Freiheit für die Wale!

Mit Das Geheimnis der Druiden hat House of Tales vor einigen Jahren bereits Potential bewiesen, nach dem Aufschwung des Adventuregenres über die letzten Monate hinweg kommt nun genau zum richtigen Zeitpunkt der zweite Titel der deutschen Entwickler. The Moment of Silence wurde im Vorfeld als größte Adventure-Hoffnung des Jahres stilisiert. Auf unserem knallharten Prüfstand muss es sich nun beweisen…

Terror und Angst, Überwachungsgesetze und Untergrundorganisationen, persönliche Freiheit oder kollektive Sicherheit – nach den Ereignissen der letzten Jahre sind diese Themen schon heute brandaktuell. Für Peter Wright werden sie im Jahre 2044 zu einer Frage von Leben und Tod. Gerade eben hat der Ärmste seine Familie bei einem Terroranschlag auf ein Flugzeug verloren, da wird er in seiner Trauer von einem nächtlichen Polizeieinsatz geweckt. Aber nicht seine Tür, sondern die des Nachbarn wird von einem mysteriösen Sonderkommando gesprengt, und der nebenan wohnende Vater und Ehemann verschleppt. Die Polizei will davon auf Nachfrage aber gar nichts wissen. Im 23. Stock gerät Peter in ein gigantisches Verschwörungsepos.

Schnell findet er heraus, dass sein Nachbar Online-Journalist für große Zeitungen war, und will wissen woran er zuletzt gearbeitet hat. Auf seiner Suche durchquert er nicht nur eine Raumstation, ein SETI-Institut und eine Bohrinsel, sondern auch diverse Teile von New York City. Durch das Gettho der Lower East Side, ein Bürogebäude in Manhatten, eine idyllische Straße in Greenwich Village, den JFK-Flughafen und einige andere Lokalitäten wandert Peter dahin.

Trotz seiner vollkommen naiv-verblendeten Einstellung gegenüber der Absichten der Regierung (mittlerweile gibt es nur noch eine große Weltregierung) trifft er auf seiner Suche auf etwas verrückte Hacker, paranoid wirkende Opas, ein streitsüchtiges Paar Arbeitskollegen und andere mehr oder weniger gewöhnliche Menschen. House of Tales hat alles versucht um die Charaktere abwechslungsreich zu gestalten, konnte aber natürlich nicht auf vollkommen abgedrehte Gestalten zurückgreifen. The Moment of Silence soll immerhin authentisch wirken, und das gelingt auch über weite Strecken.

Dies liegt vor allem an der Art wie die deutschen Entwickler die ganze Welt des Spiels aufgezogen haben. Technologien und Entwicklungen, die schon heute absehbar oder im Gange sind, wurden weiter gedacht und zu einer glaubwürdigen Welt zusammengesetzt. 2044 lebt jeder scheinbar in einer freien Welt, was sich hinter den Kulissen abspielt weiß niemand. Wie in Nineteen-Eighty-Four, George Orwells ewigem Musterbeispiel für fiktive Faschisten-Utopien, hängen überall Bildschirme an den Wänden – Werbung und Propaganda gelangt so in Wohnungen, auf die Straßen und damit auch in die Köpfe der Leute. Auch Peter ist anfangs von den guten Absichten der Regierung überzeugt, als gerade die Kampagne für ein neues Sicherheitsgesetz anläuft…

Leider fehlen der linearen Geschichte von The Moment of Silence ein wenig die Überraschungen. Vieles ist zu vorhersehbar, zu selten nimmt der Lauf der Dinge eine unerwartete Wendung.

Rätsel sind in TMoS ein zweischneidiges Schwert. Meist nachvollziehbar aufgebaut, enttäuschen sie aber sehr oft durch einen unkreativen und langweiligen Aufbau. Ein Beispiel: An einer Stelle funktioniert eine Mikrowelle nicht. Wo andere Spiele nun anspruchsvolle Knobeleien oder gar witzige Lösungen anbieten, muss Peter einfach den Stecker in die dazugehörige Dose rammen und die Sicherung im entsprechenden Schaltkasten einschalten. Was Einsteigern vielleicht entgegen kommt, ist für Profis eindeutig zu banal. Andererseits fragt man sich bei anderen Puzzles wieder, wie auf die Lösung überhaupt irgendjemand von selbst kommen sollte. Frustrierend ist es auch, dass Peter sich gewisse Dinge merkt, und andere nicht. Wenn ihm beispielsweise ein Passwort mitgeteilt wird, muss man schnell Bleistift und Papier zur Hand haben, denn es könnte sein, dass er es nicht automatisch am passenden Ort einsetzen kann. Dann beginnt die ganze Prozedur wieder von vorne.

Dieses "Immer wieder dasselbe tun"-Problem beschäftigt The Moment of Silence-Spieler häufiger im Spielverlauf. Nicht nur, dass man zahllose Male über die gleichen, gerenderten Hintergründe rennt, das Programm erspart einem auch Routine-Aktionen nicht. So muss man beim Betreten und Verlassen seines Hauses jedes Mal dem Lift zusehen wie er aus dem Ergeschoss in den 23. Stock fährt, sich immer wieder identifizieren wenn man ein Gebäude betritt oder immer wieder anrufen, wenn man in einen (geöffneten) Laden mit verschlossenen Türen möchte.

Wie bereits kurz angeschnitten sind die Laufwege von Peter leider nicht zu kurz ausgefallen, was die ansonsten recht ordentliche Spielzeit in einem anderen Licht erscheinen lässt. Zwischen 15 und 20 Stunden dürfte diese immerhin schwanken, von den im Vorfeld versprochenen 40 Stunden kann aber keine Rede sein.

Während man lange Spaziergänge aber noch aus anderen Adventures gewöhnt sein könnte, stört die Steuerung teilweise wirklich. Zwar hat die neben einer Lauf- auch eine praktische Hilfe-Funktion in der Trickkiste (mehr dazu gleich), leider vereiteln die ständigen Kamerawechsel in unglückliche Positionen aber gehörig das unbeschwerte Lenken. So weiß man oft nicht wohin man klicken muss, um zum nächsten Bildschirm zu gelangen, fuchtelt mit der Maus wie mit einem Staubwedel rum und irrt so sinnlos umher. Auch die von den Entwicklern vorgedachten Wege sind nicht immer nachvollziehbar. So steht man mitten auf einer Wiese und will links aus dem Bild. Dazu rennt Peter aber erst ans rechte hintere Eck um dannach in die gewünschte Richtung abzubiegen.

Jetzt noch einmal zur Hilfe-Funktion. Per Druck auf die H-Taste eurer Tastatur könnt ihr alle Ausgänge aus einem Bild einblenden lassen. Wenn man 3 Sekunden auf der Taste bleibt, werden außerdem alle brauch- bzw. nutzbaren Gegenstände der Szenerie eingeblendet. Eine sehr praktische Errungenschaft von House of Tales, die aber leider nicht bei jedem problemlos funktioniert, was ein Blick ins offizielle Forum sowie auch unsere eigenen Erfahrungen zeigen. Leider ist die Funktion aber sehr wichtig für das Spiel, da unter anderem manche Gegenstände recht klein sind. Insgesamt muss man die Steuerung trotz guter Ansätze als vermurkst bezeichnen, auch weil man es verabsäumt hat eine Übersichtskarte einzubauen mit der man schnell an gewisse Orte gelangt, anstatt immer wieder genervt minutenlang herumzulaufen.

Gelungen ist dafür die optische Umsetzung. Zwar sind die gerenderten Hintergründe nur spärlich animiert, dafür aber sehr liebevoll gestaltet. Alle Menschen werden als 3D-Figuren dargestellt, was ebenfalls recht gut gelöst erscheint. Störend ist nur, dass die Örtlichkeiten sehr unbelebt wirken. Auch wenn House of Tales zuletzt noch massenhaft Statisten eingebaut hat, eine belebte Großstadt des 21. Jahrhunderts sieht einfach anders aus. Menschen stehen nicht einfach nur herum, liebe Entwickler.

Während die Optik wegen diesen kleinen Macken "nur" gut ist, kann man beim Sound kaum meckern. Die musikalische Untermalung ist dem was auf dem Bildschirm passiert sehr überzeugend angepasst und qualitativ hochwertig ausgefallen. Wie von dtp mittlerweile fast schon gewohnt ist die Synchronisation von prominenten Sprecher (Bruce Willis, Julia Roberts, George Stobbard) nahezu perfekt umgesetzt worden, wodurch die etwas längeren (aber oft interessanten oder humoristisch angehauchten) Dialoge nicht stören.

Es gibt gewisse Dinge im Leben die mich nerven. Eines davon ist, wenn Spiele an dummen Fehlern scheitern. Und genau das ist bei The Moment of Silence der Fall (auch wenn es trotz allem ein gutes Spiel ist). Auch in der Verkaufsversion sind noch Fehler enthalten die wir schon vor Monaten an der Previewversion kritisierten, und die eigentlich jedem Playtester übel auffallen müssten. Hätte das Spiel nicht eine atmosphärische und spannende Story im Angebot würde es aufgrund der angesprochenen und durchaus vermeidbaren Schwächen im bitteren Durchschnitt versinken. Wer also bei einem Adventure hauptsächlich Wert auf perfekte Präsentation oder superbes Rätseldesign legt, sollte lieber warten was die kommenden Genrevertreter wie Clever & Smart oder Sherlock Holmes (Preview folgt bald) diesbezüglich bringen. Wenn jemand allerdings durch gute Geschichten immer wieder zum Weiterspielen angeregt werden kann, darf ich ihm The Moment of Silence gerne ans Herz legen.

Prince of Persia 5 – Noch eine Demo

Prince of Persia: Warrior Within dürfte nicht nur für Fans des Vorgängers (bei uns im Test immerhin 90 Punkte und einen Award), interessant sein. Action-Fans werden jedenfalls voll auf ihre Kosten kommen. Unangekündigt hat Ubisoft nun die Demo ins Netz gestelt.

Diese ist mit knapp 490 Megabyte wesentlich größer ausgefallen als die von Moment of Silence. Dafür dürft ihr das Intro bestaunen, euch durch das Tutorial schnetzeln und schlussendlich auch noch ein Level des Spiels schaffen. Ich hab meinen Download bereits angeschmissen, sodass ihr in den nächsten Tagen mit einer Demo-Review rechnen könnt. Entweder ihr geht das Wagnis ein, oder ihr wartet so lange…

Moment of Silence – Löst die Rätsel der Demo

Seit einigen Tagen ist für uns Rätsel-Verrückten kein Tag mehr langweilig. Schließlich ist kürzlich The Moment of Silence erschienen (Test demnächst bei uns). Was dtp diesmal auf die Beine gestellt hat ist keineswegs schlechter, als das was wir bisher zu sehen bekamen, teilweise sogar noch besser.

Wenn ihr auch mit dem Gedanken spielt, das Spiel zu kaufen, aber euch noch nicht getraut habt, könnt ihr anhand der gestern frisch auf die Download-Server gestellten Demo abschätzen, ob der Titel etwas für euch ist, oder nicht. Das Paket ist rund 150 Megabyte groß und mit Sicherheit spannender als die Disco.

Counter-Strike: Source – Valve ermöglicht Cheating

Klein-George neulich am Abend: „Mami, ich hab einen kleinen Lulu und möchte das kompensieren indem ich anderen Leuten durch Cheats das Online-Spielen vermiese.“ – „Kein Problem Söhnchen, Valve hat ein Herz für dich!“. Aus gesicherten und seriösen Quellen wissen wir, dass sich dieses Gespräch kürzlich in weltweit 2,342,224 Haushalten stattgefunden hat. Der Grund dafür ist ein mehr als peinlicher Fauxpas von Counter-Strike: Source-Entwickler Valve. Per einfachem Konsolenbefehl (bei uns erfahrt ihr ihn nicht ;)) kann man einen sogenannten Wallhack aktivieren. Für Online-Neulinge: man kann dann durch Wände sehen und weiß wo sich die restlichen Spieler auf einer Map befinden.


Eine erste Reaktion aus kommerziellen Kreisen gibt es bereits: Die ESL (Electronic Sports League) hat die Fortführung weiterer Duelle in ihrer Counter-Strike: Source-Ladder unterbunden. Valve selbst konnte sich bislang zu keiner Stellungnahme durchringen, wann der zu erwartende Patch für dieses extrem unglückliche Problem erscheint ist deshalb unklar.

Doom 3 – Mehr Angstschweiß mit dem Addon

Eigentlich schenken wir irgendwelchen „Wir haben in einem Magazin gelesen, dass…“-Threads aus unseriösen, anderen (als unseren) Foren ja überhaupt keinen Glauben. In diesem Fall taten dies aber sogar die total inkompetenten Kollegen von Daddelnews. Tim Willits hat laut einem Member der PlanetDoom-Foren in der aktuellen Ausgabe der Computer Gaming World ein Interview mit Tim Willits von id software abgedruckt, in dem der Firmen-Mitbesitzer die Entwicklung eines Doom 3 Addons ankündigt.

Genauere Informationen fehlen zwar leider, aber immerhin gibt es nun quasi eine Bestätigung eines älteren John Carmack-Statements zu diesem Thema. Interessant ist vor allem die Frage, wie die Story aussehen wird (um eine pure Multiplayer-Erweiterung wird es sich wohl hoffentlich nicht handeln), immerhin müssen die Entwickler sich nun etwas besseres als ein Remake des elf Jahre alten ersten Teils einfallen lassen…

LAN-Party – 23. bis 24.10. in Wien 21

Ihr habt nächste Woche noch keinen Plan was ihr tun sollt? Das Wiener Nachtleben reizt euch momentan nicht wirklich? Dann haben wir genau das Richtige für euch:

Vom 23. bis zum 24. Oktober 2004 (Samstag auf Sonntag) steigt in Wien (21. Bezirk) eine 70 Mann (oder Frau) LAN Party. Die Gamble Network LAN I in der AREA52 kostet für Frühbucher 10 Euro, an der Abendkasse werden euch grademal 12 Euronen abverlangt, ein fairer Preis für die gebotenen Features:

– 100 MBit Internet Anbindung (damit man zügig seine Mails abfragen kann)
– Menüermäßigung bei McDonalds um die Ecke (Supersize Me!)
– zahleiche Sachpreise von Next Generation IT
– Gratisparkplätze (auch für auswärtige interessant)
– feines Happi Happi im voll ausgestatteten Catering-Bereich

Anmelden könnt ihr euch natürlich auf der offiziellen Website (siehe Link).

LAN-Party – 12. bis 14.11. in Kremsmünster

Nach den beiden ausverkauften LAN-Parties (Freestyle-LAN I & II) wurde im März 2004 bereits Nachschub angekündigt. Nach der Leonding LAN kommt also nun vom 12. bis zum 14. November 2004 (selbstverständlich Freitag bis Sonntag) die Freestyle LAN III.

Veranstaltet und organisiert wird das ganze von KRRU in Kooperation mit mclan.at im Kulturzentrum in Kremsmünster (Oberösterreich). Warum nur 136 Teilnehmer Platz finden, sei jetzt mal dahingestellt, aber man weiss ja nie so genau, was die Erdäpfel im Flachland so treiben …

Geboten bekommt ihr selbstredend einiges. Die wichtigsten Features wie folgt:
– 8x NGL-Turniere + 6x FunTurniere mit Sachpreisen für alle Turniere
– Netzwerk: Cisco 10/100/1000 MBit (Catalyst 4003 Backbone)
– Online Platzreservierung
– 15 Public Server mit aktuellen Spielen
– (Hardware)Shop auf der LAN
– Vergünstigtes 24h vor Ort Catering
– Frühstück von Nestle
– W-LAN 54 MBit
– mind. 2 MBit Internet
– Monitorverleih
– C64/Amiga 500 und Wuzler (inkl. Turnier)
– Eigene PCs für Retro-LAN mit Duke3D, Total Annihilation, Doom, MarioKart, etc.
– Ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten vor und neben der Halle

Weitere Infos über den genauen Ablauf findet ihr auf der offiziellen Website.

Men of Valor – Goldige Neuigkeiten

Mit dem von 2015 (u.a. Medal of Honor: Allied Assault) entwickelten Shooter Men of Valor bedient Publisher Vivendi Universal Interactive das momentan unter Shooter-Freaks sehr beliebte Genre der Taktik-Shooter und setzt bei der Rahmenhandlung auf das sehr populäre Vietnamkriegsszenario.

Nachdem die Xbox-Version des Titels schon am 24. September den Goldstatus erreichte, lief nun die PC-Version des Titels in goldige Häfen ein. Somit sollte der Titel pünktlich am 29. Oktober dieses Jahres in den Läden stehen.

Chrome: SpecForce – Nachfolger kommt

Mit Chrome lieferte der polnische Entwickler Techland einen gelungen Ego-Shooter ab. Sowohl grafisch als auch spielerisch konnte der Titel bei der Fachpresse punkten, leider interessierte sich sonst kaum jemand für den Shooter und so blieben zumindest die Verkaufszahlen in Deutschland und weiten Teilen Europas hinter den Erwartungen zurück.

Das die Engine des Titels jedoch selbst heute noch nicht zum alten Eisen gehört, demonstrierte der Entwickler erst vor ein paar Tagen mit der Rallye-Simulation Xpand Rally. Somit dürfte es weniger überraschen, dass für den nun angekündigten zweiten Teil der Serie dieselbe Engine noch einmal verwendet wird, auch wenn sie für ihren zweiten Einsatz noch einmal gehörig aufpoliert werden soll.

Nicht nur bei der Engine greift Techland auf Bewährtes zurück, auch die Handlung der Fortsetzung soll nahtlos an die des Vorgängers anschließen. Mehr Details sind jedoch laut unseren Kollegen von gamershell.com bis jetzt noch nicht über Chrome: SpecForce in Erfahrung zu bringen.

GTA: San Andreas – Deutsche Version wird leicht verändert

Schon die beiden Vorgänger GTA 3 und GTA: Vice City wurden für den deutschen Markt leicht entschärft. Dasselbe Schicksal wird auch wieder GTA: San Andreas treffen. Dies ließ heute Publisher Take 2 in einer Pressemitteilung verlauten.

So strebt man bei Take 2 für den deutschen Markt eine USK-Einstufung „freigegeben ab 16 Jahren“ an. Damit diese auch eingehalten werden kann, wird es in der deutschen Version von GTA: San Andreas nicht mehr möglich sein am Boden liegende Opfer zu treten. Zudem wird eine explizite Darstellung von Kopfschüssen vermieden und das Töten unbeteiligter Passanten wird nicht mehr mit einem kleinen Geldbetrag „belohnt“. Keine Änderung wird es jedoch bei spielrelevanten Inhalten geben. Handlung, Waffenarsenal und der Fuhrpark bleiben gleich, selbst die Darstellung von Blut wird nicht aus dem Spiel entfernt.

Im Endeffekt handelt es sich bei diesen Veränderungen also nur um ein paar für das eigentliche Spiel nicht weiter wichtige Entschärfungen, damit der Titel in Deutschland auch an Personen unter 18 Jahren verkauft werden darf.

GTR – Testet euer Können in Spa

Wem der Name GTR noch nichts sagt, der sollte einmal der offiziellen Homepage zur Rennsimulation aus dem Hause SimBin Development einen Besuch abstatten. Alle anderen sollten schon einmal schnellst möglich ihre Downloadengine anschmeißen, denn heute wurde die erste Demoversion zur neuesten Simulationshoffnung veröffentlicht.

Ursprünglich sollte die Demo ja erst nach dem Release von GTR erscheinen, nun könnt ihr euer fahrerisches Können jedoch schon einmal in Spa auf die Probe stellen. Dabei stehen euch als passender Rennuntersatz sowohl Wagen aus der GT- als auch NGT-Klasse zur Verfügung. Wer von euch hingegen eher auf flotte Arcade-Scharmützel steht, der kann auch beruhigt zur Demoversion greifen, denn neben dem Semi-Pro-Modus ist auch der Arcade-Modus in der Demoversion enthalten, selbstverständlich mit dem gleichen spielerischen Umfang.

Die gut 220 MB große Demoversion findet ihr auf der offiziellen Webseite zum Spiel. Sollten während der Entwicklung keine unerwarteten Komplikationen auftreten, so wird der Titel noch Anfang November in den Regalen der Händler stehen.

Wie NFSU auf Schnee und Matsch

Was macht man als Entwickler, wenn man zwar eine ziemlich coole Grafikengine programmiert hat, daraus jedoch einen Ego-Shooter gebastelt hat, der kein Schwein interessiert? Genau! Man möbelt die Engine dezent auf, schreibt hier und da ein paar Codezeilen dazu und schwupps, schon hat man ein Rallyspiel erschaffen. Exakt diesen Plan mussten wohl auch den Jungs von Techland vor Auge gehabt haben, als sie aus der Engine von Chrome die Rallysimulation Xpand Rally formten. Wie erfolgreich sie dabei waren soll der ausführliche Rebell.at-Test klären…

Gleich zu Beginn müsst ihr euch zwischen dem Acrade- oder Simulations-Modus entscheiden. Letzterer ist selbst für Einsteiger besser geeignet, da hier die extrem hektische und zudem unpräzise Steuerung des Arcade-Modus durch eine ausgeglichene und akkurate Bedienung ersetzt wurde, nur das Schadensmodell ist im Simulations-Modus etwas genauer und empfindlicher, sonst ähneln sich beide Modi wie ein Ei dem anderen. Nun solltet ihr schnurstracks eine Karriere starten, denn ein Einzelrennen macht erst dann wirklich Sinn, wenn ihr auch alle Strecken für diesen Modus frei geschaltet habt. Dasselbe gilt auch für den Multiplayer-Modus.

Euren Boliden steuert ihr sodann über Schnee- , Staub-, Schotter- und Asphaltpisten in den USA, Deutschland und Korea. Über Sieg oder Niederlage entscheiden dabei oft nur ein paar Millisekunden im Kampf gegen die Uhr, denn genauso wie in der Colin McRae Rally-Reihe steht ihr im Karrieremodus nicht im direkten Wettkampf mit euren Mitstreitern, sondern kämpft alleine gegen die Uhr an, lediglich ein Ghost-Fahrzeug zeigt euch dabei die Fahrt des besten Computergegners an. Anders als bei Colin McRae Rally 2005 und passend zur weitbefahrbaren Landschaft gibt es bei Xpand Rally auch Etappen, bei denen ihr die einzelnen Checkpoints nicht auf einer fest abgesteckten Strecke abfahrt sondern euch nur ein Pfeil die Richtung zum nächsten Punkt weist und ihr euch den schnellsten Weg dorthin selber suchen müsst.

Damit ihr die Etappen auch erfolgreich absolviert, solltet ihr euch sowohl im Arcade- als auch im Simulations-Modus mit dem Setup eures Wagens auseinandersetzten. Dieses ist in beiden Modi gleich einfach strukturiert und im Vergleich zun komplexen Richard Burns Rally stark vereinfacht, dabei teilt es sich grob in neun Kategorien wie Bremsbalance, Übersetzung und Lenkung auf. Wer kein Vorwissen mitbringt, welche Auswirkung die einzelnen Punkte haben, dem bleibt nichts anderes übrig als entweder herumzuprobieren oder sich an den wenig informativen Kurzbeschreibungen der einzelnen Punkte im Spiel zu orientieren, eine umfangreiche Dokumentation im 32 Seiten dünnen Handbuch fehlt leider. Was zudem fehlt ist eine Streckenbeschreibung mit der ihr euer Setup schon einmal auf die jeweilige Etappe anpassen könnt, somit bleibt euch nichts weiter übrig als die Etappe erst einmal Probe zu fahren und dann das Setup zu modifizieren.

Solltet ihr dann jedoch die richtige Einstellung gefunden haben und die ersten Rennen ganz oben auf dem Podest beendet haben, so könnt ihr das so gewonnene Preisgeld entweder sparen und in neue Wagen investieren – am Anfang stehen euch nur drei finanzierbare Rennwagen zur Verfügung – oder ihr besucht einmal den Tuner um die Ecke und besorgt euch das ein oder andere nette Tuningteil für euren Flitzer. Gerade dieses dezent aus Need for Speed Underground geklaute Spielelement stellt einen wichtigen Punkt des Karrieremodus dar und motiviert ähnlich wie in EAs Arcade-Racer – auch wenn die Umrüstungen an Karrsserie durch Front- und Heckspoiler keine optischen Auswirkungen haben.

Mag Xpand Rally spielerisch also ein paar Mängel haben, so trumpft das Spiel optisch stark auf. Vor allem die liebevoll gestaltete Streckenlandschaft sucht momentan am PC ihresgleichen.

Da laufen Zuschauer und Rehe über die Fahrbahn, Telefonmasten ziehen an euch vorbei. Nach einer etwas zu schnell gefahrenen Haarnadelkurve findet ihr euch in saftigen, grünen Wiesen wieder auf denen ein paar Blümchen ihr Dasein fristen. Oder man rauscht in einen aus 3D-Bäumen zusammengesetzten Wald.

Bei solchen Ausflügen ins Gestrüpp wird der Rennbolide natürlich dank einem realistischen Schadensmodell, welches sich nicht nur auf das Auto, sondern auch auf den Fahrer auswirkt, passend zerbeult und mit Schlamm, Schnee oder Staub beschmutzt. Nur die mangels Lizenz Originalfahrzeugen nur nachempfundenen Rennwagen sind weniger detailverliebt als beim Konkurrenten aus dem Hause Codemasters. Dafür bekommt die ganze Szenerie durch den dezent eingesetzten Blur-Effekt einen fast schon malerischen Bilderbuch-Charakter.

Auch die Geräuschkulisse überzeugt mit ihrem satten Motorensound und den passenden Anweisungen des Co-Piloten. Letztere wurden unter anderem vom ehemaligen Rallyeweltmeister Peter Diekmann gesprochen. Etwas mau hingegen fällt die zum größten Teil aus unauffälligen House- und Techno-Stücken zusammengesetzte Hintergrundmusik aus. Da hilft es auch recht wenig, dass Rod von Die Ärzte den Titeltrack zum Spiel beigesteuert hat. Zum Glück müsst ihr die Musik nur in den Menüs ertragen.

Zum Schluss noch ein Wort zum Multiplayer-Modus. Dieser sorgt zwar für ein paar unterhaltsame Stunden mit euren Freunden, entweder übers heimische Netzwerk oder das Internet, wird auf die Dauer jedoch schnell eintönig, da ihr nur im direkten Zweikampf oder im aus dem Karrieremodus bekannten Rennen gegen die Uhr antreten könnt. Sonstige Spielmodi sucht man hingegen vergebens.

Bei Xpand Rally handelt es sich um eine gelungene Mixtur aus Colin Mc Rae Rally und Need for Speed Underground. Das realistische und umfangreiche Schadensmodell sowie die glaubwürdige Fahrphysik sorgen für den Realismus, während die Steuerung, der Tuningpart und das einfache aber effektive Setup Xpand Rally klar in Richtung Arcade-Racer gehen lassen.

Rallyefreaks mögen jetzt sicherlich die Nase rümpfen, alle anderen werden mit Xpand Rally bestens bedient. Es macht einfach nur Spaß mit einem PS-Monster durch die mit viel Liebe zum Detail entworfenen Landschaften zu brettern ohne dabei großartig Rücksicht auf optimalen Anbremspunkt und Ideallinie nehmen zu müssen. Wenn ich zudem mein hart erkämpftes Geld in neue Tuningteile oder gleich in ein neues Fahrzeug stecken kann, dann motiviert mich das nicht nur weiterzuspielen, sondern gibt mir immer wieder das Gefühl, etwas geleistet zu haben.

Kurz und knapp: Xpand Rally funktioniert. Da kann auch die ungenaue Steuerung im Arcade-Modus, die eher geringe Streckenauswahl und der unzureichend erklärte Setup-Part nur wenig dran ändern. Und wenn euch doch einmal langweilig wird, so könnt ihr mit dem beiliegendem Editor selber Strecken basteln, wenn der auch recht kompliziert zu handhaben ist.

World Cyber Games – Weltmeister, Deutschland ist

Sie sind beendet… die World Cyber Games des Jahres 2004 sind vorrüber. Schon im voraus machten die Veranstalter bzw. das Austragungsland Schlagzeilen, nachdem sie eine Manschaft nicht einreisen ließen. Doch das ist alles Schnee von gestern. Heute steht fest, wer die begehrten Preise und Medallien gewonnen hat.

Insgesamt gab es etwas mehr als 400.000 US-Dollar zu gewinnen. Es nahmen 650 Spieler aus 59 Ländern am großen Wettkampf in San Francisco teil. Die Siegernation, also das Land mit den meisten Medallien, ist dieses Jahr Holland. Letztes Jahr waren es noch die deutschen, die die E-Sport-Szene beherschten. Nichts desto troz bleibt die E-Sport-Krone aber in Europa.

In einem packenden CS: CZ-Duell gewannen schließlich die Amerikaner gegen die hart kämpfenden Dänen. Für Deutschland gab es eine Medallie in der „Disziplin“ NFSU. Die weiteren Medallien gingen an die Koreaner (StarCraft, Fifa Soccer 2004), zwei weitere an die Niederlande (Project Gotham Racing 2, WarCraft III: Frozen Throne) und eine zusätzliche noch an die USA (Halo).

Wenn ihr mehr wissen wollt, klickt einfach die offizielle Homepage der WCG.