Mythos – Closed Beta in den Startlöchern

Die Jungs von den Flagship Studios sind von der ganz gewitzten Sorte. Um den Netzwerkcode für ihr kommendes Rollenspiel Hellgate: London zu testen, entwickelt man kurzerhand ein eigenes kleines Online-Rollenspiel, was kostenlos zu spielen sein wird.

Mythos startet nun in wenigen Tagen in die Closed Beta-Phase. Der genaue Termin steht zwar noch nicht fest, sobald die Anmeldung jedoch möglich ist informieren wir euch natürlich.

Frogster Interactive – Verlustreiches Geschäftsjahr

Der Markt für konventionelle Offline-Spiele scheint immer schwerer zu werden. Frogster Interactive meldet, dass man im Geschäftsjahr 2006 einen Verlust von 1,6 Millionen Euro eingefahren hat. Das soll hauptsächlich an oben genannten Spielen liegen. In Zukunft möchte man sich nur noch auf die Distribution von Onlinespielen konzentrieren und die Offline-Spiele über eine Tochterfirma vertreiben.

Dungeon Runners – Möge die Monsterhatz beginnen

Das Online-Rollenspiel Dungeon Runners befand sich eine lange Zeit in der offenen Testphase und wurde nun endgültig veröffentlicht und ist für Jedermann spielbar. Dabei macht NCSoft einen Unterschied zwischen dem kostenfreien- und dem bezahlten Spiel. Spieler, die bereits sind eine monatliche Gebühr von 4,99 zu entrichten, haben Zugriff auf alle Items und werden beim Login bevorzugt behandelt.

Der Spielclient kann direkt von der offiziellen Homepage des Spiels heruntergeladen werden und ist knapp 400 Megabyte groß.

World of Warcraft – Krieg den Goldfarmern

Fast jeder World of Warcraft Spieler hat schon die Erfahrung mit lästigem Goldspam gemacht. Die Ingame Nachrichten und Briefe von Goldfarmern nerven die Community seit geraumer Zeit. Nun reagiert Blizzard und will in nächster Zeit verstärkt gegen Goldfarmer in die Schlacht ziehen.

Der Goldservice Peons4Hire wurde nun mit einer Unterlassungsklage erfreut. Weiterhin ist es mit dem neuen Patch 2.1 einfach per Rechtsklick möglich, Spieler als Spammer / Goldfarmer zu markieren.

Die Sims – Mit spannender Story ins Kino?

Die Simulation Die Sims, ihr wisst schon – dieses Electronic Arts-Spiel dessen Add-Ons-Anzahl wohl sogar die Anzahl der Kriegsdienstverweigerer in Deutschland in den Schatten stellt, wird laut der Zeitschrift Variety auf Zelluloid gebannt und in die Kinos kommen.

20th Century Fox hat sich kürzlich die Rechte von EA gesichert. Es steht fest, dass die Umsetzung nicht als Animationsfilm geplant ist, man wird also echte Menschen (Schauspieler) für die äusserst spannende Handlung verwenden.

Johnny Depp (Fluch der Karibik, Dead Man) ist Raumdekorateur, während des Films dekoriert er 25 Mal das Haus um und veranstaltet regelmäßig eine Überschwemmung auf Toilette, damit seine Lebensgefährtin Sarah Michelle Gellar (Buffy, Eiskalte Engel) aufwischen kann. Sie übernimmt die Rolle der zwangsnotorischen Hausfrau welche permanent Parties schmeißt um später mit den Qualen des Aufrämens fertig zu werden.
(Anm. d. R.: Vorangehender Absatz besitzt keine fundierten Quellen und ist höchst spekulativ.)

Helldorado: Conspiracy – Golden Colts

Eine zerklüftete Berglandschaft, grasende Pferde und ein einsamer Cowboy inmitten dieser malerischen Szene. Wer dieses Wild-West-Feeling am eigenen Leibe erleben möchte und nebenbei auf ein wenig Action nicht verzichten will, der könnte sich vielleicht für Helldorado erwärmen.

Helldorado ist quasi der Nachfolger vom Strategiespiel Desperados. Ihr dürft euch aber über zeitgemäße Präsentation freuen. Die Arbeiten am Spiel wurden heute beendet und wenn im Presswerk alles glatt geht, dann steht dem Release am 1. Juni nichts mehr im Wege.

Colin McRae: Dirt – Dreckige Demo

Der neueste Teil der Colin McRae-Spielreihe wird eine etwas andere Richtung einschlagen als zuvorige Teile. Colin McRae: Dirt widmet sich neben dem Rallyesport auch Strecken- und Rundkursrennen. Die kürzlich erschienene Demo lässt euch bereits drei unterschiedliche Spielmodi antesten und beinhaltet drei unterschiedliche Strecken. Bei Gefallen dürft ihr ab dem 15. Juni zuschlagen.

Rayman Raving Rabbids 2 – Exklusiv für Nintendo

Rayman Raving Rabbids sorgte mit den abgedrehten Hasen besonders auf Systemen mit alternativen Steuerungsmethoden für Freude. Ubisoft reagiert darauf und veröffentlicht den zweiten Teil exklusiv für Nintendo Wii und Nintendo DS. Über 60 neue Minispiele warten auf den Spieler, der bereits im Herbst diesen Jahres einer neuen Übermacht der Hasen gegenüberstehen wird.

Loki – Goldstatus

Kampfansage an Diablo und Co: Loki hat den Goldstatus erreicht. Das Action-Rollenspiel ist auf dem Weg in das Presswerk und soll pünktlich am 4. Juni in die Läden kommen. Der Untertitel „Im Bannkreis der Götter“ ist Programm. Götter und Mythen vergangener Zeiten sind das Hauptthema des Spiels. Anders als in beispielsweise Titan Quest soll es auch ein ausuferndes Crafting System geben.

Korea spricht, Welt lauscht, alle jubeln

Wer letztes Wochenende eine richtig gute Party feiern wollte, wäre am besten in Süd Korea gewesen. Denn das alljährliche Blizzard World Wide Invitational fand diesmal im fernen Osten statt. Warum? Sehr wahrscheinlich, weil ganz nebenbei StarCraft 2 offiziell angekündigt wurde. Nun ist es also raus und die ganze PC-Welt freut sich.

Blizzard hat es wieder einmal geschafft, alle in den Bann zu ziehen. Erst ein anderer Plan: StarCraft: Ghost. Die Entwickler waren nicht zufrieden mit dem Produkt und so wurde es in einer relativ späten Phase doch noch eingestampft. Dann kam World of WarCraft dazwischen und alle spekulierten schon auf ein MMORPG im StarCraft-Universum. Doch falsch gedacht. Die gute alte Echtzeitstrategie, das womit der Name Blizzard berühmt geworden ist, ist zurück. Teil 1 ist immer noch ein Riesenhit und in Korea Volkssport.

Nun ein Sequel. Geht das gut? Ändert sich alles? Gibt es so viele Neuerungen, dass man das alte StarCraft nicht mehr wieder erkennt? Oder gibt es einfach nur ein langweiliges Face-Lifting? Fragen, die es zu beantworten gibt.

Blizzard-typisch gab es zunächst für alle ein Render-Video zu bestaunen, in dem ein Terraner-Marine zusammengebaut wurde. Das Cinematic sollte bis jetzt auch jeder gesehen haben, denn eine solch detallierte Sequenz hat die Welt bisher noch nicht bestaunen dürfen. Aber kommen wir zu dem, was wirklich interessiert, zum Spiel. Zuerst einmal: StarCraft 2 ist immernoch StarCraft. Das Design und die Artworks haben sich generell nicht groß geändert. Natürlich ist alles viel detailreicher als beim ’98er Hit. Der zweite Teil ist in der dritten Dimension angekommen. Außerdem konnte man schon extrem geschliffenen Animationen und Effekte in der Demovorführung erkennen. Viele alte, bekannte Einheiten finden wieder ihren Platz. Ob Marines oder die extrem starken Belagerungspanzer der Terraner, sowie die Zealots der Protoss oder die Zerglinge der Zergs – alle sind mit von der Partie. Allerdings gibt es auch einen ganzen Haufen neuer Einheiten, sowie neue Fähigkeiten für die Alten. So kann der Zealot jetzt einen Sprint, der ihn extrem schnell zu seinen Gegnern bringt. Sehr effektiv gegen andere Bodentruppen. Eine weitere grafische und strategische Neuerung ist, dass manche Einheiten auch Klippen, Barrieren oder Abgründe überqueren können. Die Reaper der Terraner besitzen neben zwei Pistolen noch eine Sprungfunktion und die Colossus der Protoss (sehen den Stridern aus WoW ähnlich, nur eben mechanisch), haben lange, schlacksige Beine mit denen sie einfach von Erhöhungen herunter gehen. Dustin Browder, Lead Designer von StarCraft 2, sagt, dass gerade dieses neue Feature mehr Schwung und taktische Tiefe in das Spiel bringen wird.

Ein großes Plus von StarCraft 2 war immer die Ausgewogenheit der einzelnen Rassen. Die basierte auf einem Papier-Stein-Schere Prinzip: Kein Einheitentyp war so stark wie der andere. Diese Asymmetrie machte eine vielfältige Armee notwendig. Schöne Beispiele dafür gab es schon zu sehen. So haben die Marines gegen die schnellen Zealots keine Chance. Diese werden zu dem von den Belagerungspanzern locker zu Boden gestreckt. Panzer haben wiederum keine Chance gegen die neue Einheit der Protoss: die Immortals mit ihrem Schutzschild gegen besonders starke Angriffe. Gegen leichte Attacken wiederum sind sie nicht gut geschützt und so ziehen die Reaper einen Vorteil hieraus mit ihren schwachen, aber schnellen Pistolen. Diese Papier-Stein-Schere-Kette kann nun immer weiter geführt werden. Eine Einmann-Strategie wird also in keinem Fall funktionieren. Blizzard wird hier natürlich das gewohnt perfekte Balancing abverlangt.

Die bisher mächtigste Einheit im Spiel ist wohl das Mutterschiff der Protoss. Aber nicht nur die Stärke ihrer Fähigkeiten beeidruckt, sondern auch die damit verbundenen Effekte. Die Timebomb beispielsweise erlaubt es dem Schiff ein Schild um sich herum zu bilden, in dem alles sich bis zum Stillstand verlangsamt. Schüsse die durch diese Blase fliegen bleiben stehen und die Projektile fallen sogar zu Boden, wenn sich die Bombe auflöst. Noch nicht spektakulär genug? Gut. Der Planetcracker, erinnert etwas an die Waffe der Aliens aus Idependence Day, nur mit noch mehr Strahlen. Die Zerstörung auf dem Schlachtfeld kann sich mit Sicherheit jeder vorstellen. Groß! Aber das ist noch nicht genug. Wir sind uns nicht sicher, ob man damit vielleicht das Raum-Zeit-Kontinuum durcheinander bringt – aber egal. Denn auch ein Schwarzes Loch ist gar kein Problem für das Mutterschiff. Gerade gegen Flugeinheiten ist das wohl die effektivste Waffe, die es jemals in einem RTS gab. Wie ein extrem guter Staubsauger wird einfach alles verschluckt und mit keinem großen Knall schließt es sich dann wieder. Das hämische Grinsen kann man sich da nicht verkneifen.

Das Interface hat sich gegenüber StarCraft auch nicht großartig geändert. Immernoch gibt es in der unteren Bildzeile eine Leiste mit Karte, Einheitenfenster, ein animiertes Bild der angewählten Truppe und den Abschnitt mit den Fähigkeiten. Auch gleich geblieben sind die coolen Sprüche der Einheiten bei der Anwahl. Die Zealots beispielsweise melden sich mit „We are the blades of iron.“ zu Wort. Selbst beim reinen Zusehen fühlt man sich jetzt schon heimisch im neuen StarCraft, hat aber immernoch das Gefühl das gerade etwas völlig neues passiert. In der Demovorführung gab es noch eine Sache, die ebenfalls neu war. Zwischendurch wurden immer wieder kleine Videofenster eingebaut, die einen Commander einer Seite zeigten, der höchstwahrscheinlich (koreanisch gehört leider nicht zu meinen fließenden Fremdsprachen) einen neuen Angriff angesagt hat. Atmosphärisch gefiel das sehr gut, ob dies allerdings im fertigen Spiel auch vorhanden ist, kann man nicht hunderprozentig sagen.

Fest steht: StarCraft erfindet sich nicht neu. Aber warum auch? Das alte Spielprinzip fesselt noch heute Millionen von Spielern an den PC. Und ein WarCraft 3 im neuen Gewand braucht die Welt dann auch nicht. Also kein Rollenspiel-Schnick-Schnack, sondern reine, schnelle Echtzeitstrategie auf höchsten Niveau. Mit taktischer Tiefe, hoffentlich durch sehr gutes Balancing noch unterstützt. Wenn all das zusammen kommt, dann erwartet uns hier der RTS-Kracher schlechthin. Aber wer hätte etwas Anderes erwartet?

Gothic 4 – Kommt, aber nicht von Piranha Bytes

Kontroverse Nachrichten aus dem Hause JoWooD. Der österreichische Publisher hat verkündet, dass Gothic 4 in der Mache ist, gleichzeitig aber die Arbeit mit Piranha Bytes beendet, den bisherigen Entwicklern und geistigen Vätern der deutschen Erfolgsserie. Nun wird mit anderen Studios verhandelt. Das Hauptaugenmerk soll auf einem „sehr hohen Qualitätsstandard“ und einer „abschließend fehlerfreie[n] Programmierung“ liegen. Gerade da hatte Gothic 3 nicht besonders geglänzt. Besonders bemerkenswert: In der heutigen Ankündigung wird nur von Konsolenversionen gesprochen.

Die dazu passende Aussendung der anderen Seite bringt unerfreuliche Informationen. „Piranha Bytes können den von der Community vielfach geäußerten Wünschen nach inhaltlichen Veränderungen im Rahmen eines Patches nicht mehr nachkommen. Es war angedacht, diesen Patch als Nebenprodukt während der Entwicklung eines AddOns oder eines weiteren Teiles (sowohl als Beigabe zu diesen Produkten als auch als free Download) zur Verfügung zu stellen.“ Man wird sich in Bochum künftig wohl neuen Projekten und anderen Partnern widmen.

Was schlussendlich zum Scheitern der Verhandlungen geführt hat, ist unklar.

Indianapolis 500 Legends – Rennspaß für DS und Wii

Das legendäre Indianapolis 500 Rennen hat zumindest in den USA einen hohen Stellenwert. Das Rundkursrennen fasziniert Jahr für Jahr mehrere hunderttausend Fans und zieht enormes öffentliches Interesse auf sich. Man sagt, dass jeder Sieger dieses Rennens zu einer Legende geworden ist.

In Indianapolis 500 Legends darf man in einen Rennwagen von 1960 setzen und versuchen den Legendenstatus zu erreichen. Dabei schlüpft man in die Haut von Fahrern wie Al Unser oder Parnelli Jones. Das Spiel wird in diesem Sommer für Nintendo Wii und Nintendo DS erscheinen.

NZZ – Dossier über Jugend und Gewalt

In der heutigen Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) gibt es auf Seite 29 bis 31 ein Dossier über Jugendliche und Gewalt. Ein äußerst lesenswertes Interview mit einem Erziehungswissenschafter, ein Beitrag über Hooligans in Fußballstadien und ein großer Artikel über den medialen und gesellschaftlichen Umgang mit Computerspielen sind die drei großen Stories. Vor allem letzterer könnte für viele hier interessant sein.

Die NZZ hat hier einmal einen wirklich Sachkundigen zu Wort kommen lassen und eine treffende Analyse zur Verteufelung der Computerspiele geschrieben. Mit der notwendigen Distanz und doch der richtigen Involviertheit zeigt der Autor, was in dieser uralten Debatte immer noch an falschen Argumenten herumschwirrt. Empfehlenswert. Die Qualitätszeitung mit internationalem Format sollte für etwa 2,40€ am Kiosk aufliegen.