Lesezeit:
5.5
Minuten
Neuen PC kaufen – Was kommt rein?

Unigine Heaven Benchmark (Screenshot: technic3d.com)
Tja, nun ist es soweit. Nach aller Rechnerei, theoretischen und praktischen Überlegungen zu meinem Kontostand und weil ich ein ungeduldiger Mensch bin, habe ich mir nun meinen neuen Rechner bestellt. Ich nutze diesen Beitrag nun allerdings nicht nur zum Vorstellen des Systems (=Schw… Rechenleistungsvergleich), sondern auch zur Begründung einzelner Kaufentscheidungen, zur Nennung von Alternativen und für eine Retrospektive zu meinem Kaufberatungs-Artikel von Ende November.
Schreiten wir zuerst zu den harten Fakten.
CPU: Intel Core i5 2500K (4×3,3 GhZ, 6 MB Cache)
CPU-Kühler: Enermax ETS-T40-TB
Motherboard: MSI Z68A-G43 (G3)
RAM: GEiL DIMM 8 GB DDR3-1333 Kit (2×4 GB, 9-9-9-21)
Grafikkarte: POV GeForce GTX570
HDD: TrekStor SATA-Storage 1 TB (3,5″), 32 MB Cache
Weiters: Sharkoon WPM600-Netzteil (600W), LG Blu-ray-Brenner VH10LS38, BeQuiet! Silent Wings USC-Gehäuselüfter, Interner Cardreader (3,5″) Revoltec
Da ich eher faul bin, lasse ich mir das Gerät gleich vom Händler zusammenbauen. Inkl. Versand kostet der Rechner damit ca. 1.060 Euro. Rechnet man Transport und Zusammenbau weg, würde ermit rund 940 Euro bilanzieren – ohne Betriebssystem wohlgemerkt. Über die fette Summe freuen darf sich übrigens der österreichische Versandableger von Alternate, die im Web einen sehr guten Leumund im Servicebereich vorweisen können. Der einzige Grund, warum ich den vergleichsweise viel höheren Preis für den Zusammenbau auch akzeptiert habe – sonst wäre der ganze Spaß bei der Konkurrenz von Hardwareversand um fast 100 Euro billiger gewesen. Die für mich lokalen Alternative, E-Tec und DiTech, scheiterten an der nicht vorhandenen Verfügbarkeit eines günstigen GTX570-Modells bzw. an der Unflexibiliät der Konfiguratoren und dem Zwang zu einem bestimmten Grundsystem.
Prozessor
Nach dem Hardware-Striptease nun zu den Überlegungen dahinter. Bei der Wahl des Prozessors gab es für mich drei Alternativen. Neben dem Rechenknecht von Intel waren dies der AMD Phenom II X6 1100T BE und der auf der neuen Bulldozer-Plattform basierende AMD FX-8120. Alle drei liegen preislich relativ knapp beinander, der i5 und der Phenom II X6 schlagen mit circa 190 Euro zu Buche, das Räumgerät tendentiell um 10 Euro darüber (haut mir jetzt nicht die Tagespreise um die Ohren!).
In allen relevanten Benchmarks, in meinem Falle die Leistung in Spielen und bei Multimedia überflügelt der Core i5 den Phenom deutlich. Bei den meisten anderen Verwendungszwecken, insbesondere wenn es um Programme geht, die die Mehrkernarchitektur gezielt nutzen liegen sie etwa am gleichen Niveau, mit kleinen Vorteilen für die AMD-CPU in Einzelfällen. Dieses Shootout gewinnt der Intel also relativ klar. Anders sieht das im Vergleich mit der derzeitigen Nummer 2 unter den Bulldozern aus. Zwar enttäuschte die erste Generation der neuen Architektur unter den Bedingungen heutiger Benchmarks, sie könnte aber in den kommenden Jahren von gezielterer Programmierung für Multicore-CPUs profitieren.
Die Frage ist allerdings: Wann passiert das im Softwarebereich endlich flächendeckend? Ein Gamble, bei dem ich mich für die sichere Seite entschieden habe, da der i5-2500K Intels Topmodell unter den Vierkern-CPUs ist und nach wie vor zu den leistungsstärksten CPUs zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis zählt. Nachdem ich AMD rund 10 Jahre lang die Treue gehalten habe, führt aktuell kaum ein weg an der Sandy Bridge-Architektur vorbei. Der gewählte Kühler fällt in die Kategorie “gut und günstig” und lässt auch genug Spielraum für ein wenig Übertaktung bei geringem Risiko. Da Enermax ein neuer Player im Bereich der CPU-Temperatursenker ist, sind die drei Modelle der ETS-T40-Reihe aktuell zu Kampfpreisen erhältlich.
Alternativen: Die bereits genannten AMD Phenom XII 1100T (oder auch das Modell 1090T) sowie der AMD FX-8120.
Motherboard
Ich gehöre nicht zu den Leuten, die gerne dreistellige Beträge in ein Motherboard investieren. In Anbetracht der Zukunftsfähigkeit war mir aber ein aktueller Chipsatz wichtig. Das MSI Z68A-G43 (G3) bietet diesen (Intel Z68 Express) als auch weitere Nettigkeiten zu rund 90 Euro im ATX-Format. Mit dabei sind neben zwei USB 3.0-Anschlüssen (Zukunftstauglichkeit) und PCI-Express 3.0 (ZUKUNFTSFÄHIGKEIT!) auch Virtu! (spart Energie durch flexibles Umschalten zwischen Onboard-GPU und Grafikkarte), das praktische M-Flash (Bios Backup/Restore via USB-Speicher) und erweiterte Übertaktungsfeature, was mit dem freien Multiplikator des Prozessors gut zusammenpasst.
Das Board wartet auch mit Crossfire auf. Da ich aber weder eine ATI-Grafikkarte nutze noch die Verwendung mehrerer solcher plane, ist das für mich ein unwichtiger Bonus. Anders sieht das mit der Unterstützung von Festplatten jenseits der 3-TB-Grenze als Bootmedien aus. Doch auch hier ist eher unwahrscheinlich, dass ich ein derartiges Speichermonster in diesen PC jemals verbauen werde. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren auch meine bisher stets guten Erfahrungen mit MSI-Produkten.
Alternativen: Das ASRock Z68M/USB3 in diesem Preisbereich für jene, die mit einem Brett im Mikro-ATX-Format ihr Auslangen finden. Sehr positiv von den Medien erwähnt wird auch das ASRock Z68 Extreme3 Gen3 (ATX), das jedoch bereits dreistellige Kosten verursacht.
RAM
Mit den gewählten Spezifikationen liegt der Arbeitsspeicher bereits am Limit dessen, was Board und Prozessor offiziell in Sachen Taktung ertragen. Sicher, man könnte noch mehr Megahertz aus den Rechenriegeln kitzeln, da selbige meiner Erfahrung nach aber eher zu den ausfalls-anfälligeren Komponenten zählen, werde ich da die Finger davon lassen. Auch bei der Latenzzeit gibt es definitiv noch Spielraum nach unten, in der Praxis ist ein Unterschied von CL9 zu CL7 aber kaum zu bemerken.
Mit acht Gigabyte findet heute jeder Gamer das Auslangen, wenn er zum Spielen auf nicht mehr als zwei Bildschirme setzt – also ungefähr 99,98% dieser Zielgruppe. Der Prozessor beherrscht Dual-Channeling, aus der Verwendung von zwei oder vier leistungsidenten Riegeln ergibt sich daher ein Performancevorteil. Sollte es eng werden, wäre demnach auch ein Upgrade auf 16 GB RAM kein Problem.
Alternativen: Wers dringend braucht kann den Speicher gleich verdoppeln als auch Riegel mit besseren Latenzzeiten wählen. Die Auswahl ist jedenfalls da und die DDR3-Speicherpreise sind aktuell ziemlich niedrig.
Grafikkarte
AMD und Nvidia scheinen sich aktuell ein Duell auf Augenhöhe zu liefern. Was es mir nach dem Konsumieren einiger Testberichte leicht gemacht hat, weiter auf die GeForce-Reihe zu setzen und mir das Einlesen in die Produkteigenschaften der Konkurrenz erspart. Für mich stellte sich letztlich die Frage: Oberes Mid-End (GTX560) oder bereits ein High-End-Modell (GTX570). Je nach Hersteller und Ausführung liegen zwischen den beiden Modellen Leistungsunterschiede von bis zu 20%. Meinem Ansinnen, dem starken Prozessor einen ebenbürtigen CPU-Kompagnon zur Seite zu stellen, wurden daher nur drei Optionen gerecht. 1: Eine günstige 560 GTX kaufen und selbst übertakten (das Potenzial ist relativ groß), 2: Eine teure GTX560 wählen, die standardmäßig übertaktet ist oder eben zu einer günstigen GTX570 greifen.
Ein GTX560-Standardmodell selbst auf die Performance des nächsthöheren Modells zu trimmen, wollte ich selbst nicht riskieren. Es hätte zudem weiterer Überlegungen in Sachen Kühlung bedurft. Entsprechend vorbereitete Karten wiederum liegen bereits knapp im Preisbereich der günstigen 570er-Modelle. Erschwerend kommt hinzu, dass sich ein Unterschied nicht durch das Drehen an der Megahertz-Schraube ausgleichen lässt: Die Bandbreite des Speicherbus. Wenn es hart auf hart kommt, ist dieser gut und gerne einmal der Flaschenhals, in jenen Momenten entscheidet dann der Unterschied zwischen 256 Bit und 320 Bit über flüssige Wiedergabe und Geruckel. Sicherlich Gemecker auf hohem Niveau, bei einem Kostenunterschied von 20-30 Euro lohnt sich jedoch meines Erachtens letztlich doch der Griff zum “Real Deal”.
Alternativen: Wer mit “sehr guter” statt “hoher” Leistung zufrieden ist, oder sich selbst ans Übertakten wagt, kann zu einem herkömmlichen GTX560-Modell greifen (und sollte dabei evtl. eine der wenigen Ausgaben mit mehr RAM bevorzugen). Wer wiederum den allerletzten Kick braucht und dabei nicht scheut, 400 Euro oder mehr auszugeben, muss wohl zum Ultra-High-End-Segment (GTX580 und GTX590) greifen. In Sachen Preis-/Leistung ist das aber schlichtweg irre.
Festplatte
Der einzige Spekulativkauf aller Komponenten. Denn über die Trekstor Data Storage-Platte konnte ich schlichtweg keine Reviews auftreiben. Das Unternehmen hat sich allerdings als Spezialist im Bereich externer Festplatten und ähnlicher Produkte etabliert, weswegen ich durchaus hohe Qualität erwarte. Ein weiteres Argument für das Produkt war der relativ günstige Preis (knapp über 90 Euro) im Vergleich zu Alternativen der Konkurrenz. Immerhin wartet die HDD mit 7.200 rpm und einem 32 MB starken Cache auf. Das “relativ günstig” ist eigentlich recht teuer. In den vergangenen knapp anderthalb Monaten haben die Festplattenpreise noch ein wenig zugelegt, da sich die Situation in Thailand zwischenzeitlich etwas verschärft hat, die Auslagerung der Produktionen nur langsam erfolgt und sich ebenfalls auf den Preis auswirkt. Sofern das Wetter nicht dazwischenpfuscht, könnte sich die Lage in schätzungsweise 2-3 Monaten vielleicht ein wenig entspannen.
Aufgrund sich häufender Berichte über geringe Lebensdauer bzw. schnelle Fehleranfälligkeit der ersten SSD-Generationen habe ich auf dieses Experiment, trotz nachweislicher Geschwindigkeitsvorteile, noch verzichtet. Wenn der nächste Rechner fällig wird, ich stelle das Jahr 2017 zur Aussicht, sind die Dinger vermutlich entweder überholt oder fix etablierter (und damit wesentlich erschwinglicherer) Standard. Zudem stellt hier Nachrüsten ebenfalls eine Option dar.
Alternativen: Ab einer Mehrinvestition von ca. 30 Euro im Angebot von Samsung, Hitachi, Western Digital und Co. bei gleichen Spezifikationen reichlich vorhanden.
Fazit
Am Ende herausgekommen ist ein High-End-Rechner, der sich kostentechnisch nicht zu weit aus dem Fenster lehnt. Beschafft man alle Komponenten separat und erledigt den Zusammenbau selbst, müsste das System sogar für 850-900 Euro zu haben sein. Sofern nicht ein plötzlicher Quantensprung die Computertechnik umkrempelt, sollte die Leistung dieser Compilation ausreichen um 2-3 Jahre lang auch aufwändige Games in maximaler oder zumindest sehr hoher Qualität auf den Schirm zu bringen. 4-5 Jahre – so wie bei meinem baldigen Ex-Rechner – sollte sich damit zudem problemlos arbeiten und immer noch “gut” spielen lassen. Eine Planung über einen längeren Zeitraum ist für passionierte Gamer ohnehin nicht möglich.
Sparfüchse können mit wenigen Modifikationen aus dieser Konstellation ein nettes Mid-End-System basteln, das preislich zwischen 600 und 700 Euro rangiert. Ebenso leicht kann man natürlich auch den einen oder anderen Hunderter mehr in einen wahrgewordenen, feuchten Geek-Traum stecken. Empfehlen würde ich es nicht, weil in diesen Bereichen der gebotene Gegenwert fürs hart erarbeitete Geld schlichtweg nicht mehr stimmt.
Mein alter Rechenknecht wird seinen Lebensabend als Arbeitsmaschine mit sporadischem, unaufwendigem Spieleeinsatz verbringen. “Powermachine”, wie ich ihn damals bei der ersten Windowsinstallation großspurig taufte war seine Investition jedenfalls wert. Der noch unbenannte Nachfolger (Vorschläge werden in den Kommentaren entgegengenommen) wird mir nun bald zeigen, wie die frostige Welt von Skyrim denn so mit maximalen Details und Fernsicht bis zum Anschlag aussieht :)
Super! Tweet



Guter Artikel Georg, sehr hilfreich! Ich stehe eigentlich fast jedes Jahr vor diesen Fragestellungen – gar nicht so einfach zu beantworten, wenn man nicht regelmäßig alle Fachzeitschriften und Testberichte durchackert ;-)
Für Zocker ist definitiv die Grafikkarte der kritischste Erfolgsfaktor – hier würd ich nie sparen. CPU+Motherboard würd ich eher als “Will ich in 12 Monaten wieder ein komplett neues System kaufen müssen?” einstufen.
Bezüglich Skyrim: Wirf doch mal einen Blick auf meinen Blog, da hab ich meine persönlichen Erfahrungen mit dem definitiv besten Spiel des Jahres zusammengefasst: http://www.gplusseo.at
Ich überlege mir auch eine GTX 570. :) (dzt. Sapphire Radeon HD 4870 auf PQ5 Pro mit 4 GB RAM und Core2Quad Q9550) Leider hab ich Skyrim schon durch, weiß noch nicht woran ich mich dann erfreuen soll.
Ach und so schlimm ist das mit den SSDs nicht mehr… nur sparen darf man dran halt nicht, bzw. muss man sich noch besser informieren, weil es starke Unterschiede zwischen den Herstellen und tw. auch Modellen/Serien gibt.
Ich warte noch auf den hp Pavilon HPE Phoenix 9. Sollte um knapp 1.000,– mit quasi diesen Komponenten aber einem X79 Mainbord kommen.
Ich tendle derzeit ja mit einem Laptop und drum brauch ich ein Case dazu. Die meisten Leergehäuse sind … schiach – die Schönen dafür sauteuer. Für die Zukunft hällt dann das Case her.
Oke, das mit dem Gehäuse revidiere ich! Bei DiTech finden sich ja doch einige dezente zum guten Preis.
Vielleicht dann doch mal wieder selbst schrauben. So ein Teil pro Monat :-) schont auch den Beutel.
Den Phoenix 9 kann man vergessen. In den USA ein nettes Teil mit PCIe3, GTX570, etc. bei uns EMEA ist die Ausstattung ein Witz für die 1000,–. Also back to the Roots.
ASRock Z68 Pro3 Gen3
Intel i5-2500k
ENERMAX ETS-T40-TB
Corsair 8GB DDR-3 Kit 1600MHz CL9 Vengaeance (2x4GB)
Bitfenix Raider Midi-Tower
be quiet! Efficient Power F1 600W
Samsung SSD 470 Series 128GB, 2.5″
Eine Grafikkarte warte ich noch. Für mich ist der Knecht eher ein Arbeitsfieh denn ein Spaßhobel (sonst wird meine XBox neidisch :D ).
Allerdings bin ich mir über den Zeitpunkt nich sicher. Mit April kommen die neuen Ivy Bridge Chipsets mit nativ USB 3 und PCIe 3. Die neuen AMD GraKas wissen auch zu überzeugen und NVIDIA wird nen Schmarn tun, sich den Markt wieder Abluchsen zu lassen.
Aber das ist das Leid der PCs. Immer gibts bald was besseres. Drum liebe ich meine XBox so. Da brauchts nit dauernd neue Kompos. Fackelt sich das Ding ab, kommt ne neue. Spiel rein und weiter gehts. Bei meinen Fischaugen merk ich bei der Grafik eh keinen Unterschied :D
Naja, bei der Grundausstattung wär alles andere als mindestens ne GTX560 (oder leistungsmäßiges AMD-Äquivalent) pure Verschwendung. Die Leistung eines PCs spießt sich immer am schwächsten Glied in der Kette. Bei einer GraKa unter dem Niveau kannst grundsätzlich auch einen schwächeren Core i5 und ein günstigeres Board um die 60 EUR mit anderem Chipsatz reinstecken. Wäre genauso ausreichend für einen Arbeits-PC.
Der Release der 7000er-Reihe von AMD könnte in den nächsten 2 Monaten einen Preisverfall bei der 6000er-Serie mit sich bringen, da könnte man die Augen offen halten. Das gleiche gilt für die 600er-”Kepler” von Nvidia, die die Preise der 500er-Serie drücken müsste. Deren Release ist aber aktuell nur grob mit Q1 datiert. Zudem gibt es von den 560ern (ab ca. 180 EUR) und 570er-Karten (ab ca. 270 EUR) schon recht erschwingliche Modelle.
Um nochmal zum Punkt zu kommen: Wenn die Konfiguration, wie von dir gepostet, steht, dann wäre sie mit einer der Leistung nicht entsprechenden Grafikkarte ziemliche Geldverschwendung ;)
Ja und nein. Die Frage ist welche Arbeit die Kiste erledigen soll. Mit obiger Konfig habe ich schöne Rechenpower – dem kompilieren von Quellcode ist die GraKa schnuppe. Ein i7 währe besser als eine Potente NVidia aber der Kosten/Nutzenfaktor wieder fraglich.
Und mit der Grundausstattung kann ich mir dann auch im Frühjahr, Sommer eine der neuen Generation stecken – und die Zeit bis zum Release der neuen XBox überbrücken. Fraglich nur was meine Frau Finanzministerin und Herr Nachwuchsminister sagen :D
Nebenbei. Statt einer 570er würde ich auf eine der GTX 560 Ti 448 Edition Karten greifen. Kosten unwesentlich mehr als eine 560er bringt aber fast soviel wie eine 570er. Gibts aber leider nicht mit 2Gb nur mit 1,2Gb.
Guter Artikel und sicher hilfreich, du hast sicher wesentliche Aspekte berücksichtigt wie Leistung und Preis, aber ich finde es schade, dass du nicht auf das Thema conflict materials eingegangen bist. Also Materialen, wie etwa Coltan und Cassiterit, die im IT-Bereich verwendet werden, die aus der Demokratischen Republik Kongo stammen und den dortigen Bürgerkrieg finanzieren. Laut Menschenrechtsorganisationen den blutigsten Konflikt seit dem 2. Weltkrieg. In den letzten 15 Jahren kostete er über 5 Millionen Menschen das Leben und über 300.000 Frauen wurden vergewaltigt. Der Krieg wird so lange andauern, so lange westliche Länder derartige Materialen kaufen und damit die bewaffneten Gruppen unterstützen.
Auch das sollte in so einem ausführlichen Artikel zumindest angedacht werden.
Gibts überhaupt Hardware, bei der das berücksichtigt wird?
Lieber Jo, ich bin mir dieses Problems durchaus bewusst, es ist allerdings nicht Thema des Artikels. Zudem ist es vermutlich kaum möglich, einen neuen Rechner zu kaufen, ohne auf conflict materials zurückzugreifen. Ich meine gehört zu haben, dass mittlerweile ein Gütesiegel existiert oder in Arbeit ist, dass entsprechend Hardware auszeichnen soll, die auf Rohstoffe aus diesen Gebieten verzichtet. Nur handelt es sich, so sie schon realisiert ist, um eine freiwillige Kennzeichnung hinter denen keinerlei staatliche bzw. EU-Richtlinien stehen.
Ich rate grundsätzlich dazu, klug in Hardware zu investieren. Soll heißen: Dann kaufen, wenn der Gegenwert fürs Geld in Leistung (wahrscheinlich) am Besten ist. Man sollte dabei auch nicht zu sparsam sein und lieber in ein System investieren, das als Paket zumindest drei Jahre lang seinen Zweck gut erfüllen kann, ohne aufgerüstet werden zu müssen und frühestens in 4-5 Jahren ersetzt werden muss (wohlgemerkt: Mit Fokus auf Gaming, in Office-Rechner kann man auch so investieren, dass man vermutlich noch 1-2 Jahre länger mit dem Gerät klarkommt). Eine solche Kaufstrategie mildert die Problematik immerhin ein wenig.
Har Har Har … die Verhandlungen mit der Frau Finanzministerin sind gut verlaufen. Folglich zieht auch in unserem Hause eine neuer Rechenknecht ein:
- mainboard asrock z68 extreme 7
- intel i7-2600k
- kingston ram 3x4GB khx1600c9d3k3
- ocz netzteil 750w
- ARCTIC COOLING FREEZER 13 PRO
- fractal arc gehäuse
Eigentlich wollte ich auf eine ähnliche Kombination wie von dir Vorgeschlagen eingehen… doch dann bekam ich ein unschlagbar gutes Angebot für obige Konfiguration. Damit bleibt sogar noch Kohle für eine GraKa und SSD über.
Meine XBox hab ich des Nächtens schon schluchzen hören. Dabei hat sie keinen Grund, fürs Spielen wird sie immer mein Liebling bleiben :D