Madigen Crew. Also geht ihr auf Schatzsuche, überfallt andere Schiffe und Städte und erkundet die weite See.

Wer ein guter Pirat ist kann sich später nicht mehr von Ruhm retten, genauso wenig wie vor Gold. Auf jeden Fall wird das Action-Adventure-RPG im 4. Quartal 2004 erscheinen.

Patrimonium – Gratis Fan-Adventure veröffentlicht

Erinnert ihr euch an einen Kaktus namens Chuck? Nein? Dann seid ihr keine echten Adventurefans! ;-) Die Jungs von Chuck Productions haben sich diese Pflanze jedenfalls als Namensgeber ausgesucht. Unter dem vielversprechenden Label hat das Hobby-Entwicklerteam das 2D Point & Click-Fanadventure Patrimonium gestartet, desssen erster Akt nun zum Download bereit steht. Knappe 26 Megabyte ist er schwer.

Die offizielle Website ist angesichts des Anstumrs offensichtlich in die Knie gegangen, deshalb gibt es nun einen Mirror auf Filefront. Allen Abenteurern ist das Spiel absolut zu empfehlen, auch wenn der erste Akt etwas kurz ausgefallen ist – kost‘ ja nix!

Half-Life – 2 neue Promi-Mod-Updates veröffentlicht

250 neue Features und zahlreiche Bugfixes bringt das Update 3.0 für die HL-Mod Sven Co-op mit sich. Die prominente Modifikation war ebenso wie die, zu welcher der zweite Patch gehört, lange nicht mehr erneuert worden. Scinece & Industry ist nach über zwei Jahren Entwicklungszeit auf Version 0.97 aufgestockt worden. Die Downloads findet ihr unter den jeweiligen Links.

Wenige Monate (*hoff*) vor dem Release von lässt sich die Mod-Community zum ersten Teil also immer noch nicht bremsen. Gordon Freeman’s Abenteuer in der Forschungsstation Black Mesa ist immerhin mehr als fünf Jahre erhältlich, und hat zahlreiche Hürden wie technisch ausgereiftere Konkurrenten, die Indizierung in Deutschland oder den Release von Steam problemlos überstanden. Um das Spiel als Klassiker zu bezeichnen, brauchte man aber seine Entwicklung nicht seit 1998 verfolgen. Schon im Jahr nach dem Release war klar, wie wichtig der Ego-Shooter für die Spielebranche sein würde…

oder: Ich habe einen Traum

Schlagt mich oder lasst es bleiben (zweiteres wäre mir lieber), aber ich war vor nicht allzu langer Zeit in den USA auf Unternehmungsreise, kurz Urlaub und was ich dort erlebt habe, möcht ich hier nun einmal niederschreiben.

Rebell ist kein Urlaubsmagazin und soll bestimmt auch keines werden, dennoch muss ich, damit ich auf das eigentliche Thema zu sprechen komme, etwas weiter ausholen. Wie ihr sicherlich wisst, ist New York eine verdammt große Stadt, in dieser war ich zu Gast. Als Gamer ist es natürlich gar keine Frage nach welche Art von Läden ich Ausschau halten muss. Ich habe schon vor dem Reisebeginn den Verdacht gehabt, dass es in NY riesige Gamestores gibt und damit hatte ich auch völlig recht. Gleich drei Stück fand ich. Hört sich vielleicht nach wenig an, aber um jede Straße auf Manhatten zu durchforsten braucht man einfach mehr Zeit als diese fünf Tage die ich hatte. Nun gut, ich hatte mir auf jeden Fall vorgenommen, mich mal in solchen Läden umzuschauen, um vielleicht auch eine englische Version von meinem Lieblingstitel Gothic zu ergattern. Also hieß es für mich: Ab in den ersten Laden.

Ein erster kleiner Schock: der Laden war etwas – wie soll man es am besten ausdrücken? – versifft, und ich stand da nun als kleiner Europäer. Nachdem ich an den ersten illegalen Titeln vorbei gegangen war (Doom3 und Half-Life2 waren schon zu haben, natürlich in einem noch recht frühen Stadium ;-)) und noch immer nichts von diesem Titel gesehen hatte, zog es mich zu einem Verkaufsberater. Auf die Frage ob und wo sie denn Gothic stehen hätten, zuckte er nur mit den Schultern und meinte er kenne kein Spiel mit diesem Namen.

Gut, der erste Laden und kein Treffer, nicht so schlimm. Auf zum nächsten, doch dort war es nicht viel besser. Kein Gothic und auch hier war der Titel unbekannt. Der dritte, ein riesiger Store, musste doch nun endlich das Spiel zu verkaufen haben. Nach meiner vergeblichen Tour durch die riesigen Händlerregale, machte ich mich nochmals auf den Weg zur Kasse. Wieder wurde ich abgewiesen, mit der Begründung man kenne diesen Titel nicht. Im ersten Moment dachte ich, ich hätte was verpasst, war mir aber sicher, dass es den Titel hier eigentlich geben müsste.

Plötzlich ging mir ein Licht – ach was sag ich – ein Scheinwerfer ging mir auf. Es gab nicht nur kein Gothic, nein! Es gab nicht einmal irgendeinen Titel der in Deutschland produziert wurde. Der Verdacht erhärtete sich, als ich mich etwas mit dem Verkäufer unterhielt. "No mister, I don´t know any games called FarCry or Siedler" war seine Antwort. Ich konnte es kaum glauben. Er kannte nicht nur schon etwas ältere Spieleperlen aus Deutschland nicht, nein, er kannte nicht einmal potentielle Half-Life 2-Killer aus unseren Landen. Generell fanden sich nur recht wenige Titel aus Europa in den Regalen. Vielleicht sollten wir in Zukunft auch mehr auf in Europa produzierte Ware setzen, und statt Doom 3 lieber auf die ganzen Stalkers, Mafias, Far Crys, Gothics, Operation Flashpoints oder Painkillers zurückgreifen? Ach was, das ist bei uns wohl noch jedem selbst überlassen… ;-)

Fragen, Anregungen, Lob oder Kritik zu dieser Kolumne? Dann ist das <a href="http://forum.rebell.at/index.php">Forum</a> genau der richtige Ort für euch.

Konkurrenz für Battlefield:Vietnam ?

Eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt droht zu zerbrechen. Separatistische Bewegungen in den einzelnen Regionen des Landes greifen zu den Waffen und bedrohen nicht nur die eigene Zivilbevölkerung, sondern auch die wirtschaftlichen Interessen des Westens. So lautet in etwa die Story des neuen Taktik-Shooters von Novalogic. Sie haben nun die Wahl. Entweder kämpfen Sie auf Seiten der bewaffneten Separatisten, oder auf Seiten der Joint Force.

Die Joint Force, eine von den USA entsandte Einheit, hat die Aufgabe wieder Frieden nach Südostasien, genauer Indonesien, zu bringen und für globale Interessen zu kämpfen. Auf Seiten der Seperatisten kämpfen Sie für regionale Unabhängigkeit und lokale Interessen. Endlich haben wir in einem Spiel von Novalogic somit die Wahl zwischen beiden Parteien und dürfen auch auf Seiten der "Bösen" kämpfen. So erwartet uns im Spiel der Reiz der grünen Hölle von Regenwäldern und der Sumpflandschaften.

Die Fahrzeuge, wie der HUMVEE, aber auch Helikopter und Kampfschiffe sind wesentlicher Bestandteil des Spiels. Viele von ihnen können vom Spieler gesteuert werden. So findet man sich im Spiel schnell mit beiden Händen an der Bordkanone eines Vehikels wieder. Natürlich trifft man auch andere alte Bekannte aus den Spielen von NovaLogic, wie den UH-60 "Black-Hawk" oder den OH–6 "Little Bird", wieder.

Fähigkeiten in der Verwendung von Waffen und Fahrzeugen können im Einzelspielermodus immer weiter verbessert werden. Wie das ebenfalls geplante Klassensystem aussehen soll, steht noch nicht ganz fest. Aber wahrscheinlich werden wir uns, je nach Vorliebe, als Sanitäter, Scharfschütze oder MG-Soldat auf die Jagd nach Yankees oder Dschungelkämpfern machen können.

Online oder im LAN finden bis zu 64 Spieler gemeinsam den Weg nach Südostasien. Der Multiplayermodus soll zudem einen Co-Operativ-Modus beinhalten. Mehrere Spieler können dann beispielsweise gemeinsam an Bord eines Panzers und übernehmen verschiedene Aufgaben. Gemeinsam macht die Jagd nach Missionsziel und Gegnern bekanntlich ja wesentlich mehr Spass, als allein im Schlauchboot auf Tour zu gehen.

Die Engine ist eine verbesserte Version der Engine von Delta Force: Black Hawk Down und nutzt Vertex- und Pixelshader um Umwelt und Himmel darzustellen. Die riesigen Levels, eine Karte soll etwa viermal so groß wie eine in Delta Force: Black Hawk Down sein, ist mit stationären MG-Stellungen, aber auch Dutzenden von Fahrzeugen gefüllt. Diese werden den Spieler wohl geradezu zu einer Spritztour über die rießigen Inseln einladen. Einfach Sonnenbrille aufsetzten, an Bord eines Helis gehen und die wunderbaren Lichteffekte bewundern. Auf die Entfernung fallen die bisherigen Schwächen im Detailgrad der Levels wesentlich weniger auf.

Seit November läuft bereits ein Pre-Beta-Test, mit dem Entwickler NovaLogic Fehler im Multiplayermodus des Spieles aufspüren will. Ob es aber nach dem Release des Spiels gut gefüllte Server geben wird, steht in den Sternen. Denn schon bei den früheren Spielen von NovaLogic fanden sich, trotz teilweise hervorragendem Multiplayermodus, nur wenige Spieler auf den Online-Servern ein. Hoffen wir, dass dies nicht auch Joint Operations: Typhoon Rising widerfährt und dem Spiel ein wesentlicher Reiz genommen wird.

Ob das Spiel sich noch zu einer ernsthaften Konkurrenz zu Battlefield:Vietnam entwickelt, werden die nächsten Monate, oder spätestens das Release 2004, zeigen. Ich jedenfalls warte gespannt, ob es bald einen weiteren Titel von NovaLogic in meinem Regal geben wird.

Das Spiel macht einen soliden Ersteindruck, kann aber auf den ersten Blick nicht übermäßig begeistern. Die Grafik wird auf den bisher veröffentlichten Screenshots nicht besser als die von Operation Flashpoint, welche nun doch schon ein bisschen angestaubt ist. Lediglich die für Novalogic typischen Licht- und Wassereffekte deuten auf eine wesentlich aktuellere Engine hin.

Das Spiel fügt sich nahtlos in die Serie der Novalogic-Spiele ein. Nach Comanche 4, einer Heli-Simulation, und Delta Force: Black Hawk Down, dem Spiel zum gleichnahmigen Film (jedoch ohne großartigen Bezug zu diesem), wird erneut die gleiche Engine eingesetzt. Ob die Story der Einzelspielermissionen diesmal ihrem Namen gerecht werden kann wird das Frühjahr 2004 zeigen.

Ersteindruck: Gut

Weihnachten, was tun?

Für viele von euch wird Weihnachten so aussehen:
Prasselndes Kaminfeuer, Lebkuchen und Geschenke, ein leuchtender Christbaum, stille Nacht … also ganz einfach nicht wissen, was man bis zur Bescherung machen soll!

Lieber unweihnachtlich?
Das Mündungsfeuer der P-08 gepaart mit melodischen Death Metal Klängen, irgendwo auf einem Battlefield 1942 Server im fernen Osten wo man kein Weihnachten kennt.

… oder weihnachtlich?
Wolfenstein 3D X-Mas Edition auf dem Uralten DOS-PC im Keller oder eine Half-Life Weihnachts-Map von vorne bis hinten durchzocken!

Eigentlich gibt es viele Möglichkeiten an Weihnachten, auch viele Wünsche – unter anderem auch an die Spieleindustrie. Was sie die Rebell.at Redaktion zu Weihnachten wünscht, könnt ihr in unserem Special nachlesen:

  • Rebell Weihnachts-Wunschliste

    In diesem Sinne: fröhliche Weihnachten (oder Y-Nachten, wie der Neudeutsche sagt) und geruhsame Feiertage, auch an jene die religiös bedingt kein Weihnachten feiern, wünsche das Rebell.at Team.

    PS: natürlich haben wir auch über die Weihnachtsfeiertage durchgehend geöffnet und werden euch so gut es geht mit News und Artikel versorgen, aber: auch wir Rebellen brauchen ein bisschen Freizeit und Erhohlung.

  • Eine Redaktion im Wünschel-Fieber

    Es war hart für uns, als uns die gemeine Konkurrenz vor einigen Wochen gesagt hat, dass es keinen Weihnachtsmann gibt – gut, dass wir alle sowieso an das Christkind glauben! Weil dieses aber zu dieser Jahreszeit viel zu tun hat, richten wir unsere Wünsche an spezielle Menschen – jene Leute, die unsere Freizeit bestimmen, und einen ganz besonderen Platz in unseren Herzen einnehmen: Spielehersteller…

    Konrad "king_erni" Kelch

    Liebe Entwickler, ich wünsche mir eigentlich nur eins für 2004: ein innovatives Spielkonzept. Jawohl, nur diesen einen Wunsch habe ich.
    Zugegeben, er ist nicht gerade klein, aber ich habe es mitlerweile satt, mich durch den x-ten WK2- oder Sonst-was-für-einen-Krigesshooter zu
    spielen. Genauso wie mir die x-te miese Filmumsetzung und der x-te Versuch mit einem MMOPRG die große Kohle zu verdienen auf mein sanftes Gemüt schlagen. Nebenbei sollte dieses Spiel übrigens endlich die DVD als Speichermedium für Spiele etablieren, denn den DJ zu miemen bin ich mittlerweile auch leid.

    Jan "flint" Friedrichsen

    Was wünscht man sich schon im nächsten Jahr? Auf jeden Fall möcht ich endlich wieder erleben, dass Spiele länger werden als sie zuletzt waren. Was bringt mir High End-Grafik wenn die Spielzeit nicht stimmt? Genauso ist es auch beim Design. Tolle Grafik aber ein irgendwie verhunztes Spieldesign, das einem das Zocken erschweren? Nö, danke… Was ich mir an Games wünsche ist ja wohl klar. Wer wünscht sich für das nächste Jahr nicht Half-Life 2, Doom 3, Stalker und Far Cry? Aber einen speziellen Wunsch möchte ich noch äußern, an ein ganz bestimmtes Entwicklerstudio. Die Leute nennen sich Piranha Bytes und haben Gothic und Gothic 2 inkl. Addon gemacht. Als großer Fan freue ich mich natürlich schon wahnsinnig auf den dritten Teil, also Jungs, haltet euch ran… Außerdem wünsche ich mir noch, dass auch kleine Entwicklerstudios mehr Chancen bekommen – von euch Spielern aber auch uns Testern. Oftmals werden sie ganz einfach übersehen, weil sie vielleicht nicht EA als Publisher haben.

    Doch häufig steckt hinter der Fasade ein klasse Game das normalerweise Höchstnoten und tolle Verkaufszahlen erzielen sollte. Und ich will nicht mehr immer wieder für das gleiche Spiel mit vielleicht ein oder zwei anderen Features 50€ löhnen…

    Yannick "schnech" Lott

    Ich wünsche mir von den PC-Spieleentwicklern, dass sie sich mal ein Beispiel an den Entwicklern nehmen, die Spiele für Konsolen machen. Diese sind meist bugfrei – im Gegensatz zu denen auf dem PC. Heutzutage verlassen sich die Leute einfach viel zu sehr auf Patches, aber warum bringt man nicht ein Spiel schon "fertig" an den Mann, statt ihn noch Monate auf Patches warten zu lassen, damit endlich mal alles so funktioniert wie es soll. Klar ist das komplizierter als auf Konsolen, aber ein bißchen besser gehts dann doch… Ein weiterer, utopischer Wunsch wäre, dass es keine Releaseverschiebungen mehr gibt. Es bricht bei vielen Spielen einfach die Vorfreude, wenn sie immer und immer wieder verschoben werden. Mal sehen ob ich mir nächstes Jahr wieder dasselbe wünschen muss. ;) Ich wünsche allen Zockern da draußen ein frohes Weihnachtsfest und lasst euch reich beschenken!

    Michael "radicalp" Lindner

    Wieder einmal längere Games! In letzter Zeit werden die Spiele wirklich immer kürzer. Ich will zurück in die Zeiten, wo man wirklich noch eine Woche zocken muss, bis man endlich mal am Ende ist. Bei RPG’s will ich viel mehr Nebenquests, nicht nur ein paar, sondern mindestens 100-120 kleinere. Das bringt erstens mehr
    Spielzeit, zweitens mehr Spaß und drittens die Herausforderung ein Game PERFEKT
    durchzuzocken. Am besten sollte man diese Nebenquests irgendwo aufgelistet haben mit den Einstufungen "geschafft", "angenommen" oder "gelöst". Wenn man 100% hat, gibt es dann einen Bonus-Level oder irgendwelche Making Of-Goodies werden freigeschaltet. Für mich zählt der Grundsatz: Klasse statt Masse. Lieber zwei lange Top-Titel im Jahr als 15 kurze. Wenn ich daran denk, dass 2004 die Zeit von HL2 und Stalker wird, dann glaube ich, dass es nicht so schlimm werden kann… :D

    Bertold "gray" Schauer

    Viele unserer Redakteure haben bereits Kritikpunkte genannt, die durchaus mal einen Blick für die großen Publisher wert wären. Was ich mir vom Christkind (ich hasse den Weihnachtsmann) wünsche, ist eigentlich bereits in Erfüllung gegangen – und ehrlich: Ich hab JoWooD kein Wort gesagt aber sie wussten’s trotzdem! Ich habe mir schon immer ein Spiel gewünscht, welches exzellente Sound- und Grafikuntermalung mit toller Storyline und wilden Schlachten verbindet und ich kann mich beim österreichischen Publisher nur bedanken. Spellforce und das Addon zu Gothic II haben alle meine Wünsche erfüllt (daraus resultieren leider extreme Verzögerungen bei meinem Review-Plan).

    Natürlich gäbe es immer irgendwo was zu nörgeln, aber diese Titel sind genau das, was ich mir von einem ordendlichem Spiel erwarte… Ansonsten darf ich aber auch noch, wie meine Kollegen, die teils lächerlichen Spielzeiten erwähnen die oft an Ausbeuterei der Spielercommunity grenzen. Wenn man schon 45€ für ein Spiel blecht, sollte man es wenigstens länger als sechs Stunden spielen können. Kurz gesagt: Publisher dieser Welt, nehmt euch ein Beispiel am österreichischem Vorzeigepublisher und macht mal was mit Tiefgang!

    Sigfried "suit" Arnold

    Liebes Christkind – nein, mal im Ernst: ich weiß seit mindestens zwei Jahren, dass es kein Christkind gibt, also richte ich meine Wünsche an die Spieleindustrie, insbesondere an die großen Publisher. Es wäre fein, mal wieder ein paar gute Spiele auf den Markt zu bringen, nicht jeder Ego-Shooter muss nur aus sinnlosem Gemetzel bestehen, auch Rollenspiele sollten sich nicht nur um die Attributssteigerung ihrer Charaktere drehen. Selbiges gilt für Fortsetzungen, nur am Namen des Vorgängers anhalten reicht meistens nicht – das uns heißt, es reicht uns Spielern nicht.
    Ein Abenteuer nach meinen Geschmack könnte also so aussehen: eine von Beginn an rätselhafte Geschichte, wie etwa in Unreal, ab und an eine längere Zwischensequenz, die Fragen beantwortet und neue aufwirft, wenn es das Budget erlaubt auch mit echten Darstellern (Wing Commander).

    Der Abwechslungsreichtum kommt durch einen fixen Storyverlauf mit verschiedenen Perspektiven zustande – wie etwa Half-Life, Opposing Force und Blueshift zusammen – je nachdem, welche Entscheidungen man im Spielverlauf trifft, wird man als Spieler in eine andere Betrachtungsebene der Geschichte versetzt. Jedem steht also frei, ob er lieber gut, böse oder neutral sein möchte, zwischendurch die Seiten wechseln? Auch kein Problem – mit fix vorgegebenen Gabelungen, Kreuzungen und Parallel verlaufenden Storyteilen ist das auch nicht so schwer umzusetzen …

    Thomas "besux" Schaffer

    Weihnachten, das ist eigentlich mal eine besinnliche Feier gewesen – vor langer Zeit, in einer weit entfernten Galaxies. Darum nehme ich dieses verkommene (aber irgendwie doch schöne) Fest zum Anlass, um mir von den Spieleentwicklern dieser Welt zu wünschen, dass sie sich zumindest ein klein Wenig auf das besinnen, was sie vermutlich einmal tun wollten: den Spielern da draußen die besten Zocks zu bieten, die sie ihnen ermöglichen können.

    Ich will den Leutchen ja nicht im Kollektiv absprechen, dass sie das versuchen – aber zu oft kommen mir in letzter Zeit doch einige Zweifel daran. Wie kann man sich beschissene, lieblose Portierungen (z.B: Pro Evolution Soccer 3) sonst erklären ? Warum zieht man den Spielern mit jährlichen Mini-Updates (FIFA), und getrennt zu kaufenden Multiplay- und Soloteilen (Unreal 2, UT 2003) eigentlich zusammengehörender Spiele sonst das Geld aus dem Hosensack? All das, und noch viel mehr, sind Dinge an dieser Branche, die bei einem Mindestmaß an Idealismus gar nicht passieren könnten. Da bedanke ich mich doch bei Spieleschmieden wie Ascaron, die zwar knapp an der Pleite vorbeischrammten und oftmals verbuggte Spiele produzieren, deren Titel aber trotzdem spürbar mit Herz gemacht, und nicht nur ein Vollpreisupdate zum Vorgänger sind. Und dann wünsch ich mir noch, dass Duke Nukem Forever vor Weihnachten 2004 erscheint – aber das ist eine andere Geschichte…

    Die Rebell-Crew wünscht allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest. Weihnachten ist was ihr draus macht, nicht die Kaufhäuser…