Stoked Rider: Alaska Alien – Dev Diary #2

Auf dem unaufhaltsamen Weg zum Release gibt es wieder was neues vom Freestyle-Snowboarder Stoked Rider: Alaska Alien. Es handelt sich dabei um ein Diary der Developer Bongfish, die Jungtalent Manu bei ihren ersten Schritten mit dem Spiel gefilmt haben.

Nach kurzer Einarbeitungszeit ist sie begeistert vom Spielgefühl und freut sich auf weitere Abfahrten. Das Diary beinhaltet neben Interview- natürlich auch noch Ingame-Szenen:

Gratulation an Politik, BILD und SpOn

Nach dem Amoklauf von Emsdetten und dem vier Jahre zuvor in Erfurt, ist nun ein weiterer deutscher Fall von realer Gewalt in Verbindung mit Computerspielen bekannt geworden.

Und weil ja selbst unsere Qualitätszeitungen Spiegel Online glauben und von dort ihre Geschichten übernehmen, dürfen wir das wohl auch. Ein 18-Jähriger aus Baden-Württemberg hatte vor wenigen Tagen bei einer Partie Counter-Strike angekündigt, am heutigen Nikolaustag seine Schule zu überfallen. Zwei Mitspieler, die ihn aber nur von dieser Online-Begegnung kannten, haben daraufhin gezeigt, dass Spieler im Gegensatz zu Medien und gewissen Politikern durchaus lernfähig sind. Sie haben die Drohung ernstgenommen und der Schulleitung gemeldet. Daraufhin wurde die Polizei in Alarmbereitschaft gesetzt.

Heute wurde in Baden Württemberg ein 18-jähriger tot in einem Waldstück gefunden. Es handelt sich vermutlich um den Amok-Ankünder, der sich laut aktuellen Berichten mit einer Waffe aus dem Zweiten Weltkrieg erschossen hat, die sein Großvater der Familie vererbt hat. Ob diese Tat vielleicht sogar nur aus Verzweiflung geschah, weil er durch seine Ankündigung solche Reaktionen hervorgerufen hatte? Oder war der seit gestern Nachmittag verschwundene Schüler wirklich auf dem Weg, um seine Schule heimzusuchen? Der antwortende Gedanke sollte euch selbst überlassen bleiben.

Mein erster Gedanke war sowieso ein anderer. Gratulationen an die Medien und gewisse Politiker. Die Hysterie und unverantwortlich undifferenzierte Berichterstattung der letzten Wochen, sowie das permanente Schlechtmachen der Jugend in den letzten Jahren, insbesondere nach den PISA-Ergebnissen, haben es geschafft, dass sich nun bereits die ersten Nachahmungstäter hervortun. Ihr habt eine selbsterfüllende Prophezeihung erschaffen. Keines der wahren Probleme wurde aufgegriffen. Selbst nach der zweiten Entgleisung eines jugendlichen, sozialen Problemfalls nicht. Aber über weltfremde Spieleverbote wurde dafür von weltfremden Politikern schon diskutiert.

Es ist Zeit, die wahren Schuldigen zu identifizieren, und auch einige andere Vermutungen auszusprechen. Und ich habe aus verständlichen Gründen im Moment keine Lust, mich dabei von scharfer Polemik fernzuhalten: Nicht Counter-Strike, sondern einige Medien und Politiker haben diesen jungen Menschen auf dem Gewissen, der da heute im Wald gefunden wurde. Vielleicht hätte es ohne die Hilfe zweier aufmerksamer CS-Spieler sogar noch mehr Leute getroffen. Dies, liebe Populisten, ist euer Werk. Noch einmal: Glückwunsch.

Crysis – Kommt später

Unsere aktuelle Kolumne beschwert sich bereits lautstark über den gnadenlosen Hype, den Crysis schon über eine geraume Zeit erfährt. Jetzt wird das Ganze vermutlich noch länger dauern, denn das Spiel wurde kürzlich verschoben.

In einem offenen Brief an die Community wir die Verschiebung erklärt. Man hat sich bei Crytek wohl gewaltig verschätzt, einige Teile des Spiels sollen wohl deutlich mehr Entwicklungszeit verschlingen, als bisher angenommen.

Man möchte das Spiel vor allem auch auf leistungsschwächeren Rechnern zum Laufen kriegen und werkelt nun auch verstärkt am Multiplayer-Modus. Ein neues Release-Zeitfenster wollte noch nicht genannt werden.

Medialog e.V. – Protest gegen Computerspiel-Verbote

Die schrecklichen Ereignisse der letzten Zeit, 2002 die Morde in Erfurft und kürzlich das Schulmassaker in Emsdetten, haben eine Welle breiter Ablehnung gegen so genannte „Killerspiele“ losgetreten. Jeder, der sich nicht auskennt und wenig Ahnung über vorherrschende Sachverhalte hat, schließt sich natürlich gerne an, denn die Computerspiele sind ein willkommener Boxsack, auf den es nun einzuhauen gilt. Das Ziel ist klar: Schnellstmöglich einen einfachen schuldigen für diese Taten zu finden. Kaum einer macht sich die Mühe, hinter diese verblendete Fassade zu schauen.

Der Verein Medialog e.V. – Verein zur Förderung von Medienkompetenz beobachtet nun mit Sorge die abermals aufflammende Diskussion und sieht Handlungsbedarf. Bereits in der Vergangenheit hat sich dieser Verein für wieder für eine sachgerechte Auseinandersetzung mit neuen wie alten Medien stark gemacht. Deshalb hat man am 30.11.2006 eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, die für sachgerechte Auseinandersetzung- und gegen eine pauschalisierte Verbotswelle gegen Spiele wirbt.

Pierre Kretschmer, der Vorstandsvorsitzende von Medialog e.V. meint dazu: „Setzt man sich mit den bekannten Fakten zum Emsdetter Fall auseinander“, so stellt man schnell fest, dass mit einem ‚Verbot von Killerspielen‘ niemandem geholfen ist und eine sachliche Auseinandersetzung mit den Hintergründen des Falles eher verhindert wird. Es ist besorgniserregend, wie schnell Politiker und bekannte Kritiker von Computerspielen reagiert und die tragischen Ereignisse für ihre Zwecke instrumentalisiert haben.“

Civilization – Bald auch auf dem DS?

Wie Civilization-Macher Sid Meier den amerikanischen Kollegen von Gamesport mitteilte, ist vielleicht schon bald mit einer Version dieses Spiels für den Nintendo DS zu rechnen. Unter anderem sagt er, dass man gerade in der Planungsphase stecke und ausprobiere, ob ein vollwertiges Civilization auf dem Handheld möglich wäre. Hier das Zitat von Sid:

If we can deliver a fun experience to the players on the DS, then we’ll do it. We’re still in the exploratory mode. I think the latest consoles have the processing power to deliver fun experiences with the bigger strategy games.”

Depths of Peril – Die Barbaren kommen

Action Role Playing Games setzten bisher eher auf Ein-Mann-Armeen. Das Indie-Entwicklerteam Soldak Entertainment will das ändern.

Als Anführer einer Barbarengruppe zieht man aus, um seine Heimatstadt zu schützen und sich als Anführer der barbarischen Horde zu behaupten. Mittels Quests werden Gegenstände für die eigene Fraktion erbeutet und massenhaft Monster geschlachtet, um seinen Platz in der Geschichtsschreibung der Welt zu sichern.

Untypisch für Barbaren, aber spielerisch interessant, klingt die Notwendigkeit, Handlungen zu überdenken und strategisch zu agieren. Denn wer alles platt walzt, ohne auf diplomatische Beziehungen der Völker und Stämme zu achten, findet sich schnell ohne Verbündete und somit als Orkfutter wieder.

Anfang 2007, aber frühestens wenn das Spiel wirklich fertig ist, soll Depths of Peril erscheinen.

WarPath – Neuer Releasetermin

Der Shooter von Digital Extremes schien bereits komplett von der Bildfläche verschwunden zu sein, bis uns heute eine Pressemitteilung mit erfreulicher Nachricht erreicht. Demnach wird das Spiel im ersten Quartal 2007 unter Führung von Lighthouse Interactive erscheinen.

Neben einen umfangreichen Singleplayer-Modus, in dem sich drei unterschiedliche Rassen kriegerisch um die Herrschaft auf der Erde bewerben, wird es einen Multiplayer-Modus für bis zu 16 Spielern und 25 Karten geben. Wenn sich der Releasetermin konkretisiert, geben wir selbstverständlich Bescheid.

Von Eichhörnchen und Immersion

Ihr kennt das: ihr seid gerade im Wald und gemütlich hinter einem Busch damit beschäftigt, das gestrige Mittagessen wieder aus dem Verdauungstrakt zu befördern aber es sind keine Eichhörnchen mehr zum Abwischen da!

Das ist wohl einer der Gründe, warum man in Crysis, dem geistigen Nachfolger von FarCry, niemals einen Guerilla auf frischer "Tat" ertappen wird. Worauf ich hinaus will? Ganz einfach: überall wird man von Marketinggewäsch eingelullt. Crytek entwickelt im Auftrag von Electronic Arts das realistischste Spiel überhaupt. Jedes Blatt und jeder Ast wird absolut realitätsgetreu dargestellt – man kann sogar den Schweiß beobachten, wie er aus den Hautporen kriecht. Versteht mich nicht falsch, ich mochte FarCry und ich bin auch echt beeindruckt von bisher veröffentlichen Bild und Filmaterial zu Crysis aber man sollte sich davon nicht blenden lassen – und die Fachpresse lässt sich leider allzuoft von einem Grafikblender die Sicht trüben.

Nehmen wir als Beispiel Doom 3, der Grafikbringer schlechthin und weiss der Teufel aus wievielen Polygonen jedes 3D-Model besteht aber mal ehrlich: selbst mit maximaler Detailstufe sieht das Spiel grottig aus. Auch bei der ominösen du brauchst 512 MB Grafikspeicher-Einstellung sind die Texturen denoch verwaschen und wenn man näher an irgendwelche Objekte rangeht siehts noch schlimmer aus als in manch älterem Spiel.

FarCry hingegen war bereis etwa sechs Monate früher zu haben als Doom 3 und konnte mich visuell vollends überzeugen – ok auch bei FarCry hat man von vorne herein einen kleinen Hype produziert, aber es hat niemand dermaßen übertrieben wie bei Doom 3. Es gibt nur wenige Titel bei denen Hypes klappen: Half-Life 2 z.B. aber da gabs wie wir alle wissen wieder andere Probleme – egal jedenfalls hat das Endergebnis gestimmt und ich weiche schon wieder vom Thema ab…

Zurück zu der Sache mit den Eichhörnchen – das Stichwort ist "Immersion" und es war von Anfang an das Ziel des First-Person-Shooter-Genres einen hohen Grad an Immersion zu erreichen. Alleine die Perspektive aus der man die Spielwelt betrachet, ist schon die halbe Miete – was ist also naheliegender als dann den Rest noch mit schöner Grafik zu verblenden? Das Problem dabei ist, dass die Sache schnell langweilig wird – viele Spiele haben gezeigt, dass die technischen Möglichkeiten mittlerweile breit gefächert sind und bieten immer wieder recht gute Ansätze in verschiedene Richtungen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich gerne Rollenspiele spiele – nein, ihr Ferkel ich denke in Richtung Baldur’s Gate oder dessen Nachfolger – da wird ein hoher Grad Immersion durch die Dichte der Geschichte erreicht. Und obwohl es für die Handlung keinen Unterschied macht, gibts in den Städten und Dörfern an so mancher Ecke eine Ratte oder ein Hühnchen und im Wald trifft man auf Eichhörnchen – und das macht für mich enorm viel aus, weil es die Welt glaubwürdiger macht (obwohl es zugegeben etwas unrealistisch ist, dass ein Eichhörnchen still sitzen bleibt, wenn ein mit Feuerbällen um sich schleudernder Magier vorbeistapft).

Also zurück zu Crysis: das Bildmaterial ist beeindruckend, aber das macht ein Spiel nicht aus – aus diesem Grund finde ich es anmaßend, wenn alle Welt dieses noch nicht veröffentlichte Spiel in den Himmel lobt. Ich bilde mir vor Erscheinen erst einen Eindruck, wenn ich eine Demo oder eine Preview-Version in Händen habe – was nutzt die beste Grafik wenn die Spielwelt nicht glaubwürdig ist?

Ich hoffe Crytek vergisst nicht, dass zu einem Spiel mehr gehört als nur gute (zugegeben wirklich sehr beeindruckende) Grafik, denn die Verantwortlichen bei Electronic Arts scheinen dieses wichtige Faktum zu gerne verdrängen zu wollen.

Archlord – Goes free to play

Das erst kürzlich veröffentlichte MMORPG Archlord scheint wohl genügend Bedarf zur Umgestaltung zu bieten. So wurde schon nach kürzerer Betaphase das Zahlungssystem überdacht. Nun steigt man sogar komplett auf kostenlosen Spielbetrieb um. Ihr müsst euch also lediglich das Spiel im Laden kaufen und könnt es dann, unbelastet von monatlichen Gebühren, spielen.

Auto Assault – Drittes Großupdate

Das MMORPG Auto Assault wartet mit einem erfrischenden Setting und viel Freiraum auf, konnte aber durch einiger Startschwierigkeiten und Sand im Getriebe nur 5 Punkte im Test abstauben. Die Entwickler arbeiten jedoch emsig daran, die Missstände aus der Welt zu schaffen.

Das dritte große Contentupdate ist nun auf dei Server gespielt worden. Das Außenposten-PvP wurde komplett überarbeitet, ebenso wie das Levelbalancing. Neue Monster, Bosse, Instanzen und eine Ground-Zero Superboss Instanz sind ebenfalls mit von der Partie.

Alpha Prime – Testballerei

Der kommende Doom 3-Clone Alpha Prime ist inzwischen in einer 450 Megebyte großen Demo erschienen. Zwar ist jeglicher Bildschirmtext in tschechisch, die Sprachausgabe ist netterweise jedoch in Englisch gehalten. Ein Release in Europa ist fest eingeplant, ein Termin für die Veröffentlichung steht jedenfalls noch aus.

FlatOut 2 – Demo-lition

Reichlich verspätet trifft endlich die Demo von FlatOut 2 ein. Satte 500 Megabyte bringt der Download auf die Waage und beinhaltet immerhin vier Strecken und drei Karren. Inzwischen ist das Spiel zwar schon etwas älter, grafisch ordentlich aufgewertet erfüllte das Game jedoch die Erwartungen und gibt immer noch einen prima Funracer ab.