
Webview – Artikel der Kollegen (25.05)


Soeben haben dtp und Crimson Cow die ersten echten Screenshots zu Runaway 2 per E-Mail an uns verschickt. Natürlich haben wir sie im Eilzugstempo auf unsere Server geladen, damit ihr sie auch zu Gesicht bekommen könnt.
Freunde klassischer Adventures und des Vorgängers werden sich über den zu Teil 1 ähnlichen Comicstil der 2D-Grafik freuen. Das Interface wurde bei den Bildern übrigens ausgeblendet. Ob uns hier eine Überraschung erwartet, oder dieser Teil des Spiels einfach noch nicht vorzeigbar ist, ist leider unklar.
Für alle, die seinerzeit bei der „Holt Runaway nach Deutschland„-Petition mitgestimmt haben, ist auch das folgende Statement sehr erfreulich: „Aufgrund des großen Erfolges von Runaway ist es dtp und Crimson Cow gelungen, bei den spanischen Entwicklern Pendulo die Entwicklung des zweiten Teils anzustoßen. Dieser Erfolg wäre ohne die Petitionen von tausenden Adventurefans niemals zustande gekommen – denn ohne sie hätte es Runaway gar nicht in die deutschsprachigen Länder geschafft. Runaways Erfolg ebnete schließlich den Weg für ein Revival des totgesagten Adventuregenres,…“
Der Release ist derzeit für den Winter 2004 angesetzt, mit Vorbehalt darauf, dass es auch bis Anfang 2005 dauern könnte.
Wie dtp in einer Presseaussendung bekannt gab, wird es aus dem deutschen Software-Haus nicht nur einen passenden Titel zur Tour de France (Radsport Manager 2004/2005) und der Fussball EM (Tipp Kick) geben, sondern auch ein Begleitspiel zu den Olympischen Spielen von Athen. Sommerspiele wird wie die anderen zwei Spiele nur auf dem PC erscheinen.
Mehr als zehn Disziplinen dürfen wir erwarten, die unter anderem in die Bereiche „Leichtathletik“, „Schwimmen“ und „Schießen“ einzuordnen sind. Preislich bleibt dtp seiner kundenfreundlichen Politik treu und stellt Sommerspiele um knapp 30€ in die Läden.
Übrigens: Nach Konkurrenzprodukten brauchen sich PC-Spieler gar nicht erst umzusehen. Laut Marketing Direktor Carsten Fichtelmann wird es nach bisherigen Informationen keinen anderen zu Olympia 2004 passenden Titel für unsere Lieblingsplattform geben.
Mancher hat es sicher schon bemerkt, in unseren Artikeln befinden sich seit kurzem Werbe-Banner zu einem Online-Shop, die euch zum Kaufangebot des jeweiligen Spiels führen. Das hat zwei Gründe:
1.) Wir bekommen im Falle eines Kaufs eurerseits bei dieser Seite eine prozentuelle Provision gezahlt.
2.) Ihr könnt bequem mit dem ersten Klick unsere Bewertung eines Spiels lesen, und mit dem zweiten das Spiel bei Gefallen bquem zu einem wettbewerbsfähigen Preis kaufen.
Natürlich wird das keine Auswirkungen auf unsere gewohnt kritische Berichterstattung haben, und uns auch nicht zu einem kommerziellen Projekt machen. Wir suchen nur Wege um die hohen Kosten für Domain, Versandkosten etc. abzudecken, ohne euch dabei mit vollkommen sinnloser Werbung zu bombardieren. Wir werden deswegen die Banner auch ansprechender in unser Layout einbinden, als es derzeit der Fall ist.
Falls ihr uns unterstützen wollt, und bei unserem Shop-Partner einmal ein attraktives Angebot erspäht, würde es uns natürlich sehr freuen, wenn ihr diesen Service in Anspruch nehmt.
Es war unser Spiel des Jahres 2003 und wurde auch in der restlichen Fachpresse in höchsten Tönen gelobt – Beyond Good & Evil, der innovative Mix als Action- und Adventure-Elementen aus dem Hause Ubisoft. Natürlich findet so ein Titel auch seine eingeschworene Fangemeinde. Und genau diese Gruppierung hat nun eine Online-Petition gestartet, mit der sie einen Nachfolger fordern.
Nachdem ich selbst unterschrieben habe, wollte ich natürlich um die Chancen dieser Aktion Bescheid wissen und habe mich mit Ubisoft Österreich in Verbindung gesetzt. Heute um 13:37 (elitäre Uhrzeit ^^) ereilte uns die ernüchternde Antwort. Derzeit sei keine Fortsetzung von Beyond Good & Evil geplant. Sicher eine Teilschuld daran hat die folgende Aussage von PR-Frau Angelika Schön: „Obwohl das Spiel gute allgemein sehr gute Bewertungen (um 90 %) war es nicht unbedingt der Renner bei den Verkäufen.„. Das ist aber ihrer und auch unserer Meinung nach sicherlich zumindest partiell auf die zum Zeitpunkt des Releases starke Konkurrenz zurückzuführen gewesen.
Aktuell stehen die Chancen auf BG&E 2 also eher schlecht, eine definitive Absage für die Zukunft gibt es aber wenigstens noch nicht.
Die Fangruppe Lucas Fan Games hat vor etwa zwei Jahren mit dem Advenutre The New Adventures of Zak McKracken für enormes Interesse in der Internetlandschaft gesorgt. Ähnliches kann man sich eigentlich auch jetzt erwarten, denn die Jungens haben ein Remake des Klassiker Maniac Mansion veröffentlicht.
Mit schöner VGA 2D-Grafik, durchgängigem Soundtrack, SCUMM-Interface und anderen Schmankerln weiß MM Deluxe nach etwa 9-monatiger Entwicklungszeit durchaus zu gefallen. Nach einem 5.5 Megabyte großen Download dürft ihr euch davon selbst überzeugen und mit den drei Helden auf Rätseltour gehen.
Auch im Jahr 2004 ist das 17 Jahre alte Spiel durchaus noch einen Blick wert. Das Prinzip, die Fähigkeiten von drei verschiedenen Charakteren in Lösungen zu abgefahrenen Problemen zu verwandeln, wurde eigentlich außer im Nachfolger Day of the Tentacle nie mehr auch nur Ansatzweise benutzt (zumindest würde mir nichts in dieser Richtung einfallen im Moment ;-)).
Man kreuzt Diablo mit einem MMORPG und verpackt das Ganze in eine wunderschöne 3D-Welt mit vielen netten Ideen – heraus kommt Guild Wars, das nächste Online-Game von NCsoft. Wir haben in die Beta-Version gelugt um euch einen ersten Eindruck gewähren zu können.
Ein MMORPG ohne monatliche Gebühren? Abgesehen von einigen Freeshard-fähigen Spielen wie der Oldie Ultima Online gibt es sowas noch nicht. Genre-Gigant NCsoft (Lineage 2, City of Heroes, Tabula Rasa, …) will dies nun ändern. Ein Team von ehemaligen Blizzard-Mitarbeitern und anderen talentierten Entwicklern arbeitet derzeit unter dem Namen Arena.net an Guild Wars. Während der E3 gab es die Möglichkeit das Spiel ausführlich zu testen. Der Proband hat sich äußerst wacker geschlagen und so manchen der etwa 200.000 angelockten Zocker mal wieder in ein schlafloses Suchtwesen verwandelt.
Das Action-RPG bestach nicht nur durch die schöne und vor allem schnelle Grafikengine, sondern auch durch spielerische Werte. Nachdem wir uns einen Charakter zusammengestellt haben (wir wählten die Kombination Elementalist/Warrior um die Vorzüge von Magie und Nahkampf kombinieren zu können), begann das Spiel vor den Mauern einer Stadt. Sofort kam ein NPC auf uns zugerannt und bat uns um Mithilfe im Kampf gegen massenhaft unfreundliche Monster. Wir rannten mit ihm also los und nahmen an einer "ethnischen Säuberung" der unbedenklichen Art teil. Das machte zwar eine Zeit lang Spaß, aber es stellte sich natürlich die Frage, wofür man dazu einen Online-Anschluss brauchte.
Schnell also machten wir uns auf die Suche nach Mitspielern, um auch den Multiplayer-Part ordentlich auszunutzen. Nachdem wir einige Regionen (mit – trotz Streaming-Technologie – annehmbaren Ladezeiten und nur wenigen Lags) durchreist hatten, stießen wir endlich auf eine Gruppe williger Mitstreiter. PvP-Kämpfe (Player versus Player) waren angesagt und so stiegen wir in eine Extra-Map ein, wo es zur Schlacht zwischen jeweils vier menschlichen Recken kam. Langsam ging das Spielprinzip ins Blut über, und wir lernten die acht voreingestellten Zaubersprüche unseres Charakters kennen (während des E3-Stresstests waren alle Accounts auf Level 15 gelockt, damit keine unfairen Vorteile auftraten).
Nach vier Duellen verabschiedeten wir uns von den Kollegen und suchten nach den uns bereits zu Ohren gekommenen Cooperative-Missionen. Mit einer Gruppe von bis zu acht Personen sollte man die spielen können. Allerdings musste man sich dieses Szenarien erst nacheinander freischalten, da sie eine gewisse Storyline verfolgten.
In den ersten Missionen waren es aber erstmal wieder kleinere Gruppen von vier, die zusammen gegen das Böse kämpfen durften. Sinnloses Drauflosrennen führte dabei früher oder später unweigerlich zum Tod. Immer wieder verlangten größere Gegnerhorden und Bossgegner nach taktischen Vorgehensweisen. Über den Ingame-Chat funktionierte das zwar auch, wesentlich praktischer erwies sich aber das Benutzen des Voicechat-Programms Teamspeak.
Wer genug Erfahrung gesammelt hatte, konnte seine Skillpunkte in den Städten zur Aufbesserung bestimmter Fähigkeiten einsetzen, ansonsten gab es noch temporär einsetzbare Gems (eine Art Edelstein), die einem für einige Zeit zusätzliche Zaubersprüche bescherten.
Die größte Schwäche des Spiels lag zuweilen noch in den unspektakulären Ausrüstungsgegenständen. Gilden waren noch nicht integriert und die sollen ja später eine beträchtliche Rolle spielen. Dank einer Freundesliste konnte man aber dennoch problemlos mit allen Bekannten im Spiel kommunizieren. Schade, dass es keinen eingebauten Voice-Chat gibt, so muss man wieder einmal auf externe Tools zurückgreifen.
Wer mich kennt weiß, dass ich ein absoluter Online-Muffel bin. Nur wenige Spiele konnten mich zum Internet-Gaming bewegen, aber die E3-Beta von Guild Wars hat es geschafft. Natürlich ist auch das gebührenfreie Online-Spielen ein Grund um das NCsoft-Game im Auge zu behalten.
Wenn Arena-net bis zum Release in der zweiten Jahreshälfte noch an einigen Feinheiten schraubt, könnte Guild Wars das schaffen, was eigentlich World of WarCraft vorbehalten bleiben sollte: Uns nämlich ein unkompliziertes Massivley Multiplayer-Erlebnis zu bescheren, das Einsteigern und Profis gleichermaßen Spaß macht.

Nachdem wir zwei Wochen schlichtweg auf die Saturn-Charts vergessen haben, wollen wir das diese Woche wieder ändern. Die Änderungen in der Klammer beziehen sich auf unsere letzte gepostete Woche. Beachtlich ist neben den Neueinstiegen von Port Royale 2, Hitman 3 und Euro 2004 vor allem, dass sich der – nett gesagt – mäßige Titel Condition Zero immer noch sehr gut zu verkaufen scheint. DTM Race Driver führt nach wie vor, das hervorragende Adventure Black Mirror verabschiedete sich leider aus den Top 10.
01. (01.) DTM Race Driver 2
02. (00.) Port Royale 2
03. (02.) Far Cry
04. (00.) Hitman 3: Contracts
05. (06.) Counterstrike Condition Zero
06. (04.) Battlefield Vietnam
07. (05.) Splinter Cell – Pandora Tomorrow
08. (03.) Painkiller
09. (07.) Sacred
10. (00.) Euro 2004

Der United Gamesites-Bund musste nach einigen technischen Schwierigkeiten für kurze Zeit ohne Webviews auskommen. Wie ihr aber sicher schon bemerkt habt, wurde das Problem bereits wieder behoben.
Nach einem Hackerangriff waren die Jungs von GamingXP für einige Tage offline, und haben einen gehörigen Datenverlust hinnehmen müssen. Aber natürlich kämpfen die Kerls wie es sich für richtige Österreicher gehört weiter. Wer ihnen eine Runde Mitleid spendieren will, sollte unter den unten stehenden Links einen Verweis zu unseren sympathischen Landsmännern finden.
Schon fünf Jahre im Rennen ist GameCaptain. Ein Grund zum Feiern, und das machen die deutschen Kollegen auch. Zum kleinen Jubiläum gibt es ein amüsantes Interview mit den Machern der Seite. Auch hierzu wird der Link im Folgenden angeboten…
Ahoi, ihr Landratten! Habt ihr kurz Zeit für einen alten Mann? Setzt euch ruhig zu mir und lauscht. Ich bin Kapitän Besux Rebellian, und mein Name wird in der ganzen Karibik geehrt. Lasst mich euch meine Geschichte erzählen, um euch denselben Werdegang schmackhaft zu machen. Sie beginnt im frühen 17. Jahrhundert in einer spanischen Hafenstadt namens Cartagena…
Als junger Mann war ich gerade frisch in der Karibik eingetroffen, und hatte mir mit dem Geld meines verstorbenen Vaters eine Baukonzession für die Stadt, und ein kleines Schiff gekauft. Cartagena war nicht reich, spielte aber politisch eine gewisse Rolle, immerhin war einer der spanischen Gouverneure hier ansässig. Aus wirtschaftlicher Sicht waren hier vor allem Rumbrenner, Webereien, Holzfäller sowie Nahrungsmittelproduzenten zu finden.
In jeder der etwa 60 Städte waren natürlich je nach den landschaftlichen Verhältnissen andere Produktionsstätten eingerichtet worden. Im 17. Jahrhundert, ich denke das sollte ich erklären, waren in der Karibik 19 Handelswaren im Umlauf. Abgesehen vom Preis, unterschieden sie sich natürlich auch durch ihre Herstellungsprozesse. Die Grundgüter konnten einfach angebaut werden, andere Waren (z.B.: Zucker, Hanf) wurden ausschließlich geerntet, um sie für die Produktion von anderen Gütern (hier: Rum und Seile) einzustzen. Ganz besonders edle Waren wie Gewürze, Wein und Werkzeuge konnten nur in Europa hergestellt werden, und wurden von dort aus in die Gouverneursstädte verschifft, wo sie zu horrenden Preisen weiterverkauft wurden. Ich wollte mich fürs Erste auf die Produktion von Rum konzentrieren und benötigte dafür natürlich enorme Mengen an Zucker, der glücklicherweise in allen angrenzenden Städten verkauft wurde.
Aber so weit war ich noch nicht. Erst galt es mir durch einfache Aufträge, die ich in den Hafenkneipen an Land zog, und den beständigen Handel weniger Waren (den Transport großer Mengen lies mein Schiff ja nicht zu) ein kleines Vermögen anzuhäufen. Andere wählten hier den schnellen Weg der Piraterie, und überfielen einfach kleine Transportschiffe. Ich aber war ein edler Ehrenmann und erarbeitete mir mein Gold.
Es war auch nicht besonders schwierig, mir meine ersten 100.000 Dukaten zu erhandeln. Prinzipiell lief das immer nach dem selben Schema ab. Ich fuhr einen Hafen an, kaufte eine der dort produzierten Waren, und versuchte dann sie in anderen Städten teurer zu verkaufen. Ich wusste ja dank meiner Späher, wo die Güter denn dringend gebraucht wurden, es galt also lediglich sie schneller zu liefern als die zahlreichen, anderen Händler.
Schon auf meiner zweiten Reise hatte ich außerdem Glück. Eine Kiste trieb im Meer und dieser Fund bescherte meinem Konto noch einen kleinen Zuschlag.
Mit dem nötigen Geld in der Tasche eröffnete ich nun meine Rumbrennerei in Cartagena. Ich freute mich auf die fetten Gewinne, denn der Grog war ein teures Gut in der gesamten Region. Aber ich hatte die Rechnung ohne den Zuckerlieferanten gemacht. Der war nämlich teuer, und es kostete mich viel Zeit um überall so billig wie möglich mit dem süßen, weißen Stoff zu ergattern. Schnell sah ich ein, dass auf lange Sicht nur eine eigene Produktion Sinn ergeben konnte. Ich machte mich also daran, mein Ansehen im benachbarten Santa Maria zu verbessern, um dort die Berechtigung zum Erwerb einer Baukonzession zu erlangen. Hier wurde Zucker nämlich billig produziert, und von diesem Profit-Klumpen wollte ich mir eine Scheibe abschneiden.
Mittlerweile war ich durch meine Handelserfolge bereits so bekannt, dass mich selbst die Gouverneure zu ihnen vorliesen. Noch vor einigen Monaten wäre das undenkbar gewesen. Ich bekam also einige, einfache Aufträge, die mein Ansehen bei der Nation Spanien steigen liesen. Ob ich dazu nur eine Nachricht überbringen musste, oder einen (vorerst noch wenig berüchtigten) Piraten jagen sollte, blieb mir überlassen. Wegen der geografischen Entfernung zu den drei anderen Nationen (England, Frankreich und Holland), verzichtete ich darauf, mich bei ihnen beliebt zu machen. Vitamin B kann Türen öffnen, das ist allgemein bekannt, und so bescherten mir meine Handelsabschlüsse und erledigten Missionen bald billigere Preise in spanischen Gewässern.
Nachdem ich nun mehrere Betriebe besaß, war es wieder Zeit an eine Expansion im Transportwesen zu denken. Auf gut Deutsch: Ich kaufte mir ein weiteres Schiff. Die Werften boten mir bis zu 16 verschiedene Typen an, doch in diesen frühen Kindertagen meiner Karriere waren mir die meisten noch zu teuer und verwehrt geblieben.
Mit mehreren Schiffen, Produktionsstätten und dem ganzen organisatorischen Kram drum herum, wurde es mir dann bald etwas zuviel und so überlies ich die Handelsabläufe immer mehr den Kapitänen der Schiffe. Dazu musste ich ihnen nur sagen, womit sie handeln sollen, in welche Städten sie anlegen müssen und ob sie auch Waren aus meinen eigenen Lagern aufnehmen dürfen.
Es funktionierte wunderbar, und so konzetrierte ich mich erstmal auf mein gesellschaftliches Leben. Mit meinem Einkommen baute ich Spitäler, Wohnblocks und Schulen in den Städten, in denen meine Betriebe standen. Ich betete in der Kirche und spendete den Katholiken so Manches.
Über die Jahre hinweg häufte sich so ein sehr beachtliches Vermögen in meinen Tresoren an. Ich wurde ein geachtetes Mitglied der High Society, doch der Ruf des Meeres wurde nach und nach wieder lauter. An Land war ich nicht mehr glücklich, und so begann ich im Geheimen mir eine ordentliche Flotte zu erkaufen. Wenige Monate später stach ich mit drei voll bewaffneten Galleonen in See und machte mich auf die Suche nach Piraten.
In der ersten Seeschlacht stand ich mit einem einzigen Schiff (die anderen warteten immer im Hintergrund auf ihren Einsatz) gleich drei Nussschalen der Piraten gegenüber. Doch da ich die (spärlichen) taktischen Möglichkeiten geschickt ausnutzte, ging ich als Sieger aus der Schlacht hervor und erbeutete dabei ein ganzes Schiff. Ich nutzte die Leichtigkeit meiner Schiffe und raste den Gegnern über Sandbänken und unter Ausnützung des Windes davon, um ihnen dann aus sicherer Entfernung eine volle Breitseite reinzujagen.
Nach einiger Zeit holte ich mir vom Gouverneur den Auftrag, eine französische Stadt zu annektieren. Im Namen Spaniens entschied ich mich dafür, meine Mannschaft mit Musketen und Entermessern auszustatten und anstatt den Hafen zu bombardieren, landeten wir etwas Abseits von Tampa an Land. Am Ende forderte der Hauptmann der dortigen Streitkräfte mich zum Fechtkampf heraus. Erfolgreich ging ich als Sieger aus diesem Kampf hervor und vereinnahmte so die Stadt für meine Nation.
Noch zwei weitere Städte sollte ich im Laufe meines Lebens annektieren, und aus Dank schenkte der Vizekönig (der höchste politische Vertreter Spaniens in der Karibik) mir ein Stück Land, auf dem dann meine eigene Stadt entstand. Und da sitze ich alter Narr nun in meinem Hafen und erzähle euch meine Geschichte.
Ach übrigens: Mir ist heute Nacht ein Mann in einer Vision erschienen. Ich habe keine Ahnung was das Gefasel sollte, aber er beschwerte sich über die starre Auflösung von 1024×768 und darüber, dass Port Royale 2 eine ganz leicht angestaubte Grafikengine nutzt. Für einen Nachfolger wünschte er sich nur einen Story-Modus und mehr Individualität der einzelnen Städte. "Multipläi"-Funktion gäbe es auch keine – was auch immer das sein mag. Der gute Mecker-Mann aus meinem Hinterkopf muss im Fieber gesprochen haben.
Und die Moral von der Geschicht:
Port Royale 2 kauft man oder nicht!
Doch wer’s kauft in diesen Tagen,
wird viel Spaß und Freude haben.
Abwechslungsreich, schön und lange spannend,
lässts die Zeit im Flug verrinen.
Drum sag ich euch als Tester harsch,
Leute ihr sollt’s kaufen! Marsch, Marsch!
Wie dtp per Pressemeldung verriet, wird uns auch dieses Jahr wieder ein Radsport Manager erwarten. Nach dem überraschend guten Teil des letzten Jahres, will man sich auch dieses Mal wieder auf einen Release, passend zur Tour de France, Ende Juni konzentrieren.
Die offizielle Lizenz umfasst wieder Fahrer, Teams und andere Schmankerl. Außerdem verspricht sich der deutsche Publisher mit Radsport Manager 2004/2005 einen noch größeren Erfolg, als mit dem Vorgänger. Immerhin umfasst das Abkommen mit dem internationalen Dachverband der Profiteams (AIGCP) auch eine Werbe-Verknüpfung des Spiels in die Vermarktung des Verbandes selbst vor.
dtp-Geschäftsführer Thomas Baur: „Wir sind sehr froh, dass wir den AIGCP erneut als starken Vermarktungspartner an Bord haben. Wir gehen davon aus, dass der neue Titel im Zuge der Medienberichterstattung der Tour de France den Erfolg des Vorgängers noch übertrifft.“
Ob sich spielerisch auch genug tut, werden wir euch selbstverständlich rechtzeitig in einem Test mitteilen. Bis dahin könnt ihr ja unsere Prüfung des Vorgängers durchlesen, um einen ersten Vorgeschmack zu bekommen…
