George Orwell wäre entsetzt

"Oft geht bled" (=Oft geht’s blöd) – ein Spruch den einer meiner Freunde gern mal ab lässt, und der wohl auch Peter Wright über die Lippen huschen könnte. Die fast leere Flasche Whiskey auf seinem Tisch verrät in der Tat einiges über seinen Geisteszustand. Aber wer kann ihm das verdenken, nachdem Frau und Kind einem Flugzeugabsturz zum Opfer fielen? Eines Tages "klopft" die Polizei an Nachbars Tür, und Peters trostloses Leben als Werbetexter gerät in neue Turbulenzen.

Denn als er sieht wie der Nachbar, ein zu neugieriger Online-Journalist, verschleppt wird (ist das wohl eine Warnung der Entwickler an Redakteure die gerne schlechte Wertungen verteilen?) und sich bei dessen Frau erkundigt, was los sei, stoßt er auf Ungereimtheiten. Das beginnt schon damit, dass am Polizeirevier niemand etwas von der Verhaftung wissen will…

In einem New York des Jahres 2044, wo neue "Sicherheitsgesetze" den Patriot Act wie ein linkes Manifest der Bürgerrechtler aussehen lassen, bietet dieser Anfang (per Render-Intro grandios in Szene gesetzt) den äußerst packenden Hintergrund zu The Moment of Silence.

Per Maussteuerung schickt man Peter durch ein Abenteuer, das Überwachungs-Skeptikern ein "Wir habens ja immer gesagt!" über die Lippen locken wird. Mit einer Taste begutachtet man Gegenstände und Orte, über einen Klick mit der zweiten benutzt man selbige. Einfacher gehts im Prinzip kaum. In der uns vorliegenden Pre-Alpha-Version (also eine recht frühe Fassung) gibt es trotzdem noch einige Probleme mit dem Interface. So nerven in der schön gerenderten, aber nicht animierten Umgebung vor allem fix vorgegebene Fußwege (man kann in einem Park z.B. nicht beliebig über eine Wiese laufen) und plötzliche Perspektivenwechsel (sorgen für Verwirrung).

Auch wenn man per Doppelklick eine Lauffunktion aktivieren kann, nerven die langen Fußwege doch, es ist unverständlich weshalb es keine Übersichtskarte gibt, mit der man wichtige Orte schnell erreichen kann.

Wie sich House of Tales bei den Rätseln anstellt ist leider schwer einzuschätzen, da in der Alpha Version nicht genügend aktiviert waren, um einen echten Eindruck zu gewährleisten. Auch eine Sprachausgabe (voraussichtlich wird Peter mit der Stimme von Bruce Willis ausgestattet) gibt es bislang nicht. Für diesen Teil wird wieder einmal das Hamburger Studio toneworx angeheuert, das in vergangenen Kooperationen mit Publisher dtp durchaus brilliante Ergebnisse erzielt hat.

Am 1. Oktober soll der Release von The Moment of Silence erfolgen. Bis dahin ist auf jeden Fall noch viel Arbeit für House of Tales zu tun, das Potential, das in dem Spiel steckt kann man aber bereits deutlich erkennen. dtp will übrigens diesmal einen Preis von 44,99€ anstreben.

Schwierig, schwierig. Die uns vorliegende Fassung ist einfach in einem noch zu frühen Stadium um die Chancen für Moment of Silence wirklich einschätzen zu können. Was man bisher sagen kann ist, dass sowohl die Story, als auch die Rendervideos auf dem Niveau der internationalen Spitze mitspielen können. Die Inszenierung der ersten Minuten ist abgesehen von den Alpha-Versions bedingten Bugs Hollywood-reif, die Geschichte zog mich sofort in die futuristische Spielwelt. Es ist anzunehmen, dass das Adventure genau davon leben wird, und deshalb gleich doppelt schade, dass man sich über die Rätsel noch so bedeckt hält.

Grafisch wirkt MoS noch zu wenig spektakulär, vor allem wegen den nicht animierten Hintergründen. Im Endeffekt wird sich der Titel wohl in etwa auf dem optischen Niveau von The Black Mirror einordnen, vor allem da dtp hier noch etwas Feintuning verspricht. Ob die deutsche Produktion auch sonst qualitativ mit dem tschechischen Grusel-Meisterwerk mithalten kann, wage ich zwar auch angesichts der vielen Bugs weder zu bestätigen noch zu dementieren, aber es besteht Grund es zu hoffen. Mitte September sollte uns eine deutlich fortgeschrittene Version vorliegen, dann werden wir schon mehr wissen..

Ersteindruck: Noch nicht möglich (Potential: Sehr gut)

Quake 4 – Ist ganz anders

Momentan läuft eine der wichtigsten Messen in der Spielewelt. Die Quakecon. Blöd nur, dass sich id immer noch schwer tut mit ersten Details zu Quake 4. Dabei wartet die Fangemeinde und steht kurz vor einem Besuch in der geschlossenen Anstalt.

Todd Hollenshead hat sich nun dazu herabgelassen, wenigstens ein paar Dinge zum Multiplayer preis zu geben. Der soll nämlich wesentlich umfangreicher und actionlastiger sein, als der in Doom 3. Leider schwieg sich Hollenshead wiedermal zum Singleplayer aus. Noch ist die Quakecon 2004 aber nicht vorbei und noch ist Zeit für eine Überraschung Mr. Hollenshead!!!

Doom 3 – Zuviel Doom für meine Augen

Da surft man ganz gemütlich ein wenig durch das WWW, da wird man fast schon von Informationen zu Doom 3 erschlagen. Am besten arbeite ich die tollen Infos mal nacheinander ab.

Da hätten wir z.b. die fröhliche Ankündigung, dass Doom 3 nun doch noch eine Demo bekommen wird. Was heißt Doom 3 bekommt eine Demo, wir bekommen eine. Schon nächste Woche soll es soweit sein. Was genau sie beinhaltet ist nicht klar. Allerdings soll die Spielzeit zwischen zwei bis drei Stunden liegen.

Weiter gehts im Text. Nachdem sich Doom 3 in der ersten Verkaufswoche schon über 300.000 mal verkauft hat, plant id Software gleich schoneinmal ein Addon. Allerdings möchte man es nicht selbst entwickeln, sondern ein anderes Studio damit beauftragen. Somit können sich die Carmack-Jungs vollkommen auf ihr neues Projekt konzentrieren. Weitere Details zum Addon sind indess noch nicht bekannt.

Wo war ich? Achja, bei der Doom 3-Neuigkeiten-Liste. Scheinbar zickt Doom 3 derzeit, zumindest wenn es um die X-Box geht. Leider gibt es nämlich mit der Konvertierung einige Schwierigkeiten, das geht soweit, dass der angesetzte Termin im Winter eventuell nicht eingehalten werden kann. id wird den Release auch hinauszögern, sollte die Qualität bis zum eigentlichen Releasetermin nicht stimmen.

Und die letzte Neuigkeit? Unser allseits für verrückt erklärter Metal-Freak-Redakteur gray befasst sich gerade intensiv mit einem Test zu Doom 3. Schaut die nächsten Tage einfach nochmal vorbei.

Evil Genius – Ein Lebens als verrücktes Genie

Schon bald können wir in ein neues Agenten-Abenteuer einsteigen. Evil Genius von Publisher Vivendi Universal soll planmäßig am 1. Oktober in den Ladenregalen stehen.

In dem Strategiespiel spielt ihr ein verrücktes Hirn, welches die Weltherrschaft an sich reißen möchte. Angelegt ist das ganze Szenario an 60’ger Jahre Spionage Filme. Hört sich nicht nur interessant an, sondern sieht auch dank eines schmucken Cell-Shadings so aus.

Sacred – Ascaron schenkt uns ein Addon

Fünf neue Gegnertypen, zwei zusätzliche Regionen, frische Quests und jeweils ein spezielles Waffenset pro Charakterklasse – andere Hersteller würden diese Masse an Neuerungen in ein kostenpflichtiges Addon packen. Ascaron, deutsche Entwicklerschmiede mit ruhmreicher aber zuletzt finanziell schwieriger Vergangenheit, aber nicht. Die Güthersloher wollen im Oktober ein kostenloses Erweiterungsset zu Sacred mit den eben oben genannten Features zum Download anbieten.

Damit bleibt Ascaron seiner neuen Tradition treu, die Spieler ihrer Titel mit kostenlosem Nachschub zu versorgen. Schon beispielsweise beim ersten Teil von Port Royale (damals als Wiedergutmachung für die zahlreichen Bugs) folgte man dieser Praxis.



Etwa zur gleichen Zeit wird der offizielle Preis des Top-Sellers übrigens von etwa 50 auf knapp unter 40€ gesenkt. Bei unserem Partner Amazon gibt es das Ganze schon jetzt für nur wenig mehr.

Activision – GC-Lineup und Jubiläum

Auf der bald startenen Games Convention in Leipzig feiert Activision sein 25-jähriges Bestehen und bieten zudem noch wieder einmal ein großartiges Lineup auf.

Neben Doom 3 und Call of Duty: United Offensive, zeigt der amerikanische Publisher noch das Strategiespiel Rome: Total War und den zweiten Teil der Tony Hawk’s Underground-Reihe, welches ihr allerdings ausschließlich auf der PS2 bestaunen dürft.

Konsoleros dürfen sich auf ein paar weitere Filmumsetzungen freuen, wie beispielsweise Shrek 2 und auch Spiderman 2.

LucasArts – Weiterhin auf Sparkurs?

Im April 2004 wurden bereits 29 Mitarbeiter der Firma LucasArts suspendiert, nun setzt der Hersteller offenbar weitere Leute aus dem Team der etwa 430 Beschäftigten auf die Straße.

Das zumindest behaupten die Kollegen von gamespot.com. Laut deren Informationen wurden in diesen Tagen wieder 50 Angestellte entlassen. Weitere sollen angeblich noch folgen. Außerdem sollen im Juli 2004 allen Mitarbeitern die jährlichen Boni gestrichen worden sein.

LucasArts hat zu den Behauptungen noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben; dennoch kann man schon wage vermuten, dass der im Oktober 2003 neu angetretene Vorstand eindeutig auf finanzielle Einsparung setzt – ob sich das zum Nachteil der Produktqualität ausschlägt, bleibt abzuwarten.

Moment of Silence – Pretty Woman und langsam Sterbender

Die Fans haben entschieden: dtp wird die deutschen Stimmen von Bruce Willis und Julia Roberts für The Moment of Silence engagieren.

dtp-Pressemitteilung vom 12.08.2004

Die Sprecher von The Moment of Silence – ihr habt entschieden!

Hamburg, 12.08.2004. Die Ergebnisse der The Moment of Silence-Abstimmung liegen vor: Mehr als 50 Prozent der mehr als 1000 Teilnehmer votierten für die deutschen Stimmen von Bruce Willis und Julia Roberts (Manfred Lehmann und Daniela Hoffmann) als Sprecher für die Hauptcharaktere Peter Wright und Deborah Oswald. dtp hatte bereits im Vorfeld der Abstimmung mit allen Kandidaten Kontakt aufgenommen und wird nun sofort versuchen, die beiden Sprecher zu engagieren. dtp hatte auf www.adventurecorner.de die Sprecher von acht Hollywood-Stars (vier Männer, vier Frauen) zur Wahl gestellt.

The Moment of Silence, ein 3rd-Person Spionagethriller um einen futuristischen Überwachungsstaat, ist das ambitionierteste PC-Adventureprojekt, das je auf deutschem Boden entwickelt wurde. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird das Spiel von dtp veröffentlicht; der Release ist für den 1. Oktober 2004 geplant.

nVidia – Mainstreamkarten angekündigt

Grafikchiphersteller nVidia hat heute auf der QuakeCon seine Modelle der neusten Generation vorgestellt, welche für unter 200 Dollar zu haben sein sollen.

GeForce 6600 und GeForce 6600 GT nennen sich die erschwingbaren High-End-Erzeugnisse.
Getaktet ist die 6600 mit 300 Megahertz, der maximale Takt des 128 Megabyte-Speichers bleibt Sache der Hersteller. Preislich siedelt sich diese Variante um die 150 Dollar an.
Die 6600 GT kommt mit 500 Megahertz Chiptakt daher, ebenso hoch liegt der maximale Speichertakt des 128 MB-Moduls. Der Preis wird hier bei etwa 200 Dollar liegen.

Half-Life 2 – Erste Teile sind bereit…

…für die Veröffentlichung, so zumindest lässt Gabe Newell heute verlauten. Nachdem im Forum von hl2fallout.com bereits Gerüchte kursierten, die Preload-Phase zu Half-Life 2 würde nächste Woche beginnen, bestätigt Newell, Mitglied des Vorstandes bei Valve, heute die Meldungen.

Verfügbar wird zunächst der Part des Spieles, welcher sich nicht mehr ändert, also Texturen, Sounds und einige andere Dinge. Während die Entwickler also noch fleißig Bugs beseitigen, dürft ihr G-Man’s neue Stimme schon mal gespannt inhalieren.

Geplant ist der Release der Teile natürlich über Steam, das Datum der Freigabe ist laut Newell der 17. August.

Schnell, schneller, Tastaturmord

Es fällt nicht schwer in Nostalgie zu verfallen wenn ich an die Zeiten zurück denke, in denen Meinereiner mit Summer und Winter Games vor dem mittlerweile museumsreifen Rechner gesüchtelt hat. Mit der Ankündigung von Sommerspiele erweckte dtp die Hoffnungen auf ein zeitgemäßes Remake. Pünktlich zu Olympia 2004 steht der Titel nun in den Läden…

In insgesamt fünf verschiedenen Disziplinen könnt ihr gegen die Computergegner, oder im Hot Seat-Modus gegen jeweils einen von bis zu acht teilnehmenden menschlichen Mitstreitern, antreten. Dabei braucht man vor allem eine gute Tastatur, denn sowohl beim Hochsprung, als auch bei den Lauf- und Schwimmbewerben kommt es vor allem aufs rythmische (Delfinschwimmen) oder möglichst schnelle Hämmern (Freistilschwimmen, Sprint, Hürdenlauf, Hochsprung) auf dem Keyboard an. Während man beim Zielschießen auch zur Mausunterstützung greifen darf, spielt man Sommerspiele ansonsten mit hammerhart vielfältigen drei Tasten!

Während die gnadenlos veraltete Spielmechanik sich also bei allen Bewerben nur minimal verändert, sorgt auch der Sound für Verdruss. Einen Kommentator gibt es nicht, dadurch fällt die laut Verpackung "TV-Übertragungen nachempfunde" Präsentation ebenfalls wieder ins Wasser. Was übrigens auch daran liegt, dass die Zuschauerkulisse mehr kümmerlich als sonst etwas daher kommt. Der irgendwie unpassend wirkende Stadionsprecher, welcher neben den Startbefehlen auch hin und wieder ein "World Record" von sich gibt, tut sein Übriges.

Man sollte meinen die optische Darstellung könnte da noch retten, schlieïßlich verspricht die Box auch DirectX 9-Features. Sieht man von den schönen Wassereffekten und den flauschig weichen Animationen aber einmal ab, hilft die ganze Effekthascherei nichts, denn die Sportstätten sind bestenfalls durchschnittlich geraten, die Zuseher öde 2D-Bitmaps und die Texturen bei den Modellen zu undetailliert.

Nervig auch die Tatsache, dass vor jedem Start die immer gleiche Prozedur abäuft und viel zu lange dauert. Während man die Vorstellung der Athleten noch abbrechen kann, sieht man während der bekannten "Ready, Set, Go!"-Startprozedur immer wieder dieselben Animationen, was spätestens beim dritten Versuch jeder Disziplin zur Gähn-Provokation verkommt.

Wo ist das Speerwerfen? Warum darf ich nicht Wildwasserpaddeln? Werden die Zuseher in Athen auch so langweilig rumschreien? Sommerspiele hätte auch ohne die offizielle Olympia-Lizenz massenhaft Potential gehabt, denn kurzweilig machen die paar Disziplinen die mitgeliefert werden schon Spaß. Auf lange Sicht spielt sich aber alles zu ähnlich, fehlt mir die Motivation die Tastatur beim Weltrekordversuch zum Brennen zu bringen und kotzen mich die immer gleichen Eingangssequenzen zu sehr an. Kurz: Für ein kurzes Partyvergnügen zwischendurch recht brauchbar, insgesamt aber kein Vergleich zum Klassiker Summer Games – mal sehen ob ich das noch irgendwie zum Laufen bringe…

Tony Hawk´s Underground 2 – Wer spielt die Musik?

Activision Deutschland hat heute bekanntgegeben, dass mit THUG 2 erstmals ein Teil aus der Skateserie von einem deutschen Künstler, nämlich von Kool Savas musikalisch untermalt wird.

Der in Deutschland bekannte Rapper ist froh, mit seinem Song Grind On einen Titel zum Soundtrack des Spieles beigetragen zu haben, da er schon Fan von Tony Hawk´s Pro Skater war.

Eine erste Präsentation des Songs soll übrigens am Stand von Activision (Halle 5, Stand C20) auf der Games Convention stattfinden, nämlich Freitag ab 17 Uhr und Samstag ab 18 Uhr.

Doom 3 – Doch deutsch?

Heute ist es also soweit und der Shooter aus dem Hause id Sofware steht in den Regalen der Spielegeschäfte. Wie bisher angekündigt, erscheint das gute Stück ausschließlich mit englischen Sprachsounds und Texten.

Den Durchschnittsbürger aus deutschsprachigen Landen dürfte das nicht vor allzu hohe Hürden stellen, für alle Angli-Analphabeten gibt es jetzt aber eine erste Modifikation, welche zunächst die Texte im Spiel in deutsche Sprache umwandelt. Team d3v nennt sich die freundliche Programmierertruppe, welches sich die Germanisierung der bösen Anglizistik in Doom 3 zum Ziel gesetzt hat.

Die Mod steht heute erstmals in einer Betaversion zum Download zur Verfügung, außerdem sucht das Team noch fleißige Translationshelferchen.