The Tiny Bang Story – Nettes Pixelhunting und mehr

The Tiny Bang Story - Das Spiel, für das man das Wort "nett" erfinden müsste

Es gab einen Meteoreinschlagt und eine Welt hat sich in ihre Puzzle-Teile zerlegt. Mehr muss man nicht wissen, mehr erfährt man auch nicht. Nach dieser winzigen Introsequenz setzt euch The Tiny Bang Story schnell vor die Aufgabe, die Spielwelt wieder zusammenzusetzen. Dabei ist es mehr als nur ein Puzzler, eure Gehirnzellen sind auf verschiedenste Arten gefragt.

Die Puzzle-Teile, die die Welt bedeuten, verstecken sich in handgezeichneten Szenen, die es genau abzusuchen gilt. Damit das nicht zu einfach ist, müssen in jedem Level, zahlreiche Rätsel gelöst werden, um an die begehrten Teilchen zu kommen. Auf den Punkt gebracht lässt euch The Tiny Bang Story Gegenstände suchen, die ihr in Rätsel in vorm von Maschinen oder anderen Dinge einbaut, die ihr lösen müsst, damit ihr andere Rätsel lösen könnt, die dazu führen, dass ihr die gesuchten Puzzle-Teile erreicht – die setzt ihr dann wieder zurück in die Weltkarte ein, und die Reise geht weiter. Klingt kompliziert, ist aber logisch.

Je nach euren Such- und Knobelfähigkeiten sitzt ihr wohl so zwischen 4 und 6 Stunden am Werk von Colibri Games. Langweilig ist es zu keinem Zeitpunkt. Das kindertaugliche Spiel (demnächst soll ein darauf basierendes Kinderbuch von Karin Afshar namens “How Tom Recovered Time” am iPad erscheinen) verzichtet zwar auf eine Erzählung, womit es sicherlich ein wenig Potential verspielt, aber es macht dafür auch nicht viel falsch. Alles ist im wahrsten Sinn des Wortes “nett” gemacht, läuft intuitiv ohne echte Frustmomente ab. Lediglich bei einem Rätsel hätte ich mir einen etwas genaueren Hinweis gewünscht, was denn eigentlich von mir erwartet wird und musste zu einem Video-Walkthrough greifen.

Neben den netten Bildern, die stilistisch ein wenig an Machinarium erinnern und auf Windows- (9€ auf Steam oder Desura) und Mac-PCs (8€ im Mac App Store), iPad (3€ im AppStore) und demnächst auch Android über den Schirm flimmern, ertönt ebenso nette Hintergrundmusik. Für sie gilt dasselbe, wie für das ganze Spiel: Es sprengt nicht die Grenzen eurer Vorstellungskraft, ist aber in jeder Hinsicht gut gemacht. Leute die gemütliche Knobelstunden mögen, werden gut unterhalten. Nett – nicht mehr, nicht weniger. Es gibt kein Wort, dass die kleine Krachgeschichte besser beschreiben könnte.

Während es auf PCs einige Knobler gibt, die man vor The Tiny Bang Story ausprobieren sollte (etwa Braid (2,75€), das angesprochene Machinarium oder World of Goo (das es um 3,99€auch auf iOs gibt)), kann man den Preis der Version für mobile Geräte bedenkenlos investieren. Eine Demo gibt es auf der Webseite der Hersteller.