Alle Beiträge von Tom Schaffer

Auf in die Tundra!

Erinnert ihr euch noch? In Syberia machte sich die New Yorker Anwältin Kate Walker auf die Suche nach einem Automatenbauer namens Hans Vorarlberg. Am Ende hat sie ihn auch gefunden, und sich für die Geschichte des kleinen, alten Mannes begeistern können. Der zweite Teil setzt sofort nach diesen Ereignissen an – und macht einiges besser als sein ohnehin schon ordentlicher Vorgänger.

Obwohl Kate die Erzählungen von Vorarlberg für ein Märchen hält, will sie ihm beistehen. Und das ist eine gute Entscheidung, denn so erlebt sie eine wunderschöne Geschichte über den Verlust der Fantasie in unserer Welt. Hans will nach Syberia, einem Land, das auf keiner Landkarte verzeichnet ist, denn eigentlich ist es Teil einer Kindergeschichte. Blaue Gräser sollen dort wachsen, auch wenn sie von Schnee bedeckt werden, und Mammuts gibt es dort ebenfalls noch. Keiner will dem schrulligen und schon äußerst gebrechlichen Mann glauben, aber er will unbedingt diese letzte Reise seines Lebens vollenden.

Und Kate ist mit an Bord. Sie durchstreift dabei nicht nur durch das sozialistische Kaff Romansburg, ein patriarchisches Kloster, einen sibirischen Wintersturm und einen verschneiten Wald, sondern macht auch Bekanntschaft mit einem verschollen geglaubten Naturvolk, schamanischen Ritualen und einer Traumwelt im Kopf von Hans.

Wie gewohnt wird das alles in grandios gerenderten Szenen dargestellt, durch die es Kate per Point & Click-Steuerung zu lenken gilt. Von einigen Seiten musste sich Syberia noch Vorwürfe gefallen lassen, wonach die ganze Spielwelt zu statisch und langweilig wirken würde, aber damit ist nun endgültig Schluss. Schnee fällt von Dächern, Vögel gleiten durch die Luft, Bäche plätschern vor sich hin, Tiere streunen umher, Menschen beleben zumindest die belebten Örtlichkeiten, im Wald zieht ein Wolf in sicherer Entfernung seine Runden.

In unheimlich liebevoller Detailarbeit wurde der Geschichte von Autor und Art Director Benoît Sokal auch optisch Leben eingehaucht. Ständige Perspektivenwechsel sorgen dabei dafür, dass die Szenerie nie zu statisch wirkt. Die Orientierung verliert man trotzdem auch in größeren Gebieten nicht, allerdings dauert es manchmal etwas bis man sich zurecht findet.

Leider haben die unzähligen Örtlichkeiten aber einen Nachteil. Für manche Rätsel muss man relativ lange Wege zurücklegen. Zwar kann Kate per Doppelklick zum Rennen bewogen werden, einen schnellen Bildschirmwechsel gibt es aber nicht. Außerdem ist es etwas irritierend, dass man bei ein paar Orten erst an etwas laufen muss, damit der Hintergrund in eine Richtung scrollt, und so noch ein weiterer Ausgang aus dem Bild auftaucht – man gewöhnt sich aber mit der Zeit daran.

Für die Rätsel haben die Entwickler sich wirklich um einen ausgewogenen Schwierigkeitsgrad bemüht. Wer in den Gesprächen und beim Lesen von Texten genau aufpasst findet immer genügend Hinweise auf die Lösung eines Problems, zusätzlich sind viele durch logisches Denken allein zu schaffen. Natürlich gibt es aber auch einige wenige, schwarze Schafe. Warum muss ich zum Beispiel ein Bild von einer Wand waschen um an eine gewisse Information heran zu kommen?

Aggressionsausbrüche wegen dem Schwierigkeitsgrad bleiben aber ebenso wie Frustmomente außen vor. Genre-Veteranen dürften ohnehin keine gröberen Probleme bekommen, Anfänger knobeln zwar vielleicht ab und an etwas länger, finden die Antwort auf ihre Fragen aber schlussendlich auch.

Für eine entspannende Atmosphäre sorgt auch der wieder sehr schöne Soundtrack. Zwischen trauriger Menlancholie und leichtem Optimismus hin- und herschaukelnd, passt der zur Atmosphäre des Spiels wie die berühmte Faust aufs Auge. Das kann man übrigens über die deutschen Synchronstimmen des von Atari vertriebenen Abenteuers ebenfalls sagen. Echte Aussetzer gibt es nicht.

Auch in den sporadisch auftretenden Rendersequenzen nicht, die sich von der Spielgrafik nur durch die Kamerafahrten und etwas ausgeprägteren Animationen unterscheiden. Ansonsten sehen sie ebenso wie die In Game-Szenen äußerst lecker aus.

Syberia 2 ist ein Adventure für Personen, die gerne in einer Spielwelt versinken. Die Geschichte deckt einige traumatische Erlebnisse aus der Kindheit von Hans Vorarlberg auf, und zeigt, wie die immer sympathischer werdende Kate Walker plötzlich nicht mehr zurück in den Anwalts-Alltagstrott von New York will.

Wie ein schöner Traum über den Ausstieg aus unserer oft unfreundlichen Gesellschaft, und die Entfremdung von dieser, wirkt alles, und dürfte damit so manchen ansprechen, der schon einmal davon geträumt hat, alles liegen und stehen zu lassen, und auf eine entlegende, einsame Insel zu flüchten. Aufgelockert wird das Spiel ab und zu durch einen kleinen, dezent eingebauten Gag.

Obwohl Syberia 2 sogar in Deutschland vollkommen ohne USK-Altersbeschränkung freigegeben wurde (dabei ist Kate einmal fast oben ohne zu sehen!!!), dürfte es eher ein Publikum anvisieren, dass zumindest sein 15. oder 16. Lebensjahr überschritten hat. Vom schrägen Humor und der leichten Verdaulichkeit eines Tony Tough oder den alten LucasArts-Titeln hat das Spiel natürlich nichts.

Ein wenig kann man Syberia 2 vielleicht im Entferntesten mit Baphomets Fluch vergleichen. Comicautor Sokal hat den Figuren in Syberia nämlich ebenfalls eine sehr ausgeprägte Klischeehaftigkeit verliehen. Da wären zum Beispiel der etwas "unmotivierte", sozialistische Bahnhofsvorsteher, der strunzkonservative Obermacker des Klosters, das irgendwie zurückgebliebene aber sympathische Zwergenvolk oder das Gaunerduo, bestehend aus einem bösen, kleinen Fiesling und einem großen, gut beleibten, verblödeten aber nicht grundsätzlich gemeinen Stotterer (nein, die beiden heißen nicht Asterix und Obelix).

Trotz technisch hochmoderner Präsentation braucht Syberia 2 gerade mal einen Rechner aus dem späteren letzten Jahrhundert (siehe nebenstehende Box). Profis haben nach 8 bis 12 Stunden das Ende erlebt, Anfänger dürften um die 15 Stunden Spielzeit erleben. Etwas zu wenig für unseren Geschmack.

Wer den ersten Teil nicht gespielt hat, kann sich im Menü übrigens eine kleine Zusammenfassung der Geschehnisse ansehen. So werden auch Neulinge nicht im Dunkeln gelassen.

Schade, dass es nach Syberia 2 keinen Teil der Serie mehr geben wird. Im zweiten Anlauf bin ich mit der Geschichte wieder so richtig warm geworden, und über die sinnvollen Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger freue ich mich sehr. Man soll es ja eigentlich nicht machen, die Konkurrenz öffentlich anzugreifen, aber die miesen Wertungen des Spiels in diversen Print-Publikationen sind für mich strickt und einfach eine Frechheit. Adventurefans finden in dem Spiel alles was ihr Herz begehrt (außer abgefahrenen LucasArts-Humor und „Du bist des Todes“-Sprüche), und können bedenkenlos zugreifen. Nach The Black Mirror bereits das zweite ernsthafte, reine Adventure in diesem Jahr, das unsere 80er-Hürden nehmen kann. Zusammengefasst bekommt man mit Syberia 2 einfach ein schönes Spiel geliefert.

Ach ja, übrigens: Wenn die Installation bei euch nicht auf Anhieb klappt – hinter dem Handbuch befindet sich die eigentliche Setup-CD ziemlich gut versteckt. ;)

Quake 4 – Bleibt weiterhin geheim

Nachdem Doom 3 ja jetzt offensichtlich langsam in die Startlöcher kommt, verlagert sich das „Vorab-Interesse“ (Gibt’s sowas?) langsam in Richtung Quake 4, das im Auftrag id Softwares von Raven (Jedi Knight 3) entwickelt wird. Leider wird davon in nächster Zeit noch nichts zu sehen sein, denn selbst auf id’s Haus-Messe und -LAN, der QuakeCon, wird der Shooter – laut CNN/Money – nicht gezeigt werden.

Laut Tim Willits, id-CEO, sei es einfach noch zu früh für eine Präsentation des Titels, auch wenn man durchaus zufrieden mit dem sei, was Raven bisher geschafft hätte. Das bedeutet wenn man ein wenig vorausdenkt wohl auch, dass Quake 4 im allerbesten Fall Ende 2005 erscheinen wird.

Die QuakeCon findet von 12. bis 15. August in Grapevine, Texas statt. Hardcorefans können nach einer Registrierung (bislang gibt es 4500 davon, knapp 6 Minuten nach dem Anmeldungsstart waren bereits 1000 Besucher registriert) daran teilnehmen.

Electronic Arts – Gerüchte über Verkauf des Publishers!

Electronic Arts hat einst als erster Spielepublisher einen Jahresumsatz von über eine Milliarde Dollar erzielen können, und im letzten Jahr waren es gar drei Milliarden. Trotzdem gibt es nun Spekulationen über eine Übernahme des Branchen-Primus. Der amerikanische Medienkonzern Viacom soll an einer solchen Aktion interessiert gewesen sein, laut einem ersten Statement des Unternehmens, wäre der Preis allerdings zu hoch. Wie Analysten berechnet haben, würden mindestens 20 Milliarden Dollar für einen Aufkauf von fließen müssen.

Viacom ist damit weiterhin nicht im Spielebusiness vertreten, es bleibt abzuwarten ob der Konzern mit der Übernahme eines anderen Branchenunternehmens liebäugelt, oder ob das Interesse an einem Einstieg in diesen Markt eine einmalige Angelegenheit war. Übrigens werden am Rande der Meldung auf MCVGamesMarkt auch andere US-Unternehmen erwähnt, die den Aufkauf von EA überlegt haben sollen. Namen werden außer jener von Viacom aber nicht genannt.

Singles – More to come

Wie Deep Silver ankündigte wird es noch im vierten Quartal 2004 ein Addon zu Singles – Flirt up your life geben. Zwar gibt es noch keine genaueren Informationen über den Umfang, entwickelt wird das Zusatzpaket aber erneut von Rotobee.

Der deutsche Titel hat es nicht nur zu großer Bekanntheit geschafft, sondern auch für Diskussionen gesorgt. Vor allem die „Adults Only„-Einstufung im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sorgte auch für einige hämische Grinser, die wir Österreicher aber nicht vollkommen mit unseren deutschen Nachbarn (Ab 16) teilen dürfen.

Erste Details zum noch unbenannten Addon sollen ebenso wie Screenshots demnächst folgen.

Radsport Manager 2004/2005 – Zusätzliche Features und Wallpapers

Schon letzte Woche hat dtp einige Neuerungen des Radsport Manager 2004/2005 angekündigt, die den Renn-Teil betrafen. Diese Woche verrät uns der deutsche Publisher wieder ein paar frische Aspekte des Spiels.


Die neuen Features im Management-Teil:

– Die Simulation von Rennen läuft schneller ab
– Realistischeres Rennsystem: Wie im echten Leben teilen sich die 40 Teams nun den gleichen Kalender. Für die großen Rennen muss sich ein Team erst eine Einladung verdienen. Das Management des Rennkalenders wird nun wichtiger, da der Spieler nun entscheiden muss, welche Rennen die beste Vorbereitung für seine Ziele sind

– Detaillierteres Aufgaben-System
– Neues Trainingssystem: Das Training ist nun viel einfacher, so dass man die Fahrer nun zur richtigen Zeit zur Höchstleistung bringt
– Man kann nun während und nach der Saison Trainingscamps einrichten. Diese Camps konzentrieren sich auf bestimmte Rennfähigkeiten
– Reisekosten werden nun eingerechnet. Das ist verknüpft mit dem realistischeren Rennsystem. Der Spieler muss nun seinen Kalender weise managen, um die Reisekosten zu reduzieren. Ein spanisches Team wird kaum an allen nordeuropäischen Rennen teilnehmen.
– Neues Fähigkeitensystem für die Fahrer. Die Fahrer machen mehr oder weniger schnell während ihrer Karriere Fortschritte (ein Fahrer kann nun schon in seiner ersten Saison groß rauskommen, oder erst am Ende seiner Karriere). Lässt der Spieler die jungen Fahrer an den großen Rennen teilnehmen, kann das ihr Potenzial vergrößern und ihnen mehr Erfahrung geben; es kann sich aber auch negativ auf ihre Moral und ihre Zukunftsambitionen auswirken
– sechs neue nationale Meisterschaften: Schweiz, Australien, Portugal, Dänemark, USA und Norwegen
– Eine neue und vervollständigte Liste mit den Daten von 2004 (Rennen, Teams und Fahrer)

Außerdem wurden heute einige Wallpapers zum Spiel veröffentlicht, mit denen ihr euch auf die bevorstehenden Etappen Ende Juni einstimmen könnt.

Garret – godfather of stealth

Kleinlaut meckert der Wächter über die Einteilung seiner Schicht. "Irgendjemand muss da geschummelt haben", gibt er auf Englisch von sich. Pech für ihn, dass er ausgerechnet an dem Abend nach dem Rechten sehen soll, in dem ich, der große Meisterdieb Garret, eine Mission in eigener Sache vorhabe. Im nächsten Moment schlägt mein Pfeil ein und der Gute geht zu Boden. Thief in bester Manier, die Demo von Teil 3 gibt einen schönen Einblick in kommende Aufgaben…

Schon der erste Teil der Demo, das Tutorial, ist in die Story des Spiels eingebunden. Ihr wollt ein geheimnisvolles Säckchen stehlen, dass ein Lord immer mit sicher herumschleppt, und müsst dazu in ein Hotelzimmer eindringen.

<a href="http://www.rebell.at/rebell.shared/gfx/pics/article/thief3/screen07.jpg" target="_blank""><img src="http://www.rebell.at/rebell.shared/gfx/pics/article/thief3/screen07_s.jpg" border="0" align="right"></a>Das ist zumindest der Plan, den ihr im gesprochenen Briefing vorgelegt bekommt. Doch es läuft nicht ganz wie gewünscht, der Blaublüter ist nicht in seinen Räumlichkeiten, ihr sucht also nach Hinweisen, wo er sich aufhalten könnte. Nachdem ihr aus einem Brief herauslesen könnt, dass er sich mit einem Koch zu einem Treffen im Untergeschoss verabredet hat, schleicht ihr wieder an einigen Wachen vorbei (bzw. schickt sie ins Reich der Träume oder der ewigen Jagdgründe), und findet die beiden Personen schlussendlich plaudernd vor einem prasselnden Kaminfeuer.

<a href="http://www.rebell.at/rebell.shared/gfx/pics/article/thief3/screen08.jpg" target="_blank""><img src="http://www.rebell.at/rebell.shared/gfx/pics/article/thief3/screen08_s.jpg" border="0" align="right"></a>Neben ihnen liegt das ominöse Säckchen auf dem Tisch, ihr benutzt also eure Wasserpfeile (für euren Bogen gibt es auch noch "normale", tödliche und Geräusch-fabrizierende Pfeile) um die Fackeln auszuschießen. Während des Diebstahl belauscht ihr außerdem noch das Gespräch und bekommt so einen Hinweis, wo eure nächste Diebestour vorzugsweise stattfinden sollte. Eure Wege führen euch also in eine kleine Burg. Über die Story und zweite Mission wollen wir aber nichts verraten.

Natürlich sollte ein Dieb so unbemerkt wie möglich umher schleichen, wenn ihr aber einmal doch entdeckt werdet, habt ihr eine Art Blendgranate zur Verfügung, nach deren Benützung ihr den Wächtern leicht entfliehen könnt.

Es steht euch frei zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden aus zu wählen. Das beeinflusst die Menge an Diebesgut die ihr mitgehen lassen müsst und das Verhalten der Gegner (auf den niedrigeren beiden Stufen erweisen diese sich eher als Futter für Pfeil, Knüppel und Dolch). Zwischen den beiden Levels wird noch ein Rendervideo abgespult, was sicher seinen Teil zur horrenden Downloadgröße beiträgt. Volle 437 Megabyte muss eure Internetverbindung auf die Festplatte transferieren, um euch in den Genuss von etwa einer Spielstunde (bei einmaligem Durchspielen) kommen zu lassen.

Auch der Hardwarehunger des Spiels ist ziemlich unerfreulich. Ohne DirectX 9-kompatible Karte rennt das Spiel gar nicht, und selbst mit einer solchen kommt man nur bei Karten im mittleren und oberen Preissegment in die Situation das Unreal-Enginespiel ruckelfrei zu sehen. Besonders die zahlreich eingesetzten Licht- und Schatteneffekte treiben die Anforderungen in die Höhe. Das Spiel lauft unter Windows 98, ME, NT 4.0 und Server 2003 außerdem laut Readme gar nicht…

Ja, das hat durchaus Spaß gemacht. Wenn euch große Downloads sowieso „blunzn“ sind, könnt ihr die Demo zu Thief 3 auf jeden Fall mal angucken. Leider ist mir die eine Stunde Spielzeit abre für ein solch großes Datenpaket zu wenig, weshalb ich die „Probierversion“ insgesamt doch deutlich abwerte. Der Einblick in das Spiel reicht aber fürs Erste aus. Neben dem Bemerken der grandiosen Atmosphäre und diverser Stärken sind uns aber in anderen Bereichen auch Zweifel gekommen. Warum sind die Level so klein? Werden alle Missionen im Spiel so kurz sein? Übrigens: Ob man die 3rd- oder 1st-Person-Perspektive wählt ist ziemlich egal.

Thief: Deadly Shadows – Start your Download-Engines

437 Megabyte… das Ding hat das Zeug zum Schwergewichtsweltmeister unter den Demos. Aber gleich hab ich den Download geschafft, und hoffe dann, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Ich rede von der Thief 3-Demo, die heute erschienen ist.

Enthalten in diesem Riesen-Paket ist das Tutorial sowie die erste Mission aus dem Spiel. Wie beim verwandten Deus Ex 2, ist auch hier eine Grafikkarte notwendig, die mit der Pixel Shader 1.1 klar kommt (DirectX9-kompatibel?).

Ein Demo-Review folgt dann noch an diesem Wochenende, bis dahin solltet ihr also mit dem Download auf jeden Fall noch warten, wenn ihr die 437 MB skeptisch beäugt…

Psychotoxic – Zwei neue Videos und der Releasetermin

Während wir kürzlich mit dem 20. August ein genaues Veröffentlichungsdatum für Psychotoxic hören durften, gibt es nun auch noch zwei Videos zum Downloaden, von denen wir euch noch nicht berichtet haben. Eines ist quasi eine Präsentation der Physikengine inklusiver einer tanzenden Kuh mit Kanonen-Eutern (28.3 MB), das andere ein waschechter Gameplay-Trailer (~60MB).

Außerdem wurde die offizielle Website zu dem in Deutschland von Vidis veröffentlichten Shooter aus dem Hause nuclearvision wieder veröffentlicht. Sie war vor einiger Zeit vom Netz gegangen und ist nun mit neuen Inhalten und bisher unveröffentlichten Screenshots wieder da.

Wer dann immer noch nicht genug von Angie Prophets Abenteuer hat, kann sich ja noch einmal unsere exklusiven Screenshots, Videos und vor allem unser Interview-Special zu Psychotoxic ansehen.

Singles – Du glückliches Österreich heirate!

Wenn aus grausamen Köpfen das Blut nach einer eingefahrenen Kugel sprudelt, wie die Kotze aus Honk nach einer Aspirin-Tablette, haben amerikanische Jugendschützer kein Problem damit, dafür spielen ihre deutschen Gegenstücke verrückt. Wenn man in einem Spiel nackte Haut zu sehen bekommt stört unsere Nachbarn das nicht wirklich, dafür besinnen die Amis sich ihrer puritanischen Wurzeln und pressen die „Nur für Erwachsene“-Logos auf die Spielepackungen.

Naja, irgendeinen Knall hat wohl jeder, wir Österreicher sind auch unerträglich kompetent! Anlass zu dieser Meldung ist jedenfalls, dass Singles in Amerika eine „Adults Only“-Einstufung bekommen hat. Da ging es den Amerikanern wohl doch etwas zu heiß in dem deutschen Verkaufschlager her. Im ach so liberalen Deutschland (den Eindruck gewinnt man zumindest, wenn man die Meldung der PC Games zum Thema liest) darf man übrigens auch erst ab 16 offiziell flirten. Mögen Gott, Buddha, Allah und der Rest der Himmelsbande uns Österreicher vor solchen Zuständen bewahren.

Spam – Keiner bremst die Schweine

Es gibt Bereiche des Lebens (sehr, sehr wenige und schräge Bereiche), da ist Spam durchaus erwünscht (z.B.: im Spamthread unseres Forums). Ganz sicher aber hasst jeder die Spam-Mails die jeden Tag unsere Posteingänge überfluten. Leider sieht es weiterhin so aus, als würde die Zunahme der „Enlarge your penis“-Flut auch in Zukunft nicht zu bremsen sein.

Im April gab es einen neuen Rekord. Weltweit wurden etwa 840 Millionen E-Mails in diesem Monat von MessageLabs erfasst, von denen etwa zwei Drittel zu der verhassten Gattung gehörten. Österreich gehört in den Ländern mit dem höchsten Spamaufkommen nicht zu den am meisten betroffenen Ländern.

Die lauten nämlich wie folgt:

1. USA mit 83% aller Mails
2. Deutschland und UK mit ~50%
4. Australien mit 32

5. Niederlande mit 30

6. Hongkong mit 27



Je mehr Breitbandanschlüsse es in einem Land gibt, desto höher ist der Spamanteil, so ein Bericht der FuZo.

Ground Control 2 – Deutsche Demo & Flug nach Malmö

Im gamona-Netzwerk dürfte in den nächsten Tagen Hochbetrieb herrschen. Der Grund: Die Seite GC2Exodus kann nicht nur den Gewinn von zehn Spielpaketen zu Ground Control 2 und als erste Seite die deutsche Singleplayer-Demo zum Spiel anbieten, sondern auch einen Gratisflug nach Malmö, wo die Entwickler von Massive Entertainment ihren Firmensitz haben.

Wer also zwischen 25. und 27. Juni noch nichts vor hat, sollte sich die Zeit nehmen und die drei einfachen Fragen beantworten, die euch vom Sieger-Auslosungstopf trennen. Aja, ihr müsst außerdem 18 Jahre alt sein. Wir wünschen viel Glück!

Gummi, Gummi alter Brummi!

Fotorealistische Grafiken, detailgetreu nachgebildete Strecken, realistisches Fahrverhalten, extreme Anforderungen an die Bremse – sind das Dinge die ihr von einem Rennspiel verlangt? Dann lest nicht weiter, denn all das hat TrackMania nicht. Ob der Funracer halten konnte was die spaßigen Demos bereits versprachen? Wir wissen es! Kleiner Tipp, es steht in diesem Artikel…

Wie gesagt ist TrackMania nicht für die Rennsimulations-Freunde unter euch gedacht. Das Spiel richtet sich ganz eindeutig dannach kurzweiligen Spaß bei der Jagd nach immer besseren Zeiten zu bieten. Dabei wird euch hauptsächlich ein schnelles Reaktionsvermögen abverlangt.

Der Singleplayerpart steht dabei zwar nicht unbedingt im Vordergrund, hat aber auch nicht einfach nur eine Alibifunktion. Die Enwickler haben sich einen ganz besonderen Motivationsmotor einfallen lassen. Für gewonnene Rennen (die gegen die KI leider meist etwas einfach ausggefallen sind) gibt es nämlich Boni, die man in Form neuer Bauteile im inkludierten Editor vorfindet.

Der denkbar einfach zu bedienende Strecken-Baukasten ist das eigentliche Herzstück des Spiels, was man vor allem im spaßigen Mehrspieler-Modus zu spüren bekommt. Dort laufen nämlich fast alle Server mit selbst gebastelten Tracks der Zocker, obwohl die offiziellen Karten fast durchwegs gut designt sind.

Natürlich hat diese Praxis auch ihre Schattenseiten, aber neben zahlreichen Krücken, findet man so auch wirkliche Fanlevel-Perlen. Neben der eigentlichen Zeit-Hatz bekommt das Spiel im Mehrspielermodus so noch den zusätzlichen Motivationsbonus, dass man seine Babys problemlos einer breiten Spielerschar vorführen kann.

Der Netzwerkcode bereitet dabei nur selten Probleme. Lags gibt es um Grunde überhaupt keine, nur Übertragungsfehler lassen hin und wieder die Zeit eines Fahrers ungültig werden. Auch der Download fremder Maps geht immer blitzschnell über die Bühne. Es gibt immer genug Server, und auch eine kleine Clan-Community hat sich bereits gebildet.

Vier verschiedene motivierende Modi tragen ihr übriges zur Mehrspieler-Hatz bei:

<li>Countdown: Ein Fahrer legt eine Rundenzeit vor, alle anderen müssen versuchen sie zu schlagen. Es befindet sich immer nur ein Spieler auf der Strecke, der so lange fährt bis er die Zeit des Führenden geschlagen hat. Hierbei hat aber ähnlich wie bei einem Formel 1-Qualifying jeder Fahrer ein gewissen Zeitlimit.</li>
<li>Rundenrennen: Alle Spieler fahren gleichzeitig eine gewisse Anzahl von Runden.</li>
<li>Team: Die Spieler gruppieren sich zu Mannschaften und fahren ganz normale Rundenrennen. Punkte bekommt immer nur jenes Team, das den Sieger stellt. Taktieren kann man aber nur wenig, da es in TrackManiakeine Möglichkeit gibt andere Spieler zu behindern.</li>
<li>Zeitfahren: Eine Strecke wird über eine bestimmte Zeit wird eine Strecke immer wieder befahren. Es gewinnt der, der am Ende die beste Zeit hat.</li>

Optimale Voraussetzungen also dafür auch Online-Muffel mit dem "Ich kanns noch 2 Sekunden schneller!"-Faktor ins Internet zu locken. Dabei rast man übrigens über kahle Wüsten, saftig-grüne Hügel und verschneite Landschaften.

Mehrere verschiedene Automodelle sorgen ebenfalls für Abwechslung, da sie sich im Fahrverhalten unterscheiden, während eines Rennens haben aber immer alle Spieler dieselben Vehikel (mit unterschiedlichen Farben) um unfaire Vorteile zu vermeiden. Wer sich mit Bildberarbeitungsprogrammen auskennt darf übrigens sein eigenes Auto designen. Wie das geht steht neben zahlreichen anderen brauchbaren Informationen im sehr ausführlichen Handbuch.

Die Hardwareanforderungen werden auf der Packung zwar mit der nebenstehenden Konfiguration angegeben, tatsächlich ruckeln aber vor allem die Rennen in den Grünlandschaften auch auf einem AMD 1800+ mit einer GeForce FX 5200 und 512 MB DDR RAM.

Endlich mal wieder ein spaßiger Funracer! Wenn man’s ganz genau nimmt, warte ich schon seit Micro Machines auf einen ordentlichen Vertreter dieses Genres, der mir zusagt. Trackmania bereitet unkomplizierten, kurzweiligen Spaß und macht vor allem gegen menschliche Mitstreiter wirklich viel Freude. Wenn man auf einer knüppelharten Strecke in letzter Sekunde einen 200 Meter weiten Sprung wie Bobbin aus der Kanone hinlegt und dannach einen kleinen Kuss des Gegners mit der Bande zum Sieg ausnutzen kann motiviert das genau so wie die ständige Jagd nach noch besseren Zeiten.

Den ein oder anderen Rüffel muss sich Nadeo aber dann doch gefallen lassen. Warum kann man in Team- und Rundenrennen nicht zumindest optional eine Kollisionsmöglichkeit einbauen? So kann man eigentlich vollkommen ignorieren, dass andere Fahrer mit von der Partie sind.

Aber das sind eigentlich nur Kleinigkeiten, wer auf hübsche 3D-Reaktionstests abfährt und leicht dem „Einmal probier ich es noch“-Virus verfällt kann mit TrackMania nichts falsch machen.

Radsport Manager 2004/2005 – Neue Features auf Wunsch der Fans

Und noch eine dritte dtp-Meldung wartet heute auf eine Veröffentlichung. Sie betrifft den Radsport Manager 2004/2005, der neue Features spendiert bekommen soll, die vor allem auf Wunsch aus dem Fanlager des erfolgreichen Vorgängers eingebaut wurden.



Im Renngeschehen wird es sich dabei um folgende Neuerungen handeln:

  • Die künstliche Intelligenz wurde verbessert, um ein realistischeres Fahrverhalten zu erhalten
  • Neues Zeitrennen-Gameplay: Der Spieler muss nun die Ausrüstung managen, so dass er insgesamt mehr in diesen Rennen zu tun hat
  • Während der Rennen haben die Fahrer nun Höhen und Tiefen, die ihre Leistung einige Kilometer weit beeinflussen werden
  • Die Fahrer reagieren nun auf Wetterbedingungen. Einige bevorzugen Hitze, andere Regen
  • Die Ergebnisse eines Rennens werden nun als Zeitungsartikel mit einem Bild des Gewinners präsentiert
  • Neue Effekte wie Schlamm, Schnee, Nebel, abhängig von der Höhe über dem Meeresspiegel
  • Weitere Veränderungen wird dtp in den kommenden Wochen bekanntgeben.