Kategorie-Archiv: Spiele

Wer zockt denn nun besser?

Frauen, die unbekannten Wesen von der Venus. Sie haben es in der Männerdomäne der Computer- und Videospiele nicht besonders leicht. Das fängt schon bei der Vielzahl der Games an, die die Einkaufswelt zu bieten hat. Denn denken wir doch mal genau nach – die meisten Games sind ganz klar auf Männer ausgelegt. Wo sieht man denn schonmal Spiele die wirklich für Frauen gemacht wurden? Es gibt so gesehen eigentlich keine. Aber warum ist das so? Ein Grund dürfte ganz klar sein, dass Frauen in der Welt der Videospiele noch ganz klar in der Minderheit sind. Aber momentan hat die Frauenbewegung in dem Universum der Computerspiele Hochkonjunktur.

Ganze Clans bestehen inzwischen nur aus Frauen. Auch Communitys setzen inzwischen teilweise ganz bewusst auf das weibliche Geschlecht. Denn mehr und mehr Frauen verfallen dem Rausch des spielens. Aber warum kommt diese Entwicklung hin zum "gemischten" Gamen erst jetzt? Ganz einfach, Jungs müssen oder mussten sich noch nie schämen, wenn sie gerne spielten. Frauen sind ja im allgemeinen eher die ruhigen und vernünftigen Menschen *räusper*, was das Gamen für sie wesentlich schwieriger macht. So kommen sie leichter in Erklärungsnöte. Das sollte sich aber langsam ändern.

Nun sieht es nach dem Autofahren auch noch so aus, als würde der Geschlechterkampf beim Gamen Einzug halten. Wer spielt denn nun besser Counter-Strike? Wer hat denn nun die ausgeklügelteren Taktiken bei WarCraft 3? Alles Fragen die schwer zu beantworten sind. Aus Sicht eines Mannes überzeugen natürlich die eigenen Stärken. Schnellere Reflexe, stärkere Nerven und besseres taktisches Verständnis. Alles Quatsch werden Frauen nun sagen. Denn sie gehen doch ruhig an die Sache heran, haben natürlich mindestens genauso starke Nerven wie Männer und sind auch taktisch einfach besser drauf.

Was spielen Frauen denn am liebsten? Laut einer kleinen Umfrage, die ich gestartet habe, sind besonders Rollenspiele und Games aus dem Aufbau-Genre sehr beliebt. Herausstechend ist dort ganz besonders Die Sims. Ist Die Sims also ein typisches Frauenspiel? Nein, denn auch Rollenspiele wie z.B. Gothic 1 bzw. 2 sind sehr beliebt. Diese haben auch bei den Herren der Schöpfung (wie unseren Redakteuren) einen bleibenden Eindruck hinterlassen, was mit Höchstnoten belohnt wurde.

Ab wann spielen Mädels, ist wohl die letzte Frage die zu klären ist. Des fängt in der heutigen zeit schon mit drei Jahren an. Auch Mädels spielen gerne mal am Gameboy oder kämpfen auf Simbas spuren, sich hoch zur "Königin der Löwen". Übrigens werden auch Spielfiguren immer weiblicher. Tomb Raider ist nur eines von vielen Beispielen.

Mein Fazit aus der Sache ist eindeutig. Venus bekommt überhand über den Mars, nein, Scherz. Aber auf eine kleine Umstellung sollte man sich als Mann schon gefasst machen und sich nicht erschrecken, wenn man bei WarCraft plötzlich von einer Frau in die Pfanne gehauen wird. Also Mädels, macht weiter so ;-)

Pro Evolution Soccer 3 – Unsere ersten Erfahrungen

Eigentlich wollten wir euch in diesen Tagen ja einen Test zu Pro Evolution Soccer 3 (PC) liefern. Leider haben uns diverse technische Probleme des Games daran gehindert. Damit wir euch aber vor einigen offensichtlichen Schwulitäten, mit denen Käufer der PC-Version rechnen müsen, warnen können, haben wir sozusagen einen ersten Erfahrungsbericht für euch online gestellt.

Eure Meinung zu unserer Aktion würden wir aber auch gerne hören. Wollt ihr solche Artikel in Zukunft öfter? Unser Forum steht zum Feedback bereit!

SlowMotion Frust pur

FIFA 2000, Euro 2000, FIFA 2001, FIFA 2002, FIFA WC 2002, FIFA 2003… die letzten Jahre waren für PC-Kicker gelinde gesagt "etwas monoton". Anstoss Action– oder die UEFA-Serie haben zwar versucht das zu ändern, scheiterten aber kläglich. Gegen das aktuelle FIFA tritt aber ein vielversprechender Konsolen-Platzhirsch an – wie schlägt sich PES 3? Unsere ersten Erlebnisse…

Voller Vorfreude installiere ich das frisch eingetroffene Pressemuster. Konami hat sich dazu entschlossen das Spiel auf eine DVD zu packen. Sehr schön! So erspare ich mir immerhin das Jonglieren mit den vier CDs, die ansonsten nötig wären.

Die Installation ist abgeschlossen, die Settings auf 1024×768 mit vollen Details eingestellt. "Das muss doch funktionieren", denke ich – wohl wissend, dass es viel schönere Games gibt. Beim Spielstart ein erster Schock. Gleich nach der Einblendung der Logos darf ich mich mit einem schwarzen Bildschirm herumschlagen. Recherchen im Internet ergeben: Ich muss eine Datei per Hand aus dem PES 3-Ordner löschen, damit sich dieser Zustand ändert.

Insgeheim sage ich mir, dass das passieren kann, starte also das Spiel und erlebe den nächsten Schock. Die Tastenbelegung fragt mich was ich an Stelle vonn Kreis, Kreuz, Quadrat, Dreieck und L1 drücken möchte? Herrgott! Die Entwickler haben nicht einmal die Einstellungsmenüs von der PlayStation 2-Version geändert. Ein übles Gefühl steigt langsam in mir hoch.

Aber man ist ja schließlich tolerant. Nachdem ich also diesen kryptischen Zeichen Tasten auf meinem Keyboard zugewiesen habe, kann es endlich losgehen. Ich starte ein Freundschaftsspiel, Holland gegen Ungarn, schließlich wollen wir es nicht gleich übertreiben und den Deutschen erst später in den Allerwertesten treten…

Der Kommentator begrüßt mich und sein Co namens Hansi gibt gleich die ersten Details über das bevorstehende Spiel preis. Nichts was ich nicht mittlerweile gewöhnt wäre.

In den ersten Minuten bemerke ich erstmal, dass die Auswahl der Tastenbelegung total Banane war. Also noch einmal raus und alles ändern. Beim nächsten Spiel klappt das schon etwas besser, auch wenn das alles natürlich für einen FIFA-Spieler etwas ungewohnt ist. Leider präsentiert sich das ganze Match aber unfreiwillig in Slow Motion. Bullet Time in Fußballsimulationen? Gott bewahre!

Ich dreh‘ also die Auflösung und Details auf ein Minimum herunter – ohne Änderungen zu bewirken. Ein Blick ins offizielle Forum verrät: Zahlreiche Spieler mit unterschiedlichsten Konfigurationen haben dasselbe Problem. Der bereits erschienene erste Patch hilft nichts, nur die Deaktivierung der Soundkarte schafft unbefriedigende Abhilfe. Im Strafraum stockt das Spiel aus unerfindlichen Gründen aber trotzdem.

Nach fünf Spielminuten gelingt mir dann mein erstes Foul, eine Grätsche von vorne in den Ball. Mir bleibt etwas die Spucke weg als mir der Schiedsrichter daraufhin die rote Karte zeigt. Aus solchen Fehlern lernt man aber nicht sofort: Minute 7, die zweite Grätsche in den Ball, diesmal von der Seite – mein Spieler sieht rot. Oha, ich hab es also mit einem geistig umnachteten Referee zu tun.

Die dritte rote Karte folgt drei Minuten später, diesmal zurecht. Dermaßen in der Überzahl geht der Computergegner schnell in Führung. In der 25 Minute, beim Stand vom 1:0, schießt er an die 25 Meter über das Tor. Kommentar von Hansi: "DAS hätte die Entscheidung sein können!".

Natürlich bleibt es aber nicht bei diesem Ergebnis – zur Halbzeit steht es 3:0 für Ungarn. Ich komme mir langsam vor wie mein Geige spielender Ex-Nachbar, der auf unserer Wiese mit den Vereinsspielern aus unserer Siedlung sein erstes Fußballmatch spielte – einfach bekackt…

Aufgrund der willkürlich auftretenden Performanceprobleme können wir derzeit keine objektive Bewertung des Spiels garantieren, und wollen deshalb auch keine Kaufempfehlung abgeben. Ein Test folgt sobald Konami das Problem behoben hat. Das Ergebnis unserer Anfrage bezüglich eines Patches, findet ihr – sobald wir eine Antwort erhalten haben – in unseren News.

Anmerkung d. Red.: Dieser Artikel stellt keinen vollständigen Test sondern einen ersten Erfahrungsbericht dar. Die positiven Aspekte werden wir erst in der endgültigen Fassung erwähnen. Gesagt sei nur, dass die Portierung von PS2 auf PC ganz offensichtlich äußerst lieblos und schlampig geschehen ist.

UbiSoft – Prominente Stimmen für Lokalisierungen

Schon so viel Ärger gab es mit super Spielen die mit verkorkster deutscher Lokalisierung daher kamen. Diesen Fehler will Ubi Soft nicht machen.

Für Top Spiele wie Deus Ex 2: Invisible War wurden prominente Stimmen angeheuert. So wird man dort die deutschen Stimmen der Matrix Akteure „Trinity“ und „Agent Smith“ wiederhören.

Leonardo di Caprios Stimme wird dem Helden von Prince of Persia: The Sands of Time geliehen. Passenderweise wird Farah, die ständige Begleitung vom Prinzen, von Kate Winslet gesprochen.

Wenn nun auch noch die Spiele gut werden kann ja garnichts mehr schief gehen :)

Homer & Family gegen 1984 und GTA

Springfield ist entsetzt! Seit wenigen Tagen sind in der ganzen Stadt Überwachungskameras zu finden. Ob die etwas mit den schwarzen Lieferwägen zu tun haben, die ebenfalls erst kürzlich aufgetaucht sind? Mit den aus Matt Groening’s genialem Hirn entsprungenen und ungebrochen beliebten Cartoon-Helden Homer, Marge, Bart, Lisa und Apu macht ihr euch in Simpsons: Hit & Run auf, um das Rätsel zu lösen.

In bester GTA-Manier stürmen wir dabei am Beginn mit dem guten Homer durch die Stadt (leider sind für jeden Charakter nur bestimmte Gebiete Springfields zugänglich), steigen in fremde Autos und fahren (ohne Leichen zu verursachen) über Passsanten. Schnell wird dabei klar: Hit & Run ist zumindest teilweise für Spiele das, was die Fernsehserie für ihresgleichen darstellt. Seitenhiebe auf die Konkurrenz ("90% aller Computerspiele beginnen mit einem langweiligen Tutorial") werden ausgeteilt und ein wenig Sozialkritik ist zwischendurch auch spürbar – etwa wenn es gilt gegen freiheitsraubende Überwachungskameras vorzugehen.

Springfield wurde von den Entwicklern sehr liebevoll nachgebaut und so findet man nicht nur "detailgetreue" Lokalitäten aus den Filmen auf seiner Rundfahrt, sondern auch zahlreiche Orte, die bei den Fans der gelben Comic-Amerikaner ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Oder wolltet ihr nicht schon mal durch den geheimen Tunnel der Steinmetze rasen?

Grafisch sind die getestete Xbox-Version und (das wissen wir aus externen Quellen) die PS2-Version wegen sogenannten Tearing-Fehlern und Performance-Schwächen schlechter als die PC-Fassung. Wenn man sich schnell dreht wird auf den Konsolen die obere Bildhälfte neu angezeigt, die untere aber stammt noch aus einem älteren Frame. Ein unschöner Effekt der, solltet ihr die Möglichkeit zu wählen haben, die Empfehlung auf die PC-Version fallen lässt. Voraussetzung dafür ist allerdings ein High-End-PC, da die Engine sich als sehr hardwarehungrig erweist. Grundsätzlich gefällt das Spiel von der Optik her aber sehr gut, was man auch den Animationen ankreiden darf. Lediglich die Kameraführung ist teilweise nicht optimal. Das fügt auch der ansonsten problemlos funktionierenden Steuerung einen etwas bitteren Nachgeschmack zu.

Dafür ist die Synchronisation klasse. Die Originalsprecher der Figuren walteten hierfür ihres Amtes. Dadurch steigt die Atmosphäre noch einige Level höher. Musikalisch ist das recht ähnlich – allerdings begeistern die Tracks die neben der Original-Serienmucke aus den Lautsprechern tönen nicht auf die gleiche Weise.

An Abwechslung mangelt es zumindest im Vergleich mit der ähnlichen Grand Theft Auto-Serie nicht. Rennen fahren, durch die Stadt cruisen um Dinge abzuliefern, andere Autos rammen und zerstören, Boni aufsammeln, etc. etc. Für den kleinen Hunger zwischendurch gilt es Sammelkarten zu ergattern, Geldmünzen einzustreifen, eine Bonusmission oder zusätzliche Autos freizuschalten und Anspielungen auf Seriengags zu entdecken.

Geld kann in neue Outfits oder Autos investiert werden und ist in Kisten, Getränkeautomaten oder auf der Straße zu finden. Zusätzlich bekommt man für das Zerstören von Bäumen, Telefonen und gewagte Sprünge ebenfalls Moneten geschenkt. Für das Überfahren oder Treten von Menschen gibt es allerdings kein Geld. Dafür steigt der Fandungslevel, und wenn der erstmal einen gewissen Wert erreicht hat sind euch die Cops rund um Inspector Wiggum auf den Fersen, meist ist es allerdings kein Problem die Donut-Fresser wieder abzuhängen. ;-)

Die angesprochene Bonusmission ist übrigens der Multiplayerpart bei dem man mit bis zu vier menschlichen Mitstreitern Rennen fahren darf.

Geschlampt wurde Multiplattform-typisch wieder mal beim Speichersystem. Jede der 50 Missionen beinhaltet jeweils einige Unterabschnitte. Scheitert man beim letzten dieser Teile, dann startet die gesamte Mission wieder von vorne…

Radical hat es endlich geschafft. The Simpsons: Hit & Run ist ein Spiel das im Gegensatz zu den bisherigen Versoftungen der Matt Groening-Schöpfung das Prädikat „Gut“ durchaus verdient hat. In den Augen eines Fans wie mir, war das längst überfällig und so hat es mich natürlich besonders gefreut, dass die Story von den Serienautoren entworfen wurde.

Erwartet habe ich mir eigentlich nicht viel von dem Spiel, was dazu führte, dass ich umso positiver überrascht wurde. Im direkten Vergleich mit Grand Theft Auto geht das Spiel aber doch ein wenig unter, wenngleich das für echte Fans uninteressant sein dürfte. Für die ist das hier nämich ein echter Pflichtkauf. Es ist einfach zu cool im Camp Krusty die Fahne gegen die Totenkopfflagge von Camp Bart auszutauschen…

Counter-Strike – 3sat und die Killerspiele

Heute um 22 Uhr 25 gibt’s einen Pflichttermin für alle Zocker. Um diese Zeit läuft bei 3sat ein 60-minütiges Special zum Thema: Jugend und Computerspiele und welche Auswirkungen diese haben.

Besonders hervorgehoben ist das Spiel Counter Strike, welches schon in der Ankündigung als „Kriegsspiel“ abgetan wird. Mal sehen, ob wir endlich mal objektive Berichterstattung bekommen oder nur wieder mal Hetzerei auf Computerspiele, die uns alle zu gewalttätigen Mördern machen …

Rise of Nations – Addon von Big Huge Games?

Wir alle haben es geliebt: Rise of Nations. Es hat alle unsere Redakteure in seinen Bann gezogen. Entwickelt wurde der Spaß von Big Huge Games. Seit heute ist auf ihrer Homepage ein Teaserbild aufgetaucht, welches vielleicht einen neuen Titel – höchstwahrscheinlich aber ein Addon zu RoN – ankündigt.

Auf dem Bild sind drei Personen in verschiedenen Zeitaltern abgebildet, zusätzlich ist ein Verweis auf den 21. November 2003 zu sehen. Mit einer offiziellen Ankündigung in den nächsten Tagen können wir also rechnen. Wenn es nähere Infos zum Titel gibt und sobald dieses „geheimnisvolle“ Projekt einen Namen hat, informieren wir euch natürlich umgehend.

Bumm, Krach, Peng

Beim nächtlichen Sturm auf eine deutsche Stadt wirkt alles ruhig, doch plötzlich eröffnen mehrere MG-Schützen aus den nahe gelegenen Häusern das Feuer auf unsere Truppen, Granaten schlagen links und rechts von uns ein und wir versuchen verzweifelt Schutz in Kratern und hinter Bäumen zu finden. Es sieht so aus als ob dieser Einsatz zum Scheitern verurteilt ist, mehr als die Hälfte unsere Kameraden sind bereits gefallen, die deutschen Truppen haben uns enorm zugesetzt, doch plötzlich hört man aus der Ferne das Nahen von Fliegern und es scheint doch noch Hoffnung zu geben?

Ja, an Spannug fehlt es bei Call of Duty tatsächlich nicht. So wie gerade beschrieben spielt sich Call of Duty nämlich fast die ganze Zeit. Ständig geht euer Puls rauf und runter. Mal hätte selbst ein Arzt Schwierigkeiten ihn zu fühlen, mal scheint euer Puls einem Formel 1 Rennwagen im Speed Konkurrenz zu machen. Das alles werdet ihr in drei verschiedenen Kampangnen zu sehen und zu hören bekommen. In der ersten Kampagne schlagt ihr euch auf die Seite der Amerikaner.

Dort steckt ihr dann in der Haut von Private Martin, mit dem ihr auf zahlreiche Einsätze in ganz Frankreich geht. Besonders wichtig hierbei: Fast keine Mission spielt sich gleich. Immerwieder habt ihr verschiedene Situationen zu meistern.

Habt ihr die erste Kampangne erfolgreich beendet, schlüpft ihr in die Springerstiefel von Seargent Evans, der für die Briten seinen Dienst tut. Mit ihm werdet ihr unter anderem eine strategisch sehr wichtige Brücke einnehmen.

Habt ihr auch seine Karriere erfolgreich bestanden, geht es ab in Richtung Stalingrad. Dort werdet ihr als Alexei der deutschen Wehrmacht das fürchten lehren.

Um noch mehr Feeling in Call of Duty herein zu bekommen, ist es euch nur gestattet zwei "schwere" Waffen mit euch zu tragen. Bei dem Amerikanern wäre das z.b. die Thompson. Dazu bekommt ihr noch ein paar Granaten und eine Pistole in die Hand gedrückt, damit müsst ihr dann aber auch auskommen.

Allerdings gibt es hin und wieder mal die Möglichkeit sich hinter ein stationäres MG zu klemmen oder per Flak das eine oder andere Flugzeug vom Himmel zu pusten.

Soviel Feuerkraft werdet ihr aber auch unbedingt brauchen, denn die Gegner sind absolut harte Kerlchen. Denn sie reagieren schon wirklich intelligent, mal springen sie um Kugeln auszuweichen hinter Kisten, suchen Schutz hinter zerstörten Fahrzeugen, ziehen sich geschlossen zurück und greifen auch geschlossen wieder an. Leider ist die Teamkameraden KI nicht ganz so gut gelungen. Sie stürmen zwar auch geschickt Gebäude, schießen aber erst auf den Feind, sobald dieser anfängt zu feuern.

Aber längst nicht alles an Call of Duty ist perfekt. Zwar ist die Atmosphäre sehr gut gelungen, da sie schön dicht ist und man ständig das Gefühl hat mittendrin zu sein, sie hat aber auch ihre Schwächen. So kommt es nämlich häufiger mal vor, dass ihr mitten aus einer Mission "herausgerissen" werdet. Dies passiert meistens auf dem höchsten Grad der Spannung, was danach dann ein kleines Enttäschungsgefühl verursacht. Auch die Briefings sind nicht so ausgefallen, wie sie hätten sein können. Warum ist es nicht möglich mal ein Briefing alla Vietcong zu bekommen? In einem kleinen Lazaret zu sitzen und dort entweder eine Sequenz vorgespielt zu bekommen oder sich vielleicht selber schon bewegen zu können?

Auch die Spielzeit ist für meinen Geschmack zu kurz geraten. Zwar bekommt man, wenn man hört das Call of Duty 25 Missionen hat, Ohrensausen, da es einfach nicht mehr alltäglich ist, soviele Missionen geliefert zu bekommen, wird aber enttäuscht, wenn man glaubt dadurch wäre das Spiel wesentlich länger. Im Gegenteil. Ich habe, um es durchzuspielen, eine gute Woche gebraucht und bin bei weitem kein Profi. Solche sollten es schaffen, Call of Duty an einem Wochenende durchzuspielen. Da hätte sicher noch mehr rausspringen können.

Das auch absolute Top-Titel noch durchaus mit der Quake 3 Engine gut aussehen, kann Call of Duty ebenfalls beweisen. Allerdings ist diese Enginge halt nicht mehr ganz aktuell und wird es wohl auch nicht mehr werden. Das heißt keinesfalls, dass Call of Duty schlecht aussieht, aber perfekt ist es nun bestimmt nicht mehr.

So sind viele Texturen verwaschen und können nicht wirklich überzeugen. Auch die Explosionen hätten um einiges imposanter ausfallen können. Sie kommen allenfalls mittelmäßig rüber. Auch die Animationen überzeugen nicht völlig. Bis auf die Mimik, welche sehr gut gelungen ist, gibt es auch hier keine Highlights mehr. Stiftung Warentest sagt höchstens "Gut". Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ganz anders sieht es schon beim Sound aus. Wer stolzer Besitzer einer größeren Soundanlage ist (d.h. alles was mehr als zwei Boxen hat), bekommt ein phänomenales Erlebnis spendiert. Da heißt es einfach mal die Nachbarn aus ihrem Mittagsschlaf reißen, sodass sie, wie einst schon Meister Röhrig, meinen: "Die Russen sind da!". Denn was man da aus den Boxen bekommt, übertrifft viele Filme bei weitem. Da kommt es schonmal vor, dass ihr meint mit einer echten Maschinen-Pistole zu feuern. Die deutsche Sprachausgabe ist ebenfalls gelungen. Öfter kommen dann mal Kommandos von zurückhinkenden Kommandeuren oder ein kleines "Scheiße" von einem eurer Kameraden, der gerade getroffen wurde, oder überrascht von der plötzlich auftretenden Gegnermasse ist. Musikalisch geht es auch hoch her. Zu Ochesterklängen bestreitet ihr eure Einsätze. Das alles trägt sehr viel zur Atmosphäre bei.

Steuerung bei Call of Duty ist shootertypisch wieder mit Tastatur und Maus. Allgemein geht sie recht einfach und schnell von der Hand. Mit links wird gefeuert, mit rechts über Kimme und Korn geschaut.

Besonders ist endlich auch mal wieder der Multiplayer Modus. Bis zu 64 Spieler können sich gleichzeitig auf einem Server tummeln. Fünf Spielmodi stehen euch zur Auswahl und liefern alle einen guten, aber nicht an den Singleplayer herankommenden Spielspaß ab.

Neben den Standardmodi wie Deathmatch und Teamdeathmatch stehen euch auch der Modus "Hinter feindlichen Linien" und "Search and Destroy", bei dem ihr all euer Können aufbringen müsst um bestimmte Ziele zu erreichen.

Solltet ihr aber in einem Gefecht sterben, müsst ihr leider warten, bis die Runde beendet ist. Ihr werdet nämlich vorher nicht wiederbelebt.

Als ich angefangen habe Call of Duty zu spielen, dachte ich mir eigentlich, dass ich nicht viel von dem Spiel erwarten könnte. 2. Weltkriegs-Shooter gab es einfach schon zu viele und ich fand das Thema vollkommen ausgereizt. Doch die Jungs von Infinity Ward haben mich nocheinmal umgestimmt.

Die Atmosphäre ist so dicht, dass man oftmals einfach alles um sich herum vergisst. Immer wenn ich gespielt habe, bekam ich am nächsten Tag von meinen Freunden Ärger weil ich nie ans Telefon gegangen bin.

Die Grafik kann zwar nicht mehr mit aktuellen Titeln mithalten, erfüllt aber schon ihren Zweck und setzt Call of Duty gut in Szene. Der Sound macht das nochmal um längen besser. Mir sind mehrere male die Ohren fast weggeflogen, als neben meinem Trupp eine Bombe einschlug. Dazu der phänomenale Soundtrack, einfach nur klasse.

Als einziger größerer Kritikpunkt kommt jetzt noch die Spieldauer daher, doch das kann ich verschmerzen (5 Punkte Abzug gibt’s trotzdem dafür) und gratuliere Activision zu einem der für mich besten Spiele des Jahres 2003. Da rieche ich in Zukunft schon einen zweiten Teil, oder wenigstens ein Addon.

Schatzi, nur noch fünf Miunten…

Es gibt Spiele, die machen süchtig. Tony Hawk’s Pro Skater 4 ist eines davon. Während man auf der Suche nach dem ultimativen Highscore ist, scheint die Zeit still zu stehen. Erst wenn man sein virtuelles Board wieder an den Nagel hängt, bekommt man mit, dass man mal eben locker fünf Stunden gespielt hat – und das nicht ohne Grund…

Same production as last year?

Fortsetzungen erfolgreicher Titel leiden meist unter Innovationsarmut, <B>Tony Hawks Pro Skater 4 macht da zum Glück eine Ausnahme. So wurde das Gameplay an manchen Stellen stark verbessert: Das nervige Zeitlimit wurde nur noch auf die einzelnen Mission begrenzt, von denen es pro Level 16 Stück gibt. Manche sind von Anfang an verfügbar, andere erst nach Absolvierung gewisser Levels. So könnt ihr euch erstmal in aller Ruhe durch die einzelnen Levels bewegen um diese zu erkunden.

Das ist auch bitter nötig, da sich jedes der liebevoll gestalteten Levels anders als das vorherige aufbaut und sich deshalb auch verschieden fährt. Eine weitere Neuerung sind zudem die Spinetransfers, mit denen ihr euch von einer Pipe in die nächste begeben könnt, ohne das eure Combo unterbrochen wird, somit lassen sich noch höhere Punktzahlen erreichen.

Lets go!

Am Anfang wählt ihr einen von 19 Skatern aus – 15 davon frei wählbar, 4 versteckt – unter ihnen neben dem namensgebenden Tony Hawk auch solche Größen wie Bob Burnquist ,Rune Glifbery und den aus MTVs <B>Jackass bekannten <I>Bam Magera,

Danach steht euch zuerst nur ein kleines verpenntes Nest bzw. dessen Marktplatz zum Skaten zur Verfügung. Nachdem ihr die geforderte Zahl an Pro-Points, welche je bestandener Mission vergeben werden, gesammelt habt, wird ein weiteres Level freigeschaltet, so warten auf euch u.a. Alcatraz, ein Hafen und London als geeignete Örtlichkeit, um euren Skatekünsten freien Lauf zu lassen. In den Levels müsst ihr nun die verschiedensten Missionen meistern, welche von dem üblichen Aufsammeln der Buchstaben S-K-A-T-E über verschiedenste, zu stehende Trickkombinationen bis hin zu solch illustren Aufgaben, wie das Fahren in einem Einkaufswagen gehen. Dabei bieten die Missionen aufgrund ihrer lustigen Hintergrundgeschichte und den vielseitigen Ideen eine hohe Wiederspielbarkeit und werden nicht so schnell langweilig. Leider sind einige Missionen, wegen ihres niedrigen Zeitlimits oder den hohen Ansprüche an eure Skaterfähigkeiten, selbst mit 20 Anläufen nur mit äußert viel Glück zu meistern.

Natürlich bleiben eure Mühen nicht unbelohnt, neben Geldbeträgen gibt es für vereinzelte Missionen auch die wichtigen Statuspunkte, die ihr dafür verwendet, euren Skater in den verschiedensten Attributen wie Lip-, Rail-, oder Manualbalance zu verbessern. Für die ersten drei Plätze bei den Wettbewerben (hier gilt es bessere Noten von der Jury einzufahren als die Computergegner) winken wieder Medallien. Anders als bei den beiden Vorgängern schaltet ihr zusätzliche Kostüme, Skater und Parks nicht mehr frei, sondern könnt diese gegen einen kleinen Unkostenbeitrag beim Shop eures Vertrauens kaufen. Neben der Fülle an Extragegenständen, besticht Tony Hawk’s Pro Skater 4 vor allem dank der hohen Anzahl an Missionen und dem sehr hohen Schwierigkeitsgrad durch einen enormen Tiefgang. Bis ihr schließlich den Pro-Modus erreicht habt, sind meistens schon locker 20 Stunden an Spielzeit verstrichen.

Gameplay hui, Grafik pfui!

Das Gameplay wurde als dezent verbessert und sinnvoll ergänzt, leider vergaßen die Entwickler dabei wohl die Grafik: Zwar sind die Skater nach wie vor exzellent animiert und haben einen Bewegungsradius um den ihr reales Vorbild Tony Hawk sie sicherlich beneiden würde, doch wurde bei der Umgebungsgrafik seit Teil drei keine Verbesserung vorgenommen. So wirken die Texturen leider etwas blass und detailarm und von grafischen Spielereien wie Vertex- und Pixelshader, Bump Mapping oder Environmental Bump Mapping kann der Spieler nur träumen.

Spätestens, wenn man die Option „Enable Distance Fog“ eingeschaltet hat, dürften sich die Besitzer eines N64 unter euch an die Rauchschwaden erinnern, die dieser Nebelwerfer (64) damals regelmäßig präsentierte. Letzteres gibt zwar keinen Retro-Bonus, dafür läuft das Spiel aber auch auf schwächeren Rechnern noch ausreichend flüssig.

Im Gegenteil zur Grafik bewegt sich die akustische Gestaltung auf gewohntem Höchstniveau. Sowohl die Effekte als auch die Sprachausgabe sind atmosphärisch und hören sich im Falle von Stürzen richtig fies real an.

Ein richtiges Highlight stellt aber mal wieder der Soundtrack dar. Hier wird von Rock, über HipHop bis hin zu Punk alles geboten, was das Skaterherz erfreut. Neben solchen Größen wie AC/DC und System of a Down sind auch noch viel kleinere bzw. unbekannte Bands mit von der Partie.

Konsolenkrankheiten

Eine der größten Schwächen von Tony Hawk’s Pro Skater 4 ist seine Konsolenvergangenheit, die auch der vierte Teil nur schwer verleugnen kann.

Zwar wurde auf grobe Schnitzer "verzichtet", aber neben der Grafik ist vor allem die Steuerung am PC ohne ein Extra-Gamepad mit mindestens zwölf Knöpfen und am besten einem Analogstick nur schwer zu meistern. Zudem wurde einige Tastenbezeichnungen recht unglücklich gewählt, so steht der Buchstabe „G“ nicht etwa für Grind sondern für Grab. Diese verwirrende Tatsache behindert vor allem dann, wenn man in einer Mission verschiedene vorher angezeigte Spezialtricks gekonnt meistern soll.

Tony Hawk’s Pro Skater 4 zeigt, wie man auch ein altehrwürdiges Spielkonzept sinnvoll erweitern und verbessern kann. Die Idee mit den nun ohne jedes Zeitlimit befahrbaren Parks finde ich schlichtweg genial. Auch die einzelnen, sehr abwechslungsreichen Missionen sorgen für beste Unterhaltung.
Dennoch könnte ich die Entwickler für die ein oder andere Mission und die sehr komplexe Steuerung lynchen. Zudem sollte die sehr altbackene Grafik endlich mal generalüberholt werden, am Soundtrack und dem eigentlichen Gameplay müssen die Entwickler hingegen kaum feilen. Mich würde es nur mal interessieren, welcher Skater denn bitteschön einen 720 Indy & 360 Benihana steht…

JoWooD – Rechte an der Stargate-Lizenz erworben

Letztes Jahr gingen sie fast „offline“, dieses Jahr scheinen sie wieder voll oben auf zu sein: die Leute von JoWooD (unserem absoluten Lieblingspublisher ;-)). Wie heute bekannt wurde, haben sie sich die Exklusivrechte an der Stargate-Lizenz gesichert.

Diese Lizenz beinhaltet sowohl den Film (mit Kurt Russel), als auch die Serie mit Richard Dean Anderson aka. MacGyver in der Rolle von Colonel Jack O’Neil. Somit können wir uns schon auf ein solches Spiel einstellen. Welches Genre es abdecken wird, ist leider noch nicht bekannt – nur ein ungefähres Datum: 2005.

Nintendo – Kommt mit völlig neuem Produkt zur E3

Auf der kommenden E3 will Nintendo definitiv keinen GameCube Nachfolger vorstellen. Auch soll es sich nicht um eine Weiterentwicklung des GameBoys handeln.

Es soll vielmehr ein völlig neuartiges Produkt sein welches sich gänzlich von anderen Konsolen unterscheiden wird. Nintendo nach ist das Produkt 2004 in Japan erhältlich.

Auch äußerte sich Nintendo zum GameCube 2, an dem man zwar schon arbeite, der aber erst mit den anderen Konsolen auf den Markt kommen soll.

Das Abenteuer kann beginnen

Während die meisten Brettspieler doch lieber beim Original bleiben, soll es ja Leute geben, welche etwas mehr wollen. Mehr Abwechslung, mehr Grafik, mehr Musik und Sounds. Natürlich könnte man einfach die Musikanlage anschmeißen und nebenher noch den Fernseher laufen lassen, doch auf Dauer würden die Stromkosten einfach zu hoch werden. Es geht aber auch einfacher, denn für rund 30 € ist nun auch eine PC-Umsetzung des Klassikers Sternenschiff Catan zu erstehen.

Sternenfahrer brauchen auch Geschichte…

…und die haben sie auch. Die Storyline ist recht schnell erzählt:

Astronauten der catanischen Raumflotte sind mit ihren Sternenschiffen in eine Raum-Zeit-Zerrung geraten und finden sich in einer unbekannten Galaxis wieder. Die Sternenfahrer wissen weder, auf welchem Wege sie in ihre Galaxis zurückkehren sollen, noch verfügen sie über ausreichend starke Antriebe für den Weg zurück.
Die Rohstoffsituation ist kritisch, an Bord der Sternenschiffe befinden sich nur wenige Handelswaren. Die Lage erscheint aussichtslos. Doch dann treffen die Sternenfahrer auf fremde, aber freundlich gesonnene Völker, die helfen.

Das war nur ein kurzer Auszug der Story, wie sie im recht hübsch designten Handbuch steht. Generell ist die Verpackung und das allgemeine Layout sehr gut gelungen. Endlich wurde auch mal auf eine DVD-Hülle verzichtet. Stattdessen bekommt ihr eine mittelgroße Schachtel, in der sich die CD mit der Hülle, das Handbuch und eine Registrierungskarte befinden.

Und niemand tanzt aus der Reihe

Gespielt wird im Rundenbasierten-Modus. Euer vorgegebenes Ziel ist, sogenannte "Siegpunkte" zu verdienen. Habt ihr zehn von ihnen, mit Handel oder aber auch durch das Errichten von Handelsposten und Kolonien, erreicht, dürft ihr euch als glorreicher Sieger und Sternenfahrerchef bezeichnen.
Eigentlich spielt man ja generell als aller erstes Mal das Tutorial, jedoch empfehle ich Leuten, welche das Sternenschiff Catan schon einmal gespielt haben, dies tunlichst zu unterlassen, denn es könnte euch mehr verwirren als helfen ins Spiel zu finden. Anfänger sollten es trotzdem probieren, oder sich einfach per Handbuch einlesen.

Dann habt ihr die Wahl. Lieber erst einmal Singleplayer gegen Computergegner oder sofort ins World Wide Web begeben und dort gegen "echte" Gegner anzutreten. Natürlich habt ihr auch eine LAN-Funktion. Solltet ihr euch erstmal für den Singleplayer entscheiden, liegt es bei euch, ob ihr die Kampange spielt oder ein einfaches, nach Sternenschiff Catan bekannten Regeln gespieltes, Einzelspiel wählt um euch zu vergnügen.

Vier Phasen durchlauft ihr während eines Spielzuges. Alles beginnt mit der Produktionsphase, ihr würfelt, daraufhin bekommen beide Spieler nun für eine Kolonie, auf der die entsprechende Zahl abgebildet ist, einen der sechs Rohstoffe. Hört sich kompliziert an, ist aber eigentlich ganz einfach. Nach der Produktion kommt die Flugphase. Nun muss der Spieler einen von vier "Sektoren" auswählen. Diese sind als vier Kartenstapel mit jeweils zehn Karten dargestellt. Diese zehn Karten stellen die Planeten dar, welche ihr anfliegen könnt. Damit ihr möglichst viele Planeten während eines Zuges ansteuern könnt, müsst ihr eine möglichst hohe Zahl gewürfelt haben und möglichst viele Triebwerke in eurem Sternenschiff eingebaut haben. Die Flugphase endet, wenn ihr alle Flugpunkte verbraucht, zwei – später drei bis vier – Aktionen gemacht habt oder ihr von Piraten angegriffen wurdet und verloren habt.

Fünf verschiedene Aktionen stehen euch zur Verfügung. Das kommt immer darauf an, welche Karten man selber in die Hand bekommen hat. So könnt ihr Handelsplaneten anfliegen und Waren billig einkaufen, oder aber billig verkaufen. Auf ein paar Planeten könnt ihr Aufgaben für andere Völker erledigen, wofür man ebenfalls einen Rohstoff nach Wahl bekommt. Ihr könnt Kolonien oder Handelsstationen auf bestimmten Planeten errichten.

Dies geht aber nur auf bestimmten Planeten und mit einem Handels- bzw. Kolonieschiff. Als letzte Aktion, könnt ihr in Diplomatiezentren Wissenspunkte erwerben und auch wieder los werden.

Damit euch das Leben nicht zu einfach wird, gibt es hin und wieder auch mal Ereignisse. So kann es passieren, dass euch ein Pirat überrascht und gegen euch kämpfen will. Wenn ihr das verhindern wollt, könnt ihr einen Geldbetrag zahlen. Wenn ihr aber meint die Piraten, wie es einst Käptain Kirk machte, vom Himmel pusten zu können, so könnt ihr euch auch einem Kampf stellen. Dieser läuft wieder mit Würfeln ab. Der Pirat und ihr selbst würfelt. Die erwürfelte Zahl wird zu den Bordkanonen hinzugerechnet. Dies ergibt dann die Waffenstärke. Der mit den meisten Punkten gewinnt. Wenn ihr der oder die Glückliche/r seit, dürft ihr euch kostenfrei einer beliebigen Ressource bedienen. Aber wenn ihr verliert, wird eure Flugphase sofort beendet.

Zu guter Letzt kommt noch die Bau- und Handelsphase. Dort kann man neue Handelschiffe für die Besiedlung einzelner Planeten bauen, oder aber das eigene Schiff vergrößern. Für jede Verbesserung gibt es einen Siegpunkt, womit wir den zehn Siegpunkten schon wesentlich näher gerückt sind. Außerdem bekommt ihr, z.B. durch den Ausbau von Waffen, noch einen Extrabonus im Kampf gegen die Piraten.
Als allerletzte Phase ist die Handelsphase an der Reihe. In dieser könnt ihr entweder mit einem von euch besiedelten Planeten handeln oder aber mit eurem Gegenspieler, solange ihr ihm ein gutes Angebot macht.

Technisch unterste Schiene

Das, was das Spiel an Systemvoraussetzungen verlangt wird, wird leider kaum ausgeschöpft. Zwar sehen die paar einzelnen Cutscenes schon gut aus, ruckeln aber und wiederholen sich schon nach wirklich geringer Spielzeit, wobei sie dann einfach nur noch nerven. Ein bisschen mehr Abwechslung hätten dem Spiel schon sehr gut getan. Auch die Auflösung hätte ein bisschen höher ausfallen können. Sie ist auch im Menü leider nicht umzustellen.

Soundtechnisch wird auch nicht viel geboten. Der Soundtrack hört sich zwar schon sehr gut an, ist aber nach viel zu kurzer Zeit beendet und fängt von vorn an zu dudeln. Auch hier hätte Abwechslung nicht geschadet.

Ich weiß nicht so recht. Wirklich überzeugen konnten mich das Sternenschiff Catan nicht. Zwar sind die paar Animationen und Filmchen recht gut gelungen, wiederholen sich aber nach allzu kurzer Zeit gleich wieder. Bei dem Sound ist es auch nicht viel besser, denn auch der Soundtrack wird ständig wiederholt und bietet kaum Abwechslung.

Und bitte, liebe Entwickler, wollt ihr mich mit eurem Tutorial total verrückt machen? Ich kannte schon das Brettspiel, musste mich aber, nachdem ich das Tutorial gespielt hatte, völlig neu eingewöhnen. Hier hätte man einiges besser machen können.

Auch der Multiplayermodus ist gut gemeint, aber weniger gut umgesetzt. Er macht zwar eine Zeit lang Spaß, bietet aber zum Singleplayermodus absolut keine Abwechslung. Wenigstens werden meine Spiele in einer Rangliste gespeichert, was auf Dauer wenigstens ein bisschen Motivation reinbringt.

Alle die überlegen, sich das Sternenschiff Catan zu kaufen, möchte ich eines sagen. Es ist ein recht kurzweiliger Spaß, der dennoch nicht zu verachten ist. Für Gelegenheitsspieler ist das Spiel auf jeden Fall zu empfehlen. Für Leute die sich ernsthafter damit befassen wollen, empfehle ich das Brettspiel.