Kategorie-Archiv: PC

Und noch mehr viel versprechende Spiele.

Und noch einmal haben wir eine kleine Übersicht über die unserer bescheidenen Meinung nach interessanteren Spiele der E3 für euch. Wie bereits gestern steht auch heute im zweiten Teil unseres Artikels vor allem der PC im Mittelpunkt: Von ‚BioShock‘ über ‚The Ship‘ bis hin zu ‚World in Conflict‘.

Aion (PC)<br />
Besonders Ncsoft macht jedem Vergesslichen klar, dass es neben Blizzard und Sony Online Entertainment noch einen weiteren mächtigen Anbieter von MMORPGs auf dem Markt gibt. Unter diesem Motto scheint auch das E3-Line-Up zu stehen, da man mit vielen neuen Titeln nach Los Angeles angereist ist. Den Beginn macht dabei das auf der Crytek-Engine basierende ’Aion’, welches vom Kampf Engel gegen Dämonen handelt. Der Spieler schließt sich dabei einer der beiden miteinander verfeindeten Parteien an und stellt sich darüber hinaus den Drachen als dritte NPC-Fraktion. Klar, dass hierbei der PvP-Aspekt miteinander in Fehde liegender Reiche im Vordergrund steht.

BioShock (PC, Xbox 360)
Gerne wird ‘BioShock’ als der geistige Nachfolger eines ‘System Shock 2’ betitelt. Irrational Games’ Horror-Action-RPG möchte aber als eigenständiges Spieluniversum verstanden werden, will zugleich jedoch nicht auf die bewährten Gameplay-Anleihen des Klassikers verzichten. Alles dreht sich um ein schiefgelaufenes Unterwasser-Utopia, in dem genetisch veränderte Kreaturen ihr Unwesen treiben. ’System Shock’-Kenner wird freuen, dass wieder ein ausgeklügeltes KI-Sicherheitssystem mit vielen Extras mit dabei ist und dem Spieler pausenlos an den Kragen will. Der eigene Avatar wird mit so genannten Plasmids, auswechselbaren Bio-Verstärkern, hochgezüchtet. Ein großer Knackpunkt bei ’BioShock’ dürfte mit Sicherheit die Frage nach der Umsetzung des Gameplay für Konsolen und PC sein.

CivCity: Rome (PC)
Wem Städte in ‘Civilization’ bisher immer zu oberflächlich repräsentiert waren, sollte einen Blick auf Firefly Studios’ ‘CivCity: Rome’ werfen. Inspiriert vom großen Sid Meier dürfte der City-Builder jeden Fan antiker Metropolen ansprechen. Über 70 städtische Technologien der Römer stehen dem Spieler in der Rolle eines Sprösslings einer römischen Familie zur Verfügung. Liefen in vergleichbaren Spielen die Einwohner mehr oder weniger leblos auf den Straßen herum, sollen in ’CivCity: Rome’ die Interaktionsmöglichkeiten weit mehr ausgefeilt sein. Ob das gelingt, werden wir spätestens in diesem Herbst erfahren.

Exteel (PC)
Nachdem man in NetDevils ’Auto Assault’ mit waffenstrotzenden Boliden durch mehr oder weniger gelungene postapokalyptische Landschaften düsen konnte, sind mit ’Exteel’ von Entwickler Beam und unter der Regie von Ncsoft gestandene Mechs an der Reihe. In diesem Shooter stehen vor allem die PvP-Kämpfe im Mittelpunkt des Geschehens. Natürlich dürfen da nicht diverse Erweiterungsmöglichkeiten für die eigenen Mechs fehlen: Mit verschiedenen Waffensystemen, Attribut-Steigerungen und Kampftechniken kann dabei experimentiert werden, um in den Deathmatches und Team-Kämpfen die Oberhand zu behalten.

Hellgate: London (PC)
Eigentlich behandeln wir in diesem Artikel Spiele fernab des Hypes. Aber wer hat gesagt, dass wir hier nicht auch (wahrscheinlich) gerechtfertigte Hypes einbinden können? Flagship Studios Erstlingswerk ’Hellgate: London’ gehört zweifelsohne dazu. Action-RGP-Liebhabern dürften bei Bill Ropers neuem Spiel als Erstes die unterschiedlichen Möglichkeiten der im Spiel vereinten, frei wählbaren First-Person- und Third-Person-Perspektive auffallen. In einem von Dämonen terrorisierten Endzeit-London soll neben einer Singleplayer-Kampagne vor allem der Online-Multiplayer-Modus mit Instanzen an die legendären gemeinsamen Monstergemetzel und Item-Jagden eines ’Diablo 2’ anknüpfen. Für beide Modi verspricht Flagship Studios regelmäßig Nachschub an neuen Inhalten.

In Memoriam 2 (PC)
‚In Memoriam‘ war ein seltsames Spiel: In Filmsequenzen wurde dem Spieler die Geschichte einer Entführung erzählt, doch um dem Täter auf die Schliche zu kommen, musste er nicht etwa im Spiel Rätsel lösen, sondern im Internet Hinweise, Bilder und Ähnliches suchen. Zudem bekam er E-Mails von den Charakteren im Spiel und es galt, simple Minispiele zu absolvieren. Verrückt, aber machte Spaß. Mit ‚In Memoriam 2‘ (oder ‚Evidence‘) geht es im Herbst erneut auf die Jagd nach dem Serienkiller „The Phoenix“. Ihr sollt Städte in Europa und Nordamerika virtuell erforschen, Videos analysieren und mit noch vertrackter verschlüsselten Codes konfrontiert werden. Mit Frogster hat sich sogar schon ein deutscher Publisher gefunden, so dass der Aufklärung fast nichts mehr im Weg steht.

Sid Meier’s Railroads! (PC)
Wohl kein anderer prominenter Entwickler kann so viele Spieltitel mit einem Ausrufezeichen vorweisen wie Sid Meier. So nennt sich eines seiner aktuellen Projekte dann auch ’Sid Meier’s Railoads!’, das an die guten alten ’Tycoon’-Eisenbahnspiele anknüpfen wird und für Oktober angekündigt wurde. Wie gewohnt entwickeln sich durch die Verlegung von Eisenbahnstrecken (inkl. 30 Zugmodellen) ganze Städte und insgesamt 30 Industriezweige. Eigene Loks dürfen entwickelt werden. Die Wirtschaft soll jedoch nun viel realistischer simuliert werden und so endlich auch wirkliche Auswirkungen von Angebot und Nachfrage ins Spiel bringen. Sollte dies letztendlich gelingen, dürften nicht vorhersagbare Ereignisse viel zur Motivation beitragen. Beim diesem Thema sind wir natürlich auch schon auf den fertigen Multiplayer-Modus gespannt.

The Ship (PC)
Einst eine Mod für ‚Half-Life‘ hat sich ‚The Ship‘ zu einem kommerziellen Spiel hochgearbeitet, das im Herbst zum Budget-Preis erscheinen soll. Der Gedanke hinter ‚The Ship‘ ist simpel wie faszinierend: An Bord eines riesigen Kreuzfahrtschiffes spielt sich eine abstruse Mörderjagd ab, in der jeder das nächste Opfer sein kann. Jeder der Beteiligten an Bord des Schiffes bekommt einen Namen seines Ziels, muss denjenigen jagen und zur Strecke bringen. Gleichzeitig wird man aber auch selbst gejagt, muss Wachen und Kameras umgehen, kann sie aber auch zum Schutz verwenden – denn der Mord darf um keinen Preis beobachtet werden. ‚The Ship‘ basiert auf Valves Source-Engine und wird Single- sowie Multiplayerschlachten bieten. Mal ein ganz anderer Shooter – sehr viel versprechend.

World in Conflict (PC)
Die Strategen Massive Entertainment sind zurück. Nach ihrem Erfolg mit der ’Ground Control’-Serie arbeitet das Studio nun an ’World in Conflict’. Erfreulicherweise handelt es sich hier nicht um das nächste WW2-Strategiespiel. Vielmehr behandelt der Titel ein fiktives Szenario des Kalten Kriegs ab 1989, in dem die Berliner Mauer niemals gefallen ist. Massive verspricht Schlachtfelder, auf denen jedes Objekt vollkommen zerstört werden kann. Auch das Arsenal verspricht endlich wieder Abwechslung im Genre: Neben Atomwaffen stehen Waffentechnologien der Nato, Amerikas und der Sowjetunion zur Wahl. Neben der von Larry Bond inspirierten Story der Singleplayer-Kampagne wird ’World in Conflict’ außerdem stark für die Bedürfnisse von Multiplayer-Gefechten entwickelt, indem die Spieler in die Rollen verschiedener Truppengattungen schlüpfen.

Spiele, die uns einen zweiten Blick wert waren.

Nachdem wir uns gestern mit den großen Nummern dieser E3 beschäftigt haben, wollen wir uns heute den teilweise etwas kleineren aber umso interessanteren Titeln zuwenden. Welche Spiele solltet ihr im Auge behalten, was hat Potential? Wir verraten es euch; hier ist der erste Teil unserer Übersicht.

Army of Two (PS3, Xbox 360)
Ein EA-Spiel schafft es in unsere Liste der interessanten Spiele. Wer hätte das vor ein paar Monaten noch gedacht? ‚Army of Two‘ ist ein neues Franchise von EA Montreal und ist im Grunde ein Third-Person-Shooter mit Anleihen bei Spielen wie ‚Splinter Cell‘. Soweit nichts Besonderes, aber ‚Army of Two‘ wird – wie der Name vermuten lässt – nicht alleine gespielt: Jederzeit steht euch entweder ein KI-Mitstreiter oder aber ein menschlicher Spieler zur Seite; der Wechsel zwischen KI und Mensch soll innerhalb von Sekunden möglich sein. Viele Aufgaben, die sich nur gemeinsam lösen lassen, wollen Abwechslung in den Shooter-Alltag bringen.

Haze (PC, PS3, Xbox 360)
Free Radical sollte spätestens seit dem großartigen ‚Second Sight‘ jedem Spieler ein Begriff sein, doch mit dem Beginn der neuen Konsolengeneration gehen die Briten neue Wege: Mit ‚Haze‘ arbeitet man erstmals an einem realistischen Shooter, der euch in der Uniform eines Soldaten in den südamerikanischen Dschungel schickt, um eine Rebellenfraktion zu bekämpfen – wie immer, stellt sich dann aber die Frage, wer eigentlich der Böse ist. Klingt nicht besonders einfallsreich, aber erste Screenshots machen einen hervorragenden Eindruck und, hey, es ist von Free Radical. Es muss einfach gut werden.

Heavy Rain (PC, PS3, Xbox 360)
Wir alle sind große Fans von ‚Fahrenheit‘ – Herr Lindner vom Zusehen, Frau Maertens und Herr Walden vom Spielen. Entsprechend gespannt waren wir also, als Entwickler Quantic Dream uns im Interview für die E3 ein neues Spiel versprach: ‚Heavy Rain‘. In Los Angeles wurde eine Techdemo gezeigt, welche demonstrieren soll, wie sich Emotionen in Zukunft darstellen lassen: Starke Gesichtsanimationen, in Echtzeit berechnete Tränen und Falten, Rendering-Effekte wie HDR und Depth of Field… fast könnte ‚Heavy Rain‘ als Film durchgehen. Aber vielleicht wird ja auch ein gutes Spiel daraus.

Hotel Dusk: Room 215 (DS)
Während wir uns in Deutschland über einen Mangel an Adventures nicht beklagen können, sieht es in den USA düster aus. Umso überraschender war da die Ankündigung von Nintendo, mit ‚Hotel Dusk: Room 215‘ ein neues Adventure für den DS entwickeln zu lassen. Im Los Angeles des Jahres 1979 spielt ihr einen Ex-Cop, der sich auf die Suche nach einem verschwundenen Freund begibt und dabei in einem Hotel landet, in dem ein Raum Wünsche erfüllen soll. Eine fantasievolle Detektivgeschichte, in welcher der DS all seine Fähigkeiten ausspielen will – klingt sehr viel versprechend.

Indiana Jones (PS3, Xbox 360)
Wenn Indy schon nicht mehr in die Kinos zurückkehrt, dann wenigstens auf die Konsolen: Das noch namenlose Spiel wird zur Abwechslung mal von LucasArts selbst entwickelt und soll ab Sommer 2007 für PS3 und Xbox 360 erhältlich sein. Die Geschichte, die unter der Aufsicht von George Lucas geschrieben worden sein soll, führt euch unter anderem nach San Francisco, wo sich Indy mit fiesen Chinesen herumschlagen muss. Wie seine beiden Vorgänger wird auch das nächste Indy also ein Action-Adventure, das mit einer neuen Technik besonders realistisches Gegnerverhalten herbeiführen will. Wir sind gespannt, Dr. Jones!

Lego Star Wars 2 (PC, Konsolen, Handhelds)
‚Lego Star Wars‘ war schon ein seltsames Ding: Es sah nicht besonders toll aus, es spielte sich so simpel wie die meisten Lizenzspiele – aber es machte ganz einfach unglaublich viel Spaß. Der im Herbst erscheinende zweite Teil lässt uns dann endlich auch die unsägliche neue Trilogie vergessen: Mit Luke, Han und Chewie stellt ihr euch Darth Vader. Zu den neuen Features des Sequels zählen verwendbare Fahrzeuge sowie neue Spezialfähigkeiten für die verschiedenen Charaktere: So kann Obi-Wan beispielsweise Gegner übernehmen und der Imperator mit Blitzen um sich werfen.

Phoenix Wright: Ace Attorney 2 (DS)
TAKE THAT! Der junge Anwalt Phoenix Wright muss in Capcoms DS-Adventure eine Reihe neuer Fälle bewältigen und trifft dabei auf bekannte wie neue Charaktere – darunter etwa die Tochter des Bösewichts Manfred von Karma. Zu den neuen Features des Spiels zählt der sogenannte „Psyche-Lock“: Manche Geheimnisse müssen aus den Zeugen geradezu herausgebrochen werden. Des Weiteren gibt es eine Art Lebensenergie im Gerichtssaal, die Phoenix Nervenkostüm (und das des Richters) im Laufe einer Verhandlung widerspiegelt. Spätestens im 1. Quartal 2007 geht’s los.

Prey (PC, Xbox 360)
Wir schämen uns: Einen ganz gewöhnlicher Shooter, der auf den ersten Blick nicht anders als ‚Doom 3‘ aussieht, bezeichnen wir als interessant? Ja, es geht einfach nicht anders: ‚Prey‘, das von den Human Head Studios entwickelt wird, ist einfach zu faszinierend. Und damit ist natürlich nicht nur die Grafik gemeint, sondern vor allem das Gameplay: Ständig wechselnde Gravitation, Portale, durch die ihr einen Blick in andere Abschnitte der Welt werfen könnt, allerlei ausgefallene Ideen – ‚Prey‘ verspricht, zumindest in Sachen Leveldesign neue Maßstäbe zu setzen. Und: Es erscheint schon im Juli.

Super Monkey Ball: Banana Blitz (Wii)
Wenn ein Spiel für Nintendos Wii-Controller wie geschaffen ist, dann ‚Super Monkey Ball‘ – kein Wunder, dass Sega mit ‚Banana Blitz‘ an einer neuen Ausgabe der Reihe arbeitet. Erneut steuert ihr einen Affen in einer Kugel durch anspruchsvolle Levels, indem ihr die Umgebung kippt, wo dann der Controller ins Spiel kommt. Auf dem GameCube war noch der Einsatz des Analogsticks von Nöten, jetzt balanciert ihr tatsächlich, was dem Spielgefühl enorm zu Gute kommen wird. Abseits der Singleplayer-Geschicklichkeitslevels soll es eine Reihe neuer Partyspiele geben, für welche die Reihe ebenfalls bekannt ist.

Super Paper Mario (GCN)
‚Paper Mario‘ ist zurück – aber ganz anders, als erwartet: Der dritte Teil der Reihe ist nämlich kein Rollenspiel mehr sondern zumindest teilweise ein Jump’n’Run. Entwickelt von Intelligent Systems, die bereits bei den Vorgängern ihren schier unglaublichen Einfallsreichtum unter Beweis gestellt haben, soll ‚Super Paper Mario‘ Rollenspiel und Action, 2D und 3D miteinander vereinen. Auf dem GameCube steuert ihr im Herbst dieses Jahres Mario, Peach und Bowser durch acht abwechslungsreiche Welten und zeigt Bowser einmal mehr, wer der Herr im Haus ist.

Viva Piñata (Xbox 360)
Wir wollen ehrlich sein: Wir haben keine Ahnung, worum es in ‚Viva Piñata‘ eigentlich geht. Wir haben das Spiel live in Bewegung gesehen, wir haben uns Videos angeschaut, wir haben Pressemitteilungen gelesen, es uns erklären lassen. Nichts hat geholfen. Es gibt einen großen Garten, es gibt Tiere und ihr macht irgendwas mit denen. Was genau ihr macht und warum ihr überhaupt etwas macht – keine Ahnung. Aber es ist das einzige Spiel, das optisch aus Microsofts langweiligem Sci-Fi-Einheitsbrei deutlich hervorsticht, also ist es für uns interessant; zumal es von Rare kommt.

Yakuza (PS2)
Ob Sega jemals ein ‚Shenmue 3‘ entwickeln wird, steht in den Sternen, aber ‚Yakuza‘ kommt an die hochgelobte Serie schon sehr nah heran: Ihr spielt einen fiesen Gangster, der auf einem Rachefeldzug die Straßen Japans unsicher macht. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn die Spielwelt von ‚Yakuza‘ ist groß, weitgehend frei begehbar und strotz nur so vor Details. Der häufig gezogene Vergleich mit ‚GTA‘ passt zwar nicht ganz, weil das Stehlen von Autos beispielsweise nicht möglich ist, aber die Feinheiten und die Liebe zum Detail werden das wieder wettmachen. Nach Japan geht’s im Herbst.

TA Spring Interview (en)

Recently we had the chance to chat a bit with the makers of TA Spring – sure we’ll wont hide the results from our readers. Since i’m not a fan of long opening textpassages and fillwords, lets start:

Hello – thank you for giving us the opportunity to do an interview! Please introduce yourself to our readers.
SJ: I’m Stefan Johansson, 28 years, from Sweden, I wrote most of the original TASpring release together with Fnordia and Yeha – although I havent been that active lately.

Jcnossen: Jelmer Cnossen, 21, from the Netherlands. I’ve been active in the project since last summer. I wrote the first AI opponent, a spring unit model tool, and have done a lot of bugfixing and small improvements. Betalord and me do most of the windows releases these days.

Betalord: I am Tomaz Kunaver, 22 years old, currently a student of computer science here in Ljubljana (Slovenia). My part in Spring is to develop a multiplayer lobby system. I’ve been with the project for almost a year now.

What PC does an average gamer need to play TA Spring?
Jcnossen: A 2 GHz CPU and Radeon 9600 runs spring quite well. If you want shadows you need something better (GF 6800..). That’s just my own experience, people are running it with lower AFAIK.

To play legally, players will need a copy of the original Total Annihilation. What exactly does that mean?
SJ: The default mod, that TA Spring comes with at the moment, contains copyrighted material from Total Annihilation (although the amount of TA material is falling as people add more and more original content) so to be legal they already have to own that game. Some people are working on creating new mods from scratch that will be totally free from TA materials, but I dont think they are quite ready yet.

Sure it was a long way from the TA Demo Recorder to the actual game. Please tell us something about the development process.
SJ: Before we started on TA Spring, there we already had the 3D-demo recorder and what is usually referred to as oldspring, which is a RTS in a 19th century type enviroment that I had programmed. With combining these, we had a running version in about 2 months although we then spent another 8 months improving stuff before the initial release.

Spring looks a bit like Supreme Commander – have you been inspired by the game in any way?
SJ: As Supreme Commander isn’t released yet, it has not influenced us so much, although a few graphical features have been inspired partially by screenshots from it (scars, tracks, new water renderer).

The lobby client: is it important for the success of Spring or why else are more and more people playing?
Betalord: Of course the lobby client is important since it is the first touch that player has with Spring, also most of the time players will probably spend in lobby organizing their battles and chatting with others. But the main reason Spring got many new players in the last months is probably due to people spreading the word on various forums. Also, Spring has become much more mature over the last months, and that is what keeps new players attached.

Something that is missing is compatibility between Windows and Linux builts, how long will it take to solve this problem?
Jcnossen: We already came a long way from code with dependencies on windows types and functions everywhere, to the multiplatform code we are developing today. What remains is making sure that all different builds do the exact same calculations in the game simulation. This is tricky to get right and it will take a while, but someone is working on it.

Austria is strongly influenced by Germany, hows the gaming industry in Slovenia?
Betalord: Slovenia practically doesn’t have any gaming industry regarding game development, I believe there is only one serious company here that does game development. I am aware of some of the problems German players have for example with censorship (some games actually had to be adopted for German market), but there are no such laws here in Slovenia, also the fact that piracy rate here is almost twice as high as in Austria or Germany speaks for itself :)

As for the gaming scene, it is as strong as in pretty much any other country, although not even nearly as strong as in Germany or Sweden, which are countries with some of the largest gaming communities. For illustration, the largest LAN party held in Slovenia comprised of about 250 gamers, the largest one in Sweden had over 6000. Nevertheless, we are quite active in various international ladders such as ESL or Clanbase.

What are your future plans for TA Spring?
Jcnossen: Most of the contributors and users like to see a more general rts engine, one that can run a wide variety of rts types. This could be solved with better scripting support and different unit animation systems. But everyone has ideas, it all comes down to enough people willing to spend their time on developing spring.

That is another reason why linux support is very important. It brings a lot of programmers to the project.

Betalord: Regarding the multiplayer lobby, the plans for Windows lobby are to add skinning capabilities and puting up a ladder/tournament system and integrating it into the lobby (once Spring is ready for it). The most important goal right now though is to make a portable lobby client which could be used on non-windows systems as well. There are at least 2 such lobbies in development right now by Spring community.

Thanks for your time and don’t stop developing such a great game!

Jetzt ist vor allem der PC dran

Im zweiten Teil unserer kleinen Übersicht über die "wichtigsten" Spiele der E3 beschäftigen wir uns vor allem mit Titeln, die vorrangig für den PC entwickelt werden: Was bekommen die wenigen verbliebenen Konsolenverweigerer in den nächsten Monaten zu Gesicht? Hier erfahrt ihr es.

Command & Conquer 3: Tiberium Wars (PC)
Wir hätten es fast nicht mehr für möglich gehalten. Doch Kane und damit auch das klassische ’Command & Conquer’ sind zurück. Bekanntlich dreht sich in der Neuauflage alles um den schädlichen Einfluss des Tiberiums und NODs Pläne zur Unterwerfung der Menschheit. Das Geschehen spielt vor dem Hintergrund dreier verschiedener Zonen ab, die sich vor allem durch den Grad der Tiberium-Verschmutzung voneinander unterscheiden: Während blaue Zonen als unberührt gelten, weisen gelbe Gebiete erste Verseuchungsstadien auf und rote Areale gelten als vollkommen kontaminiert. Als schädliche Auswirkungen gelten demnach beispielsweise die Beeinflussung des Wetters; heftige Stürme und Gewitter können so entstehen. Für Wiedersehensfreuden werden mit Sicherheit die bekannten klassischen Einheiten in zeitgemäßer Optik wie Orcas oder die Mammut-Panzer sorgen. Der Release von ’Command & Conquer: Tiberium Wars’ ist für das Jahr 2007 geplant.

Crysis (PC)
Die preisgekrönten deutschen Entwickler von Crytek kehren im ersten Quartal 2007 mit ’Crysis’ auf den PC zurück. Ausgehend von einer Alien-Invasion der Erde kämpft sich der Spieler im neuen FPS zur Quelle der Bedrohung durch. Eine neue Engine, realistisch implementierte Elemente wie Rüstungen, Waffen, KI, eine dynamische reagierende Umwelt und eine ordentliche Physik-Engine werden uns versprochen. Die ersten Eindrücke von ’Crysis’ sprechen jedenfalls von der technischen Seite eine klare Sprache: Eine DirectX-10-High-End-Optik bis zum Abwinken. Ob das Spiel auch Spaß macht, werden in diesem Winter sehen.

Dark Messiah of Might & Magic (PC, evtl. PS3, Xbox 360)
Wer das ‘Might & Magic’-Universum gerne einmal etwas anders als sonst erleben möchte, der sollte sich ‘Dark Messiah of Might & Magic’ vormerken. Schnelle actiongeladene Kämpfe aus der First-Person-Perspektive hält das Spiel der ’Arx Fatalis’-Macher für den Spieler bereit. Trotzdem scheinen die Rollenspielaspekte in dem auf einer modifizierten Version der Source-Engine basierende Spiel deswegen nicht zu kurz zu kommen: Eine Charakterentwicklung und zugehörige Spezialangriffe sowie Quests untermauern das rasante Gameplay. Mit dabei wird außerdem ein kooperativer Multiplayer-Modus sein, von dem bis dato aber noch keine spielbare Version existiert.

Dungeon Runners (PC)
Mit dem zugegebenermaßen stark an ’World of WarCraft’ erinnernden ’Dungeon Runners’ will NCsoft an die Multiplayer-Tradition und die beliebte Sammelleidenschaft von Action-Rollenspielen anknüpfen. Jedoch nicht, ohne ein wenig auf die eigenen Erfahrungen aus ’Guild Wars’ verzichten zu wollen: So erkundet der Spieler entweder allein allerlei Dungeons und absolviert Quests oder trifft sich mit Gleichgesinnten an zentralen Orten, um gemeinsam zu Abenteuern aufzubrechen. Die namensgebenden Dungeons sollen zufällig generiert werden und hinsichtlich des Umfangs Gelegenheitshelden wie ausdauernden Abenteurern gleichermaßen Spielspaß bieten. Der Release von ’Dungeon Runners’ soll im zweiten Halbjahr 2006 erfolgen.

Enemy Territory: Quake Wars (PC, evtl. Konsole)
Nach dem eher Singleplayer-orientierten ‚Doom 3‘ kehrt id Software mit ‚Enemy Territory: Quake Wars‘ auf den Multiplayer-Markt zurück: Wieder einmal kämpft die fiesen Aliens Strogg gegen die Menschheit und ihr seid mittendrin. Auf der E3 stellte id eine der komplexen Missionen vor, die an den Assault-Modus aus ‚Unreal Tournament‘ erinnern sollen. Taktisch relevante Punkte müssen gehalten, Basen gebaut, Brücken repariert worden – und bei allem sind natürlich unterschiedliche Klassen gefragt. Besonders bemerkenswert: Im Gegensatz zu den engen ‚Doom 3‘-Levels gibt es hier echte Weite.

Medieval 2: Total War (PC)
Mit ‘Medieval 2: Total War’ erreicht die Echtzeit-Strategieserie nach dem letzten Ausflug in die griechische Antike wieder das Mittelalter und die frühe Neuzeit. In der Kampagne wird der Spieler damit beschäftigt sein, sein Reich zusammenzuhalten und zu erweitern. Als Mittel zum Zweck stehen Krieg, Diplomatie, Handel, Spionage und Religion zur Verfügung. Schauplätze von ’Medieval 2: Total War’ werden Europa, der Orient und das neu entdeckte Amerika sein. Burgen dienen der territorialen Machtsicherung und Städte entwickeln Technologien und stellen das finanzielle Rückgrad des Reichs dar. Auch mit Massenschlachten wird im Sequel wieder geworben. So sollen über 10.000 Einheiten über die Schlachtfelder kommandiert werden können.

Spore (PC, Konsolen, Handheld)
’Sims’-Vater Will Wright hielt Informationen zur nächsten Simulatios-Hoffnung ’Spore’ lange Zeit unter Verschluss. Zugrunde liegt nichts Geringeres als das Evolutionsprinzip: Der Spieler entwickelt seine Kreaturen beginnend von einer einfachen Mikrobe durch sechs Phasen hindurch bis hin zu sozialen, technikbenutzenden Wesen, die den Weltraum erforschen. Mit Hilfe eines ausgeklügelten Design-Tools soll sich jeder Aspekt in ’Spore’ steuern lassen: Das Erschaffen der Lebewesen, Gebäude, Fahrzeuge und sogar Terra-Forming. Als interessanter Spielaspekt dürfte sich wohl die Besiedlung der Heimat durch andere Spieler entwickeln. Anhand der Umweltbedingungen des Planeten wählt der Server die passenden Lebensformen anderer ’Spore’-Besitzer aus, worauf der Spieler diese in seine eigene Welt herunterladen kann und umgekehrt.

Star Trek: Legacy (PC, Xbox 360)
Der echte ‘Star Trek’-Nerd ist schon seit einiger Zeit elektrisiert, denn ein neues Spiel steht an: In ‘Star Trek: Legacy’ kommandiert ihr als Admiral eine Flotte von Förderationsschiffen in gewaltige Sternenschlachten in Echtzeit. Für die taktische Tiefe sorgt die dreidimensionale Ansicht des Schlachtfeldes. Mittels der Kommandopunkte, die aus siegreichen Schlachten winken, können Schiffe und Personal besser ausgestattet werden. ’Star Trek: Legacy’ spielt vor dem Hintergrund gleich dreier ’Star Trek’-Serien: ’Enterprise’, ’The Original Series’ und ’The Next Generation’. 60 Schiffe und vier spielbare Rassen (Förderation, Klingonen, Romulaner und Borg) repräsentieren das ’Star Trek’-Universum. Die Veröffentlichung ist für diesen Herbst geplant.

Tabula Rasa (PC)
Zwar ist Lord Britishs MMOG ‘Tabula Rasa’ schon seiner einer halben Ewigkeit in Entwicklung, doch richtig schlau, was daraus einmal werden sollte, wurde man lange Zeit nicht. Langsam kristallisiert sich nun heraus, was die Spieler erwartet: Ein schneller Science-Fiction Action-Shooter. Mit Hilfe eines gewaltigen Waffenarsenals und Charakter-Spezialfertigkeiten kämpft man sich vornehmlich in Teams durch die Missionen. Per Teleportationssystem bewegt man sich zwischen den Planeten und den dortigen Aufgaben. Ein integrierter Voice-Chat sorgt für eine reibungslose Kommunikation untereinander. Was eingeschworene Rollenspieler wohl abschrecken wird, kann weniger pedantische Zeitgenossen nur freuen: Charakter-Fertigkeiten können an entscheidenden Stellen der Entwicklung abgespeichert werden. Dies erlaubt auf Wunsch später eine Neuorientierung, ohne wieder ganz von vorne beginnen zu müssen.

Die meistbeachteten Spiele der Messe

Auf der E3 werden nicht nur neue Spiele der Öffentlichkeit und Presse vorgestellt, nein, es werden auch Hypes erschaffen – dass die später nur ganz selten erfüllt werden können, ist eine andere Sache. Aber ihr sollt natürlich dennoch wissen, über welche Spiele ihr in den nächsten Monaten am meisten hören werdet. Hier ist der erste Teil.

Assassin’s Creed (PC, PS3, Xbox 360)
Man nehme eine Portion ‚Splinter Cell‘, eine mindestens ebenso große Portion ‚Prince of Persia‘, vermenge es mit ein bisschen ‚God of War‘ und bekomme: ‚Assassin’s Creed‘. Das neue Spiel von Ubisoft Montreal lässt den Spieler die Kreuzzüge aus der Rolle eines mächtigen Attentäters erleben, der – lustigerweise – der andauernden Gewalt ein Ende setzen will. Lebendige Umgebungen, auf den Spieler reagierende Menschenmengen, Handlungsfreiheit und die im Grunde so noch nicht gekannte Kombination aus Stealth und Akrobatik sollen ‚Assassin’s Creed‘ auszeichnen, wenn es Anfang 2007 erscheint.

Eight Days (PS3)
Von ‚Eight Days‘ hat Sony zwar noch nicht mehr als ein vorgerendertes Video zu bieten, aber das reicht ja heute schon, um einen Hype zu kreieren. Sofern ‚Eight Days‘ überhaupt existiert und nicht im nächsten Jahr wieder verschwunden ist wie in diesem Jahr ‚Killzone‘ oder ‚Eyedentify‘, dann wird es wohl an ‚Driver‘ oder ‚GTA‘ erinnern, mit megacoolen Gangstern, actiongewaltigen Schießereien und packenden Verfolgungsfahrten – oder was man sonst so in Pressemitteilungen, auf der Rückseite der Verpackung oder in hochseriösen Reviews liest. Kommt für die PlayStation 3. Angeblich.

Final Fantasy (PS2, PS3, DS, Wii, Handy)
Kaum eine Spieleschmiede melkt ihre Marken besser als Square Enix, weshalb sich derzeit mindestens über ein halbes dutzend ‚Final Fantasy‘-Spiele in Entwicklung befinden. Im Mittelpunkt stehen dabei die beiden ‚Final Fantasy 13‘ für die PlayStaton 3, bei denen man sich zwar über genaue Features noch ausschwieg, aber immerhin die leitenden Entwickler nannte, was bei ‚Final Fantasy‘ wohl von großer Bedeutung ist. Also dann: ‚FF 13‘ wird von Motomu Toriyama entwickelt, der Teil VII, X und X-2 gemacht hat, ‚FF Versus 13‘ stammt von Tetsuya Nomura, der an V bis VIII und X beteiligt war. Wahnsinn!

Frontlines: Fuel of War (PC, PS3, Xbox 360)
Noch nicht genug von Krieg? Macht nichts, THQ und die Kaos Studios bringen mit ‚Frontline: Fuel of War‘ ein Spiel, das sich mit einer Energiekrise in der nahen Zukunft beschäftigt, die natürlich den dritten Weltkrieg auslöst, in dem zwei mächtige Koalitionen gegeneinander ins Feld ziehen. Der Kampf West gegen Ost wird nicht nur zu Fuß, sondern auch mit 60 verschiedenen Fahrzeugen ausgetragen, es gibt hochmoderne Waffen und so weiter und so fort. Erscheint im nächsten Jahr für PC, PlayStation 3 und Xbox 360 und sieht ein bisschen aus wie das ebenfalls bei THQ veröffentlichte ‚The Outfit‘.

Gears of War (Xbox 360)
Nachdem Epic auf ein ‚Unreal 3‘ erst einmal verzichtet, liegt es an ‚Gears of War‘ die Stärke der Unreal Engine 3 zu untermauern und das gelingt bisher auch recht gut: Sehr schöne Lichteffekt und vor allem natürlich detaillierte Charaktermodelle verwöhnen die Augen. Spielerisch scheint ‚Gears of War‘ allerdings ein ziemlich belangloser Third-Person-Shooter zu werden, desse einzige halbe Innovation darin besteht, dass sich der Spieler regelmäßig Deckung suchen muss, um nicht durchlöchert zu werden – und aus dieser Deckung heraus natürlich auch schießen kann. Kommt im Herbst exklusiv für Xbox 360.

Halo 3 (Xbox 360)
Wer auch nach dem für viele recht enttäuschenden ‚Halo 2‘ noch nicht genug vom Master Chief hat, der wird sich zweifellos freuen, dass der Held mit einem neuen Ego-Shooter im nächsten Jahr erstmals die Xbox 360 besuchen wird. Die Geschichte knüpft natürlich an die Ereignisse aus ‚Halo 2‘ an, so dass ihr auf der Erde gegen die Covenant kämpft, die etwas Wichtiges unter der Wüste Afrikas gefunden haben, das die Welt aus ihren Fugen heben könnte: Ein Artefakt der Forerunner, welche die gewaltigen Ring-Welten des ‚Halo‘-Universums vor vielen Jahren erschaffen haben.

Heavenly Sword (PS3)
‚Heavenly Sword‘ ist das bislang wohl bestaussehendste PS3-Spiel, setzt dabei aber leider auf ein etwas zu bewährtes Gameplay, das stark an Titel wie ‚God of War‘ erinnert: Ihr spielt eine junge Frau, die Rache an einem König und seinen Armeen nehmen will, die in ihr Land eingefallen sind. Logischerweise will sich ‚Heavenly Sword‘ inbsbesondere durch seine actionreichen Kämpfe auszeichnen, die sich gänzlich unterschiedlich spielen sollen, wenn ihr gegen einen oder ein dutzend Gegner kämpft. Das vielleicht Interessanteste an der ganzen Sache: Der feindliche König wird von Andy Serkis gespielt – bekannt als ‚Gollum‘.

Mass Effect (Xbox 360)
Auf eine neues ‚Star Wars: Knights of the Old Republic‘ müssen wir wohl noch lange warten, aber dafür gibt es ja von BioWare ‚Mass Effect‘: In dem Action-Rollenspiel erkundet ihr als einer der ersten Menschen die Galaxie und entdeckt dabei wie üblich eine tückische Bedrohung für die Menschheit. ‚Mass Effect‘ will wie für BioWare typisch die moralischen Fragen in den Vordergrund stellen; wirklich jede Handlung soll Auswirkungen auf das Leben aller Bewohner der Galaxie haben. Gekämpft wird in Gruppen in Echtzeit; erinnert an eine Mischung aus ‚KotOR‘ und ‚Jade Empire‘. Sehr viel versprechend.

Mercenaries 2: World in Flames (PS3, Xbox 360)
Was ‚GTA: San Andreas‘ für den Möchtegern-Gangster war, das war ‚Mercenaries‘ für den Hobby-Söldner. Mit dem zweiten Teil will Pandemic noch eine Schippe drauflegen und die Fehler des Vorläufers ausbessern: Angesiedelt in Venezuela soll das Spiel deutlich größere und erneut in weiten Teilen zerstörbare Umgebungen mit sich bringen, es wird einen Co-Op-Modus für die Kampagne geben und erstmals ist auch der Einsatz von Booten möglich, um den Seeweg zu erschließen – oder so ähnlich. Kommt für Next-Gen-Konsolen in ein paar Monaten und könnte nicht nur für Fans des ersten Teils ganz nett werden.

Metal Gear Solid 4 (PS3)
Wie von Konami und Kojima gewohnt, sollte man von ‚Metal Gear Solid‘ nichts glauben, bevor man es nicht selbst gespielt hat. Und selbst dann… ach, lassen wir das. Auf der E3 gab es von ‚Metal Gear Solid 4‘ jedenfalls mal wieder einen neuen Trailer zu sehen, der den Selbstmord des depressiven Opa-Solid-Snake zeigte. Der Rest war Schweigen. ‚Metal Gear Solid 4‘ wäre uns daher eigentlich gar keine Erwähnung wert, wenn da nicht die einfach atemberaubende Grafik wäre: Was das Spiel in Echtzeit an Details bietet, ist einfach unbeschreiblich. So muss Next-Gen aussehen.

Resistance: Fall of Man (PS3)
Wenn die PlayStation 2 überhaupt eine Schwäche hatte, dann war es im Shooter-Genre. Die PlayStation 3 soll diesen Fehler nicht wiederholen und so wird zum Launch wohl ‚Resistance: Fall of Man‘ in den Läden stehen, das von ‚Ratchet & Clank‘-Entwickler Insomniac kommt. Als einsamer US-Soldat im Kampf gegen eine Alienrasse liegt das Schicksal der Welt einmal mehr in euren Händen. Das ungewöhnliche Setting, welches euch unter anderem im Europa der 50er-Jahre gegen Aliens antreten lässt, sowie zahlreiche Multiplayer-Modi sollen ‚Resistance‘ zu etwas Besonderem machen.

Super Smash Bros. Brawl (Wii)
Pit, Zero Suit Samus, Meta-Knight, Wario und Solid Snake – das sind nur einige der neuen Charaktere die ‚Super Smash Bros. Brawl‘ enthalten wird. Nintendo konnte Masahiro Sakurai, den Erfinder der Serie, dazu bewegen, höchstpersönlich noch einmal Hand anzulegen und das soll sich im nächsten Jahr auf dem Wii auszahlen. Im Gegensatz zu allen anderen bisher angekündigten Wii-Spielen wird ‚Smash Bros. Brawl‘ allerdings keine direkt Verwendung von dem neuen Controller machen; gesteuert wird per Classic- oder GameCube-Pad. Weitere Infos wird es erst auf der Tokyo Game Show im September geben.

Too Human (Xbox 360)
Schon seit Ewigkeiten arbeitet Silicon Knights an ‚Too Human‘ und obwohl es im Herbst für die Xbox 360 erscheinen soll, ist noch immer recht wenig über das Action-Rollenspiel bekannt. Trotz Unreal Engine 3 sieht ‚Too Human‘ leider noch nicht besonders gut aus, hat aber durchaus Potential: Ihr spielt nämlich keinen langweiligen Ritter oder Soldaten, sondern den kybernetischen Gott Baldur, den ihr bis ins kleinste Detail verändern könnt. Davon abgesehen hob man das Kampfsystem hervor, das Nah- und Fernkampf vereinen sowie ungewöhnlich große Gegnerzahlen mit sich bringen soll.

Zelda x 2 (GCN, Wii, DS)
Weil ‚The Legend of Zelda‘ eigentlich immer das Gleiche ist, handeln wir die beiden neuen Spiele ganz bequem in einem Absatz ab: Das schon in den beiden Vorjahren präsentierte ‚Twilight Princess‘ soll zum Launch des Wii erscheinen und ausgiebig Verwendung von den Fähigkeiten des Controllers machen, so dass ihr etwa Pfeile durch Zurückziehen des Pads abschießen könnt. ‚The Phantom Hourglass‘ wird auf dem DS wiederum den Touchscreen nutzen, mit dem ihr etwa die Flugbahn des Bumerangs vorgeben könnt. Davon abgesehen bleibt laut Nintendo fast alles beim Alten.

Gratisgames mit Klasse

Viele von euch haben sicher schon unseren Artikel über Spiele für wenig Kröten (siehe Links) gelesen und die letzten Kröten für einen der dort erwähnten Klassiker ausgegeben. Mafia durchgespielt, Kasse leer und immer noch hungrig auf PC-Spiele? Auch wenn ihr komplett pleite seid, braucht ihr nur einen Internetanschluss und die Fähigkeit des Lesens, um an kostenlose Spiele zu kommen, die oft besser sind als so mancher Bezahltitel. Heute möchte ich euch eine Hand voll kostenloser Spiele vorstellen, die sich vor Vergleichen mit den ganz Großen Neuerscheinungen nicht immer verstecken müssen. Um die Titel downloaden zu können, klickt bitte einfach auf die Überschriften. Sie führen euch immer direkt zu einer Downloadmöglichkeit.

<a href="http://www.rtsoft.com/dink/download.htm" target="_blank">Dink Smallwood [RPG, 16MB]</a>

Für die RPG-Fans unter euch ist der erste vorgestellte Titel einen Blick wert. Dink Smallwood von Robinson Technologies erinnert auf den ersten Blick ein wenig an Zelda. Aus isometrischer Perspektive lenkt ihr den kleinen Dink durch eine Welt voller Gefahren, Überaschungen und Humor. Seit 1997 existiert Dink bereits und das bedeutet natürlich auch, dass die Grafik schon etwas betagt ist. Macht aber nur wenig, denn die Story ist für ein Rollenspiel ziemlich ungewöhnlich. Dink Smallwood ist von den Dialogen her ziemlich stark an Southpark angelehnt und versorgt euch somit mit reichlich derbem Humor, der schon für sich alleine einen Download wert ist.

Das Spiel ist bereits sechs Jahre alt, doch durch die Möglichkeit, eigene Mods, die sogenannten DMODS, zu erstellen hat sich eine riesige Community gebildet, die auch jetzt noch höchst aktiv ist. Hunderte Mods warten darauf, von euch gespielt zu werden und sind oft unterschiedlich wie Tag und Nacht. Sollte der absolut unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ihr nichts findet, was euch gefällt, macht euch einfach einen eigenen Mod mit dem inkludiertem Editor.

<a href="http://www.stormregion.com/index.php?sid=bcddd532ad25b925a318eb02150990d0&activeMenuID=swine&activeProjectID=103" target="_blank">S.W.I.N.E. [RTS, 716 MB]</a>

Dieses Spiel ist das Erstlingswerk der Macher von Codename: Panzers und daher auch sehr stark ähnlich zu den beiden Weltkriegs-Strategiespielen. Die Story ist allerdings völlig anders. Hier ein kleiner Auszug:

Am dritten August überschreitet die Nationalarmee der Schweine die Grenze des Rübenlandes und macht es innerhalb von zwei Wochen dem Erdboden gleich. Der Rest der Hasenverbände muss nun zu einer List greifen…

Ihr kämpft in S.W.I.N.E. nicht gegen Menschen sondern gegen Hasen oder Schweine. Zwei umfangreiche Kampagnen warten darauf, von euch durchgespielt zu werden und sind hin und wieder auch mit ein paar netten Cutscenes hinterlegt. Für jeden, der mit Panzers etwas anfangen konnte, aber ein wenig Humor vermisste, ist dieses Spiel die perfekte Wahl. Auch wenn der Titel bereits fünf Jahre alt ist, sieht die Grafik immer noch alles andere als angestaubt aus und lässt den Freeware-Gamer bisweilen staunen. Da das Spiel schon seit geraumer Zeit kostenlos angeboten wird, ist auch die Multiplayerlobby immer mit potentiellen Gegnern bestückt.

<a href="http://taspring.clan-sy.com/" target="_blank">TA Spring [RTS, 31 MB]</a>

Kennt ihr Total Annihilation noch? Im Jahre 1997 wurde es veröffentlicht und läutete eine neue Ära der Echtzeit-Strategiespiele ein. Als erstes Strategiespiel der Welt verwendete Total Annihilation eine brauchbrare 3D-Engine und berechnete zum Beispiel auch Geschoßflugbahnen nach der Newtonschen Physik. Zusätzlich war die Story, um es harmlos zu formulieren, reichlich abgefahren – es ging um einen Krieg, der bereits seit 4000 Jahren tobt. Viele Spieler sind bis heute noch der Meinung, dass das Spiel, das TA toppt, erst noch erfunden werden muss. Das liegt vermutlich an den fast unüberschaubaren Möglichkeiten des Spiels, die durch die riesigen Mengen an verschiedenen Gebäuden und Einheiten entsteht.

Wie der aufmerksame Leser sicher bemerkt hat, ist TA bereits in die Jahre gekommen und vor allem der Multiplayersupport war nicht immer perfekt. Ein kleines Team hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, das Spiel in zwei wesentlichen Faktoren zu verbessern. Erstens in Sachen Grafik und zweitens beim Multiplayersupport. Dies alles geschieht auf Basis der Spring-Engine, die unter der GNU GPL als Freeware veröffentlicht wurde. Auch bei diesem Titel gibt es eine große Community, die den potentiellen Spieler mit Mods und neuen Maps geradezu überschwemmt. Bevor euch TA Spring langweilig wird, können Monate vergehen. Es gibt nur ein Argument, diesen Titel nicht herunterzuladen: Ihr hasst Spiele oder ihr besitzt das Original nicht. Aufgrund der Tatsache, dass sehr viel Content aus dem Original übernommen wurde, wird der Besitz desselben vorausgesetzt. Ein echter Stratege hat damit aber auf keinen Fall ein Problem – für ihn ist Total Annihilation vermutlich ähnlich wie die Bibel für den Papst.

<a href="http://www.rockstargames.com/classics/" target="_blank">GTA, GTA2 [Action, ~350MB]</a>

Wer kennt es nicht? Eines der weltweit meistverkauften Spiele ist schon seit geraumer Zeit kostenlos zu haben. Die Rede ist von Grand Theft Auto – und zwar von Teil eins und zwei. Das Prinzip hat sich nie großartig geändert und das Gameplay ist ebenfalls, bis auf einige Neuerungen, ident zum dritten Teil, der momentan noch in diversen Läden zu kaufen ist. Fahrt in Städten herum, erledigt Aufträge und seid dabei rücksichtslos und böse! Kurz gesagt: Wenn ihr auf die grafische Komponente und die diversen technischen Gimmicks vom dritten Teil verzichten könnt, gibt’s das selbe auch kostenlos zum Download. Übrigens ist auch die Multiplayeroption einen Versuch wert.

<a href="http://www.soldat.pl/main.php" target="_blank">Soldat [Shooter, 11,3MB]</a>

Stellt euch eine Kombination von Half Life Deathmatch und Worms vor und ihr wisst in etwa, wie sich Soldat spielt. Eine 2D-Umgebung von der Seite gesehen ist euer Spielplatz, auf dem sich auch meistens eine Menge anderer Mitspieler tummeln und euch ihre neuen Spielsachen vorführen wollen, die meistens bestens geeignet sind, blutige Massaker anzurichten. Soldat spielt sich rasant und macht, bedingt durch die gut gefüllten Multiplayerserver, mörderisch Spaß. Euer Kämpfer ist mit Triebwerken in den Schuhsohlen ausgestattet und kann sich von der Kettensäge bis zur Minigun bewaffnen, um seinen Gegnern das Fürchten zu lehren. Ein perfektes Spiel für etwas Nervenkitzel zwischendurch. Bedingt durch die Grafik des Spiels, die stark an das alte Worms erinnert, läuft es zudem auf nahezu jedem Rechner, der im Umlauf ist. Solltet ihr, so wie ich, zum Dauerspieler mutieren, steht es euch offen, dem Entwickler zu unterstützen. Für die lächerliche Summe von neun Euro bekommt ihr ein paar zusätzliche Features und, wie diskret angemerkt wird, motiviert den Programmierer, Michal Marcinkowski (der übrigens nicht Gott ist, sondern ihm nur ähnlich sieht, wie man in den FAQ nachlesen kann), weiter zu machen

<a href="http://enemy-territory.4players.de/" target="_blank">RTCW: Enemy Territory [Shooter, ~260MB] – by burning</a>

Viele von euch dürften den in Deutschland indizierten Shooter Return to Castle Wolfenstein kennen. War Enemy Territory ursprünglich noch als Add-On gedacht, wurde der Multiplayer-Part dann doch kostenlos veröffentlicht und kann online oder im LAN gespielt werden. Teile des Quellcodes wurden mittlerweile schon freigegeben und haben einige erstklassige Mods ermöglicht.
Wie in vielen vergleichbaren Spielen geht es auch in diesem 2. Weltkriegsszenario um Teams, Fahnen, Kämpferklassen, Erfahrungspunkte und feindliche Stellungen. Vielleicht nicht sonderlich innovativ, dafür aber kostenlos und <a href="http://www.pro-linux.de/spiele/enemyterritory.html/" target="_blank">selbst unter Linux spielbar.</a> Weniger gesellige Persönlichkeiten könnten zudem Gefallen an der Bot-Erweiterung <a href="http://fritzbot.bots-united.com/" target="_blank">FritzBot</a> finden.

<a href="http://www.massive.se/NewsArticle.asp?id=1065" target="_blank">Ground Control [RTS, 467MB]</a>

Es war, laut vielen Spielejournalisten, eines der ersten spielbaren RTS mit frei beweglicher Kamera – der Ordnung halber sei hier noch Homeworld erwähnt. Was damals als so revolutionär gesehen wurde, gehört heute bereits zum guten Ton eines Strategiespiels. Doch welchen Grund gibt es dann, Ground Control einem aktuellen Titel vorzuziehen? Die Antwort ist einfach: Es ist kostenlos und die Art, wie die Story erzählt wird, ist packend und motiviert. Nachdem ein Atomkrieg die Erde verwüstet hat, liegt die Zukunft der Menschheit in der Kolonisation neuer Planeten. Zwei Fraktionen kämpfen hierbei um die Vorherrschaft auf den neuen Kolonien. Während ihr euch durch insgesamt 30 abwechslungsreiche Missionen kämpft, werdet ihr bemerken, dass auch taktisches Denken durchaus sinnvoll ist, da nicht einfach alle Verluste durch Nachproduzieren ausgeglichen werden können und das Spiel erfahrene Einheiten belohnt. Ihr seht, reinschnuppern zahlt sich aus – sofern ihr die Geduld habt, den übermäßig langwierigen Downloadprozess durchzustehen.

Wie ihr seht, gibt es auch ohne große Investitionen eine ganze Menge Spielspaß zu holen – man muss nur wissen, wo. In diesem Sinne wünscht euch das Rebell.at-Team viel Spaß beim Gratiszocken. Vielleicht wisst auch ihr, wo es kostenlosen Spielspaß gibt? Lasst es uns im <a href="http://forum.rebell.at/" target="_blank">Forum</a> wissen oder schreibt eine Mail an redaktion_at_rebell.at.

Microsoft, der Einäugige unter Blinden …

Unter Blinden ist der Einäugige König, sagt man. Und auch wenn es gegenüber Sony und Nintendo ein wenig unfair klingt, so lässt sich diese Weisheit doch hervorragend auf die E3 in diesem Jahr übertragen. Denn wo Sony Kreativität und Nintendo Spiele vermissen ließ, trug Microsoft ordentlich auf – zwar auch fast nur mit mäßig inspirierten Sequels, aber die können sich wahrlich sehen lassen.

Vieles wie erwartet
Von Microsoft könne man nicht viel erwarten, hieß es häufig im Vorfeld der Messe: Die Xbox 360 sei immerhin schon erhältlich und beinahe alle geplanten Exklusivtiteln seien schon lange bekannt. Nun, ganz falsch war diese Einschätzung nicht, aber wer konnte denn schon ahnen, dass sich sowohl Sony als auch Nintendo nicht gerade mit Ruhm bekleckern würden?

So zeigte Microsoft dann wirklich die Spiele, von denen wir alle schon in den letzten Wochen, wenn nicht gar vor Monaten bereits gehört haben: Das immer noch sehr hirnlos wirkende, aber hervorragend aussehende ‚Gears of War‘, den zumindest optisch nicht ganz so beeindruckenden Ego-Shooter ‚Shadowrun‘ von FASA, einen Nachfolger des Rennspiels ‚Forza Motorsport‘ sowie selbstverständlich ‚Fable 2‘ und ‚Halo 3‘, deren Qualität man bislang aber noch nicht ernsthaft einschätzen kann. Die beiden letztgenannten werden wir ohnehin nicht vor dem nächsten Jahr in die Konsole bekommen.

GTA mal pünktlich
Remedys ‚Alan Wake‘, das ebenfalls exklusiv für PC und Xbox 360 erscheinen wird, war gleichermaßen in Videoform zu sehen und dann kam eine kleine Überraschung: Rockstars ‚GTA 4‘ wird zeitgleich für die Xbox 360 und PlayStation 3 in den Handel gelangen – die vorherigen ‚GTAs‘ waren allesamt zunächst für Sonys Konsole erschienen. Auch eine Umsetzung für den PC ist noch möglich, aber wohl zu einem späteren Zeitpunkt. Späterer Zeitpunkt, das heißt vermutlich 2008. Denn ‚GTA 4‘ wird nicht etwa in diesem Herbst für die Xbox 360 auf den Markt kommen, sondern erst im Oktober 2007. Ohne Frage eine nette Ankündigung für Xbox-Fans, zumal es via Xbox Live exklusiv regelmäßig Nachschub geben soll, aber doch noch sehr lange hin.

Arcade und anderer Kleinkram
Doch nicht nur neue Vollpreisspiele wollte Microsoft im Zuge seine Press Briefings ankündigen, sondern auch die schon lang ersehnte Erweiterung von Xbox Live Arcade: In den kommenden Wochen und Monaten sollen Klassiker wie ‚Frogger‘, ‚Galaga‘, ‚Sonic the Hedgehog‘, ‚Dig Dug‘ und ‚Pac-Man‘ zum kostenpflichtigen Download bereit gestellt werden.

Des Weiteren stellte Microsoft – wie erwartet – Windows Vista als neue Spieleplattform vor. Cryteks optisch alles überragende ‚Crysis‘ war zu sehen, auch ‚Shadowrun‘ wird, wie bereits berichtet, für Windows Vista auf den Markt kommen. Verbindungen zwischen Windows Vista und Xbox Live sollen möglich sein, für letzteres befinden sich zudem echte episodische Inhalte in Kooperation mit Unterhaltungsunternehmen wie Fox und Disney in Planung. Was genau man sich darunter vorstellen darf, blieb aber noch unklar.

We have a winner
Um wieder zum Anfang zurückzukommen: Seine Einäugigkeit verdankt Microsoft drei wichtigen Marken: ‚Halo‘, ‚GTA‘ und ‚Fable‘, die ohne jede Frage für einen Großteil der Kunden der Kaufgrund schlechthin für eine neue Konsole sind – und ‚Alan Wake‘ könnte die Spieler mit etwas gehobeneren Ansprüchen zufriedenstellen. Dabei sollte man allerdings nicht aus den Augen verlieren, dass die Mehrheit von Microsofts First-Party-Spielen vergleichbar mit Sony keinen überragenden Eindruck hinterließ: Die Entwickler von ‚Shadowrun‘, ‚Crackdown‘ oder ‚Too Human‘ scheinen jedenfalls noch einiges an Arbeit vor sich zu haben.

Des Weiteren sieht das Line-Up für das diesjährige Weihnachtsgeschäft, in dem ja immerhin mit PlayStation 3 und Wii die beiden großen Konkurrenten auf den Markt kommen werden, recht dürftig aus: Abgesehen von ‚Gears of War‘ kann man vermutlich bei noch keinem Exklusivtitel sicher von einem Release im Herbst ausgehen. Dennoch hat Microsoft unter Beweis gestellt, dass man es mit der Xbox 360 wirklich ernst meint – wieviel man Rockstar beispielsweise für den exklusiven ‚GTA 4‘-Download-Content gezahlt hat, will ich lieber gar nicht wissen. Aber es tut sich etwas in Sachen Xbox 360 und das kann jedem Spieler nicht zuletzt angesichts des stolzen PS3-Preises eigentlich nur recht sein.

Wii are not impressed!

E3, Tag 2: Für Nintendo versammelten sich die interessierten Fachbesucher einmal mehr im altehrwürdigen Kodak Theatre, wo Reggie & Friends mit Innovationen gegen die Technikschlacht von Sony und Microsoft ankämpfen wollten.

Wii im Einsatz
„Change is good“ – unter diesem Motto stand Nintendos E3 Press Briefing in diesem Jahr. Dabei ging es natürlich vor allem um die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Wii-Controllers, der in aller Ausführlichkeit vorgestellt wurde. Und die sind tatsächlich enorm vielfältig: Tennis, Golf, Bogenschießen, Schwerter schwingen… Nintendo gab sich reichlich Mühe, zu vermitteln, warum man sich für diesen ungewöhnlichen Controller entschieden hat und wo die Vorzüge liegen. Die in jeder Präsentation sehr intuitiv wirkende Steuerung hinterließ dann auch einen sehr guten Eindruck, doch davon abgesehen blieb Wii hinter den Erwartungen zurück.

Der Grund dafür? Das erstaunlich – oder vielmehr: enttäuschend – dünne Spieleaufgebot, das Nintendo während seines Press Briefings zeigte. Abgesehen von ‚The Legend of Zelda: Twilight Princess‘, das zum Launch des Wii (aber auch weiterhin für GameCube) erscheinen soll, zeigte man nur ein paar kurze Ausschnitte des Jump’n’Runs ‚Super Mario Galaxy‘, des Ego-Shooters ‚Metroid Prime 3‘ sowie Videos von drei neuen Nintendo-Franchises. Im Gegensatz zu Sony war das Gezeigte zwar ohne Frage alles In-Game-Material, aber ein echter Eindruck war kaum möglich. ‚Excite Truck‘ etwa sah wie ein ganz gewöhnliches Rennspiel aus, bei dem die Fahrzeuge eben durch das Drehen des Controllers gelenkt werden, ‚Project H.A.M.M.E.R.‘ wie ein 08/15-Hack’n’Slay, das den Controller zum Schlagen der Gegner verwendet. Es war zwar schön zu sehen, dass Nintendo eben doch mehr kann als ‚Mario‘ und ‚Zelda‘, ein bisschen mehr hätte es aber schon sein dürfen.

Red Steel, mal wieder
Wie es um den Third-Party-Support bestellt ist, ließ Nintendo ebenfalls noch offen: Spielbares gab es nur von Ubisofts Shooter ‚Red Steel‘ zu sehen, das bereits vor einigen Wochen enthüllt worden war. Ein neues ‚Final Fantasy: Crystal Chronicles‘ befindet sich in Entwicklung, EA arbeitet an einer eigenen Wii-Version von ‚Madden 07‘, Activision bringt ‚Tony Hawk‘ – das wussten wir alles schon. Überraschungen blieben aus. Beruhigen konnte man aber die Spieler, die befürchteten, dass Wii-Spiele durch die Bank hässlich aussehen würden. ‚Super Mario Galaxy‘ wirkte erfreulich bunt und farbenfroh, ‚Red Steel‘ punktete mit schönen Lichteffekten, nur ‚Metroid Prime 3‘ sah für mich genauso aus wie der GameCube-Vorgänger.

Online? Geheim!
Erstaunlich wenig sprach Nintendo auch über die Virtual Console, über die NES-, SNES- und N64-Spiele zum Download angeboten werden sollen. Mehrmals betonte man (nicht nur in diesem Zusammenhang) die Konzentration auf den Massenmarkt, aber konkrete Beispiele blieben aus. Auch zum Launch und Preis des Wii wollte Nintendo noch keine genauen Angaben machen, im 4. Quartal 2006 könne man aber spielen, hieß es. Ob das auch für Europa gilt, bleibt abzuwarten.

Wer sich Hoffnungen darauf gemacht hatte, Nintendo habe noch mehr Geheimnisse rund um die Konsole für die E3 aufgehoben, sah sich getäuscht: Die einzige nennenswerte Enthüllung war, dass der Contoller einen eingebauten Lautsprecher enthält, mit dem etwa das Abschießen von Pfeilen akustisch verdeutlicht werden soll. Details zu den Onlineplänen behielt Nintendo hingegen für sich, es hieß lediglich, die Konsole solle 24 Stunden am Tag erreichbar sein – also auch, wenn sie eigentlich ausgeschaltet ist. So könnten zum Beispiel Freunde die eigene ‚Animal Crossing‘-Stadt auch dann besuchen, wenn man selbst gar nicht spielt. Klingt ziemlich unsinnig: Der GameCube blieb komplett offline, der Wii soll dafür nun rund um die Uhr online sein?

DS: Stark wie immer
Überraschend kurz beschäftigte sich Nintendo mit seinem DS: Der DS Lite solle bald in Nordamerika erscheinen, hieß es, aber einen konkreten Termin blieb man auch hier schuldig. Dafür konnte sich das Line-Up im Vergleich zum Wii doch sehr sehen lassen: ‚The Legend of Zelda: The Phantom Hourglass‘, ‚Yoshi’s Island 2‘, ‚Diddy Kong Racing‘, ein neues ‚Star Fox‘, ‚Final Fantasy III‘, ‚Mario vs. Donkey Kong 2‘, und, und, und. Insgesamt sollen in diesem Jahr noch über 100 Spiele für den DS auf den Markt kommen – eine starke Zahl.

Die interessanteste Demonstration kam zum Schluss: Der von uns geradezu verehrte Reggie, Shigeru Miyamoto, Satoru Iwata sowie ein „Fan“ spielten auf der Bühne Tennis, ein Teil des Spiels ‚Wii Sports‘, das zum Launch der Konsole erhältlich sein wird. Ob Aufschlag, Vorhand oder Rückhand: Sämtliche Schläge werden mit dem Wii-Controller nachgestellt, was sehr dynamisch und realitätsnah wirkt, aber auch entsprechend Platz benötigt und zweifellos anstrengt. Wie gut das in einem kleinen Wohnzimmer vor dem Fernseher funktioniert, muss sich noch herausstellen – ein spannender Versuch ist es jedoch allemal.

Das Fazit
So einfallsreich und innovativ der Wii-Controller und seine Einsatzmöglichkeiten auch sind, so gut das DS Line-Up auch in diesem Jahr war: Nintendo hat den ganz großen Schritt in die richtige Richtung, den ganz großen Schlag gegen Sony verpasst. Das lag seltsamerweise aber eben nicht an der vergleichsweise schwachen Hardware, sondern an den Spielen; das Gezeigte war einfach ein bisschen zu dünn, um wirklich vom Hocker reißen zu können. So könnte Microsoft als der große Gewinner der Press Briefings nach Hause gehen. Wer hätte das vor ein paar Tagen gedacht?

E3-Konferenz 2006

Hier ein ungeschnittener Verlauf meiner Eindrücke von der Nintendo Pre-E3-Pressekonferenz 2006.

18:37: Die Show beginnt. Miyamoto dirigiert mit dem Controller eine virtuelle Konzerthalle zum Sound von Zelda. Nintendo hat gewonnen. ;) Gleich darauf wird ein Autorennspiel angespielt, danach gibt es erste Szenen zu Red Steel. Es zeigt sich schon jetzt, dass bei DIESER Präsentation die Spiele im Mittelpunkt stehen.
18:39: Miyamoto hält den Kontroller in die Höhe. Auftritt von Reggie Fils-Aime: "If all you want is next generation, you’re in the wrong place."; "Playing is no longer just about looks, it’s about feel"; "For Nintendo [the next gen] is about playing".
18:41: Ein Wii Commercial wird gespielt. Er erinnert an den letztjährigen Werbespot. Menschen spielen gemeinsam vor dem Fernseher. Ein neues Super Mario wird im Commercial gezeigt – es sieht toll aus.

18:44: Ein neues Metroid Prime ist dran – der Spieler in der Werbung springt in seiner Wohnung umher. Übertrieben oder tatsächlich wichtig für das Spiel?
Einige Minigames und ein Baseballspiel folgen als Nächstes.
18:45: Red Steel macht kurz neugierig, doch dann kommt Zelda. Keine Worte notwendig? Doch. Es sieht großartig aus.
18:46: Der Trailer ist vorbei und der NDS wird gezeigt. Er dient als Beispiel, dass Nintendo mit außergewöhnlichen Konzepten Erfolg hat. Auf der E3 werden nicht alle Geheimnisse zum Wii gelüftet. Reggie: "Kennt ihr jemanden, der nie ein Buch las oder ferngesehen hat? Zweite Frage: Und kennt ihr Leute, vielleicht sogar in eurer Familie, die nie Spiele gespielt haben? – Wenn Spiele Massenmedien sein wollen, muss sich das ändern."

18:49: Warum ist der Wii so anders? – Nintendo hat ihn entworfen um Dinge nicht nur anders sondern besser zu machen. Reggie wirft "anderen Firmen" vor, immer dasselbe "ein bisschen besser" zu machen. Das könne auf Dauer nicht funktionieren. Er betont, dass man diese Woche fühlen wird, wie Nintendo die Games verändern wird. Im letzten Quartal 2006 wird der Wii erscheinen.
Was kostet er? Kein genauer Preis ist zu hören. Billiger als die anderen soll er sein. Und was ist mit dem Namen? – Reggie dankt scherzhaft "allen beiden Menschen", die gute Dinge über Wii schreiben, als sie ihn das erste Mal hörten. Aber Veränderung sei gut. Wieder wird das Wir-Gefühl betont. Die Menschen hätten sich an viele große Namen gewöhnen müssen. Google und iPod (oder IBM, ich konnte es nicht genau hören) werden als Beispiele genannt…
18:52: Welche Spiele gibt es? Ein Trailer zeigt Ausschnitte von Metroid Prime 3, Dragonball, Dragon Quest Swords, Day of Disaster, Fire Emblem, Sponge Bob, ein Racer von THQ dessen Namen ich nicht erkennen kann, Super Mario Galaxy (!), Gundam, Tony Hawks Downhill, Xenosaga (?), Necro Nesia, Excite Truck, Elebits, Red Steel, Rayman, ein Golf-Spiel, Sonic Wheel, Project H.A.M.M.E.R., ein Reitspiel, One Piece, Madden, Final Fantasy Crystal Chronicles, Zelda…

18:54: Zelda rückt in den Mittelpunkt. Es ist das schönste und beste Spiel das Big N je gemacht hat, so Reggie, und wird ein Launchtitel sein! Zwei Nintendo-Mitarbeiter spielen Twilight Princess am Wii. Ein Tutorial zeigt einige Möglichkeiten.
Überraschung: Ein Lautsprecher ist im Wii um dem allem ein besseres Gefühl zu geben! Man hört den Pfeil in Zelda wenn er abgefeuert wird. Jubel – daraufhin die Bemerkung, dass TP viele Rätsel haben wird.
19:00: Der kleine Controller hat einen eigenen Bewegungssensor der in Zelda massiv eingesetzt wird, um zum Beispiel einen Pfeilbogen zu imitieren.
19:03: Reggie ist wieder da und erklärt, dass Zelda auch am GC läuft. Es erscheint eine eigene Version. Sie wird ebenso wie die Wii-Version am Wii-Launchtag in den Läden stehen. Er stellt wieder Spiele vor: Metroid Prime 3 und Super Mario Galaxy. Alte Serien seien wichtig, doch auch neue werden ausgearbeitet. 3 frühe Previewversionen werden gezeigt:
Excite Truck, ein Rennspiel in dem man den Kontroller wie ein Lenkrad nutzt. Project H.A.M.M.E.R., ein Hack & Slay Action Adventure. Desaster: Day of Crisis. Eine großartig aussehende Szene aus einem Katastrophenszenario wird gezeigt. Der Spieler kämpft wohl ums Überleben bei einer gigantischen Naturkatastrophe. Ob das Spielgrafik ist, bleibt unerwähnt.

19:06: Der 3rd-Party Support wird angesprochen. Es soll viel davon geben. Hyper Sonic wird unter Applaus gezeigt, Final Fantasy: Crystal Chronicles, Madden, Tony Hawks, Rayman und Spongebob folgen. "Nintendo nimmt Altbekanntes und erfindet es neu." Es gibt heute keine Zahl zu Launchspielen. Ab morgen gibt es 27 spielbare und mehr als Video auf der E3 zu sehen. Keines von der Virtual Console wird dabei sein.
19:08: Red Steel wird von zwei Mitarbeitern von Ubisoft Paris gezeigt. Es handelt in Japan. Der Spieler hat mit Feuer- und Nahkampfwaffen zu tun. Wieder sind BEIDE Controller wichtig. Es sieht sehr schick aus, sofern ich das mit der Qualität des Streams sagen kann. Ein hoher grafischer Detailgrad mit Real Time Physics wird gezeigt. Mir scheint ich höre ein positiv überraschtes Publikum. Aber es steht fest: Der Wii ist zumindest ganz sicher kein hässliches Entlein. Eine gute KI, die Feinde an sich selbst denken lässt, und temporeiche Action werden für RS versprochen.

19:15: Reggie geht zum NDS über und begrüßt George Harrison von Nintendo America: "Nintendo wird alles für alle besser machen".
Einige statistische Daten werden genannt: 16 Mio. verkaufte NDS in den ersten 18 Monaten, 6 Mio. Nintendogs exemplare, 1.3 Mio. Benutzer des Wi-fi Services, über 40 Mio. Spielsessions dort. Brainage – 5 Mio. verkaufte Exemplrae in Japan und in den ersten 3 Wochen über 120.000 in den USA (mehr als in Japan). Der Lite kommt in wenigen Wochen nach Amerika. Yoshi, Starfox, Diddy Kong und Final Fantasy 3 kommen – Applaus im Publikum. Tony Hawks Downhill wird mit Echtzeit Voicechat und Onlinemodus ausgestattet. 100 neue Spiele für den NDS bis zum Ende des Jahres! Mario Hoops 3 on 3, Star Fox DS, New Super Mario Bros., Elite Beat Agents, Yoshis Island 2, Pokemon Mystery Dungeon, Diddy Kong Racing, Zelda: Phantom Hourglass, Big Brain Academy, Mario vs. Donkey Kong werden kurz gezeigt…

19:25. Satoru Iwata wird unter großen Jubel begrüßt. Zwei neue Gruppen werden in Angriff genommen: die, die das Interesse am Spielen irgendwann verloren haben und die, die nie spielten. Aber "Core gamers always represent our most important audience." – Ein Bekenntnis das mich doch erleichtert und ich höre es gerne. Wie wird die mit dem NDS begonnene Strategie beim Wii fortgesetzt? Der Kontroller ist komfortabel, und die Virtual Console bedient auch mit kleinen Spielen. Iwata verzögert die Antwort. Er spielt seit langem und immer noch gerne. Seit man den NDS einfach auf und zu klappen kann zum Pausieren und Weiterspielen, ist das lange Warten mit der Ladezeit vorbei. Sogar Gamer finden solche Dinge frustrierend, was denkt da erst der Nichtspieler? Die Virtual Console ist am Wii in Sekunden geladen. Er schweift noch einmal kurz zur Hardware ab: WiiConnect24 funktioniert immer mit wenig Energie und ermöglicht, dass die Konsole permanent mit dem Internet verbunden ist – das Gerät wird zum virtuellen Postkasten, ein akustisch etwas schwer verständliches Beispiel wie sich das auf Spiele auswirkt, wird anhand von Animal Crossing gebracht. Die Networking Software ist in der Hardware integriert, die Entwickler müssen nichts selbst entwickeln und können darauf jederzeit zugreifen. "What we are inventing, is a system that is new every day".

Wie man Spieler erreichen will, die nie spielten? Controller und Virtual Console sind eine Sache, aber entscheidend ist Software, die diese Gruppe spielen will. Etwas wo Hardcore und Nichtspieler sich zusammen versuchen können. WiiSports ist ein solcher Titel und wird beim Launch erhältlich sein. Es beinhaltet niedliche Tennis-, Golf- und Baseball-Games. Spiele sollen Familiensache, die Mauern zwischen Spielern und Nichtspielern entfernt werden. Jeden Tag für jeden etwas Neues, das ist Nintendos Antwort (auf die Frage, wie man die beiden neuen Schichten erreichen will).

19:34. Reggie kündigt einen Spieler an, der auf die Bühne darf, weil er bei einer Verlosung gewonnen hat. Er wird der erste Spieler zu sein, der am Wii spielen darf. Miyamoto kommt und beginnt Tennis zu spielen. Leider bricht mein Stream hier ab. In einem sehr positiv gesinnten Chat wird noch von einem spaßigen Tennisspiel von Reggie, Miyamoto, Iwata und dem glücklichen Spieler gesprochen. Dannach ist die Konferenz vorbei. Mein Gedanke: Schlecht für Microsoft, dass die jetzt erst kommen.

<li><a href="http://forum.rebell.at/viewtopic.php?t=3855" target="_blank">Zur Rebell-Forendiskussion</a></li>

Pathologic

Irgendwo in einer weit, weit entfernten Fantasiewelt – nein ohne Orks, Feen, Magier und dergleichen – grassiert eine furchtbare Seuche. Ein Heilmittel scheint zwar gefunden zu sein, jedoch kann es nicht in der benötigten Menge hergestellt werden. Chaos herrscht, jeder lebt in ständiger Angst davor, infiziert zu werden. Wem kann man noch trauen? Wer ist schon infiziert? Und was zum Teufel ist meine Aufgabe in diesem Spiel überhaupt?

Mit diesen drei Fragen im Hinterkopf beginnt eure Rundreise in einem mysteriösen, verschlafenen kleinen Nest. Wie ihr die Geschichte erlebt hängt vom gewählten Charakter ab. Am Anfang stehen euch zwei zur Auswahl, den bzw. die dritten Person könnt ihr erst anwählen, wenn ihr das Spiel mit einem der ersten Charaktere schon einmal durchgespielt habt.

Nur: Wer will das schon? Pathologic spielt sich einfach nicht rund. Es hackt an allen Ecken und Enden. Die Geschichte will packend und geheimnisvoll sein, die Atmosphäre soll beklemmend sein. Doch was von diesem durchaus gut gemeinten Vorhaben übrig bleibt ist ernüchternd. Beklemmend ist höchstens die Tatsache, dass sich das komplette Spiel in langweiligen Braun- und Rottönen präsentiert. Darüber hinaus wurde die Stadt so dermaßen eckig modelliert, dass ich mich glatt an einen der früheren Tomb Raider-Teile erinnert fühlte. Aus derselben Zeit könnten übrigens auch die Texturen stammen. Sie sind zwar hoch aufgelöst, aber von der Motivwahl her einfach zu grob.

Nun ist Grafik ja beileibe nicht alles, schließlich zeichnet sich ein gutes Adventure mit Rollenspielanleihen auch durch eine möglichst hohe Bewegungsfreiheit und eine durchdachte Hintergrundgeschichte aus. Doch auch hier hapert es in allen Bereichen. Die Hauptcharaktere faseln durchweg so dermaßen verworren daher, dass man sich ständig fragt, wo genau es jetzt weiter geht und was einem die Informationen bringen sollen. Auch die spielerische Freiheit ist stark eingeschnitten. Es können nur die wenigsten Häuser besucht werden. Die meiste Zeit ist man aber sowieso damit beschäftigt, sich durch die Gassen der einzelnen Viertel zu bewegen, um von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Stets trifft man dabei übrigens auf dieselben Charaktere. Für mehr als die vier bis fünf Standard-NPC-Modelle hat es dann im Endeffekt wohl doch nicht gereicht.

Jetzt könnte man leicht zu dem Rückschluss kommen, dass es sich bei Pathologic um ein lieblos zusammengeschustertes Machwerk übelster Sorte handelt. Eben dies ist allerdings nur bedingt der Fall, denn im Vergleich zu anderen Spielspaßdesastern ist zumindest das Szenario bei Pathologic stimmig. So muss man, um die Infektion im eigenen Körper aufhalten zu können, in regelmäßigen Abständen mehr oder weniger hilfreiche Medikamente zu sich nehmen. Rüstungen und dergleichen wurden nicht einfach plump 1:1 aus anderen Rollenspielen übernommen, sondern durch verschiedene Arten von Schutzkleidung ersetzt.

Von diesen kleinen aber feinen Details einmal abgesehen, trumpft Pathologic noch mit ein paar weiteren Lichtblicken auf. Die Übersetzung der Texte ist durchaus stimmig und weitestgehend fehlerfrei. Leider wurden die gesprochenen Texte nur in den Zwischensequenzen vertont, im Spiel selbst erwarten einen meist nur deutsche Bildschirmtexte. Auch bietet die Handlung hier und da ein paar spannende und unvorhersehbare Wendungen.

Innovationen oder zumindest ein paar Ansätze darf der geneigte Spieler sogar auch noch erblicken. So sind die Bürger in Pathologic ein durchaus pazifistisches Völkchen und verabscheuen jegliche Art von Gewalt. Solltet ihr dennoch einmal zur Waffe greifen hat dies negative Konsequenzen auf euer Image. Worte sind also die weitaus bessere Möglichkeit sich durch Pathologic zu knobeln. Leider wird hierbei wieder viel, zu viel gesprochen. Ein wenig mehr Action hätte dem Spielprinzip da schon gut getan.

Ein Rollenspiel-Adventure-Mix ohne Orks, Feen oder Magier ist eine Seltenheit am PC, leider beschränken sich die positiven Aspekte bei Pathologic< eben genau auf diesen einen Punkt. Klar, das Szenario ist in sich stimmig und auch ein paar durchaus einfallsreiche Ideen darf der Spieler erblicken, doch der große Rest ist selbst vom Mittelmaß noch ein gutes Stückchen entfernt, weswegen hier wirklich nur ganz, ganz verzweifelte Endzeit-Fetischisten zugreifen sollten.

Würde man Pathologic nur anhand seines Handbuches bewerten, die 8 vorm Komma würde stehen wie eine Eins: die Texte passen zur Handlung des Spiels, die Erklärung der einzelnen Spielelemente und Gegenstände fällt für heutige Verhältnisse erstaunlich gut aus und auch sonst finden sich nur hier und da einige Dreher im Text wieder. Leider ist das Handbuch aber nur in schwarz-weiß gehalten.

Tja, so ähnlich ergeht es dann auch dem Spiel. Interessante Ansätze, stimmiges Szenario, doch der Rest ist so gut gelungen wie die Handbuchinnenseiten farbig sind. Andauernd läuft man durch die Gegend, klickt sich durch nichts sagende Gespräche, begegnet stehts denselben Charakteren und zählt die Ecken der Spielwelt.

Kurz: Die Umsetzung der durchaus lobenswerten Ideen ist einfach ernüchternd. Warum sich die Entwickler nicht mehr Mühe gegeben haben, ein Rätsel. Vielleicht mangelte es am Können, vielleicht hatten die Entwickler nach der Konzeptionsphase keinen Bock mehr. Wer weiß das schon? Bei dem Ergebnis könnte gut beides zutreffen.

Fakten zur PS3: Sony startet wie erwartet

Als erster der drei Konsolenhersteller ließ sich Sony am Montag Nachmittag in Los Angeles von den anwesenden Journalisten feiern, stellte die PlayStation 3, mehrere Spiele sowie den natürlich vollkommen innovativen Controller vor. Und auch zum Preis der Konsole machte Sony Angaben.

Launch und Preis
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis: Die PlayStation 3 wird am 17. November 2006 in Europa erscheinen – und zwar in zwei Varianten: Mit einer 20 Gigabyte großen Festplatte für 499 Euro und mit einer 60 Gigabyte großen Festplatte für 599 Euro. Der Launch in Nordamerika erfolgt zeitgleich mit Europa, Japan ist ein paar Tage eher dran. Damit kostet die PlayStation 3 zum Launch mindestens 200 Euro mehr als die Xbox 360 bei ihrem Launch im November letzten Jahres. Der Preis entspricht ungefähr den Erwartungen, wobei der Unterschied von 100 Euro allein mit 40 Gigabyte mehr Speicherplatz eigentlich kaum begründet sein kann. [Nachtrag: Die billigere Version wird laut Sony zudem kein integriertes WLAN sowie keinen HDMI-Ausgang haben.] Zu den Spielepreise äußerte sich Sony noch nicht; von einem 70-Euro-UVP kann aber fast ausgegangen werden.

Konkurrenz für Nintendo
Die zweite Erkenntnis: Nintendo ist mit seinem innovativen Controller nicht mehr allein. Auch Sonys neuer Controller wird einen Motionsensor enthalten, der anhand des Actionspiel ‚Warhawk‘ demonstriert wurde. Durch Kippen und Drehen des Gamepads soll in diesem Fall eine direktere Steuerung möglich sein. Des Weiteren bekommt der Controller zwei analoge Schulterbuttons spendiert, die vor allem in Rennspielen zum Gasgeben und Bremsen von Bedeutung sind. Das im Vorjahr präsentierte Redesign, das gerne als Bumerang beschrieben wurde, hat Sony übrigens wieder fallengelassen – der PlayStation-3-Controller sieht im Grunde genauso aus wie sein PS2-Pendant. (Aufgrund des Motionsensors wird der Controller jedoch nicht mehr vibrieren können.) Ein zweifellos geschickter Zug, um Nintendo ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen und die PlayStation-Fangemeinde nicht zu verschrecken.

Konkurrenz für Microsoft
Punkt drei auf Sonys Tagesordnung: Das Onlineangebot. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, ließ man durchblicken, dass die PlayStation 3 im Prinzip genau das gleiche bieten wird wie Microsofts Xbox 360 mit Xbox Live: Friendslisten, Chats, eine virtuelle Community – und, ja, auch die von uns verhassten Microtransactions wird es geben, um etwa neue Songs für das Karaokespiel ‚SingStar‘ herunterladen zu können. Angesichts des hohen Preises der Konsole und des wahrscheinlich ebenfalls hohen Preises der Spiele ein bisschen fragwürdig… aber Kunden werden sich sicher finden. Entertainment-Inhalte wie Filme wurden gleichermaßen angekündigt.
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Die Spiele…<br />
In Sachen Spiele sah es dann schon durchwachsener aus: Das im Vorjahr groß angekündigte ‚Killzone‘ für die PlayStation 3 ließ sich ebensowenig blicken wie ‚Devil May Cry 4‘, ‚Resident Evil 5‘ oder ‚Eyedentify‘. Während es sich bei Letzterem wohl wirklich nur um eine Tech-Demo gehandelt hat, will man sich ‚Devil May Cry 4‘ und ‚Resident Evil 5‘ wohl für die Tokyo Game Show im Spätsommer aufsparen. Ein bisschen schade, denn die stattdessen vorgestellten Titel machten nicht alle einen guten Eindruck: ‚Gran Turismo HD‘, das zeitnah zum Launch der PS3 auf den Markt kommen soll, sah nicht nur im Vergleich zu einem ‚Project Gotham Racing 3‘ eher schwach aus, während das hoch gehandelte ‚Heavenly Sword‘ optisch einen guten Eindruck machte, spielerisch aber nach einem reinen ‚God of War‘-Klon aussah.

Das mit Abstand unsinnigste Feature stellte Sony bei seinem neuen ‚Formel 1‘-Spiel vor: Verbindet man einen PSP mit der PlayStation 3, kann man sich auf dem Handheld einen Rückspiegel anzeigen lassen. Warum der nicht einfach auf dem PS3-Bild einblendbar ist und ob wirklich jemand mit einem PSP auf dem Schoß PS3 spielt und dabei ständig nach unten guckt, wird wohl Sonys Geheimnis bleiben. Ohnehin wirkten die meisten Spiele reichlich uninspiriert; als große Neuheiten wurden ein ‚Driver‘-ähnlicher Titel sowie ein „männliches ‚Tomb Raider’“ von Naughty Dog präsentiert. Was von dem gezeigten Material Gameplay und was vorberechnete Videos waren, lässt sich sowieso wieder nur mutmaßen: Einiges sah einfach zu gut aus, um echt zu sein, anderes ließe sich technisch machen, wirkte aber zu geskriptet, um das tatsächliche Gameplay widerspiegeln zu können.

Immerhin kann sich Sony naturgemäß über eine breite Unterstützung von Publishern und Entwicklern freuen: EA kündigte beispielsweise ‚Need for Speed: Carbon‘ an, anhand von ‚Tiger Woods‘ zeigte man erstaunlich gute Gesichtsanimationen und auch das erst vor wenigen Tagen angekündigte ‚Army of Two‘ wirkte in einem Video recht beachtlich.

PSP gab es auch noch
Zu Beginn der Pressekonferenz, fast schon als Randnotiz, ging Sony übrigens auch auf den PSP ein. Wie schon so oft in der Vergangenheit war das aber in Sachen Spiele eine Enttäuschung: Abgesehen von der Ankündigung einer ‚Greatest Hits‘-Reihe, in die nur Titel aufgenommen werden sollen, die mindestens 250.000 Exemplare verkauft haben, gab es nichts Nennenswertes zu berichten. Stattdessen deutete man die (später bei ‚Formel 1‘ gezeigte) Connectivity mit der PS3 an und verwies auf anstehende Firmware-Upgrades und Erweiterungen, die RSS-Feed, Kamera und GPS mit sich bringen sollen. Von einer neuen PSP-Version, über die vor einigen Wochen spekuliert worden war, war jedoch nichts zu sehen.

Ein erstes Fazit
Alles in Allem entsprach Sonys Pressekonferenz den Erwartungen: Die PlayStation 3 stand im Mittelpunkt des Geschehens, allerdings nicht so sehr wegen ihrer Spiele, sondern vor allem wegen ihrer Technik. Dass die Onlinefähigkeiten nur knapp angerissen wurden, überraschte ein wenig, aber vielleicht stimmen ja die Behauptungen, dass Sony selbst noch gar nicht so genau weiß, was man damit eigentlich erreichen will. Dass die Mehrheit der Spiele nicht zu beeindrucken verstand, ist bedauerlich, aber keine echte Überraschung – und dass der hohe Preis schon jetzt bestätigt wurde, zeugt von Sonys Selbstbewusstsein. Um das Gezeigte in seinem vollen Umfang einschätzen zu können, müssen wir uns ohnehin gedulden, bis Microsoft und Nintendo ihr Pulver verschossen haben. Wir halten euch auf dem Laufenden.

John Cooper kehrt zurück.

Wenn man mich fragen würde, was denn für mich der beste Echtzeit-Taktiktitel sei, dann wäre ohne langes Zögern ‚Desperados‘ die Antwort. Das ist nämlich nicht nur ein Bier-Mix-Getränk und eine Dortmunder Ultra-Vereinigung, sondern auch ein im Jahre 2001 erschienenes PC-Spiel von Spellbound, welches das aus ‚Commandos‘ bekannte Gameplay verfeinerte und in den Wilden Westen übertrug. Mit ‚Robin Hood‘ und ‚Chicago 1930‘ versuchte Spellbound in den folgenden Jahren an den Erfolg des Original anzuknüpfen, was aber nicht so recht gelang – weshalb jetzt ‚Desperados 2‘ in den Läden steht.

Coopers Rückkehr
Das Spielprinzip des Vorgängers ist dabei im Wesentlichen erhalten geblieben: Ihr steuert bis zu sechs Charaktere durch recht weitläufige Umgebungen wie etwa eine Stadt, eine Festung oder einen Canyon. Es gilt, verschiedene Missionen zu erfüllen; beispielsweise einen Gefangenen zu befreien oder auch einen bestimmten Gegner aus dem Verkehr zu ziehen. Klingt simpel, ist es aber nicht. Denn zum einen wimmelt es in den Levels nur so von schießwütigen Widersachern, zum anderen segnet ein Charakter schon nach zwei, drei Treffern das Zeitliche – und dann ist die ganze Mission gelaufen, da jeder am Ende überleben muss.

Also ist bedachtes, taktisches Vorgehen gefragt und da kommt es euch zu Gute, dass jede der sechs Figuren über besondere Fähigkeiten verfügt. Hauptcharakter John Cooper ist ein Revolverheld wie er im Buche steht, Kate O’Hara, das einzige weibliche Mitglied der Gruppe, kann Männer mit einem kleinen Flirt ablenken und betäuben, der Doc wirft „Schlafbomben“, Sanchez stellt Fallen und so weiter und so fort. Mit dem Indianer Hawkeye gibt es sogar einen ganz neuen Charakter, was an der guten Balance der Figuren untereinander aber nichts ändert: Alle Spezialfähigkeiten werden irgendwann mal gebraucht und ohne Nachdenken vor dem Handeln geht taktisch schon mal gar nichts.

Wer sucht, der findet
Auch die verschiedenen Umgebungen sind Spellbound sehr schön gelungen. ‚Desperados 2‘ vermittelt echtes Western-Feeling und der faire Levelaufbau zwingt bzw. verleitet euch nur ganz, ganz selten zu offenen, unkontrollierten Schusswechseln. Mit ein wenig Geduld findet sich für fast jeden Gegner ein Weg, ihn zu umgehen oder lautlos und unauffällig zu beseitigen. Leider orientiert sich die künstliche Intelligenz allerdings ein bisschen zu sehr an albernen Western-Filmen. So kann es schonmal vorkommen, dass euch ein Gegner nach dem anderen vor die Flinte läuft, weil sie die Bedrohung stellenweise selbst dann nicht wahrnehmen, wenn bereits ein halbes dutzend Kollegen an dieser Stelle ausgeschaltet wurden. Wozu also noch ruhig und bedacht agieren, wenn es gar nicht nötig ist?

Oh weh, 3D
Das größte Problem von ‚Desperedos 2‘ ist jedoch ein anderes: Die 3D-Grafik und die damit verbundenen „Innovationen“. In der aus dem Vorgänger bekannten isometrischen Ansicht, schlagt ihr euch lange mit der problematischen Kamera herum, was das Spielen mitunter zur Qual macht, weil ihr Gegner überseht oder die Kamera nicht schnell genug in den richtigen Winkel drehen könnt, um den Überblick zu behalten.

Noch schlimmer ist, dass es als Alternative zur isometrischen Ansicht nun eine Schulterperspektive gibt, welche euch die Charaktere wie in einem Stealth-Shooter steuern lässt – nur erreicht ‚Desperados 2‘ mit diesem „Bonus-Feature“ logischerweise nicht die Qualität eines ‚Splinter Cell‘, es macht das Spiel damit sogar eher kaputt. Denn im Prinzip könnt ihr häufig mit einem einzigen Helden durch das Level rennen, einen Gegner nach dem anderen auf’s Kreuz legen und dann die anderen nachholen. Taktisches Vorgehen? Zeitverschwendung! Jetzt könnte man natürlich sagen, man müsse die Schulterperspektive ja nicht benutzen, wenn man das nicht wolle. Völlig richtig. Aber mal ehrlich: Wenn es die Möglichkeit gibt, dann verwendet man sie auch. Und wenn es nur dazu ist, um an einer einzigen schwierigen Stelle vorbeizukommen.

Zu viele Schwächen
Ich könnte noch viel mehr Negatives über ‚Desperados 2‘ schreiben; dass das Budget offenbar nicht für echte Zwischensequenzen sondern nur für miese Standbilder ausgereicht hat, dass vor allem das Sichtkegel-System inkonsequent und veraltet ist, dass es einige Bugs hat… Aber das würde dem Spiel nicht gerecht werden, dann es hat auch die bereits erwähnten guten Seiten. Die Sache ist einfach, dass Spellbound im Grunde nur eine große Neuerung für ‚Desperados 2‘ entwickelt hat: 3D-Grafik. Und genau die funktioniert eben nicht so, wie man es sich vielleicht vorgestellt und gewünscht hat. Kann das Spiel dennoch Spaß machen? Ja, zweifellos: Wenn man auf die Schulterperspektive verzichtet, sich an die Kamera gewöhnen und über eine schwache KI hinwegsehen kann, dann ist ‚Desperados 2‘ nicht so viel schlechter als sein Vorgänger. Aber eine Enttäuschung ist es allemal.

Mehr Einstein für alle!

Die werten Kollegen von Working-Title haben kürzlich einen Artikel mit Hinblick (<a href="http://www.working-title.de/artikel.php?artikel_id=87&page=1" target=“_blank“>hier zu finden</a>) auf die kommenden Physikbeschleuniger von AGEIA veröffentlicht. Ihem Urteil gehen wir im Folgendenen auf die Spur.

Natalie Maertens schreibt in ihrem Artikel "Das Spiel mit der Physik" folgendes Fazit: "Die Einsatzmöglichkeiten von Physik sind begrenzt und ein Spiel nur um ein paar Physikeffekte herumzubauen, dürfte unmöglich sein. Und so mag auch ein PhysX zwar hübschere Explosionen hervorbringen, bei einer realistischeren Darstellung von Nebel und Rauch mitwirken – aber zu einer Verbesserung der Spiele, zu neuen Möglichkeiten wird es nicht führen. ‚Oblivion‘ oder ‚GTA‘ zeigen, was virtuellen Welten Tiefe und Glaubwürdigkeit verleiht. Physik zählt nicht dazu."

Ich bin geneigt – ohne es böse zu meinen – ganz einfach "Falsch!" zu schreien. Die gute Frau Maertens sitzt einer zu engen Sichtweise auf. Die Physik ist für Spielwelten keineswegs nur eine nette Spielerei. Es ist viel mehr neben der KI einer der vielleicht letzten großen Bereiche in Spielen, die noch deutlich verbessert werden können und müssen.

Half-Life 2 mit seiner Phys-Gun, die fast alles in den Levels aufheben und realistisch umherschießen konnte, war doch nur ein kleiner, nahezu belangloser Ansatz für das, was wir in Zukunft noch erwarten dürfen. Gerade die positiven Beispiele, die meine Kollegin nennt, zeigen kurioserweise, was Spielen von heute noch abgeht. Und das ist in einem Wort "Interaktivität", die nunmal mit bisherigen Methoden nicht so einfach zu erreichen ist. Wie cool könnten die Welten von GTA noch werden, wenn man nicht nur ein paar Autos verschrotten und Passanten verdreschen könnte, sondern mit einem Sattelschlepper ganze Gebäude umreissen könnte? Heute endet die Reise von weltrettenden Helden und städtebeherrschenden Gangstern oft noch an simplen Holzzäunen, wenn die Entwickler nicht mühsam ein paar Planken mit eigenen Scripts versehen haben.

Zu behaupten, die Physik als Grundlage unseres täglichen Lebens würde nicht zur Verbesserung der Glaubwürdigkeit von Spielwelten beitragen, stößt bei mir auf Verwunderung. Tun zu können, was uns gerade einfällt, ist eine der größten Freuden die wir in Spielen erleben. Niemand kann mir erklären, er würde es nicht genießen, wenn man in Strategiespielen gegnerische Festungen mit mächtigen Steinschlägen vom nahestehenden Berg auslöschen könnte. Und bin ich der Einzige, dem bei der Vorstellung, dass virtuelles Wasser nicht nur toll aussehen, sondern sich auch realistisch verhalten könnte, ganze MMORPG-Konzepte einfallen, die darauf aufbauen?

Die Physik wird überall an Bedeutung gewinnen. Bei neuen Adventure-Rätseln, bei interaktiven Welten und der taktische Nutzung der Umwelt in Strategiespielen, Simulationen, MMORPGs, Sportspielen oder Shootern bis hin zu den kleinen Feinheiten realistischer Explosionen oder beschneite Berge hinabrollender Schneebrocken. Wenn der Minimalismus aus den Köpfen der Entwickler sich erstmal den großen, neuen Möglichkeiten geöffnet hat dürfen wir uns daran erfreuen. Und angesichts der breiten Unterstützung AGEIAs und anderer Konzepte durch Projekte wie der Unreal Engine 3 bis hin zu <a href="http://www.stokedrider.com" target="_blank">Stoked Rider</a>, ist das bereits absehbar.

Insgesamt lautet die Frage nicht, OB wir künftig mehr Physik in Spielwelten brauchen. Es würde von Kleingeist zeugen, sich darüber Gedanken zu machen. Entscheidend ist, WIE wir diese Verbesserung erreichen. Das kann zum Beispiel über Multicore-CPUs, Zusatz-Chips auf Grafikkarten oder eben eigene Physikkarten geschehen. Eigentlich ist völlig egal was sich durchsetzt. Niemand wird uns diese Leistungen schenken – die Spieler müssen zahlen. Aber dabei wie viel er zu zahlen bereit ist, müssen sich die Hersteller immer orientieren. Kein Grund zur Panik also. AGEIA ist einer der Pioniere auf diesem Hardwaregebiet. Als solcher kann man zerschmetternd scheitern oder famos triumphieren. Die Idee an sich hat längst gewonnen. Freuen wir uns auf das Neue.

<li>Link: <a href="http://forum.rebell.at/viewtopic.php?t=3839" target="_blank">Umfrage & Diskussion (keine Registrierung notwendig)</a></li>