Seien wir uns ehrlich! Beim Zappen durchs TV-Programm (Werbung unterbrochen von gelegentlichen werbefinanzierten und -infiltrierten Serien) fragen wir uns doch alle ständig, was den Werbefritzen bitte für Schwachsinn durch den Kopf geht. Umso verwunderlicher ist das dann, wenn sich die Produkte dann auch noch gut verkaufen. So geschehen bei Anno 1701. Sunflowers schaltet dazu im Fernsehen gerade einen Werbespot, der – wenn man sich den penetrant ins Bild gehaltenen Alienware-Laptop ansieht – scheinbar auch durch Werbung finanziert wird (eine werbefinanzierte Werbung also). Trotzdem scheint das Budget nach dem Engagment von Sky Dumont für talentierte Drehbuchschreiber nicht mehr gereicht zu haben. Seht nun, den dämlichsten Werbespot seit sich Männer am Klo über die Beckensteine unterhalten haben…
Alle Beiträge von Tom Schaffer
Manipulation der Spielepresse?
Die Spielepresse ist korrupt. Ihre Wertungen sind gekauft. Keine Werbung wird ohne Gegengeschäft geschaltet. Wissen wir alles längst, oder? Nun, ganz so einfach ist es nicht. In diesem kurzen Special möchte ich euch durch die Welt der Spielemagazine führen.
Fangen wir zum besseren Verständnis damit an, was ein Spielemagazin überhaupt ist. In der Publizistikwissenschaft wird es als Special Interest-Medium bezeichnet. Das ist eine Publikation, die sich ausschließlich mit einem Themengebiet befasst. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel auch Automagazine oder Kochzeitschriften. Es gilt wissenschaftlich als recht gesichert, dass sich die Welt im Wesentlichen von den großen, allumfassenden Massenmedien wegbewegt und eben genau solche Zeitschriften vermehrt gefragt sind.
Es ist nun das Wesen von fast jeder Art Publikation, dass sie ihre Existenz mit Hilfe von zwei großen Standbeinen absichert: Werbung und Verkäufen. Je nach Branche, Land und Medium ist das Verhältnis etwas anders, doch das Wesen bleibt dasselbe. Die Verkäufe allein reichen leider nicht aus. Werbetreibende suchen sich selbstverständlich immer solche Partner, die ihre Zielgruppe ansprechen. In der Spielepresse ist es also logisch, dass wir vorranig Werbung zu Spielen und Hardwarehändlern finden, während Porsche beim neuesten Modell eher nichts mit der Zielgruppe der Gamestar oder von Rebell.at anfangen können wird.
Betreiber von Magazinen werden so in einen ständigen Konflikt getrieben. Sie müssen ihre Journalisten bezahlen und ihr Heft oder ihre Webseite lukrativ gestalten. Das bedeutet, dass sie es sich natürlich weder mit den Lesern noch mit den Werbetreibenden verscherzen dürfen. Vor allem weil die Werbetreibenden auch diejenigen sind, die dafür sorgen können, dass ein Magazin seine Leser mit leckeren Exklusivgeschichten verwöhnen kann – oder auch nicht. Eine verzwickte Situation also, die aber im Wesentlichen jedes Special Interest-Medium betrifft. Ein Automagazin darf es sich nicht mit Audi, VW und Mercedes verscherzen, eine Spielezeitschrift sollte daran interessiert sein, dass EA, Activision oder Take 2 nicht die Unterstützung versagen. Die Kritisierten sind Partner der Kritiker und ein beidseitiges Geben und Nehmen ist immer vorhanden. Das ist grundsätzlich auch nicht verwerflich.
All diese und viele andere Verwebungen führen aber dazu, dass ein kritischer Spielejournalismus es äußerst schwer hat, denn irgendjemandem muss er ja auf die Füße treten. Dann gibt es natürlich auch schwarze Schafe, die sich aus der Situation einen Vorteil ziehen wollen – für die überwältigende Mehrheit von Journalisten gilt das aber selbstverständlich nicht.
Was kann man gegen diese Situation tun? Da wird man zugegeben nicht viel finden. Schafft ein Magazin es, sich vollständig durch die Leser finanzieren zu lassen und Testmuster selbst zu kaufen, dann hat es immer noch das Problem, dass es sich mit Herstellern arrangieren muss. Wenn es zum Beispiel darum geht frühe Versionen von Spielen auszuprobieren oder interessante Interviewtermine zu ergattern. Das sind ja auch Dinge, die von den Lesern gefordert werden. In diesem Punkt sind also auch wir nichtkommerziellen Rebellen auf die Hersteller angewiesen. Wenn uns die Unterstützung an Testmustern entsagt wird, würden wir zwar nicht einknicken (das kann ich euch schon versprechen), auf unsere zukünftige Berichterstattung würde das aber empfindliche Auswirkungen haben.
Daher wird immer ein gewisses Misstrauen der Leserschaft bestehen, und es wird immer negative Einzelfälle geben, die dieses auch bestätigen. Es obliegt jedem einzelnen Redakteur, sein Verhalten mit seinem Gewissen zu vereinbahren und seine Verantwortung gegenüber Magazin, Leser aber auch gegenüber den Herstellern wahrzunehmen. Und des obliegt den Lesern, nicht alles unter Generalverdacht zu stellen, wenn ihnen einmal eine Meinung, ein Artikel oder eine Wertung nicht passt. Bei der Gesamtheit aller Magazine findet man so gut wie keine gekaufte Wertung und nicht jeder Publisher knüpft Werbung an Bedingungen..
Es ist also nicht unbedingt die Frage, ob Manipulationsversuche überhaupt stattfinden. Wir alle wissen, dass das ab und zu so ist. Obwohl man über die Tragweite dieser Korruption durchaus geteilter Meinung sein kann – meistens findet sie in einem sehr kleinen Rahmen manchmal sicher auch in größeren statt. Viel wichtiger ist, dass man Mittel und Wege findet, um die Versuche im Sand verlaufen zu lassen. Und aus journalistischer Sicht kann es sich nur als interessant erweisen, die Hintergründe und Strukturen zu beleuchten, die all das überhaupt erlauben. Dazu wird es notwendig sein, den Lesern und Spielern alles darüber zu erzählen, wie die Objekte ihrer Begierde entstehen – jene die all die beteiligten Parteien schlussendlich verbindet: die Spiele. Und schlussendlich geht es auch um ganz große Themen unserer modernen Gesellschaft. Was für eine Auswirkung eine hohe Marktkonzentration hat zum Beispiel. Im Endeffekt ist auch die Spieleindustrie durchsetzt von sozialen, politischen, moralischen und wirtschaftlichen Fragen. Spiele in einem größeren Rahmen zu sehen, das wurde erst vor wenigen Tagen in einer unserer Kolumnen gefordert.
Wir haben diesen Auftrag vor nun fast vier Jahren angenommen, wir werden versuchen ihn zukünftig noch besser auszuführen. Kritisch aber fair: dieses Versprechen gilt unseren Lesern und Partnern.
Kommentar – 4Players und der kritische Herbst?
Die Kollegen von 4Players haben vor einigen Tagen eine Kolumne veröffentlicht, in der sie einen kritischen Herbst ausgerufen haben. Jetzt werden die dunklen Machenschaften der Branche aufgezeigt – die finsteren Verbandelungen zwischen Presse und Marketingabteilungen von Publishern.
Das ist für uns nicht neu – wir predigen hier schon seit Jahren, wem man nicht so recht trauen kann und beäugen Hypes mit kritischen Argusaugen. Und nicht zuletzt war das auch ein Grund für uns, überhaupt ein eigenes Magazin zu eröffnen – der Name unserer Seite deutet es an. Wir wollten in unseren Artikeln frei sein. Aber das liegt alles lange zurück, kommen wir also wieder zum „kritischen Herbst“ bei 4Players, den die Jungs im Anschluss an ihre (äußerst harte) Gothic 3-Wertung gestartet haben.
In der Spielepresse gibt es seit Jahren Bemühungen um eine engere Zusammenarbeit und gemeinsame Standards. Es waren nicht etwa die Publisher, die jemals an mich herangetreten wären, um eine solche Kooperation zu unterbinden – es waren große Spielemagazine die sie torpediert haben – zuletzt etwa bei einem geplanten gemeinsamen Award für die Games Convention. Ich möchte nicht erwähnen, welche Magazine damals „die Bösen“ waren.
Ein Verband war mehrmals im Gespräch. Der hätte zu mehr Transparenz bei den Werbekosten, mehr Handlungsspielraum gegenüber Publishern bei versuchten Einflussnahmen und zahlreichen anderen Vorteilen führen können. Doch der Konkurrenzgedanke einiger war zu groß. Es waren, mit wenigen Ausnahmen, stets die kleineren Magazine, die einer Zusammenarbeit nicht abgeneigt waren und sich dafür engagierten. Das sind aber kurioserweise genau die, die sich ohnehin nicht beeinflussen lassen.
Es wundert mich, dass die Kollegen von 4Players keinen Versuch gestartet haben, aus ihrem kritischen Herbst eine gemeinsame Aktion mehrerer Magazine zu machen. Aus Gesprächen mit Kollegen wüsste ich von vielen Magazinen, die sich mit Begeisterung angeschlossen hätten. Wir wären auf jeden Fall gerne dabei gewesen. Nicht, dass wir es nötig hätten, erst eine solche Aktion auszurufen – bei uns gab es noch nie eine geglückte Einflussnahme auf eine Wertung oder unsere sonstige Berichterstattung (und natürlich waren die Versuche selten, weil wir mit unseren 1500 täglichen Besuchern nicht allzu groß sind).
Welche Auswüchse die Manipulation mitunter erreicht, ist im unten verlinkten Interview gut zu sehen – und ich finde es großartig, dass 4Players das anspricht. Was dort steht, ist für manche sicherlich erschreckend, und vielleicht wundert sich der ein oder andere Leser beim nächsten Mal nicht mehr, warum zum Beispiel das Produkt eines kleinen Herstellers gegenüber einer finanzkräftigen Konkurrenzprodukt so schlecht abschneidet. Alleine wird aber sogar das große 4Players dagegen nicht viel machen können. Die Magazine müssen endlich alle ins selbe Boot steigen. Einzelne Profilierungsaktionen helfen auch niemandem weiter, außer dass der Leser noch weniger weiß, wem er Vertrauen schenken kann. Und – liebe Kollegen von 4Players – ich hoffe ihr seid euch bewusst, dass der kritische Herbst im kommenden Winter nicht enden darf.
Webtipp – Die Welt entschuldigt sich bei Rebell!
Nach Jahren der Missachtung, der verwehrten Anerkennung – hat die Welt nun erkannt, welch schreckliche Pein wir und das Volk unserer neuen Headerfigur durchleben mussten. Folgt ihr dem unten stehenden Link, werdet ihr verstehen was ich meine.
Zugegeben, als unser heutiger Webtipp entstand, war die Figur noch nicht in unser Design integriert, aber ich schiebe das mal auf die seherischen Fähigkeiten des Zeichners.
Lange Rede, ganz anderer, kurzer Sinn: Wer’s noch nicht kennt sollte ab und zu bei Gegen den Strich vorbei sehen. Der Webcomic von Miguel Fernandez ist durchaus für so manchen Lacher gut.
Nintendo – Wii gegen Gamecube: Der Vergleich
Dass der Wii keine High-Ende Maschine wird, wissen wir alle. Dass mir selbst heute noch GameCube-Spiele gut gefallen, weiß ich auch. Die französische Seite NGC France hat nun einige Vergleichsbilder zwischen Wii- und GC-Spielen veröffentlicht. Einige davon machen deutlich, dass sich seit dem GameCube schon sehr viel getan hat. Wer GC-Spiele also nicht abartig hässlich findet, braucht sich um den Wii keine Sorgen zu machen.
Besonders schön sieht man die Unterschied bei Madden NFL, Cars, Sonic und Battalion Wars – die restlichen Vergleiche sind eigentlich ziemlich unbrauchbar. Die Fortschritte der letzten Jahre in der Animationstechnik, muss man sich freilich vor dem geistigen Auge dazudenken – in Bewegung könnte der Umstieg von Wii auf GC also schon viel ausmachen.
Sacred 2 – Erste Bilder vom nächsten Oktober
Ascaron hat den Releasetermin für Sacred 2 heute auf nächsten Oktober festgelegt. In vollem 3D wird man sich diesmal durch die Welt von Ancaria klicken. Dabei setzen die Entwickler einen Schwerpunkt auf die Charakterentwicklung. Eure aus sechs Grundklassen ausgewählte Figur wird Kampfkünste erlenen können, und jede einzelne dieser Kampfkünste (leider ist für mich aus der Pressemeldung heraus nicht klar, wie viele das nun sind) wird bis zu acht Ausprägungen erleben können. Dann gibts noch vier Fertigkeitsbäume und drei völlig unterschiedliche (und miteinander kombinierbare) Spielweisen – lauter funkelndes Zeug das mir im Moment viel zu kompliziert vorkommt, aber im Spiel dann wahrscheinlich kein großes Problem ergibt.

Die Geschichte lässt sich aus zwei Perspektiven (Licht und Schatten) spielen, die jeweils andere Storyverläufe ergeben. Eine hohe Wiederspielbarkeit sollte also garantiert sein. Wir halten euch auf dem Laufenden. Bis wir etwas Neues wissen, dürft ihr euch erstmal zwei Screenshots anschauen.

Gefallen euch die Dinger?
Kommentar – C.S.I. boykottieren?
C.S.I. ist schlecht, verdammt schlecht. Das war mir schon länger bewusst und doch hab ich es immer ganz gerne gesehen. Das hat sich jetzt zwar nicht geändert, aber ich werde zukünftig noch eine ganze Ecke skeptischer an die Serie heran gehen.
Warum? Gerade eben lief im ORF die Folge „Spiel mit uns“. Darin geht es um eine Bande von Actionspielern, die ein ominöses Spiel in die Realität umsetzen und dabei massenhaft Leute killen, um Punkte zu bekommen. Level um Level wird verwirklicht. Im Mittelpunkt steht nur der sinnlose Tod von Menschen. Die Spieler werden dabei psychisch degeneriert dargestellt. Niemand scheint einfach nur gerne zu spielen. Alle die in der Folge vorkommen und spielen sind geisteskrank. Manche hat der Gruppenzwang zu Gamern gemacht. Ein Basketballer zeigt sich im Laufe der Folge sogar schockiert. „Ich bin keiner von denen! Ich bin kein Spieler!“, schreit er in die Kamera. Das Komplott geht schlussendlich ganz bis zum Hersteller, der sich als Drahtzieher entpuppt. Die Töterei war ein PR-Gag. Schon vorher wird der Entwickler einmal festgenommen, als er eigentlich noch gar nicht in Verdacht steht. Genüsslich grinst David Caruso dabei, wie er es sonst bei Vergewaltigern tut.
Im Westen also nichts Neues. Jedes Klischee gegenüber Spielern wird in einer der populärsten TV-Serien der Welt eingesetzt. Das ist Usus in C.S.I.. Jede Subkultur wird in der konservativen Serie verteufelt und verhöhnt. Egal ob es schräge Vampir-Fans sind (die nicht nur Blut trinken, sondern dafür auch noch Leute ermorden), brave Frauen (die am Ehemann-freien Wochenende mit dem Poolboy vögeln) oder eben Spieler. Was anders ist, als das Establishment erlaubt, ist unheimlich – wird unheimlich dargstellt. Für Vertreter der wissenschaftlichen Kritischen Theorie ist die Serie ein Freudenfest. Die Herrschaftsklasse (alte, weisse, reiche Männer) versucht ihre Macht durch Verunglimpfung von „verdächtigen“ Subkulturen zu festigen. Auf diese Weise kann man übrigens auch viele Spiele analysieren.
Als Konsequenz daraus könnte man die Serie zukünftig boykottieren. Ich persönlich will das nicht. Ich mag Trash und denke, dass ich seine Inhalte auch recht gut einordnen kann. Wer künftig nicht auf C.S.I. verzichten möchte, sollte also zumindest eine ordentliche Portion Skepsis gegenüber den Darstellungen mit sich bringen. Warum muss jeder Spieler wissen, nachdem er die heute ausgestrahlte Folge einmal gesehen hat. Heute Nacht wird sie wiederholt.
Wie reagiert ihr darauf? Boykottiert ihr die Serie oder habt ihr sie ohnehin noch nie gesehen? Ist es euch egal? Ein paar Meldungen in den Kommentaren würden mich freuen.
Anno 1701: Nachfolger in Planung
Wegen dem Nationalfeiertag können Österreicher erst morgen Anno 1701 kaufen, während in Deutschland schon heute neues Land entdeckt und besiedelt wird. Die ersten Eindrücke, die mir so mitgeteilt wurden, sind auf jeden Fall durchwegs positiv bis überschwänglich.
Wie im hessischen Fernsehen bekannt wurde, wird auch bereits an einem Nachfolger getüftelt. Was denkt ihr, wird denn wohl kommen? Anno 1404, 1800 oder – ganz kreativ – Anno 4?
Big Brother Awards – Und die Verlierer sind…
Wie es bereits Tradition ist, sind diese Woche im Wiener Rabenhof-Theater wieder die Big Brother Awards (BBA) vergeben worden. Wer es nicht weiß: das Besondere am BBA ist, dass es ein Preis ist, den keiner haben will. Hier werden die größten Auf-Privatsphäre-und-Datenschutz-Scheisser für ihren herausragenden Leistungen geehrt.
Die diesjährigen Gewinner sind wie folgt:
* Kategorie „Business und Finanzen“: Günther Gall, SWIFT / europäische Bankdaten für die CIA
* Kategorie „Politik“: Innenministerin Liese Prokop [ÖVP] für ihren Überwachungskreuzzug
* Kategorie „Behörden und Verwaltung“: Johann Janisch, EDV HAK Grazbachgasse, für Hochsicherheit im Klassentrakt oder das überwachte Klassenzimmer
* Kategorie „Kommunikation und Marketing“:Chris Hibbert, Walt Disney TV International, für die digitale Entmündigung
* Kategorie „Lebenslanges Ärgernis“: Jörg Haider / Big Brother als Landeshauptmann
* Kategorie „Pro-Stupiditate“: Brigitte Ederer (Siemens AG Österreich) für die „Dümmste Ausrede“
* Positivpreis „Defensor Libertatis“: Hans Zeger, ARGE Daten
Eine genaue Begründung der Vergabe findet ihr auf der offiziellen Webseite. Wir gratulieren den glücklichen Verlierern.
They Came From Hollywood – So sieht das Gameplay im Moment aus
Nach unserem Interview mit Octopus Motor können wir euch jetzt auch erste Videos aus TCFH zeigen.
Auf dem ersten Video sieht man die 52ft-Frau im New Yorker Central Park, wie sie ihre Charme-Attacke einsetzt. Alle männlichen (und auch ein gewisser Prozentsatz der weiblichen) Widersacher (sprich: Menschen) verliebt sich nach der Verwendung des Skills in das Monster und attackiert es nicht (markiert durch die kleinen Herzen über ihren Köpfen).
Im zweiten Video sehen wir Harry das Riesenskelett. Er hat es schon mit gewaltigeren Gegnern zu tun. Einige sehr feine grafische Effekte sind hier anhand eines Spezialskills des Monsters zu sehen: Er verwandelt umherlaufende Menschen kurzerhand in Zombies, die wiederum den Zombie-Virus auf andere Menschen zu verteilen versuchen.
Grafik und Animationen sind natürlich noch nicht final, haben aber schon einen wunderbaren Wusel-Charme. Einen Releasetermin gibt es weiterhin noch nicht. Es dürfte den Entwicklern also genug Zeit bleiben, die Performance des Spiels noch zu verbessern.
Ankh: Herz des Osiris – Demo erschienen
170 Megabyte ist sie groß, die Demo zum Standalone Addon von Ankh. Ihr bekommt sie unter dem unten stehenden Link, und könnt darin schon mal einige Rätsel des Adventures antesten.
Herz des Osiris wird am Montag dann auch selbst erscheinen. 30€ soll der Spaß rund um den Ägypter Assil kosten. Besonders cool (oder besonders schön geklaut): Wie schon in Monkey Island, legt der Hersteller auch hier eine Codescheibe bei, die als Kopierschutz dient.
Ich glaube ja, dass die meisten Raubkopierer zwar schnell mal einen Crack runterladen, den Aufwand sich eine Scheibe zu basteln aber scheuen. Vielleicht ist das also sogar der ultimative Kopierschutz des 21. Jahrhunerts. Insofern: Ein Hoch auf die Papierrädchen!
Far Cry: Vengeance – Wie schauts denn am Wii aus?
Unlängst hat Ubisoft auch ein FarCry für den Wii angekündigt. Weil wir Rebellen zukünftig unsere Berichterstattung auch auf Nintendos kommende Wunderkonsole ausweiten wollen, sei euch deshalb nicht vorenthalten, dass es dazu auch erste Screenshots gibt.
Die sehen selbstverständlich nicht so gut aus, wie die Versionen der anderen Konsolen. In Bewegung sollte der Shooter aber recht ansehnlich werden. Die neue Geschichte rund um den Helden Jack Carver bekommt übrigens auch einen Multiplayermodus spendiert. Da bin ich ja mal gespannt, ob FarCry auch beeindrucken kann, wenn das Eye-Candy wegfällt.
Kommentar – An jedem verdammten Sonntag
Nachdem Ayrton Senna in Imola 1994 in die Wand donnerte und starb, konnte ich mich nie wieder so richtig für die Formel 1 begeistern. Der einzige Grund, warum ich doch ab und zu Sonntags den Fernseher eingeschaltet habe, wenn ein seniler ORF-Kommentator seinen Kommentar zu meist ziemlich langweiligen Autorennen abgab, war der, dass ich den Schumacher verlieren sehen wollte. Zugegeben: die Sache verlief ziemlich oft nicht so befriedigend für mich. Und dieser Grund verabschiedet sich heute auch.
Was ich hingegen immer gerne gemacht habe, war Formel 1-Rennen nachzuspielen. Vor allem wenn ich beim TV-Zappen über einen Grand Prix gestolpert bin, überkam mich die Lust. Selber ins Cockpit zu steigen, das hat doch was. Am PC wollte mir diesen Wunsch aber seit Jahren niemand mehr erfüllen – hat soweit ich weiß irgendwas mit der eigenwilligen Vergabe der FIA-Lizenz an Sony zu tun. Dadurch konnten weder EA noch Geoff Crammond und Atari ihre Serien fortsetzen, und so durfte nur auf der PS2 im Kreis herumgefahren werden. Ein weiterer Grund für mich, um Sony oder geldgeile Sportverbände zu „mögen“. So gesehen wäre mir ja sogar Electronic Arts als Lizenzhalter lieber. Deren Methoden sind mir bekanntermaßen auch nicht besonders sympathisch, aber zumindest hält man sich an einen Multi-Plattform-Anspruch.
Bleibt zu hoffen, dass den Herren der FIA irgendwann dieser ewig lange Stecken aus dem Arsch gezogen wird, und ich auch am PC wieder meine Runden drehen kann. Aber den Glauben daran, dass sich Verbände jeglicher Sportart jemals wieder um die Fans anstatt das verfluchte Geld kümmern werden, den hab ich schon vor einigen Jahren verloren.
Naja, gibt’s für mich halt keine Formel 1 mehr.
Sonntag ist sowieso Fußball-Tag.