Kategorie-Archiv: PC

Ein Verriss ohne Opfer

Was passieren kann, wenn die PR-Abteilung eines Publishers mit den eingefahrenen Beurteilungen nicht zufrieden ist, kann man gut am Beispiel von Das Eulemberg Experiment aka Crime Stories aka Martin Mystère sehen: Fluchs wird eine Pressemitteilung herausgegeben in der verbal gleich einmal mit der kompletten mehr oder minder etablierten Printpresse der Boden aufgewischt wird. Nun mag sich sicherlich der ein oder andere fragen, ob hinter der – nenne wir es der Fairness halber mal – etwas unglücklich formulierten Kritik mehr steckt als nur wilde Denunzierungen, oder ob die vereinte Spielepresse Recht behält und Das Eulemberg Experiment wahrlich nur ein besseres Brechmittel ist.

Um eins schon einmal vorweg zu nehmen: Möge man den Statistikern von gamesrankings.com Glauben schenken, Das Eulemberg Experiment wäre mit einer internationalen Durchschnittswertung von gerade einmal 49 Prozent bei der hiesigen Presse noch einmal glimpflich davon gekommen. Klar, ich könnte an dieser Stelle auch einfach aufhören und eben mit diesem Presseüberblick argumentieren. Nun ist es aber durchaus bekannt, dass sich gerade die amerikanische Presse mit Adventures relativ schwer tut und darüber hinaus sprechen manche Quellen eher von einem soliden und gut gemachten Adventure, denn von unterdurchschnittlicher Gurken-Rätselei.

So blieb mir in meinem unbändigen Forschungsdrang dann auch nichts weiter übrig als schnellstmöglich eine Mail an die Presseabteilung von Most Wanted Games zu schicken um alsbald eine überaus höfliche Antwort zu bekommen – tja, ich komm halt eben nicht von der GameStar oder PC Games. Wenige Stunden später befand sich dann auch das Testmuster auf meiner Platte (allerdings ohne dass ich vorher den Karton, das Handbuch oder gar die Spiele-CD überhaupt jemals gesehen hätte, schließlich wird auch bei uns Presseheinis gespart und so bekommen wir nur noch ein eher unattraktives CD-Image als Testmuster). Was nun folgt lässt sich am besten als Odyssee eines Adventureulogen bezeichnen.

Fangen wir dafür am besten gleich von vorne an. Ihr seid Adam Quinn, seines Zeichens Professor, Detektiv, Inspektor, Macho-Arsch und Schlampe in einer Person. Ihr lebt davon in anderen Ländern umher zu reisen und zusammen mit eurem Neandertaler-Freund Iashi selten Schätze und dergleichen zu bergen. Zumindest wenn es denn was Antikes oder so zu entdecken gibt. Da dies momentan jedoch nicht der Fall ist, beschäftigt ihr euch auch mit einem profanen Mordfall. Dieses Mal hat es – Achtung, riesige Überraschung – den exzentrischen Sack Professor Eulemberg getroffen. So weit, so 08/15 und unoriginell der Anfang.

Was sich im Verlauf der Geschichte aus diesem anfänglichen Konflikt entwickelt hat jedoch durchaus interessanten Ansätze und bedient sich mit dem Azteken-Kult zwar einem bekannten, aber zum Glück noch nicht bis zur Ewigkeit ausgelutschtem Thema. Die Entwickler schaffen es sogar, den Spieler zeitweise aufs Glatteis zu führen und offenbaren in einer interessanten Wendung eine vorher vor allem durch ihre Liebenswürdigkeit aufgefallene Person als weit weniger freundlich gesinnt. Trotzdem muss man schon ein relativ toleranter Rätselknacker sein, um den ellenlange Dialogen mit Professor Ubenburg über irgendwelches mythologisches Azteken-Geschwätz etwas Interessantes abzugewinnen. Gerade an diesen Stellen verkommt die Hintergrundgeschichte stark zur Geschmacksfrage. Wer also nichts mit Azteken und Ureinwohner-Gesocks im Allgemeinen anfangen kann, der sollte schon einmal einen großen Bogen um das Eulemberg Experiment machen.

Alle andern dürfen gerne weiterrätseln, angenommen sie lassen sich von folgender Situation – bezeichnenderweise gleich zu Spielbeginn – nicht komplett verschrecken: Gerade habt ihr noch ruhig geschlafen, da holt euch ein verdammt ungemütlicher Alptraum ein. Verschreckt schnell ihr hoch und steht wenige Sekunden später in eurem Schlafzimmer. Da klingelt auch schon euer Telefon, am anderen Ende erzählt euch ein gewisser Collins irgendwas von einem Mord zu dem ihr ganz schnell hin müsst. Dumm nur, dass euer Schrank verschlossen, der Schlüssel von euer Freundin versteckt und jeder Einbruchsversuch hoffnungslos wäre, da euer Schrank natürlich absolut einbruchssicher ist – wessen Schrank ist das denn bitteschön nicht? Also macht ihr euch auf die Socken, um den Schlüssel und die Nummer eures Mechanikers zu finden. Euer protziger Ferrari ist nämlich auch noch kaputt und nur ein Anruf bei eurer Werkstatt wird euch diesen herzaubern. Leider hat eure Freundin den Zettel mit der Nummer in tausend Einzelteile zerrissen, so ein Pech aber auch!

Wie ihr seht, könnte die Macht wahrscheinlich mit den Programmierern gewesen sein, die Logik hatte in dem Moment wohl keinen Bock. Dazu muss noch erwähnt werden, dass, wenn Pixelhunting eine internationale Top-Sportart wäre, Das Eulemberg Experiment sicherlich als verbandseigenes Trainingsprogramm eingesetzt werden würde. Selten gab es so viele Gegenstände zu beklicken, die so wenig mit dem Spielverlauf zu tun haben. Verwirrung ist hier also schon einmal vorprogrammiert. Dennoch sind die meisten Rätsel im Spiel logisch aufgebaut und durchaus gut gelungen. Nur eben an den oben genannten Stellen hackt es etwas und das ewige Absuchen des Screens nach dem richtigen Gegenstand macht die Rätsellei nicht gerade komfortabler. Positiv zu erwähnen bleibt überdies noch, das alle Rätsel in denen es ein Passwort oder eine Zahlenkombination zu erraten gibt, so gestaltet sind, dass diese noch ein paar Minuten ohne unnötige Try-and-Error-Passagen gelöst werden können.

Und weil wir gerade schon dabei sind Honigkuchen zu verteilen: Die teilweise gezeichneten teilweise gerenderten Hintergründe versprühen durch ihre liebevolle und detaillierte Ausgestaltung einiges an Atmosphäre und können in ihrer zeichnerischen Qualität durchaus mit Klassikern wie Baphomets Fluch oder neueren Titeln wie Runaway mithalten. Zwar wirken die 3D-Charaktere etwas deplaziert und die Beschränkung auf nur eine Auflösung verpassen dem Szenario einen altertümlichen Charme, doch die Atmosphäre stimmt. Da letzteres bekanntlich wichtiger ist als technisches Gewichse, geht die Grafik also als gelungen durch. Auch die Synchronisation der einzelnen Dialoge geht bis auf ein paar Patzer in Ordnung. Außerordentliche Sprecherleistungen darf man zwar noch nicht einmal vom deutschen Synchronsprecher Harrison Fords (Motivationsmangel?) erwarten, dafür ist das gebotene durchaus solide und unterstreicht das Spielgeschehen mehr oder weniger gekonnt. Die Hintergrundmusik tut ihr übriges dazu, neigt nur manchmal dazu etwas zu dudelig und unwichtig zu wirken.

Was von Adam Quinns Abenteuer also im Gedächtnis bleibt sind zum einen die teilweise haarsträubend unlogisch teilweise zu einfachen Rätsel, die etwas in die Jahre gekommene aber dennoch recht ansehnliche Präsentation und eine Hintergrundgeschichte die sicherlich Geschmackssache sein dürfte. Hört sich also doch gar nicht mal so verheerend an, oder?

Im Endeffekt versperren Pixelhunting, manchmal dämliche Dialoge und einige Logiklücken aber doch den Blick auf ein richtig packendes Abenteuer. Adventurefreunde mit dem Hang, alles spielen zu müssen, was es auf dem Markt gibt, können aber dennoch gefallen am eulembergischen Experiment haben.

Wenn ich ehrlich bin hätte ich Adam Quinns kleine Reise am liebsten nach den ersten fünf Minuten sofort wieder deinstalliert. Selten wurde ein Spiel so dermaßen bescheuert eingeleitet: Das erste Rätsel wirkt unlogisch und erzwungen, die ersten paar Worte ziemlich affig und hohl. Hinweise, die einen weiter bringen? Fehlanzeige! Stattdessen suhen wir den Bildschirm nach den verschiedensten Gegenständen ab, wovon die meisten ziemlich unnütz sind. Was unseren Kollegen Quinn jedoch nicht davon abhält ersteinmal stundenlang darüber zu labern – hier übrigens nicht vertont, sondern nur als Untertitel.

Nur langsam nimmt Adams Abenteuer dann Fahrt auf und entwickelt so etwas wie Spannung. Doch selbst dann gibt es noch stellen, wo man ratlos im Raum umherwandert oder einem das mystische Gelaber eines gewissen Professors den letzten Nerv raubt. Dennoch hat Das Eulemberg Experiment auch seine starken Seiten. Nur stechen diese leider viel zu selten hervor, weswegen der Titel doch arg im Mittelmaß versinkt. Adventurefans, die mal wieder Indiana Jones spielen wollen, sollten dennoch einen Blick riskieren.

Mr. Smoozles Goes Nutso ist fertig!

Der britische Adventure-Mastermind Steve Ince hat es endlich geschafft und seine erste Eigenproduktion fertiggestellt. Mr. Smoozles Goes Nutso ist eine abgedrehte Story über einen wahnsinnigen Kater, der von außerirdischen gehirnmanipuliert wurde. Unter anderem spielen noch ein Alien mit Stringtanga-Fetisch, eine Katze die in einen Hund verknallt ist und eine verwirrte Frau in einem völlig deplaziertem Laden mit.

Wir werden euch bald mit einem Review versorgen, bis dahin werft doch einfach mal einen Blick auf die Demoversion.

Operation Flashpoint in noch besser?

Mittlerweile ist es nun schon mehr als 5 Jahre her, dass die Bohemia Interactive Studios den höchsterfolgreichen Action-Titel Operation Flashpoint auf den Markt geworfen haben. Der Erfolg reisst auch nach dieser langen Zeit nicht ab, denn die Community bleibt ihrem Liebling auch immer noch treu. Jetzt aber wird es Zeit sich zu verabschieden und in die Zukunft zu blicken. Da wartet das neue Werk der Tschechen, Armed Assault. Aber keine Angst, viel Veränderung gibt es nicht. Gut oder eher doch schade?

Nun erstmal zur Hintergrundgeschichte: Die Sowjets wollen mal wieder das alte Reich auferleben lassen und ihr als Soldat, Kommandant, Flieger oder was auch immer des US-Militärs müsst dies verhindern. In insgesamt zwölf Missionen sollte das dann auch geschafft sein. Zu den zwölf, die im Vorgänger noch 40 waren, kommen aber noch Nebenmissionen, die ihr einfach vor der Hauptmission erledigen könnt, um es dann beim eigentlichen Einsatz einfacher zu haben. So könnt ihr beispielsweise schon im Vorfeld einen Konvoi ausschalten und somit weniger Gegner, die auf euch schiessen wollen, auf dem Weg zum Ziel haben. Oder ihr beschützt auf eurer Seite die eigenen Soldaten und habt somit mehr Feuerkraft. Allerdings dürft ihr diese Hilfen auch ganz außer Acht lassen und einfach so in die Mission starten. Das Gebiet in dem ihr euch diesesmal bewegen könnt ist mehr als dreimal so groß wie noch im Vorgänger und besteht nur noch aus einer großen Insel, die auch während den Missionen frei befahrbar ist. Sprich: Ihr lauft auf die gegnerische Basis zu und könnt ihr mit dem letzten Angriff den goldenen Stoß verpassen und damit die Sowjets auf Ewig von dem Eiland vertreiben. Dann erspäht ihr einen ganz tollen Strand durch euer Fernglas und geht dem Befehl für ein Sonnenbad. Naja nicht ganz so übertrieben, aber ihr könnt euch jeder Zeit überall auf der Inseln rumtreiben. Doch Vorsicht, nicht nur dort wo die eigentlich Action abgehen sollte gibt es Gegner, auch auf euren Erkundungstouren können sich Widersacher in Büschen, Häusern oder Ruinen verstecken. Es soll laut Entwicklerseite circa 45 Minuten dauern um von Nord nach Süd zu kommen.
Da der Singleplayer also „relativ“ mau ausfällt mit nur ungefähr sechs bis acht Stunden Spielzeit, muss natürlich noch etwas kommen. Wie schon in Operation Flashpoint liegt dem Spiel der erstklassige Editor bei, mit dem auch die Entwickler ihre Missionen stricken. Es erwarten die Spieler also schon nach kurzer Zeit sehr viele Modifikationen und Missionen und Karten und, und, und… Schon im Vorgänger war dies der Fall und die immernoch bestehende Community wird auch höchstwahrscheinlich bei Armed Assault dafür sorgen, dass das Spiel lange am Leben bleibt. Gerade für die, die sich nicht mit dem Editor auskennen gibt es noch eine kleine Starthilfe, die ein vorgegebenes Szenario kreiert, welches dann einfach editiert werden kann. So kann man kinderleicht Startpunkte, Basen, Flagenpunkte und dergleichen auf der Karte herumschieben und dann sofort in die Mission starten. Apropos „sofort“ in die Mission starten. Noch in Flashpoint gab es große Probleme für Spieler im Internet sich in ein Spiel einzuklinken, weil dies meist erst ging, wenn es dann vorbei war. Auch dies hat sich geändert. Die Entwickler versicherten uns, dass es nun zu jedem Zeitpunkt im Spiel möglich ist an einem laufenden Spiel teilzunehmen, soweit noch Spots frei sind versteht sich.

In der Spielmechanik hat sich dann wiederum nicht viel geändert. Wie schon angesprochen bewegt ihr euch entweder im Jeep, Hubschrauber oder eben zu Fuss über die Insel und ballert mit allerlei Waffen auf eure Gegner. Die Waffe wird je nach Soldatentyp gewählt, denn natürlich macht es keinen Sinn, wenn der Scharfschütze mit einem Maschinengewehr 200 Meter von seinem Ziel entfernt liegt. Neu allerdings ist aber, dass der Kommandant nun unbegrenzt viele Soldaten befehligen kann. Gab es noch früher eine Begrenzung ist es nun, laut der Entwickler, möglich soviele Soldaten wie der Rechner hergibt in den Kampf schicken kann. Hört sich sehr gewagt an. Trotzdem sehr interessant zu beobachten wie sich hunderte von KI gesteuerte Soldaten durch eure taktischen Anweisungen den Garaus machen. Wir werden sehen ob das klappt. Zudem kann man auch mitten im Gefecht jetzt die Spieler wechseln, das aber natürlich nur in den Singleplayermissionen. Gefällt einem einfach nicht das der lahme mit dem dicken MG nicht hinterherkommt, dann wechselt man einfach zu dem bereits auf dem Dach verschanzten Sniper. Das ganze nennt sich Teamswitch und funktioniert ganz einfach: Man wählt den gewünschten Soldaten an, kann noch nachschauen wo eben dieser sich befindet und, zack, schon ist man dieser Soldat. In Mehrspielergefechten geht eben ein Soldatenwechsel wohl nur nach dem Ableben.
Ein nettes Feature noch vorweg: Bohemia hat eine damalige von Fans entwickelte Modifikation namens Conquer the Island so gut gefallen, dass diese nun drin ist. Allerdings sagen sie auch, dass es nicht so gut ist wie das Original, aber eben eine Hilfe für andere Spieler sein soll, riesige Inselgefechte zu kreieren.

Natürlich hat sich nachdem fünf Jahre ins Land gegangen sind auch etwas an der Engine getan. Armed Assault hat jetzt eine viel detailreichere Umgebung, die Models haben einen ordentliche Polygon- und Effektspritze bekommen und auch die Fahrzeuge sehen sehr sehr viel besser aus also noch bei Flashpoint. Allerdings umhaun wir die Grafik keinen. Mittlerweile gibt es schon viel hübschere Vertreter, auch in dem Genre, die rein aus grafischer Sicht viel mehr zu bieten haben. Trotzdem die Fortschritte sind sichtbar. Sonst brauch man als Fan auch keine großartigen Befürchtungen haben. Der unverkennbare Flashpointstil wurde 1A beibehalten. Die Bewegungen bei den Figuren sind wesentlich flüssiger, wirken aber immernoch wie beim Vorgängern. Auch das Anvisieren über Kimme und Korn erinnert einen sofort an 2001. Der Stil ist extrem stimmig. Natürlich ist auch wieder die anwählbare Third-Person-Perspektive mit dabei, die gerade bei den Flug- und Fahreinlagen extrem hilfreich sein kann. Viel von der Sprachausgabe und den Effekten konnte man doch noch nicht hören (man muss sich ja schliesslich auch etwas unterhalten), allerdings fiel nichts ungewöhnlich hervor. Gute Sprecher, krachende Explosionen und ratternde MG’s. So wie es eben sein muss.

Schade eigentlich, dass man damals die Rechte an dem Namen verkauft hat. Nunja. Armed Assault ist für Fans genau das was sie von einem zweiten Teil einer Reihe erwarten. Bessere Grafik, Erweiterungen für den Editor und der gute alte Stil ist immernoch mit dabei. Für Neueinsteiger oder Neulinge aber sehe ich etwas mau. Gerade ich war kein Fan von Operation Flashpoint und mich persönlich hat das Spiel nicht wirklich umgehauen. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, das einige von euch (inklusive Besux) sich die Augen ausgeweint hätten vor Freude bei den Bildern, die mir gezeigt wurden. Es ist eben immernoch Flashpoint, auch wenn das nicht mehr draufsteht. Und es ist besser als das Original, aber für den Nicht-Fan werden die Erweiterungen zu einem „nicht ganz zweiten Teil“ nicht reichen um das Spiel so lieben zu lernen. Ich will dem Spiel aber nicht Unrecht tun, denn wie schon ganz oft erwähnt: Für Fans genau das Richtige. Deshalb gibt es zwar von mir „Gut“, ihr Fans denkt euch einfach ein „Sehr Gut“ an die Stelle.

Mach es nochmal Simon

Simon ist zurück und diesmal in wirklich brauchbarem 3D. Auf der Games Convention wurden uns einige Minuten einer recht frühen Version von Simon the Sorcerer 4 gezeigt und wir haben auch so manche interessante Info verraten bekommen.

Ihr befindet euch zu Beginn mit Simons und seinem kleinem Bruder in seinem Zimmer vor dem Fernseher. Wie das bei Brüdern so ist, streiten sich die beiden und der kleine haut den großen mit der Fernbedienung um. Simon fällt in Ohnmacht und hat eine Vision in der er zwar glaubt, dass er tot sei („Von einer Fernbedienung erschlagen, wie peinlich.“) aber eigentlich bittet ihn nur Alix in die Zauberwelt zu kommen und wieder einmal zu helfen. Ab in den Schrank und schon befinden wir uns in der bekannten Umgebung unseres Protagonisten. Dort hört er plötzlich, wie uns gesagt wurde, dass er gestern auf einer Party gewesen sei und sich sehr merkwürdig benommen hätte. Da Simon aber schon einige Jahre nicht mehr dort war, kommt bei ihm schnell die Befürchtung auf, dass sich ein Doppelgänger rumtreiben muss. Wie die Story dann weiterläuft wurde uns noch nicht berichtet, allerdings kann man von einer Menge Stoff ausgehen, da das Storybook etwa 300 Seiten umfasst. Auch Miterfinder Mike Woodroffe wirkt daran mit und gerade deshalb muss man sich wohl keine Gedanken um eine gute, packende Story machen.

Gesteuert wird per Point & Click – und nicht wie in Simon 3D mit der Tastatur. Man kann Sachen benutzen, ansehen oder kombinieren – keine weltbewegenden Neuerungen halt. Auch nicht weltbewegend sieht bisher der Inventar aus. Es ist zur Zeit noch eine kleinen Leiste am unteren Bildschirmrand. Aber auch hier sei noch einmal erwähnt, dass die Version die gezeigt wurde noch eine sehr frühe war und sich hier noch sehr viel tun kann.

Die Entwickler haben viele Gegenstände eingebaut die man sich einfach nur angegucken kann, um eben auch mehr von dem Humor von Simon mitzunehmen. Dieser zeigt sich schon in den ersten Minuten. Bereits das erste Gespräch bringt den Spieler zum Schmunzeln (siehe Zitat oben). Anderes Beispiel? Das Rotkäppchen – im normalen Märchen-Gebrauch eher ein nettes, zuvorkommendes Mädchen – ist hier eine kleine skateboardfahrende Göre. Außer der schon angesprochenen Alix werde auch weitere alte Bekannte einen Auftritt haben. Der tote Calypso ist wieder mit von der Partie – als Geist.

Rätseltechnisch bedient man sich nicht ausschließlich adventure-typischen Aufgaben. Zwar wird es viele Logik- und Kombinationsrätsel geben, doch auch simple Von-A-nach-B-Aufträge finden sich in eurem Questtagebuch wieder. Questtagebuch? Ja, richtig gelesen. Simon 4 hat diese Spielehilfe gerade auch für die Gelegenheitsspieler eingerichtet. Man soll – auch wenn man das Spiel ein paar Tage liegen lässt – nicht einfach ratlos dastehen und nicht mehr wissen was man eigentlich machen soll. Sehr löblich.
Eine der größten Neuerungen ist, dass man nicht nur den Zauberer allein steuern wird. Uns wurde verraten, dass auch der Doppelgänger unseren Fäden gehorchen wird. Wie das genau aussehen wird, konnten wir noch nicht in Erfahrungen bringen – wahrscheinlich wird das Ganze auf eine heisse Verfolgungsjagd hinauslaufen.

Wie bereits erwähnt, ist Simon 4 nun in Voll-3D mit sehr hübschen Hintergründen dargestellt. Ein bisschen sieht man dem Protagonisten auch die Jahre an, die er mittlerweile auf dem Buckel hat. Aber keine Angst! Er ist jetzt nicht dreizehn Jahre älter als noch in Teil 1. Die bisher gezeigten Animationen von Simon sehen schon sehr flüssig aus. Viel kann man allerdings noch nicht über die komplette Grafik sagen, weil es eben eine sehr frühe Version war. Es gab noch einige Platzhalter anstatt Effekten.

Eins vielleicht noch: Man hat sich natürlich für einen Comiclook entschieden. Die ganze Szenerie sah schon sehr schön bunt aus, allerdings nicht zu übertrieben. Man wird eben erwachsen.

Derzeit wird noch überlegt, ob man nicht den ursprünglichen Simon-Sprecher wieder mit ins Boot holt. In Kontakt stehen die Entwickler auf jeden Fall mit ihm. Es ist bisher nur nicht ganz klar, ob er noch so gut den jungen Mann, der Simon mittlerweile ist, authentisch rüberbringen kann. Anonstes gibt es eine Komplettsynchronisation aller Charaktere.

Obwohl Simon the Sorcerer 4 in einer relativ frühen Version präsentiert wurde, hinterließ es trotzdem einen sehr guten Eindruck auf mich. Zwar kann man technisch noch nicht soviel beurteilen, aber gerade die Informationen über die sehr ausgeprägte Story mit dem fetten Storybuch macht mir große Hoffnungen. 35 Stunden Spielspass werden versprochen – und das ist nicht gerade Adventure-typisch. Die Doppelgänger-Geschichte bringt nicht nur frischen Wind, sondern ist zudem noch ein außergewöhnliches Mittel, welches ich in diesem Genre so noch nicht wirklich gesehen habe Ich freue mich schon sehr darauf bald mehr zu sehen. Im Februar 2007 wird es dann auch soweit sein. Etwas Zeit haben die Entwickler also noch.

Games Convetion 2006

Und wieder einmal geht die größte Spielemesse Europas zu Ende. Dieses Jahr fand ich das noch trauriger als letztes. Großartige Spiele wurden gezeigt – und vor allem: wir durften sie anspielen. Die absoluten Hightlights für mich waren natürlich Gothic 3, World of WarCraft: The Burning Crusade und Neverwinter Nights 2. Aber auch Simon the Sorcerer 4, Brothers in Arms und der Nintendo Wii hinterließen einen bleibenden Eindruck. Wie ihr auch die nächsten Tagen und Wochen sehen werdet, denn eine große Menge an Artikeln wird die Seite fluten.

Allgemein gibt es zu sagen, dass 2006 auch das erfolgreichste Jahr für die Games Convention selber war. Ein neuer Besucherrekord mit über 180.000 Interessierten wurde erreicht, zudem gab es noch die Veranstaltung von The Dome. Aber auch Journalisten und Aussteller zeigten einmal mehr gesteigertes Interesse. Obwohl es angeblich Probleme gegeben hat, von denen ich persönlich nichts mitbekommen habe. Die Babes waren so schön wie jedes Jahr und mehr bleibt mir eigentlich fast nicht mehr zu sagen.

Außer: Bewegt euch bloß im nächsten Jahr in den wunderschönen Osten Deutschlands und besucht mit voller Begeisterung das Messehighlight des Jahres. Für jeden wird es eine riesen Erfahrung sein an den Ständen mit anderen um Gimmicks zu kämpfen (des öfteren Hände, Füße und Hinterteile in meinem Gesicht gehabt), Spiele anzuspielen, die man sonst nur als Video im Internet sehen kann. Und die Partys rund um die Messe sind sowieso ungeschlagen – sowie dieses Jahr die mehr als großartige Sony-Veranstaltung am Samstagabend. Vielen Dank noch einmal an die Barkeeper die immer wieder ganz schnell neue Kästen frisches Bier angeschleppt haben.

Bis nächstes Jahr Leipzig, ich komme wieder und nächstes Jahr wird es noch besser, das weiß ich jetzt schon. Am 23. August 2007 gehts los!

In den nächsten Tage werden wir eine ganze Reihe an Artikeln über die interessantesten uns gezeigten Spiele präsentieren.

Indie-Weltraum zum Fetzen

Wir schreiben das Jahr 2006, dies sind die Abenteuer des Hobbyentwicklers Z-Software, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, dem etwas altbackenen Weltraumshooter-Genre einen neuen Anstrich zu verpassen, bla, bla, bla… Zugegeben, Raumschiff Enterprise ist langweilig, eine Einleitung in deren Stil also auch. Da Indie-Games nun mal angepriesen werden sollen (Maxime unseres Chefredis), fangen wir also gleich radikal übertrieben an: „Doxan kann Krebs heilen!“ Ähm, ja…

Okay, genug geschwafelt. Zu Doxan hatten wir vor gut einem halben Jahr schon einmal ein ausführliches Special im Angebot. Seitdem hat sich vieles getan, weswegen ich alte faule Redaktionssocke mich dazu entschieden hab, mal einen kurzen Blick auf die aktuelle Alphaversion zu werfen.

Tja und was sehen wir da? Endlich haben alle Schiffe ein unterschiedliches Modell und werden auch mehr oder minder detailliert beschrieben. Auch die unterschiedlichen Waffentypen haben nun eine ausführliche Beschreibung bekommen. Darüber hinaus wurde das Interface etwas überarbeitet. Es hat zwar bis jetzt immer noch den Charme von alten C64-Spielen gepaart mit der Verständlichkeit von ägyptischen Hieroglyphen, zeigt einem aber jetzt schon einmal den gewählten Waffentyp an. Fairerweise muss man an dieser Stelle aber erwähnen, dass sich das Menü noch im Prealpha-Stadium befindet und sicherlich noch aussagekräftiger werden wird.

Wo das Menü bis jetzt also noch durch schlichte Unvollkommenheit glänzt, kann die Steuerung jedoch schon vollkommen überzeugen. Wie schon aus Freelancer oder Darkstar One bekannt, braucht ihr nur Maus und Tastatur um mit eurem Flieger mehr oder weniger elegant durch den Raum zu gleiten. Zwar stammt die Kollisionsabfrage immer noch direkt aus der Hölle (bei Treffern dreht ihr euch wirsch im Raum und von Objekten prallt ihr dumpf ab), dafür lassen die ersten Fernkämpfe echtes Shooterfeeling aufkommen: per Tastendruck visiert euer Bordcomputer das nächstgelegene Opfer an, sodass ihr mit diesem kurzen Prozess machen könntet. Dumm nur, dass euer Gegner nicht total verblödet ist und mit Raketen, Tempowechseln und dergleichen kontert. Schnell entsteht ein erbitterter Zweikampf bei dem meist nur der gewinnt, der die bessere Taktik hat.

Damit sich das Ganze nicht so anfühlt wie zu Zeiten der ersten 3D-Beschleuniger hat sich das Team von Z-Software dazu entschlossen, die anfangs bestenfalls solide Grafikengine durch aktuelle Shadereffekte noch etwas aufzubohren. Gerade die Explosionen sowie das Bumpmapping auf Asteroiden werten das Spielerlebnis ordentlich auf.

Allgemein lässt sich feststellen, dass sich Doxan schon um einiges runder anfühlt, als es das in der ersten Alpha-Version noch der Fall war. Zwar konnte ich bis jetzt nur den Deatmatch-Modus ausprobieren – die weitaus interessanten Modi wie Star Battle und Racing (siehe letztes Preview) sind noch nicht spielbar -, jedoch wurden anfängliche Schwächen wie die zum Teil schwammige Steuerung konsequent behoben. Echte Jubelstürme dürft ihr allerdings erst dann erwarten, wenn der Star-Battle-Modus endlich fertig ist und die Kollisionsabfrage nicht mehr einem Flummi gleicht. Letzteres soll übrigens demnächst schon ausgemerzt sein.

Doxan ist auf dem richtigen Weg. Auch wenn die meisten Veränderungen momentan noch relativ unspektakulär ausfallen und man sich durchaus fragen darf, was die Jungs die letzen sechs Monate eigentlich gemacht haben, schließlich fehlen immer noch die meisten Spielmodi, Doxan macht einfach Laune. Die Steuerung in sich ist stimmig, die Waffen von der Stärke her durchaus fair gewählt und im Duell mit echten menschlichen Gegnern geht es zu wie im seeligen Quake 3, nur halt dieses Mal im Weltall. Ich hoffe doch sehr, dass ich schon bald mehr von Doxan zu Gesicht bekommen werde, der Star-Battle-Modus hat es mir nämlich angetan. Also Jungs, weitermachen!

Question and Answer Drawn to be Alive (en)

In Drawn to be Alive (a mod for Unreal Tournament 2004) let the player take control over a drawn boy who has to survive in a world of evil humans. We talked to two of the developers, Guillaume and Gaël.

First of all, I have to say: Drawn to be Alive looks really amazing! Okay, now, let’s start with some general stuff: How did you come up with the idea for the mod?

First, thanks for your appreciation about the mod. It’s our ambition to propose something new, fresh, and completely crazy. Guillaume (Game Designer and Programer) came first with the original concept. A flat boy in paper into the reality. At the very beginning, it was a well known character, extracted from a picture of Picasso. Then we’ve worked the concept in group, to make him more mature and fun. We tried to create a hero, not a super hero. He is fragile, non agressive, but has lots of possibilities to explore the reality, hide from humans and even animals… In Drawn to be alive, you are a simple childish sketch in paper lost in the real!

How long has Drawn to be Alive been in development and when is it going to be released?

It has been 7 months since the beginning of the production. It was our school project, and now we are trying to continue improving it with good ideas and more levels… We are trying to finish it for October 2006, but who knows… We are only 6 working on it, and we are currently searching for new members like graphists, programers… The more we are, the better it is for the mod !

Was there a specific reason to chose UT 2004 for Drawn to be Alive?

There were several reasons in fact. Supinfogame is a school where your learn how to be a game designer an how to manage a video game project. You won’t learn programming there. From the beginning we wanted a solution which could allow us to do a lot of things efficiently with good tools. And for the gameplay coding, we wanted it to be as easy as possible. And finally, it would be nice to have a strong graphic engine to have a nice rendering. The Unreal Engine and its tools had all that.

Has it been difficult programming the mod? I guess an engine like UE2 isn’t exactly made for characters which are flat as paper?

It’s not always been very easy. Some stuff like sticking against a wall aren’t really easy to program. We’ve had to deal with the Unreal Engine specific properties an try to change some of them. But we couldn’t change physics for instance. For instance, in Unreal, a character has got a collision cylinder around him. It’s a usual way to make collisions for a third person action game. But for our game… it was not the best solution, and we couldn’t do anything about it. One solution has been to change the colission box of the static meshes of the levels. We made them smaller at the top. It helped avoiding to have the character flying in the air because of his cylinder size.

How "big" is Drawn to be Alive?

For the moment, we have 3 levels proposing lots of differents situations. There is a scenario too, with in game cinematics, as it is shown in the trailer. We are actually thinking about a forth level, but as I said before, we need more people to do it. I can’t tell you how long it takes to be finished, because we are working on the different levels.

Is Drawn to be Alive singleplayer-only or does it have a multiplayer component?

Nope, only a singleplayer component. It’s why it is so hard to make him long and interesting.

I watched the trailer for Drawn to be Alive a few times, but I’m still not sure about a couple of things regarding the gameplay. For example, what kind of genre is it? Is it purely a stealth game or will it include stuff like fighting or solving adventure-style puzzles?

To sum up, it’s an adventure game, with 2 components: Exploration and discretion. You have to explore the real world, in order to retrieve your imaginary world. The player will find natural dangers like the fire ort he water. The hero can easely be wet or burnt. You don’t have any offensive actions, no violence… but lots of actions to do in order to avoïd dangers. It is not infiltration, but a new way of being quiet and invisible to humans and animals… You’ll have exploration puzzles too: Find the right way to continue, or helping others characters to progress…

What is the protagonist’s aim? Is he trying to free all the creatures that are like him? Or is he just trying to get away from the humans?

Thanks to a mysterious and very expensive ink, drawn characters can be extraced from their illustrations by humans. Prisonners of the reality, they are sad and despaired. One day, the creator of the ink try to give life to a simple childish sketch. Considering it „missed“, he decides to put it in the backroom of his laboratory, with others missed characters. But suddenly, the draft wakes up, and will try to escape the laboratory, and run away from his creator…

He will discover lots of dangers, he will meet others „refugees“ like him, and will create a community of imaginary characters lost in the reality. Together, they will try to save lots of prisonners, and finally find a way to retrieve their world of origin. But how… that’s the question. You have to wait for the answer.

Can you describe what a typical level from Drawn to be Alive looks like? What kind of things do you have to do except from hiding from humans?

I didn’t talk about that before, but exploration means also plateform sessions. Our heros is very nimble and has a lot of actions to explore our world. He can jump, run, but also plane in the air, or even become a paper ball on the ground. A typical level will regroup all these aspects: Avoid natural dangers like the fire ort he water, try to find a way jumping and planing, and also avoid living dangers like animals and humans, folding himself or hiding in illustrations…

From what I’ve seen in the trailer, Drawn to be Alive seems to be almost professionelly developed. Have you ever thought about finding a publisher and going to retail?

Yes, we thought about it …

Gaël and Guillaume, thanks for your time and our best wishes for Drawn to be Alive!

Frage und Antwort

Es gibt zahlreiche Mods, aber nur die wenigsten versuchen etwas wirklich Neues. Drawn to be Alive für UT 2004 ist anders: Ihr steuert eine Zeichnung, die gegen ihren Willen zum Leben erweckt wird und nun vor den Menschen fliehen muss. Klingt faszinierend, weshalb wir den Entwicklern von einer französischen Game-Development-Schule ein paar Fragen gestellt haben.

Als erstes muss ich mal sagen: Drawn to be Alive sieht wirklich großartig aus. Okay, jetzt wo das erledigt ist, lass uns mit ein paar allgemeinen Fragen anfangen. Wie seid ihr auf die Idee für die Mod gekommen?

Danke erst einmal für deine Anerkennung. Es ist unser Ziel, etwas Neues, Frisches und komplett Verrücktes auf die Beine zu stellen. Guillaume (Game Designer und Programmierer) hat als erstes das originale Konzept gehabt: Ein flacher Junge aus Papier in der Realität. Ganz zu Beginn war es ein bekannter Charakter, der aus einem Gemälde von Picasso genommen wurde. Dann haben wir das Konzept in der Gruppe ausgearbeitet, um ihn erwachsener und lustiger zu machen. Wir haben versucht, einen Helden zu entwickeln, aber keinen Superhelden. Er ist zerbrechlich, nicht aggressiv, aber hat viele Möglichkeiten, die Realität zu erforschen, sich vor Menschen und sogar Tieren zu verstecken. In Drawn to be Alive bist du eine ganz einfache Zeichnung eines Kindes, verloren in der Realität.

Wie lange ist Drawn to be Alive schon in Entwicklung und wann soll es fertig werden?

Seit dem Beginn der Produktion sind inzwischen sieben Monate vergangen. Es war unser Schulprojekt und jetzt versuchen wir, es weiter mit guten Ideen und mehr Levels zu verbessern. Wir wollen es im Oktober 2006 fertigstellen, aber wer weiß… Wir arbeiten nur mit 6 Mann daran und wir suchen gerade nach neuen Mitarbeitern wie Grafikern und Programmierern. Je mehr wir sind, desto besser ist es für die Mod!

Gab es einen bestimmten Grund, warum ihr UT 2004 für Drawn to be Alive gewählt habt?

Es gab sogar gleich mehrere Gründe. Supinfogame ist eine Schule, auf der du lernst, ein Game Designer zu sein und die Entwicklung eines Spiels zu managen. Du lernst dort aber nicht, zu programmieren. Von Anfang an wollten wir daher eine Lösung, welche uns viele Dinge effizient und mit guten Tools erledigen lassen würde. Die Programmierung des Gameplays sollte so einfach wie möglich sein. Und schließlich fanden wir es nett, eine starke Engine für eine hübsche Grafik zu haben. Die Unreal Engine und ihre Tools boten all das.

War es denn schwierig, die Mod zu programmieren? Ich kann mir vorstellen, eine Engine wie UE2 ist nicht unbedingt für Charaktere gemacht, die flach wie Papier sind?

Es war nicht immer ganz einfach. Ein paar Sachen, wie an einer Wand zu kleben, sind nicht gerade leicht, zu programmieren. Wir mussten mit den spezifischen Eigenschaften der Unreal Engine umgehen und versuchen, ein paar von ihnen zu verändern. Aber wir konnten zum Beispiel nichts an der Physik machen. In Unreal hat ja beispielsweise jeder Charaktere einen Zylinder zur Kollisionsabfrage um sich herum – das ist ein üblicher Weg für Third-Person-Actionspiele. Aber für unser Spiel… da war es nicht die beste Art und Weise, aber wir konnten eben nichts dagegen tun. Eine Lösung war es, die Kollisionsboxen der statischen Objekte in den Levels zu verändern. Wir haben die oben schmaler gemacht, was geholfen hat, den Charakter nicht wegen seiner Zylindergröße durch die Luft schweben zu lassen.

Wie umfangreich ist Drawn to be Alive eigentlich?

Im Moment haben wir drei Levels, die eine Vielzahl verschiedener Situationen enthalten. Es gibt zum Beispiel ein Szenario mit In-Game-Movies, wie es im Trailer gezeigt wird. Und wir denken sogar über einen vierten Level nach, aber wie ich schon sagte, brauchen wir mehr Leute, um das zu machen. Ich kann dir deshalb nicht sagen, wie lange es noch dauert, die Mod fertigzustellen, weil wir alle noch an den verschiedenen Levels arbeiten.

Bietet Drawn to be Alive nur die Singleplayerstory oder hat es auch eine Multiplayer-Komponente?

Nein, nur einen Singleplayerpart. Das ist der Grund, warum es so schwierig ist, das Ganze lang und interessant zu machen.

Ich habe euren Trailer zu Drawn to be Alive ein paar Mal gesehen, aber ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, wie es sich genau spielt. In welches Genre würdet ihr es genau einordnen? Ist es ein reines Stealthspiel oder gibt es auch Sachen wie Kämpfe und Rätsel?

Um es zusammenzufassen: Es ist ein Adventure mit zwei Komponenten – Erforschung und Diskretion. Du musst die reale Welt erkunden, mit dem Ziel, deine Traumwelt zurückzuholen. Der Spieler wird auf natürliche Gefahren treffen wie Feuer und Wasser. Der Held kann ganz schnell nass werden oder verbrennen. Aber du kannst nicht angreifen, es gibt keine direkte Gewalt… dafür zahlreiche Aktionsmöglichkeiten, um Gefahren auszuweichen. Es geht nicht um Infiltration, sondern um einen neuen Weg leise und unsichtbar gegenüber Menschen und Tieren zu sein. Und es gibt eben auch Rätsel beim Erkunden: Den richtigen Weg zum Weiterkommen finden oder anderen Charakteren helfen, etwas zu erreichen…

Was genau ist das Ziel des Helden? Will er alle Kreaturen befreien, die wie er sind? Oder versucht er nur, selbst vor den Menschen zu fliehen?

Dank einer mysteriösen und sehr teuren Tinte können gezeichnete Charaktere von Menschen aus ihren Bildern herausgeholt werden: Als Gefangene der Realität sind sie traurig und verzweifelt. Eines Tages versucht der Erfinder der Tinte, eine simple Kindeszeichnung zum Leben zu erwecken. Das scheint aber in dem Fall nicht zu klappen, weshalb er entschließt, die Zeichnung in das Hinterzimmer eines Labors zu packen, zusammen mit etlichen anderen "fehlerhaften" Charakteren. Doch dann wacht die Zeichnung plötzlich auf und versucht, aus dem Labor zu fliehen, von seinem Erschaffer wegzurennen…

Er wird zahlreiche Gefahren entdecken, andere Flüchtlinge wie ihn treffen und eine Gemeinschaft von erfundenen Charakteren gründen, die wie er in der Realität verloren sind. Zusammen wollen sie versuchen, etliche Gefangene zu befreien und schließlich einen Weg zu finden, in ihre Heimatwelt zurückzukehren. Aber wie… das ist die Frage. Auf die Antwort musst du dich gedulden.

Könnt ihr beschreiben, wie ein typisches Level von Drawn to be Alive aussieht? Was musst man tun – außer sich vor den Menschen verstecken?

Ich habe das zuvor noch nicht angesprochen, aber Erkundung bedeutet auch Plattformpassagen. Unser Held ist sehr geschickt und hat zahlreiche Aktionen, die Welt zu erforschen. Er kann springen, rennen, aber auch ein durch die Luft segeln oder sogar ein Papierball auf dem Boden werden. Ein typisches Level wird all diese Elemente zusammenbringen: Natürlichen Gefahren wie Feuer oder Wasser ausweichen, einen Weg zum Springen sowie Segeln finden und Gefahren wie Tieren und Menschen ausweichen, indem sich der Held selbst zusammenfaltet oder in Zeichnungen versteckt.

Das klingt ja alles richtig gut und im Trailer sieht es auch fast schon professionell aus. Habt ihr darüber nachgedacht, einen Publisher zu finden und die Mod in die Läden zu bringen?

Ja, darüber haben wir nachgedacht…

Okay, belassen wir es mal dabei. Gaël und Guillaume, vielen Dank für eure Zeit und unsere besten Wünsche für Drawn to be Alive!

Alles wieder besser, aber…

Ich will gar nicht lange um den heißen Brei herumreden: ‚Anstoss 2007‘ ist ein sehr guter Fußballmanager. Nach dem richtig schlechten ‚Anstoss 4‘ und seinen nicht viel besseren Nachfolgern ist das Spiel so etwas wie die Wiedergeburt für Ascaron. Es hat etwas von einem ‚Anstoss 2 Gold‘ mit einem dutzend neuer Features, die den Manageralltag wirklich bereichern können.

Ja, es hat einige Bugs und, ja, die Lizenzen an Spielern und Vereinen liegen noch immer bei Electronic Arts – aber abgesehen davon spricht nichts gegen ‚Anstoss 2007‘. Zumindest, so lange man nicht mehr erwartet als den x-ten deutschen Fußballmanager, der die immer gleiche Formel anwendet, sich aus den immer gleichen Bestandteilen zusammensetzt und überhaupt nicht versucht, das wichtigste im Spiel zu verbessern: Den Trainerpart.

Der PC gibt das Zeugnis
‚Anstoss 2007‘ spielt sich in dieser Hinsicht genauso wie ‚Anstoss 2‘ vor zehn Jahren und das stört mich. Ich baue mir einen Kader zusammen, verpflichte Spieler, trainiere sie, stelle die Mannschaft auf, lege ein paar taktische Kleinigkeiten fest – und dann verfolge ich in dem üblichen Textmodus, wie es meinem Team auf dem Rasen ergeht. Aber bekomme ich echtes Feedback darüber, ob meine Taktik erfolgreich war? Ob ich bei einer Niederlage mit einer besseren Ausrichtung vielleicht hätte gewinnen können? Oder ob ich bei einem Sieg den Gegner taktisch an die Wand gespielt habe oder einfach nur die stärkeren Einzelspieler hatte? Nein.

Wie jeder andere deutsche Fußballmanager auch beschränkt sich ‚Anstoss 2007‘ darauf, den einzelnen Spielern meines Teams Noten zu geben. Das hilft mir zwar, zu wissen, wer einen schlechten Tag hatte oder im Moment überhaupt nicht in Form ist – aber über die Taktik sagt das nichts aus. Und die ewig gleichen Sätze im Textmodus wirken so zusammengewürfelt, dass sich daraus schon gar nichts Ernsthaftes über die Taktik ableiten lässt. Von Fehlern wie "So viele Karten…" nach zwei Minuten Spielzeit ohne eine einzige Verwarnung ganz zu schweigen.

Blindes Spielen
Electronic Arts hat es mit seiner Fußballmanager-Reihe zumindest ein paar Mal versucht, die Spiele in 3D darzustellen und mir als aufmerksamem Trainer ein paar wichtige Hinweise über meine Taktik zurückzugeben, aber leider sah das Gestolper auf dem Rasen da nie nach echtem Fußball aus – und anstatt das erstmal zu perfektionieren, baut man lieber wahnsinnig sinnvolle Features wie die Steuerung eines Spielers per Gamepad ein.

Die Folge ist, dass ich auch in ‚Anstoss 2007‘ keine Ahnung habe, warum ich manchmal gegen einen augenscheinlich gleichwertigen Gegner eins auf die Mütze kriege, auf der anderen aber gegen vermeintlich bessere Teams punkten kann. Es geschieht eben, ich kann nichts dagegen machen und so passiert das, was bei jedem Fußballmanager nach einer Weile passiert: Ich klicke mich nur noch apathisch durch die Menüs, lasse den Co-Trainer die besten Männer aufstellen, lege eventuell noch schnell das Training fest und weiter geht’s zum nächsten Spiel. Und dann wieder zur Aufstellung, zum Training …

Ich will 3D!
Ich selber habe mich früher immer gegen eine 3D-Darstellung der Spiele in Fußballmanagern gesträubt, weil ich keine Lust hatte, mir zehn Minuten lang einen müden Kick anzugucken. Vor allem, wenn man mit drei, vier Leuten vor dem Computer hockt, dann will man an einem Abend mindestens eine ganze Saison schaffen können – und nicht nur ein paar Spieltage, bei denen man die meiste Zeit damit verbringt, Matches zu sehen, die einen überhaupt nicht interessieren.

Aber jetzt ist es ja endlich mal gelungen, einen Netzwerkmodus einzubauen. Warum sich also nicht an eine ordentliche Präsentation der Spiele wagen? Gerafft auf fünf Minuten könnte sich sicher jeder damit anfreunden, wenn er daraus Rückschlüsse über seine Leistungen als Trainer ziehen würde – was bisher eben fast überhaupt nicht möglich ist.

Ascaron hat mit ‚Anstoss 2007‘ nichts richtig falsch gemacht. Es ist ein grundsolider Fußballmanager mit grundsoliden Features und wenn man es mit der Konkurrenz vergleicht, dann kann man ruhigen Gewissens sagen, dass es wahrscheinlich sogar der beste Fußballmanager auf dem Markt ist. Aber es ist eben nur eine aufgebauschte Version eines Spiels, das wir schon vor langer, langer Zeit gespielt haben. Mir ist das zu wenig.

Fragen über Fragen

Wer einzelne Tipps oder gleich ganze Lösungen zu einem Spiel sucht, der wird nirgendwo besser fündig als bei GameFAQs.com: Über 50.000 Titel hat die Seite seit ihrer Gründung im Jahre 1995 gelistet und zu der Mehrheit gibt es mindestens eine umfangreiche und beinahe jedes Detail erwähnende Beschreibung von Missionen, Gegnern und Rätseln. Aber wer macht sich eigentlich diesen Aufwand und warum? Wir haben versucht, Einblicke zu gewinnen.

Schreiben als Zeitvertreib
Mehrere tausende registrierte User zählt GameFAQs, die schon einmal etwas zum Inhalt der Seite beigesteuert haben; so genannte "Contributors". Einer von ihnen ist Alex Eagleson, auf dessen Kappe bislang 56 komplette Guides zu Spielen wie Resident Evil 4, GTA: San Andreas und Gran Turismo 4 gehen. Wieviele Stunden er damit verbracht hat, weiß Alex zum Glück selbst nicht so genau, aber es werden ganze Monate gewesen sein.

Die Idee hatte er dann auch aus Langeweile, wie er selbst zugibt: "Es war einfach etwas, um sich die Zeit zu vertreiben: Ein sinnvoller Weg, meinem Hobby des Spielens einen kleinen kreativen Touch zu verleihen." Jetzt befindet sich Alex in seinem vierten Jahr an der Universität und hat sich von GameFAQs zurückgezogen – richtig studieren und FAQs schreiben, das ist zeitgleich kaum möglich.

Der Umfang eines kleinen Buches
Bei Neil Stump, der zusammen mit Alex an einem Text über The Elder Scrolls 4: Oblivion gearbeitet hat, sieht es noch ein bisschen anders aus: Er befindet sich gerade in seinem letzten High-School-Jahr und sieht derzeit noch keinen Grund, mit dem Schreiben aufzuhören – auch wenn GameFAQs seinen Contributors nichts zahlt. Nicht einmal ein Punktesystem gibt es, um die Autoren in irgendeiner Form zu entlohnen. Und dabei ist beispielsweise die Komplettlösung zu Oblivion sagenhafte 400 000 Zeichen lang, um die 100 DIN-A4-Seiten.

Will jemand, der so viel Arbeit in eine Sache steckt, denn gar nichts dafür zurückbekommen? Neil sagt, seine Motivation sei es ganz einfach, anderen zu helfen – und ein paar tausend Dankesmails und Aufrufe der FAQs in der Höhe von mehreren zehn Millionen helfen da natürlich auch, wie Alex hinzufügt. Für Neil geht es aber noch darüber hinaus: "Es hilft mir auch, stärker in die Geschichte eines Spiels hineinzutauchen, die Ideen der Entwickler vollständig zu verstehen."

Im Hintergrund
Letztendlich ist es aber eben doch GameFAQs, das mit der kostenlosen Arbeit anderer Geld verdient. Als kleine Website auf dem Webspace eines AOL-Members gestartet, ist sie mittlerweile die Anlaufstelle für jeden, der bei einem Spiel nicht weiterkommt oder andere Lösungswege als den eigenen finden will. Seit drei Jahren gehört GameFAQs zu CNET, einem großen Netzwerk, dem auch GameSpot, MP3.com und TV.com angehören. Man mag sich darüber streiten, ob es legitim ist, seinen Content kostenlos von Fans erstellen zu lassen – aber die noch immer zahlreichen Contributors scheint es nicht zu stören und noch ist die Werbung bei GameFAQs vergleichsweise unaufdringlich.

Reibungspunkte?
Wenn mehrere tausend Menschen für eine einzige Seite über ein und dasselbe Thema schreiben, kommt es logischerweise zu Überschneidungen: Bei großen Spielen wie eben GTA: San Andreas oder The Elder Scrolls 4: Oblivion ist ein Autor mit seiner FAQ niemals allein: Ersteres zählt unglaubliche 19, letzteres immerhin noch 7 Walkthroughs, die bis auf ganz wenige Ausnahmen vollständig sind und auch dann zu Ende geführt werden, wenn jemand anderes schneller war. Neil ärgert das manchmal: "Klar ist es ziemlich demotivierend, wenn man zu einem Spiel etwas schreiben will und es schon 10 angefangene FAQs gibt. Auch wenn du unbedingt etwas zu diesem Titel schreiben willst, ist es oft ziemlich sinnlos, weil beinahe jeder Aspekt des Spiels schon abgedeckt wurde."

Einen Großteil ihrer Motivation beziehen die Autoren daher auch aus dem gegenseitigen Wettbewerb untereinander: Wer hat als erster eine FAQ online, wer ist am schnellsten fertig und welche bekommt am Ende die meisten Hits, ist qualitativ die beste? "Es ist aber ein sehr freundlicher Wettbewerb", meint Neil. "Einmal im Jahr gibt es sogar so eine Art Turnier, in dem die aktivsten Autoren gewissermaßen gegeneinander antreten und die anderen Autoren können darüber abstimmen, wer es ihrer Meinung nach verdient hat, in dem jeweiligen Duell zu gewinnen."

Die Zukunft eines Autoren
Bei dieser Begeisterung für Spiele, die jeden Autor einer FAQ auszeichnet, sollte man meinen, dass es nach Schul- und Universitätsabschluss auf jeden Fall in die Spieleindustrie ginge. Doch Alex verneint: "Ich habe überhaupt keine Pläne, irgendwann mal etwas in dieser Branche zu machen", sagt er klipp und klar. Neil hingegen denkt immerhin noch darüber nach: "Es würde mir schon Spaß machen, einen Job in der Spieleindustrie zu finden – aber das müsste schon eine reine Arbeit als Autor sein." Die Entwicklung einer Story für ein Spiel könnte er sich vorstellen, aber auch das Schreiben von Reviews und Lösungen. Dann allerdings für ein großes Unternehmen und gegen Bezahlung, versteht sich.

Als einen Einstieg in die Branche ist die Arbeit also nicht zu verstehen. Vielmehr als das Werk von Fans für Fans, die Anerkennung suchen und sich gegenseitig helfen wollen, Monate ihres Lebens in etwas hineinstecken, für das sie nie einen echten Gegenwert sehen werden. Gibt es ein nobleres Ansinnen?

Töten, ja, aber bitte nur die Bösen

Knapp fünf Jahre sind seit dem Terroranschlag in den USA am 11. September 2001 inzwischen vergangen, erste Kinofilme beschäftigen sich dieser Tage mit dem Thema und wir fragen uns: Wo bleiben eigentlich die 9/11-Spiele? Rainbow Six: New York City, Grand Terrorist Attack, Command & Conquer: Afghanistan – hm?

Wo ist die Grenze?
Okay, nach diesem provokanten Einstieg rudern wir erst einmal schnell zurück: Natürlich wollen wir keine Spiele, die sich um den sinnlosen Mord an tausenden von Menschen drehen oder um die Folgen dieser Tat. Aber warum nicht? War der 11. September einfach zu grausam? Vielleicht, aber der Zweite Weltkrieg war zweifellos schrecklicher – und da reiht sich inzwischen in den Regalen ein Spiel ans andere. Ist es die Sinnlosigkeit der Anschläge, die uns zurückschrecken lässt? Vielleicht, aber das gilt auch für den Krieg in Vietnam, was die Entwickler nicht davon abgehalten hat, uns mit Titeln wie Vietcong zu beschenken. Ist noch nicht genügend Zeit seit den Anschlägen verstrichen? Vielleicht, aber ein Battlefield 2 hat auch den Krieg im Irak aufgegriffen, in dem noch heute täglich Menschen sterben. Und wer sagt überhaupt, dass es in so einem Spiel um das Töten von Menschen gehen müsste? Wie wäre es denn, wenn man Leben zur Abwechslung mal retten sollte? Sein eigenes zum Beispiel.

Pfui, lebende Menschen!
Ich kann den Aufschrei förmlich hören: "Leben retten? Das ist doch geschmacklos!" So ungefähr schrieb es zum Beispiel GameSpot, als man im Herbst 2004 erstmals von Survivor der deutschen Replay Studios hörte. In dem Spiel werden bekannte Tragödien wie der Untergang der Titanic, das Erdbeben in Mexiko City aus dem Jahre 1985 und eben auch der 11. September 2001 nachgestellt, aus denen der Spieler in einem Stück entkommen muss. "Warum würde jemand diese höllischen Ereignisse nachspielen wollen", kommentierte GameSpot damals. Schon richtig. Aber warum sollte man überhaupt etwas spielen wollen, das sich allein um das Töten dreht? Vielleicht, weil es sonst fast keine Spiele mehr gäbe?

Aufschneiden – find‘ ich gut
Dennoch ist das Retten von Leben unter den Spielern interessanterweise verpönt, während das Töten weitgehend als normal angesehen wird. Als Ende der 90er-Jahre das erste Emergency erschien, beklagte man sich darüber, dass man doch kein Strategiespiel über Unfälle machen könne. Ähnliches gilt für SOS: The Final Escape für die PlayStation 2, in welchem der Spieler einen Weg aus einer von einem Erdbeben zerstörten Stadt finden musste. Und sogar bei dem erst kürzlich erschienenen Trauma Center für Nintendos DS war zu hören, dass es doch reichlich geschmacklos sei, einen Arzt zu spielen, der Menschen operiert, um Leben zu retten. "Muss denn sowas sein?"

Hätten die Entwickler die Prämisse umgedreht, wären die Spiele wahrscheinlich nicht einmal aufgefallen. Unfälle planen? Klar, warum nicht: Das gibt Pluspunkte für schwarzen Humor. Nach einem Erdbeben eine Stadt von Zombies befreien? Sicher doch; Hauptsache, man hält eine Waffe in der Hand. Nur mit dem Aufschneiden von Menschen wird es dann etwas schwierig – aber dafür gibt es ja Spiele wie Dead Rising, welche bis ins kleinste Detail zeigen, was so unter der Haut steckt.

Töten, ja, aber bitte nur die Bösen
Es ist schon eine verquere Logik, die auf der einen Seite Millionen Tote mit dem Hinweis auf einen Krieg rechtfertigt und auf der anderen – ohne Frage tragische – Ereignisse mit ein paar tausend Opfern als widerwärtig ablehnt, weil es "Unschuldige" getroffen hat. Sterben in Kriegen keine Zivilisten? Sind Kriege nicht auch Schicksal? Und was würde passieren, wenn ein Entwickler auch mal die Gegenseite zeigen würde; zum Beispiel mit einem Ego-Shooter, in dem man ein Mitglied der irakischen Armee spielt? Oh, die Seele des braven Spielers würde kochen.

Um zum Punkt zu kommen: Vorstellungen von Moral und Ethik, so etwas wie ein Bewusstsein, dass man mit Spielen auch etwas aussagen kann, gibt es nicht – weder bei Entwicklern und Publishern, noch bei Presse und Spielern. Dass das Töten gutgeheißen und Retten verdammt wird, ist nur einer von vielen Belegen dafür. Was fehlt, ist vor allem eine klare Linie. Denn wenn man bei der Gewaltdiskussion regelmäßig damit argumentiert, dass die Spieler zwischen virtueller und realer Welt unterscheiden können, kann man nicht gegen Titel wie ‚Survivor‘ wettern, indem man auf die zu großen Parallelen zur Realität hinweist. Letztendlich lässt es sich aber wohl auf einen kleinen Nenner bringen: Was Geld macht, ist aus Prinzip gut.

1 Mann, 4 Stunden, 35 Safes

Klick, klick, klick, klick, KLICK! Klick, klick, klick, klick, klick, klick, klick, klick, klick, klick, klick, klick … klick … klick … klick … klick … klick … klick … klick … klick … klick … klick … klick … klick, klick, klick, klick, klick, klick, klick, klick, KLACK! WUSCH!

Adam’s Thirty-five
So ungefähr klingt es, wenn man einen Safe knackt. Zumindest im Kino. In Safecracker, einem neuen First-Person-Adventure von Kheops und The Adventure Company klingt es eher so: "Uhm. Okay?! Ah! Ohh… Aha! Hahaha!" Safes werden in Safecracker nämlich nicht mit einem besonders gutem Gehör geknackt, sondern mit einem besonders großem Gehirn. Und darum geht es: Ein reicher und wohl etwas exzentrischer alter Mann ist verstorben und hinterlässt natürlich ein Vermögen – aber wem? Um das herauszufinden, müssen um die 35 Safes geöffnet werden, die sich im Haus des Toten befinden. Und weil dessen Familie sein Interesse an Safes nie teilte, werdet ihr als Experte hinzugezogen, um Licht ins Dunkel zu bringen, um den Fisch an Land zu ziehen, um die Schäfchen ins Trockene zu bringen, um dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen.

Es macht "Klick"
Die Story, wenn man sie überhaupt so nennen mag, ist nur eine Entschuldigung dafür, besagte 35 Logikrätsel auf einen möglichst kleinen Raum zu verteilen – und es funktioniert. Es gibt Schieberätsel, Drehrätsel, Zahlenrätsel, Buchstabenrätsel, Mini-Sudokus und so weiter und so fort. Kurz gesagt: Alles, was man sich in dieser Hinsicht nur vorstellen kann. Und überraschenderweise macht es tatsächlich Spaß, sie zu lösen, weil sie nicht blockierend im Weg stehen, sondern einen Sinn haben. Bei Myst und Freunden habe ich mich bei jedem zweiten Rätsel gefragt, was das wieder für ein Quatsch ist. Warum irgendeine uralte Zivilisation Logikrätsel bauen sollte, um… was eigentlich zu verstecken? Safecracker macht genau das Gegenteil: Es stellt die Rätsel in den Vordergrund und tut gar nicht so, als würde mehr hinter dem Spiel stecken – was es in meinen Augen so viel besser macht als alle anderen First-Person-Adventures, die ich in den letzten Jahren gespielt habe.

Simon sagt…
Natürlich ist auch Safecracker weit davon entfernt, ein perfektes Spiel zu sein. Da gibt es zum Beispiel dieses Rätsel mit den Eimern, das dank Bruce Willis und Stirb langsam 3 inzwischen nun wirklich jeder Depp kennt und schon einmal gelöst hat – was Safecracker nicht davon abhält, es gleich zwei Mal in sehr ähnlicher Form einzusetzen. Und dann gibt es Rätsel, auf die man mit Logik nicht kommen kann; egal, wie lange man darüber auch nachdenken mag. Entweder man sieht die Lösung sofort oder man sieht sie nie. Das ist ärgerlich, denn Safecracker gibt nur ganz wenige Hinweise, was man genau zu tun hat: Geht es an einer Stelle nicht voran, hilft nur ein Griff zur Komplettlösung. Gegen Ende des Spiels tauchen zudem zu viele Rätsel auf, bei denen man lediglich eine an anderer Stelle zu findende Zahlenkombination eingeben muss, um einen Safe zu knacken.

Pen & Paper
Von diesen Schwachstellen abgesehen macht Safecracker aber einfach nur Spaß, wenn man ein bisschen was für Logikrätsel und die ganze Safe-Thematik übrig hat. Zettel und Stift sind für einige Lösungen übrigens unabdingbar, was Safecracker fast schon etwas von einem Rätselheft gäbe – wenn es nicht so gut aussehen würde und das Haus nicht so liebevoll bis ins Detail gestaltet worden wäre. Es ist geradezu gemütlich, seine Runden durch das alte Haus zu ziehen, auf der Suche nach dem nächsten Safe, der nächsten kleinen Überraschung, die hinter jeder Tür wartet. Vielleicht das perfekte Spiel für kühle, verregnete Herbstnachmittage. Oder besser gesagt: "Für einen Herbstnachmittag", denn nach vier, fünf Stunden ist es schon wieder vorbei.

Safecracker ist bislang nur in den USA erhältlich und kostet sportliche 15 bis 20 US-Dollar. Weil der Publisher The Adventure Company ist, dürfte das Spiel bald sicher auch hier zu Lande in den Läden stehen – zu welchem Preis, wird sich zeigen.

Rollenspieler und Videospielumsetzungen

So „Microsoft-Tochter entwickelt Shadowrun-Videospiel!“, „Neue virtuelle Bewohner auf Dere erwartet – DSA Drakensang kommt“, „Dungeons nun online abräumbar – D&D Online ist da“ oder so ähnlich las sich in den vergangenen Monaten manche Neuigkeit aus dem PC- und Videospielmarkt und während Otto Normalkonsument dies wohl kaum graue Haare wachsen lässt, sind die Nachrichten geeignet, ganz anderen potenziellen Käufern echte Schlafprobleme zu bescheren: Den klassischen Rollenspielern.

Igitt, ein Rollenspieler!
Ihr wisst, welche Leute ich meine: So genannte Pen & Paper-Rollenspieler. Ewigbleiche Gestalten in dunklen Klamotten, die wöchentlich neue Sekten aus dem Boden heben und in düsteren Kellergewölben Satan durch Würfelorgien wieder auferstehen lassen wollen. Ähm, ja, soweit jedenfalls die klassischen Vorurteile. In Wirklichkeit sind wir – jawohl „wir“, denn der Autor dieses Beitrags zählt sich selbstverständlich zu dieser Gruppe – ein kontaktfreudiges, fröhliches Völkchen, dem Geselligkeit über alles geht, das gerne auch mal im Sommer draußen auf der Wiese seinem Hobby frönt und ungefähr genauso durchgeknallt ist wie der typische Videospieler oder Fußballfan. Pen & Paper-Rollenspieler zu sein, bedeutet nichts anderes, als sich in (un)regelmäßigen Abständen mit seinen Freunden zu treffen und gemeinsam Rollenspiele wie Shadowrun, DSA, LodlanD, D&D oder Degenesis zu spielen. Dabei erschaffen Spielleiter und Spieler durch Erzählungen lebendige Spielwelten, die allein durch ihre Fantasie und die Erzählkunst des Spielleiters begrenzt sind (eine ausführliche Erläuterung, was Pen&Paper-Rollenspiel ist, findet sich in der Wikipedia).

Aber … hier müsste eine Wäscherei sein und kein Supermarkt! Stümper!
Und genau hier liegt denn auch das Konfliktpotential in dieser Angelegenheit begraben: Pen & Paper-Rollenspieler spielen seit langen Zeiten, oft Jahren oder gar Jahrzehnten, regelmäßig ihre Abenteuer in einem Spieluniversum. Sie haben sich eine genaue Vorstellung davon erschaffen, „wie“ es in dieser Spielwelt aussieht. Dazu zählt nicht nur der Look, also wie beispielsweise der klassische Bewohner von Dere, der Spielwelt des Rollenspiels DSA, angezogen sein sollte und wie dort eine Burg auszusehen hat.

Nein, es ist mehr als das, denn es geht auch in den Bereich „Feel“: Wie verhalten sich die Menschen in dieser Spielwelt, was sind ihre Bräuche, wie würde ein Charakter in diesem Spieluniversum niemals handeln und was für Abenteuer sind dort möglich? Auf all diese Fragen geben für Rollenspieler genau zwei Dinge Antworten: Ihre eigene Erfahrung in der Spielwelt, geprägt durch oft jahrelanges Spiel, und zum anderen die Produkte, die „ihr“ Verlag zu diesem Pen & Paper-Rollenspiel veröffentlicht hat, also vor allem Bücher, aber zum Teil auch Miniaturen, Poster, besonders gestaltete Würfel, etc..

Und nun kommt ein Videospiel-Hersteller daher und gibt bekannt, dass man die Lizenz für die Spielwelt erworben habe und bereits mit der Entwicklung eines DSA/Shadowrun/D&D/…-Videospiels begonnen habe. Panik, meine lieben Leser. Pure Panik ist – glaubt man den einschlägigen Rollenspielforen und meinen persönlichen Erfahrungen – die vorherrschende Erstreaktion von Pen & Paper-Spielern auf diese Nachricht. Denn was kann im besten, aber auch wirklich allerbesten Fall passieren? Der Videospielentwickler berücksichtigt bei seinen Planungen die Erfahrungen der Pen & Paper-Rollenspieler, ihr Herzblut, das sie seit Jahren in dieses Spiel stecken und ihren unglaublichen Wissensschatz. Er bleibt eng am offiziellen Regelwerk, vermeidet Widersprüche mit den offiziellen Materialien zu diesem Rollenspiel und holt sich für die Entwicklung der Storyline seines Videospiels die Original-Autoren des Pen & Paper-Rollenspiels. Nur, wie realistisch ist das? Nicht allzu sehr, denn so „groß“ wir Rollenspieler unsere Community auch finden, so klein ist sie, wenn man sie ins Verhältnis stellt zu der Menschenmasse, mit der ein Videospielproduzent als potenzielle Käufer rechnet bzw. rechnen muss. Ein allein für Hardcore-Fans eines Pen & Paper-Rollenspiels produziertes Videospiel wird sich wirtschaftlich nicht darstellen lassen.

Von null auf unbeliebt in einer Ankündigung
Wie es vielmehr läuft, sehen wir gerade am Beispiel Shadowrun: FASA Studios, ein Videospielentwickler, der zu den Microsoft Game Studios gehört, hat im Mai bekannt gegeben, dass sie an einer Videospielumsetzung von Shadowrun für PC (Windows Vista) und Xbox 360 arbeiten, die Schätzungen zufolge im ersten Quartal 2007 veröffentlicht werden soll.

Und was bisher auf Shadowrun.com zu lesen oder zu sehen ist, lässt einem gestandenen Shadowrun-Pen & Paper-Spieler Schauer des Entsetzens den Rücken hinunter laufen. Da wird im Team-Blog der Entwickler ganz offen erzählt, dass man fast die komplette Timeline des Pen & Paper-Spiels ignorieren werde. Da zeigt ein Trailer, wie Charaktere per Magie wiederbelebt werden oder Teleportationsmagie eingesetzt wird, beides ist explizit von den Regeln des Shadowrun-Pen & Paper-Spiels ausgeschlossen. Und die Liste ließe sich über verdächtig unkompatibles Artwork und die Reduzierung eines Sci-Fi-Fantasy-Rollenspiels auf einen Teamshooter à la Counter-Strike beliebig fortsetzen. Der Respekt gegenüber dem Gewachsenen, den Vorstellungen und Wünschen der Spieler, die das Shadowrun-Universum besser kennen, als es einer der FASA-Studio-Entwickler je können wird? Sucht besser nicht danach.

Zahlen, Zahlen, ich brauche Zahlen!
Denn begeben wir uns mal auf die andere Seite und sehen das Ganze mit den Augen eines Betriebswirtschaftlers, angestellt bei einem Videospielhersteller, der sich gerade anschickt, aus einem Pen & Paper-Spiel ein Videospiel zu basteln. Seine Prämisse ist klar: Maximierung des Gewinns, der sich mit diesem Spiele-Franchise erzielen lässt. Nimmt man dies als Basis, zählt die geringe Zahl an Pen&Paper-Rollenspielern im Verhältnis zur klassischen Videospiel-Käufermenge hinzu und überlegt sich ferner noch, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit viele der Hardcore-Fans des Pen & Paper-Spiels sich das Videospiel trotz ihrer Bedenken dennoch kaufen werden (man will halt alles zu diesem Spiel haben bzw. mitreden können), warum sollte der Betriebswirtschaftler dann seinen Jungs raten, das Spiel möglichst an den Fans der Pen & Paper-Vorlage auszurichten?

Vielmehr wird das Videospiel auf Massentauglichkeit getrimmt, bei der lästige Regelvorgaben, Hintergründe und Weltdetails des Pen & Paper-Rollenspiels meist nur im Wege stehen. So kommt es dann, dass aus einem vielschichtigen Cyberpunk-Rollenspiel à la Shadowrun ein quietschbunter Counter-Strike-Abklatsch (wenn man den bisherigen Trailern dies so entnehmen kann) wird.

Und daher lässt sich auch nachvollziehen, warum auch die Meldung des neuen DSA-PC-Rollenspiels Drakensang nicht nur zu Jubel in der Pen & Paper-Gemeinde geführt hat. Als Pen & Paper-Rollenspieler hofft und bangt man, dass die Entwickler wenigstens halbwegs bei der gewohnten Spielwelt bleiben, sich die Widersprüche in Grenzen halten und befürchtet einen billigen Abklatsch, der so gar nicht zu dem passen will, was man selbst in jahrelangem Spiel an Vorstellungen und Bildern in seinem Kopf hat entstehen lassen.

Und, wie geht es uns denn heute?
Letztlich ist das Schlaueste, was man als Pen & Paper-Liebhaber machen kann: Die Videospielumsetzung wie einen Kinofilm zu seinem Lieblingsbuch zu nehmen – als eine nette Erfahrung, aber nichts, was das eigene, bereits vorhandene Bild im Kopf beeinflussen könnte. Also die Videospiele gelassener sehen und weniger Panik schieben. Denn sehen wir der Wahrheit ins Auge: Detailgetreue Umsetzungen unserer Lieblinge sind wirtschaftlich kaum machbar (größerer Aufwand = höhere Kosten = nicht vereinbar mit Grundgedanke einer Videospielindustrie) und daher unrealistisch zu erwarten. Außerdem würde es uns nichts nutzen, wenn es doch einmal ein Entwickler riskieren würde: Aller Wahrscheinlichkeit nach wäre das Spiel dann nur für eine so kleine Zielgruppe (nämlich uns) interessant, dass die Verkaufszahlen das Videospiel in kürzester Zeit beerdigt hätten. Dieses Rollenspiel-Franchise würde mit ziemlicher Sicherheit in den nächsten Jahren von keinem Videospielhersteller nach den negativen Erfahrungen mehr angefasst, womit uns auch nicht gedient wäre. Somit ist es letztlich ratsamer, massentaugliche Umsetzungen unserer geliebten Rollenspielwelten zu erwarten, sie als nette Nebenherunterhaltung zu nehmen und wenn doch mal eine gute Anregung aus einem derartigen Videospiel resultiert, diese mitzunehmen. Denn die wirklichen Abenteuer, die sich nie gleichen, deren Ausgang stets unvorhersehbar ist und die wir im gemeinsamen Spiel mit unseren Freunden erleben, werden wir weiterhin nur in unseren Pen & Paper-Rollenspielen haben und nicht in ihren Videospielumsetzungen. Aber ist das wirklich so schlimm?