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Gaming-Laptop Thunderobot ST-Plus im Test

Man kennt das: Ein Desktop-PC ist extrem schwer im alltäglichen Rucksack unterzubringen. Dementsprechend schwierig ist es, PC-Games mit gehobeneren Hardware-Anforderungen zu spielen, wenn man gerade in den Urlaub fährt, in der Arbeit sitzt oder über Weihnachten die Eltern besucht oder einfach als Student mit wenig Geld nur mit einem Desktop-PC auszukommen. Gaming-Laptops sollen Abhilfe gegenüber diesem Menschenrechtsproblem schaffen. Der Thunderobot ST-Plus soll dabei im erschwinglichen Segment punkten. Wir haben uns das Gerät genauer angesehen und für euch die wichtigsten Punkte zusammen gefasst.

Die Ausstattung

  • Intel i7 7700HQ
  • Geforce GTX1050 Ti (4GB RAM)
  • 8GB DDR4 RAM (2 Slots, bis 32GB nachrüstbar)
  • 128GB SSD + 1TB HD
  • Windows 10 Home
  • Full HD Display (mehr Infos)

Die Gaming-Leistung

Dank der verbauten SSD (die 128GB bieten auch dem ein oder anderen Lade-intensiven Spiel Platz) fährt das Notebook rasch hoch und trödelt auch sonst im Alltag nicht rum. Die zusätzliche 1TB-Festplatte sorgt für geräumigen Speicher, bei dem es nicht so flott gehen muss. Zwei Modi sind bei dem Modell vor allem beim Gamen zu unterscheiden: Der Akku-Modus und der Netzteil-Modus.

Im Netzteil-Modus hat uns das Gerät überzeugt. Player Unknown’s Battleground, eher eines der Hardware-hungrigeren Spiele der letzten Monate ließ sich mit mittleren Einstellungen flüssig spielen. Keine Ruckler gab es auch mit Outcast: Second Contact (der HD-Neuauflage von Outcast) oder dem 3,5 Jahre alten Shadows of Mordor. Mit älteren Spielen (League of Legends, Diablo 3) kam das Gerät sowieso gut zurecht.

Im Akku-Modus hat sich der Thunderobot ST-Plus nicht als wirklich taugliches Spielegerät gezeigt. Selbst beim neun Jahre alten League of Legends und stark runtergedrehter Grafik ruckelte das Bild merkbar und der Lag bei der Eingabe machte konkret da kompetetives Spielen umöglich. Die Leistungs-Reduktionen kann man zwar in diversen Einstellungen reduzieren, aber es bleibt eine bestehen und man kann dann allerdings realistischerweise nur extrem kurz spielen, bevor der Saft ausgeht.

Um das an einem Beispiel zu verdeutlichen: In Shadows of Mordor schafft der Rechner stabile 70 FPS im Netzteil-Modus, aber nur noch (instabile, von starken Einbrüchen begleitete) 40 FPS im Akku-Modus. Die Akku-Laufzeit sonst reicht für etwa 4,5 Stunden beim Videostreamen, eine halbe Stunde bis Stunde beim Gaming (je nach Leistungsanforderung).

Die Verarbeitung

2,5 Kilogramm machen das Gerät zu keinem Freund der Wirbelsäule, wenn man es in einer Umhängetasche mit sich schleppt. Und auch die 27x38x2,7cm Abmessungen legen eher einen geräumigen Rucksack als Transportverwahrung nahe. Zusätzlich dazu kommt dann natürlich noch das Netzteil. Das Gerät kommt in einem Plastik-Gehäuse daher, das sich nicht besonders wertig anfühlt aber seine Pflicht erfüllt. Die Oberseite, die den Bildschirm schützt, wirkt etwas zu flexibel und ich würde nicht allzu viel Druck darauf ausüben wollen.

Das Design hat einen leichten Stealth-Look: Unten schwarz, oben matt-grau mit flachen Kanten und einem orangen Firmenlogo und zwei orangen Design-Streifen, die gelblich leuchten. Alles in allem ist das sehr im “Gaming-Schick” gehalten (oder was Hardware-Hersteller immer noch für “Gaming-Schick” halten), oder wie der Hersteller es nennt “futuristisches Design”. An der linken Seite lassen sich über einen HDMI und zwei Mini-Display-Ports externe Monitore anschließen. Auch das Strom- und LAN-Kabel (Gigabit-LAN) werden hier eingesteckt, zusätzlich gibt es einen USB- und einen USB-C-Anschluss sowie einen CardReader. Auf der rechten Seite stehen zwei weitere USB-Anschlüsse und Klinken-Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer zur Verfügung. Das Gerät kann zusätzlich per WLAN (802.11ac) und Bluetooth (4.0) verbinden.

Das Full HD IPS-Display (15,6 Zoll, 1920×1080) läuft auf 60Hz und liefert euch eine ganz gute Bildqualität. Gute Kontraste stehen einer durchschnittlichen Helligkeit gegenüber. Die Betrachtungswinkel sind für einen einzelnen Spieler völlig ausreichend, für jemanden der zusieht werden sich aber gelegentliche Farbverfälschungen ergeben. Beim Filme-Schauen in etwas anderen Positionen als beim Gamen hielten sich die Irritationen in Grenzen.

Die in RGB-Farben LED-beleuchtete Tastatur sprang beim Testgerät einmal an einer Ecke aus ihrer Fassung, ließ sich aber leicht wieder einrasten. Sie hat einen angenehmen Druckpunkt. Das Layout ist für Notebooks aber etwas gewöhnungsbedürftig, weil Thunderobot auch auf ein Numpad nicht verzichtet hat und die Tasten deshalb etwas gedrängt sind. Ob ihr das mögt, ist sicher Geschmacksfrage.

Schlecht platziert ist hingegen die Ablüftung des Geräts. Sie bläst Rechtshändern die (unter Volllast ziemlich warme) Luft direkt auf die Maus-Hand. Die Lüftung ist stets gut hörbar, dreht aber vor allem beim Spielen ziemlich hoch, was das Gerät ziemlich laut macht. 65-70°C auf der CPU und 60-80°C auf der GPU waren in der Gaming-Praxis keine Seltenheit. Unter künstlicher Volllast erreichte die GPU die 92°C. Da übertönt man damit auch den sonst recht ordentlichen Lautsprecher-Sound mehr als einem lieb ist.

In solchen Hochlast-Phasen hängte sich das Gerät im Test auch gelegentlich auf. Andere Tests sprechen davon, dass diese Probleme mittlerweile durch Updates behoben sein sollen. Alle über Windows auffindbaren Geräte-Updates und aktuelle Grafikkarten-Treiber waren dabei am Rechner aber bereits installiert. Thunderobot rühmt sich in seinen Pressemitteilungen eines guten und schnellen 24/7-Kundenservices mit Ersatzteilen aus einem europäischen Versandlager (der Hersteller war bisher vor allem in Asien aktiv). Unsere E-Mail-Anfrage über die Webseite, nachdem die Probleme mit dem aufgehängten PC auftauchten, wurde allerdings einige Wochen später noch immer nicht beantwortet. Eine sinnvolle Lösung für die gelegentlichen Freezes haben wir also nicht.

Fazit

Das Thunderobot ST-Plus kam offiziell für 1299 Euro im Handel, wird seit etwa einem Monat aber um 999 Euro verkauft. Dadurch wird es eigentlich erst interessant und befindet sich auch in einem ziemlich fairen Preis-Segment. Alles zusammen ist es kein fehlerfreies Notebook, aber in dieser Preisklasse muss man mit Abstrichen rechnen. Die seit längerem gemeldeten Freezes und auch bei uns entdeckten sind allerdings ein Grund zu Besorgnis. Insbesondere mit einer 1050 Ti 4GB-Grafikkarte und dem 7700HQer-Prozessor ist mir beim Suchen aber nichts wesentlich Hünstigeres untergekommen. Andere Geräte kommen da nur mit leichten Abstrichen auf etwas günstigere Preise. In der Ausstattung des Thunderobot ST-Plus würde ich Auge mal Pi davon ausgehen, dass man Spiele der kommenden 2-3 Jahre spielen wird können, wenn auch im High-End-Bereich schon jetzt nicht mehr in den vollen Details.

Als Konkurrenz, die ihr euch eventuell ansehen solltet, wird insbesondere das Lenovo Legion Y529 in anderen Tests immer wieder als schärfste Konkurrenz genannt. Testen konnten wir dieses Gerät aber nicht.

Disclaimer: Sämtliche Amazon-Links auf dieser Seite sind Partner-Links. Kauft ihr etwas darüber zahlt ihr nicht mehr, aber wir bekommen einen kleinen Anteil von Amazon, um unsere laufenden Kosten zu decken.. Danke für eure Unterstützung.

Nintendo Switch

Nintendo Switch: Was ist denn nun damit?

Mit einem wirklich sinnlos aufgeblasenem Hipster-Trailer hat Nintendo kürzlich sein neuestes Konsolenbaby der Welt vorgestellt, nur um dann gleich darauf anzukünden, jetzt mal für ein Vierteljahr nichts mehr dazu zu sagen. Ganz toll. Trotzdem ist die Nintendo Switch natürlich erstmal in aller Gamermunde. Und so haben sich Tom und Konrad zusammengesetzt und über alles gesprochen, was man bisher weiß und auch noch nicht weiß. Was erwarten sie sich von der Hardware? Was vom Spiele-Lineup? Hat dieses Ding eigentlich einen Touchscreen? Braucht man eigentlich noch mobile Konsolen? Sie halten es wie es echte Experten nunmal tun: Sie labern, was ihnen dazu einfällt.

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Cobra Junior, die 10-Euro-Gamingmaus (mit Unboxing-Video)

Cobra Junior Gamingmaus
Cobra Junior Gamingmaus

Jeder hat so seine dunklen Passionen, auch tapfere Rebellen sind davor nicht gefeit. China-Gadgets haben es mir angetan. Ich laufe aktuell mit einem Noname-Telefon in der Tasche herum und konnte folglich bei der 10-Euro-Gamingmaus nicht widerstehen. Ende Mai bestellt, war das Steuergerät aus Fernost zwei Wochen später da. Wie das Abenteuer endet, lest ihr hier. Cobra Junior, die 10-Euro-Gamingmaus (mit Unboxing-Video) weiterlesen

Ein Vorschlag an Valve: Die Steambox

Die Steambox

Valve deutete kürzlich an, sich vielleicht ins Hardware-Segment zu wagen. Und weil ich am Abend manchmal auf Ideen komme, hätte ich einen Vorschlag: Die Steambox. Ein praktisches Tool, dass dem geneigten Spieler beim Synchronisieren und Backup hilft und seine Steambibliothek mobil macht. Tadaa! Ein Vorschlag an Valve: Die Steambox weiterlesen

Frühjahr 2012 ist der beste Zeitpunkt für einen PC-Neukauf

Im Frühjahr 2012 lohnt sich der PC-Neukauf

Es ist bald soweit. Nach über vier Jahren im Einsatz und einen ausfallsbedingten Mainboardtausch später, ist es Zeit für einen neuen Rechner. Die alte Kiste, bei der eine sinnvolle Aufrüstung de facto einem Neukauf gleichkäme, verbringt dann ihren Lebensabend in meiner Verwandtschaft. Ich habe lange gerätselt und gerechnet und bin zu dem Entschluss gekommen, dass das kommende Frühjahr der absolut ideale Zeitpunkt für einen Neukauf ist. Das “Warum” lest ihr im Folgenden. Frühjahr 2012 ist der beste Zeitpunkt für einen PC-Neukauf weiterlesen

Knüppeldick – Cyborg F.L.Y. 9

Vorweg: ich werde keinen Vergleich zwischen dem Aviator und dem Cyborg F.L.Y. 9 anstreben. Das wäre unfair. Und noch was: ab hier sag ich nur noch Fly oder F9! Ich steh mit Punkten nämlich auf Kriegsfuߟ — fragts meine Frau die ließt immer Korrektur.

Wo war ich? Ah ja unfair. Der F9 ist quasi das Gegenstück zum Aviator. Die Zielgruppe ist hier jedoch eine andere. Die Cyborg Reihe zielt weniger auf Realitätsnähe als auf kompromisslose Gamer ab. Vom futuristischen Design bis hin zur Ausstattung… und daraus resultierend dem Preis.  Mit ca. Euro 75,- ist der Knüppel mehr als doppelt so saftig als der Aviator.

Ein Trumpf

Normalerweise spielt man den Trumpf ja erst gegen Ende eines Spiels aus. Um von Anfang an Klarheit zu schaffen werde ich diese Regel mal Brechen. Quizfrage: was stört sowohl einen Konsolengamer (zumindest Heutzutage) und Flieger gleichermaßen? Antwort: Kabel am Gerät. Und eben dieses Manko behebt der Cyborg F.L.Y. 9 simpel durch Funktechnologie. Damit ist er der einzige Joystick mit Microsoftscher Funklizenz. Den Strom zieht der Fly aus zwei AA-Batterien.

Wir sind Eins

Wenn ihr Tuning Fans seit, habts hier euer Flightstick-Part gefunden. Was sich an dem Teil alles schrauben lässt ist interessant und Tim Tailor hätte seine Freude. Neben dem Kopf lässt sich auch der Stick selbst in der Neigung justieren. Zudem kann der Stick auch um gut 1,5cm in die Länge gezogen werden. So lässt sich der Fly wohl wirklich jeder Hand anpassen. Die Änderung der Länge hat jedoch den Nachteil, dass ein Spalt entsteht, der sich ungewohnt anfühlt. Sehr gut fühlt sich hingegen der Hauptstick an. Statt schnödem Kunststoff wurde hier eine gummierte Oberfläche verarbeitet.

Ebenfalls gummiert sind auch wieder die Standfüße. Während ich das beim Aviator bemeckert habe, halt ich hier die Füße still. Denn die Basis des Sticks bietet mehr als Metall oder Saugnäpfen. Zum einen findet sich an der Unterseite eine Aussparung für die Finger. Damit lässt sich der Stick nicht nur sehr gut Halten, durch die Positionierung kann man mit dem Zeigefinger und dem Daumen auch noch die dort angebrachten Kontrollen bedienen. Clever! Ebenfalls an der Unterseite der Basis sind Arretierungen für Kunststoffstege angebracht. Montiert man die, lässt sich der Stick bequem auf dem Oberschenkel balancieren. Hier hätte ich mir lediglich noch eine weitere Gummierung der Stege gewünscht um mehr Rutschfestigkeit zu haben. Wer das nicht mag, kann sich den Stick zwischen die Beine klemmen. Die dreieckige Form der Basis und zwei flache Flügen garantieren hier Halt.

Perfekt finde ich das Layout der Tasten. Neben den üblichen Actionbuttons und dem zweiten Analogstick als Coolie-Hat, sind auch LB und RB am Kopf untergebracht. Somit bleiben nur das Steuerkreuz und die Klickfunktion der beiden Analogsticks für die Basis. Und die sind, wie bereits erwähnt, einfach greifbar.

Vom Aviator hätte man sich hingegen den Gashebel abschauen können. Beim Fly fehlt mir die Präzision und es gibt auch keine fühlbare 50%-Stellung. Einen Tick straffer zeigt sich hingegen die Rückstellfeder und auch hier zeigt sich wieder die hervorragende Verarbeitung: quasi kein Wackeln des Hauptsticks.

Fazit

Der Cyborg F.L.Y. 9 ist ein Traum für XBox Spieler. Hier ist Sudern auf hohem Niveau gefragt. Als größten Negativpunkt muss man wohl den Preis zählen. Zwar wird einem für die Euro 75,- einiges Geboten, trotzdem find ich es happig. Vielleicht könnte MadCatz da einige Euro an der Verpackung sparen — die wäre ein Feature für sich.

Als Fazit zu beiden Sticks muss ich zugeben, positiv Überrascht zu sein. Bisher konnte ich Konsolenhardware die nicht von Microsoft kam als Müll abstempeln. Aber sowohl der “Einsteiger” als auch der “Profi” haben mich überzeugt.

Den CyborG F.L.Y. 9 gibt es für Xbox 360 und PS3 auf Amazon.

Knüppeldick – Saitek Aviator

Ach, was wäre eine Flugsim ohne meinen Freudenstab? Tschuldigung, irgendwie hilft es nix. Egal wie man zu Deutsch steht, einige Wörter sind nicht dafür gemacht übersetzt zu werden. Gut, das korrekte Wort wäre wohl auch eher Steuerknüppel, aber selbst das rumpelt. Ich denk ich bleib bei Joystick oder Knüppel, ihr wisst dann ja was ich mein?

Also zum Thema

Sucht man einen Stick für seine XBox hat man nicht unbedingt die Qual der Wahl. Die Auswahl z.B. bei Amazon ist überschaubar und einige Geräte sind wieder nur in Übersee oder Asien erhältlich. Bleibt mehr oder minder nur Saitek bzw. eigentlich MadCatz als Anbieter. Hier findet man dafür aber gleich zwei Knüppel im Angebot – namentlich den Aviator und den Cyborg F.L.Y. 9 . Beide durfte ich in den letzten Wochen mal genauer betrachten.

I’m so l33t!

Alle die wOOt und l33t sind und die andere der Reihe nach ownen, wird es freuen, dass sich der Saitek Aviator auch AV8R nennt. Unter der Marke Saitek werden viele gefinkelte Gerätschaften angeboten um eine Flugsim auch wirklich zur Simulation zu machen. Der Aviator ist dabei als Einstiegsmodell gedacht und die ca. Euro 35,– verkraften auch kleinere Geldbörsen. Geboten bekommt man dafür einen ordentlich verarbeiteten, klassischen Flightstick ohne viel Klingbim.

Getestet hab ich in meiner Eigenschaft als XBoxler vom Dienst entsprechend die XBox Version. Das allerdings, heißt hier gar nix. Der Aviator kann sowohl am PC als auch an der PlayStation angeschlossen werden – über USB nebenbei bemerkt. Die jeweiligen Versionen unterscheiden sich nur geringfügig bei den Buttons.

Ein wichtiger Faktor für einen Stick ist die Standfestigkeit. Leider sorgen weder eine Metallplatte für ordentlich Gewicht, noch sorgen Saugnäpfe für Halt. Erstaunlicherweise sorgen die 4 gummierten Fusserl trotzdem für genügend Rutschfestigkeit.

Der zweite wichtige Punkt ist die Anordnung der Buttons. Hier war ich anfangs ehrlich gesagt skeptisch. Wie im Bild ersichtlich, sind die wichtigsten Kontrollen oben am Stick angeordnet. Neben den Actionbuttons (X, Y, A, B) ist auch noch der zweite Analog-Stick als Rundumsicht-Schalter angebracht. Die restlichen Knopferl und das Steuerkreuz sind an der Vorderseite montiert. Der Throttle auf der Rückseite liegt damit aber weit entfernt und nur wirklich große Hände können alles gleichzeitig im Griff haben. Allerdings muss ich zugeben, im Betrieb störte das dann kaum. Appropos Throttle: der Gashebel gefällt mir sehr gut. Fein regel- und gut greifbar. Vor allem eine fühlbare Stufe auf 50% Stellung sorgt für ein gutes Gefühl. Die Buttons haben alle samt einen guten Druckpunkt. Wenn mich nicht alles täuscht, sind sogar Microschalter verbaut. Gefühlvoll ist auch der Hauptknüppel an sich. Durch wenig Spiel wackelt nichts und die Feder bietet einen guten Widerstand und schnelle Rückstellung. Auf Wunsch lässt sich eine beigelegte Handauflage montieren, die abrutschen vorbeugt. Auch sehr cool: der Hauptstick lässt sich natürlich um einige Grade rotieren – praktisch fürs Ruder.

Fazit

Für den relativ moderaten Preis bekommt man zwar kein technisches Wunderwerk, sehr wohl aber einen gut verarbeiteten Flightstick. Wirklich meckern mag ich nur über das Fehlen zumindest von Saugnäpfen. Ein Riesenplus des Aviator ist wohl die Linkshändertauglichkeit. Alle Kontrollen sind symmetrisch angeordnet, womit der Minderheit Respekt gezollt wird. Wer nicht für jede Plattform einen eigenen Stick rumstehen haben will, bekommt mit dem Aviator einen empfehlenswerten Einsteiger geliefert.

Morgen gibts dann den Bericht zum Cyborg F.L.Y. 9 ebenfalls von MadCatz.

Kinect Sports – Sport ist Mord

Kinect Sports ist eines der Launchgames und von Microsoft Game Studios und Rare. Schaut man sich mal bei Wii und Sony um, war es eigentlich ein Muss, dass auch für die XBox gleich mal ein Sport-Party-Spiel diesen Umfangs kommt. Die Grafik ist ganz nett gehalten und scheint die gleiche Basis zu nutzen wie einige der anderen Avatar Spiele.

Kinect Serie

    Das Spiel teilt sich in drei Modi – Party, Wettbewerb, Minispiele. Party spricht für sich: die Spieler teilen sich in zwei Teams auf und treten gegeneinander an. Bei Wettbewerb können die Sportarten einzeln gespielt werden. Ebenso bei Minispiele, nur dass hier Aufgaben vorgegeben sind. Die Modi bieten sowohl Einzelspieler als auch Online- und Lokalen Koop. Leider schwankt die Qualität der Sportarten sehr.

    – Boxen ist meiner Meinung nach völlig daneben gegangen. Man hat nie wirklich Kontrolle und es artet in wildes Gefuchtel aus – macht keinen Spaß. Kleine gute Idee: nach einem K.O. sieht man Sterne welche gepuncht werden wollen zum Wiederaufstehen.

    – Fussball ist auch nicht der Bringer. Zu simpel zeigt sich das Spielprinzip. In der Verteidigung einfach in die Linie bewegen zum Ballblocken, das wars, keine anderen Möglichkeiten. Der Angriff läuft über Stufen ab. Kein Laufen sondern einfach per Kick in die gewünschte Richtung passen – danach folgt der Torschuss. Einzige Herrausforderung stellen die Style-Attacken dar. Bei Eckbällen gibt ein Marker den Zeitpunkt und die Bewegung vor, wobei man allerdings gutes Timing haben muss.

    – Tischtennis war noch nie mein Steckenpferd, das finde ich schon im echten Leben fad. Die Spielumsetzung lässt mich da nicht umdenken. Auch hier ist einfach die Steuerung zu oberflächlich.

    – Gleiches gilt für Bowling. Links, rechts Gehen fürs grobe Platzieren, Ausholen und je nach Handhaltung etwas Drall auf den Ball. Nach wenigen Würfen schaft selbst der schlechteste Kegler einen Strike nach dem anderen.

    – Volleyball macht Anfangs sogar Spass. Die Ballwechsel können sich ziehen, was aber zur Herrausforderung beiträgt. Ein Marker zeigt die Bewegung und das Timing an. Leider kann man den Ball beim Schlag nicht mal die Richtung vorgeben, er landet vorberechnet irgendwo am Spielfeld.

    – Einziger Lichtblick ist Track and Field, im Deutschen Athletik, wobei die Punkte in 5 Disziplinen erkämpft werden müssen. Auch hier ist die Steuerung wieder sehr einfach gehalten. Aber es braucht zumindest etwas Gefühl und Schnelligkeit.

    Fazit

    Ein reines Partyspiel! Mit Freunden macht es etwas Spass aber der Brüller ists nicht. Solo kann man es vergessen, dafür sind die Computergegner zu schwach. Was mich etwas stört ist die Menüsteuerung. Hier muss teilweise die Auswahl doppelt bestätigt werden, was gerade in einem Partyspiel extrem störend wirkt.

    Kinect – Verdammt ich bin Casual


    Microsoft Kinect
    Microsoft Kinect mit XBox 360

    Oh Mann, nun ist es also soweit. Was dem einen sein erstes weißes Haar oder dem anderen das Angebot eines Jungspundes zur Platzräumung ist, ist für einem Core Gamer der plötzliche Spass an einem Casual Titel. Aber mal Hand auf’s Herz. Wie viele von euch haben schon mal neidisch bei Wii Sports zugesehen, nur um dann zu sagen: “Pfff. Kinderkacke!” So könnte man sagen, Core Gamer sind die Machos der Spielbranche. Aber wie so mancher Macho im Leben, wird auch der Spielemacho mal erwachsen und sollte von seiner festgebackenen Ansicht Abstand nehmen. Um das zu schaffen, braucht es oft einen kleinen Schupps – der hieß in meinem Fall: Kinect.

    Ich konnte, dank einer Leihgabe von Microsoft, die Bewegungssteuerung für die XBox einige Tage ausführlich testen. Neben der Grundeinheit waren auch einige Spiele im Paket und so gab es viel zu testen für mich. Deshalb teile ich das ganze auch etwas auf. Während ich hier auf das Gerät an sich eingehe, bekommen die Spiele jeweils einen eigenen Bericht.

    Kinect Serie

    Beeindruckend

    …ist die Technik hinter Kinect. Das nicht gerade kleine schwarze Geräte beherbergt einen Infrarotemitter und -kamera für die Messung der Tiefe, eine “normale” Farbkamera und dazu noch 4 Mikrofone. Das alles wird dann per Software auf der XBox zusammen verarbeitet und raus kommt eine völlig neue Art des Spielens. Klingt wie Werbung, aber ist es wirklich – wenn auch gewöhnungsbedürftig.

    Auf, auf!

    Die Installation ist, Casual üblich, durchaus einfach. Anstöpseln, einschalten und den Anweisungen folgen. Das erste Kalibrieren ist nach knapp 5 Minuten erledigt, danach folgt ein kleines Einleitungsvideo – Tipp von mir: auch wenn man gleich loslegen will, unbedingt ansehen oder eben Anleitung lesen. Trotzdem treten hier die ersten Hindernisse auf. Wie in der Anleitung – aber wer liest die denn schon – klar gemacht wird, muss genügend Platz zur Verfügung stehen. Ein Loft ist dafür zwar nicht gerade Pflicht, aber vor allem bei zwei Spielern sollte genug Platz vorhanden sein. Auch nach oben, sonst gibts Beulen – ich spreche aus eigener Erfahrung. Geschätzt reicht für zwei ein Platz von ca. 3 x 3 Metern ab Kamera – besser 3 x 4 damit man sich nicht in die Quere kommt.  Danach kann man loslegen.

    Vom Dashboard aus erreicht man per Winken den Kinect Hub, den man per Handgesten steuert – quasi ein Dashboard im Dashboard. Hier sind einige der Live Dienste und Konsolensteuerungen in Kacheln zusammengefasst. Den Handcursor bewegt man per Hand und bei verweilen auf einer Kachel “öffnet” man diese. Rechts und links gibt es Pfeile mit denen man per “wischen” auf die nächsten Funktionen blättert. Dort verbergen sich auch einige nicht offensichtliche Einstellungen wie die Kinect ID. Richtet man diese ein (weitere 5 Minuten) kann man sich per Gesichtserkennung an Live anmelden. Das ist sehr praktisch innerhalb der Spiele! Einfach vor die Kamera treten und die Box meldet das entsprechende Profil an. Einige der Dienste wurden auch an Kinect angepasst. So kann der Zune Store auch per Hand gesteuert werden, allerdings nur wenn er vom Kinect Hub aus gestartet wird. Überarbeitet wurde auch der Videochat. Hier kann nun auch zum Windows Live Messenger verbunden werden.

    Der Hub ist aber auch die erste Enttäuschung für mich. Warum kann nur ein eigens dafür geschaffener Bereich per Kinect gesteuert werden? Das Layout des Dashboards mit seinen Kacheln ist ähnlich und es würde nicht so aufgesetzt wirken. Die zweite Enttäuschung, wenn auch im vorhinein bekannt, ist die Steuerung per Sprache. Diese ist zur Zeit nur auf Englisch möglich. Gut, kein Problem, I also speak english not so bad… but it’s not so easy! Dazu muss sowohl die Landeseinstellung im Profil als auch die Systemsprache auf Englisch gestellt sein (die Systemlokation kann bleiben).

    Irgendwie bekommt man das Gefühl, dass hier mal wieder mit Zeit gegeizt wurde. Warum nicht schon von Beginn an alle Sprachen? Durch die vielen Sprachen und die unterschiedlichen Dialekte keine leichte Aufgabe und plausibel erklärt von Microsoft. Andererseits wäre es aber kein Problem gewesen, Englisch einfach für alle verfügbar zu machen. Übrigens sollen Deutsch und andere Sprachen im Frühjahr 2011 per Update nachgeliefert werden. Bleibt die Sache mit dem Kinect Hub… mir unerklärlich warum ein zusätzlicher “Layer” geschaffen werden musste. Selbiges gilt für die Dienste. Zudem stiftet es auch für Neulinge durchaus Verwirrung, warum dann doch noch ein Pad gebraucht wird. Mir scheint, hier wurde einfach versucht so schnell wie möglich Sony mit seinem Move zu kontern bzw. endlich eine Alternative zur Wii zu bieten.

    Fürs Erste…

    …wars das. Klingt nicht gut, oder? Warum also bin ich so begeistert? Kinect ist ein Controller, das muss klar gestellt werden. Ein Controller für sich ist fad. Die Software macht die Musik. Probleme mit der Hardware an sich gab es nicht. Auch die spieleübergreifenden Funktionen funktionierten einwandfrei. Hier wurden die Hausarbeiten also gemacht. Zudem kann eines über Microsoft und die Box gesagt werden: über die regelmäßigen Updates wurde schon viel verbessert und neue Funktionen geliefert. Nicht ausgeschlossen also, dass bald das normale Dashboard gesteuert werden kann. Vielleicht sind die Negativpunkte auch einfach nur auf meine Core Gamer Wurzeln zurückzuführen. Ich würde gerne von einigen Kinect Besitzern ihre Meinung dazu hören.

    Kinect gibt es im Bundle mit den Kinect Adventures bei Amazon um 149,90 Euro.

    Kinect – Ja bin ich denn schon Casual?

    Microsoft Kinect
    Microsoft Kinect mit XBox 360

    Es ist also bald soweit. Ab 4.11.2010 wird nun auch Microsoft ins Hampelmann-Geschäft einsteigen. Wer die News rund um die Bewegungssteuerung für die XBox360 zumindest etwas verfolgt hat, dem fallen wohl erst mal drei Punkte ein:

    • imposante Technik
    • imposanter Preis
    • …definitiv Casual

    Vergleicht man Kinect mit den Konkurrenten, ist es wohl die am technischsten aufwendigste Variante einer Bewegungssteuerung. Wie das nun umgesetzt sein mag, sei dahingestellt. Ob es marketingtechnisch aber so gut ist, kurz vor Veröffentlichung Features zu streichen, mag ich bezweifeln. Gerade wenn diese zuvor als Unterscheidungsmerkmal und Verkaufsargument dienten, zum Beispiel die Steuerung des Dashboards per Bewegung.

    Sieht man sich die Releaselisten an, trifft Casual voll und ganz zu. Angefangen bei diversen Tanz-, “Sport”- und “Fitness”-Titeln ergänzen einige Mini-Games und eben pure Casual Spiele das Lineup am ersten Tag. Womit wir allerdings beim Preis wären, der beginnt derzeit so bei Euro 135,– wobei da noch nichtmal zwingend ein Spiel dabei ist. Für weniger als die Hälfte bekommt man Move für die PS3 und für knapp Euro  50,– mehr eine vollständige Wii.

    Zum Kern der Sache

    Ob die Rechnung nun aufgehen mag oder nicht, sei dahingestellt. Mir als “Coregamer” ist das Wurscht, ich frag mich was kann das Teil für mich tun bzw. was wünsch ich mir, dass es für mich tut? Um Kinect aber wirklich in ein Spiel zu integrieren ist schon etwas Fantasie von Nöten. Aber mal ehrlich: genau das fehlt doch vielen Spielen heutzutage auch oder? Kinect jedoch hätte zumindest das Potential auch ernsthafte Games zu bereichern. Bereichern wohlgemerkt! Ich will mein Pad nicht mit mir selbst ersetzen. Ich mag es und ich mag mich… gemütlich auf der Couch. Will ich sporteln, geh ich mit dem Hund gassi oder mit Söhnchen zu Toys’R’Us. Mir sei ein kleiner vorweihnachtlicher Wunschzettel erlaubt.

    Genreübergreifend fallen mir auf jeden Fall schon mal die ganzen Minigames ein. Ob nun “Hacken” in welcher Form auch immer, Items erstellen, Tränke brauen oder Türme bauen. Egal, ich möcht nicht Knopferl drücken – ich will Fuchteln, Schieben und Ziehen. Besonders lustig wäre ein Trading Minigame. Schon mal in südlicheren Gefilden auf dem Markt gewesen? Das reden mit Händen und Füßen ist doch prädestiniert dafür auf Kinect umgesetzt zu werden. Nützlich wäre hingegen ein leichtes Headtracking zum betrachten der Umgebung. Und um die quasi immer nervigen Quicktime Events endlich ad acta zu legen, würd ich sogar den ein oder anderen Hüpfer über mich ergehen lassen.

    Bei taktischen Ballereien wäre das Befehlen der Kameraden über Handzeichen oder Sprache eine Wohltat. Rainbow Six und Endwar haben es schon etwas vorgemacht.

    Der Hammer bei Rollenspielen wäre das Auslösen von Spells durch Gesten. Endlich mal wären Magier-Klassen auch richtig interessant zu spielen. Hölle, ich glaub da würde mir dann sogar ein Harry Potter RPG Spaß machen. Und uiuiuiui… ein Luftgitarrensolo in Brütal Legend!

    Auch das Strategiegenre, sei es nun rundenbasierend oder Echtzeit, könnte mit der Spracheingabe und Gestenkontrolle viel an Usability und Spass gewinnen. Die Hand mal im Uhrzeigersinn drehen für “Alle markieren” oder einfach in die Richtung zum Scrollen halten oder Zoomen.

    Und, weiter?

    Zugegeben, alles recht oberflächlich und nicht wirklich nötig. Womit wir leider wieder bei den drei Punkten wären, genauer beim Zweiten. Fraglich ob diese Features einem das Geld wert wären. Anfänglich wohl eher nicht. Aber es wären für “Coregamer” zumindest Verkaufsargumente derer es Kinect aus meiner Sicht derzeit einfach mangelt.

    Obige Beispiele waren nur die dünne Schicht die an der Oberfläche meiner Zockerseele geschwommen ist. Wem Bessere einfallen oder falls jemand die bahnbrechende Idee hat, bitte Postet. Ihr erspart damit den armen Trendfindern der Spieleindustrie sicher einige bittere Stunden.

    Gamertitle: TNF Rockaut

    Die antiästhetische Maus mit Motor

    Saitek Cyborg: Insgesamt sieben Buttons lassen sich mit dem Daumen bedienen

    Meine ehrwürige Microsoft-Maus hat es hinter sich. Nach Jahren der guten Dienste – sie ist das einzige Accesoire, das mehrere PC-Wechsel überstand – werkt in meiner Hand nun die Saitek Cyborg. Das ist in so vielerlei Hinsicht ein Stilbruch, dass man manchmal vergisst, dass die beiden Geräte im grundlegendsten Inneren dasselbe tun. Die antiästhetische Maus mit Motor weiterlesen

    Stöpsel, Stecker, Strahlen

    Das AKG K930 in schwarzer Farbe
    Das AKG K930 in schwarzer Farbe

    Ich sitze am Klo, lasse der Natur ihren Lauf und höre dabei meinen liebsten Podcast. Allerdings habe ich weder einen MP3-Player dabei noch besonders laute Computerboxen. Wie ich das mache? Mit dem K930 Funk-Headset von AKG. Die österreichische Firma hat uns drei Exemplare ihres Produktsortiments zum Testen geschickt, auch ein neues Headset von Ideazon kommt unter unsere Lupe. Stöpsel, Stecker, Strahlen weiterlesen