Im Krieg gibt es immer Gewinner

Im Jahre 3364 nach Christus hat sich die Menschheit im Universum stark ausgebreitet. Durch die gewaltigen Kolonisationsvorhaben der Erde sind fünf eigenständige Reiche entstanden die zusammen über das von Menschen bewohnte Gebiet, die sogenannte Innere Sphäre herrschen und ständig um die Vorherrschaft in derselben kämpfen. Diese Reiche repräsentieren auch bestimmte Volksgruppen der Erde.

Nicht, dass es schon genug wäre, dass sich diese Gruppen selbst bekämpfen, kommt auch noch die Invasion der Clans dazu, die der Meinung sind, die rechtmäßigen Herrscher der Inneren Sphäre zu sein. Ständig toben brutale Kriege zwischen den Reichen, während auch noch die Clans irgendwie aufgehalten werden müssen. Die Kriege der Zukunft werden zwar auch mit konventionellen Mitteln wie mit Panzern oder Hubschraubern geführt, doch die wahren Könige des Schlachtfeldes sind die Battle-Mechs. Riesige, an die menschliche Statur erinnernde Maschinen. Zehn bis vierzehn Meter groß, zwischen 20 und 100 Tonnen schwer, mit den vernichtendsten Waffen der menschlichen Geschichte ausgestattet und mit tollkühnen Piloten gelten sie als die wahren Entscheidungsträger in jeder Schlacht.

In diesen Zeiten wo immer Mangel an guten Battle-Mech-Fronteinheiten besteht und die Kämpfe in der Inneren Sphäre an ihrem bisherigen Höhepunkt angelangt sind, mischen auch Söldnertruppen mit die gegen entsprechende Bezahlung für jede Seite in die Schlacht ziehen. Wie uns der Titel Mercenaries schon vermuten lässt, zieht man als einer dieser Söldnereinheiten in die Schlacht. Ausnahmsweise gehts auch mal nicht um Ruhm und Ehre sondern um Geld, welches man für jeden erledigten Einsatz kassiert.

Als Einstiegs-Söldner darf ich anfangs ein paar Tutorials mit einem netten Kerl vom MERCNET, der zentralen Söldnervermittlung, durchführen. Nach den recht hilfreichen Lehrstunden gehts noch unter einer letzten Bedingung an die Front. Eine erfahrene Söldnereinheit muss sozusagen die ‚Patronanz‘ über meine kleine Einheit übernehmen, für die ich dann als eine Art Untereinheit dienen und auch deren Insignien tragen darf. Wählbar sind folgende Söldnereinheiten: Kell Hounds, Northwind Highlanders, Wolf’s Dragoner und die Gray Death Legion. Je nach Zugehörigkeit meiner Truppe bekomme ich zum Anfangen verschiedene Mechs und ein mehr oder weniger gefülltes Konto. Ich entscheide mich natürlich für die Gray Death Legion (was für ein Zufall), welche mir acht Millionen C-Bills und eine Mischung aus vier leichten und mittelschweren Mechs zum Start zur Verfügung stellt.

Es gibt fast immer mehrere Einsätze auf verschiedenen Planeten auszuwählen, ich entscheide mich für meinen ersten Kampf auf Eaton. Der Sold ist zwar nicht gerade berauschend, aber ich habe volle Bergungsrechte was dieses Manko wieder ausgleichen sollte. Der Sprung nach Eaton kostet Geld, genauso wie die Bezahlung meiner Mitstreiter und die Erhaltung meiner Battle-Mechs, die je nach Größe meiner Einheit pro Spielwoche einen nicht unerheblichen Betrag von meinem virtuellen Konto abbucht.

Vor dem Einsatz geht’s noch kurz ins Mech-Lab, wo ich jede meiner Maschinen fast ohne Einschränkungen nach eigenem Ermessen mit Bewaffnung, Panzerung und einigen speziellen Features wie z.B. Sprungdüsen oder Raketenabwehrsystemen ausrüsten kann. Das Mech-Lab ist ein sehr wichtiger Bestandteil von Mercenaries. Wer jeden Mech in seiner Standardkonfiguration belässt, kann große Probleme bekommen. Ein Awesome, ein schwerer Angriffsmech mit 80 Tonnen, ist ‚ab Werk‘ mit drei PPK’s (Partikelprojektorkanonen) ausgerüstet, welche zwar sehr effektiv sind aber ein gewaltiges Hitzeproblem verursachen. Energiewaffen verursachen generell, je nach Stärke, Hitze die mit in den Mechs integrierten Wärmetauschern abgebaut werden muss. Sollte man jetzt auf einem glühend heißen Wüstenplaneten die obige Bewaffnung abfeuern, wird der Mech sofort überhitzen und eine Notabschaltung einleiten. So etwas kann in einem wilden Gefecht fatale Folgen haben..

Nachdem ich nun also im Labor meine Mechs den Umständen entsprechend bewaffnet und mich am freien Markt mit passenden Geschützen und Piloten eingedeckt habe, bin ich bereit um den ersten Einsatz am Planeten Eaton zu starten. Kurz vor dem Start teilt mir eine sympathische Frauenstimme noch die Missionsziele mit. In diesem Fall gilt es im Auftrag der Skye Separatisten einen Steiner-Geleitzug zu stoppen, was für den Anfang nicht allzu schwer fallen dürfte.

Video’s oder dergleichen wird man vergeblich
suchen, stattdessen kommt ein In-Game Briefing direkt am Planeten, welches auf der Grafikengine basiert. Die Stimmen wurden in der deutschen Version übrigens vorzüglich synchronisiert, was in meinen Augen eine Seltenheit ist.

Der erste Einsatz kommt einem Inferno gleich – zumindest für meine Gegnerschaft, welche hauptsächlich aus Panzern und Hubschraubern besteht die gegen meine Mechlanze chancenlos sind. Wer sich jetzt Fragen sollte, was eine ‚Lanze‘ ist: Eine Lanze ist eine Einheitsbezeichnung für Gruppen aus vier Battle-Mechs. Bei den Clan Invasoren heisst das selbe Stern und dieser besteht aus Gruppen zu fünf Maschinen.

Die Grafik ist nichts besonderes, aber durchaus okay. Natürlich gibt es Grafikbomben wie Unreal 2 und dergleichen, diese sind aber weder mit Mercenaries direkt vergleichbar noch kommen sie an dessen Spieltiefe heran. Auf den ersten Blick sieht das Spiel von der Storyline zwar unspektakulär aus (keine Videos, sehr kurze Briefings), aber obwohl man eine unabhängige Söldnereinheit verkörpert, muss man im Laufe des Spiels einmal Partei für Haus Steiner oder Victor Steiner-Davion ergreifen. Je nach Entscheidung wird die Story etwas später im Spiel dann in eine gewisse Richtung gelenkt. Wie es mit der Tendenz zu einem Regime steht, lässt sich jederzeit im Befehlszentrum, dem Kommandostand der Einheit, einsehen. Da uns Microsoft die deutsche Version freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, weiss ich nicht wie es um die Originalstimmen steht, aber wie schon erwähnt, weiss die lokalisierte Version auf voller Linie zu überzeugen und hebt sich wohltuend von Katastrophen à la Unreal 2 ab.

Musikalisch ist das Spiel zwar ebenfalls recht gut ausgestattet, aber Musik wird nur an bestimmten Punkten eingesetzt. Die meiste Zeit muss man also ohne eine Untermahlung auskommen, was aber vielleicht auch besser ist, da die Soundeffekte dafür umso besser rüber kommen. Das Geschützfeuer einer ‚Rotary Autocannon‘ oder den Lärm beim Abschuss von 20 Raketen aus einem ‚Long Range Missile Launcher‘ muss man einfach gehört haben ! Hier zahlen sich gute Boxen aus, allerdings muss man auch hier ein wenig aufpassen, da die Nachbarn sehr schnell ihre Sachen packen und flüchten könnten in der Annahme eine Panzerdivision stößt auf ihre Veranda vor.

Sollte man irgendwann mal die Nase voll vom Singleplayerpart haben, kann man sich mal den Multiplayermodus zu Gemüte führen der viel zu bieten hat. Völlig unkompliziert ist es möglich, direkt über das Hauptmenü von Mercenaries ins Spielgeschehen einzusteigen. Sollte ein Patch benötigt werden, wird er automatisch heruntergeladen. Einen CO-OP Modus findet man erfreulicherweise vor. Besonders viel Spaß machen auch die Teamfight und Capture-The-Flag Modi die actionreiche Kurzweil mit angemessener Brutalität bieten. Auch hier darf man sich, ganz nach eigenem Ermessen, einen Mech zusammenstellen und sich danach sofort ins Geschehen stürzen. Der Unterschied zu Multiplayer Dauerbrennern wie z.B. Unreal Tournament ist, dass die Zusammenstellung des Mechs mit der gewählten Karte zusammenpassen sollte und über Leben und Tod (nach wenigen Sekunden) entscheidet. Wer mit Langstreckenwaffen ausgerüstet versucht, einen Häuserkampf zu führen, wird sehr schnell etwas demotiviert sein..

Mechwarrior: Mercenaries ist keinesfalls eine große Genrerevolution, aber bietet eigendlich alles, was ein Battle-Tech– oder Action-Simulations Fan braucht um sein Herz höher schlagen zu lassen. Eine solide, motivierende Story im Singleplayermodus und die Möglichkeit gegen bis zu 16 menschliche Gegner anzutreten lassen den Adrenalinspiegel gehörig ansteigen. Ich bin mir zwar nicht sicher ob es sich für Besitzer vom ursprünglichen Mechwarrior 4 lohnt umzusteigen, aber jeder der noch keinen Teil dieser Saga zuhause hat, sollte schleunigst zugreifen und in der Inneren Sphäre (gegen Barzahlung, versteht sich) mal kräftig aufräumen.

Also ehrlich gesagt habe ich momentan für ein Fazit keine Zeit, mein Templer-Mech muss noch ausgerüstet werden und ein Betrieb auf Wernke hat gerade um Hilfe gebeten und natürlich bin ich bei einem Sold von über elf Millionen C-Bills nicht abgeneigt, ein paar Steiner Sturmlanzen zu plätten. Aber genug der Lobhudelei.

Grafik und Musik ist zwar nicht wirklich ein Meilenstein, aber die starke Story und (endlich wieder mal) ein überzeugender Multiplayer Modus sind dafür umso besser. Da der Review doch ein wenig spät dran ist, möchte ich aber darauf hinweisen das sich seit der Zeit des Erscheinens von Mercenaries schon einiges am grafischen Sektor getan hat. Trotzdem noch immer gute Mittelklasse. Hätte ich das Spiel vor sechs Monaten bekommen wäre sich wohl ein Rebell Award of Excellence ausgegangen, so reichts „nur“ für eine äußerst gute Bewertung und eine Empfehlung für alle Sci-Fi-, Simulations- oder Action Fans.

Rune 2 – Kommt es mit Doom 3-Engine?

Die Human Head Studios haben erst kürzlich bekannt gegeben an einem neuen Shooter für die Microsoft’sche Top-Konsole Xbox zu entwickeln. Dead Man’s Hand erscheint allerdings auf Basis der neuesten Technologie aus dem Hause Epic (Unreal).

Human Head hat nun allerdings auf der offiziellen Website drei Jobs ausgeschrieben bei denen vor allem der gesuchte Leveldesigner für Furore sorgt. Der soll sich nämlich darauf einstellen mit der Doom 3-Engine zu arbeiten. Ob sich hinter dem Projekt der Nachfolger des von den Kritikern oft in den Himmel gelobten Rune versteckt lässt sich natürlich schwer abschätzen. Der erste Teil nutzte übrigens die Konkurrenz-Engine (eine modifizierte Version der Unreal Tournament-Technologie). Wir halten euch natürlich über alle weiteren Details zum unangekündigten Human Head’s Projekt auf dem Laufenden.

Baphomets Fluch 3 – Brandneue Screenshot

Die Briten von Revolution haben nicht nur ihr Adventure Lure of the Temptress heute veröffentlicht, auch neues Bildmaterial zu ihrem kommenden Genrevertreter Baphomets Fluch 3 gibt es zu bewundern. Dazu müsst ihr einfach dem unten stehenden Link folgen und euch bei den Kollegen von GameSpot umsehen.

Die konnten sich das Spiel kürzlich etwas genauer ansehen. Wer zu faul ist das ganze Preview das daraus resultiert durchzulesen kann sich die gesammelten neuen Infos bei Adventurecorner.de reinziehen.

Lure of the Temptress – – Ist jetzt Freeware

Wer erinnert sich noch an das Adventure Lure of the Temptress das 1992 von Revolution Software kam? Besonders viele von euch werden das wohl nicht tun – und ich gebe zu, auch ich kannte das Spiel nur vom Namen her. Diese kleine Lücke in unserer Kenntnis über Adventures dürfen wir nun aber füllen, denn das Entwicklerteam (aktuelles Projekt: Baphomets Fluch 3) hat den Titel nun als Freeware zum Download freigegeben. Das 1,8 Megabyte große Spiel bekommt ihr unter anderem auf der offiziellen Website von Revolution in deutscher, englischer und französischer Fassung. Auf der Seite findet man auch die Anleitung wie der Kopierschutz zu umgehen ist. Wir wünschen viel Spaß bei der Reise in vergangene und für Adventurer sicher bessere Spieltage!

Danke an Majin für diese News!

Enter the Matrix – Goldstatus erreicht?

Jaja, wir wissens, man soll Onlineshops nichts glauben. In diesem speziellen Fall wollen wir der Nachricht von EBGames aber den Wahrheitsgehalt nicht absprechen und berichten euch, dass die Software-Ergänzung Enter the Matrix zum nächsten Matrix-Film (Reloaded) offensichtlich den Goldstatus erreicht hat. Sehr unwahrscheinlich ist die Meldung nicht, soll das Actionspiel von Shiny Entertainment (MDK, Messiah, Sacrifice) doch bereits in knapp fünf Wochen die Läden erreichen. Publisher Infogrames hat die Meldung noch nicht bestätigt.

Nach der Fertigstellung von Enter the Matrix dürfte das Spiel wohl unter den schärfsten Sicherheitsbestimmungen der Spielegeschichte seinen Weg in die bzw. aus den Presswerken finden. Durch die ergänzende Geschichte zum Actionkracher Matrix: Reloaded wäre ein verfrühter Release über einschlägige Warez-Seiten wie bei Unreal 2 oder vielen anderen Titeln der letzten Jahre wohl fatal.

Stoked Rider ft. Tommy Brunner – Snowboardspaß aus Österreich

Hochsommer – es hat 35 Grad im Schatten und während lediglich piepsende Laute gequälter Kinder im Wasser die Idylle im Schwimmbad stören, denken manche an nichts anderes als an den kommenden Winter und ihre nächsten Snowboardtouren. Genau diese Leute und auch alle anderen Fans von Funsport-Spielen dürfen sich nun auf ein Spiel aus Österreich freuen. Dieses nennt sich Stoked Rider und dreht sich wie bereits angedeutet um das Freeriden im kühlen, weißen Pulverschnee (*lechz*).

Das Entwicklerteam (Bongfish) aus unserem schönen Alpenland wird von Tommy Brunner, einem der weltweit bekanntesten Boarder auf diesem Gebiet, unterstützt. Der Innsbrucker soll dafür sorgen, dass beim virtuellen Abfahren genauso wenig Langeweile aufkommt wie in der Realität.

Bongfish wurde 1995 gegründet und fiel bisher vor allem durch den Stoked Rider-Vorgänger auf, der als Freeware-Game auf CDs von Spielemagazinen rund um den Globus erschienen ist und auch mehr als 450 000 Mal aus dem Internet gezogen wurde. Der Erfolg veranlasste Bongfish zu einem umfangreicheren und kommerziellen Projekt überzugehen.

Grafisch setzt der neue Stoked Rider-Titel voll auf die derzeit im Trend liegende Cell Shading-Technologie. Ob das Game das im heurigen Jahr auf PC, Macintosh und für Linux erscheinen soll eine echte Herausforderung für Konkurrenten wie den Xbox-Titel Amped darstellt, bleibt abzuwarten. Wir halten euch natürlich über die Entwicklung auf dem Laufenden und versuchen euch sobald wir eine spielbare Version erhalten mit einem Preview zu dienen.

Überraschung: Ein Spiel im Zweiten Weltkrieg

Februar 1944, Ganz Europa ist vom Deutschen Reich überrannt worden. Doch eine kleine Insel (Großbritannien) und ein kleines Dorf in DÄNEMARK widersetzen sich den Eroberern. Für diese Aussage würde euch jeder Geschichtslehrer bedingungslos töten doch in Hearts of Iron ist alles möglich.

„Fans“ des Zweiten Weltkriegs müssen langsam aber sicher unter Entzugserscheinungen leiden, erschien doch schon seit mindestens zwei Tagen kein Titel mehr, der in diesem Szenario angesiedelt war. Paradox erlöst diese Spielerschar nun wieder und schickt uns mit Hearts of Iron direkt auf eine strategische Übersichtskarte.

Leider war es das zumindest im grafischen Bereich auch schon. Viel mehr als eine unspektakuläre Landkarte und zahlreiche ansehnliche Tabellen werden einem nicht geboten. Vor dieser optischen Kulisse verbringt man das gesamte Spielgeschehen. Alle wichtigen Mächte des Zweiten Weltkriegs sind dabei spielbar. Unterteilt ist das Spiel in drei Kampagnen die den Weg in den Krieg, die Phase des Blitzkriegs und das Eingreifen der Sowjet Union nachstellen. Natürlich kann man der Geschichte eine vollkommen andere Wendung verpassen und anstatt als deutscher Leithammel in Polen einzumarschieren ist es einfach möglich das Land politisch zu übernehmen. Diplomatie ist generell ziemlich wichtig und dementsprechend umfangreich sind die Möglichkeiten. Vom relativ problemlosen Beeinflussen anderer Nationen bis hin zur Marionettenregierung – trotz des Spruchs „Wo die Diplomatie endet, beginnt der Krieg“, der von der Verpackung prangt, sind die Möglichkeiten von Hearts of Iron vielfältig.

Insgesamt wird man sowieso mit einer Flut an Informationen und Features im Spiel begrüßt die vor allem Anfänger abschrecken dürften. Diese sollten vor dem wirklichen Spielbeginn unbedingt das Handbuch lesen und die zahlreichen Tutorials absolvieren. Trotzdem werden wohl nur Hardcore-Strategen vom etwas langatmigen Spielgeschehen nicht vertrieben werden. Darüber, dass es in HoI etwas längere Perioden gibt wo nichts wirklich Interessantes passiert, kann auch die Möglichkeit die Zeit zu beschleunigen nicht hinwegtäuschen. Das sorgt nämlich oft für ein steigendes Gefühl der Übersichtslosigkeit und Konfusion.

Die eigenen Gebiete werden von einer selbst erstellbaren Regierung geleitet die sich aus verschiedenen Ministern zusammensetzt. Diese haben spezielle Eigenschaften und so steigert ein Minister schon mal die Effizienz des Landes in der Industrie während ein anderer das Volk beruhigt. Ähnlich verhält es sich auch mit den Armeen. Dieser werden von diversen Offizieren geleitet die wiederum jeweils besondere Vorteile besitzen. Es ist auch wichtig die richtigen Generäle und Feldmarschalls einzusetzen, denn es macht keinen Sinn den Panzerspezialisten Rommel als leitenden Kommandanten eines Infanteriechorps einzusetzen. Unterstellt man einem General zuviele Einheiten, dann gibt es deftige Abzüge bei der Kampfstärke.

Apropos Einheiten, davon gibt es auch zahlreiche Varianten. Infanterie, Kavallerie, mechanisierte und motorisierte Trupps, Panzer, Flugeinheiten und Schiffe stehen im Kampf um die Weltherrschaft zur Verfügung. Alle Einheiten sind aufwertbar, sodass der Forschungspart eine gewichtige Rolle einnimmt. Die unendlich vielen Forschungsgebiete steigern dabei nicht unbedingt die Übersicht.

In den Kämpfen wird aber nicht nur die Stärke der Armeen berücksichtigt sondern auch zahlreiche Details wie die strategische Lage (Flüsse, Gebirge etc.), die Tageszeit und vorhandene militärische Infrastruktur wie Land- oder Küstenbefestigungen. Auch der Kommandant spielt hier wieder eine entscheidende Rolle.

Ich gebe es zu! Am Anfang hatten mich die ganzen Möglichkeiten des Spieles überfordert und auch die quasi nicht vorhandene Grafik und der etwas eintönige Sound haben mich nicht unbedingt zum Weiterspielen motiviert. Doch nach einiger Zeit, als ich kapierte, dass ich mich nicht in einem interaktiven Atlas mit vielen sinnlosen Tabellen befinde, erweckte Hearts of Iron doch noch etwas Spielspaß in meiner gequälten Zockerseele! Für begeisterte Strategen vielleicht kein Fehlkauf, für Anfänger ist das neueste Werk von Paradox zu unspektakulär und unübersichtlich.

Lineage 2 – MMORPG mit Unreal-Engine

Nach seinem Abgang bei Origin und der Gründung von Destination Games (aktuelles Projekt: Tabula Rasa) hat Desginer-Legende Richard Garriot (Ultima) immer wieder im Zusammenhang mit dem kommenden MMORPG Lineage 2 von sich hören lassen. Der Nachfolger des in Korea unglaublich erfolgreichen Lineage wird irgendwann im Herbst auf die Öffentlichkeit losgelassen.

Bis dahin müssen wir alle uns immer wieder mit Screenshots und Videos begnügen, wenn wir etwas von dem Onlinespiel sehen wollen. Die Jungs und Mädels von Fileplanet haben heute ein neues Movie (30 MB) im Angebot das wieder viele neue Impressionen liefert. Leider müsst ihr euch bei der Seite vor dem Download erstmal registrieren.

Dass die Grafik von Lineage 2 zu gefallen weiß ist eine logische Konsequenz der Technologie die für das Spiel lizensiert wurde. Immerhin basiert das Onlinespiel auf einer aktuellen Version der Unreal-Engine.

Ascaron – Qualitätssicherung wird verstärkt

Erbost waren die Reaktionen vieler Fans von Anstoss als der vierte Teil der Serie vor Bugs nur so strotzte. Bei ihren letzten Spielen haben sich die deutschen Entwickler von Ascaron keineswegs mit Ruhm bekleckert. Auch Port Royal und Anstoss 3 waren ja alles andere als fehlerfrei. Sehr positiv waren allerdings die ehrlichen Antworten der Entwickler auf die Anschuldigungen der Fans und vor allem auch der Entschädigungsservice (Bsp.: Gratis Mega-Addon zu Port Royale).

Damit das in Zukunft nicht mehr nötig ist wird Ascaron nun die Belegschaft in der Test-Abteilung vergrößern. Schon für das Action-RPG Sacred und den nächsten Teil der Anstoss-Reihe darf man sich also eine klare Verbesserung der Qualitätssicherung erwarten.

Red Faction 2 – Verschoben

Wie THQ bekannt gab wird das Sequel zum Geo Mod-Shooter Red Faction in seiner deutschen Fassung erst im Juni 2003 erscheinen. Was bei der Übersetzung so lange dauert ist nicht bekannt gegeben worden. Immerhin sind keine epischen Ausmaße an Texten zu erwarten und die US-Version ist bereits erhältlich.

Über die Verschiebung tröstet weiterhin hinweg, dass Red Faction 2 nur knappe 20 € kosten wird. Einen Test des Spiels liefern wir euch schnellstmöglich.

JoWooD überrascht mit cooler Action

Manchmal können wenige Augenblicke den Verlauf eines Lebens komplett verändern. John McAffrey – seines Zeichens Hauptcharakter von Cold Zero – war gerade noch ein angesehener Lebensretter im Dienste der Polizei, als ihm ein fataler Fehler unterlauft. Beim Versuch eine Geisel zu retten erwischt der (mittlerweile Ex-)Scharfschütze leider die zu rettende Person selbst. Sofort folgt die Suspendierung und auch die Medien werfen sich voll Begeisterung auf den Unglücksraben.

Einige Zeit später greift ihr ins Geschehen ein. McAffrey leitet mittlerweile ein äußerst erfolgloses Detektivbüro. Diese Tätigkeit wird ihm schnell zum Verhängnis, denn als er sich ungewollt mit dem Mafiaboss der Stadt anlegt nimmt eine spannende Geschichte ihren Anfang.

Mehr sei aber erstmal nicht zur Story gesagt. In 16 Missionen solltet ihr euch am besten selbst von der Qualität des Spiels überzeugen. Wenn man dieses schnell erklären müsste bleibt wohl nur der Vergleich mit einer Mischung aus Commandos und Diablo zu nennen – geht doch gar nicht? – Geht ja wohl!

Per gelungener Point & Click-Steuerung darf sich McAffrey durch die Kampagne kämpfen und Erfahrungspunkte sammeln die er zum Steigern seiner Skills einsetzt. Dabei trifft er viele Schergen des Bösen die ihn unfreiwillig mit neuer Munition und Ausrüstung versorgen – natürlich erst nachdem John sie zur Strecke gebracht hat.

Das kann er entweder auf leisen Sohlen oder mit Brachialgewalt erreichen. Die zweitere Variante ist dabei meist die einfachere. Der Grund dafür ist die manchmal etwas unübersichtliche Kameraführung. Im Normalfall kann man die Kamera zwar problemlos schwenken und zoomen, leider gibt es aber doch immer wieder Situationen in der man einen Gegner aus dem Blickfeld verliert. In manchen Momenten wünscht man sich auch etwas weiter herauszoomen zu können.

Ist man ganz nah dran am Geschehen, dann bemerkt man die hübsche Optik des Titels. Die 3D-Engine kann sich natürlich nicht mit der eines Unreal 2 messen, hat aber durchaus ihre Reize und weißt keine augenscheinlichen Schwächen auf.

Der Sound ist auch solide umgsetzt worden. Hier bekommt man aber keine echten Highlights aufgetischt. Die Musik passt sich ans Spielgeschehen an und die Stimmen der deutschen Version sind nett gemacht.

Ungefähr hundert Wummen die allesamt mit Goodies wie Schalldämpfern oder ähnlichem aufgemotzt werden können liegen im Spiel parat. Dazu kommen natürlich auch noch zahlreiche Gegenstände wie Handys, Uhren etc. die man zwischen den Missionen beim benachbarten Hehler absetzen kann. Das coolste Ascessoire ist aber zweifellos eine Matrix-ähnliche Lederjacke. Die In Game-Beschreibung dieser erklärt es wohl am besten (sinngemäß): Eine schwarze lange Lederjacke. Nicht unbedingt optimal für heikle Einsätze. Aber HEY! Sie sieht verdammt cool aus.

Aus diesen Sätzen kann man schon entnehmen, dass in Cold Zero auch eine gewisse Prise Humor steckt. Gepaart mit der schönen Optik, der Story und dem teilweise suchterregenden Spielprinzip ergibt das eine der ersten echten Überraschungen 2003.

Es gibt Tage da geschehen noch Zeichen und Wunder. Als Cold Zero in der Redaktion eintrudelte hab‘ ich erst mit einem ziemlichem Trash-Game gerechnet – immerhin hatte man bisher nur selten von dem Actiontitel gehört. Doch die Entwickler von Drago Entertainment haben mich positiv überrascht – und das Kunststück gelingt ja nicht mehr allzu oft in letzter Zeit. Obwohl mir bewusst ist, dass sich nicht allzuviele Innovationen in Cold Zero verstecken, habe ich doch irgendwie das Gefühl endlich wieder einmal etwas zu spielen, das nicht schon viel zu oft da gewesen ist. Schade, dass dem Titel im Vorfeld so wenig Beachtung geschenkt wurde. Actionfans können bedenkenlos zugreifen.

Call of Duty – Rechte gehen an Activision

20 Entwickler des Teams von Medal of Honor verließen letzte Woche 2015 um an ihrem neuen Projekt in einer eigenen Firma weiterzuarbeiten. Call of Duty nennt sich der Shooter.

Was jetzt bekannt wurde ist aber nicht minder interessant. Activision (Tony Hawk-Reihe) krallte sich die Rechte für den Shooter im Zweiten Weltkriegs Szenario. Das Spiel, was auf Ende dieses Jahres angesetzt ist, wird auf Basis der Quake 3-Engine entwickelt und auch für Konsolen erscheinen wird. Wir sind gespannt, ob die Engine nicht schon etwas zu veraltet ist.