Aus alt macht alt

Die Spieleschmiede New World Computing legte 1990 mit King’s Bounty den Grundstein für die bekannte und beliebte Heroes of Might & Magic-Reihe, von der es bisher ganze fünf Teile gibt. 2003 ging das Entwicklerstudio 2003 leider pleite. Der russische Publisher 1C grabschte sich die Rechte an King’s Bounty und entwickelte mit Hilfe von Katauri Interactive eine Neuauflage.

Zu Spielbeginn müssen wir die schwierige Entscheidung der Charakterwahl bewältigen. Davon gibt es immerhin drei: Den Krieger, den Paladin und den Magier. Sie unterscheiden sich besonders hinsichtlich der Armeeführung und Ausübung spezieller Fähigkeiten. Zauber können im Laufe des Spiels allerdings von jeder Klasse erlernt werden, denn alle haben den selben Talentbaum. Wenn wir uns dann in die Spielwelt Darion begeben, fällt uns direkt die wirklich gelungene Comic-Optik auf, die stark an Heroes of Might & Magic 5 erinnert. Höhlen sind atmosphärisch ausgeleuchtet und Spielfiguren und Monster detailliert designt. Um uns mit der Spielmechanik vertraut zu machen beginnen wir allerdings zu erst mit dem In-Game Tutorial.

In unserem ersten Auftrag sollen wir eine Jungfrau aus den Klauen eines Drachen befreien. Der Haken an der Geschichte ist, dass der Drachen seinen Lebensunterhalt damit verdient, sich täglich von angehenden Helden einen überziehen zu lassen und die Jungfrau eine Holzattrappe ist. So hält die Freude über die bestandene Aufgabe nicht sonderlich lange an. Aber keine Sorge, nach dem Tutorial warten auch echte Gegner auf uns! Köstlich amüsieren tut man sich übrigens an mehreren Stellen des Spiels. Oft haben die Entwickler witzige Dialoge oder Aufträge konstruiert, die einem das Lächeln ins Gesicht treiben.

Das Tutorial hinter uns gebracht, bewegen wir uns frei durch die hübsche Spielwelt und nehmen eine Fülle an Nebenquests an. Die Hauptstory wird generell ein wenig vernachlässigt und ist ohnehin nicht von großer Relevanz im Spiel.

Dafür vertreiben wir fleischfressende Pflanzen vom Hof eines Bauern oder bringen aufmüpfigen Trollen im Dorf Manieren bei. Auf die Dauer werden diese Nebenquests etwas eintönig. Nachbars Rüben sind nicht unbedingt das, wofür es sich wirklich zu kämpfen lohnt.

Wo wir beim Stichwort sind: Kämpfe! Damit verbringen wir die meiste Zeit im Spiel. Sobald wir auf einen feindlichen Trupp oder Boss treffen, wechselt das Spiel für rundenbasierte Scharmützel in die Hexagon-Ansicht. Ähnlich wie in Heroes of Might & Magic spielt dabei unser Held eine untergeordnete Rolle. Er kann lediglich schwache Schadens- oder Schutzzauber wirken. Die Drecksarbeit erledigen unsere Truppen, die wir in den zahlreichen Städten- oder an speziellen Punkten der Spielwelt kaufen können.

Genrebekannt haben die Einheiten pro Runde spezifische Aktionspunkte, die sie verbrauchen können. Darunter fallen Angriffe und gelaufene Meter. Nach Ablauf des Kampfs erhalten wir Erfahrung, Gold und im Glücksfall ein Ausrüstungsteil, mit dem wir unseren Helden verbessern können. Anders als sein Genrekonkurrent verzichtet King´s Bounty: The Legend übrigens gänzlich auf die Kontrolle von eigenen Städten. Dafür dürfen wir uns im Spielverlauf eine Frau anlachen, die uns einige nützliche Boni- und ein Kind bescheren kann.

Sehr ärgerlich und unbegreiflich ist , dass es keinen Mehrspieler-Part gibt. Die spannendsten Stunden bei den Heroes of Might & Magic erlebte ich schließlich mit Freunden an meinem Computer. Somit hält sich der Wiederspielwert natürlich auf überschaubarem Niveau. Insgesamt gibt King´s Bounty: The Legend trotzdem einen sehr ordentlichen Vertreter des momentan recht stiefmütterlich behandelten Rundenstrategie-Genres ab. Es bietet viel altbekanntes auf hohem Niveau. Singleplayer-Fans der altehrwürdigen Heroes of Might & Magic-Serie werden auf ihre Kosten kommen.

Pandora – Komplikationen verzögern Start

Manchmal spielt einem das Schicksal übel mit. Auch den Entwicklern des Opensource-Handhelds Pandora wird es momentan ein wenig zu viel mit ungeplanten und unerwünschten Überraschungen. Bislang sollten die ersten Konsolen Ende diesen Monats ausgeliefert werden können.

Das alles verschiebt sich nun leider aus verschiedenen Gründen. Zum Einen machten Banken wegen der Finanzkrise Probleme, zum Anderen waren Teilzulieferer nicht in der Lage alle Displays pünktlich zu liefern.

Nun hofft man, den Start des Systems bis wenigstens Ende diesen Jahres über die Bühne zu bekommen. Wir drücken die Daumen! Sobald uns eines dieser Goldstücke erreicht, wird hier ein ausführlicher Bericht dazu erscheinen.

World of Goo – Trotz hoher Raubkopie-Rate keine Panik

World of GooIn unserer noch backrfischen World of Goo-Rezension berichtete ich über die hohe Rate von Raubkopien bei dem Spiel. 90% aller World of Goo-Spieler haben das Programm gestohlen.

Ebenso wie viele begeisterte Spieler hat mich das etwas besorgt. Deshalb habe ich mich mit Ron Carnel in Verbindung gesetzt. Der Mitbegründer von 2D Boy verriet in einem kurzen Statement mit einem kleinen Grinser, dass die Verkäufe des Spiels trotz allem durchaus in Ordnung seien. Ron: „So schnell sind wir nicht aus dem Geschäft„. Panik ist also noch nicht angebracht.

Was das Entwicklerduo als nächstes Projekt geplant hat, wollte er aber noch nicht verraten.

Kleines Soundmonster

16 Gigabyte Fassungsvermögen, noch erweiterbar über eine Speicherkarte, 2,5 Zoll Display, DivX/XviD, MPEG-Unterstützung (plus andere Formate), WLAN und das Versprechen auf ein tolles Musikerlebnis. Klingt toll, dachte ich mir, und frage bei Creative an, ob ich so ein Ding zum Testen haben könnte. Einige Zeit lies man mich zappeln, dann aber schließlich klappte es, und ich durfte eine Weile mit dem Creative Zen X-Fi spielen. Eine echte Featurebombe.

Neben den genannten kann das kleine Ding nämlich noch mehr, zudem gibt es den Alleskönner auch noch in einer 32 GB Ausführung. Aber besonders die hochgepriesene „X-Fi Technologie“ bekam mein Augenmerk, soll sie doch klangliche Hochgenüsse möglich machen. Die entsprechenden X-Fi PC Soundkarten wurden ja von diversen Magazinen in höchsten Tönen gelobt.

Hör mich an!
Der Dateitransfer vom und auf das Gerät funktioniert mühelos, und nach Laden des Akkus (der übrigens auch nach einem nächtlichen Dauertest von 9 Stunden Dauerspielen noch einige Reserven hatte, sich abe leider nur via USB aufladen lässt) knallte ich dem Zen X-Fi 15 Lieder der verschiedensten Genres vor den Latz, um sie alle je zwei mal durchzuhören.

Und siehe… besser höre da: Sehr weit von den hochtrabenden Versprechungen war das Audioerlebnis tatsächlich nicht entfernt. Ganz leichte Abstriche musste ich nur bei der Basswiedergabe machen, die trotzdem noch vermutlich 90% der MP3-Player am Markt locker die Stirn bieten kann. Ihren Teil zum exzellenten, so gut wie störfreien Sound tragen auch die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer bei. Ein Test mit zwei anderen Hörerpaaren minderte den Eindruck ein wenig, aber das ist Creative wohl schwer anzulasten. Den Soundcheck hat der Player mit Bravour bestanden.

Sieh mich an!
Auch die Videofunktion wollte getestet werden, denn immerhin sollen auch bewegte und unbewegte Bilder kontrastreich wiedergegeben werden. Die vorgespeicherten Beispielbilder bzw. Videos ließen einiges erwarten.

Auch hier gilt, ähnlich wie bei den Kopfhörern oder der Bitrate von mp3s, das natürlich das Ausgangsmaterial seinen Einfluss hat. Daher sahen „meine“ Videos nicht mehr ganz so eindrucksvoll aus, aber immer noch gut genug, dass ich mir tatsächlich vorstellen könnte, eine Folge Scrubs darauf zu sehen. Und das ist von jemandem, der die Videofunktion von MP3-Playern eigentlich negiert, durchaus ein Kompliment. Eine negative Anmerkung muss mir aber erlaubt sein: Das Display spiegelt leider und ist, so wie auch das restliche Gehäuse, anfällig für Fingerabdrücke.

Befummel mich!
Er sieht wirklich schön aus, der Zen X-fi. Bedient wird er hauptsächlich über 13 Tasten. Die sind robust, gut verarbeitet, aber leider klein, dunkel und nicht beleuchtet. Wenn es etwas dunkler wird, lassen sich vor allem die mittleren neun Tasten, die noch dazu alle gleich aussehen, kaum erkennen. Ein echtes Manko. Hat man entweder Licht oder die Handhabe verinnerlicht, so funktioniert die Menüsteuerung recht logisch, könnte fallweise aber einen Tick einfacher sein.

Schade ist jedoch, dass man dem großen Display keine Berührungssensoren verpasst hat, damit hätte man so einiges viel intuitiver gestalten können. und das Beleuchtungsproblem der Tasten gelöst.

Fazit
Aufgrund eines grotesk schlechten Internetzuganges im Testareal konnte ich die W-Lan Fähigkeiten (Streaming, Chat, Download von Inhalten) leider nicht testen und nehme sie daher von einer Bewertung aus.

In Sachen Hörgenuss dürfte es nur wenige, vermutlich teurere, Geräte geben, die dem Zen X-Fi das Wasser reichen können. Das „X-Fi System“ – wie auch immer es das anstellt – produziert fast makellosen Sound, der über die mitgelieferten Ohrhörer auch gut ankommt. Der Bildschirm konnte mich als traditionellen Skeptiker von Videos auf so kleinen Geräten ziemlich begeistern. Wirkliche Abstriche sind bei der Bedienung aufgrund der kleinen, im Dunklen kaum sichtbaren Knöpfe zu machen, die Bedienung des X-Fi entspricht dem Standard.

Wer einen qualitativ hochwertigen Alleskönner für unterwegs will, und bereit ist dafür ein wenig mehr Geld in die Hand zu nehmen, der ist mit dem Creative Zen X-Fi durchaus gut beraten. Wer auf Videos verzichten kann, dürfte wo anders ebenso gut (und günstiger) aufgehoben sein.

Bilder (c) creative.com

GotGame Roque – In-Game Browser

Wer sein World of Warcraft oder Counter-Strike ständig im Fenstermodus spielt, damit er nebenbei auch keine wichtige Neuigkeit im Netz verpasst, dem kann jetzt geholfen werden.

GotGame Roque nennt sich ein kürzlich veröffentlichter In-Game Browser, mit dem man, unter anderem in den oben aufgezählten Spielen, im Spiel surfen kann.

Per Tastendruck wird der Browser entweder ein- oder ausgeblendet und ist dabei nur wenige Megabyte groß.

Blockbuster mit Bullet-Time?

Sieben Jahre nach Erscheinen von "<a href="http://rebell.at/index.php?site=r5&cnt=artikel&id=202" target="_blank">Max Payne</a>" (Link führt zum Review von Teil 2) hat es das Spiel von Remedy Entertainment in die Kinos geschafft. Ganz im Stile des damals um sich greifenden Matrix-Fiebers glänzte das Game nicht nur mit düsterer Atmosphäre, toller Handlung und glaubwürdigen Akteuren, sondern mit einem bis dato selten gesehen Effekt: Die "Bullet-Time", mit der man das Spielgeschehen für eine gewisse Zeitspanne in Slow-Motion versetzen konnte.

Max Wahlberg, Mark Payne
Die Patronenzeit, wie man sie schlecht übersetzt nennen könnte, setzt auch John Moore hier und dort in der Celluloid-Version des Spektakels ein. Den Polygoncop verkörpert Mark Wahlberg, der – das darf ich vorweg schon sagen – seine Rolle deutlich besser spielt, als etwa Timothy Olyphant in der Verfilmung des Hitman.

Zur Story: Max Payne ist Detective beim NYPD. In der Großstadt breitet sich eine neue Droge aus: Valkyrie, genannt "V". Der glückliche Familienvater Max kehrt eines Abends heim, und alles scheint wie immer. Doch auf sein Rufen reagiert niemand, im oberen Stockwerk stößt er auf Eindringlinge, die seine Frau und sein kleines Kind grausam ermordet haben. Szenen, die ihn zukünftig immer wieder einholen.

Zwei von ihnen kann er stellen, einer entkommt. Wie sich später herausstellt, standen die Einbrecher unter dem Einfluss besagter Droge. Max lässt sich in die "Cold Case" Abteilung für ungelöste Fälle versetzen, seinen Lebensinhalt bestimmen fortan nur noch seine Arbeit und die Suche nach den Verantwortlichen am Tod seiner Liebsten. Im Laufe der Handlung des Spieles wird einiges klarer, es tauchen sehr tiefgründige, fallweise zwiespältige Charaktere auf, die Geschichte entwirrt sich weitestgehend und legt scheibchenweise die Hintergründe offen.

Verkürzt, aber atmosphärisch
Auch der Film tut das, jedoch etwas abgewandelt, viel komprimierter und nicht immer in der besten Reihenfolge. Wichtige Personen, etwa Mona Sax, erhalten kein richtiges Profil und werden beinahe zu Beiwerk degradiert. Das schnelle, recht zerstückte Abbild der Handlung wird Nichtkenner des Spieles über weite Strecken ratlos zurücklassen. Wer Max Payne gespielt hat, wird den Überblick nicht verlieren, aber etwas irritiert sein.

Trotzdem fängt Moore in seinem Werk die Atmosphäre gut ein. Das düstere Setting des verschneiten, bedrohlichen NY der Seitengassen wird gut präsentiert, die künstlerische Aufbereitung hält sich ans Original. Mark Wahlberg sieht seinem virtuellen Protagonistenpendant recht ähnlich, und transportiert ihn durchaus glaubwürdig. Die Musik ist stimmungsvoll, wenn auch "moderner" als im Spiel, die Synchronisation passt gut.

Fallweise entstehen durch die Kombination aus Payne’scher Spielästhetik und Moores Einfällen geniale Szenen, wie etwa die Aufnahme von Owen Green, der sinnbildlich von einer schwarzen Valküre in den Abgrund gezogen wird, während Payne erfolglos versucht seinen freien Fall noch abzuwenden. Momente auf einem Level wie diesem bleiben leider die Ausnahme.

Fazit
Was übrig bleibt ist durchaus solide Actionkost mit gutem Hauptdarsteller, der aber zuwenig aus der Spielvorlage herausholt. "Max Payne" ist definitiv eine der besseren Spieleumsetzungen (Uwe Boll hat glücklicherweise seine Finger davon gelassen), wirklich empfehlenswert aber nur für Kenner der Vorlage. Alle anderen werden mit mehr Fragen als Antworten wieder aus dem Saal marschieren.

Ich, der ich mich zu ersterer Gruppe zähle, wurde trotz der aufgezählten Mängel gut unterhalten.

World of Goo – Etwas einfach Schönes und sein Gegenteil

World of GooGoo, das ist auf gut österreichisch Gatsch. Mit Gatsch kann man ganz wunderbare Sachen bauen. Das weiß jeder der in seiner Kindheit einmal am Meer oder an einem Bach gesessen ist und versucht hat, den größeren Staudamm oder die hübschere Burg zu bauen als das doofe Kind ein paar Meter weiter. World of Goo ist wie dieses gatschen am Bach. Weiter lesen World of Goo – Etwas einfach Schönes und sein Gegenteil →

Football Manager 2009 – Realitätsnäher geht es kaum

Das der Football Manager zwar den Charme einer Tabellenkalkulation besitzt, dafür aber eine unglaubliche Fülle an Statistiken und Daten besitzt, sollte jedem Fußballmanager der letzten Zeit bewusst sein. Das hat nun auch der englische Fußballverein Everton FC mitbekommen und sichert sich die Datenbank des Spiels exklusiv.

Damit hat das Team Zugriff auf über 370.000 Spieler und Mitarbeiter und kan zig Tausende Teams nach Talenten durchforsten. Ich bin gespannt, wann die ersten Transfers verkündet werden, die mit diesem System realisiert wurden.

Revival of the Basics

Wer sich einen Bericht von Multiwinia ansieht, wird als erstes auf die Spielegrafik aufmerksam. So ging es auch mir, als ich Multiwinia als allererstes auf meinem alten Laptop installierte. Doch auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, sind die Systemanforderungen doch nicht umsonst auf die Spielhülle gedruckt worden. Die Spielegrafik ist zwar äußerlich minimalistisch gehalten, ansonsten ist von „retro“ aber keine Spur, getreu dem Motto „Back to Basics“.

Nähern wir uns einmal dem Spieleprinzip von Multiwinia. Ohne mich selbst zu überforden, kann ich das Spiel schnurstracks in die Kategorie „Strategie“ einordnen – eigentlich nicht so mein Metier. Dennoch hat Multiwinia etwas an sich, das auch Fans anderer Genres in seinen Bann zieht. Multiwinia ist eben einfach anders. Als Strategie-Noob vom Dienst wählte ich natürlich als erstes die Tutorials aus. Bei diesen gibt es Teil 1 und Teil 2, wobei der erste Teil die Grundkenntnisse und Teil 2 die Feinheiten des Spiels begreiflich macht.

Das erste Tutorial war kinderleicht und sogar ich besiegte den Gegner ohne Probleme. Man bekam die allgemeine Spielsteuerung erklärt, welche eigentlich sehr intuitiv ist (WASD und Maus). Außerdem wurde gezeigt, wie man zB Brutpunkte einnimmt und einen Multiwinianer zu einem Offizier ernennt. Diesem Offizier kann man dann z.B. den Befehl erteilen, alle Multiwiniander in eine bestimmte Richtung zu schicken – am besten von Zone zu Zone bzw. von Brutpunkt zu Brutpunkt, um einer Kettenreaktion gleich seine Männchen die Karte einnehmen zu lassen.

Ein wichtiges Feature in dem Spiel sind die Kisten, welche vom Himmel fallen. Diese gilt es aufzusammeln, denn sie enthalten spezielle Waffen und Angriffe. Doch diese Kisten öffnen sich nicht von alleine – je mehr Männchen man zur Kiste hinschickt, desto schneller öffnen sich diese. Hierbei sollte man sich beeilen, denn auch der Gegner möchte gerne ein paar solcher Kisten sein eigen nennen. Hier findet man so tolle Specials wie z.B. einen Luftangriff, einen Flammenwerfer, Panzer, u.v.m.

Auch der zweite Teil war nicht weiter schwer. Hier bekam man ein paar Feinheiten des Spiels erklärt, wie z.B. man seinen Offizier eine Truppe bilden lässt und wie diese dann zu einer Formation mit höherer Schusskraft wird. Auch andere Transportmöglichkeiten seiner kleinen, grünen Männchen, wie z.B. dem Panzer, werden vorgestellt. Hier macht sich erstmals bemerkbar, dass Multiwinia doch etwas komplexer ist als gedacht. Man muss schon viel mehr klicken und es macht sich doch etwas Hektik breit. Dennoch ist alles weiterhin sehr simpel gehalten und leicht verständlich.

Nach meinen erfolgreich abgeschlossenen Tutorials wage ich mich nun an meine erste Einzelspieler-Mission. Als Standarteinstellung wird, wie üblich, der Schwierigkeitsgrad Mittel gewählt, wobei insgesamt drei verschiedene, also leicht, mittel und schwer, zur Verfügung stehen. Die verschiedenen Spielmodi sind weiters in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt, sodass sich für jeden das Passende finden lässt. Man sollte sich aber nicht täuschen lassen – auch die Anfangsmissionen sind kein Garant für einen Erfolg und man muss auch hier konzentriert bei der Sache sein.

Da hätten wir als erstes den Modus Vorherrschaft. Hier geht es darum die Karte einzunehmen und so viele Punkte wie möglich zu sammeln – was übrigens nie verkehrt ist. Auf jeder Karte gibt es Zonen, die es einzunehmen gilt. Diese Zonen werden als farbige Ringe dargestellt, wobei man an der Farbe erkennt wer die Vorherrschaft in der jeweiligen Zone hat. Für jede Sekunde, die man eine Zone hält, bekommt man Punkte. Allein an dieser Zeiteinteilung kann man abschätzen, dass einzelne Missionen sehr schnelllebig sind.

Beim Modus Hügelkönig geht es nur darum Zonen einzunehmen und die meisten Punkte zu kassieren – hört sich leicht an, ist es aber ganz und gar nicht, denn man muss schon mehr tun als einfach nur seine Männchen in den Kreis laufen zu lassen und abzuwarten. Man muss zusehen, dass man so viele Brutpunkte wie möglich besetzt und diese auch verteidigt – genauso wie man seine Zonen erobern und verteidigen muss. Das ist ganz besonders wichtig, wenn man bereits eine ortsgebunden Spezialwaffe (z.B. Flammenwerfer) sein eigen nennen darf. Dieser wird ansonsten Ruck Zuck vom Feind übernommen.

Mein Lieblingsmodus ist allerdings „Schnapp dir die Statue“. Hier kommt es darauf an, sich eine riesige Statue zu krallen und diese so schnell als möglich in seine Zone zu schleppen. Dabei muss man nicht nur genug Männchen haben, die die Statue tragen, sondern man muss mal so nebenbei auch noch seine Zonen verteidigen und Kisten aufsammeln. Ganz davon abgesehen, dass man den Feind auch noch niedermähen sollte – es ist eben alles nicht ganz so einfach wie es aussieht. Die anderen Modi sind Sturmangriff, wobei man eine gut verteidigte Stellung attackieren und Massenvernichtungswaffen unter seine Kontrolle bringen sollte, Raketenrevolte, bei der man als erstes seine Rakete mit Treibstoff versorgen und starten muss, und Blitzkrieg, wobei man Flaggenpunkte einnimmt.

Multiwinia – Survival of the Flattest bietet für jeden etwas – egal ob man nur mal eine kleine, schnelle Mission für 5 Minuten oder etwas Umfangreiches spielen möchte. Ich persönlich empfand Multiwinia als sehr forderndes und hektisches Spiel, welches großen Spaß macht und durchaus Langzeitmotivation bietet – allein schon wegen dem Onlinemodus, welcher gut umgesetzt wurde. Allen Strategen kann ich dieses Spiel nur empfehlen. Allen Nicht-Strategen sei gesagt: Probiert es mit dem Schwierigkeitsgrad „Leicht“ ;o)

Halo Wars – Der PC ist chancenlos

Eigentlich ist die Rechnung ganz einfach: Zwei der drei Halo Titel sind nach ihrer Konsolenpremie auch für den PC umgesetzt worden. Bei Halo 3 ist die Hoffnung auch noch nicht begraben worden und deshalb hoffen Fans, dass auch der kommende Strategie-Ableger Halo Wars umgesetzt werden kann.

Diesen Hoffnungen schiebt Graeme Devine, Lead Designer des Spiels, einen Riegel vor. Er sagt, dass das Spiel für die Konsole designt werde und er keine Chance sehe, dass es jemals auf den PC kommen könnte. Autsch!

Der Wahnsinn geht weiter

Das Massenphänomen World of Warcraft lässt die Spieler nicht los. Seit 5 Tagen ist nun die Erweiterung Wrath of the Lich King erhältlich und wieder hat es viele Spieler schon zu Mitternacht in die Läden getrieben, um auch blos rechtzeitig an ein Exemplar zu kommen.

Mein Kollege schnech wird sich in absehbarer Zeit mit dem Titel beschäftigen und wir haben vor, einen kleinen Vergleich zwischen World of Warcraft und dem bislang stärksten Konkurrenten Warhammer Online aufzustellen. Seid gespannt!

Square Enix – Der Countdown läuft schon wieder

Square Enix scheint diebische Freude daran zu haben, seine Fans auf die Folter zu spannen. Schon vor zwei Monaten ließ man die Uhr herunterlaufen, um die Entwicklung von Chrono Trigger DS bekannt zu geben. Nun ist eine weitere Teaserpage aufgetaucht, auf der ein riesiger Drache, genannt Bahamut, zu sehen ist.

Unter ihm bahnt sich ein Koloss den Weg durch die Landschaft, überragt von dem Countdown. In etwas weniger als fünf Tagen möchte man demnach das Geheimnis um ein neues Spiel lüften. Meine persönliche Vermutung ist ja eine Neuauflage von Bahamut Lagoon, was seiner Zeit für den SNES veröffentlicht wurde.

PC-Fußball auf dem Prüfstand

Mein werter Kollege grand_diablo hat sich im heutigen Artikel Pro Evolution Soccer 2009 angenommen und festgestellt, dass realitätsnaher Fußball auf dem PC durchaus machbar ist. Trotzdem ist auch PES 2009 nicht der Weißheit letzter Schluss, denn alte Fehler wurden abgestellt, dafür aber neue produziert.

Insgesamt kommt er zu dem Schluss, dass Fifa 09 lediglich für Lizenzfanatiker in Frage kommt. Alle anderen Computerbesitzer sollen auf einen Fanpatch für Pro Evolution Soccer 2009 warten!