Mein Gott, wer hätte das gedacht? Die Gerüchte, wonach wir auf der BlizzCon ein Diablo 3 angekündigt bekommen, sind purer Blödsinn. Wirklich! So richtig! Einfach nur nicht wahr! Ich will ja nicht sagen, ich hätte es ja gesagt, aber ich hab es ja gesagt. Können wir das mit den durchsichtigen Spekulationen jetzt dann langsam lassen? Zumindest die, deren Falschheit man schon 12 Kilometer gegen den Wind riecht? Nein? Dann sag ichs euch halt auch weiterhin… ;)
Quake 3 – Quellcode für die Massen
Nachdem id Software Ende 2004 die Veröffentlichung des Quellcodes der Quake 3-Engine verschoben hat, soll es nun in der kommenden Woche so weit sein. Unter Auflage der GPL kann dann jeder mit der Technologie seine eigenen Experimante anstellen und auch ganze Spiele veröffentlichen.
Die General Public License bedeutet für die Entwickler neuer Software, dass man unter Verwendung der Fremdsoftware auch eigene Programme entwickeln und vertreiben darf – vorausgesetzt, man stellt ebenfalls wieder den Sourcecode der neuen Software zur Verfügung. id Software und John Carmack hatten sich schon in der Vergangenheit als große Verfechter von sogenannter „Freier Software“ erwiesen, und (nach Ablauf der kommerziellen Nutzung ihrer Technologien) stets den Quellcode für alle zugänglich gemacht.
Stargate SG-1 – Perception schlägt zurück, aber…
Was passiert mit dem Shooter zu Stargate? Nachdem der österreichische Publisher JoWooD kürzlich die Einstellung der Entwicklung angekündigt hat, haben sich die australischen Entwickler von Perception in einer offiziellen Mitteilung zu Wort gemeldet. JoWooD hätte gar nicht die Rechte, um das Spiel einzustellen, da die Lizenznehmer die Australier selbst wären. Man hat sogar Klagen gegen die Aussagen des Publisher angekündigt, diese würden einem Rufmord gleichkommen. Die Entwicklung an Stargate SG-1 würde auf jeden Fall weiter gehen.
In einem Forum hat sich nun aber ein angeblicher Ex-Mitarbeiter von JoWooD zu Wort gemeldet. Perception habe sich auf einen zwielichtigen Vertrag eingelassen, so der User mit dem Namen „delko“. Der Publisher hätte sich die Möglichkeit offen gehalten das investierte Geld von den Entwicklern zurückzufordern, wenn die Qualität des Produkts nicht stimmen würde. Ob dieser Kommentar der Wahrheit entspricht, ist natürlich unbekannt, vor allem da er JoWooD als Hersteller mit durchwegs beschissenen Spielen beschreibt. Mit Gothic 2 und zahlreichen anderen Spielen hat der Publisher aber in unseren Augen bereits das Gegenteil bewiesen. Sicher ist aber, dass diverse Autoren von Previews sich eher verhalten über Stargate SG-1 geäußert haben, das letzte Gameplay-Video auf wenig Begeisterung stieß, und auch JoWooD die mangelhafte Qualität als Einstellungsgrund bekannt gab.
Wir halten euch auf dem Laufenden.
LAN-Party – Freestyle-LAN #4 in Kremsmünster
Packt eure Computer ein – Die Freestyle-LAN ruft zum 4. mal alle Zocker zusammen. Ein viertes mal wird das Kulturzentrum Kremsmünster zur Heimat für alle interessierten Gamer. Vom 14. bis zum 16. Oktober wird in zusammenarbeit mit meet@internet den 311 Gäste eine erstklassig organisiert und durchgeführte LAN geboten werden. Die drei vorigen Male waren schon völlig ausgebucht, es lohnt also, sich frühzeitig anzumelden.
Das und mehr erwartet euch:
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• Netzwerk: CISCO 10/100/1000 MBit (2x 4003 + 2950T als Clientswitches)
• WLAN 54 MBit
• 15 Public Server mit den aktuellsten Spielen
• PS2 Singstar, Tanzmatte & Chillout-Bereich
• mit Turnmatten ausgelegter Schlafbereich
• Online-Platzreservierung
• (Hardware)Shop auf der LAN
• Vergünstigtes 24h vor Ort Catering
• Internet
• Eigene PCs für Retro-LAN mit Duke3D, Total Annihilation, Doom etc.
• Wuzzeltisch inkl. Turnier
• Monitorverleih
• Ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten vor und neben der Halle
• ~15 Turniere mit Ligasupport
• t.b.a.
Cold War – Anmeldephase für Beta-Test läuft an
Wie DreamCatcher Games berichtete, hat Cold War inwzischen die Beta-Phase erreicht. Interressierte Fans vom Spiel dürfen das Game übrigens ausgiebig auf Herz und Nieren überprüfen und nebenbei etwaige Bugs enttarnen um diese den Entwicklern zu melden.
Ab heute 18 Uhr kann der Rush auf das Anmeldeformular beginnen. Es wird erst wieder am nächsten Mittwoch, den 17. August offline genommen. Die Tester werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, somit haben auch Anmelder am letzten Tag noch eine reelle Chance.
Dungeons & Dragons Online – Erst im ersten Quartal 2006
Turbine hat im Moment alle Hände voll zu tun. Sie müssen sich nicht nur um die Fertigstellung von Dungeons & Dragons Online kümmern, sondern auch noch an The Lord of the Rings Online arbeiten. Der angestrebte Release für den Ersteren Titel war ursprünglich auf den November diesen Jahres angesetzt.
Da die Alpha aber gerade erst angelaufen ist und noch eine Bugs beseitigt und Improvements gemacht werden müssen, lautet der der neue Releasetermin erstes Quartal 2006. Wenn die Angaben konkretisiert werden, informieren wir euch selbstverständlich wieder.
Team Fortress 2 – Infos im Source-SDK gefunden
Was viele nicht wissen ist, dass es schon vor Team Fortress Classic eine Team Fortress-Mod gab – und zwar für Quake. Durch das komplexe Gameplay mit unterschiedlichen Klassen, fand die Modifikation damals schnell seine Anhänger und wurde dann auf die Half-Life Engine portiert.
Wie schon bei Counter-Strike sicherte sich Valve die Rechte an der vielversprechenden Mod. Doch nach einer Ankündigung und ein paar Screenshots war lange Zeit Sendepause. Nun fand ein findiger Fan einige Neuigkeiten im Source-SDK.
So wird es vermutlich einen Commander-Modus wie in Battlefield 2 geben. Vehikel wie der Strider aus Half-Life 2 werden ebenso mit von der Partie sein, wie zahlreiche Strategieelemente vergleichbar mit der Half-Life-Mod Natural Selection.
Eine offizielle Bestätigung steht natürlich noch aus.
Vermutlich wird man sich im Hause Valve erstmal um die Fertigstellung von Half-Life 2: Aftermath sowie dem Multiplayer-Remake Day of Defeat: Source kümmern um dann ein wenig Licht in diese Angelegenheit zu bringen.
2160: Die Erde ist Geschichte
Major Michael R. Falkner war gerade dabei, sich am Mars die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen, während seine Truppen einen Stützpunkt der Lunar Corporation in Staub verwandelten, als plötzlich ein ekelhaftes, schleimiges Monster des Weges kam, um sich gewaltsam seines Gehirns zu bemächtigen. Wer oder was genau war das? Jörg Haider? Ein Neun-Live Moderator? Oder war es vielleicht sogar Condoleezza Rice ohne Schminke nachdem sie ihren Visagisten aufgrund erhöhtem Terrorverdachts auf Guantanamo internieren ließ? Nachdem Major Falkner zu den Männern gehört, die schneller schießen als ihr Schatten, pustete er dem ‚Ding‘ zuerst einmal das weg, was er als Kopf vermutete und tatsächlich brach nach kurzer Zeit die Feinmotorik zusammen. Trotzdem stellten sich für ihn einige Fragen, da er derartige Wesen vorher noch nie gesehen hatte.
Auch dem Leser stellen sich jetzt wohl einige Fragen. Wer ist Major Michael R. Falkner? Was macht er auf dem Mars und seit wann kann man sich dort so einfach die Sonne ins Gesicht scheinen lassen? Die Antworten sind erschreckend simpel: Michael R. Falkner ist ein Offizier der ‚ED‘ – Eurasian Dynasty, welche sich für die Explosion der Erde mitverantwortlich zeichnet (Naja, eigentlich wurde die Erde von seltsamen Wesen weggesprengt, da durch genau diese Koordinaten ein interstellarer Highway geplant ist, aber der Einfachheit halber ist es besser wir machen die Menschen für die Explosion der Erde verantwortlich, klingt auch realistischer). Nachdem die Erde also vor zehn Jahren explodiert ist, hat es die ‚ED‘ noch geschafft, mit riesigen Evakuierungsschiffen den Planeten zu verlassen um den Mars zu kolonisieren. Aber auch der damalige Kriegsgegner, die UCS, hatte ein gigantisches Schiff mit tausenden Flüchtlingen kurz vor der Explosion auf Kurs gebracht – nur kam das Schiff niemals am Mars an und gilt seitdem als vermisst.
In der Kurzfassung sieht der Beginn des Spiels also so aus: Die ED hat begonnen, den Mars zu kolonialisieren, stößt aber auf Widerstand der LC (Lunar Corporation) – eine Firma die schon seit langem mit der Erschließung des Mars beschäftigt ist und sich im Zuge des Krieges auf der Erde von dieser abgekoppelt hat um nun völlig autark zu existieren – die schon seit langem hier ist und den Planeten für sich beansprucht. Die UCS ist eigentlich gar nicht da, aber manchmal taucht wieder mal ein seltsamer Roboter auf, der eindeutig aus UCS-Technologie besteht. Natürlich ist die Menschheit absolut nicht einsichtig was territoriale Ansprüche angeht und das selbe Spiel, das zehn Jahre vorher auf der Erde ablief, ist nun am Mars wieder am laufen. Es gibt also Krieg zwischen der ED und der LC. Um das ganze noch mit etwas zusätzlicher Würze zu garnieren kommen nun auch noch diese seltsamen Alienwesen hinzu, die jetzt zwar gegen niemanden persönlich etwas haben, aber offensichtlich mit der Gesamtsituation unzufrieden sind. Das bringen sie auch mit Angriffen gegen alles was ausser ihnen noch so herumläuft stark zum Ausdruck .
Man sieht also, das Szenario ist (bis auf die Aliens) wirklich realistisch und ergibt in Summe eine wirklich gute Storyline, die euch im Singleplayer, grob geschätzt, 80 Stunden fesseln wird. Dafür sorgt sowohl die Hintergrundstory, als auch die Helden, die in keiner Mission fehlen dürfen. Mit jeder Fraktion, die ihr spielt, dürft ihr einen eigenen Helden lenken, der auch ein wichtiger Part in der Storyline ist und dessen Attribute auch gesteigert werden können – so eine Art Mini-RPG-Stil sozusagen.
Dem Vorgänger, Earth 2150, wurde zwar immer exzellente technische Umsetzung zu gute gehalten, doch fehlte es dem Spiel an einer brauchbaren Story. Hier hat das Sequel gewaltig Boden wett gemacht, es vergeht von Anfang bis Ende des Spiels keine Minute wo es langweilig wird. Auch die gesprochenen Dialoge verbessern die Atmosphäre. Es ist einfach ein sehr positiver Faktor wenn man in ein Spiel gesprochene Dialoge und Bezugspersonen, wie Helden, einbaut.
Die Grafik ist ein richtiger Hingucker geworden und hat auch einiges an Abwechslung zu bieten. Obwohl es anfangs scheint, alles spiele sich nur auf dem Mars ab, werdet ihr später auch andere Locations kennelernen. Weiters wurden, was das Visuelle angeht, technisch nahezu alle Register gezogen um Earth 2160 perfekt zu präsentieren.
Qualitativ hochwertige Texturen, wunderbare Einheitenmodelle und Gebäude die an Details nicht reicher sein könnten beeindrucken das Auge von der ersten Spielsekunde an. Generell ist Earth 2160 wesentlich Detailverliebter als so mancher anderer Genrekollege. Auch der Soundtrack und die Sprachausgabe ist nicht zu bemängeln. Als akustisches Zugpferd wurde Manfred Lehman (die Synchronstimme von Bruce Willis) als Sprecher von Major Michael R. Falkner verpflichtet und dieser macht seine Arbeit auch gewohnt gut. Manchmal kommen bei der Sprachausgabe aber doch etwas eigenartige Momente auf, da man merkt dass der Rest der angeheuerten Sprecher nicht mit Manfred Lehmann mithalten kann. Lustigerweise ist es auch so, das Michael R. Falkner erst nach der Installation eines Patches diese Stimme bekommt und in der Basisversion des Spiels auch über eine ‚Standardstimme‘ verfügt.
Der Multiplayerpart hat sich – bis auf wenige Ausnahmen – im Vergleich zum Vorgänger nicht besonders verändert. Es wurden zwar einige Features eingebaut, die mit Sicherheit als innovativ gelten, allerdings helfen die aufgrund eines kleinen Problems nicht, Earth 2160 im Multiplayer oder Skirmishmode aus der Masse der Strategiespiele hervorzuheben. Das Spielprinzip ist dem von Command & Conquer entfernt ähnlich. Damit hat man im Multiplayer eigentlich immer das Problem, dass es generell zu Massenschlachten und zum Wettproduzieren kommt, was ich für nicht besonders interessant halte. Es gibt schon massenhaft andere Titel die derartiges anbieten. Die Möglichkeit, mittels Söldnern z.B. zeitweise gewisse Attribute seiner Einheiten zu steigern geht in einer Massenschlacht einfach unter. Da das Spiel von Beginn an schon etwas hardwarehungrig ist, fängt es bei Multiplayerpartien dann auch gerne an zu ruckeln.
Earth 2160 ist am RTS-Sektor bis dato noch ungeschlagen das beste Singleplayerspiel des Jahres und ich war deprimiert, dass ich es so schnell durchgespielt hatte, obwohl es ja eigentlich einge ganze Menge Zeit gebraucht hatte um es beenden zu können. Der Schwierigkeitsgrad ist angemessen, die Story ist genial und die Grafik ist beeindruckend. Vermutlich konnte ich deswegen nicht aufhören zu spielen bis ich es komplett durch hatte und ebenfalls aus diesem Grund möchte ich hiermit gleich Zuxxez und Reality Pump dazu auffordern, schnellstens ein Addon zu veröffentlichen. Ich brauche ein Addon, oder ich möchte die Persön züchtigen dürfen, die für dieses unglaublich fiese offene Ende verantwortlich ist! Nebenbei sei noch eines gesagt: Was Zuxxez in Sachen Verpackung und Handbuch geleistet hat, ist eine löbliche Ausnahme unter all den DVD-Cases mit Handbuch im .PDF Format und ‚Registrieren sie sich‘- Schundzettel als Inlay. Ein zusätzliches Plus ist noch der Umstand, dass man die Spiel-CD nach Installation getrost wieder wegpacken kann und bei Bedarf auch eine Sicherungskopie möglich ist – der nicht vorhandene Kopierschutz machts möglich. Im Gegenzug muss Earth 2160 aber verbindlich aktiviert werden – ähnlich wie Microsoft Windows XP
Tja, wer nach dem Lesen dieses Reviews noch nicht weiss ob er das Spiel kaufen soll oder nicht dem teile ich es jetzt nochmals in aller Deutlichkeit mit: Wenn du einen PC hast, dann kaufe Earth 2160, denn auch wenn du Strategiespiele nicht magst liegt immerhin noch eine eigene Soundtrack-CD bei die du in deiner Stereoanlage abspielen kannst!
In 80 Tagen um die Welt – Interview unterm Eiffelturm
In Paris gibts haufenweise Romantik und sowas. Aber auch Neugikeiten zu In 80 Tagen um die Welt, dem neuen Adventure von Frogware. Adventure Europe hat ein ausführliches Video-Interivew mit frischen Ausschnitten aus dem Spiel garniert und ins Netz gestellt. Zwar ist das Gespräch unter dem Eiffelturm mit Entwickler Wael Amr in französischer Sprache gehalten worden, die Kollegen von der Fansite bieten aber deutsche Untertitel an.
Ende September erscheint die Versoftung von Jules Vernes Literaturklassiker unter der Flagge von dtp in deutschen Landen. Ein Point & Click-Adventure dürfen wir diesmal nicht erwarten. Held Oliver Lavisheart wird per Schulterperspektive, Maus und Tastatur um die 3D-Welt gesteuert. Dabei darf er sich auch ungewöhnlicher Vehikel bedienen, etwa ein Einrad, ein Elefant und ein fliegender Teppich. Und noch etwas verspricht man bisher: Innovation. Wir werden sehen, hier die Links zum Tage…
CDV – Sucht das Gelbe vom Ei
CDV ist, nach eigenen Angaben, auf der Suche nach neuen RTS und RPG Titeln die es sich zu Publishen lohnt. Zu diesem Zweck hat der Deutsche Publisher eigens Licensing Director Frank Heukemes auf die Games Convention abkommandiert, wo er nach frischem Developerfleisch ausschau halten wird.
Dass CDV auf der Suche nach innovativen RPG-Titeln ist, wäre wirklich befremdlich, sieht man doch in letzter Zeit hauptsächlich Strategiespiele mit dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges unter deren Schirmherrschaft entstehen.
Obwohl Licensing Director Frank Heukemes sicher kein inkompetenter Tölpel ist, sei ihm von unserer Seite auf jeden Fall geraten, sich einmal Zeit zu nehmen, um sich Grotesque von Silent Dreams genauer anzusehen. Was wir bis jetzt gesehen und gelesen haben konnte nicht nur uns überzeugen. (Falls er dass liest: Silent Dreams ist im internen Businessbereich zu finden – und ja: ich bin ein Fan von originellen Ideen)
Game Over – Tod durch Computerspiel
Ein makaberer Vorfall ereignete sich kürzlich in Südkorea. Ein 28-jähriger Mann hatte in einem Internetcafe in Taegu etwa 50 Stunden am Stück „Onlinekriegsspiele“ gespielt – seinen Platz hat er nur verlassen um auf die Toilette zu gehen und kurze auf einem provisorischen Bett auszuruhen – das Resultat war Herzversagen.
Der Mann galt vorher schon als süchtig, die Zeitung JoongAng Ilbo berichtete, dass er vor kurzem seine Stelle gekündigt hat, um mehr Zeit fürs Spielen zu haben.
Zumindest ist erfreulich, dass es sich diesmal nicht um ein MMORPG handelt. Vor etwa vier Jahren gab es bereits einen Todesfall im Zusammenhang mit Half-Life in Thailand, vor etwa 2 Jahren kam durch Lineage 2 ebenfalls ein Koreaner ums Leben – vor gut sechs Wochen ging ein Fall in Russland durch die Medien, bei dem ein 13-jähriger durch einen Schlaganfall während des Spielens in eine Spielhalle zusammenbrach.
Um solche Vorfälle zu vermeiden, raten die Experten regelmäßige Pausen einzulegen und auch während des Spielens viel zu trinken.
Bad Mojo Redux – Gewinnt das kafkaeske Adventure!
„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen.“ – so schrieb es Franz Kafka („Die Verwandlung“ – unbedingt lesen!).
Das nahm sich Pulse Entertainment 1996 zum Vorbild für Bad Mojo, einem Adventure in dem ihr in die Haut von Roger Samms schlüpft. Zumindest kurz, denn das Spiel dreht sich darum, dass dieser eines Nachts in einen Käfer verwandelt wird und fortan die Welt als Insekt erlebt. Das einzigartige Adventure wurde 2005 in einer überarbeiteten Fassung (Bad Mojo Redux) neu aufgelegt und erschien jüngst bei Rebel Games (Ankh). Bei den Jungs der neuen deutschen Adventure-Fansite Adventure Europe könnt ihr nun ein Exemplar des Titel gewinnen. Wir wünschen viel Erfolg!
Kack Khaak kehren krampfhaft zurück
Diese verrückten Hühner bei Egosoft: erst kündigen sie ein Addon zum von uns mit 85 Punkten und einem Award gewerteten X2: Die Bedrohung an, revidieren dann aber kurz vor Release das Ganze und setzen sich daran, einen komplett neuen, dritten Teil zu entwickeln. Ob X3: Reunion den Vorgänger noch einmal toppen kann und ob das Ganze mehr als nur ein Vollpreis-Addon werden wird, erfahrt ihr natürlich nur bei uns…
Da macht man eine lange Reise durch das weite Weltall um seinen Papa zu retten und was kommt dabei raus? Am Ende so ziemlich gar nix. Egal! Es gibt ja auch wesentlich wichtigere Probleme. Denn Argonen, Boronen, Paraniden und die Split haben noch immer schwer mit den Insektenartigen Khaak zu kämpfen, die scheinbar keineswegs einen Gedanken daran verschwenden die armen Völkchen mal in Ruh zu lassen. Doch in der Zwischenzeit haben sich auch andere, neue Feinde formiert. Der Yaki-Piratenclan nutzt das absolute Chaos um einen sehr alten Artefakt-Kristall aus einem Labor der argonischen Flotte zu stehlen. Der Spieler schlüpft wieder einmal in die Rolle von Julian Gardna, der einmal mehr auf eine geheime Mission geschickt wird, die die Entscheidung im Krieg gegen die Khaak bringen könnte. Wie zu erwarten, geht alles Schief und der Plan zum Sieg über die bösartigen, kantigen Schiffchen geht verloren. Doch zum Glück sind wir ja Helden und machen uns sofort auf die Suche quer durch das Universum um den Plan wiederzufinden.
Und der Weg kann tatsächlich ziemlich lang werden. Niemand weiß genau, um wieviel Egosoft das X-Universum erweitern will, wir rechnen jedoch mit mindestens 40% also weit über 200 Systemen. Natürlich sollen auch neue Schiffe hinzukommen. Jedes Volk wird ein paar neue Raumkreuzer parat haben, ebenso wie die Piraten und wahrscheinlich auch Khaak. Einige könnt ihr wieder kaufen, andere müsst ihr kapern, indem ihr die gegnerischen Piloten dazu zwingt auszusteigen.
Das Wichtigste wird allerdings auch diesmal das Universum sein, welches noch wesentlich lebendiger werden soll, als schon im Vorgänger. Das sowieso schon recht komplexe Wirtschaftssystem soll noch eine Ecke eigenständiger werden. Preise werden wie im richtigen Leben durch Angebot und Nachfrage bestimmt und sind nicht von vornerein festgelegt. Interessant dürften auch die geplanten Fabrik-Komplexe werden. Bisher mussten Spieler ihre Fabriken immer einzeln erstellen und dann mittels Transportern für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Das ist nun vorbei. Jetzt kann der Spieler die Fabriken mittels Beamer eines speziellen Raumschiffs an die gewünschte Stelle ziehen und sie mit einer Röhre mit einer anderen Fabrik verbinden. So spart man sich mal eben die Transporter. Habt ihr es geschafft ein riesiges Imperium aufzubauen gibts noch eine kleine Annehmlichkeit als Belohnung: Das Spielerhauptquatier. Welche Funktion die Station haben wird, ist bisher noch nicht bekannt.
Wenn ihr zu den Leuten gehört, die X2 gespielt haben (was natürlich selbstverständlich ist, nach unserem grandiosen Testergebnis), wird euch aufgefallen sein, dass die eigentliche Kampangne recht kurz ausgefallen ist. Das wurde auch von vielen Fans sehr beanstandet. Ein Grund für Egosoft die Kampangne extrem zu erweitern. Bis zu viermal mehr Missionen soll es geben. Dazu zählen allerdings auch Mini-Jobs, die quasi als Tutorial den Spieler in die Schiffssteuerung einführen sollen. Neu sind auch Missionen auf Planeten. Der Haken an der Sache ist leider, dass ihr euer Fluggerät nicht selbst steuern dürft, sondern das ein KI-Pilot für euch übernimmt. Ihr bedient dann die Geschütztürme. Insgesamt soll X3 einsteigerfreundlicher werden. Die viel kritisierte Steuerung wurde stark überarbeitet und die Menüs, die nur per Tastatur oder Joystick zu bedienen waren, können nun auch mit der Maus genutzt werden.
Grafisch hat sich auch viel getan. Die Mannen von Egosoft nutzen für das Spiel eine Weiterentwicklung ihrer Engine, die früher fertig geworden ist, als erwartet. Diesmal kommen auch DirectX 9-Effekte zum Einsatz. Man greift insbesondere auch auf Shader 2.0-Technik zurück. Alles soll auf den Spieler größer und imposanter wirken, so auch die Planeten, die nun durchaus Bildschirmfüllend sein können. Wie schon erwähnt wurden auch neue Schiffe hinzugefügt, mitsamt neuer Cockpits (Was wäre eine Weltraum-Sim auch ohne echte Cockpits?!)
Auch um die, sagen wir mal mittelmäßigen Zwischensequenzen hat man sich gekümmert. Für den neuen Teil der X-Saga hat man eigens ein Team dafür engagiert, hübsche Sequenzen zu erstellen. Auf einigen Screenshots sah das auch schon sehr beeindruckend aus.
Als Fan des Vorgängers freu ich mich ja schon wie ein kleines Kind auf X3 und das, was die Entwickler versprechen. Das ganze, kleine Feintuning und die tollen, kleinen Ideen, machen mich täglich nur heißer auf den Titel. Hoffentlich bekommt Egosoft dieses Mal eine halbwegs ordentliche Menüführung hin und ist ein wenig einstiegsfreundlicher, dann blick ich mit positiver Vorfreude auf den 10. Oktober diesen Jahres. Denn an diesem Tag wartet dann ein Topp-Titel der den Vorgänger noch einmal deutlich übertrifft. Abwarten was es zur Games Convention an Neuigkeiten gibt…
Ersteindruck: Gut