Dark Souls 3

Dark Souls 3 für totale n00bs

Dark Souls 3 ist ein schweres Spiel, soweit dürfte jeder informiert sein. Was viele Fans der Serie aber vergessen haben ist, wie sich das anfühlt, wenn man ganz neu dazu kommt. Und da kommen wir ins Spiel, denn wie es der Zufall will, hat noch niemand aus der Crew je zuvor ein Souls-Spiel gespielt. Wie ist Darks Souls 3 für totale n00bs? Lohnt sich das überhaupt? Hat man da eine Chance? Unser Podcast klärt das für euch auf. Wenn DS-Pros über Neulinge lachen wollen, ist die Folge sicher auch was für sie, ansonsten behauptet nachher aber nicht, dass wir euch nicht gewarnt hätten.

Shownotes

  • Tom spricht in der Folge über dieses Dark Souls 3Let’s Play von Mr. Odd
  • Hinterlasst uns doch bitte eine nette Bewertung auf iTunes (dort könnt ihr uns auch abonnieren)
  • Diesmal mit dabei:

    avatar Tom Schaffer
    avatar Georg "Schurl" Pichler
    avatar Daniel Koller
    avatar Georg Mahr

    Soundcredits: Intro & Outro by ozzed.net – CC-BY-SA 3.0

    • Flo

      Schön, dass ihr euch dem Thema Dark Souls angenommen habt. Ich muss aber feststellen, dass ihr doch ziemlich viel (auf gut Österreichisch) gsudert habts. Dazu vielleicht eine kleine Geschichte aus meinem Leben als Gamer:

      Ich erinner mich gerne zurück an die Zeiten, wo ich mich fanatisch auf Spiele gefreut hab, wo ich schon wochen- und monatelang in diversen Printmedien Artikel gelesen habe, meist sogar drei- bis viermal. Die Spiele hab ich mir bei Libro (!) vorbestellt und schon versucht am Tag davor mein Exemplar abzuholen. Während das Spiel auf meinem PC installiert hat, bin ich mit Vorfreude das beigelegte Booklet durchgegangen, darin standen oft Informationen zu Geschichte und Steuerung. Obwohl schon damals, die Spiele einen durch Tutorials geführt haben, konnte man die grundlegenden Bedienkonzepte oft aus dem beigelegten Textstücken extrahieren. Man wusste aus den Medien wie sich ein Spiel spielen würde und was man zu erwarten hatte. Das alles in Zeiten, in denen es noch keine riesen Communities im Internet gab, mit denen man die Spiele besprochen hat. Während des Spielens ist man von selber immer wieder auf Kleinigkeiten drauf gekommen, und man hat sich gefreut.
      Dann kamen die Jahre, in denen die Spieler an die Hand genommen und entmündigt wurden. Wie von Tom im Podcast angesprochen, spielte es keine Wahl welchen Charakter man sich ausgewählt hat, es machte keinen Unterschied ob man sich durch Schleichspiele durchgeballert hat wie Rambo, oder ob man als Stratege aggressiv oder passiv vorging. So oder so, die Spiele waren ausgelegt den Spieler (fast) immer zu belohnen.
      Und dann kam da Dark Souls (und wohl Demon Souls davor). Auch ich hab mich an Dark Souls 1 versucht, war genauso frustriert wie ihr euch im Podcast angehört habt. Ich wollte nicht lesen, ich wollte mich nicht informieren. Ich wollte spielen, Gegner kloppen, der größte Held sein den Dark Souls jemals gesehen hat. Aber ich war wohl der kleinste Wurm im Dark Souls Universum. Frustriert hab ich das Spiel von der Platte geschmissen und lange Zeit nicht mehr angesehen.
      Ein paar Jahre später – nun stolzer Playstation 4 Besitzer – hab ich mir Bloodborne angelächelt und mit dem Alter kommt anscheinend doch ein Funken Weisheit. Die BloodSouls-Community ist riesig, kaum eine Information die man nicht im Netz findet, wenn man will wird einem alles vorgekaut, man muss nur den Browser öffnen und die Suchmaschine richtig bedienen. Fast so wie früher (nur halt digital). Selten habe ich ein Spiel gespielt, dass mich so sehr in den Bann gezogen hat. Tausendmal gestorben, tausendmal geflucht, aber mindestens so oft auch gefreut, und wenns nur eine neue Mechanik ist, die ich entdeckt hab. Selbst wenn die Spiele von “From Software” schwer sind, sie sind niemals unfair. Wenn man mal dick eins auf die Fresse bekommt, dann weil man selber den Fehler gemacht hat. Wenn man meint ein Boss sei unfair gestaltet, dann hat man wohl die falsche Taktik gewählt. Es wäre nur halb so lustig, wenns immer gleich hin haun würde. Gerade dieses Ausprobieren, wie kann ich dem Boss noch mehr zusetzten und vor allem das “beim nächsten Mal kippt er um”-Feeling motiviert mich ungemein. (ich probier seit Tagen, den letzten DLC-Boss von Bloodborne zu legen, Orphan of Cos; bisher äußerst vergeblich).

      Die spärlich gesähten Details zur Geschichte stören mich genau so wenig, wie die Schwierigkeiten beim ersten Charakter erstellen. Beim U-Bahn fahren habe ich Zeit zu lesen, was andere Spieler sich über die Geschichte zusammen reimen und die Möglichkeit sich seinen Charakter genauso zu skillen, wie es dem persönlichen Spielstil entspricht kenne ich so aus nur ganz wenigen (Rollen-)Spielen. Dafür kann man auch bei kaum einem anderen Spiel so schnell etwas falsch machen. Gerade weil die Entwickler so sehr mit Information sparen bekommen wir als Spieler die Freiheit zugeteilt, mit dem Spiel zu machen was wir wollen. Nur wird uns nichts geschenkt.
      Ich selber sehe mich mittlerweile auch als “filthy casual”, der gerne Feierabends spielt um sich zu entspannen. Aber die BloodSouls-Reihe motiviert nicht durch eine filmgleiche Erzählung, oder ein Effektspektakel. Es ist die eigene Charaktergeschichte und das wachsen am Versagen, das hier im Vordergrund steht. Wer zurück schaut auf die ersten Spielstunden, frustiriert am Trash zu sterben und dann die unzähligen Adrenalin geladenen, höchst amüsanten Spielstunden revue passieren lässt die danach passiert sind, weiß, dass er selten eine so große und vor allem großartige Spielentwicklung durch gemacht hat.
      In diesem Sinne liebe Podcaster (und alle die sich nach dem Podcast verschreckt fühlen), dran bleiben, lesen und grübeln; vielleicht offenbart sich dann die Schönheit von DarkSouls auch euch! (Es besteht natürlich der Grund zur Annahme, dass das Spiel simpel und einfach nix für euch is).
      Das Bild im Anhang ist mit zwinkerndem Auge zu verstehen. ;)

      • Danke für deinen Kommentar und jap, da kann ich mich fast überall recht gut drin erkennen (nur Booklets hab ich nie gelesen). :)

        Beim Zuhören ist uns auch aufgefallen, dass wir vor allem anfangs ein bisserl mehr gesudert haben, als das manche von uns eigentlich wollten. Ein paar von uns haben den Reiz des Spiels nach dem anfänglichen Frust mittlerweile doch auch erkannt. Aber so entwickelte sich das Gespräch halt und wir wollten ja bewusst die n00b-Perspektive betonen.

        Wir bleiben aber sicher noch ein bisserl an dem Spiel dran, und dann sehen wir mal weiter. Vielleicht verteilen wir irgendwann auch Git Gud-Memes! ;)

        • Flo

          Ich versteh die anfängliche Frustration eh sehr gut, ging mir genauso. Im Podcast hab ich mich auch sehr gut wieder erkannt (vor ein paar Jahren hat mich das ersten DS auch sehr gefrustet) Für den Fall, dass einem das Spiel grundlegend nicht gefällt ist das natürlich auch OK. Aber ich habe eben die Erfahrung gemacht, dass Dark Souls erst lohnen und wirklich spassig wird, wenn man sich einfach darauf ein lässt.

          Viel Spaß noch damit!

    • echtschlecht165

      Hab euren Podcast entdeckt nach der Suche nach einem Darksouls Podcast.
      Auch wenn ich etwas anderes erwartet hatte, wurde ich nicht enttäuscht.
      Aus der kompletten Noob Perspektive ist es doch interessant zu hören, wie dieses Spiel sich anfühlt. Da hat dieser Podcast wirklich ein Eigenständigkeitsmerkmal
      Vieles kann ich nachvollziehen, manches aber niccht…allen voran die Charaktererstellung.
      Also die ist so ziemlich das zugänglichste im Spiel, und hat eigentlich auch die Standard RPG-Fantasy Werte (Str, Dex, Int für Zaubern, Belastbarkeit usw.).
      Andere Sachen (z.B das Onlinespiel) sind echt nicht zugänglich, aber je länger man spielt desto eher erkennt man den Sinn dieser Designentscheidungen.
      Ich denke also auf keinen Fall, dass dieses “Nichterklären” schlechtes Spieldesign sind.
      Bleibt dran, und freut euch auf den ersten Invader :-)
      Sobald man mal das Online-Prinzip (mit den Eiden) ein wenig verstanden hat, wollt ihr es definitive nicht mehr anders, glaubt mir :-)
      Lest alle Itembeschreibungen und seid nicht zu stolz Wikis und Foren zu benutzen, dann wird dieses Spiel auch irgendwann Spass machen.
      Wichtig ist es auch das Kozept der Seelen und des Loots zu verinnerlichen. (z.b In neue Gebiete nie mit voller Seelentasche, vor den Bossfights Seelen ausgeben usw.), sterben gehört zu diesem Spiel dazu, und selbst das “richtige sterben” will gelernt sein.
      Also auf zum Weitersterben und Weiterpodcasten
      Ich bleib bei euch am Ball

      • Danke für die ermunternden Worte und schön, dass dir der Podcast gefallen hat. Ein bisserl ist Dark Souls auch eine Glaubensfrage, denke ich. Aber ja, nach einigen Stunden beginnt es auch Neulingen wie uns, mehr Spaß zu machen, das hab ich selbst schon gemerkt. Ich find trotzdem immer noch, dass Wikis nicht zu einem Spiel dazu gehören. Das ist weniger eine Frage des Stolzes, als der Erwartung. :)

        • echtschlecht165

          Ganz so prinzipiell würde ich das nicht sagen.
          Ich denke, DS ist auch absichtlich so designt, um EBEN DIESE Community zu schaffen. Sprich: Die Entwickler wollen, dass sich spieler Austauschen in Wikis Foren und auch mit den Ingame Nachrichten. Und auch der Multiplayermodus (Coop, PVP) fügt sich in all seiner Sperrigkeit jedoch genau in dieses Konzept ein
          Das kann man mögen oder nicht. Aber es stimmt natürlich: Eigentlich ist soeine Art Spiele zu designen erst mit dem Internet möglich geworden, da erst dadurch diese schnelle umfangreiche Kommunikation der Spieler ungtereinander möglich ist.
          In Prä-Internetzeiten ein solches Spiel zu programmieren würde wirklcih an Körperverletzung grenzen und da würde ich auch dem “schlechten Spieldesign” nicht widersprechen.
          Aber auch ich hab Bekannte, die warden mit DS einfach nicht warm und spielen weiterhin Skyrim, egal wieviel ich schwärme und missioniere.
          Scheinbar ist es wirklich nicht für jeden etwas.

        • echtschlecht165

          Auch auf dieses Problem kennt das Spiel eine Lösung
          Heimatknochen oder Ring der Opferung wobei ich den Ring erst ab 6stelliger seelenzahl verwenden Würde
          Btw… Ich hab vor 2 Tagen aus Dummheit 90k verloren

    • echtschlecht165

      Ich habe auch gleich mal einen Vorschlag für euch..
      Macht doch, falls ihr alle 4 dabei bleibt nach dem durchspielen einen zweiten cast, bei dem ihr eure eigenen Aussagen vom Beginn auseinandernehmt

      Ich denk das wäre sowohl für euch selbst interessiert als auch für die Zuhörer
      Und ausserdem wäre soein vgl wirklich eine Premiere im deutschsprachigen Bereich