Alle Beiträge von Tom Schaffer

Gray Matter – Jane Jensen-Adventure liegt auf Eis

Bitter, bitter für uns Adventure-Freunde. Nachdem der Schock von der Sam & Max 2-Einstellung dank dem Top-Genrevertreter Black Mirror endlich abgeklungen war, gab Dreamcatcher nun bekannt, das neue Projekt der Gabriel Knight-Macherin, Jane Jensen, zu stoppen. Gray Matter – das Spiel war auf der letzten E3 unter dem Arbeitstitel Project Jane-J angekündigt worden – wurde wegen der schlechten Verkaufszahlen der guten, aber nicht überragenden, Adventures Syberia und Baphomets Fluch 3 gekillt, und wird wohl nicht mehr erscheinen. Der kleine Hoffnungsschimmer, dass ein anderer Publisher zu Hilfe eilt, erscheint leider unwahrscheinlich.

Was soll man dazu noch sagen? Der Markt für Adventures der alten Schule ist sicher nicht so groß, wie jener für 3D-Taktik-Shooter die im Zweiten Weltkrieg spielen, dürfte aber auch nicht so klein sein, wie derzeit alle behaupten. Über 400 000 verkaufte Runaway-Exemplare allein im nicht-englischen Europa, und das doch seit einigen Wochen in den oberen Verkaufscharts vorzufindende Black Mirror sprechen eine klare Sprache.

Psychotoxic – Interview, Exklusiv-Screens und mehr!

In wenigen Wochen steht uns der Nuclearvision-Titel Psychotoxic ins Haus, und alle Zeichen stehen derzeit auf Sturm. Natürlich haben wir uns deshalb die Möglichkeit nicht entgehen lassen und mit den Entwicklern ausführlich über das Spiel geplaudert. Das Ergebnis findet ihr in unserem Interview (über Link unten erreichbar, oder für die ganz harten Jungs über die Suchmaschine am linken, oberen Seitenrand). Es ist garniert mit vier aktuellen Exklusiv-Shots und vielen amüsanten und informativen Antworten.

Im Laufe der nächsten Tage werden wir euch außerdem vier Videos zum Spiel sowie vier weitere Bilder präsentieren können. Surft einfach öfter mal vorbei. Viel Spaß bis dahin mit unserem Artikel!

Interview zur nächsten dt. Shooter-Hoffnung

In nicht allzu ferner Zukunft steht uns mit Psychotoxic ein weiterer äußerst hoffnungsvoller Shooter aus dem deutschen Braunschweig ins Haus. Kein Wunder, haben doch bei Nuclearvision (sprich: New Clear Vision) auch mal österreichische Praktikanten "malocht". Wir haben uns mit Managing und Art Director Tim Bruns über das Spiel unterhalten, und erfahren, dass er sich bei unseren Fragen zum ersten Mal bei einem Interview nicht gelangweilt hat. Warum? Einfach lesen!

Rebell.at: Bitte stell dich kurz für unsere Leser vor.

Tim Bruns: Ich bin Tim Bruns und einer der drei Gründer von Nuclearvision (neben Frank Fitzner, der das ganze ins Leben gerufen hat, und David Strippgen). Ausserdem bin ich der Managing und Art Director der Firma. Aber ich denke, dass das wohl die etwas langweiligeren Informationen über mich sind.

Werden wir doch mal schnell privat … ich sammle Spielkonsolen wie ein Bekloppter (meine Freundin würgt mich für jede neue die ich anschleppe), bin ein fanatischer Mike Mignola, Alan Moore, Turbonegro, Hellacopters und Johnny Cash Fan. Ausserdem schreie ich gerne herum. War das eine kurze Vorstellung?

Rebell.at: Das Wichtigste am Anfang: Hast du jemals Monkey Island gespielt? (Das wirkt sich positiv auf unsere Wertung aus!)

Tim Bruns: Haha, ja ich habe in der Tat jeden Teil gespielt. Bis auf den Letzten habe ich sogar alle durchgespielt. Wirkt es sich auch positiv auf die Wertung aus, dass ich Mask of the Sun und The Pawn ohne Lösungshilfe geschafft habe?

(Hmm, lasst euch überraschen…)

Rebell.at: Zuerst zur langweiligen, technischen Seite: Warum habt ihr die Vulpine-Engine für Psychotoxic gewählt? Welche Mindestanforderungen werden uns erwarten? Was gilt als optimale Ausstattung?

Tim Bruns: Vulpine gibt es nicht mehr. Die heißen jetzt Trinigy. Und eigentlich kennen wir uns schon so lange und sind miteinander auf diese Weise befreundet. Aufgrund dieses Vertrauens haben wir intern entschlossen gemeinsam mit Vulpine/Trinigy diesen Weg zu gehen, nicht zuletzt weil Middleware auch Vertrauen zwischen Game-Developer und Middleware-Provider bedeutet und die Trinigy Engine ein reichhaltiges Set an Features out-of-the-box bietet.

Die minimale Konfiguration für Psychotoxic sind:

Minimale Konfiguration: Win98, 2000, XP, 1.3ghz Prozessor, 128 MB, 4xCD ROM / DVD, GeForce 3, Radeon 9200, Direct X 8 kompatible Soundkarte

Optimal: so ca. 2 GHz und eine GeForce FX und 512 MB RAM – dann läuft’s wie Butter"

Rebell.at: Wie weit ist die Entwicklung fortgeschritten? Wann werden wir mit dem Spiel rechnen können? Kriegen wir den weltexklusiven Erst-Test? (Das wirkt sich positiv auf unsere Wertung aus! *Communitydruck als Waffe einsetz*)

Tim Bruns: Die Entwicklung ist schon sehr weit fortgeschritten … Wir starten gerade unseren finalen Betatest (und da ist auch jeder herzlich eingeladen sich in unserem Formular auf unserer Webseite einzutragen) …

Weltexklusiv-Test kann ich leider nicht versprechen … aber vielleicht wollt ihr ja ein kleines Werbebanner im Spiel haben?

Rebell.at: Ihr versprecht eine große Anzahl verschiedener Gegner, darunter durchgeknallte FBI-Agenten oder Zombies. Wird es in Psychotoxic auch noch normale Menschen geben, die ein unschuldiges Leben fristen, oder drehen auf der Welt bereits alle vollkommen durch?

Tim Bruns: Auf der Welt drehen eigentlich schon alle völlig durch. Zum einen musst du zwischen den Real- und den Traumwelten unterscheiden. In realen Welten wird man auch nicht auf Zombies treffen oder so … aber auf viele sehr aggressive Menschen, die unserer Angie ans Leder wollen … aber es wird auch Menschen geben die schon so durchgeknallt sind, dass sie keine Gefahr mehr darstellen – die lassen sich dann auch nicht "misshandeln" – da weigert sich unsere Angie dann vehement.

Rebell.at: Der 4. Reiter der Apokalypse ist ein wichtiger Aspekt im Spiel. Das hat mich lange Zeit darauf schließen lassen, dass Psychotoxic einen biblischen Hintergrund hat. Worum dreht sich die Story aber wirklich? Und werden wir streng an einer linearen Leine gehalten oder gibt es gewisse Freiheiten?

Tim Bruns: Prinzipiell ist Psycho ein linearer arcadelastiger Shooter, aber es gibt auch große Areale, wo wir den Spieler schon von der Leine lassen. Ausserdem haben unsere Leveldesigner ein so raffiniertes Leveldesign hingelegt, dass man oft gar nicht merkt, dass einer linearen Handlung gefolgt wird.

Und der 4. Reiter ist eigentlich gar nicht so biblisch wie man meinen mag … aber wenn ich mehr sage, dann bin ich wohl noch blöder, als ich eh schon den Eindruck mache :)

Rebell.at: Die Heldin Angie ist eine Frau, wird sie trotzdem ein Auto fahren können? ;)

Tim Bruns: Gut, dass meine Freundin gerade nicht in der Nähe ist, denn ich bin derjenige, der nicht gerne Auto fährt und mich lieber von ihr durch die Gegend fahren lasse …

Aber unsere Angie wird Auto fahren und auch ein wenig durch die Lüfte steigen …

Rebell.at: Erzähl uns ein wenig über Angies Engelskräfte. Gibt es auch noch andere Charaktere im Spiel, die solche besitzen?

Tim Bruns: Ja, Angies Gegenspieler Aaron Crowley, der sich in seinem Größenwahn für eine Wiedergeburt von Aleister Crowley (Anm. der Red.: Mehr Infos <a href="http://skepdic.com/crowley.html" target="_blank">hier</a>) hält. Auch er kann in die Gedanken anderer Menschen tauchen, wo er auch manchmal auf Angie trifft.

Bei dieser Gelegenheit kann ich gleich mal erwähnen, wie man seinen Namen ausspricht … also der echte Aleister Crowley (ja den gab es mal, der lebte so Anfang des 20 Jahrhunderts oder so) hatte die Schnauze voll, dass sein Name falsch ausgesprochen wird … also hat er folgende Verse verfasst:

My name it is Aleister Crowley

I’m a master of magic and unholy

philtres & pentacles, conventicles,

basil, nepenthe, & moly.

Damit sollte die Aussprache hoffentlich geklärt sein und der Gute kann aufhören im Grab zu rotieren.

Aber zu Angies Engelskräften … sie kann die Zeit beeinflussen, sich unsichtbar machen, sich heilen, unheil von sich abwenden und in die Geister bestimmter Menschen eintauchen.

Rebell.at: Far Cry – ein anderer deutscher Shooter, setzte in der englischen Version ebenso wie ihr auf das sogenannte Ragdoll-Verfahren und bekam deshalb Probleme mit der USK. Wollt ihr das für den deutschen Markt entschärfen? (Wir Österreicher können über Indizierungen ja glücklicherweise noch lachen und sagen, dass wir die englische Version von Half-Life gespielt haben!)

Tim Bruns: Soweit ich weiß, ist Far Cry belangt worden, weil man auch noch mit den Toten "ragdollen" konnte. Das haben wir in der deutschen Fassung ausgebaut … aber sonst purzeln sie schon recht ansehnlich Treppen und andere eckige, unangenehme Dinge herunter …

Rebell.at: Psychotoxic spielt in 21 "echten" und 8 Traum-Levels, was versprecht ihr euch durch diesen Mix?

Tim Bruns: Eigentlich haben wir ja 30 Level. durch die Traumlevel hatten wir die Möglichkeit im Leveldesign so richtig die Sau rauszulassen ohne einen Stilbruch zu befürchten.

Rebell.at: Der Name "G. Bush" verursacht bei dir…

Tim Bruns: Auch wenn Peter Maffay ein netter Mann ist (glaube ich zumindest), aber ich finde er könnte rein optisch sein Double sein.

Rebell.at: Wie steht es um das Gameplay? Erwartet uns Dauerballern pur, plant ihr auch Schleich-Missionen oder andere Elemente?

Tim Bruns: Schon mehr Arcade, aber schleichen dürft ihr auch!

Rebell.at: Wird es eine österreichische Version mit echt steirischem Dialekt geben? (Das würde unsere Wertung sehr positiv beeinflussen!) Wenn nicht, was dürfen wir dann für die deutsche Version erwarten? (Bayrischer Dialekt ergibt Wertungsabzüge)

Tim Bruns: Haha, wenn ihr gute Sprecher organisiert und wir ein gutes Wort bei unserem Publisher Vidis einlegen, dann könnte ich mir das gut vorstellen.

(Dieses "Versprechen" war ein böser Fehler :))

Rebell.at: Stichwort: Multiplayer. Wird es einen solchen Part geben, und wie sieht es mit dem geplanten Support für die Mod-Community aus?

Tim Bruns: Multiplayer ist als Addon angedacht … ebenso der Support für die Mod Community … es tut mir selbst weh, aber wir sind ein kleines Team und müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren …

Rebell.at: Ich habe einige Screenshots von Psychotoxic gesehen, die mich aus irgeneinem Grund an das erste Half-Life erinnert haben (vom Stil her, nicht qualitativ ;)). Inwiefern habt ihr euch vom Valve-Shooter oder anderen Produkten beeinflussen lassen?

Tim Bruns: Ohne Beeinflussung gibt es heutzutage glaube ich nichts mehr. Aber wir haben auch zwei spitzenmäßige Leveldesigner, die sich einen guten Namen in der Half-Life Szene gemacht haben. Ausserdem verbinden uns noch ein paar andere Sachen mit Valve, die wir sehr bald enthüllen werden :)

Rebell.at: Großzügig wie wir sind ist hier noch Platz für alles was du uns sonst noch sagen möchtest. Politische Themen explizit erwünscht… :)

Tim Bruns: Ist euch schon mal aufgefallen, dass das Universum auf einer Spieleengine aufgesetzt sein muss? Polygonreduktion, LoD, Mip Mapping, Nebel – sprich Luftperspektive wo man hinschaut. Und dann diese
grandiose Idee alles auf einer Kugel zu platzieren. Was da alles nicht gerendert werden muss. Sogar an den KI Algorithmen wurde weitesgehenst gespart.

Ich könnte mich hier bücherweise über diese Theorie auslassen … Aber ich will niemanden langweilen und habe auch nicht vor in nächster Zeit in eine Zwangsjacke gezwängt aus Langeweile von morgens bis abends meinen Kopf gegen eine gummigefütterte Wand zu hämmern.

Wir bedanken uns bei Tim für das Interview!

Übrigens: Neben diesen vier exklusiven Screenshots zum Spiel, werden wir euch in den nächsten Tagen noch fünf weitere Bilder sowie einige Gameplay-Videos anbieten.

Charts – Verkaufsränge aus Österreich (03.05.)

Und auch diese Woche haben wir wieder die aktuellen Charts der Saturn (Ö)-Kette für euch in Erfahrung bringen können. Und die Neueinsteiger konnten das Publikum ganz offensichtlich begeistern. So platzierte sich DTM Race Driver 2 direkt auf den ersten Rang, Painkiller immerhin auf Rang 3. Beachtlich sind die immer noch guten Verläufe von Condition Zero, das sich trotz miesester Presse seit Wochen in den Top 10 halten kann. Für Adventurefans ist es erfreulich zu sehen, dass es auch für Black Mirror noch ein weiteres Mal für die ersten zehn Plätze gereicht hat.

01. (00.) DTM Race Driver 2
02. (01.) Far Cry
03. (00.) Painkiller
04. (02.) Battlefield Vietnam
05. (03.) Splinter Cell: Pandora Tomorrow
06. (04.) Counter-Strike Condition Zero
07. (05.) Sacred
08. (06.) Colin McRae Rally 4
09. (07.) Black Mirror: Der dunkle Spiegel der Seele
10. (08.) Unreal Tournament 2004 (Spec. Ed.)

Atari – Lernfähig: Keine Filmumsetzungen mehr

Im vergangenen Jahr veröffentlichte Atari mit Terminator 3, Mission Impossible und Enter the Matrix drei Spiele, die qualitativ leider nicht an ihre Film-Vorlagen (geschweige denn an Genre-Konkurrenten) heranreichen konnten. Wie es scheint hat der ehemals als Infogrames bekannte französische Publisher aus diesen Fehlern gelernt, und will deshalb zumindest in naher Zukunft auf weitere Software-Umsetzungen von Spielfilmen verzichten. Das Jahr 2004 steht nun ganz im Zeichen des Ausbaus von bereits bestehenden Game-Marken wie Driver oder Syberia. Bereits erschienen ist unter anderem Unreal Torunament 2004, die Fortsetzung der UT-Serie.

Diese Entscheidung hat nicht nur für Spieler, denen verhunzte Versoftungen schon seit Jahren auf den Wecker gehen, Vorteile, sondern auch für den Publisher selbst: Horrende Lizenzkosten wie der Preis für die Matrix-Lizenz (50 Mio. $) gehören nun erst einmal der Vergangenheit an.

Hoffen wir nur, dass beim jetzt bevorstehenden Sequel-Wahn nicht auf die Neuentwicklungen vergessen wird. Interessant könnte auch die Antwort auf die Frage sein, was aus dem bereits des Öfteren erwähnten, nächsten Matrix-Spiel werden wird, das angeblich von Shiny seit längerer Zeit entwickelt wird…

Garfield – Lasagne für PC-Zyniker

Im Herbst 2004 werden faule PC-Gamer auf dem Bildschirm einen Kameraden vorgesetzt bekommen. Der gute, coole, geile, alte Garfield wird nämlich nicht nur einen neuen Film, sondern auch ein PC-Spiel spendiert bekommen. In welchem Genre er seine kultigen Sprüche ablassen wird ist noch nicht klar. Nur, dass sich Hip Entertainment die Lizenz für ein „Ich mag Lasagne und hasse Spinnen“-Game gesichert hat, die sie kurz nach dem Kinostart ausnutzen will. Ob wir den üblichen Lizenz-Müll oder anspruchsvolle Kost geboten bekommen, bleibt abzuwarten.

Garfield erschien als Comic erstmals 1978. Der orange, faule und fette Kater lebt bei seinem „Besitzer“ Jon Arbuckle, zusammen mit dem etwas dämlichen Hund Odie. Obwohl der Grundstoff nach 08/15-Verhältnissen klingt, bietet er dem Zeichner und genialen Kopf hinter der Serie seit fast 26 Jahren nahezu täglich Stoff um humorvoll über das Leben zu philosophieren. Auf der offiziellen Garfield Seite (einfach nachfolgenden Comicstrip anklicken), kann man jeden je veröffentlichten Strip nach Datum sortiert nachlesen.

Half-Life 2 optisch enttäuschend? Neue Screens!

Seit der letzten echten Neuigkeit zu Half-Life 2 dürften ungefähr 200 Monate vergangen sein. Die Zeit des Dürstens ist nun aber vorbei, denn neun wirklich neue Screenshots (zumindest im Onlineberech – sie sind ebenfalls in der aktuellen PC Games zu finden) sind nun unter dem unten stehenden Screenshot in hochauflösender Fassung zu finden.

Nach dem ersten Schrecken, weil es etwas Neues zu sehen gibt, folgt auch gleich ein zweiter. Bei genauer und kritischer Betrachtung weisen die Bilder keine revolutionären oder tollen Grafiken mehr auf. Teilweise wirken die Screenshots sogar erschreckend detailarm, und einige Szenerien wären wohl auch mit der Unreal Tournament-Engine anno 2000 bereits problemlos möglich gewesen. Im Vergleich zu Far Cry geht der Titel optisch zwar nicht total unter, muss sich aber warm anziehen. Meiner Meinung nach, wären die Bilder insgesamt gesehen nur unwesentlich über dem Niveau von Yager anzusiedeln. Hoffentlich präsentiert sich das Spiel in Bewegung schöner…

Seltsam, dass Valve nun gerade diese Screenshots frei gibt, nachdem man sich so lange Zeit bedeckt hielt.

Webtipp – Google findet Massenvernichtungswaffen!

Die USA haben sich mit ihren ABC-Waffen im Irak ganz gehörig verzettelt, Google nicht. Wer die wohl beliebteste Suchmaschine der Welt ansurft, die Wörter „weapons of mass destruction“ eintippt, und daraufhin den „Auf gut Glück!“-Button drückt, sollte sich die daraufhin gefundene „Fehlermeldung“ etwas genauer ansehen.

Dieser kleine Gag beweist wieder einmal, dass Google Gott ist und neben einer nicht unwesentlichen Portion an Internet-Wissen auch noch Humor besitzt – auch wenn die erscheinende Meldung nicht von Google selbst getippt wurde…

dtp – Fünf Adventures kommen

Der deusche Spiele-Distributor dtp (Black Mirror) will zusammen mit seinem Co-Publisher Crimson Cow (Runaway 2) bis Mitte 2005 noch zumindest fünf Adventures veröffentlichen. Bekannt und gleichermaßen sehnlichst erwartet sind davon die Neuentwicklung The Moment of Silence von House of Tales (dt.), sowie der Nachfolger zum wohl erfolgreichsten Adventure der letzten Jahre, Runaway, von Pendulo (span.). Die drei anderen Titel bleiben vorerst noch unter Verschluss.

Berechtigte Spekulationen besagen aber, dass Nibiru – The Messenger of the Gods, das aus dem selben Entwicklerhaus wie das derzeit gut laufende Black Mirror (Aktuelle Chartplatzierungen: Amazon.de – Platz 3, Saturn Austria – Platz 7) stammt, einer der drei unbekannten Titel sein wird.

Etwas weniger gesichert, aber dennoch nicht unbegründet, sind auch die Mutmaßungen, wonach der The Longest Journey-Nachfolger Dreamfall die zweite Wissenlücke füllen könnte. Diese Theorie basiert auf der Annahme, dass die deutschen Vertreibsrechte von TLJ derzeit ebenfalls bei dtp liegen.

Wir gehen davon aus, dass auf der E3 einige neue Details ans Tageslicht gelangen könnten, erwarten aber spätestens für die Games Convention volle Klarheit.

Charts – Verkaufsränge aus Österreich

Nach langer Auszeit, haben wir beschlossen euch ab nun wieder regelmäßig mit den neuesten Verkaufscharts aus Österreich zu verorgen. Hier die aktuelle Reihung der Saturn-Charts:

01. Far Cry
02. Battlefield Vietnam
03. Splinter Cell: Pandora Tomorrow
04. Counter-Strike: Condition Zero
05. Sacred
06. Colin McRae Rally 4
07. Black Mirror: Der dunkle Spiegel der Seele (NEU)
08. Unreal Tournament 2004 (Spec. Ed.)
09. Singles
10. Die Sims Super Deluxe

Neueinsteiger in diesem Feld ist nur das Adventure Black Mirror, das sich hierzulande also recht gut zu verkaufen scheint. Auffällig ist, dass Electronic Arts derzeit „nur“ zwei Top 10-Kandidaten stellt.

Games – Explodieren jetzt die Preise?

Dietrich Meutsch, Geschäftsführer von THQ, hat vor einigen Stunden eine kleine Debatte zum Preis von PC- und Videospielen losgetreten. Für ihn seien 45€ bei PS2-Spielen die Schmerzgrenze, weshalb sich sein Unternehmen auch an dieser Preisebene orientieren würde. Andere Neuerscheinungen und Top-Titel kosten bis zu 60€. Ziel dieses Umdenkens ist es, einen breiteren Markt anzusprechen, als es mit den bisherigen Kosten möglich wäre.

Eine einsichtige Meinung, die für Spieler sicherlich erfreulich sein wird. Von Michel Wedler, einem Einkaufsleiter der Saturn-Handelskette in Deutschland, kommt aber ein schneller Konter, der die Diskussion auch auf den PC-Bereich ausweiten dürfte. „Ich teile diese Meinung nicht bei allen Produkten, sondern nur bei wirklich relevanten Massenmarktthemen„, so Wedler gegenüber GamesMarkt. Für ihn wären also niedrigere Preise bei Titeln wie dem Findet Nemo-Game tatsächlich zielführend um eine breitere Basis von Käufern anzusprechen. Vollkommen gerechtfertigt wären für Top-Seller à la Half-Life 2 allerdings gar Preise von bis zu 60€.

Diese Meldung ist beunruhigend und für mich auch unverständlich. Schon unter aktuellen Kosten für ein PC-Spiel stöhnt ein Großteil der Käufer auf. Bis zu 55€ löhnt man derzeit für absolute Spitzenspiele. Wie wir in unserem Die Akte Raubkopie-Special ausführlich begründet haben, halten wir erneute Preiserhöhungen für eine Gefahr, die weitere potentielle Käufer zum Warez-Griff bewegen könnten.

Branchengigant Electronic Arts scheint das aber anders zu sehen und gibt in Zukunft fast jedes Spiel mit dem empfohlenen Verkaufspreis von 55€ (~750Ös) an die Händler weiter, und bringt von sieben kommenden Neuerscheinungen keine einzige für unter 50€ an den Mann, wie eine aktuelle, uns vorliegende, Releaseliste beweist. Zu zwei diesbezüglichen E-Mail-Anfragen unsererseits, hat EA Austria bisher leider seit über einer Woche nicht Stellung genommen.

Wie dem auch sei, die Zeiten, in denen 40 bis 45€ (~620Ös) als bitterste Käuferpille galten, dürften sich langsam dem Ende nähern. Nämlich dann, wenn andere Publisher diese Entwicklung mitmachen. Übrigens: S.T.A.L.K.E.R. (deutscher Vertrieb: THQ) wird in der EA Österreich-Releaseliste neben Hitman 3: Contracts (dt. Vertrieb: Eidos) als einziger 55€-Titel angeführt, der nicht direkt von EA stammt. Bei PC-Spielen scheint die Schmerzgrenze also auch für THQ höher angesiedelt zu sein. Der Schritt zum vom Saturn-Angestellten angesprochenen 60€-Preis wäre dann nicht mehr besonders groß.

(Anmerkung: Electronic Arts ist in Österreich für die Distribution von Spielen vieler anderer Unternehmen wie Codemasters, Eidos oder THQ verantwortlich).

Leserbrief Onkel erholt sich

Aufatmen in der Rebell-Redaktion: Unser bäriger Leader Honk hat sich fürs Erste von seinem psychotischen Trip gegen Gummibären erholt, und bekommt nun beim Anblick der Tommi G-Tierchen blos noch ein kurzes, nervöses Zucken am rechten Augenlid. Seit einigen Tagen geht er auch wieder seiner Arbeit hier bei uns nach – zumindest wenn er nicht gerade betrunken ist. Nach ausgiebigen und immer noch andauernden Feiern über Heinz Fischers sonntäglichem Sieg, ist dieser nüchterne Zustand aber eigentlich für die nächsten 48 Stunden nicht zu erwarten.

Erst am Samstag hat sich Honk der umfangreichen Fan-Post gewidmet. Neben einem ziemlich geilen Foto von Heidi, war auch ein weniger anzüglicher Brief darunter. Benita F.-W. aus Wien wollte wissen: „Wie werde ich so populär wie du?“. Leider hat Honk die Antwort erst gegen halb 12 Uhr nachts abgeschickt, sodass die junge Dame am nächsten Abend sehr enttäuscht zurückschrieb, sie habe den cleveren Rat zu spät erhalten und deswegen ihr Lebensziel verfehlt.

Frau F.-W. warf Honk deshalb Frauenfeindlichkeit vor, obwohl er schon des öfteren bewiesen hat, dass er dem weiblichen Geschlecht gegenüber durchaus extrem liberal eingestellt ist. In Deus Ex 2 hat er sich beispielsweise das weibliche Alter Ego ausgesucht und trotzdem nicht absichtlich das Zeitliche gesegnet. Das ist eine wesentliche Steiergung seit Tomb Raider 3, wo er mit Lara oft stundenlang gegen eine Wand gerannt ist, um später festzustellen, dass die Frau trotzdem noch kein bißchen blöder als die Durchschnittsbraut agieren würde. Wir sind dabei Honk zu bessern – ehrlich, heiliges Politikerehrenwort!

Weitere Leserbriefe bitte an honk@rebell.at

id Software – Wer zum Geier ist John Carmack?

Passend zum vermeintlich bevorstehenden Release von Doom 3 (Gerüchte-Meldungen sprechen von einem späten Mai-Termin) hat sich der gute burning an den ersten Teil unserer neuen Special-Serie Was macht eigentlich…? gesetzt. Er hat also die Personalien der Programmierer-Größe John Carmack nach schmutziger Unterwäsche durchwühlt, und ist dabei auf so manches abgespacte Phallus-Symbol gestoßen. Wie würde Shrek sagen? – „Ob er damit irgend etwas kompensieren will?“. Na wir wollen dem guten John mal nichts Bösartiges unterstellen und verweisen euch auf unseren Artikel.

Übrigens: Wenn ihr einen besonderen Wunsch habt, wer denn das nächste Opfer unserer Serie sein sollte, dann schlagt die Person einfach in unserem Forum vor, und wir mal nachsehen, welche Leichen er oder sie im Keller haben.