League of Legends-Worlds 2015: Der zweite Finalist steht fest

Das Finale in den League of Legends-World Championships 2015 wird kommenden Samstag ohne europäische Beteiligung stattfinden. Das hiesige Top-Team Fnatic ging gegen die Koreaner von KOO Tigers am Sonntag in Brüssel kopflos mit 0:3 unter. Das Endspiel in Berlin um den Summoner’s Cup wird also eine rein koreanische Angelegenheit zwischen KOO Tigers und den klaren Favoriten von SKTelecom T1, die mit Origen ein anderes EU-Team besiegten.

Spiel 1

Im ersten Spiel des zweiten Semifinales dominierte Fnatic anfangs auf allen Lanes. Schon sehr frühe kam es immer wieder zu heftigen Teamfights aus denen FNC als Sieger hervorging, KOO konnte aber regelmäßig Erfolgen beim Drachenschnetzeln den Schaden begrenzen konnte. Ein misslungener Fnatic-Angriff auf der Bottom Lane glich die Partie nach einer Viertelstunde wieder aus.

FNC spielte überaggressiv und nervös. Nach 26 Minuten ging das europäische Team auf den Baron doch trotz Verlusten konnte KOO Tigers den Angriff abwehren und seinerseits den bereits dritten Dragon einheimsen. Schlechte Koordination bei FNC brachte KOO dann auch noch den Swing nach Kills und den Baron ein, während auch die FNC-Führung nach Gold von fast 8000 auf praktisch nichts schrumpfte. Die Koreaner gingen nun endgültig in die Offensive über und überwand den letzten Widerstand nach fast einer Dreiviertelstunde.

Spiel 2

Fnatic verlor gleich zu Beginn seine Serie. Bis dahin hatten sie in jedem Spiel den ersten Kill verzeichnen können. Wieder saß KOO eher tief auf seinen Lanes und wartete auf Fehler. Huni machte auf der Top-Lane gegen Smeb den Ersten, reagierte dann allerdings mit kühlem Kopf auf Bait-Versuche von Smeb und Hojin. Ein Turm wurde abgetauscht und FNC holte diesmal den ersten Dragon. Das Duell wurde wesentlich geduldiger geführt als das erste.

Der erste Teamfight kam erst nach dem Baron, für den sich KOO mit einem cleveren Play in gute Position brachte, nachdem Rekkles und YellowStaR zu gierig auf den ersten Top-Tower ins Gras bissen und dadurch den zweiten eigenen verloren. Den ersten Anlauf auf Baron von KOO konnte FNC unter heftigen Verlusten verhindern. KOO baute die Führung und Vorteile aber kontinuierlich aus und schaffte es im zweiten Run, bei dem Fnatic komplett ausgelöscht wurde und die Partie eigentlich endgültig verlor. Doch KOO scheiterte wegen schwachen Battles von Kuro zweimal daran, den letzten Nexus-Turret niederzureißen und verlor dann auch den zweiten Baron an FNC. Im Entscheidungsfight um den nächsten Baron sicherte KOO dann aber das überfällige 2:0.

Spiel 3

Anfangs spielten beide Teams geduldig und zurückhaltend ihren Stiefel runter. Nach zehn Minuten nahm der Lauf aber eine böse Wendung für FNC. Huni und Reignover übertrieben eine Jagd im Dschungel um den ersten Kill abzugeben. KOO gewann die Oberhand und ging in den nächsten Minuten in jeder Hinsicht in Führung. Fnatic wirkte mit dem Rücken zur Wand ratlos, verlor mit schlechten Shotcalls nahezu jedes Play, während KOO gnadenlos und mit großer Übersicht jeden Fehler ausnutzten. Nach 20 Minuten hatte das Spiel eine klare Tendenz, die sich nur verstärkte, als die KOO Tigers den ersten Baron holten und binnen weniger Minuten das Spiel beendeten.

Fnatic darf sich nach einer großartigen Saison mit 150.000 Euro Preisgeld trösten.