Muskelkrampf im Zeigefinger …

Ein riesiger Haufen Blech kreuzt durchs All und in seinem Inneren ist die Hölle los. Das Schiff diente mal einer Art Herrenrasse, die damit Zivilisationen ‚eingesaugt‘ haben um sich mit den netten Dingern, die da so rumlaufen, ein wenig zu amüsieren. Jetzt liegt es brach. Und ich bin auch da drin. Was soll ich bloss machen?

Zuerst wähle ich einen Charakter aus dem futuristisch anmutendem Menü um die Welt von Harbinger betreten zu können. Zur Auswahl stehen ein Mensch, ein ‚Gladiator‘ und eine Culibine (leider weiss ich die genaue Bezeichnung in der Deutschen Version nicht). Der Mensch ist ein typischer Mischcharakter, der mit Nah- und Fernkampfwaffen gleichermassen gut umgehen kann. Der Gladiator ist ein riesiger Roboter, der sehr starke Nahkampfqualitäten hat und die Culibine ist ein mystisches außerirdisches Wesen, welches mit allerlei seltsamen Gerätschaften für den Fernkampf am besten geeignet ist.

Ich lande auf einem kleinen Außenposten am Schiff der von einem menschlichem Forscher names Torvus und einem seltsam anmutendem Roboter namens Ona bevölkert ist. Beide sind daran interessiert, mich als Auftragskiller auf die restliche Schiffsbevölkerung loszulassen um ein paar Sachen für sie zu besorgen. Natürlich braucht man ein wenig Geld zum Überleben und eine andere Möglichkeit sich was zu verdienen gibt’s auf dem Schiff offensichtlich nicht. Also akzeptiere ich die traurige Lage und mache mich auf den Weg um die 100 Levels von Harbinger etwas aufzumischen.

Nun beginnt ein sich ständig wiederholendes Schema. Man betritt ein Level, räumt sämtliche Gegner mittels Fern- oder Nahkampf aus dem Weg und sammelt Gegenstände. Natürlich gibts auch noch eine kleine Story im Spiel, die allerdings eher als seicht anzusehen ist. Klingt langweilig, ist es aber nicht. Ähnlich wie bei Diablo II macht sich ein enormer Suchtfaktor breit. Nur noch ein Level steigern und noch ein wenig durch die Levels streifen, vielleicht findet sich ja etwas Nützliches. Plötzlich ist es drei Uhr morgens, und man wundert sich wo die Zeit geblieben ist. Dabei hat Harbinger auf den ersten Blick eigendlich nichts zu bieten. Die Grafik ist für heutige Standards unter jeder Kritik, die Sounds sind gerademal ausreichend und die Musik ist meistens nicht mehr als ein düsteres Brummen …

Technisch gesehen ist Harbinger einer der schlechtesten Titel des Jahres und ich wage zu behaupten, das die Grafik (bei 800×600) sogar etwas schlechter aussieht als bei Blizzard’s Action-RPG Diablo II, weil es sich meistens einfach nur düster und grau präsentiert. Allerdings hat man dank fortgeschrittener ‚Grafikengine‘ hier sogar die Möglichkeit auf 1024×768 zu spielen! Ein ebenfalls sehr trauriger Fakt ist, dass es keinen Multiplayer-Part gibt. Und das wo solche Spiele doch geradezu danach schreien, im Co-Op Modus gespielt zu werden.

Als ich diesen Review geschrieben habe, wollte ich auch mal wissen, was unsere Mitbewerber von Harbinger halten und siehe da: meistens wurde es von den Reviewern vernichtet und als mieser Klon angeprangert. Nun, Harbinger ist ein eindeutiger D2 Klon, möglicherweise schon dermaßen eindeutig, dass sich Dreamcatcher eine Urheberrechtsverletzungsklage von Blizzard einfängt. ;-) Ein grafischer Rückstand und viele weitere Mängel fallen sofort auf. Sogar das Intro ist nicht gut, da es vom Spiel wenig bis garnichts aussagt und völlig deplaziert wirkt.

Ich weiss ja nicht wie es euch ging, als ihr Blizzards’s Kult-Action-RPG durchgespielt hattet, aber ich wollte mehr. Leider gab es dafür nur Dungeon Siege, welches in meinen Augen schlecht war. Die lächerlichen Versuche, alles mit 3D Grafik aufzumotzen ohne Rücksicht auf Verluste haben mich seit jeher geärgert. Nachdem uns Dreamcatcher aber jetzt eine Ersatzbefriedigung geliefert hat, dürfen wir uns wieder die Hände wund und die Mäuse kaputtklicken.

Jeder der mit Diablo II was anfangen konnte, wird mit Harbinger auch seine Freude haben. Alle anderen sollten vor dem Kauf die Demoversion spielen.

Sega attackiert den EA’schen Sportthron

Bringt euer Lieblingsteam bis an die Spitze in packenden Meisterschaften und liefert den Fans ein atemberaubendes Match – mit vielen Tricks und Einlagen, die alle staunen lassen. Nach diesem Motto sollte man dieses Spiel beginnen. Wie eigentlich jedes Jahr kam ein NBA-Basketballspiel heraus und so ziemlich jedes Jahr erwartet uns das Gleiche – mit Ausnahme von einigen Änderungen, die jedes Mal vorgenommen werden. Jetzt versucht sich SEGA als EA-Konkurrent. Gelingt der Angriff auf den Basketballthron?

Diesmal hat SEGA SPORTS ein wirklich gutes und vor allem spannendes Spiel auf den Markt gebracht. Besonders die Offensiveangriffe wurden mit atemberaubenden Dunks und präzisen 3-Punktewürfen realistisch integriert und auch die Verteidigung ist mit Blocks und Steals gut ins Spiel eingebaut. Ihr könnt natürlich jedes Match in verschiedenen Kameraperspektiven betrachten und vor jedem Spiel bestimmte Feinabstimmung eurer Wahl bei den Spieloptionen einstellen, doch das ist ganz euch überlassen. In eurer Hand liegt, ob ihr ein realistisches Match, mit allen NBA- Regeln, oder einfach zum Spaß einmal alle Regeln vergesst und ohne Out etc. spielt.

Wie jedes ordentliche Basketballgame ist NBA 2K3 mit coolen, verwirrenden und variantenreichen Tricks und Dribblings versehen worden. Jeder Spieler hat bestimmte Dunks drauf, je nach seiner Körpergröße und keinem mangelt es an Einsatz, wenn es ums Ganze geht. Das sieht man bereits, wenn sie verlorenen geglaubten Bällen ins Out nachjagen.

Die Grafik ist eigentlich nicht schlecht, wenn man die Bugs außer Acht lässt. Die Spieler sehen ziemlich realistisch aus und die Bewegungen sind besonders bei spektakulären Dribblings atemberaubend. Und auch Hintergrunddetails wie die Zuseher werden akzeptabel dargestellt. Im Vergleich zur EA Sports-Konkurrenz hinkt die Grafik leicht nach.

Auch einige Bugs sind uns aufgefallen. Einer der hoffentlich nicht oft vorkommt war folgender: Als ich einen Wurf machte, den der Gegner dann sauber in den eigenen Korb dunkte, wurden ihm ganze drei Punkte zugesprochen, die eigentlich mir gehörten. Das war zwar eine Ausnahme, aber sollte doch nicht vorkommen.

Die Steuerung ist hingegen wirklich sehr gut gelungen. Die Bedienung ist schnell erlernt und geht leicht von der Hand. Für offensive Bewegungen sorgen ein Dribble-Button, sowie der Wurf- und gleichzeitig Dunk-Button. Für die Defensive wurden Steal und Blocksprung integriert, wobei die Defensivearbeit wesentlich schwerer und anspruchsvoller, als die der Offensive ist. Aber das ist ja auch im echten Basketball so, sonst würde den Fans zu wenige Körbe gezeigt. Spielt damit die Verteidiger schwindlig oder macht die gegnerischen Angriffe zunichte und macht dadurch das Spiel attraktiver.

Leider ist die KI der Spieler teilweise nicht sehr genial. Beispiel: Die Spieler machen auf Knopfdruck auch wenn sie an der Outlinie stehen Tricks, mit welchen sie ins Out dribbeln. Die gegnerische KI ist jedoch ganz in Ordnung. Die CPU-Gegner lassen die Zeit herunterspielen, werfen 3- Punktewürfe, wenn 2- Punktewürfe nicht mehr für einen Sieg reichen und so weiter.

Ein besonders gelungener Punkt ist der Multiplayermodus, denn da kann man sich wirklich packende und spannende Duelle liefern. Hier kommt es wirklich auf jeden Punkt an und es kann knapp zugehen. Dort kann man sein Können unter Beweis stellen und herausfinden, wer der bessere Basketballspieler ist. Wer ist der Verteidigungskünstler? Wer hat offensiv mehr drauf? – Oder ihr spielt zusammen in einem Team und macht den Computergegner, welcher übrigens drei verschieden einstellbare Stärken hat, mit perfekter Teamarbeit fertig.

Die Zuschauer feuern ihre Mannschaft lautstark an und verschaffen dem Spiel damit eine spannungsgeladene Atmosphäre. In den kurzen Spielunterbrechungen wird auch noch Musik eingespielt, um das Spiel interessanter zu machen. Aber es kommt eigentlich nichts besonderes in Sachen Sound vor.

Zum Spaß gibt es da auch noch Streetballmodus. Auf der Straße, ohne großes Aufsehen zu erregen, spielen vier bis zehn Basketballer, bis eines der Teams eine bestimmte Punkteanzahl erreicht hat. Hier kommt es auf besondere Verteidigungskunst an und ein guter Spieler kann oft schon das Spiel entscheiden. Je ein Wurf zählt einen Punkt und so kann man ein schnelles Spiel auf der virtuellen Straße veranstalten.

Ein gutes Spiel mit viel Spannung, besonders im Multiplayermodus. Mein erster Eindruck vom Gameplay war nicht sehr gut, aber das lag nur daran, dass die Spielgeschwindigkeit auf „Normal“ noch zu langsam ist. Nach der Umstellung auf „Fast“ gefiel es mir gleich viel besser. Und auch mit der Grafik war ich ziemlich zufrieden. Die coolen Dunks und Dribblings versetzen einen immer wieder in eine Spiellaune. Wären da nicht die Bugs, wie zum Beispiel, dass die Spieler abwechselnd Probleme beim Aufheben des Balles haben (und das kann bis zu 20 Sekunden dauern), dann wäre es ein noch viel besseres Spiel. Doch Gott sei dank kommen diese nicht allzu oft vor. NBA 2K3 ist es also durchaus wert gekauft zu werden.

Star Wars: KotOR – Trailer

Ein nagelneuer Trailer zu Star Wars: Knights of the Old Republic zeigt Fans seit kurzem, was man sich von dem BioWare-Rollenspiel in George Lucas‘ „Krieg der Sterne“-Universum erwarten darf. Der Download ist auf der offiziellen Seite zum Spiel zu finden. Zum Abspielen wird der Quicktime-Player in seiner sechsten Fassung benötigt.

Combat Mission: Beyond Overlord – Special

CDV’s Combat Mission: Beyond Overlord ist nun auch in einer Special Edition für den PC verfügbar und ab sofort im Handel erhältlich. Combat Missions ist eine Mischung aus rundenbasierender und echtzeit Strategie. Ihr übernehmt entweder die Rolle eines Deutschen oder Allierten Befehlshabers und könnt Schlachten an der Westfront für euch entscheiden.

Folgende Features erwarten euch in der Special Edition:

– verbesserte Umgebung
– über 125 Fahrzeuge
– sechs verschiedene Streitmächte
– die Soldaten sprechen ihre eigene Muttersprache
– über 150 Szenarien

NwN: Hordes of the Underdark – Angekündigt

Gerade ist das erste Add-On zu NwN Gold, schon dürfen wir – fast im selben Atemzug – das nächste ankündigen.

Das 2. Expansion Pack zu Neverwinter Nights (Bioware Codename XP2) wurde nun offiziell von der Leine gelassen. Hordes of the Underdark, so der Name der kommenden Erweiterung, soll noch dieses Jahr in den Läden stehen.

Nähere Infos stehen uns zum Zeitpunkt leider nicht zur Verfügung – wir halten euch aber in jedem Fall auf dem Laufenden.

NwN: Shadows of Undrentide – Gold!

Wie so eben von Bioware verkündet ist Neverwinter Nights: Shadows of Undrentide – das erste Expansion Pack zum Kult-RPG im Baldur’s Gate Universium – Gold.

Mit dabei sind neben 50 neuen Zaubern auch 16 neue Gegner, 3 Umgebungs Tilesets, 5 Sub-Charakterklassen und eine 20 bis 30-stündige Hauptstoryline.

In spätestens 2 Wochen soll die Erweiterung in den Läden stehen

Actiongames – Gut für die Reaktion?

Wir haben’s schon immer gewusst: Actionspiele sind nicht so schlecht für uns, sie machen nicht gewalttätig und gesellschaftsfremd schon gar nicht. In der University of Rochester im US-Bundesstaat New York hat man dies in einer Studie nun (hoffentlich endgültig) bewiesen.

10 Tage lang hat man eine Gruppe von Nicht-Gamern vor ein Action Spiel gesetzt – eine Vergleichsgruppe durfte hingegen Tetris zocken – das Resultat ist klar: schon nach kurzer Zeit konnte man eine Verbesserung der Aufnahme- und Verarbeitungsfähigkeit von optischen Reizen feststellen.

Noch besser sind diese natürlich bei extremen Suchthaufen (wie zB uns Rebellen) ausgebildet – wir trainieren schon seit Jahren …

WC3: Frozen Throne – Gold!

Am 1. Juli ist es soweit und unser Strategiespiel des Jahres 2002 bekommt ein Zusatzpaket spendiert. Blizzard erfüllt die Fanherzen an diesem Tag mit Freude und veröffentlich WarCraft 3: The Frozen Throne. Das Addon wird weltweit zum selben Termin ausgeliefert. Die Startauflage von 2,5 Millionen Stück scheint wie schon beim Hauptprogramm, das sich insgesamt über 3 Millionen Mal verkauft hat, sehr hoch gegriffen.

Wolfenstein – Enemy Territory Released

Wolfenstein: Enemy Territory war ursprünglich als Retail-Upgrade für Return to Castle Wolfenstein geplant – jetzt aber gibt’s das Game als 100%ig kostenlosen Download.

Genau wie RtCW ist auch Enemy Territory ein klassenbasierendes Multiplayer-Spektakel. Komplett mit 6 Maps steht der 256 MB grosse Download ab heute zB bei ShackNews bereit. Nähere Infos finden sich ebenfalls dort.

Jagged Alliance 3 – Kommt das Spiel?

In einem Interview mit RPGDot hat Robert Sirotek die Chancen für ein neues Jagged Alliance als exzellent bezeichnet. Leider gibt es keine weiteren Informationen. Das Gespräch dreht sich eigentlich eher um die vermeintliche Schließung von SirTech. Das Unternehmen existiert laut Sirotek aber noch.

Auch Wizardry 8 wird wahrscheinlich einen Nachfolger erhalten. Die Uralt-Rollenspielserie dürfte also weitergehen.

3DO – Der Pleitegeier klopft an …

Der krisengeschüttelte Publisher 3DO (Heroes of Might and Magic) hat am Mittwoch Insolvenz angemeldet. Einen Tag später, also gestern, waren die Aktien bereits um fast 65% gefallen.

Mitte Mai hatte man sich bereits auf die Suche nach einem potentiellen Käufer gemacht – wie so oft tritt auch hier Electronic Arts ins Spiel. Trip Hawkins, der CEO von 3DO, war seinerzeit Mitbegründer von EA, somit ist dies nachvollziehbar.

Ob wir ein weiteres Heroes of Might and Magic erwarten dürfen, bleibt abzuwarten – aber wie schon so oft hat sich gezeigt, dass gute Spiele auf der Strecke bleiben (siehe Wing Commander) …

Computex 2003 – Neuer Termin

Wegen der kürzlich in Ostasien ausgebrochenen SARS Epidemie wurde eine der wichtigsten IT-Messen auf unbestimmte Zeit verschoben.

Nun steht ein neuer Termin für das Mekka der Computerindustrie fest: vom 22. bis zum 26. September soll die Messe (dieses Jahr zum 23. Mal) stattfinden.

Gastgeber sind wie jedes Jahr die TCA (Taipei Computer Association) und das CETRA (China External Trade Development Council).