Super Mario Run: Der Klempner rennt nun am iPhone

Die berühmteste Videospielfigur der Welt hat es geschafft. Nein, nicht die Prinzessin wurde gerettet, sondern sie ist aus den offiziellen Nintendo-Hardware-Schranken ausgebrochen und läuft seit heute 19:00 auch in Österreich auf iPhone und iPad. Das ganze nennt sich Super Mario Run, kostet in der Vollversion 10 Euro und ist eine Mischung aus Autorunner, Aufbau-Strategie und Online-Multiplayer Spiel.

It’s me Mario!

So wird man begrüßt von dem sympathischen Klempner, der nun bereits seit 33 Jahren versucht die wunderbare Prinzessin Peach vor dem fiesen König Bowser Koopa zu retten. Beeindruckend welche Ausdauer dieser Mann hat!

Zu Beginn gibt es nun also erstmal ein kurzes Tutorial. Wir erfahren, dass Bowser es schon wieder einmal geschafft hat das Königreich anzugreifen. In der vertrauten Umgebung wird sich der Mario-Veteran sofort wohl fühlen. Man wird begrüßt von bekannter Musik und Effekten, von bunter Grafik, braunen Pilzen und grünen Rohren.

Run Mario! Run!

Aber hier zeigt sich auch gleich die größte, und auch angekündigte, Veränderung. Man darf nicht mehr selbstständig rennen. Ab sofort wird die Vorwärtsbewegung vom Spiel übernommen. Die einzigen Möglichkeiten in das Spiel einzugreifen ist mit dem Finger den Bildschirm zu berühren um zu springen oder einfach noch länger zu berühren um noch höher zu springen. Selbst einfache Gegner und Hürden werden selbstständig überwunden.

Was im ersten Moment seltsam erscheint, hat natürlich einen Grund und zwar die kompromisslose Ausrichtung des Spiels: Mobile only. Die Bedingung ist, dass das Spiel mit nur einer Hand / einem Finger gespielt werden können muss. Das Konzept ist nicht neu, wir erinnern uns an Spiele wie Flappy-Bird, Pokémon Go oder eigentlich jedes andere aktuell erfolgreiche Spiel auf dem iPhone.

Ein Königreich für eine Rally

Nach dem ersten Level, treffen wir auf Toad. Als treuer Pilz-Untertan erklärt er uns, dass wir uns nun in einem Königreich befinden und die Möglichkeit haben, dieses auch auszubauen. Aber zuvor müssen wir eine Rallye bestreiten. Auf ein Rennen lassen wir uns natürlich immer ein.

Der Multiplayer-Modus Rallye ermöglich uns es gegen das Vorzeigen von Tickets gegen andere Mitspieler in einem Wettkampf anzutreten. Dabei wird gezählt, wer die meisten Münzen in einer bestimmten Zeit gesammelt hat. Den Gegner sehen wir dabei immer als Ghost, welcher entweder vor oder hinter uns hüpft. Der Gewinner bekommt als Belohnung neue Pilz-Untertanten, die sich im Königreich einfinden. Mit diesen Pilz-Untertanten dürfen wir dann unser Schloss aufwerten und neue Gebäude in unserem Königreich bauen. Wem das bekannt vorkommt, der täuscht nicht, es ist die selbe Strategie, die auch bereits Clash of Clans zum Schotter geführt hat.

Rettet Mario nun die Prinzessin?

Die Level sind wunderschön anzusehen, die Toneffekte sind wie aus einem Original Game Boy, die Animationen der Figuren sind toll und es kommt ein bisschen Nostalgie-Fieber auf. Nintendo hat mit dieser Portierung auf iOS (Android kommt wohl erst 2017) vieles richtig gemacht, auch wenn das Spiel für mich persönlich nicht genug ist. Ich möchte meinen Mario selbst bewegen und auch einmal offline spielen können.

Die mobile Generation hat aber wahrscheinlich genau auf so ein Spiel gewartet und wird auch bereit sein für die 6 Welten und (rund) 42 Levels € 10 auszugeben. Abzuwarten ist, ob Mario nun Nintendo motiviert hat vielleicht noch andere Spiele (Zelda?) auf eine mobile Smartphone-Plattform zu bringen.