Schlagwort-Archiv: Microsoft

Minecraft

Microsoft will Minecraft-Macher Mojang für 2 Milliarden Dollar

Laut einem Bericht des Wall Street Journals soll Microsoft derzeit in Gesprächen mit Mojang sein, um die Firma zu übernehmen. Die Entwickler von Minecraft sollen den Redmondern dabei bis zu zwei Milliarden Dollar wert sein. Der Deal könnte schon nächste Woche über die Bühne gehen. Firmengründer und Minecraft-Erfinder Markus “Notch” Persson würde das Unternehmen anscheinend im Fall einer Einigung verlassen (Bloomberg). Was an Mojang ohne seine Führung genau – außer den Rechten zu einem drei Jahre alten Spiel – so viel Geld (doppelt so viel wie Amazon für den Streamingservice Twitch hingeblättert hat) wert sein könnte, ist schwer zu sagen, aber Microsoft hat sicher seine Gründe. 2013 hat Mojang etwa 200 Millionen Euro Umsatz und 80 Millionen Euro Gewinn gemacht.

Rise of the Tomb Raider ist Xbox-exklusiv

Microsoft hat auf der Gamescom bekannt gegeben, dass Rise of the Tomb Raider – das Sequel zum geglückten Reboot – zu Weihnachten 2015 exklusiv für die Xbox One erscheinen wird. Weitere Versionen scheinen derzeit nicht geplant. Rise of the Tomb Raider ist vielleicht kein gigantischer Systemseller aber doch ein ziemlich starkes Zeichen aus Redmond. PS4-Spieler werden übrigens ziemlich zeitgleich das neue Uncharted exklusiv präsentiert bekommen. Lara Croft and the Temple of Osiris erscheint übrigens plattformübergreifend Ende des laufenden Jahres.

Age of Empires Online

Age of Empires Online ist für immer offline

Ich habe die Open-Beta von Age of Empires Online damals gespielt und ganz nett gefunden. Aber dann stieß ich wieder einmal an die Grenzen des Free-to-Play-Gamedesings und hab statt Premiumpakete zu kaufen doch wieder lieber das heute fast 15 Jahre alte Age of Empires 2 installiert und als das HD-Remake davon mit ordentlichem Multiplayer-Suppert erschien, war AoEO längst vergessen. Jetzt ist es außerdem tot. Nach nicht einmal drei Jahren dreht Microsoft (wohl im Rahmen seiner PC-Offensive) die Server ab und stirbt zusammen mit dem dahinsiechenden Games for Windows Live. Und ich bin umso froher, keine Premiumpakete gekauft zu haben, die nun vollständig für den Popsch wären. Ein letztes Let’s Play-Video gibt es nach dem Klick

Halo: Spartan Assault könnte gut sein, aber …

Halo: Spartan Assault
Halo: Spartan Assault wird auch für die Xbox One aufgewärmt. Inklusive kurzer Coop-Kampagne gegen die Flood.

Kürzlich haben wir unsere heiligen Redaktionshallen mit einer Xbox One ausstatten können. Hooray! Das erste Spielefutter, das bei uns dafür eingetroffen ist, war dann der Download-Titel Halo: Spartan Assault. Das wurde ursprünglich für mobile Windows-Plattformen entwickelt erschien auch für Windows 8. Nun nutzt Microsoft das Spin-off seiner Flagship-Marke natürlich auch auf seiner neuen Konsole. Weiterlesen

Xbox One kommt am 22. November

Big Kinect is Watching you! Ab 22. November.
Big Kinect is Watching you! Ab 22. November.

Die nächste Konsole aus dem Hause Microsoft hat ihre Startschwierigkeiten in der öffentlichen Wahrnehmung in den letzten Monaten großteils überwunden. Da bietet es sich doch an, das endgültige Erscheinungsdatum in die Welt zu setzen. Am 22. November wird das Gerät in Österreich erscheinen. Das Weihnachtsgeschäft ist also ungefährdet. 23 Spiele wird es zum Start geben.

Erstaunlich ist an der heutigen Ankündigung vielmehr, dass Microsoft “heute bestätigt, dass die CPU von 1.6GHZ auf 1.75GHZ erhöht wurde, das entspricht in etwa einer Erhöhung von 10%. Das ist eine zusätzliche Ergänzung zu der schon im Vorfeld angekündigten Erhöhung der GPU um 6%”. Derartig gravierende Änderungen an der Hardware hätte zumindest dieser Redakteur sich zwei Monate vor einer Markteinführung nicht mehr erwartet.

Nach Protesten: Aus für Online-Zwang und Regionssperre bei Xbox One

Nach Protesten hat Microsoft in Sachen Xbox One nun den Retourgang eingelegt. (Foto: Microsoft)

Proteste zahlreicher Spieler, Boykottaufrufe und zuletzt auch negatives Feedback von der Spielemesse E3 haben bei Microsoft nun zum Umdenken geführt Der Konzern lässt eine Reihe von Restriktionen fallen, darunter den Online-Zwang.  Weiterlesen

E3 – Ubisoft beeindruckt, EA, Microsoft & Sony mit großem Aufgebot, Nintendo klassisch

Die E3 2013 läuft
Die E3 2013 läuft

Die diesjährige E3 startet morgen in Los Angeles. Leider hat unsere Geldbörse auch im 11. Jahr unseres Bestehens nicht dazu gereicht, um sie sich vor Ort anzusehen. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, die wichtigsten Infos und coolsten Trailer für euch zusammen zu tragen.

Xbox One mit Preis und Termin

Microsoft hat bereits die Vorab-Präsentation zur Xbox One abgehalten. Wir haben sie auf Twitter begleitet, falls das jemand nachlesen möchte. Die wichtigsten Punkte: Die Konsole erscheint im November 2013 weltweit. Sie wird 499€ bzw. 499$ (~375€) kosten – was auch in Anbetracht der unterschiedlichen Umsatzsteuern, die beim US-Preis noch fehlen, ein ziemlich großer Unterschied ist und sieht immer noch aus wie ein alter Videorekorder. Im Gegensatz zur Vorstellung im Mai hat Microsoft diesmal auch massenhaft Spiele gezeigt und angekündigt.

Ein neues Halo 5 (2014), …

… das Open World-Massenzombie-Game Dead Rising 3 (2013) …

… dieses Spiel das sich Metal Gear Solid 5 nennt …

… und Forza Motorsport 5 wurden gezeigt. Das glänzte mit der Beschreibung der KI. Die KI lernt euer Fahrverhalten zu imitieren und speichert es in der Cloud. So könnt ihr gegen euch selbst spielen (oder eure Freunde, wenn die gerade nicht online sind). Man soll ja nicht sagen, dass all die Vernetzungsfantasien und Always-On-Zwänge nicht auch ihre guten Seiten hätten.

Wie ein Spiel ganz nach unserem Geschmack sah Below aus. Das kommt mit ruhiger, kunstvoller Optik und Sounddesign daher und könnte so eine Art düsteres, modernes Zelda sein.

Auch aus dem Angebot heraus stach noch Sunset Overdrive – ein buntes, hyperaktives Mirrors Edge auf Speed und mit mehr Monstern.

In einer etwas Shooter-lastigen Präsentation hatte Microsoft sich mit Titanfall den vielleicht spannendsten Titel für das Ende aufbewahrt – ein futuristischer Multiplayer-Coop-Shooter mit Infanterie und Mechs. Ich dachte, gehört zu haben, dass er exklusiv auf der Xbox One erscheinen soll, aber Minecraft-Entwickler @notch twitterte später etwas von einer PC-Version.

Definitiv auch auf anderen Plattformen erscheinen Battlefield 4

… und The Witcher 3, das erstmals ein Open World Spiel werden soll schlicht großartig ausgesehen hat.

Das gilt allerdings für die meisten Spiele, sogar für das elendige Quick Time Event-Monster Ryse – ein Actionspiel als alter römischer Legionär, das spielerisch deshalb enorm uninteressant wirkte.

Was Quantum Break ist. oder auch Black Tusk, weiß ich nach wie vor nicht so genau, Killer Instinct ist jedenfalls ein lahmes Prügelspiel das vor allem die “Hangout”-Möglichkeiten und SmartGlass-Integration vorführen sollte. Potential hatte Project Spark, eine mächtige Sandkiste für Leute die mit schnellen Handgriffen und Sprachkommandos komplette Spiele erschaffen möchten.

Sony kontert mit niedrigerem Preis und Verzicht auf Onlinezwang

Sony zog in der Nacht auf Dienstag nach. Der japanische Konzern konterte den Preis von MS (499€) mit einem von 399€ für die PlayStation 4. Zusätzliche Controller kosten 60€ (MS hat dazu noch keine mir bekannten Angaben gemacht). Die tatsächliche Preisdifferenz wird man sich angesichts der Zubehörpreise noch genauer ansehen müssen. So wird zum Beispiel auch der Online-Service um im Web spielen zu können nun kostenpflichtig (50$ pro Jahr, Euro-Preis derzeit noch unbekannt). Was viele Spieler ohnehin mehr interessieren wird: Im Gegensatz zur Xbox One wird die PS4 keine regelmäßigen Online-Checkins erfordern und zudem erlauben, Gebrauchtspiele (auf Disc) ohne Einschränkungen weiter zu verkaufen. Außerdem verzichtet man auf Region-Codes. Importspiele sollten also kein Problem sein.

Man hat die Konsole übrigens erstmals auch hergezeigt, es gibt sie wirklich und sie steht der Xbox One in Hässlichkeit um nichts nach.

Die Playstation 4
Die Playstation 4

Spiele gibt es auch zu sehen. Spannend als Exklusivtitel ist natürlich Beyond: Two Souls (PS3 Release: 10. August) mit der virtualisierten Ellen Page und William Dafoe…

… Bastions Transistor

… das Steampunk-Horror-Spiel The Order: 1886

Unklar blieb, ob Kingdom Hearts 3 auch auf Xbox One erscheint.

Ebenso bei Final Fantasy 15.

Nicht exklusiv sind Mad Max (2014, alle Nicht-Nintendo Plattformen) …

… und Bungies Destiny

Nintendo hält wieder mal mit klassischen Marken dagegen

Die Nintendo-Pressekonferenz konnte mit solchen technisch beeindruckenden Spielen naturgemäß nicht aufwarten. Dafür zeigte man ein neues Mario 3D-Multiplayergame, Mario Kart und Donkey Kong Country: Tropical Freeze (November). Auch die WiiU Versionen von Watch_Dogs, Splinter Cell: Blacklist wurden wie zahlreiche 3rd Party Releases kurz gezeigt, dazu neue Ausgaben von Wii Party und Wii Fit.

Viele Spiele wurden nur ganz kurz eingeblendet. Hier die vollständige Präsentation.

Besonders herauszuheben wäre The Wonderful 101 (15. September)…

… ein sehr hübsches WiiU Zelda: Wind Waker (Oktober 2013)…

Pikmin 3

Deus Ex 3: Director’s Cut (nicht sehr frisch, aber dafür stark an die WiiU angepasst und mit besseren Bosskämpfen), …

… das sehr klassische New Super Luigi U

und Super Smash Brothers (2014, 3DS, WiiU).

… ein noch unbenanntes Open World-Exploration-Spiel (2014) von Monolith (Xenoblade) …

… und Bayonetta 2 (2014).

Electronic Arts mit neuer Technik

Electronic Arts zeigte Plants vs. Zombies: Garden Warfare – einen schrägen Multiplayer-Shooter zwischen … eh klar oder?

Dazu kommen das von Jesse Pinkman vorgestellte Need for Speed: Rivals, …

Mirror’s Edge (PC, Xbox, PS) …

Star Wars: Battlefront, Command & Conquer

Dragon Age: Inquisition.

In der Sport-Schiene wird eine ganz neue Engine zum Einsatz kommen. Es wurden unter anderem NHL 14 und FIFA 14 gezeigt (das Georg für den GameStandard schon angespielt hat). Warum EA einen Basketballer beim Basketballspiel einlädt aber “Drake” das Fußballspiel vorstellen lässt, verstehen woll nur amerikanische Marketingmenschen.

Madden NFL 25 und NBA LIVE 14 werden mit Echtweltdaten gefüttert und für PS und Xbox erscheinen.

Ubisoft mit dem breitesten Angebot

Rockstar Jerry Cantrell eröffnete Ubisofts Präsentation mit einem neuen Musik-Lernspiel Rocksmith.

Zu sehen waren unter der sonstigen Leitung von Moderatorin Aisha Tyler (es ist wahr, kein reines Salamifest bei Ubisoft!) auch Splinter Cell: Blacklist.

Zusammen mit dem Jump & Run Rayman: Legends (Release: 3. September),…

… der spielbaren TV-Show Rabbids Invasion, Just Dance 14 und dem bereits ausprobierbaren humorvollen Mittelalter-F2P The Mighty Quest For Epic Loot (PC),…

… sowie dem RPG South Park: The Stick of Truth von Obsidian,…

… dem rieseigen Open World-Rennspiel The Crew,…

Assassin’s Creed 4: The Black Flag, dem Motorradspiel Trials Fusion (Xbox, PS, PC), dem Mobile-Ableger Trials: Fronter,

… Massive Entertainments schwer beeindruckenden und in interessantem Setting angeseidelten Online-Action-Rollenspiel The Division (leider nur für PS4 und Xbox One) …

… und Watch_Dogs

… hinterließ Ubisoft einen extrem starken Eindruck eines breiten Repertoires.

Der Rest

Der etwas lästige Trend, Spiele nicht mehr mit Ingamesequenzen oder CGI-Trailern anzukündigen (wie zB bei The Evil Within oder Far Cry: Blood Dragon), sondern nicht wirklich aus dem Game stammenden gefilmten Szenen, setzt sich auch mit dem neuen Thief fort, das Square Enix in den nächsten Tagen zeigen wird.

Für den PC kommt zudem Dark Souls 2.

The Elder Scrolls Online konnte Tom kürzlich bei Bethesda spielen, eine Preview dazu kommt noch. Hier der E3-Trailer zum im Frühjahr 2014 (Xbox One, PS4, Windows und Mac) erscheinenden Spiel.

Auch Telltale hat was zu zeigen. Ihr großartiges Adventure zu The Walking Dead bekommt mit 400 Days ein fettes Addon.

Ein neues Deus Ex gibt es auch. The Fall soll allerdings vorerst “nur” für iPad und iPhone erscheinen. Mal sehen, ob das gut geht.

Motocross Madness – Serie startet aus Graz zurück in die Welt

Motocross Madness ist zurück
Motocross Madness ist zurück

Wer dieser Tage durch neue Titel bei Xbox Live stöbert wird dort seit gestern Motocross Madness finden. Bongfish’ Motocross Madness ist der erste neue Teil der Serie sei 13 Jahren und legt den sportlich-ernsten Stil der früheren Spiele ab. Es war einst als “Avatar Motocross Madness” angekündigt, dementsprechend spielt ihr mit eurer regulären Xbox-Figur. Die wetzt für euch durch die neun abwechslungsreichen und bunten Renn- und Stuntstrecken in Australien (Strände und Wasser), Ägypten (Wüste , Pyramiden, Grabstätten) und Island (Eis und Lava) – hübsch in Szene gesetzt übrigens durch die hauseigene SOMA-Engine der Grazer Entwickler Bongfish (Stoked, Harm’s Way).

Denen hat Microsoft nämlich die Entwicklung des neuesten Teils übergeben. Das freut mich besonders, weil ich die Gründer seit Jahren kenne und früher mal bei ihren ersten größer angelegten Projekten etwas mitgeholfen habe.

Während ihr in ihrem neueste Spiel also Schritt für neue Pisten in den vier unterschiedlichen Modi freischaltet, tuned ihr natürlich auch das Bike (oder sucht euch unter den sechs verfügbaren ein neues aus) und verbessert eure In Game-Fähigkeiten. Stehen zu Beginn noch eine übersichtliche Zahl an Stunts zur Verfügung, könnt ihr später in halsbrecherischen Höhen Kombinationen aus einer umfangreichen Trickkiste zusammenstellen. Das macht nicht nur bei der Punktejagd Sinn, sondern auch in Modi mit Zeitnehmung, wo euch Tricks mehr Turboboost-Energie verschaffen.

“Das Game hat viel Tiefe hinter der Arcade-Fassade”, erklärte uns Chefentwickler Michael Putz. Beim Bikedesign hat man mit dem ebenfalls steirischen Motorradhersteller KTM zusammengearbeitet. Nicht nur optisch sorgt das für einen guten Eindruck, auch das Fahrverhalten auf Schnee, Sand oder Stein variiert merkbar und gibt der unkomplizierten Hetz etwas mehr simulatorischen Anspruch.

Wichtig ist natürlich immer der Wettbewerb mit Freunden – neben einem Splitscreenmodus und Online-Multiplayer vergleicht ihr euch auch über eine globale Bestenliste in der auch die Entwickler selbst aufscheinen.

Nach meinen ersten Testfahrten zu urteilen ist Bongfish ein lässiges und vor allem erstaunlich umfangreiches Arcadegame geglückt. Mit 800 MS Points und nach einem 1,5GB Download seid ihr dabei. Es gibt auch eine Demo.

George Broussard findet Kinect und Zynga am Schlimmsten

George Broussard kicks ass

Nachdem Duke Nukem Forever schlussendlich doch noch das Licht der Welt erblickt hat (hat das eigentlich jemand von euch gespielt?), muss sich George Broussard andere Sprüche ausdenken als “When it’s done” um in den Medien vorzukommen. Der Gründer von 3D Realms und Mann hinter Duke Nukem ließ also nun über Twitter wissen, was er für die schlimmsten Trends in der Spieleindustrie hält. Vor allem Kinect-Spiele hat er gefressen. Weiterlesen

Forza Motorsport 4 – Höchstglanz

Bevor ich mit diesem Beitrag loslege, möchte ich etwas anmerken: Forza 4 ist mein erster Kontakt mit dieser Serie überhaupt. Es scheint, als ob mit dem Alter auch mein Interesse am Rennsport – sowohl virtuell als auch real – erwacht. Dieser Erstkontakt gibt mir zwar ein unvoreingenommenes Bild des Spieles, jedoch drängen sich auch Vergleiche zu anderen aktuellen Spielen auf. Forza ist jedoch ein Sonderfall und das macht den Test für mich schwer.

Höchstglanz

Doch zuvor zum Augenscheinlichen, und die Augen glänzen bei Forza ganz schnell. Forza 4 ist Grafikpracht in Reinkultur. Selbst hartgesottene “Mir ist die Grafik wurscht!”-Sager wie ich es einer bin, müssen zugeben: dieses Spiel sucht auf der XBox seinesgleichen. Angefangen beim Detailreichtum der Autos, über die Darstellung der Strecken, bis hin zum – sogar noch ein Schäufelchen drauflegenden – Autovista Modus, kann man die Macher nur bewundern. Als Techniker frag ich mich, was auf einem aktuellen DX11 PC-Boliden da möglich wäre. Das schöne an dieser ganzen Hochglanz-Optik ist, dass das Spiel auch tatsächlich davon profitiert. Denn nur so kommt die riesige Auswahl an fahrbaren Untersätzen voll zu Geltung. Angefangen bei den Kleinwagen (A-Klasse) bis hin zu den echten Rennwagen (S-Klasse), steckt eine Liebe zum Detail drin, die meiner Meinung nach auch beim PS3 Primus GT5 nicht erreicht wird.

Tiefer, breiter, schneller

Das Herzstück von Forza 4 stellt aber das Tuning der Autos dar. Jede Blechdose will nach dem Kauf erst mal aufgerüstet werden, sonst läuft selbst in den ersten Rennen wenig. Neben dem Leistungs- und Gewichtstuning lassen sich die Autos auch optisch modifizieren. Was für PC Spieler zwar nichts neues, eher schon gang und gäbe ist, findet endlich auch seinen Weg auf eine Konsole. Denn wer Zeit und Muse hat, kann seinem Vehikel ein individuelles Kleid verpassen – wer will auf den Pixel genau. Natürlich ist das mangels Bildbearbeitung nicht allzu komfortabel, umso beachtlicher, welche beindruckenden Werke man Online findet. Der Motivation, etwas einzigartiges zu schaffen und sein favorisiertes Modell auch bis ins letzte Detail zu verbessern, kommt dabei die Art wie Forza 4 gespielt wird zugute. Denn im Gegenteil zu so manch Konkurrenten muss man nicht zwingend bei jedem Event auch das Auto wechseln. Durch gezieltes Tuning lassen sich zum Beispiel anfängliche A-Klassen Modelle auf R-Klasse verbessern, wodurch einer langfristigen Beziehung nichts mehr im Wege steht. Nur sehr wenige Events fordern spezielle Modelle oder Hersteller.

Apropos Events. Die Art und Weise der Rennaufteilung finde ich auch sehr schön gelöst. Neben der World-Tour – einer Rennserie über verschiedene Strecken und Klassen, also praktisch der Karriere-Modus – gibt es eine Unzahl an eigenständigen Veranstaltungen. Diese werden auf einer Übersicht ansprechend präsentiert, wobei ein Farbcode auch noch Auskunft gibt, ob man mit dem derzeitigen Fuhrpark in der Lage ist, das Rennen zu bestreiten. Neben verschiedenen Rennklassen, Autotyp bzw. Herstellerevents finden sich auch einige witzige Veranstaltungen wie Autofußball oder -kegeln. Diese stehen unter der Schirmherrschaft der bekannten Top-Gear Serie, welche auch einige der Sprecher und Locations zur “Verfügung” stellt.

So hoch poliert die Spielgrafik daherkommt, so überlegt ist übrigens auch das ganze Interface. Trotz der vielen Funktionen und oftmals großen Anzahl an Statistiken oder Auswahlmöglichkeiten, bleibt immer alles übersichtlich und gut gestaltet. Bei Forza Motorsport könnten sich gerne einige User-Interface-Designer ein Scheibchen abschneiden.

Damit das schmucke Blech nicht nur im Wohnzimmer glänzt, gibt es eine Vielzahl an Online-Modi. Und hier legt Forza sogar nochmal eins drauf. Die Einbindung der Community Möglichkeiten lassen wirklich nichts zu wünschen übrig. Neben den normalen Multiplayer Rennen gibt es auch hier spezielle Veranstalltungen. Wer nicht alleine unterwegs sein will, kann sich mit Freunden in Clubs organisieren und gegen andere antreten. Auch witzig finde ich die Rivalen Modi. Dabei versucht man die Werte eines anderen Spielers zu schlagen. Klingt erstmal 08/15 bei Unbekannten, wird aber extrem anspornend mit Freunden – wer will sich schon sagen lassen, dass der andere schneller ist. Wer nicht selbst an seinen Kisten schrauben will, findet im Auto-, Tuning- und Styling-Shop sicher etwas. Und wer auch Abseits des Spiels prahlen will, lädt Fotos und Videos direkt auf forzamotorsport.net und verlinkt dann auf Facebook und Co.

Kurzstrecken-Weltmeister

Warum also Sonderfall? Klingt doch alles hervorragend! Tatsächlich schafft Forza 4 die Kür mit Bravour und locker auch ein bisserl mehr. Es gibt nur wenig Angriffsfläche für Beanstandungen. Mir war das virtuelle Geld etwas zu schnell verdient, zu wenig fordernd. Siege bringen neben Geld auch Erfahrungspunkte und Affinitätspunkte für Hersteller. Mit den Erfahrungspunkten steigt man im Rang auf und jeder Rang bringt ein Gratis-Auto mit sich. Bei hoher Affinität zu einem Hersteller, liefert dieser neben zusätzlich Preisgeld auch Nachlässe auf Tuningteile – bishin zu Gratistuning. Und eben dieses Gratisangebot lässt die Balance kippen, denn ab diesem Zeitpunkt kann man mit wenig Geld, sehr bald bei fortgeschrittenen Rennen teilnehmen.

Doch wie gesagt, der Nörgellevel hält sich in Grenzen, wenn man denn weiß, worauf man sich einlässt. Jäger und Sammler sind mit den hunderten an Blech-Pokemons schon mal befriedigt und durch die ganzen Online-Möglichkeiten lässt sich damit auch schön angeben. Ebenso wird der durchschnittliche Rennfahrer bei Forza 4 sein Glück finden. Doch wenn Forza 4 etwas ist, dann ist es keine Rennsimulation!

Der Kern einer solchen sind die Rennen und gerade die werden in Forza sehr … vernachlässigt. Das größte Problem ist dabei die Länge der Rennen, die wenigsten Events gehen über eine einstellige Rundenzahl hinaus. Von 24 Stunden oder Langstrecken Rennen keine Spur. Das ist schade, denn nur bei diesen Renntypen kämen die, durchaus vorhanden, Simulationsfeatures wie Reifenabnutzung bzw. -temperatur, Schadensimulation oder Windschatten nutzen, überhaupt zur Geltung. Beispiel: zwar gibt es die Möglichkeit zum Boxenstopp um Reifen zu wechseln oder Schäden zu reparieren, doch dauern diese auch mal mehrere Minuten. Nicht selten haben die Gegner dann einen Vorsprung von 2 Runden und bei einer Gesamtdauer von 8 Runden braucht man kein Matheprofessor zu sein, um die Platzierungschancen einzuschätzen. Das ist schade, da die Steuerung und Physik der Boliden eigentlich als realistisch bezeichnet werden kann.

Fazit

Müsste ich Forza Motorsport 4 in einem Wort beschreiben, ich würde es mit Blech-Pokemon-Hochglanz-Porno betiteln. Forza Motorsport 4 ist einfach keine Rennsimulation und, nimmt man den Namen als Leitfaden, will es eben auch nicht sein – virtuelle Rennfahrer greifen besser bei F1 2011 zu. Doch jeder der Top-Gear, To Fast To Furios nachspielen will oder nicht die Kohle für Tuning am Echtobjekt hat, ist mit Forza Motorsport gut beraten. Definitiv ist es aber die Grafikreferenz – Konsolenübergreifend auf jeden Fall und selbst auf PCs sucht man wohl länger, um diesen Fotorealismus zu finden.

Forza Motorsport 4 gibt es ab 44,95€ bei Amazon.

Gears of War 3 – Sand im Getriebe

Jetzt mal Tacheles: natürlich gab es schon einige Tage vor Release des letzten Teiles der Gears of War Trilogie Reviews bei den Größen unserer Branche. Von den unzähligen Previews in den Wochen und Monaten davor gar nicht zu reden. Inzwischen sind seit dem offiziellen Veröffentlichungstag schon einige Nächte ins Land gezogen, in denen fleißig gefraged und gesägt wurde. Ich kenne dabei keine offiziellen Verkaufszahlen, doch braucht man kein Uni-Professor zu sein, um mit den Zahlen der Vorgänger eine Hochrechnung zu schätzen.

Warum also jetzt noch einen Test? Zum einen soll es da draußen noch Spieler geben, die sich GoW3 nicht geordert haben, auch wenn es noch so sehr eines der Prime-Time-Titel dieses Jahres ist. Trotz des Erfolges sicher genug, die zu Bekehren möglich wäre. Zum anderen, hat sich in den vergangen 7 Tagen der aufgewirbelte Release-Staub und erste Enthusiasmus etwas gelegt. Eine gute Zeit, um einen etwas nüchterneren Blick auf GoW zu werfen.

Dabei überspringe ich die üblichen Details wie Technik, Grafik oder Steuerung absichtlich. Dass auch der 3. Teil, ebenso wie seine Vorgänger, zeigt, dass Konsolengrafik wohl doch noch nicht am Ende der Entwicklung ist, kann mannigfaltig in den Internetzen gelesen werden. Gleiches gilt für die soliden Online Matches ohne störende Hickups und die, von den ersten Teilen übernommene, hackelige Steuerung. Zumindest habe ich sie jetzt in einem Absatz mal erwähnt.

Bei aller Furore, die um Gears of War seit Erscheinen des ersten Teiles gemacht wurde, gibt es hauptsächlich einen Grund, welcher die Spieler der Spezies der Gelegenheitszocker oder Familienkonsumenten, vom Kauf abhält. Wohlgemerkt einen triftigen Grund, meiner Meinung nach – die rohe Gewalt. Die beschränkt sich dabei nicht nur auf körperliche und stoffliche Ebene, Stichwort: Kettensäge. Auch die nicht gesteuerten Zwischensequenzen oder die, bestenfalls, stupiden Konversationen würden für eine Alterseinstufung jenseits der Jugendfreigabe reichen. Nicht umsonst landeten die ersten beiden Teile in Deutschland auf dem Index – wobei ich mir eine Diskussion über diese Tatsache ersparen möchte.

Für mich steht außer Frage, dass jeder einzelne Titel der Serie nicht für Jugendliche, geschweige denn Kinder, geeignet wäre. Und jeder der mich etwas kennt oder zumindest meine bisherigen Texte gelesen hat, weiß, dass ich strikt gegen übertrieben realistische Gewalt bin. Doch fällt Gears of War für mich einfach nicht in diese Kategorie – aus zwei Gründen: es ist nicht realistisch und es ist nicht realistisch…!? Gears of War ist und bleibt ein Sci-Fi Epos mit stark comicartigen Elementen.  So ist weder die optische Darstellung, noch die akkustische Wiedergabe der Gewalt realistisch, egal ob aktiv gespielt oder in den Zwischensequenzen erlebt. Die zweite realitätsferne Komponente bezieht sich auf die Rahmenbedingungen und die Umgebung der Story an sich. Angefangen bei den anatomisch unmöglichen, männlichen Charakteren, egal welcher Spezies, über die anatomisch nur bedingt möglichen, amazonenhaft, weiblichen Darsteller, bis hin zu den kleinsten Mönsterchen oder riesenhaften Titanen. Alle haben haben sie eines gemeinsam: comichafte Surrealität. Ohne etwas schön reden zu wollen; jeder gesunde Erwachsene sollte in der Lage sein, zwischen gezeigter Fiktion und tatsächlicher Realität unterscheiden zu können.

Lässt man also die optischen und akkustischen Reize außer Acht, bleiben die reinen Inhalte. Designtechnisch bietet Gears of War 3 dabei wieder extrafeine Kost. Atemberaubende Sonnenuntergänge untermalen grausam zerstörte Großstädte, deren Häuserschluchten glänzen durch feine Details – wobei die aschenen Überreste der Bewohner, dann doch wieder in verstörende Realitätsnähe fallen – und Bergmassive mit Schluchten werden opulent präsentiert. Die Problemzonen des Action-Titels sind dabei so natürlich, wie die Schwimmreifen beim alternden Spieletester. Kaum ein Action Kracher, egal ob Leinwand oder Mattscheibe, hat es bis dato geschafft, auch storytechnisch vollauf zu überzeugen. Gears 3 macht da keine Ausnahme. Wie so oft, in letzten Serien-Teilen, wirken die Ereignisse oftmals zu erzwungen, zu künstlich, zu zusammengeschustert. Das fängt bei plötzlich wieder auftauchenden Akteuren vergangener Tage an und endet bei unlogischen oder gar nicht abgeschlossenen Handlungssträngen. Wobei letzere zumindest in etwaigen Auskopplungen der Serien fortgeführt werden könnten. Aber auch hier gilt für GoW: nimmt man diesen Faktor für sich, wäre das Spiel zweitklassig. Doch betrachtet man das Gesamtwerk, das stetige auf und ab der Geschichte, in Kombination mit den Spielelementen, ergibt sich eben jenes Bild, welches Gears of War zu einer der am meisten verkauften Serien der Computerspiele-Geschichte hat werden lassen.

Wo Licht, da auch Schatten

Wobei ein Großteil dieses Ruhmes, von Anfang an, auch dem Online-Part der Titel zugesprochen werden muss. Jedes einzelne Gears hatte einen ausgezeichneten Singleplayer, doch von Beginn an wurde auch auf gemeinsames Spielerlebnis Wert gelegt. Nicht verwunderlich, dass mit jedem Teil, der Coop-Modus auch besser und folglich beliebter wurde.  Im dritten Teil wird der Coop-Teil mit bis zu vier Spielern und einem zusätzlichen Arcade-Modus ausgereizt. Rechnet man die Spiel-Stunden der Einzelspielerkampagne (mal 2, für einen einfachen plus einen schweren Durchlauf) mit den Stunden der Coop-Modi zusammen und addiert noch etwaige Wiederholungen für die Sammlerstücke der Kampagne, ergibt sich eine Spieldauer in Sphären, in denen sich normalerweise nur Rollenspiele tummeln.

Jedoch auch hier gibt es einen Bruchteil des Gesamten, den ich meide. Um ehrlich zu sein, ist es der von mir am meisten gehasste Teil eines Spieles in meiner Laufbahn als Spieler. Kein anderer Multiplayer schafft es, mich derart abzuschrecken, wie der von Gears of War, egal welche Nummerierung. Das traurige daran ist, dass der Titel an sich, nichts damit zu tun hat. Technisch und inhaltlich war und ist jeder Multiplayer in GoW hervorragend. Auch hier wurde mit jedem neuem Release an der Spielmechanik gefeilt und gewerkelt. Neben neuen Modi wurden meist auch neue Spielelemente integriert. Zwar wurde dabei oft bei der Konkurrenz gespickt, doch mir ist lieber gut kopiert als schlecht erfunden. Das Problem an der Multiplayer “Erfahrung” sind der Großteil der Spieler an sich – zumindest kommt es mir so vor.

Shooter Multiplayer Sessions an sich sind schon eine Sache für sich. Solange es gut läuft, ist meist Eitel Wonne, nach den ersten Frags aber, steigt das Frustpotenzial und das Gegreine beginnt. Doch in keinem anderen Spiel ist die FPF Rate – von mir ersonnene Abkürzung für: Fäkalbeschimpfungen per Frag – auf derart hohem Niveau wie bei Gears. Der Grund dafür mag an den oben beschriebenen Eigenheiten des Spiels liegen oder auch nicht – auf jedenfall ließen sich locker einige Doktorarbeiten über diese “Dynamiken” verfassen. Will man sich diese Lehrstunden von nicht im Duden verzeichneter Wörter ersparen, spielt man mit Freunden in privaten Sessions und genießt die Modi einfach zum Spaß.

Denn am Ende zählt…

doch der Spielspaß! Das Spiel hat natürlich seine Macken, doch sollte man dieses Spiel genauso wenig Ernst nehmen, wie es sich selbst Ernst nimmt. Dann kann man auch den dritten Ableger der Reihe ohne weiteres genießen – und das sogar stundenlang und ohne Reue.

XBox Sommerfest – feste feiern

Was macht ein Salzburger in Wien. Klingt nach einem schlechten Scherz und da ich ihn erzähle, würd die Pointe sicher auch nicht zünden, drum probier ich`s gar nicht erst. Jedenfalls hab ich die Reise in unsere, ähm, schöne Bundeshauptstadt angetreten, um der Einladung von Microsoft Österreich zum feste Feiern zu folgen. Und nach etwas Rätseln über die Öffiverbindung hab ich den Weg zur stylischen Location, einem alten Backstein-Fabriksgebäude, auch gefunden.

Das war dann auch vollgestopft mit XBoxen. Auf drei Ebenen wurden aktuelle und zukünftige Spiele präsentiert. Das ganze schön brav nach Altersbeschränkungen getrennt – warum hat mir das Mädel am Empfang eigentlich automatisch ein Ü18-Band verpasst?

Ja bin i den Casu… ihr wisst schon

Naturgemäß waren ein Großteil der gezeigten Titel Kinectifiziert, wenn auch alle mehr oder weniger bekannt. Leider fehlten die angekündigten Core-Gamer Titel für Kinect. Stattdessen gabs “Fruit Ninja” – am Smartphone mags noch spassig sein, aber am großen Schirm völlig sinnfrei. Etwas mehr macht da “Child of Eden” her, für mich allerdings etwas zu reizüberflutend, aber es funktioniert. “Gunstringer” hat mich bisher nicht überzeugt und nach dem antesten leider noch weniger. Die Kinect Casual-Highlights waren für mich “Raving Rabbits” und “Sesamstraße”. Das eine glänzt durch die witzigen Comicfiguren und die Schadenfreude, das andere durch die liebevolle und kultige Umsetzung.

Und die Streamliner?

Während sich Transformers 3 im Kino anschickt ein Kassenschlager zu werden, wird die Softifizierung wohl eher im Bereich Flopp einzustufen sein. Von der mäßigen Umsetzung bis zur flauen Steuerung – Schade um das Potential dieses Titels. Beim neuen Driver bin ich mir noch etwas unsicher. Durch die Umgebung und die zu kurze Anspielzeit ging die Story und das Feeling verloren. Doch die Steuerung ist griffig und die Idee des Seelentransfers zumindest neu, wenn auch etwas esotherisch. Mir bis gestern entgangen, ist ein XBLA Game namens Bastion. Ein Isometrie RPG mit Anleihen an Zelda doch wirklich sehr schönen Grafiken.

From Dust soll ja bereits in einigen Wochen kommen, entsprechend fertig wirkte das XBLA Spiel auch. Während die Steuerung recht eingängig war, ließ die Rahmenhandlung etwas zu wünschen übrig. Doch das kann sich in den eigenen vier Wänden schnell ändern. Bei Assault Horizon gabs nur ein sehr beschränktes Demo Level zur Kostprobe. Trotzdem war ersichtlich, dass der Titel eher Actionlastiger werden wird. Die schnellen Dog-Fights in einer Art Zoomansicht bringen mächtig Speed auf den Schirm. Leider fehlte eine Demo der Heli Sequenzen.

Einer meiner Wunschtitel schaffte es im letzten Moment nicht nach Wien: NHL 12 – ebensowenig wie Madden 12. In Anbetracht der meist mauen Verkaufszahlen für die Meisten von euch wohl aber erträglich. Als würdigen Ersatz gabs FIFA 12. Auch wenn ich nicht der Dribblerkönig bin, machte mir das kurze Match mächtig Spass. Die neue Physik und das überarbeitete Spielerverhalten bringen FIFA wieder einen mächten Schritt nach vorne.

Nur die Harten kommen in den Keller

Und wo gabs wohl die Hardcore-Gamer Titel? Genau: im Keller. Schön abgedunkelt mit indirekter Beleuchtung kommt metzeln, ballern, hauen und Kettensägen doch am Besten oder? Leider konnte man nicht an jedes der gezeigten Games auch Hand anlegen. Dead Island zum Beispiel. An sich schöne Grafik, sehr blutig, aber die NPCs wirkten etwas statisch. Dafür war die Physik der Waffen und der Umgebung ansprechend. Auch nur optisch präsent waren Assasins Creed Revelations und Ghost Recon Future Soldier – dafür von Herr Knippel himself. Beide dürften ihre Serien würdig fortsetzen. AC wirkte wieder etwas rauer, schmutziger. GRFS wird wohl noch etwas Actionlastiger werden als GRAW2, aber: 4 Spieler Koop in der Kampagne!

Tja und Gears of War 3? Der Singleplayer durfte nicht angespielt werden … der Horde Modus schon! Was soll ich sagen: Gears ist Gears ist Gears ist – Gears. Ich frag mich nur, wem die Kampfemanze eingefallen ist?

Auch präsentiert wurden einige Titel unter der Oberhand von Activision. Leider wurden die aber Recht frühzeitig abgebaut. So konnte ich nur noch kurz während meines ersten Rundganges ein Auge drauf werfen. Der gezeigte Prügler im X-Man Universum sah vielversprechen aus, doch man merkte der frühen Alpha Demo die Unausgewogenheit an. Meine späte Ankunft bereut, habe ich spätestens als die Activision Jungs mit Deus Ex Human Revolution abrauschten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch wenig gesehen und wollte es eigentlich fix anspielen.

Fazit

Ein Freund befand das Event als “Etwas fade. Wenig los und zu casual.”. Der Meinung bin ich nicht. Natürlich ist das Sommerfest keine E3 und Co., aber ich denke auch das soll es nicht sein. Mir hat es gefallen. Die Stimmung war gut wenn man sich drauf einließ und eigentlich hat nur das Wetter nicht ordentlich mitgespielt. Mich überrascht, hat die Offenheit der anwesenden Publisher – für unabhängige Blogs wie Rebell sind solche Veranstaltungen oftmals die einzige Möglichkeit zu direktem Kontakt. Mein Highlight war aber eine äußerst motivierte Voluntäre bei Raving Rabbits – das Mädel hat den Hasen mit einer Inbrunst und Überzeugtheit in die Falle gerufen – “kum Schatzi, kiem her Rabbit, jo kiiiieeem her!” -, dass ich allein deswegen probieren wollte. Falls einer vom XBox AT Team hier liest: bitte, dieses Mädel hat doppeltes Gehalt verdient!

Als Salzburger und damit Vertreter der westlichen Welt würde ich mir so ein Event auch mal in den gebirgigeren Regionen unseres schönen Landes wünschen.

Noch eine Anmerkung: Fotos gibts mangels ordentlicher Kamera meinerseits keine. Allerdings gäbe es wenig Neues zu sehen. Und dort wo ich Lohnenswertes geortet hätte durfte ich nicht.

Operation Flashpoint: Red River – Knallt dem Knox eine

Jeder kennt das. Da ist man irgendwo auf Besuch und schon labert einen so ein unsympathischer Gnom zu. Bleiben zwei Möglichkeiten: nett lächeln und nicken oder umdrehen und gehen. Gut es gibt natürlich noch die ein oder andere Zusatzoption doch die sind meist unzivilisierter Natur und drum von mir ausgenommen. Diese Laberbacken gibts überall, leider auch in Operation Flashpoint: Red River und heißt Staff Sergant Knox. Mister Knox hat zehn Gebote, die einem wahlweise das Leben retten oder verhindern, dass selbiges von ihm selbst genommen wird. An sich eine gute Sache aber der Herr predigt die Gebote hartnäckiger als diverse Anhänger von Glaubensrichtungen.

Schade,

denn der neue Ableger der Flashpoint Reihe hat sich ansonsten deutlich Verbessert. Nimmt man es genau, sind das Gesabbel des Zugführers bzw. generell die Kommentare der Charaktere und die dargestellte, typisch amerikanische Weltanschauung, die größten Probleme des Spiels. Während man die Phrasen des Generals in den Missionsbesprechungen wenigstens noch überklicken kann, muss man die sinnentleerten Sätze des Herrn Knox über sich ergehen lassen. Tipp von mir: Ton aus. Aber wie gesagt, schafft man es diese Kleinigkeit auszublenden, entwickelt sich Mission für Mission ein packendes Spiel.

Dabei kommt der Titel nur schleppend in Fahrt. Anfangs kämpft ihr, mit euren 3 Teammitgliedern und meist noch 2 weiteren Squads, in Tadschikistan gegen schlecht ausgerüstete Taliban Rebellen. Die ersten Missionen führen einen so relativ schonend in das Kommandosystem und die Steuerung ein. Ausserdem gewöhnt man sich so an die Simulationsnatur des Spieles. Denn Operation Flashpoint: Red River ist, wie sein Vorgänger, genau das: eine Simulation. Selbst im Standard Schwierigkeitsgrad reichen meist ein zwei Treffer und schon hat man gegen eines der Knox-Gebote verstoßen: nicht Sterben. Auf Hardcore reicht es beinahe sich das Knieaufzuschürfen um beim letzten Speicherpunkt neu starten zu dürfen. Glücklicherweise sind diese meist gut platziert, freies Speichern sucht man allerdings Vergebens. Erst mit Eintritt der PLA in den Konflikt gewinnt Red River an Geschwindigkeit und Dramatik. Durch die plötzliche Übermacht bekommen die Unionstruppen so richtig schön auf die Fresse und es entwickeln sich wirklich packende Rückzugsgefechte.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt lernt man die Umgebung zu nutzen. Deckung ist alles. Auf offenem Feld segnet man schneller das Zeitliche als man Knox fluchen kann. Einer der großen Pluspunkte des Spiels ist die offene Welt. Schlauchlevel und vorgegebene Pfad kennt Red River nicht. Die Karten sind zwar nicht riesig doch zumindest sehr Groß und meist kann man die Art und Weise wie man die Mission angeht, selbst bestimmen. In Hardcore ist Kartenstudium Pflicht, im Spiel sämtliche Anzeigen ausgeblendet sind. In den leichteren Modi werden allerdings auch hier die Marker angezeigt.

Noch eine wesentliche Neuerung gegenüber dem Vorgänger ist die Charakterentwicklung. Während Dragon Rising die Waffenklasse pro Mission vorgab, kann man nun selbst die Spezialisierung seines Alter-Egos wählen. Zudem schalten Erfahrungspunkte neue Schießprügel, Ausrüstung und Eigenschaften für die derzeitige Klasse frei. Nichts Neues eigentlich, doch Red River dreht an einer Schraube die Sinn macht. Denn levelt man z.B. den Sniper hoch und wechselt dann auf den Grenadier, behält der nun AI gesteuerte Sniper alle zuvor verdienten Fähigkeiten. Das vereinfacht das erneute Spielen auf einem höheren Schwierigkeitsgrad. Zusätzlich zu den Erfahrungspunkten bewertet das Spiel auch jede Mission mit Medaillen. Diese dienen zum verbessern klassenübergreifender Fähigkeiten wie Waffenstabilität oder Sichtweite. Ist man mit der Kampagne durch, bleiben noch eine Sammlung von Spezialaufträgen. Auch in diesem Modus gilt es Erfahrungspunkte und Medaillen zu sammeln.

Einer der wenigen negativen Punkte ist die AI. Zwar versuchen die Gegner zumindest hin und wieder zu flankieren, doch die Meisten warten auf bessere Zeiten und lassen sich die Turban vom Kopf ballern. Auch die PLA Soldaten glänzen mit Masse statt Klasse. Ich konnte auch keine Verbindung mit dem Schwierigkeitsfaktor feststellen. Die eigenen Kameraden sind da leider keine Ausnahme. Zumindest aber gehen sie selbstständig in Deckung wenn die Kugeln tief fliegen. Grafisch ist Red River nur Durchschnitt. Die Animationen und Charaktermodelle sind zwar detailiert doch die Vegetation ist spärlich und den Umgebungen fehlt es an Details. Dafür läuft alles Ruckelfrei – selbst wenn bei hohem Gegneraufkommen oder härteren Feuergefechten.

Knox, ade

Operation Flashpoint: Red River macht vieles richtig und nur wenig falsch. Mir hat mein Urlaub in Tadschikistan gefallen und da nehme ich auch gerne so Deppen wie Knox in Kauf. Die Langzeitmotivation ist gegeben und die Spieldauer je nach Schwierigkeitsgrad höher als der Durchschnitt. Zwar fehlt ein Multiplayer, was für viele ein Manko sein mag. Doch die Kampagne und die Aufträge können von vier Freunden Koop gespielt werden (was in höheren Schwierigkeiten auch dringend anzuraten ist!) und das ist mir alle mal lieber als lieblose Multiplayerklone.

Rambos werden allerdings sicher nicht glücklich werden in Tadschikistan. Ein Manko von Dragon Rising waren die “plötzlichen Tode” – wenn ein Feind mal wieder schärfe Augen als man selbst hatte. Die gibt es auch bei Red River noch, doch tragen die Umstände, meiner Meinung nach, dem Simulationscharakter bei.