Maus-Test: Logitech G502 Proteus Core

Die Logitech G502 (66€ Partnerlink) punktet mit einem großen Funktionsumfang: Von 11 individuell programmierbaren Tasten hin zu einer unterschiedlich beschwerbaren Gewichtskonfiguration für ein perfektioniertes Gleiten. Eine der besondere Eigenschaften ist auch das auf Wunsch freilaufende Mausrad. Damit erlebt man vielleicht keine Hochpräzisionsmomente, im Normalgebrauch scrollt man aber zum Beispiel bei Endloswebseiten extrem mühelos in die Unendlichkeit. Das Mausrad kann ansonsten nicht nur nach unten, sondern für unterschiedliche Funktionen auch nach rechts und links gedrückt werden.

Die elf Tasten, deren Druckpunkte sehr gut ausgetestet sind, programmiert man in der Logitech-eigenen Software ziemlich mühelos. Da wird die Maus unter Windows schnell zum Multimedia-Bediencenter und beim Gamen zum Macro-Monster. Ihr wollt mit einem Klick im Shooter die Lieblingswaffe auswählen können, das wichtigste Gebäude im Strategiespiel hinbauen oder drei Spells hintereinander auf eure Rollenspielgegner loslassen? Kein Problem! Drei komplette Profile kann man direkt auf der Maus ablagern, unendlich viele andere am PC speichern. Der ziemlich geniale Sensor kann on-the-fly per Wechseltaste von 200dpi auf bis zu sinnlos gute 12.000dpi umgeschaltet werden und auf verschiedene Oberflächen abgestimmt werden kann. Das Umschalten kann beim Spielen sinnvoll sein, wenn man in einzelnen Momenten sehr präzise und behäbig sein will, in anderen aber lieber sehr schnell. Die Lift-off-Distanz beträgt nur einen Millimeter, herumfuchteln wird euch also leicht gemacht.

Die G502 besteht aus Plastik mit seitlichen gummierten Oberflächen und wirkt auch nach etwa einmonatigem Test immer noch sehr gut verarbeitet. An der Unterseite liegt sie auf vier großflächigen Gleitstellen. Sie ist auf mittlere bis größeren Hände angepasst, ergonomisch eher hoch und etwas länger und lässt sich sowohl im Palm- als auch Fingertip-Stil gut greifen, beim Claw-Griff muss man den Daumen vielleicht etwas verrenken. Ansonsten liegt der Damen bei der Rechtshändermaus auf einer kleinen Ablage auf, die sehr großen Händen am kleinen Finger an der rechten Seite möglicherweise fehlen könnte.

Fazit: Alles in allem ist das eine Maus, die weder im Alltag noch beim Gamen jemals das Gefühl aufkommen lässt, dass man mehr braucht.