Kategorie-Archiv: Nintendo DS

Super Smash Bros (Wii U)

Super Smash Bros 4 im Test — Nintendo schlägt zurück

Mit Mario Kart 8 hatte Nintendo bereits einen richtigen Systemseller auf den Markt geworfen. Mit Super Smash Bros 4 boxt sich der japanische Unterhaltungskonzern wieder ein Stück mehr gegen die Konkurrenz durch. Die kämpfenden Nintendo-Figuren sind wieder da und sie sehen besser aus als je zuvor. Mit 50 Charakteren, über 40 Leveln und zahlreichen Spielmodis gibt es jede Menge zu tun. Wie gut ist das Spiel wirklich? Continue reading

FIFA 15 und die Cover-Sorgen in den USA

FIFA 15, US-Cover

Lionel Messi ist der Cover-Star bei FIFA 15. In den USA wird ihm außerdem Nationalspieler Clint Dempsey zur Seite gestellt – allerdings auf zumindest einer Plattform trägt er nicht sein Seattle Sounders-Trikot, sondern das des Nationalteams. Warum? Das Bild ist selbsterklärend, oder?

Welche Trikots er auf PC, Wii U und anderen Plattformen anziehen wird, ist noch unbekannt. FIFA 15 erscheint am 25. September für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii, PC, PS Vita und 3DS.

Auch cool: Die besten Alternativen zum eingestellten Fussball Manager von EA

Zach Braff als J.D. in Scrubs

Video Games: The Movie – Scrubs-Star Zach Braff veröffentlicht Videospiel-Doku

Wenn sich Cliff Bleszinski (Unreal, Unreal Tournament, Gears of War und vor allem Jazz Jackrabbit) und Zach Braff (Scrubs, Garden State,…) zusammentun, um eine Dokumentation über den “meteorhaften Aufstieg der Videospiele” zu machen, … Ich kann diesen Satz gerade nicht vollenden, keine Ahnung, was ich mir dabei gedacht habe – diese Hitze macht mich fertig. Jedenfalls wird dieses Szenario Realität und der Film mit dem poetischen Namen Video Games: The Movie erscheint in einer Woche am 15. Juli – in Nordamerika kommt er in die Kinos, bei uns erscheint er immerhin als Download. Ihr könnt ihn auf der offiziellen Webseite bereits vorbestellen. Video Games: The Movie kostet 13$ bzw 10€ und wird wahrscheinlich gut. Den Trailer gibt es nach dem Klick

Star Wars geht für 10 Jahre an EA

Star Wars: The Old Republic

Die grundsätzliche Star Wars-Lizenz ging erst im März an Disney, die Lizenz zum Spielemachen geht nun für zehn Jahre an Electronic Arts. Es ist zweifellos eine Welt für big Corporations, isn’t it? (Lustig, wenn man dann sowas im eigenen Archiv findet: EA bald so groß wie Disney? (2005))

Wie viele Spiele in dieser Dekade nun mit einem gelben Text auf galaktischem Hintergrund starten werden, steht noch nicht fest. Offiziell angekündigt ist derzeit ja nur Star Wars: Battlefront, das grob gesagt eine Art Star-Wars-Adaption von Battlefield darstellen wird. Gleichzeitig läuft immer noch das massiv hinter den Erwartungen zurückgebliebene MMORPG Star Wars: The Old Republic. Dafür erhofft sich EA durch die “Investitionen von Disney in das Franchise” aber auch noch einmal einen Boost. Derzeit sei SW:TOR nach einigen Adaptierungen immerhin ein profitables Geschäft, sagte EA-Big-Shot Blake Jorgensen. .

Alle drei neuen Filme fallen in die Zeit des EA-Deals. Im Dezember 2015 erscheint mit Star Wars: Episode VII bekanntlich der Erste. Eine klassische Film-Umsetzung, meistens eine Garantie für ein unterdurchschnittliches Spiel-Erlebnis, soll zumindest vorerst aber nicht geplant sein. Jorgensen: “Das Schöne am Star-Wars-Franchise ist, dass es so tiefgängig und breit angelegt ist, dass du kein Film-Spiel machen musst”.

Für die Chancen externer Teams, Star-Wars-Spiele zu machen, ist dieser Disney-EA-Deal natürlich ein Problem. Obsidian zum Beispiel, das offenkundig mit der Entwicklung von Knights of the Old Republic 3 spekulierte, müsste nun auf die Gnade und Zuneigung des Mega-Publishers hoffen. Das wird nicht passieren, wie sich internationale Medien einig sind.

Sind die todgeweihten Konsolen schuld am schlechten Gamer-Image?

Nachdem ich mich gestern nacht auf Twitter dazu bemüßigt gefühlt habe, das edle Hobby des Spielens gegen eine etwas schiefe Darstellung im (ansonsten hörenswerten) Ö1 Nachtquartier mit dem Glamgeekgirl zu verteidigen, habe ich mich heute ein wenig mit den Verkaufszahlen von Spielen beschäftigt. Einige davon in eine kleine Grafik gepackt.

Ausgewählte Spieleverkaufszahlen
Ausgewählte Spieleverkaufszahlen (ihr könnt diese Grafik auch auf Facebook teilen)

Zugegeben, das ist weniger aussagekräftig über die Branche und mehr ein amüsantes Trivia (die Zahlen stammen aus der Wikipedia und sicher wird mancher darüber streiten wollen ;)). Aber so alles in allem haben mich die Zahlen durchaus ins Grübeln gebracht. Das Folgende ist – das sage ich vorab – aber keine strukturierte lange durchdachte Analyse, sondern eine Art Gedankendurchfall mit vielen gefühlten Tatsachen und intuitiven Aussagen.

Wenn man sich ansieht, wie sich die Branche als Ganzes entwickelt hat, nämlich vom Nerd- zum absoluten Mainstreamphänomen mit einer riesigen Industrie dahinter, ist die Entwicklung der Verbreitung von Spielen nicht besonders beeindruckend. Nintendo hat für NES in den 80ern und Gameboy in den 90ern je 500 Millionen Spiele verkauft, für dem Nintendo DS später eine Milliarde. Die Sony PlayStation erreichte in den 90ern auch eine Milliarde, die PS2 setzte nochmal einen drauf. Die aktuellen Generationen werden diese Zahlen kaum steigern können – und ihre Nachfolger werden auch aufgrund des kippenden Trends nach die letzten Konsolen auf absehbare Zeit sein. Natürlich: Es gibt nicht den einen, alles erklärenden Grund und das will ich auch nicht vorgaukeln.

Mehr Spieler, weniger Vielfalt in den Charts

Aber einer von den Gründen ist glaube ich dieser: Spiele – obwohl die Branche und Zahl der Konsumenten stark gewachsen ist – werden inhaltlich heute verengt wahrgenommen, haben das Image als stupide Gewaltorgien. Neben einer Menge an ahnungsloser und klischeebelasteter Medienberichterstattung in den letzten Jahrzehnten hat es natürlich auch selbstgemachte Gründe. Etwa die Art wie Spiele vermarktet werden (häufig mit möglichst spektakulärer Gewalt oder stupiden Sujets) oder welche Spiele vor allem viel Marketingbudget bekommen (gefühlt: Shooter, Shooter, Shooter und dazwischen ab und zu ein Renn- oder Sportspiel, die Sims und World of Warcraft). Selbst Spiele aus bekannten Serien, die den Klischees der intellektuellen Geisterbahn nicht entsprechen, müssen anscheinend am Cover Explosionen und dicke Waffen haben.

Das war nicht immer so. Beim Blick auf die Verkaufszahlen ist ein historischer Wandel zu erkennen. Mit der zunehmenden Grafikleistung der PCs und der letzten beiden Konsolengenerationen wurden plötzlich andere Spiele verkauft. Vor dem Jahrtausendwechsel dominierten auf PC und den Konsolen vom NES über N64, Mega Drive, Dreamcast und Playstation die Jump & Runs, Adventures, Sport-, Strategie- und Rollenspiele die Charts – und damit auch die öffentliche Wahrnehmung von Spielen. Mit der Etablierung von Playstation 2 und Xbox und noch stärker mit PS3 und Xbox 360 standen plötzlich vor allem Call of Dutys, God of Wars, GTAs und Halos in den Charts und den Covers der Magazine.

Nur Nintendo konnte am Konsolenmarkt mit dem DS und der Wii noch dagegen halten und hielt Mario, Wii-spezifische Spiele und Zelda im Rennen – beide Geräte sind auch die erfolgreichsten ihrer Generationen (dass die WiiU und der 3DS das mit ihrem etwas komplizierten Appeal noch einmal schaffen, denke ich nicht). Sie haben an die Nicht-Actionspieler gedacht und neue Käuferschichten erschlossen (enttäuschten aber andererseits fatalerweise die Core-Gamer). Etwas das Microsoft und Sony erst verspätet mit Kinect, Move und vereinzelten Spielen eingefallen ist (obwohl der Erfolg des Eye Toys die Strategie rückblickend nahegelegt hätte).

Xbox und PlayStation pushen das Bild

Ich behaupte: Der Trend zur (nur dem Anschein nach!) immer provokanter und gewaltfixierten Spielekultur kommt von diesen Konsolen. Dort sind derartige Spiele besonders erfolgreich und vor allem: Sehr wenig andere Spiele neben ihnen. Mit ihrer darauf ausgerichteten, enormen Vermarktungsmaschinerie (die es so für den PC nicht gibt), überdecken die Konsolenhersteller außerdem, dass die Branche eben kein monothematischer Haufen von Dödeln ist, sondern ein reichhaltiges Angebot für alle Bedürfnisse anbietet.

Natürlich: Auch der PC konnte sich diesem Trend zum Actionspiel bei den Top-Sellern nicht komplett entziehen (und das will ja auch niemand erzwingend). Aber er hat doch nebenbei neue Gebiete erschlossen und ein viel breiteres Angebot. Hier gibt es in den Charts nicht nur Call of Duty, Battlefield und Doom, sondern auch die Sims, Civilizations, Portals, Annos, Guild Wars und World of Warcrafts. Diese Spiele (allesamt Millionenseller) und Serien entstammen der PC-Kultur und wären ohne diese Plattform nicht denkbar. Ähnliches gilt auch die aufblühende Indie-Branche an, deren Speerspitze etwa Minecraft mit über 10 Mio. verkauften PC-Exemplaren steht und das es erst darauf aufbauend auch unter die erfolgreichsten Xbox- und Portable-Games geschafft hat.

Außenwirkung? Fatal

Nur zur Klarstellung: Ich will nicht sagen, dass Shooter und Actionspiele verachtenswert oder schlecht wären. Ich spiele selbst ab und zu gerne welche. Aber gerade die Chart-Stürmer sind meistens auch keine narrativen Highlights der Menschheitsgeschichte. Man ist oft schon positiv überrascht, wenn die Geschichten und Charaktere nicht brunzblöd sind, sondern eh ganz ok. (Und mit der Vertunnelung und Ver-Quick-Time-Eventung verlieren sie für mich gegenüber originären PC-Shootern traditionellerer Prägung auch spielerisch an Reiz. Hat jemand von euch mal die Gameplaykatastrophen gespielt, die aktuelle Call of Dutys darstellen und das länger als eine halbe Stunde ertragen?)

Von außen und zum Teil auch bei detaillierter Betrachtung sehen die am größten gepushten Spiele erschreckend aus. Selbst eine einst so gefeierte Serie wie Tomb Raider kommt nicht mehr ohne umstrittene Gewaltdarstellung aus (wenn die Sexismusdebatte manche auch anders sehen). Dass sie auf spielferne Gesellschaftsteile und damit deren Bild von der Branche irritierend und abstoßend wirken, kann niemanden wirklich überraschend.

Natürlich: Die Ignoranz von Ahnungslosen ist nicht allein den Spielen anzulasten. Dass zum Beispiel der satirische Ton von Grand Theft Auto im Kluturfeuilleton, den Nachrichtenredaktionen und bei politischen Entscheidungsträgern kaum ankommt, ist deren schuld, weil sie sich einer seriösen Auseinandersetzung verweigern. Dass Call of Duty für geschmackslose Dinge verantwortlich gemacht werden, die schon vor ihm da waren, ist ähnlich zu beurteilen.

Aber so richtig clever daran arbeiten, dass sich daran etwas ändert, tun die entscheidenden Stellen auch nicht. Zu wertvoll ist die strunzdumme Provokation und falsche Aufmerksamkeit als Verkaufsantrieb. Zu einfach und vielfach erprobt ist es, erfolgreiche Spiele für provokationsheischende Pubertierendenhorden zu machen. Zu wenig Anspruch ist in den Vorstandsebenen da, inhaltlich relevantere Spiele nicht nur als Feigenblätter zu machen (oder wenn sie gesicherte Cash Cows sind), sondern sie auch als Risikoprojekt ins Rampenlicht zu stellen. Die Situation ist so verfahren, dass sich sogar Hersteller von derartigen Spielen bereits darüber lustig machen.

Unser schönes Hobby ist natürlich gar nicht so blöd, wie es für andere Leute scheint. Aber es muss seine Vielfältigkeit selbstbewusster verkaufen. Und dazu braucht es klügeres Marketing.

Inazuma Eleven – Weltmeisterliche Unterhaltung!

Inazuma ElevenNormalerweise vermeide ich Überschriften, die die Quintessenz meines Artikels vorwegnehmen. Im Falle von Inazuma Eleven konnte ich aber nicht anders. Zu gut ist die Symbiose aus J-RPG und Fussball-Action, zu perfekt und umfangreich die Übersetzung. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass mich kein Spiel auf Nintendo‘s Doppelbildschirm zuvor so lange fesseln konnte und mir letztlich so viel Spaß gemacht hat. Und das, obwohl mir die zugrundeliegende Anime-Serie vorher nicht geläufig war. Diese gibt es (bislang) auch lediglich in Japan und einigen anderen, nicht deutsch- oder englischsprachigen Ländern. Wer Lust und Laune hat, kann sich die inzwischen über 100 Folgen mit entsprechenden Untertiteln auf einschlägigen Anime-Seiten ansehen. Ich sage allerdings vorweg: Dieses Vorwissen wird nicht benötigt, um seinen Spaß mit Inazuma Eleven zu haben. Die Spielhandlung wird auch so durch viel Sprachausgabe, Filmsequenzen und Einblendungen hervorragend erzählt.

Wir übernehmen die Geschicke von Mannschafts-Kapitän und Torhüter der Raimon Jr. High Fussballmannschaft Mark Evans, der in dem 10 Kapitel umfassenden Epos vor der schwierigen Aufgabe steht, mit seinem Team das Football Frontier Turnier zu gewinnen. In diesem Turnier treten Schulmannschaften des ganzen Landes gegeneinander an – allesamt heiß auf den Sieg und mit zahlreichen fiesen Tricks ausgestattet. Um auch nur den Hauch einer Chance gegen diese Gegner zu haben, müssen wir unsere Gurkentruppe möglichst bald in wettkampftaugliche Verfassung bringen und verbringen die ersten beiden Spielkapitel ausschließlich mit dem Erkunden des Schulgeländes und dem Aufstocken unseres dünnen Kaders. Im Verlauf des Spiels können wir bis zu 100 Mitglieder in unseren Club aufnehmen, davon 16 in den Kader für ein Spiel. Mit Hilfe unserer Team-Managerin Celia haben wir nach kurzer Zeit sogar die Möglichkeit, Spieler von anderen Clubs abzuwerben und nach bestimmten Kriterien suchen zu lassen. Das lohnt sich generell immer, denn oft warten wahre Verstärkungen nur darauf, von Celia entdeckt zu werden. Haben wir einen Spieler ausgesucht, müssen wir uns mit ihm und seinen Kumpels duellieren, um ihn in unsere Mannschaft aufnehmen zu können – Pokémon ick hör dir trapsen.

Richtig gut werden wir allerdings nur durch hartes Training. Dazu haben wir drei Möglichkeiten. Das stumpfe, kostenpflichtige Aufwerten bestimmter Charakterwerte unserer Kicker an Trainingsorten in der Spielwelt ist die Option, die ich am wenigsten genutzt habe. Viel spaßiger ist es doch, wenn wir endlich auf den Rasen dürfen. Zu diesem Zwecke gibt es Zufallskämpfe – ihr habt richtig gelesen. In Inazuma Eleven werden wir auf unserem Weg durch die Spielwelt ständig von anderen Schülern “angegriffen”, die ein kleines Match gegen uns spielen wollen. Klein ist dabei wörtlich zu nehmen, schließlich stehen bei diesen Partien pro Mannschaft nur vier Spieler auf dem Feld. Durch das Besiegen unserer Gegner gewinnen wir Erfahrungspunkte, nützliche Gegenstände und Spielwährung, hier Elan genannt, hinzu. Für Elan gönnen wir uns bessere Handschuhe, Schuhe oder andere Items, die die Werte unserer Spieler aufbessern. Die dritte und letzte Möglichkeit bieten Freundschaftsspiele. Gegner, die wir im Laufe unserer Karriere bereits besiegt haben, können wir erneut zu einem Freundschaftsspiel herausfordern.

Dann stehen auch endlich die kompletten 11 Mann pro Team zum Rasenschach auf dem Platz und wollen bewegt werden. Rasenschach passt übrigens ganz gut, wir steuern unsere Spieler nämlich nicht direkt, sondern geben mit unserem Stylus lediglich Laufwege, Pässe und Schüsse vor. Sollte uns das Treiben auf dem Feld zu hektisch werden, können wir das Spielgeschehen sogar pausieren und während der Pause weitere Anweisungen geben, die anschließend umgesetzt werden. Sobald wir in eine ergebniskritische Situation kommen wie Tackling, Dribbling, Torschuss oder Parade, haben wir die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Fähigkeiten auszuwählen. Wollen wir den Ball schießen oder köpfen, wollen wir grätschen oder abdrängen? Oder doch lieber eine der zahlreichen Spezialaktionen, ähnlich mit Zaubern in klassischen Rollenspielen, nutzen, um uns einen Vorteil zu verschaffen? Ob wir mit unseren Aktionen auch erfolgreich sind, hängt maßgeblich von den Charakterwerten unserer Spieler ab. Sollte mein Gegenspieler einen 45er Verteidigungswert und ich selbst nur eine 22 bei Dribbling stehen haben, ist die Warscheinlichkeit groß, dass ich den Ball umgehend wieder los bin. Hier spielt auch noch die Positionierung zum Gegenspieler / Tor eine Rolle über Erfolg oder Misserfolg unserer Aktion. Unterm Strich haben wir bunte, herrlich überzeichnete Schlachten, die sich wie eine Mischung aus Final Fantasy Taktik-Kämpfen und Captain Tsubasa spielen.

Auch den Multiplayer-Modus möchte ich nicht unter den Teppich kehren – mit Internetanschluss haben wir die Möglichkeit, pro Woche einen Spieler online für unser Team zu gewinnen. Freunde, die das Spiel ebenfalls besitzen, können entweder zu einem Freundschaftsspiel herausgefordert- oder mit ihnen eine Art Co-Op Liga bestritten werden, in der wir gegen besonders starke KI-Gegner antreten. Besonders letzteres macht mächtig Laune!

Haben wir das Gefühl, unsere Mannschaft genug gequält zu haben, treiben wir die Handlung voran. Der Spieler verfolgt dabei immer eine Hauptaufgabe, deren Ziel durch Pfeil auf der Karte unverfehlbar markiert wird. Während wir Anfangs unser Team vor der Auflösung bewahren müssen, gilt es später einen Spion in eigenen Reihen ausfindig zu machen oder neue Spezialaktionen zu erlernen. Langweilig wurde mir jedenfalls nie. Die Handlung wird zwischendurch übrigens immer wieder durch schöne Anime-Sequenzen weitergesponnen. Besonders gefreut habe ich mich dabei über die tolle Übersetzung. Titelsong, Sprachausgabe, Texte und sogar Schrifttafeln wurden komplett eingedeutscht – großes Lob an Level 5! Das gilt übrigens für das ganze Spiel. Wie eingangs schon beschrieben, habe ich mich von Inazuma Eleven köstlich unterhalten gefühlt, hatte wahnsinnig viel Spaß damit, mit meinem Team den Weg an die Spitze des Football Frontier Turniers zu beschreiten und kann nur jedem Besitzer eines Nintendo DS empfehlen, selbiges zu tun! Einen Trailer zum Spiel findet ihr übrigens in unserer Preview.

Inazuma Eleven – Ein Fußball-RPG für den NDS

Spannende Sache für den Nintendo DS. Mit Inazuma Eleven kommt ein in Asien sehr erfolgreiches Fußball-RPG in unsere Gefielde. Im typischen Japano-Grafikstil führt ihre eine Schulfußballmannschaft an und tweakt an ihr rum, bis euch keiner mehr das Wasser reichen kann. Wie das aussieht und wie der Touchsceen dabei verwendet wird, das zeigt der Trailer zur japanischen Version ganz gut. Wir bemühen uns aktuell um ein Testmuster, um euch nähere Eindrücke schildern zu können.

Die offizielle Beschreibung sieht so aus:
Der Held des Abenteuers ist der junge Torwart Mark Evans. Die Nintendo DS-Fans helfen ihm dabei, die bestmögliche Fußballelf der Schule zusammenzustellen, um das prestigeträchtige Football Frontier-Turnier zu gewinnen. Dabei trifft Mark auf Charaktere wie Axel Blaze, einen extrem talentierten Stürmer, der über geheimnisvolle Fähigkeiten verfügt, oder auf Jude Sharp, den Spielmacher des konkurrierenden Royal Academy-Teams, an deren Können er sich immer wieder messen muss.

Inazuma Eleven ist mehrspielertauglich und erscheint am 28. Jänner. Wer nicht warten will, bis wir es getestet haben kann es hier bereits bestellen.

Mario muss sich warm anziehen (Update)

Sonic tritt erneut gegen Mario an

ACHTUNG: Dieser Test bezieht sich ausschließlich auf die PC-Version. Die Wii-Version etwa unterstützt Online-Multiplayer!

Da ist er wieder. Der Maskottchenkampf der guten, alten Zeiten. Nintendo gegen SEGA. Mario versus Sonic. Auch das ist irgendwie Brutalität. Nach langer Verschnaupause unternimmt SEGA jetzt mit “Sonic & SEGA All-Stars Racing” erneut einen Anlauf, Nintendos bekanntem Klempner den Rang abzulaufen. Jedoch nicht am altbekannten Schlachtfeld der Jump’n’Runs und Plattformer, sondern mit einem Frontalangriff auf Mario Kart, das kultigste Rennspiel aller Zeiten. Und das nicht alleine: Gerast wird auf allen drei Nextgen-Konsolen, dem PC und dem Nintendo DS.

Lange waren Mario, Yoshi und Co unumstrittener Platzhirsch im kunterbunten “Düsen auf fantasievollen Strecken nebst der Möglichkeit sich mit allerlei aufsammelbaren Gemeinheiten um den Sieg zu bringen”. Komplizierter Satz, einfaches Spiel. Und trotzdem macht nicht jeder Titel Spaß, der sich dieses Konzepts bedient.

Und diese Sorge schien mir fast bestätigt, als sich das Menü des Spiels gleich einmal als eine unzureichende Konsolenportierung erwies. In den Optionen wird nämlich die Steuerung angezeigt, verändert werden kann sie aber nicht. Und obendrein erkennt das Spiel ausschließlich Gamepads mit Xbox 360 -Kompatibilität – und laut Internetrecherche auch von diesen nicht alle. Multiplayerspaß gibt es ausschließlich am Splitscreen, der aber ohnehin am lustigsten ist und die deutsche Übersetzung (“Gegenstandskapsel”) ist schon fast unfreiwillig komisch. Tipp: am PC gleich auf Englisch installieren.

[UPDATE] Übrigens: Mit diesem Tool lässt sich SEGA Allstar-Racing auch mit jedem anderen Gamepad spielen (evtl wird dazu noch dieser Treiber benötigt).

Ich darf euch aber eine gute Nachricht überbringen: Das waren bereits die größten Manko dieses Rennspiels. Als einer von SEGAs zahlreichen Spielehelden über absolut abwechslungsreiche Kurse zu fahren und zu driften macht einen Höllenspaß. Selbst wenn man sich nur mit der KI anlegt, deren Schwierigkeitsgrad-Abstufungen etwas grob geraten sind. Neben Einzel- und Zeitrennen kurvte ich mich auch durch Grand Prixs und Missionen, wobei letztere ab und an etwas monoton sind, mich aber trotzdem fesseln.

Das ganze sieht am PC, der offensichtlich eine leicht aufgemöbelte die Xbox-Portierung spendiert bekam, durchaus ordentlich (wenn auch nicht high-end-mässig) und erschlug mich zeitweise mit bunten Farben. Das Speed-Gefühl kommt dank des Blur-Effekts auch gut rüber, an mancher Stelle ist es mit der Verschwommenheit aber zuviel des Guten.

Zu bemängeln gäbe es noch, dass die Streckenszenarios nicht so wirken wie “aus einem Guß”, da der Grafikstil stark schwankt. Das ist jedoch der Diversität der Spiele anzulasten, der sie entnommen sind. Ein Manko, das man in Windeseile vergisst, sollte man es überhaupt bemerken.

Den guten Unterhaltungswert schuldet das Spiel nicht zuletzt der Steuerung, die gut und eingängig funktioniert. Dass die Tasten am Keyboard und Gamepad gut gewählt sind gleicht die mangelnde Konfigurationsmöglichkeit ein Stück weit aus. Auch auf der Wii hat man gute Kontrolle über sein Vehikel, wenngleich man etwas unpräziser fährt als übers Pad.

Aber was soll ich noch erzhählen? Es gibt sicher noch ein paar kleinere Mankos, die insgesamt nicht wirklich auffallen. Trotz des derben Schnitzers mit der Gamepadunterstützung hat SEGA seit Wacky Wheels das erste Spiel dieser Art geschaffen, das mich am PC wirklich begeistern konnte. Dort gibt es aber keinen Mario, der sich auf allen anderen Plattformen langsam Gedanken um seine Vorherrschaft machen muss.

Holts euch!

Alte Liebe rostet nicht

Niemals "out of date", der Gameboy Pocket
Niemals "out of date", der Gameboy Pocket

Ich bin vor kurzem umgezogen. Und wie das nach einem Umzug nunmal so ist, steht anfangs alles kreuz und quer verteilt in sämtlichen Ecken der Wohnung herum. Um mir die Zeit zwischen Schränke zusammenbauen und Kartons auspacken zu vertreiben, griff ich in das Paket mit meinen Handhelds und hatte meinen alten, aber gut erhaltenen Gameboy Pocket in der Hand. Ich setzte mich auf meinen Balkon und konnte mich in den kommenden zwei Stunden nicht mehr von Spielen wie Kirby´s Dreamland oder Super Mario Land lösen.

Inzwischen habe ich mir einige meiner früheren Lieblingsspiele bei Ebay nachbestellt und möchte das graue Kleinod nur noch ungern aus der Hand geben. Wie konnte er nur all die Jahre in einer dunklen Kiste verschimmeln? Wer sich die letzte Zeit, genau wie ich, für nur noch recht wenig der aktuellen Spiele begeistern konnte, dem sei doch die Reise in die Vergangenheit ans Herz gelegt, denn nicht nur der Soundtrack von Kirby ist immer noch der Hammer!

Das beste GTA seit Teil 2

GTA: Chinatown Wars - Zurück in der Vogelperspektive
GTA: China Town Wars - Zurück in der Vogelperspektive

Außer Vice City und den PSP-Ablegern habe ich bislang alle Teile der GTA-Serie gespielt (bzw. im Fall von GTA IV versucht, ihn zu spielen) aber spätestens seit dem dritten Teil zunehmend die Lust daran verloren. Während die ersten beiden Spiele auf kurzweilige, unkomplizierte Action setzen, wurde das Spiel danach vor allem mit irgendwelchen Features zugemüllt (gut, in Sachen Storytelling hat Rockstar auch ordentlich zugelegt). Höhepunkt dieses Unsinns war wohl San Andreas, wo man seinem Charakter mit verblödetem Buttonmashing spielentscheidende Skills dazulernen musste.

Ich habe einst in der deutschsprachigen Spielewelt einiges Aufsehen erregt, weil ich eben dieses San Andreas mit einer hohen 70er-Wertung benotet habe. Für die Fanboys und “Du musst objektiv werten”-Hardcorianer war nicht ersichtlich, dass es Menschen gibt, die den halbgaren Spielelementen nichts abgewinnen konnten. Also wurde ich damals halt als Profilierungssüchtler beschimpft. Um so schöner ist es, dass ich nun endlich wieder einmal sagen darf, dass ein Teil der GTA-Serie fantastisch gelungen ist.

Es ist kurioserweise jener, der hinter die Zeiten des ersten 3D-Teils zurück geht und der auf der technisch schwächsten aller aktuellen Plattformen erscheint: GTA: Chinatown Wars (hier kaufen) für den NDS. Es ist eines jener zwei bis drei Spiele im Jahr, deretwegen ich den keinen Handheld entstaube und für die nächsten vier Tage überall hin mitnehme.

In Chinatown Wars sind wir zurück in der Vogelperspektive, zurück in der Unkompliziertheit, zurück beim Kern des Spiels: Bei stupider, schneller Action. Alles was in die Quere kommt wird über den Haufen geknallt, die speziellen Features des DS werden ganz natürlich in die Spielerfahrung integriert und wenn man knapp vor dem Ende einer Mission ins Gras beißt dominiert nicht der Frust, sondern die Lust es nochmal zu machen.

Es ist nicht nur das beste GTA seit dem zweiten Teil. Chinatown Wars ist auch der echte dritte Teil.

Landen Mario & Sonic mit der Schnauze im Schnee?

Ausschnitt aus dem CGI-Trailer zu Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen
Ausschnitt aus dem CGI-Trailer zu Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen

Gameplay von 1985 steuert sich zwar auf der Wii heutzutage etwas anders, haut aber niemaden mehr vom Hocker. Macht nichts, befand  SEGA im vergangenen Jahr und ließ Mario und Sonic in Peking an den Start . Es war eine mäßige Sammlung an Minispielen mit teils hirnrissiger Steuerung und ohne jede Anforderung an etwas anderes als das Reaktionsvermögen und die Armmuskulatur.

Und so kam es: Anstatt sich auf den ersten offiziellen Wettkampf der beiden einst unvereinbar erscheinenden Maskottchen konzentrieren zu können, drückte man beim Rudern Knöpfchen und machte beim Schwimmen irgendwas, was zumindest ich nicht so richtig durchschaut habe.

Jetzt probieren die Hersteller es bei den Olympischen Winterspielen noch einmal. Continue reading