Kategorie-Archiv: Spiele

Bereust du, oder nicht?

Entwickler, die im Extro noch dem Pizzaboten danken und ihre vollwertigen Spiele gratis unter die Menschen werfen, gibt es nicht mehr? Irrtum! Ein kleines Team aus England namens Studio Trophis stellt sich kommerziellen Werten entgegen, und beschert uns mit The White Chamber einen hochklassigen Psychothriller in Adventure-Form zum Nulltarif, bei dem die Axt zum besten Freund der Protagonistin wird…

Eine junge Frau erwacht in einem Sarg, mitten in einer blutverschmierten Raumstation im Weltall. Sie weiß nicht wer sie ist. Sie weiß nicht wie sie dorthin gelangt ist. Schon nach wenigen Minuten wird allerdings klar, sie sollte schleunigst hier weg, denn irgendetwas in dieser Forschungseinrichtung ist bösartig.

The White Chamber lässt den Spieler zu Beginn völlig im Unklaren darüber, was eigentlich vor sich geht. In einem ansehnlichen Manga-Look rätselt man sich durch vorbildlich logische Rätsel. Erst im Finale fügt sich Handlung der drei bis fünf Spielstunden zusammen.

Dabei stellt das Programm manchmal mehrere Lösungswege in Aussicht, die sich aber nicht unmittelbar auf das Spielgeschehen auswirken. Je nachdem, ob man in Schlüsselsituationen gut oder böse gehandelt hat, belohnt The White Chamber mit einem von zwei verschiedenen Enden. Manko hierbei: das mehrmalige Durchspielen ist etwas zäh, ändert sich doch abgesehen vom Extro nichts. Wer aber gerne überprüfen möchte, ob sich die Geschichte auch schlüssig auf das vorher Gespielte anwenden lässt, wird sich daran nicht stören.

Optisch zeigt sich das Horror-Spektakel wie angedeutet in einem eigenständigen Manga-Look. Zwar präsentiert sich die Hauptfigur abgehackt animiert, es ist jedoch anzunehmen, dass dieser Umstand eben in Anlehnung an die asiatischen Anime-Zeichentricks beabsichtigt ist (man möge mir eventuell unzulässige Durcheinanderwürfelungen von Manga und Anime verzeihen). Die Hintergründe sind detailliert gezeichnete 24 Bit-Szenen, die auch den Vergleich zu ähnlich angelegten, kommerziellen Spielen nicht scheuen brauchen. Immer wieder sehen die Örtlichkeiten beim erneuten Betreten anders aus. Das reicht von einzelnen Gegenständen bis hin zur gesamten Szenerie.

Musikalisch zeigt sich The White Chamber ebenfalls unbeeindruckt davon, dass andere Teams große Budgets für eine ordentliche Umsetzung aufbringen müssen, und besticht mit packend einsetzenden Effekten. Für eine Sprachausgabe hat es aber leider doch nicht gereicht.

Gesteuert wird mit der Maus, wobei es drei Funktionen gibt: Gehen, Benutzen, Ansehen. Genre-typisch kombiniert ihr Gegenstände aus dem Inventar mit der Umgebung. Laufen kann unsere Figur nicht. Die etwa ein Dutzend Szenen sind allerdings auch nicht so groß, als dass dies ins Gewicht fallen würde. Ein schneller Ortswechsel hätte allerdings nicht geschadet.

Den Download des Spiels findet ihr auf der offiziellen Website. Ein 306 Megabyte großer Brocken erwartet euch.

Faszinierend! Während ich zahlreiche Spiele der letzen Monate nach kurzem Anspielen eher genervt wieder verlassen habe und nur widerwillig zum Weitermachen motiviert wurde, habe ich dieses Gratis-Projekt von englischen Studenten auf einen Satz verschlungen. Wenn abgetrennte Körperteile (beziehungsweise auch das Abtrennen selbiger selbst) in Spielen es zu Zeiten von Manhunt & Co. noch schaffen, mir ein mulmiges Gefühl einzuhauchen, haben die Designer definitiv etwas richtig gemacht. Derzeit ist The White Chamber nur auf Englisch verfügbar, und dessen sollte man schon einigermaßen mächtig sein, um die Story auch wirklich zu verstehen. Mehrere internationale Versionen sollen allerdings folgen – ebenso wie ein weiteres Spiel (ein Taktik-RPG in einer Steampunk-Welt). Ich freu mich drauf, lege einstweilen TWC jedem kultivierten Spieler ans Herzen und packe für die Entwickler noch einen unserer seltenen Awards oben drauf!

Frontal 21 – Das ZDF kann es einfach nicht lassen

Anscheinend hat das ZDF aus seinem Debakel mit dem Bericht Video-Gemetzel im Kinderzimmer vom 09.11.2004 nichts gelernt. Damals erstürmten nach dem einseitigen Bericht haufenweise mehr oder weniger vernunftbegabte Spieler den Chat-Channel des zweiten deutschen Fernsehens und machten ihren Unmut über die aus Spielersicht vollkommen inakzeptable Reportage deutlich.

Der Bericht kritisierte damals die eher laschen Altersfreigaben der USK, versäumte es dabei jedoch vollkommen objektive Fakten von subjektiven Eindrücken zu trennen. So wurde Doom 3, welches in Deutschland keine Jugendfreigabe erhalten hat und somit nicht von Minderjährigen im Handel erwerbbar ist, auf einmal für jedermann, egal ob Kleinkind oder Erwachsener, als im Laden kaufbar dargestellt. Auch wurde sehr monoton über die Spielerkultur und über PC- und Videospiele im Allgemeinen berichtet. Gegenpositionen zu der im Bericht einhellig vertretenen Meinung, PC- und Videospiele seien ausschließlich gewaltverherrlichend und gehören deswegen verboten, gab es keine. Auch der heute ab 21:15 Uhr im ZDF ausgestrahlte Beitrag Gewalt ohne Grenzen scheint aufgrund seinen eindeutigen Titels kaum Besserung zu erwarten. Schließlich wird dieser Bericht auf der ZDF-Homepage mit den Worten „Frontal21 über gefährliche Gewaltspiele, mit denen Kinder und Jugendliche alleine gelassen werden.“ sehr markant beworben. Auf eine ausgewogene Berichterstattung darf also nicht gehofft werden.

Nur: scheinbar fällt der ZDF-Redaktion in dieser Richtung nichts neues mehr ein. Hauptthema der Reportage ist, wie schon im vergangenen November, die angeblich inkosequente Kontrolle von PC- und Videospielen durch die USK.

Deep Silver – E3-Lineup bekannt

Auch dieses Jahr wird die Electronic Entertainment Expo (kurz: E3) wieder ihre Tore öffnen. Mit dabei wird auch das von Koch Media ins Leben gerufenen Spielelabel Deep Silver mit seinem Lineup sein.

Dieses Lineup gab der Publisher heute bekannt. Mit X³: The Reunion (Weltraumhandelssimulation) , Singles 2: Wilde Zeiten (Real-Life-Simulation), Earth 2160 (Echtzeit-Strategie) sowie Heart of Empire: Rome (Strategie) sind dabei hauptsächliche bekannte Titel mit von der Partie. Nur zu Rush for Berlin und zu D1RT ließen sich im Internet keine Informationen auffinden. Bis auf letzteren Titel, welcher auch für die PS2 kommt, werden alle anderen Titel nur für den PC entwickelt.

In welchem Rahmen die Titel präsentiert werden ist bis jetzt jedoch noch offen. Zudem ist noch nicht bekannt, ob es zu Rush for Berlin und D1RT im Vorfeld noch einige Informationen geben wird.

Der Weltraum, unendliche .. Profitgier

Wieder mal befinden wir uns in der Zukunft und die Menschheit hat von der Erde aus haufenweise andere Planeten besiedelt. Die menschliche Ausdehnung im Weltraum kennt nun fast keine Grenzen mehr, doch auch die menschliche Agression scheint unendlich zu sein und so entstehen mehrere ‚Sternenreiche‘ die sich gegenseitig verhauen. Wenn ihr jetzt glaubt, für Ruhm und Ehre in die Schlacht ziehen zu dürfen, täuscht ihr euch. Eure Loyalität bei Smugglers 3 sollte dem gelten, der euch am besten bezahlt.

Nach dem mini Download des Spiels von gerade einmal 15Mb für das Hauptfile und circa 2Mb für den zugehörigen Patch ist alles in Windeseile installiert und ihr findet euch im Hauptmenü wieder. Dort könnt ihr euch erstmal das Tutorial zu Gemüte führen. Jede Aktion lässt sich ausprobieren und so kommt ihr auch relativ schnell mit der Steuerung zurecht. Sobald ihr damit fertig seid, könnt ihr euch eine Seite aussuchen mit der ihr eure Weltraumabenteuer erleben möchtet. Am leichtesten ist es, mit der Föderation zu spielen, da sie den größten Einflussbereich hat und ihr im Vergleich zu anderen Fraktionen auch relativ schnell die Karriereleiter erklimmen könnt. Auch die Schiffe sind vor allem anfangs etwas besser als bei anderen ‚Nationen‘. Nachdem ihr euch noch ausgesucht habt, ob ihr lieber ein Männlein oder ein Weiblein sein möchtet, findet ihr euch mit einem popeligem Schiff in einem Sonnensystem wieder. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, voran zu kommen. Entweder ihr fliegt einfach von einem Planeten zum anderen und verkauft Waren, ihr erledigt Aufträge für eure Fraktion oder ihr macht einfach was ihr wollt. Die Handlungsfreiheit des Spielers ist bei Smugglers 3 relativ groß, doch habt ihr auch für (fast) jede Aktion die Konsequenzen zu tragen. Natürlich ist es meistens gewinnbringender, illegale Güter zu verkaufen. Wird man aber erwischt, verliert man Fame und Reputation-Punkte, auf deren Basis euer Rang und eure Auszeichnungen vergeben werden. Wenn ihr also zu viel Mist baut, fehlt es euch an diesen Punkten und ihr könnt aufgrund eures niedrigen Ranges vielleicht nie mächtige Schiffe kaufen. Je mächtiger euer Schiff sein soll, umso höher muss auch euer Rang sein.

Ein gutes Schiff sollte auch anfangs euer Ziel sein. Da ihr nur mit einem kleinen Jagdflieger startet, der keinen Sprungantrieb hat, könnt ihr nicht einmal euer Sonnensystem verlassen, um vielleicht wo anders mehr Geld und Ruhm zu erlangen. Ausserdem ist man mit einem Miniflieger natürlich auch relativ wehrlos gegen größere feindliche Schiffe und das meiste Piratengesocks. Leider ist der Anfang etwas zäh, aber auch Dagobert Duck brauchte seine Zeit um vom ersten Goldnugget zur ersten Million zu kommen.

Natürlich könnt ihr, wie schon erwähnt, eigentlich machen was ihr wollt, doch kommt man auf diese Weise nicht besonders weit und ihr solltet euch eher auf Aufträge der Regierung konzentrieren. Wenn ihr hier ein wenig mitmischt, könnt ihr ordentlich absahnen und ausserdem werdet ihr auch schneller befördert. Mit den neu erlangten Valuten kann man sein altes Schiff aufrüsten oder gleich ein neues kaufen. Alle Schiffe sind relativ modular aufgebaut und haben am Anfang eine Basisausstattung, die mit ein paar Investitionen aufgemöbelt werden kann. Der Händlertyp kann sich größere Laderäume besorgen, der Kämpfer wird sich eine gute Bewaffnung zulegen, um weiter zu kommen.

Die Grafik ist, gelinde gesagt, zweckmäßig ausgefallen, jedoch atmosphärisch sehr gut gelungen. Es ist für Smugglers 3 zwar nicht wirklich notwendig besonders gute Grafik zu haben, aber ein paar Portraits mehr, die man sich am Anfang aussuchen könnte, wären sicher nicht schlecht! Die Planeten sind auch nicht gerade abwechslungsreich gestaltet. Musik und Soundeffekte sind ebenfalls sehr spartanisch ausgefallen, doch passen sie extrem gut und fangen auch nach stundenlangen Spielmarathons nicht an zu nerven.

Generell gibt es an Smugglers 3 nicht viel auszusetzen und der Motivationsfaktor ist relativ hoch. Um das Spiel zusätzlich noch etwas schwieriger zu machen, wird das (Spiel-)Alter zu einem Druck machendem Faktor. Jeder Spielzug heißt, daß drei Tage vergangen sind und ihr beginnt im Alter von 25. So habt ihr um die 4000 Spielzüge Zeit, um alles zu erreichen was ihr wollt und euch letztendlich auf der Highscoreliste zu verewigen.

Smugglers 3 ist in gewisser Weise beeindruckend. Vor allem die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten sind toll. Ihr könnt Planeten für eure Regierung erobern und sogar ein Krieg kann durch eure Mithilfe gewonnen werden. Vielleicht interessiert euch das aber alles nicht und ihr wollt lieber handeln? Auch okay, funktioniert ebenfalls. Aufgrund eures fortschreitenden Alters müsst ihr aber, wenn ihr auf Punkte abzielt, in den Krieg ziehen um am Ende mit Punkten belohnt zu werden. Damit ist euer Handlungsspielraum dann doch wieder etwas eingeschränkt.

Irgendwann beginnen die andauernden rundenbasierenden Kämpfe zu nerven, da man eigentlich ständig wie ein Wilder herumklicken muss. Generell ist das Kampfinterface etwas unglücklich ausgefallen und man hätte es sicher erfrischender hinkriegen können. Dass das Spiel nicht im Fenster spielbar ist, kann man nicht mehr als zeitgemäß betrachten. Bei meinem 21 Zoll Bildschirm füllt das Spiel vielleicht ein Viertel aus und der Rest ist schwarz mit ein paar Sternchen als Hintergrund. Trotzdem denke ich dass Smugglers 3 in eure Sammlung gehören sollte, wenn euch Sachen wie Space Empires 4 oder die Civilization Reihe gefallen.

CDV – E3 Line-up bekannt

Die CDV Software Entertainment AG gab heute das Line-up für die E3 2005 bekannt.
Dabei handelt es sich um die Titel War Front, War Leaders: Clash of Nations, American Conquest: Divided Nations, Blitzkrieg II, Panzers: PHASE TWO sowie Seven Sins.

Das prominenteste Produkt ist mit Sicherheit Blitzkrieg 2, welches den Vorgänger vor allem in technischen Aspekten toppen soll. Eine neue Grafikengine wird das Spiel komplett in 3D erstrahlen lassen und über 200 authentische Einheiten warten darauf, in 90 Missionen befehligt zu werden.

Auch Amercian Conquest: Divided Nations ist ein relativ prominentes Sequel von GSC Game World. Hier könnt ihr die Rolle eines Piraten, eines Milizkommandanten oder eines Armeegenerals übernehmen um im Amerikanischen Bürgerkrieg mit zu mischen.

Einige oben genannte Titel sind noch völlig unbekannt und warten darauf, von der Fachpresse auf der E3 eine erste Beurteilung zu bekommen. Wir werden euch auf dem laufendem halten.

Remedy – Neues Spiel auf der E3

Was hat Remedy eigentlich seit dem Release von Max Payne 2 gemacht? Das haben sich viele von uns gefragt, aber nicht einmal die großen Spielemagazine konnten irgendwas aus dem finnischen Entwicklerstudio herauskitzeln und es herrschte eisernes Schweigen.

Auf der diesjährigen E3 soll das Schweigen gebrochen werden und laut ATI und Petri Jarvilehto, dem Lead Game Designer von Remedy, werden uns vor lauter Staunen über die genialste Grafikengine der Welt die Gehirnwindungen rechtsdrehend nach innen gewickelt bis es zur Implosion kommt.

Grafik ist natürlich ein wichtiger Faktor aber auch die Storyline und andere Aspekte sollte man nicht außer acht lassen. Oft werden grafische Blender mit einem Wiederspielwert gleich null auf den Markt geworfen aber dass wird laut Jarvilehto bei Remedy’s neuestem Spiel nicht der Fall sein. Um ohne Druck des Publishers arbeiten zu können und ein optimales, durchdachtes Spiel abzuliefern publisht sich Remedy nämlich komplett selbst.

Ob das Self-Publishing so bleiben wird oder ob sie vielleicht doch bald von EA aufgekauft werden und ob das Spiel wirdklich so gut sein wird wie uns ATI und Remedy einbläuen wollen wird sich zeigen. Wir sind auf jeden Fall schon auf die E3 und die ganzen Neuvorstellungen gespannt.

Guild Wars – Hat Goldstatus erlangt

ArenaNet hat heute bekanntgegeben dass das OnlineRPG Guild Wars in Amerika Gold Status erlangt hat.

Das erste Spiel vom NCSoft Team in welchem einige ehemalige Blizzardleute mitarbeiten legt das Hauptaugenmerk zur Abwechslung weniger auf stumpfes Skillen sondern mehr auf die strategische Weiterentwicklung und Zusammenarbeit der Charaktere.

Eine weitere Seltenheit besteht darin dass das Spiel – zumindest noch – keine monatlichen Beiträge verlangt.

Eidos – E3-Lineup bekannt

Nachdem der Verkauf von Publisher Eidos Interactive in trockenden Tüchern ist und damit die Zukunft zumindest kurzfristig gesichert ist – noch ist nicht bekannt, was der neue Eigentümer mit Eidos Interactive nun genau für Pläne hat -, können sich die Briten nun endlich wieder aufs Wesentliche konzentrieren.

So verkündete man heute schon einmal das komplette Lineup für die im Mai stattfindende E3. Mit von der Partie sind dabei folgende Titel:

  • Tomb Raider Legend
  • Hitman Bloodmoney
  • 25 to Life
  • Commandos Strike Force
  • Just Cause
  • unbekanntes Projekt
  • Um was es sich bei dem noch unbekannten Projekt genau für einen Titel handelt, dürften wir wohl leider erst auf der E3 erfahren. Aber ein klein bisschen Spannung muss ja schließlich auch noch übrig bleiben, sonst müssten wir im Endeffekt gar nicht mehr von der E3 berichten.

    Fiese Ausserirdische? Nix da, Kunden!

    Irgendwo im Weltraum: Ihr habt eine kleine Raumstation, die gerade beginnt ein wenig Gewinn abzuwerfen. Ein wenig ist vielleicht etwas pessimistisch ausgedrückt, denn eure Raumstation wirft derart viel Gewinn ab, dass ihr von der interstellaren Regierung beauftragt werdet, einen Außenposten für sie in Betrieb zu setzen. Auch das gelingt euch wirklich gut, sogar so gut, dass euch die Prinzessin des Regenten bittet, eine kleine Raumstation für ihr fluffiges Haustier zu bauen. Gerade als auch diese Aufgabe voller Freude und Patriotismus von euch erledigt wurde, wird die Prinzessin von widerwärtigen Ausserirdischen entführt! Schnell muss genügend Energie für ein Sprungtor beschafft werden um sie wieder zu retten. Hier passiert jedoch die große Katastrophe! Ein dussliger Staatsdiener haut auf den falschen Knopf und anstatt der Prinzessin hinterher zu fliegen fliegt ihr in die Fremde…

    So beginnt die mit viel Witz gemachte Story von Outpost Kaloki. Ihr kennt sicher die üblichen Aufbauspiele wie zum Beispiel Transport Tycoon. Outpost Kaloki unterscheidet sich in einer Hinsicht wirklich deutlich von anderen Aufbauspielen. Es geht schnell und es macht höllisch Spaß. Das Spielprinzip ist simpel gehalten und Ninjabee erklärt es im Tutorial wohl am treffensten: Baue Erweiterungen für deine Raumstation damit sie Geld macht. Mit dem Geld baue mehr Erweiterungen um noch mehr Geld zu machen und so weiter.

    Stellt euch also eine Raumstation vor, die außen mit seltsamen Stumpen versehen ist. Dort könnt ihr ‚Geschäfte‘ anbauen und damit eure Kunden anlocken, die euer Konto mit Unmengen von Astrodollars überschwemmen werden um euere Shops nutzen zu dürfen. Je nach Level haben eure Besucher andere Bedürfnisse. So müsst ihr am Forschungsaussenposten der Regierung natürlich Sachen bauen, die mit Forschung zu tun haben, wie zum Beispiel ein Teleskop oder ein Chemielabor, in dem Aliens mit Tentakelfrisur Sprengexperimente durchführen können.

    Um die Bedürfnisse eurer Besucher erkennen zu können, könnt ihr am rechten Bildschirmrand ablesen, was von eurer Kundschaft gefordert wird und was nicht. Auch anfliegende und abreisende Kunden teilen euch mit, ob ihr Aufenthalt in eurer Station angenehm war oder nicht. An der Steuerung und der Übersichtlichkeit fällt auf, dass beides sehr spielerfreundlich gestaltet wurde. Spielt einmal das Tutorial von Sim Irgendwas durch, und euch schlafen vor ‚Drücke Alt+F2+3 um in die Eingaben-Ausgaben Statistik deiner Haltestellen in Kleingeistingen zu gelangen … blah‚ schon da die Füsse und das Hirn dazu ein. Outpost Kaloki ist schnell zu lernen, fordernd und übersichtlich gemacht. Links habt ihr das Spielmenü, in dem ihr eure Spielziele abrufen, speichern und laden könnt. Rechts seht ihr, wieviel Geld und Energie euch zur Verfügung steht.

    Wenn ihr jetzt glaubt, dass dieses überaus simple Spielprinzip das Spiel leicht oder langweilig macht, täuscht ihr euch. In der Kampagne werdet ihr durch vorgegebene Zeitlimits ordentlich ins Schwitzen kommen. Zusätzlich kommt oft noch dazu, dass eure Geschäfte Wartung brauchen und einfach explodieren, wenn ihr keine Reparaturdronen habt.

    Die Grafik kann niemals mit aktuellen Spielen der großen Publisher mithalten, doch, was viel wichtiger ist: sie passt wirklich perfekt ins Spielgeschehen und erzeugt eine super Atmosphäre. In vollem 3D-Gewand könnt ihr eure Raumstation von allen Seiten betrachten und auch stufenlos hin- und wegzommen. Vor allem die Artenvielfalt bei Outpost Kaloki weiß zu gefallen. Die seltsamsten Raumschiffe kurven herum und haben auch wirklich ausgefallene Antriebstechniken. Die Prinzessin hat ein kleines Raumschiff mit rosa Herzchen Antrieb und es gibt Ausserirdische, die mit einer Art Baumstamm-Blatt Kombination mit Propellerantrieb herumfliegen.

    Auch die ‚Gebäude‘, die euch zur Verfügung stehen, sind teilweise etwas gegen die Regeln der Physik designed, doch sieht man damit eindeutig, welchen Zweck sie haben. Ein Weltraum Limonadenstand unterscheidet sich eigentlich nur bei den Parkflächen vom irdischen Original. Nur wieso baut man bitte einen Limonadenstand in eine Raumstation? Die Antwort von NinjaBee ist verblüffend einfach: Jeder mag Limonade, auch Aliens stehen drauf. Auch ein bisschen Natur kann im kargen Weltraum nicht schaden und so könnt ihr zum Beispiel eine Blume pflanzen oder einen Teich für lustige Grillfeste anlegen.

    Etwas störend wirkt der Soundtrack. Zwar ist er qualitativ sehr gut und passt perfekt zum Spiel, doch leider ist nur ein einziges Musikstück vorhanden und das beginnt irgendwann mal zu nerven. Gesprochene Texte gibt es eigentlich keine, beziehungsweise weiß ich nicht welche Sprache das seltsame Gefasel eurer Ratgeber genau sein soll. Klingt aber nett (teilweise irgendwie nach Pingu mit Stimmbruch) und spart Speicherplatz. Die Soundeffekte sind gut gelungen und sogar in Stereo. Ihr könnt also mit eurem Gehör schön folgen wenn Imperator Locus eine Runde um eure Raumstation dreht :).

    Das Spiel gibt es in unseren Läden nicht zu kaufen, doch könnt ihr bei NinjaBee eine etwa 8,5MB grosse Demoversion kostenlos herunterladen. Diese könnt ihr 60 Minuten lang spielen und wenn sie euch gefällt, könnt ihr einen Freischaltcode für eine Vollversion erwerben.

    Der Motivationsfaktor von Outpost Kaloki ist irrsinnig hoch! Die Kampagne ist genial, ich wusste nicht das man ein Aufbauspiel mit derart genialer Story versehen kann. Naja, genial ist vielleicht übertrieben, aber dieses Spiel ist einfach witzig und gut gemacht. Erst nach langer Zeit, wenn ihr die Kampagne durch und euch auch an der großen Auswahl an Einzelspielerszenarios sattgespielt habt, wird es irgendwann einmal langweilig und das dauert lang. Das Spiel ist dermaßen gut gemacht, dass es sowohl für ein ‚zwischendurch‘ Spiel von 15 Minuten, als auch für den drei Stunden vor-dem-PC-vergammel Marathon geeignet ist. Ich kann nur sagen, dass ich überrascht und begeistert von der Qualität war, die Outpost Kaloki bietet, obwohl es von einer independent Schmiede kommt die vermutlich weniger Budget als der Kloputzer von EA zur Verfügung hat.

    Wenn euch mein Review nicht überzeugt hat, das Spiel zu kaufen, solltet ihr wenigstens einmal die Demo anspielen, die von den Features her das selbe bietet wie die Vollversion, aber nach einer Stunde den Dienst versagt. Das ist für jeden Leser Pflicht da Outpost Kaloki einfach ein gewisses Etwas hat, das ich im Review einfach nicht in Worten erklären kann. Für die außergewöhnliche Spielidee und das perfekte Steuerungsinterface, hat es Outpost Kaloki auf jeden Fall als erstes Indie Game geschafft, bei uns einen Award of Excellence abzustauben.

    Recht der Fans?

    Die Entwicklung an Tribes: Vengeance wurde eingestellt. Es wird keine weiteren Patches mehr geben. Für Außenstehende ist das nicht weiter beachtenswert, Fans des Shooters murren aber los. Ein konkretes Problem der heutzutage gängigen Patchmanie tut sich auf…

    Multiplayershooter schießen aus dem Boden wie Sand am Meer. Der Erfolg von Spielen wie Quake 3, Unreal Tournament und Counter-Strike hat eine wahre Hysterie ausgelöst. Aber nicht alle dieser Spiele laufen gut. Viele sind – wie in jedem Genre – regelrechte Ladenhüter. Jedoch tut sich gerade im Online-Bereich da eine neue Situation auf. Spieler sind Patch-Support, regelmäßige Updates, Bugfixes und permanente Verbesserung der Anti-Cheat-Vorrichtungen gewöhnt.

    Ein Freund von mir war erst ziemlich erbost, als er von der Tribes: Vengeance-Einstellung hörte: "Ich hätte damals nicht zu spielen begonnen, wenn ich das gewusst hätte.". Tatsächlich war der Support für den vermutlich letzten Tribes-Teil nie besonders gut. Das Spiel erschien im Oktober (erstmals auch mit Singleplayer-Kampagne) – und da auch der einzige Patch und eine Beta-Version des SDKs.

    Es stellt sich die Frage: Haben Fans einen Anspruch auf diese Art von Support? Aus juristischer Sicht ganz bestimmt nicht, aus moralischer aber sehr wohl. In den letzten Jahren wurden die Preise für Spiele immer weiter angehoben, zeitgleich traten aber auch immer mehr Bugmonster auf die Bildfläche. Spätestens seit es zu Siedler 3 an die 2432 Updates gab, sind Patches einfach allgemein akzeptiert. Gerade im Multiplayerbereich gehört es zum guten Ton der Community ständig beizustehen, sie mit Editing-Programmen und neuen Karten auszustatten.

    Jedoch: Das Verhalten von Vivendi ist leicht erklärbar. Tribes: Vengeance verkaufte sich mäßig, Patch-Support kostet aber Geld. Das ist Geld, das man wahrscheinlich zu investieren bereit gewesen wäre, wenn man mit der Marke Tribes noch etwas vor hätte. Das ist jedoch in absehbarer Zeit nicht der Fall. In der Welt von am Aktienmarkt notierten Publishern gibt es da keinen Grund mehr, sich um das Image eines Franchises zu kümmern. Vielleicht würde man diese emotionale Verpflichtung an die Käufer gerne erfüllen, aber es rechnet sich einfach nicht.

    Die Spieler wissen das: Kein Entwickler ist dazu verpflichtet sich über Jahre hinweg mit der Käuferschaft zu beschäftigen, schon gar nicht bei Nischentiteln. Dass man sich nicht immer auf die Hersteller verlassen kann, hat erst kürzlich wieder Anno 1503 gezeigt, auch wenn es dort noch ein wenig extremer zuging. Bleibt zu hoffen, dass die Käufer nicht das Vertrauen in die Produzenten verlieren, denn die Gefahr mit dem Kauf ganz gewaltig einzufahren ist dieser Tage viel zu hoch. Im Vorfeld versprochene Features werden nie nachgeliefert, Singleplayertitel bleiben teilweise einfach unspielbar, MMORPGs werden einfach heruntergefahren und die gekaufte Software dadurch vollkommen wertlos. Diese Praktiken, liebe Hersteller, können nicht das Ziel sein. Zum Teil sind sie sogar inakzeptabel – der interessierte Kunde vergisst so etwas nicht!

    Und was können wir Spieler eigentlich dagegen machen? Zugegebenermaßen wenig. Am Besten ist es ausschließlich Spiele zu kaufen die sich als bugfrei identifizieren lassen, Entwicklern nicht blind zu vertrauen und teure MMORPGs links liegen zu lassen (schließlich habe ich keinen Einfluss darauf, wie lange die Software funktioniert, also will ich den Client kostenfrei bekommen und nur monatliche Gebühren zahlen). Wer darauf vertraut, dass "eh alles noch verbessert wird" und auf diesem Wissen basierend 40 bis 55€ blecht, lebt nunmal gefährlich – leider!

    LAN-Party – 5 Jahre Ennsomnia, auch heuer wieder

    Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2004 dürfen euch VCC & KRRU (Ennsomnia 2004, LeondingLAN 2004, Freestyle-LAN, NGL-Finals #1) in Kooperation mit meet@internet (BackToSchool, Heiligen 3 Camper III) im Sommer 2005 (genauer gesagt von 24.-26. Juni 2005) zum 5 jährigen Jubiläum der Ennsomnia einladen.

    Zugleich feiern auch VCC & KRRU 5 Jahre LAN-Entertainment: Da mit der Ennsomnia 2001 alles begonnen hat, haben wir uns dementsprechend einiges für euch einfallen lassen.

    Die Ennsomnia 5 wird wie schon die Jahre zuvor in der Ennser Stadthalle (OÖ) stattfinden und für ziemlich genau 400 Leute Platz bieten.

    Die wichtigsten Features im Überblick:
    – 10x NGL-Turniere + 4x FunTurniere (inkl. PS2 und Tischfußball)
    – Netzwerk: CISCO 10/100/1000 MBit (Catalyst 4948 und 4003+ 2950T als Clientswitches)
    – WLAN 54 MBit
    – 30 Public Server mit den aktuellsten Spielen
    – Online Platzreservierung
    – Spielautomaten von TAB (inkl. 42“ Plasmavideogerät)
    – PS2-Ecke und Silverballautomaten
    – (Hardware)Shop auf der LAN
    – Vergünstigtes 24h vor Ort Catering
    – Internet
    – Monitorverleih
    – Eigene PCs für Retro-LAN mit Duke3D, Total Annihilation, Doom, MarioKart, ReVolt etc.
    – KidsLAN mit gewaltfreien Spielen für Kinder
    – Ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten vor und hinter der Halle
    – …

    Die Anmeldung und Sitzplatzreservierung ist ab sofort möglich!

    JoWooD – Mindestvolumenvetrag mit Capcom

    JoWooD, der österreichische Vorzeigepublisher (wenn man die relativ bedenkliche Geschäftsentwicklung mal vorweg lässt), ist einfach nicht unterzukriegen. Am Freitag hat man mit der US-Sparte von Capcom (Japan Capsule Computers – 1979 gegründeter, japanischen Software- und Spielautomatenhersteller/Distributor) eine Spielepatenschaft für den PS2-Titel Legend of Kay abgeschlossen.

    Dem Vertrag liegt eine konventionelle Lizenz und ein Royalty-Modell (nutzungsbasierende Verrechnung einer Lizenz) sowie ein Mindestvolumen für Japan und die USA zugrunde. In den vergangenen Wochen hatte JoWooD zudem ähnliche Verträge für Skandinavien und den baltischen Raum abgeschlossen.

    Ob diese Verträge die finanzielle Lage der steirischen Aktiengesellschaft verbessen, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen.

    Codemasters – Keine Spiele auf der E3

    Codemasters, der bekannte Publisher aus England, wird auf der diesjährigen E3 keine Spiele zeigen. Die Messe in Los Angeles sei nicht der richtige Platz um Werbung für ihre Spiele zu machen, da sich hauptsächlich an den europäischen und nicht an den nordamerikanischen Markt richten.

    Weit entfernt von der lauten E3 haben Codemasters eine Art Promotion-Tour direkt bei den Händlern geplant. Außerdem wird es eine Reihe von speziellen Presse-Events geben.

    Morgen soll es übrigens noch eine fette Neuigkeit geben. Wir dürfen also gespannt sein.