Machen wir es französisch

In diesem Jahr können sich MMORPG-Begeisterte wahrlich nicht beklagen. Mehrere Titel befinden sich gerade in der Entwicklung oder stehen kurz vor der Veröffentlichung. Wurde der Markt bisher hauptsächlich von US-Titeln beherrscht, steht nun mit ‚The Saga of Ryzom‘ ein europäischer Vertreter in den Startlöchern. Mit welchen Innovationen sich ‚Ryzom‘ von der wachsenden Konkurrenz abheben will, könnt ihr in unserem Preview erfahren.

Das französische Entwickler-Studio Nevrax lässt die Spieler beim Science-Fantasy-MMORPG ‚Ryzom‘ am Schicksal der auf dem Planeten Atys lebenden Homins teilhaben. Vier durchgängig menschenähnliche Völker der Homins versuchen, in einer fernen Zukunft nach den großen Kitin-Kriegen, den grünen Planeten wieder lebenswert zu machen: die Zorais im Dschungel, die Matis in den Wäldern, in den Wüsten die Fyros und die Tryker siedeln in den See-Ländern Atys.

Die Beziehungen zwischen den Homins und der Fauna und Flora sind wichtig, wie sich später noch zeigen wird. Die obligatorische mystische Energie, von der besonders Titel mit Fantasy-Hintergrund leben, wird in ‚Ryzom‘ durch die so genannten Prime Roots repräsentiert. Dabei handelt es sich um weit verzweigte Labyrinthe, die den gesamten Planeten durchziehen und Energie – Mana heißt hier Sap – spenden. Man vermutet, dass viele der ungewöhnlichen Geschöpfe und Gewächse ihre Fähigkeiten aus den Prime Roots beziehen.

In einem sind die Homins der Menschheit ziemlich ähnlich: Alles was fremd ist, ist verdächtig und gehört ausgelöscht. Als Angehörige der Fyros auf ein Nest der Kitins stießen, lösten sie mit ihrer unüberlegten Handlung einen Konflikt aus, der sich zu den großen Kitin-Kriegen entwickelte. Das gewohnte Leben auf Atys gehörte erst einmal der Vergangenheit an und hätten die geheimnisvollen Kamis und Karavan nicht in den Konflikt eingegriffen, wäre es mit dem schönen Leben auf Atys wohl vorbei gewesen. Die besagten Wesen kümmern sich in der Gegenwart, als eine Art ‚Blauhelme‘ in einer UN-Friedensmission, um die Neuverteilung der Gebiete unter den Völkern und überwachen seitdem den Neuanfang.

Die erste Hürde: Der Start

Je nachdem, für welches Volk ihr euch entscheidet, geht es nach der Charaktererstellung auch schon ins spezifische Neulingsgebiet und das Abenteuer kann beginnen.

Dabei habt ihr euch auch schon grob auf eine Richtung festgelegt, in die sich euer Charakter entwickeln soll: Aus drei Starterpaketen – Kampf, Magie oder Handwerk – könnt ihr die richtige Mischung zusammenstellen, womit euch auch gleich die ersten Fertigkeiten zur Verfügung stehen.

Sah die Startphase zum Zeitpunkt der vorangegangenen Beta-Version vor allem für Neulinge noch ziemlich verworren und kompliziert aus, so wurden mit der aktuellen dritten Phase des Beta-Tests viele Starthilfen eingebaut: Ein spezieller Newbie-Welcomer-NPC gibt am Anfang Antwort auf die brennendsten Fragen: Wo bin ich hier? Wie funktionieren die grundlegenden Dinge Bewegung, Kampf, Magie, Quests (temporär entfernt), Handwerk sowie die Charakterentwicklung? Außerdem kann jetzt bei Fragen jederzeit in einem Online-FAQ nachgeblättert werden.

Ansonsten findet sich in den Startgebieten alles Nötige zur Grundversorgung, daneben werden Gebiete für die ersten Trainingsrunden geboten. Händler verkaufen die gängige Heldengrundausstattung wie Waffen und Rüstung, des Weiteren stehen Trainer für jede Klasse bereit. Fertig ausgerüstet geht es dann auch schon an die Erkundung der Umgebung.

Zum Zeitpunkt des Previews stand in der vorliegenden Beta-3 lediglich das Gebiet der Fyros zur Verfügung. Über den grafischen Eindruck der anderen Gebiete konnte so noch kein Eindruck gewonnen werden. So präsentiert sich die Wüstenlandschaft erwartungsgemäß karg und die Botanik ist spärlich. Städte und Siedlungen – Oasen in der Einöde – könnten grafisch abwechslungsreicher und anspruchsvoller sein. Außer Soundeffekten und Atmosphärenklängen ist es in der Beta-Version noch ziemlich still, da noch keine Hintergrundmusik implementiert wurde.

Umstellung ist angesagt

‚Ryzom‘ hält sich in einigen Punkten nicht an gängige RPG-Vorgaben, was eine erhebliche Umstellung, wie auch ein Umdenken, erfordert. Das beginnt zum Beispiel schon bei den so gewohnten Begriffen Levels oder Charakter-Stufe. Ihr werdet bei eurem Charakter – wie auch bei anderen Spieler-Charakteren – keine Angabe über den Level des Avatars finden. Dafür geben vom Trainer verliehene Titel in den jeweiligen Grundspezialisierungen über die Stärke und Erfahrung des Charakters Aufschluss. Bei eurem Charakter selbst könnt ihr anhand der jeweiligen Stufen eurer Fertigkeiten (Kampf, Magie, Verteidigung, Handwerk, Rohstoffgewinnung) auf euer ‚Level‘ schließen. An dieser Neuerung könnten sich möglicherweise einige Spieler stören, obwohl diese für das Spiel an sich keine negative Auswirkung hat.

Erfreulicherweise verzweifelt man nicht am durchgängig gut gelösten Gameplay. Aktionen sind einfach über Rechtsklicks oder mittels Doppelklick zu starten, ebenso werden die wichtigsten Menüs mit wenigen Klicks oder Hotkeys erreicht. Des Weiteren erleichtern Tool-Tipps oder das Hilfe-Glossar das Leben.

Krieger und Handwerker: die Lehrjahre

Das Leben der Charaktere auf Atys ist in zwei große Abschnitte gegliedert: Von eurer Geburt bis zur 20. Fertigkeitsstufe stehen euch Skills in fünf unterschiedlichen Zweigen zur Verfügung: Kampf, Magie, Verteidigung, Handwerk und Rohstoffgewinnung. Erfahrung gewinnt man hier nicht in Form von Erfahrungspunkten, sondern mit erfolgreich ausgeführten Aktionen. Hat man erst einmal genug Erfahrung, zum Beispiel durch erfolgreiche Kämpfe oder beim Extrahieren von Rohstoffen, gesammelt, winken als Belohnung Skill-Punkte, die bei den örtlichen Trainern gegen neue Aktionen oder Attributssteigerungen eingetauscht werden können.

Im späteren Spielverlauf eröffnen sich dem Charakter erweiterte Möglichkeiten zur zusätzlichen Verfeinerung und Spezialisierung.

Eine Innovation stellt auch das modulare Aktionssystem dar, bei dem ihr euch nach eigenen Vorlieben Kampf-Styles, Zauber und Handwerkstechniken basteln könnt. Habt ihr erst einmal einige neue Fertigkeiten bei den jeweiligen Trainern erworben, so könnt ihr diesen Skill sozusagen in seine Einzelteile (Stanzas und Bricks) zerlegen und damit neue Skills mit veränderten Effekten kreieren. Damit kann vor allem der typischen Gleichheit der Rollenspiel-Charaktere in den Berufen bzw. Klassen vorgebeugt werden; Differenzierung ist hier möglich.

Auch die Bastler unter euch kommen im umfangreichen Handwerkssystem nicht zu kurz. Am Anfang eines jeden hergestellten Gegenstandes steht das Sammeln (oder Kaufen) von Ressourcen. An bestimmten Stellen tauchen so genannte Ressourcen-Spots auf, die dann abgeerntet werden können. Interessanterweise erleichtert man sich später das lästige Suchen nach Ressourcen erheblich, wenn man die verschiedenen Prospektions-Möglichkeiten beim Trainer erwirbt. In ressourcenreichen Gebieten kann man sich so praktisch vor der Nase eine Rohstoffquelle erscheinen lassen.

Sind die entsprechenden Ressourcen eingesammelt, können sie mit Hilfe von Handwerksgerät umgehend zu benötigten Gütern weiterverarbeitet oder aber mit speziellen Fähigkeiten auch weiterveredelt werden. Da Gegenstände mit sehr hoher Qualität nicht bei den NPC-Händlern verfügbar sein werden, stellt das Handwerk einen wichtigen Spielaspekt der Wirtschaft in ‚Ryzom‘ dar.

Überlebenskünstler

Verlasst ihr die Städte und sicheren Außenposten, steht ihr einer prinzipiell jederzeit feindlich gesinnten Umwelt gegenüber. Darüber können auch manch putzige kleine Tierchen, die ihr bei ihren täglichen Verrichtungen beobachten könnt oder die sich in euch verliebt haben und zum Schoßhündchen avancieren, nicht hinwegtäuschen: Die Welt ist gefährlich und ihr seid für manche Kreaturen – Pflanzen eingeschlossen – ein gefundenes Mittagessen.

Gekämpft und gezaubert wird genretypisch in Echtzeit unter Einsatz von Spezialangriffen und Zaubersprüchen. Je mehr Erfahrung ihr sammelt, desto mehr neue Angriffs-Styles oder Zauber stehen zur Wahl. Nur was ihr am besten angreift, solltet ihr euch genau überlegen. Eine eigentlich ziemlich friedliche Huftier-Herde kann ziemlich angesäuert reagieren, wenn eines ihrer Mitglieder vor den Augen der Genossen zerlegt wird. Andere Gegner sind von sich aus aggressiv und greifen sofort an, wenn ihr in deren Aggressionsradius tretet. Die Gesinnung der Widersacher könnt ihr an den verschiedenen Präfixes der Namen ersehen. Neben wilden Tieren, Kreaturen und Pflanzen werdet ihr auch auf menschenähnliche Gegner treffen, die sogenannten Angehörigen der Primitive Tribes.

Die Charaktere an sich sind sehr lebendig animiert und wirken sehr lebensnah und detailliert. Bei der vorliegenden Beta-Version hapert es hingegen bei den Kampfanimationen noch gehörig: Zu holprig animierte Bewegungen und noch vorhandene Animationsfehler während des Kampfes lassen eine gute Kampfstimmung schwer aufkommen. Hier gibt es bis zum Release noch einiges zu tun.

Recycling und Transport

Im Handwerkssystem kommt stark der Öko-Aspekt von ‚Ryzom‘ zum Tragen: Nicht nur die Rohstoffquellen bieten wertvolle Ressourcen, auch die Kadaver besiegter Kreaturen können für die Produktion von Gegenständen recycelt werden. So kann zum Beispiel der Panzer eines Wüstenbewohners schnell zu einem guten Schild verbaut werden.
Zusammengerafftes Zeug wird in Taschen gebunkert, die von bis zu drei Packtieren getragen werden. Diese können käuflich erworben werden und folgen euch mittels verschiedener Kommandobefehle treu in einer Karawane. Auf Reittiere hingegen werdet ihr vor allem dann zurückgreifen, wenn ihr längere Strecken zu bewältigen habt. Sie stellen das Reisemittel in ‚Ryzom‘ dar und sollen sogar auf nicht vordefinierten Routen frei bewegt werden können.

Der erste Eindruck, den man vom Science-Fantasy-MMORPG ‚The Saga of Ryzom‘ gewinnen konnte, bestätigt die Hoffnung, dass sich Entwickler Nevrax Gedanken um die Weiterentwicklung des Genres gemacht hat. Neue Schwerpunkte – beispielsweise weg vom reinen Charakterlevel als Gradmesser der Erfahrung eines Charakters, hin zur Konzentration auf die Stärke der wirklich trainierten Fertigkeiten als Aussagewert – wie auch das Erfahrungssystem und nicht zu vergessen das neuartige, selbstdefinierbare, modulare Aktionssystem zeugen von Innovation. Sogar das Handwerkssystem kann sich auf Neuerungen freuen. Dagegen steht der wirklich sehr schwierige Einstieg, der nicht nur Frischlingen Probleme bereiten wird. Hier muss sich zeigen, was bis zum Release diesbezüglich noch verbessert werden kann. Mit der Veröffentlichung des Handbuches wurde schon ein erster Schritt in diese Richtung getan. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Frustration die guten Ansätze zunichte macht und der Titel – zu unrecht – beiseite gelegt wird, ehe diese harte Phase überwunden wurde. Auch hinsichtlich der versprochenen Möglichkeiten der Spieler-Gilden darf man beim Release gespannt sein.

Ersteindruck: Sehr Gut

Phantom – Wichtige Infos zur neuen Wunderkonsole

Infinium Lab´s Konsolenstar, wurde am ersten Tag der E3 ein wenig beleuchtet. In Los Angeles hat der Entwickler erstmals Angaben über den Verkaufsstart, den Preis und die Aboalternative gemacht.

Der 18.11.2004 ist für den Verkaufsstart in Amerika angesetzt. Mit verschiedenen Online Anbietern wird man Verträge abschliessen können, bei denen die Konsole gleich mit dabei ist. Ob der mit 30 Euro im Monat relativ teure Dienst kostenlose Games miteinschließt, war zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu erfahren. Auch Angaben über bereits zum Start verfügbare Online- und Singleplayer-Games machten Infinium Labs nicht.

Wer auf den Onlineservice verzichten kann, wird das schick aussehende Gerät für 200 € erwerben können, ein Preis, den sich jeder sollte leisten können.

Doom 3 – Trailer, Releasetermin & Linux-Version

Seltsame Welt, neben einer Version für die Xbox von Microsoft, für die MS zumindest Gerüchten zufolge etwas springen hat lassen, wird Doom 3 auch in einer Fassung für Linux erscheinen. Wann ist leider noch nicht klar, es ist aber davon auszugehen, dass es sich um einen Termin handelt, der nach dem PC-Datum angesiedelt sein wird.

In einer offiziellen Pressemitteilung wurde dieses übrigens erneut für den kommenden Sommer festgelegt, von der Xbox-Version ist in dieser Aussendung aber keine Spur zu finden.

Damit verhält die Ankündigung sich vollkomen konträr zur aktuell laufenden E3-Messe, wo Doom 3 nur anhand der Xbox-Version gezeigt wird. Man muss übrigens nicht in Los Angeles sein um das zu sehen, der Trailer (Quicktime, zwei Auflösungsvariaten) ist auch im Internet zu finden. Neben einigen schönen optischen Eindrucken besticht er allerdings vor allem durch einen äußerst schnellen Schnitt, sodass man vieles nicht genau erkennen kann.

Danke an Ernstl für den Hinweis!

World of Warcraft – Release Termin bekantgegeben

Obwohl World of WarCraft gerade erst im offenen Betatest ist, sind sich schon jetzt viele Zocker darüber einig, das beste Massive Online-RPG vor sich zu haben. Und da Blizzard mehr noch als die meisten anderen Firmen Wert auf ausgereiftes Balancing und ausführliche Test-Sessions legt, ist der Genre-Thron in greifbarer Nähe.

Dennoch bleibt Blizzard beim Thema Releasetermin verschlossen. Seit die Kalifornier vor einigen Monaten verraten haben, dass World of WarCraft definitiv erst nach August erscheint, ist es ruhig geworden. Deshalb hat sich Publisher Vivendi nun zu Wort gemeldet und verkündet, dass der Titel in den USA im November 2004 in die Läden kommen soll. In Korea wird es dann im Dezember soweit sein.

Wann wir Europäer aber mit Orks und Menschen in epische Kriege ziehen dürfen, ist weiterhin unklar.

Cold War – Genossen, nicht zu den Waffen!

Zurück in den Kalten Krieg – das ist die Devise des Stealth-Actiongames Cold War, in welches uns Dreamcatcher Ende 2004 schicken möchte. Die Story dreht sich um einen Journalisten, der in Moskau in die Fänge des gefürchteten sowjetischen Geheimdienstes, dem KGB, gerät. Warum? Er ist einer brisanten Verschwörung auf der Spur und macht sich damit natürlich keine Freunde unter den Mächtigen.

Unter der perfiden Aussicht auf die Todesstrafe kämpft er sich also in die Freiheit und nimmt die Schlacht um die Wahrheit auf. Dabei führt ihn sein Weg unter anderem durch Moskau, Laibach und Tschernobyl, alles Ostblock-Örtlichkeiten, an denen er mit wenigen Sympathien rechnen muss. Rambo-Verschnitt ist er als Jorunalist natürlich keiner, weshalb das Gameplay sich hauptsächlich auf Stealth-Einlagen konzentriert.

Unterschiede zu Splinter Cell und Metal Gear Solid dürfen wir uns aber dennoch erhoffen, denn statt auf die Akrobatik eines Super-Agenten setzt Cold War auf die Kombination von Objekten zu Fallen und das Suchen von weniger bewachten Wegen. Natürlich ist unsere Überschrift nicht ganz richtig: Wer sich in die Regionen der Sowjetunion und deren Verbündeten begibt, tötet klarerweise auch ab und an einen Widersacher – in diesem Fall Großteils Elite-Soldaten der Roten Armee…

Matrix Online – Sega als Publisher

Nachdem Ubi Soft als Publisher abgesprungen war, stand Warner Bros. Interactive gewissermaßen allein auf weiter Flur. Jetzt sollen die Videospielspezialisten von SEGA einspringen. Dabei wird sich SEGA um den Vertrieb kümmern und Warner Bros. Interactive ein wenig auf den Inhalt achten.

Die gesamte Aufsicht der Entwicklung sowie zahlreiche Marketingaktivitäten teilen sich die beiden Firmen. Das MMORPG wird, zumindest in den Staaten, im November dieses Jahres erscheinen.

E3 2004 – Es geht los!

Am heutigen Tag öffnet ein weiteres Mal die größte Fachpresse der Spielewelt ihre Pforten: die Electronic Entertainment Expo (kurz: E3) in Los Angeles, Kalifornien. Das Mekka für Journalisten wird uns auch dieses Jahr wieder mit tausenden Präsentationen von Spielen, Technologien und Hardwareprodukten verwöhnen.

Natürlich sind wir Rebellen aufgrund unser etwas „unkommerziellen“, finanziellen Lage nicht direkt vor Ort in Arnies Sonnenstaat, stehen euch aber dafür als News-Filter zuhause zur Verfügung. Wir trennen die interessantesten Meldungen von mickrigen Rest und präsentieren sie euch in ausführlicher und gewohnter Form hier bei uns. Neue Screenshots und Trailer packen wir jeden Abend in eine eigene Sammel-News, damit die Übersicht nicht vollkommen flöten geht.

JoWooD – Erste Gothic 3 In-Game Szenen auf der E3

Tja, im Moment geben alle Publisher ihr Lineup für die E3 bekannt. Heute war auch JoWooD an der Reihe. Und scheinbar nehmen die Jungs einige Kracher mit zur Messe der Superlative.

Fangen wir langsam an. Zum einen wollen die Jungs aus unseren Landen in L.A. Gothic 2: Die Nacht des Raben vorstellen, das die höchste Rebell.at-Wertung die jemals ausgesprochen wurde errang, vorstellen. Außerdem werden wohl einige Szenen zum Ice Hockey Manager 2005 zu sehen sein.

Natürlich darf auch Söldner: Secret Wars nicht fehlen, welches bei uns immerhin eine Vorabwertung von „Gut“ kassieren konnte. Wenn ihr Näheres wissen wollt, schaut bei unseren Previews. Besonders gespannt kann man wohl auch auf die ersten Szenen aus Stargate SG-1 sein.

Jetzt eben mal zum Oberhammer. Im Lineup von JoWooD steht auch Gothic 3. Heißt das etwa, dass wir erste Screenshots auf der E3 zu sehen bekommen? Die Spekulationen gehen weit auseinander, besonders inerhalb der Szene. Wir müssen einfach abwarten.

Kurioses – Gameboy Advance bald als Wegweiser?

Wir wissen alle, dass der Gameboy Advance für eine so kleine Konsole/Handheld nicht nur gute Grafik und Spiele hinzaubern kann, sondern in der neuesten Fassung auch noch sehr modern und gutaussehend rüberkommt. Aber was hilft einem so ein Teil, wenn man im Stau stehen bleibt?

Die Firma Redsky Mobile Inc. weiß es. Diese Leute wollen doch tatsächlich ein Navigationsgerät in den Gameboy einbauen. Auf der E3 soll das Ganze zum ersten Mal vorgestellt werden. Wer es kaufen möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen und gut 250€ dafür blechen. Alternativ gibt es natürlich noch die Möglichkeit, den Stau mit einer netten Zockpartie im Auto zu überbrücken…

Trackmania – Bruumm, dort steht ein goldener Wagen!

Jippih, alle Freunde der arcadelastigen Raserei aufgepasst. Endlich ist Trackmania „gold“ gegangen und auf dem Weg ins Presswerk. Wenn nun nichts mehr schief geht, ist es schon am 21. Mai soweit, dass wir alle mit lautem Getöse durch die Gegend heizen.

Das Erfolgsrezept von Trackmania ist die geniale Zugänglichkeit bzw. die unkomplizierte Handhabung. Hierbei geht es keineswegs um ernsthafte Rundkurse oder schwierige Formel 1-Boliden. Die Demo zu Trackmania empfand unser Redakteur king_erni als so gut, dass es satte 88 Punkte für die „Probierversion“ gab.

Splinter Cell 3 – Hey, hier kommt Sammy

Könnt ihr euch noch daran errinern, als Splinter Cell damals offiziell angekündigt wurde und mit genialen Screenshots auftrumpfte? Tja, wer das Erlebnis damals verpasst hat, bekommt es heute ganz neu zu spüren. Ein dritter Teil von Splinter Cell wurde angekündigt.

Einiges an Infos wurde gleich mitgegeben, genauso wie die ersten Screenshots die noch um einiges besser aussehen, als meinetwegen Splinter Cell oder Splinter Cell: Pandora Tomorow.

Diesmal soll es auch Story-mäßig voll abgehen. So wird in der Pressemitteilung von einer spannenden und mit vielen Storywendungen verknüpften Handlung gesprochen, die durch diverse In-Game-Sequenzen erzählt wird, da wird also einiges zu erwarten sein.

Natürlich wird auch wieder ein Multiplayer dabei sein. Dieser soll noch spannender werden, als der ohnehin schon bekannten aus Splinter Cell: PT. Außerdem soll kräftig an der KI geschraubt werden. So werden sich die Gegner vorangegangene Geschehnisse merken und auf alles Verdächtige sehr besonnen reagieren. Jeder NPC soll sein eigenes Verhaltensmuster bekommen.

Neu dabei diesmal ist der Messerkampf. Wir sind schon sehr gespannt darauf wie dieser aussehen wird. Aber nicht nur das Messer ist neu. Dieses Mal werden viele verschiedene Waffen verfügbar sein. Teilweise aus der Gegenwart, teilweise futuristische Prototypen.

„Mit Splinter Cell® 3 wird dem Spieler eine vollkommen neuartige Spielerfahrung geboten, die sicherstellt, dass die Marke Splinter Cell auch zukünftig Standards setzen wird“, sagt Yves Guillemot, Ubisofts Präsident und CEO. „Dank der Nutzung neuester Technologien und unserer visionären Kreativität erwarten wir, dass Splinter Cell® 3 das grafisch beste Spiel auf allen Plattformen sein wird, nicht mehr und nicht weniger.“

Hört sich insgesamt doch gar nicht schlecht an oder? Ich für meinen Teil bin sehr gespannt auf die Fortsetzung von Splinter Cell. Das Beste: ich muss nicht einmal lange warten. Laut Ubi Soft wird der Titel noch 2004 erscheinen.

Impressions – Studio auch vor dem Aus?

Nachdem gestern bekannt wurde, dass das traditionsreiche Entwicklerstudio Papyrus Racing Games von seinem Eigner Vivendi Universal Interactive geschlossen wurde, berichtet nun das amerikanische Magazin bluesnews.com mit Verweis auf eine Nachricht der Boston Area Game Developer’s Group’s Post Mortem Webseite, dass auch das Entiwcklerstudio Impressions von Vivendi Universal Interactive geschlossen wurde.

Impressions wurde vorallem durch seine Lords of the Realm– und Cesar-Reihe bekannt und zeichnete sich zudem für die Aufbauspiele Zeus, Cleopatra und Pharao verantwortlich. Der letzte Teil der legendären Lords of the Realm-Reihe verkaufte sich aber aufgrund von vernichtenden Bewertungen diverser Online- und Printmagazine und eher verhaltener Marketingaktionen seitens Vivendi Universal Interactive gerade in Europa sehr schlecht. Ob dies jedoch der Grund für die Schließung des Studio ist, ist derzeit nocht nicht bekannt, da eine offizielle Stellungnahme seitens Vivendi Universal Interactive noch ausbleibt.

Die Webseite Boston Area Game Developer’s Group’s Post Mortem gab zu den Schließungen beider Entwickler folgendes Statement ab: If you haven’t already heard, Papyrus and Impressions were killed off this week by Vivendi Universal Games. We’ll be holding a special delayed-one-week due to E3 Post Mortem to celebrate their accomplishments, mourn their parting, and give the survivors a chance at wearing little stickers that say „I’m looking for a job.“

Codename Panzers – Releasetermin steht fest

Wie Publisher CDV Software heute verkündete, wird das Echtzeitstrategiespiel Codename: Panzers definitiv am 18. Juni 2004 in den Händlerregalen stehen.

Dirk Weber, Development Director bei CDV Software begründete die Entscheidung dafür folgendermaßen: Die Zusammenarbeit mit unserem Entwickler Stormregion ist von Beginn an hervorragend. Gemeinsam wurde nun der 18.06.2004 für den deutschen Release festgelegt. Die Reaktionen der Community auf die Demo bestätigen uns in der Gewissheit, unseren hochgesteckten Zielen hinsichtlich Grafik und Gameplay vollauf gerecht zu werden. Codename: Panzers hat ganz sicher das Potential über lange Zeit die Genre-Referenz zu werden.

Ob Codename: Panzers hingegen wirklich das Potential zur Genre-Referenz hat, wird ein Test auf Rebell.at sicherlich in ein paar Wochen klären.