Wer er war, warum er war werden wir nie erfahren…

Vor kurzem erreichte uns eine E-Mail deren Inhalt der Tagebucheintrag eines leider nicht zu lokalisierenden gejagten Mannes war.

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Liebes Tagebuch!

Ich glaube ich habe es geschafft, ich bin entkommen. Nun sitze ich hier in einer kleinen, feuchten und dunklen Höhle – auf dass sie mich niemals finden werden! Am besten ich beginne von ganz vorne… damit die Nachwelt auch noch etwas von meinen Erlebnissen hat und nicht selber in solche Gefahr gerät.

Alles fing vor einigen Wochen an, mit einem langweiligen Besuch im zweit-unberechenbarsten Wesen (nach Frauen), dem Internet. Nach unzähligen nicht gefundenen Seiten geriet ich durch Zufall auf eine kirchlich angehauchte Seite. Betrieben wurde sie von einem Heinrich Poff, dem klügsten unter allen redlichen Menschen. Doch schon bald stellte sich etwas Schreckliches heraus. Ich musste nach einer hohen Anzahl verschwendeter Stunden eine üble Entdeckung machen. Heinrich Poff war ein Jugendlicher, der sich nur für einen Killerspiel-hassenden Bush-Khol-Stoiber-Verschnitt ausgab. Voller Schrecken betrachtete ich die Seite genauer. Dort fanden sich viele Artikel, die von allerlei "Zeugs" handelten. Neben Tipps, was man essen solle und was nicht, wurde dort auch über in Poff’s Augen schändliche Computer- und Videospiele berichtet.

Secret of Mana, ein Spiel in welchem man kleine niedliche Monster töten müsse, sei mindestens genauso schlimm wie Return to Castle Wolfenstein – wobei ersteres das letztere noch weit übertreffen würde. Ich begann langsam darüber zu lachen… so etwas Lustiges hatte ich lange nicht mehr gelesen. Ich meldete mich spaßeshalber im Forum an. Doch dann begann das Grauen erst seinen Lauf zu nehmen. Es gab doch wirklich Leute, die an diesen Mist glaubten. Als ich anfing Stunk zu machen, merkte ich aber schon bald, dass ich dort nicht verweilen konnte – böse Drohungen und Bibrationen schwangen mir entgegen. Ich schnappte mir meinen Laptop und verschwand aus meinem Zuhause. Es ist für mich kaum begreiflich, wie sich diese Dummheit im Internet ausbreiten kann. Warum gibt es wirklich Leute die keinen Sarkasmus oder Ironie erkennen können? Das geht mir immer noch nicht in den Kopf. Zurück zu meiner Flucht. Drei Tage und Nächte lief ich ohne auch nur eine kleine Rast zu machen. Die Hasshymnen, welche inzwischen gegen mich, den schändlichen und unredlichen, jungen Mann, gesungen wurden, nahmen kein Ende. Ich versteckte mich in dieser Höhle… hier sitze ich nun schon sieben Tage, ohne Verpflegung. Zu schwach um noch etwas zu schreiben. Dies wird wohl das letzte sein, was ich noch tippe, ehe ich zusammenbrechen werde…

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Hier endet der Eintrag des Tagebuches, eines uns unbekannten Mannes. Er schlug sich tapfer durch den Dschungel der Dummheit und konnte ihm offensichtlich dennoch nicht entfliehen. Wer der Mann war und auf welcher Seite er sich befunden hat, werden wir wohl nie erfahren… nur eines ist sicher, er wollte uns warnen, vor einer unglaublichen Macht. Moment, ich höre etwas in der Ferne, es sind die Buschtrommeln der "Dummen" ein viel zu verbreitetes Volk, welches nur Dunkles im Sinn hat. Mich befällt eine unglaubliche Angst, ich muss hier weg! Möge Honk mit uns sein!

Edgar A. Poe goes PC gaming…

12 Jahre ist es her, seit Samuel Gordon das Schloss seiner Familie nach einem folgenschweren Brand verlassen hat. Schmerzliche Vorfälle wollte er verdrängen als er von dannen zog, doch nun da sein Großvater William auf mysteriöse Weise verstorben ist, muss er wieder zurückkehren. Schon bald fallen ihm Ungereimtheiten an der Unfalltheorie auf, doch außer ihm scheint sich keiner dafür zu interessieren. Mysterien, Spannung und ein grandioses Adventure kommen auf uns zu – mit Black Mirror. Wir spielten die Preview-Version!

dtp "verkommt" mittlerweile zum göttlichsten aller Publisher, so dürften das zumindest Adventure-Fans sehen. Nach Runaway, Tony Tough, der Neuauflage von The Longest Journey und dem bald erscheinenden The Westerner kommt ein richtig ernster Schinken – Black Mirror: Der Schwarze Spiegel der Seele. Als Mitt-30er namens Samuel Gordon klemmt ihr euch wie gesagt dahinter, die genauen Umstände des Todes eures Opas zu ergründen und gelangt dabei in ein spannendes Horror-Adventure (der positiven Art ;-)).

Per bestens funktionierender Point & Click-Maussteuerung (mit der ein oder anderen Komfortfunktion wie zum Beispiel das Anzeigen aller Ausgänge aus einem Bild) drückt man sich bequem über wunderschön vorgerenderte 3D-Hintergründe. Diese Technik hat für gewöhnlich den Nachteil mit sich gebracht, dass die Szenerien leblos und kalt wirkten – nicht so bei Black Mirror. Je nach Tageszeit ändern sich die Lichtverhältnisse, ebenso wechselt das Wetter. Durch am Himmel kreisende Vögel, plätscherndes Wasser, fallende Blätter oder auch (teilw. etwas ruckelig) animierte NPCs bekommt das Bild noch zusätzliche vitale Aspekte.

Aber was wäre ein Adventure ohne ordentliche Rätsel? Und hier weiß Black Mirror ebenfalls zu gefallen. Wissen, Logik oder ein bißchen um die Ecke zu denken ist gefragt. Insgesamt rätselt man etwa 20 bis 25 Stunden.

Die einzigen bislang auszumachenden "Schwachstellen" des atmosphärisch sehr dichten Spiels liegen im Ablauf der Story selber. Es ist nicht immer 100%ig klar was man als nächstes machen sollte. Und wie bei Runaway ist es nicht immer ganz einfach gewissen Objekte am Bildschirm zu finden – im Gegensatz zum spanischen Vorzeigeadventure, hält sich die tschechische Bildschirmsucherei aber in Grenzen.

Für die deutsche Ausgabe hat sich dtp zum Engagement von Johnny Depp-Synchronsprecher David Nathan hinreißen lassen. Wie die hiesige Lokalisation ausfällt lässt sich nur anhand bisheriger dtp-Produktionen abschätzen (also erwarten wir eine sehr gute Qualität). Wir konnten nämlich nur die tschechische Version (geile Sprache!) mit Untertiteln ausprobieren.

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von Adventures mit gerenderten „Real-Hintergründen“. Was mich bei Syberia aber immer ein wenig abgeschreckt hat, stört mich bei Black Mirror überhaupt nicht. Alles wirkt glaubwürdig und düster.

Die durchdachte Story rund um die Familie Gordon packt von Beginn an und trägt ihren Teil zur düster-depressiven Stimmung bei. Mysteriöse Symbole und Heimlichtuereien von Charakteren sorgen dafür, dass man bald daran zweifelt, ob man überhaupt irgendjemandem trauen kann. Wenn dann noch Blutflecken in einem Laub-Häcksler verschwinden, kommt ein schauriger Hauch von Stephen King und Edgar Allan Poe ins Geschehen.

Sollte dtp jetzt nicht noch ein unheimlicher Fauxpas bei der Synchronisierung passieren, darf die deutsche Version mit einer hohen Rebell-Wertung rechnen. Releasetermin (den Monat April ;-)) unbedingt rot im Kalender anstreichen!

Ersteindruck: Sehr gut

Söldner – Nachfolger und Addon in Planung

JoWood hat sich anscheinend einiges vorgenommen. Wie sie selber in einem aktuellen Finanzreport berichten, sollen nämlich zum noch nicht erschienenen 3D-Shooter Söldner: Secret Wars weitere Planungen im Gange sein.

So steht bereits ein Addon für dieses Jahr fest und auch über einen zweiten Teil wird nachgedacht. Wir genießen diese Versprechungen lieber mit Vorsicht, denn schon Söldner wurde schon ein ums andere Mal verschoben.

Conan – Neues Video Footage

Immernoch nicht genug durch die Demo gesehen oder noch keine Motivation gehabt die spielbare Testversion herunterzuladen? Euch allen wird jetzt noch einmal Abhilfe geschafft.

Ein neues 110mb schweres Video zu Conan: The Dark Axe ist nämlich erschienen. Diese zeigt euch ein weiteres mal schmucke Spielszenen rund um den Axt-schwingenden Barbaren. Leute mit langsamen Verbindungen sollten aber entweder einen Downloadmanager benutzen oder lieber gleich die Finger von dem Link lassen.

Er ist wieder da!

Fast 11 Monate lang hat uns Honk nun im Stich gelassen, und nachdem er seine eigene Entführung vorgetäuscht hat, ist er nun zurückgekehrt. Wie uns der Kerl mitgeteilt hat, war er auf einer – Zitat – „Ich-Findungs-Reise“ in Nepal. Offensichtlich hat er sich nun entdeckt und wird uns wieder regelmäßig beistehen.

Nachdem er bei unserer Rebellenfeier sein Comeback gefeiert hat, setzte er gleich erste Aktionen und wollte einen neuen Vertrag. Seine einzige Bedingung, alle freien Redakteure müssten ab sofort eine Unterhose auf dem Kopf tragen, haben wir ihm natürlich gerne erfüllt. Hätten wir abgelehnt, wäre er Webdesigner für KHG geworden, wo er jährlich zahlreiche Milliarden für seine Basic-HTML-Kenntnisse kassieren hätte können.

Far Cry – Teil 2 kommt erstmal nicht

Nicht mehr lange, dann kommt Far Cry endlich in die Läden. Der deutsche Shooter mit Edel-Karibikfeeling sollte Gerüchten zufolge auch einen Nachfolger verpasst bekommen. CryTek hat nun aber erst mal dementiert, Far Cry 2 derzeit zu entwickeln. Die Spekulationen beruhten auf den Aussagen des Film-Regisseurs Uwe Böll, der die Behauptung aufstellte, einen Far Cry-Film zu drehen, der zeitgleich mit dem zweiten Spiel erscheinen würde…

Das ist natürlich noch keine endgültige Absage für ein Sequel. In den nächsten zwei Jahren sollten wir aber trotzdem wohl bestenfalls mit einem Addon zum ersten Teil rechnen – falls der sich ansprechend verkauft, versteht sich…

Gothic 3 – Kommt in nicht allzu ferner Zukunft

Juhuu! Wie JoWooD im Rahmen der Finanzprognose für das nächste Jahr bekannt gegeben hat, erwartet uns bereits 2005 der Nachfolger zu Gothic 2.

Rebell-Leser wissen schon seit Monaten was uns erwarten wird. Immerhin hat uns Kai Rosenkranz von Piranha Bytes schon im Juni 2003 verraten: „Gothic III spielt in einem einzelnen Raum. Das Spielziel besteht darin, den richtigen Schalter zu betätigen, der die Tür öffnet.

JoWooD hat außerdem auch ein Addon sowie ein Sequel zu SpellForce und eine Fortsetzung des noch nicht erschienen Söldner für 2004 und 2005 angekündigt. Das Lineup wird durch Die Gilde 2, Star Gate SG1, ein Wildlife Park-Addon und eine Erweiterung zu Söldner abgerundet.



Was gibt’s noch zu sagen? Nichts! Aber JoWooD is back!

Origin – Tot!

Ich liebe große Konzerne, ja wirklich… Ohne jetzt einen darauf eingehenden Kommentar abzulassen, bleibt uns mitzuteilen, dass Electronic Arts das Traditions-Entwicklerstudio Origin endgültig gekillt hat. Nachdem man vor einigen Jahren den Namen bereits aus dem Programm genommen hat, wurden die „Creating worlds„-Studios in Austin (Texas) nun endgültig geschlossen. Alle Angestellten haben die Möglichkeit sich nach Los Angeles verfrachten zu lassen. Wer das nicht will, findet sich auf der Straße wieder (wo er allerdings angesichts der vielen Entwicklerstudios im Bush-Staat Texas nicht lange bleiben wird).

Richard Garriot, Gründer der Studios welche die Ultima– und Wing Commander-Serien hervor brachten, hat die Schmiede ja schon kurz nach dem Release von Ultima IX: Ascension im Jahre 2000 verlassen. Seitdem arbeitete Origin an dem eingestellten Ultima Online 2, Addons zu UO selbst sowie dem aktuellen Projekt Ultima X Online. Eine leichte Verschiebung des MMORPGs ist nun nicht auszuschließen.

Origin ist nach Westwood und Maxis bereits die dritte Kult-Schmiede die nach Los Angeles zu Electronic Arts Pacific umgesiedelt wurde. Es leben die Kolchosen… ;-)

CS: Condition Zero – Wayne interessierts? Ende März

Wie Vivendi heute bekannt gab, wir Counter-Strike: Condition Zero schlussendlich doch den Weg in die Spieleläden dieser Erde finden. Wenn kein Leak oder Entwicklerwechsel mehr dazwischen kommt, wird es am 26. März (USA: 23.3.) zum Release kommen.

Obwohl die Counter-Strike Fangemeinde weiterhin alles andere als ein kleiner Haufen Rest-Fanatiker ist (eher ein großer Haufen Rest-Fanatiker), dürfte sich das Interesse an Condition Zero mittlerweile in Grenzen halten. Immerhin basiert der Singleplayer-Shooter auf einer 5 Jahre alten Mehrspieler-Modification und einer noch viel älteren Grafikengine.

Das Ergebnis der zahlreichen Skandale um das Game werden wir also bald begutachten dürfen…

Matrix Online – Ubi Soft lässt Lizenz-MMORPG fallen

Im beidseitigen Einvernehmen haben die Entwickler von Matrix Online und Ubi Soft ihre Kooperation nun beendet. Der französische Spitzen-Publisher hat offensichtlich das Interesse am MMORPG im mittlerweile leider nicht mehr ganz so populären Matrix-Universum verloren.

Trotzdem gab es keine bösen Worte, und von Seiten Warner Bros. sogar lobende Worte für den auch in Zukunft als Partner fungierenden Publisher Ubi Soft.

Währenddessen arbeitet Monolith weiter an Matrix Online – lediglich das Label des Distributoren wird sich also bis zum November-Release noch ändern. Eine PR-Kampagne wird in naher Zukunft anlaufen…

24 – Game zur Super-Serie?

Im März kommt in deutschsprachigen Landen endlich die zweite Staffel der viel gelobten Echtzeit-Serie 24 bei ORF und RTL 2 (Und auch in der Schweiz? Ich weiß es nicht…) ins Programm. So wie es aussieht, dürfte das allerdings längst nicht das Letzte sein, was wir je von 24 hören werden, denn wie Elisha Cuthbert (Schauspielerin hinter Kim Bauer) verriet, arbeitet ein Londoner Entwicklerteam an einem Spiel zur Serie. Ob es die Story einer der Staffeln übernimmt ist aber nicht klar, denn der Entwicklungsprozess soll bei Story, Charakteren und Ideen noch in einem sehr frühen Stadium stecken. Außerdem soll die Geschichte sehr Bond-like wirken – was im Vergleich zu 24 eher trashig wirken würde…


Miss Cuthbert (die übrigens die Entwickler als „cool“ beschreibt – Ich seh schon die Boulevard-Schlagzeile „Hübsche Superbraut ist geil auf Spieleentwickler!„) wird aber wohl mit ziemlicher Sicherheit auf den Monitoren erscheinen, denn die namentlich nicht erwähnten Produzenten haben sie bereits von allen Seiten fotografiert. Mehr als diese Info-Brocken, haben allerdings auch die Jungs und Mädels bei BBC Online nicht zu bieten…

Hüte dich, junger Padawan

Rebellen finden andere Rebellen immer sympatisch. Daher sind wir auch Fans von Star Wars, wo immer wieder Rebellen gegen das Imperium kämpfen. Meist gewinnen die Rebellen, doch SW: KotOR will dies mit alternativen Enden ändern. Das heißt, theoretisch kann auch das Böse gewinnen… aber Rebellen lassen das nicht zu! Wir sind schließlich Rebellen und auf der hellen Seite der Macht. Nachdem ich nun allein in der Einleitung das Wort "Rebellen" ganze 7 Mal benutzt habe, kommen wir nun zum Spiel…

Beginnen wir mit einem der wichtigsten Punkte des Spiels, der Story. Ohne die geht eigentlich nichts, logisch, immerhin handelt es sich bei SW: KotOR um ein Rollenspiel. Ganz am Anfang erfahrt ihr noch nicht all zu viel. Klar ist nur: Die Galaxie ist in Gefahr (was für ein Zufall) und die Jedis versuchen mit letzter Kraft gegen den Sith Malak zu kämpfen. Dieser ist der dunkle Schüler von Darth Revan, der kurz zuvor von einer jungen Jedi ausgeschaltet werden konnte. Mit der Zeit schlossen sich mehr und mehr Jedi der dunklen Seite an und begannen für Malak zu kämpfen und zu sterben.

Besonders letzteres wird später im Spiel wichtig werden. Ganz zum Anfang wacht ihr allerdings erst einmal schwach auf. Doch bevor ich darauf etwas näher eingehe, gehts ab in Richtung Hauptmenü. Nachdem alle Einstellungen zu eurer Zufriedenheit erledigt sind, startet ihr ein neues Spiel und beginnt mit der Charaktererstellung. Eure erste Aufgabe ist es, eine von drei Klassen auszuwählen. Krieger, Späher und Gauner jeweils in männlicher und weiblicher Ausgabe stehen euch zur Wahl.

Habt ihr euch für einen von ihnen entschieden, geht es weiter mit der Auswahl eures Aussehens. Hier ist die Vielfalt nicht besonders groß ausgefallen, aber gerade noch ausreichend. Nachdem ihr euch für eine der Fratzen, Körper und Hosen entschieden habt, beginnt ihr mit der eigentlichen Charakterbildung. Neben den einfachen Attributen (Stärke, Intelligenz, etc.) und den Fähigkeiten (Heilen, Computertechnik etc.) müsst ihr euch auch für eure Talente entscheiden. Hier wird das Spiel (basierend auf D&D Rollenspielregeln) so richtig komplex. Euch stehen unzählige Möglichkeiten zur Auswahl, so fällt es teilweise schwer sich zu entscheiden. Dann gibt es natürlich immer noch die Möglichkeit der Autozuweisung. Am Schluss sucht ihr euch noch schnell einen Namen aus und es kann losgehen. Wahlweise geht dies natürlich auch per Autoauswahl.

Nun wird es aber dringend Zeit für das eigentliche Spiel. Nachdem ihr das Intro über euch ergehen habt lassen und die erste Vision euch heimgesucht hat (was es damit auf sich hat, solltet ihr lieber selber herausfinden), bekommt ihr Besuch von einem netten Soldaten, der euch ein wenig in das Spiel einführt. Gekämpft wird in Rundenechtzeit – das heißt, dass die Kämpfe zwar schon in Echtzeit ablaufen, jedoch in Runden gegliedert sind und ihr jederzeit pausieren könnt um eurem Char oder einem Mitglied der Party Befehle zu geben.

Wie es sich für ein gutes Rollenspiel gehört, könnt ihr auch reden – sehr viel reden. Die Gespräche laufen allesamt nach dem Multiple Choice-Verfahren ab. Je nachdem wie eure Antwort ausgefallen ist, reagiert euer Gegenüber. Während den Gesprächen wird auch euer Einfluß der Macht gesteuert. Gebt ihr fiese Antworten, könnt ihr damit rechen, der dunklen Seite immer weiter zu verfallen. Das gleiche geht auch in die andere Richtung.

Eure Party besteht aus maximal drei Mitgliedern auf einmal. Die anderen bleiben immer in eurer Basis oder auf eurem Schiff. Jedes der Mitglieder die ihr trefft hat eine eigene Geschichte, die nach und nach auch enthüllt wird. So hält sich die Motivationskurve auch immer weit oben. Nur selten fällt diese mal ab – und wenn dies geschieht, weiß das Spiel euch durch kleine Minispiele neu zu motivieren. Ob dies nun in Form von Arenakämpfen, einer Art Motorradrennen oder in Form von Pazzak geschieht, ist meistens verschieden. Besonders das letztere, Pazaak hat es mir angetan. Ähnlich wie bei Black Jack müsst ihr möglichst dicht an eine bestimmte Zahlenhöhe kommen, dürft diese aber nicht überschreiten, sonst habt ihr verloren. Euer Kartenstapel lässt sich im Laufe des Spiels immer weiter ausbauen und vergrößern.

Ähnlich abwechslungsreich verhält sich die Situation bei den Quests. Natürlich gibt es auch die typischen "hol dies und bring es dem"-Aufgaben, aber hin und wieder kommt auch hier Abwechslung rein. Zum Beispiel deckt ihr einen Mordfall auf und rettet bzw. zerstört eine große Liebe. Dabei stehen euch eine Vielzahl von Waffen zur Verfügung. Neben dem Blaster und dem Laserschwert auch einfache Schwerter oder Ionenwaffen. Zusätzlich könnt ihr auch in eure Verteidigung investieren. Dazu dienen dann Implantate oder Schilde, die ihr euch in und an die Arme pflastern könnt.

Technisch macht SW: KotOR einiges her. Grafisch wirken allein die Charaktere manchmal ungewollt seltsam. Dafür sind die Texturen und die Umgebungsgrafik sehr schön ausgefallen. In einer bevölkerten Stadt kommt so richtige City-Atmosphäre. Zu vergleichen ist dieses Erlebnis wohl nur mit einem Besuch in Kapfenberg (Anm. des Chefredakteurs: Dieser deutsche Penner hat Kapfenberg nie zu Gesicht bekommen ^^).

Auch im Soundbereich wurde groß aufgetrumft. Neben einem genialen Soundtrack wurde auch für ein gute Sprachausgabe gesorgt. Einige Sprecher dürfte man eventuell kennen, so spricht z.B. Komissar Reinolds von ??? den dunklen Sith-Lord Malak.

Bioware hat mit SW: KotOR einen weiteren Rollenspiel Treffer gelandet. Neben genialer Story und Atmosphäre stimmt auch die Technik. Selbst ohne "offizielle Stars" aus den Filmen kommt das Spiel gut aus. Ihr findet z.B. Yoda nicht in dem Spiel, was nach der Star Wars Zeitrechnung jedoch völlig in Ordung geht. Immerhin spielt sich KotOR 4000 Jahre vor Episode I ab…

Die einzigen Leute die von dem Spiel eventuell die Finger lassen sollten, sind diejenigen von euch, die rein auf schnelle Action stehen. Solche Jungens (oder Mädels – haben wir sowas in der Rebell-Leserschaft?) greifen lieber auf die Painkiller-Demo zurück. SW: KotOR ist einfach enorm komplex und geht dennoch leicht von der Hand.

Somit komme ich kaum darum herum dem Spiel einen Award zu verpassen. Dank den oben genannten Kriterien überhaupt keine Frage. Alle Rollenspieler haben sich das Spiel wahrscheinlich schon gekauft. Alle anderen rennen spätestens seit zwei Minuten zum nächsten Shop! SW: KotOR ist ein weltklasse Rollenspiel, ich warte schon auf Teil 2!

Gangland – Entwickeln ist Silber, Mastern ist Gold

Das Echtzeit-Strategiespiel Gangland hat in Amerika soeben den Goldstatus erreicht, das meldete Publisher Whiptail Interactive in einer offiziellen Pressemitteilung.

Zwar sollte das Spiel hierzulande schon am 18. Februar im Laden stehen, jedoch kam es zu leichten Verzögerungen in der Entwicklung, so das wir frühestens Anfang März mit einem Release in europäischen Landen rechnen dürfen.

Gangland kupfert dabei dreist das Szenario von Gangsters ab, jedoch erinnert das Spielprinzip eher an Spiele wie Robin Hood oder Commandos, wobei man seinen Baseballschläger nicht Runde um Runde schwingen darf, sondern in Echtzeit angreifen muss, was zu einigen hektischen Situationen führen könnte. Nach und nach muss man immer schwerere Missionen lösen bis man schließlich seine eigene kleine Privatarmee aufgestellt hat und sich so die ganz großen Aufträge an Land ziehen kann. Zudem wird es möglich sein, in Hinterräumen von Bars private Spielhöllen einzurichten, die es schließlich vor anderen Gangs zu bewachen gilt. Dabei präsentiert sich Gangland in schöner catronnartiger 3D-Grafik aus der Iso-Ansicht. Einen ersten Eindruck von Gangland könnt ihr euch anhand der 125 MB großen Demo machen, welche es seit dem 24. Februar zum Download gibt.