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Über Markus Fischbacher

Alter: bald 30 Beruf: derzeit Vollzeitpapa (Karenz) in Teilzeitarbeit

Operation Flashpoint: Red River – Knallt dem Knox eine

Jeder kennt das. Da ist man irgendwo auf Besuch und schon labert einen so ein unsympathischer Gnom zu. Bleiben zwei Möglichkeiten: nett lächeln und nicken oder umdrehen und gehen. Gut es gibt natürlich noch die ein oder andere Zusatzoption doch die sind meist unzivilisierter Natur und drum von mir ausgenommen. Diese Laberbacken gibts überall, leider auch in Operation Flashpoint: Red River und heißt Staff Sergant Knox. Mister Knox hat zehn Gebote, die einem wahlweise das Leben retten oder verhindern, dass selbiges von ihm selbst genommen wird. An sich eine gute Sache aber der Herr predigt die Gebote hartnäckiger als diverse Anhänger von Glaubensrichtungen.

Schade,

denn der neue Ableger der Flashpoint Reihe hat sich ansonsten deutlich Verbessert. Nimmt man es genau, sind das Gesabbel des Zugführers bzw. generell die Kommentare der Charaktere und die dargestellte, typisch amerikanische Weltanschauung, die größten Probleme des Spiels. Während man die Phrasen des Generals in den Missionsbesprechungen wenigstens noch überklicken kann, muss man die sinnentleerten Sätze des Herrn Knox über sich ergehen lassen. Tipp von mir: Ton aus. Aber wie gesagt, schafft man es diese Kleinigkeit auszublenden, entwickelt sich Mission für Mission ein packendes Spiel.

Dabei kommt der Titel nur schleppend in Fahrt. Anfangs kämpft ihr, mit euren 3 Teammitgliedern und meist noch 2 weiteren Squads, in Tadschikistan gegen schlecht ausgerüstete Taliban Rebellen. Die ersten Missionen führen einen so relativ schonend in das Kommandosystem und die Steuerung ein. Ausserdem gewöhnt man sich so an die Simulationsnatur des Spieles. Denn Operation Flashpoint: Red River ist, wie sein Vorgänger, genau das: eine Simulation. Selbst im Standard Schwierigkeitsgrad reichen meist ein zwei Treffer und schon hat man gegen eines der Knox-Gebote verstoßen: nicht Sterben. Auf Hardcore reicht es beinahe sich das Knieaufzuschürfen um beim letzten Speicherpunkt neu starten zu dürfen. Glücklicherweise sind diese meist gut platziert, freies Speichern sucht man allerdings Vergebens. Erst mit Eintritt der PLA in den Konflikt gewinnt Red River an Geschwindigkeit und Dramatik. Durch die plötzliche Übermacht bekommen die Unionstruppen so richtig schön auf die Fresse und es entwickeln sich wirklich packende Rückzugsgefechte.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt lernt man die Umgebung zu nutzen. Deckung ist alles. Auf offenem Feld segnet man schneller das Zeitliche als man Knox fluchen kann. Einer der großen Pluspunkte des Spiels ist die offene Welt. Schlauchlevel und vorgegebene Pfad kennt Red River nicht. Die Karten sind zwar nicht riesig doch zumindest sehr Groß und meist kann man die Art und Weise wie man die Mission angeht, selbst bestimmen. In Hardcore ist Kartenstudium Pflicht, im Spiel sämtliche Anzeigen ausgeblendet sind. In den leichteren Modi werden allerdings auch hier die Marker angezeigt.

Noch eine wesentliche Neuerung gegenüber dem Vorgänger ist die Charakterentwicklung. Während Dragon Rising die Waffenklasse pro Mission vorgab, kann man nun selbst die Spezialisierung seines Alter-Egos wählen. Zudem schalten Erfahrungspunkte neue Schießprügel, Ausrüstung und Eigenschaften für die derzeitige Klasse frei. Nichts Neues eigentlich, doch Red River dreht an einer Schraube die Sinn macht. Denn levelt man z.B. den Sniper hoch und wechselt dann auf den Grenadier, behält der nun AI gesteuerte Sniper alle zuvor verdienten Fähigkeiten. Das vereinfacht das erneute Spielen auf einem höheren Schwierigkeitsgrad. Zusätzlich zu den Erfahrungspunkten bewertet das Spiel auch jede Mission mit Medaillen. Diese dienen zum verbessern klassenübergreifender Fähigkeiten wie Waffenstabilität oder Sichtweite. Ist man mit der Kampagne durch, bleiben noch eine Sammlung von Spezialaufträgen. Auch in diesem Modus gilt es Erfahrungspunkte und Medaillen zu sammeln.

Einer der wenigen negativen Punkte ist die AI. Zwar versuchen die Gegner zumindest hin und wieder zu flankieren, doch die Meisten warten auf bessere Zeiten und lassen sich die Turban vom Kopf ballern. Auch die PLA Soldaten glänzen mit Masse statt Klasse. Ich konnte auch keine Verbindung mit dem Schwierigkeitsfaktor feststellen. Die eigenen Kameraden sind da leider keine Ausnahme. Zumindest aber gehen sie selbstständig in Deckung wenn die Kugeln tief fliegen. Grafisch ist Red River nur Durchschnitt. Die Animationen und Charaktermodelle sind zwar detailiert doch die Vegetation ist spärlich und den Umgebungen fehlt es an Details. Dafür läuft alles Ruckelfrei – selbst wenn bei hohem Gegneraufkommen oder härteren Feuergefechten.

Knox, ade

Operation Flashpoint: Red River macht vieles richtig und nur wenig falsch. Mir hat mein Urlaub in Tadschikistan gefallen und da nehme ich auch gerne so Deppen wie Knox in Kauf. Die Langzeitmotivation ist gegeben und die Spieldauer je nach Schwierigkeitsgrad höher als der Durchschnitt. Zwar fehlt ein Multiplayer, was für viele ein Manko sein mag. Doch die Kampagne und die Aufträge können von vier Freunden Koop gespielt werden (was in höheren Schwierigkeiten auch dringend anzuraten ist!) und das ist mir alle mal lieber als lieblose Multiplayerklone.

Rambos werden allerdings sicher nicht glücklich werden in Tadschikistan. Ein Manko von Dragon Rising waren die „plötzlichen Tode“ – wenn ein Feind mal wieder schärfe Augen als man selbst hatte. Die gibt es auch bei Red River noch, doch tragen die Umstände, meiner Meinung nach, dem Simulationscharakter bei.

 

DiRT 3 – Schön schmutzig

Rennautos. Für die meisten ein unerfüllter Traum. Alleine die Spritkosten übersteigen heutzutage die üblichen Haushaltsbudgets. Mal abgesehen davon, sollte man wohl auch ein, zumindest, akzeptabler Fahrer sein. Womit ich schon mal ausfalle. Beinahe alle Kratzer und Dellen an unserem Auto stammen von mir – nur bei zwei kann ich wirklich nichts für! Zudem bin ich auch noch ein Feigling. Spür ich „das Heck kommen“, kreisch ich gleich wie ein Mädchen. Aber hey, an der Box vor dem Schirm bin ich ganz groß. Drum hat Codemasters extra für mich jetzt DiRT 3 gebracht.

Was bei DiRT 3 von Beginn an auffällt ist die Qualität der Präsentation. Die Menüs sind stylisch gestaltet und die Hintergründe schön animiert. Der Sound steht dem in nichts nach. Die Tracks sind eher rockiger Natur, doch auch einige Hip-Hop Beats finden sich auf der Tracklist. Diese gelungene Präsentation setzt sich im Spiel selbst fort. Die überarbeitete Ego-Engine glänzt mit detaillierten und vor allem flüssigen Effekten. Die Lichteffekte sind absolute Spitze – besonders die Nachtrennen mit Flutlicht.

Der Singleplayer ist wohl das Herzstück des Spiels. Statt einer schnöden Abfolge von Rennen, wartet DiRT 3 mit einer kleinen Story auf. Schon beim Erststart begrüßt einen die Teamleiterin und führt einen in die Struktur und Abläufe des Spiels ein. Die erste Saison ist dazu quasi das Tutorial in dem einem die unterschiedlichen Bewerbe näher gebracht werden. Neben den klassischen Rallybewerben mit A nach B Strecken stehen auch Rundenbewerbe mit Trucks und Buggys auf dem Programm. Das Saisonfinale wird dann meist in einem Kopf-An-Kopf/K.O.-Wettbewerb entschieden. Für gewonnene Rennen winken Prestigepunkte, die dann entscheiden welche Team-Angebote man bekommt. Heißt im Klartext nichts anderes: höherer Level = bessere Autos. Mit besseren Autos bekommt man für Bonusaufgaben noch zusätzliche Punkte. Als Ablenkung nebenbei gelten dabei die Drift- und Gymkhana-Disziplinen. Letzteres ist quasi das Skaten im Motorsport. In eingeschränkten Arenen mit Hindernissen, müssen dabei möglichst abwechslungsreiche, spektakuläre Tricks wie Sprünge, Drifts unter Lastwagenanhängern oder Spins unter Baggerschaufeln vollbracht werden.

Klingt schwer? Ist es auch. Zumindest wenn man es, wie ich, mit den Einstellungen übertreibt – da ich doch so ein Bringer am Pad bin. Doch mein Ausflug in die Welt der realistischen Einstellung, weicht schnell einer für mich realistischeren „Beginner“-Einstellung. Doch DiRT 3 schafft einen Spagat wie kaum ein anderes Rennspiel. In den einfachsten Konfigurationen reicht es eigentlich Gas zu geben, während Könner einfach sämtliche Helferlein abstellen. Dann kommt auch die realistische Physik von DiRT zur Geltung. Neben den Eigenheiten der Wagen muss man dann auch die Feinheiten der Strecken meistern. Denn die Unterschiede der Strecken sind nicht nur optischer Aufputz. Sand, Schotter, Asphalt und Schnee verlangen selbst guten Fahrern einiges ab. Hier lernt man dann auch das gelungene Schadensmodell erstmals kennen. Doch auch das dürfen Bruchpiloten wie ich glücklicherweise deaktivieren. Hervorzuheben sind auch die exzellenten Partikeleffekte. Je nach Beschaffenheit der Strecke spritzt oder staubt es und es fliegen Steine durch die Gegend. Vor allem in den Rundstreckenbewerben fährt man dann schnell blind. Das Gefühl wenn plötzlich ein Bremslicht im Schneegestöber aufleuchtet ist einmalig.

Wer sich dann durch den Singleplayer gekämpft hat und die Wägelchen bzw. Strecken kennengelernt hat, darf sich im Multiplayer vergnügen. Und ein Vergnügen ist es allemal. Neben den Rennvarianten des Einzelspielers gibt es auch noch spezielle Online-Rennen wie Capture-The-Flag. Mir hat es Outbreak angetan, dabei überträgt ein Spieler eine Seuche. Chaos pur – lasst euch überraschen! Für die absoluten Cracks gibt es auch eine Hardcore Variante ohne Fahrhilfen und mit fixer Helmkamera. Kleine Bemerkung am Rande: ganz neumodisch, schaltet erst ein, beiliegender, Code den Onlinepart frei.

Klingt gut …

und ist es auch. Trotzdem werden wohl nicht alle Spieler glücklich werden. Den einen wird DiRT 3 noch immer zu amerikanisiert sein. Tatsächlich kommt vor allem zu Beginn das klassische Rally viel zu kurz. Alte Rallyhasen müssen also weiter darben. Auch Sammler und Tuningfans bekommen mit DiRT 3 keine Gran Turismo Alternative geboten. Das Erspielen der Wagen über die Prestigepunkte wird die wenigsten lange am Ball halten. Aber vor allem das vollkommen fehlende Tuning schmerzt. Zwar können einige Attribute wie Bremsleistung, Bodenfreiheit, u.s.w. geändert werden – was auch spürbare Auswirkungen hat – doch das Schrauben und Aufmotzen der Lieblingskarren ist ein Feature, welches in der heutigen Zeit nicht fehlen darf.

In Summe ist DiRT aber für jeden Rennspieler mehr als einen Blick wert. Die gelungene Präsentation, die unterhaltsamen Bewerbe, aber vor allem die Fahrphysik sind einfach zu gut um es links liegen zu lassen.

XBox 360 Update

Da setzt man sich in der Mittagspause an die Box um schnell die letzten Feinheiten für den nächsten Beitrag abzuklären und dann gibts doch glatt das Spring-Update für die Box gratis dazu! Also, alle die Boxen anwerfen und so richtig die Microsoft Server belasten.

Das Spring-Update scheint nicht wirklich viele Neuheiten zu bringen. Das Augenscheinlichste ist der Pay-Pal Support und ein neues DVD Format. Ersteres gilt nicht in allen Ländern, letzteres schon. Das neue Format soll den Entwicklern zusätzliche 1GB mehr Speicherplatz bringen. Updates nach dem Update.

XBox – *fup* … Stille

„Also hört mal zu ihr Waschlappen. Die 8 knoxsche Regel besagt“ *fup* … Stille. In manchen Momenten hat so ein Stromausfall schon seine Vorteile. Fraglich nur, warum MacTrauma – oder wie der Typ von Grays Anatomie (die Anatomie der Darsteller ist ja wirklich nicht so schlecht) auch heißen mag – noch immer labert während Staff Sergant Knox aus „Operation Flashpoint: Red River“ ein Blackout hat. Nachdem die ersten Thesen (Katze, Kind und natürlich FRAU) widerlegt sind, folgt ein Schulterzucken und es geht weiter.

Das war vor einer Woche. Inzwischen führt sich meine rote Betty (Spitzname meiner XBox 360 Resident Evil Sonderedition!) auf wie eine der Darstellerinnen in besagter „Arzt“ Serie… zickig. In immer kürzer werdenden Abständen verdunkelt ein weiteres *fup* … Stille meinen LCD – und meine Stimmung. Ich muss mich wohl damit abfinden, dass auch Betty in das ewige Dunkel nach dem Lichte abdrifftet – mögen sie 99 jungmännliche Konsolen dort willkommen heißen.

Dabei ist Betty noch nicht mal meine Erste – und das obwohl ich Langzeitbeziehungen bevorzuge. Betty ist meine vierte XBox – in 6 Jahren. Meine Vergangenheit mit der microsoftschen Spielekiste ist also sehr … bewegt. Den ersten Red-Ring-Of-Death hatte ich bereits nach 6 Monaten und die Wiederholung ließ nicht lange auf sich warten. Da gabs dann eine gerneralüberholte Box statt der eingeschickten. Die verrichtete ihre Arbeit zwar recht Brav, aber pünktlich, zwei Monate nach Ablauf der Garantie, folgte aber auch sie ihrer Vorgängerin ins Konsolen-Nirvana. Eine Neue musste her, zuviel hatte ich schon investiert und zu sehr hab ich die digitale Ablenkung lieb gewonnen. Und so traf ich an jenem schicksalhaften Tag im Saturn Salzburg auf Betty. Wie sie da stand, in schickem Rot mit schwarzen Spitzen, ich erinnere mich noch genau. Warum nur Betty, warum willst auch du mich verlassen?

Das einzig Gute diesmal ist, noch hat Microsoft meine Betty auch so lieb wie ich – soll heißen die Garantie läuft noch. Zwar trenne ich mich nicht gerne zwei Wochen lang von meiner großen Roten (deswegen, deswegen, deswegen) aber mir bleibt wohl nichts anderes übrig.

Genervt bin ich trotzdem. Microsoft hat zwar einen sehr guten Support, was nichts an der Tatsache ändert, dass die Hardwareprobleme eine Frechheit sind. Ich bin beinahe seit dem XBox360 Start mit von der Partie. Seit 5 Jahren zahle ich brav meine Gold-Mitgliedschaft. Meine physische Spielesammlung ist sehenswert und auch einige Arcadetitel haben ihren Weg zu mir gefunden. Nebenbei verbringen meine Frau und ich auch noch regelmäßig unsere Filmabende mit dem Zune-Verleih. Ich will gar nicht durchrechnen, wieviel Geld mich das schon alles gekostet hat. Betty ist jetzt meine vierte Box, meine dritte bezahlte Box, und ich weiß nicht wie lange dieses „jetzt ists auch schon Wurscht“ Gefühl noch anhält – und wie oft meine Finanzministerin mir noch Budget einräumt. Bei Preisen von damals um die € 400,– bzw. den heutigen knapp € 200,– verständlich.

Spass beiseite! Wie gesagt, noch habe ich Garantie. Doch meinen Erfahrungen nach, heißt eine Reparatur nicht, dass ich bis zur nächsten Konsolen-Generation glücklich bleibe. Zudem ist nicht gesichert, dass ich auch wirklich meine Sonderedition wiederbekomme. Bei einem Austausch könnte auch eine Standard Box ihren Weg zu mir finden.

Wie siehts bei euch aus? Wer überbietet meine 4 Boxen? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Support gemacht? Los, gebt mir Gewissheit, dass ich nicht alleine bin.

XBox Shortnews

Junior im Bett, heißt Mittagspause für mich. Da bin ich auch gleich über zwei XBox News gestolpert, welche ich euch nicht Vorenthalten will.

Zum einen wird am 1. Juli Abends zur Xbox Summer Party 2011 in die METAstadt in Wien eingeladen. Genaueres findet ihr im XBox Österreich Blog Post bzw. wird in den nächsten Tagen eine eigene Webseite für die Anmeldung kommen.

Die Angebote der Woche sind diesmal Grogig! Scheinbar zur Feier des neuen „Pirates of the Caribbean“ Streifens, gehts auch auf XBLA piratig zu – Harharhar! Besonders Empfehlen möchte ich da „THE SECRET OF MONKEY ISLAND: SPECIAL EDITION“ ! Muss ich noch mehr sagen?

In diesem Sinne – Leinen los ihr Landratten!

Amazon Kindle – das Bücherregal in der Hand

Seit wann gibt es Bücher? Liest man sich den Wikipedia Artikel über Buchdruck durch, ist von mehreren hundert Jahren die Rede. Man kann also durchaus von einem erfolgreichen Produkt sprechen. Da wundert es dann auch nicht, wenn es einem schwer fällt, das ganze durch eine neue, oder zumindest nicht weit verbreitete, Technik zu ersetzen. Eben dazu gehören E-Books und deren Lesegeräte. Wenn auch nicht brandneu, so sieht man sie, zumindest in unseren Breitengraden, nur sehr sporadisch.

Ich selbst durfte bisher mit keinem dieser Geräte innigeren Kontakt pflegen. Nach dem „Genuss“ eines E-Books auf meinem Laptop und dem Smarty kam ich allerdings zu dem Schluss: Papier bleibt Papier … sorry, der musste sein. Trotzdem wollte ich das Experiment noch nicht als gescheitert abhaken. Gut, dass Amazon den hauseigenen E-Reader nun endlich auch im deutschsprachigen Raum anbietet und mir auf Anfrage auch promt eine Testgerät zukommen ließ.

Da das Thema E-Books  gewissen persönlichen Vorlieben und Vorurteilen nicht entbehrt, bleibe ich vorerst bei den Fakten.

Die Technik und die Fakten

Der Kindle ist mit seinen 250 Gramm erstaunlich leicht und auch die Abmessungen (190 mm x 123 mm x 8,5 mm) sind sehr angenehm – nicht größer, aber leichter als ein Taschenbuch. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Zwar wird einem kein Unibody-Gehäuse geboten, doch von Wackeln oder quietschenden Teilen keine Spur. Der graue Kunststoff wirkt hochwertig und die gummierte/texturierte Rückseite fühlt sich sehr gut an. Durch die matte Struktur und das „fehlen“ eines Touchscreens, stellen Fingertapper und Schlieren kein Problem dar.

Amazon setzt, im Gegenteil zu den meisten Konkurrenten, nicht auf die berührungsempfindlichen Bildschirme, sondern rein auf Tasten. Während die Tastatur meist ein nicht beachtetes Dasein im unteren Teil fristet, sind die Tasten zum Blättern geschickt am Rand des Gerätes positioniert – beidseitig wohlgemerkt. An der Unterseite sind dann noch ein (bisher unbenutztes) Microfon, ein (bisher kaum benutzter) Kopfhöreranschluss, der USB-Port und der Ein/Aus Schalter verbaut.

Amazon bietet den Kindle der 3. Generation in zwei unterschiedlichen Varianten an – einmal mit Wi-Fi für € 139,– und einmal zusätzlich mit 3G Modul für € 189,–. Erscheint der Preis für letztere im ersten Moment hoch, so relativiert sich der Preis jedoch, sobald man das Angebot erst genauer betrachtet. Denn Amazon „versteckt“ in der Gerätebezeichnung „free 3G“ einen tatsächlich kostenlosen 3G Zugang. Soll heißen: es wird keine zusätzliche Sim-Karte oder ein Datentarif benötigt um mit dem Gerät unterwegs im Shop zu stöbern oder Daten zu übertragen. Womit sich auch die späte Einführung in den europäischen Markt für mich erklärt, denn es war sicher nicht einfach in so vielen Ländern Verträge mit den Anbietern auszuhandeln.

Zuletzt das Prunkstück des Kindle, der Bildschirm. Dabei handelt es sich nämlich nicht um einen herkömmlichen LC-Schirm wie z.B. Laptops oder Handys, sondern um elektronisches Papier. Entsprechend zur geringen Größe des Geräts an sich, misst der Bildschirm 15cm (6 Zoll) – nicht gerade kinotauglich aber durch die Eigenschaften des E-Papers ja auch nicht dafür gemacht. Auf jeden Fall aber groß genug für das Lesen von Buchtexten.

Die Nicht-Fakten

Soviel zu den Fakten, jetzt zu den Vorurteilen. Denn die 14 Tage mit dem Kindle haben mir vor Augen geführt, dass der größte Teil meiner Skepsis gegenüber E-Books auf nichts anderem als, falschen, Annahmen beruhte.

Zum einen das leidige Thema Akku. Jeder halbwegs technikaffine Konsument hat mehr als ein paar Ladegeräte zuhause und an denen hängen Tag ein Tag aus die stromfressenden Gadgets. Den Kindle wird man aber relativ selten an der Steckdose nuckeln sehen, denn die versprochenen 30 Tage Akkuleistung sind nicht nur ein Werbeslogan! Der Grund ist die Funktionsweise des E-Papers. Diese benötigen lediglich bei einer Änderung der Anzeige Strom. Bedeutet im Normalgebrauch: bei jedem umblättern wird der Akku genötigt und darf dann wieder rasten. Nur bei extensivem Gebrauch der Funkschnittstellen, also beim Shoppen im Amazon Shop, sieht man den Akkustand sinken. Doch das lässt sich mit zwei kurzen Drückern auf den Menüknopf und daraus resultierendes de-/reaktivieren des Funks beseitigen.

Und auch die restlichen Vorurteile wurden dank dem E-Paper entkräftet. Vor allem die Lesbarkeit bzw. die Anstrengung für die Augen ist bei digitalen Nomaden auch immer ein Problem. Im Vergleich zu LCD hat der Bildschirm vom Kindle aber keinerlei Probleme mit Sonneneinstrahlung, Sichtwinkel oder Reflektionen. Im Gegenteil, muss man das E-Paper eher mit seinem analogen Namensgeber vergleichen, denn je besser die Beleuchtung, um so besser die Lesbarkeit. Der Vergleich gilt auch für die Anstrengung der Augen. Durch die extrem scharfe und detaillierte Darstellung des Bildschirms und das Fehlen jeglicher Reflexionen ist entspanntes Lesen möglich. Ein Problem beim Bildschirmlesen ist oft auch ein „stierender Blick“ und daraus resultierendes Austrocknen der Augen. Doch durch einen Nebeneffekt des E-Papers bleibt man auch davon verschont. Denn technisch bedingt „flackert“ das E-Paper bei jeder Änderung der Anzeige kurz auf – und automatisch blinzelt man gleich mit. Aber selbst ohne diesen Nebeneffekt hatte ich nie höhere Ermüdungserscheinungen als mit Büchern.

Ebenfalls Augen schonend ist das Fehlen einer Hintergrundbeleuchtung. Interessanterweise war das für mich kein Problem, jedoch aus der Sichtweise meiner Frau. Während sie der Meinung war, es wäre doch praktisch auch ohne Umgebungslicht zu lesen, vergleiche ich eher die Umstände. Einerseits ist die Bauweise dadurch flacher, es ist wie erwähnt Augen schonender und auch bei einem Buch bräuchte ich eine Lampe. Zudem gibt es etliche Hüllen oder Anstecker mit kleinen Leselampen, die das Manko gegen Einwurf eines geringen Entgeldes wettmachen.

Das größte Ärgernis meiner bisherigen Kontakte mit E-Paper Readern war aber das, oben bereits positiv, erwähnte Flimmern. Zwar dauert selbst bei langsamen Geräten das Umschalten nur Millisekunden, so war es mir einfach zu träge. Es störte schlichtweg den Lesefluss. Das ist, zugegeben, natürlich hochgradig subjektiv, nichts desto trotz aber ein schlagender Punkt. Doch Amazon hat dieses Manko durch Einsatz der neuesten Generation von E-Paper ausgemerzt. Zwar ist das Flimmern immer noch sicht- und spürbar, doch dauert es eben den Bruchteil kürzer als bei der Konkurrenz und unterbricht den Lesefluss keinesfalls.

Der Amazon Faktor

Technisch gesehen, macht Amazon mit dem Kindle also fast alles richtig. Um ehrlich zu sein, habe ich während der ganzen Zeit nicht einmal das Aufblitzen eines Ärgernisses gehabt. Zudem findet man selbst so kurz nach Einführung im deutschsprachigen Raum bereits an die 35000 E-Books bei Amazon. Viele der Neuerscheinungen bieten vom Start weg E-Books an. Leider fällt das Angebot an Zeitungen und Magazinen da jedoch wesentlich dürftiger aus. Wer der englischen Sprache mächtig ist, ist klar im Vorteil. Schade, denn die Tageszeitung am Kindle hätte etwas sehr reizvolles für mich. Nur Comicfans werden nicht glücklich werden. Zum einen durch das monochrome Display, zum anderen, da die Bilder nicht skaliert werden und somit eher wie eine Briefmarke auf einem Paket wirken. Das Stöbern im Angebot ist Amazon-typisch einfach und auch Schmökern in den Büchern ist kein Problem. Das gilt übrigens auch für die Handhabung am Kindle selbst.

Aber leider ist nicht alles eitel Wonne. Der für mich einzige negative Punkt am Kindle ist das proprietäre Format der bei Amazon erstandenen E-Books. Außer dem Kindle ist mir kein anderes, kompatibles Gerät bekannt. Umgekehrt kann der Kindle aber eben auch nicht mit dem ansonsten verwendeten ePub-Format umgehen. Genauer gesagt kann es mit dem dabei meist verwendeten Adobe DRM nichts anfangen. Geschäftstechnisch verstehe ich Amazon durchaus, so ist man mit seiner digitalen Bibliothek an den Kindle gebunden. Kundenseitig ist das aber schlichtweg ein „Killerargument“. Denn nicht nur ein Großteil der anderen E-Book Anbieter setzen auf das freie ePub-Format und die Adobe DRM, sondern vermehrt auch öffentliche Stellen wie zum Beispiel Bibliotheken. Diese bieten oft Verleihlizenzen an, welche nach einem bestimmten Zeitraum verfallen.

Fazit

Was bleibt ist reine Subjektivität. In der kurzen Zeit in der ich den Kindle testen durfte, habe ich das Gerät einigen Kollegen und Freunden gezeigt. Ja sogar im Bus oder Zug auf dem Weg in die Arbeit haben mich Leute auf das Gerät angesprochen – bei der Gelegenheit hab ich gleich ordentlich Werbung für Rebell gemacht. Die Aussagen und Meinungen waren immer dieselben: tolles Gerät, lesen geht super … aber es ist halt kein Buch. Die Haptik ist einfach eine andere.

Den einen gefällt das geringe Gewicht bzw. der Schwerpunkt nicht. Den anderen fehlt das Umblättern oder die Textur von Papier. Viele wollen nicht in Menüs klicken müssen oder die Tastatur stört sie. Die wenigsten stören sich am DRM bzw. verschwenden zu Beginn keinen Gedanken daran. Selbst wenn man alle Vorurteile und Annahmen ausschließt, das Gefühl lässt sich eben nicht einfach ignorieren.

Ich für meinen Teil trenne mich nur ungern wieder vom Kindle. Hat man sich erst an das neue Gefühl und die bequeme Art des „Buchkaufs“ gewöhnt, vergisst man leicht, dass man ein Stück Technik in Händen hält. Außerdem liegt es meinem Leseverhalten nahe. Ich lese durchschnittlich zwei Bücher im Monat, die meisten werden dabei jedoch nie wieder gelesen.

Aber, zugegeben, das Gerät ist nicht für jeden geeignet. Es gibt einige Argumente gegen E-Books, E-Reader oder den Kindle … und genau so viele für den Umstieg. Ich kann nur jedem empfehlen, sich den Kindle mal genauer anzusehen um sich selbst ein Bild zu machen. Wer viele Bücher liest und diese, wie meine Frau und ich, zum Großteil bei Amazon bestellt, bekommt mit dem Kindle um 139 Euro einen herausragenden E-Reader geliefert.

Weiterführende Links

Gewinnspiel: Age of Empires – Online Beta

Morgens, knapp vor 0800 … Zeit für ’nen Quickie. Allerdings mit etwas geänderten Regeln als beim letzten Mal – ich bin ja lernfähig. Zu gewinnen gibts diesmal 3 Keys zur Age of Empires – Online Beta, dank freundlicher Unterstützung von Microsoft Österreich. Einfach bis spätestens 19:59 und 59 Sekunden am heutigen Tag, 22. April 2011, einen Kommentar posten. Sohnemann spielt dann vorm Schlafengehen wieder Zuffi und zieht die 3 Glücklichen. Damit ’s nicht ganz so fad wird: welches AoE war euer Favorit?

Im Gegensatz zu so manch anderem Online Spiel, ist AoE Online ein vollwertiges PC Spiel. Geliefert bekommt man ein sehr schöne, Comic ähnliche Grafik und ein, zumindest für Age of Empire Kenner, neues Spielkonzept. Als Ziviliastionen stehen zur Zeit Agypter und Griechen zur Wahl wobei man mehrere Spielprofile (Spielstände) anlegen kann. Wie immer ist es Online alleine einfach fad, drum gibts neben einem Coop auch einen Spieler gegen Spieler Modus.

Das Balancing ist bereits jetzt sehr gut und die Missionen sehr unterhaltsam. Vor allem ist das Spiel auch etwas für Online Neueinsteiger, da mit einem guten „Tutorial“ losgelegt wird. Sobald ich die Freigabe bekomme, folgt außerdem ein Bericht zum Spiel.

Anmerkung:

Zum spielen wird ein durchschnittlich aktueller PC und eine dauernde Internetverbindung benötigt. Außerdem ist ein Microsoft Live Account zum Spielen Voraussetzung. Der Download vor dem Spielen ist relativ groß also nicht schrecken!

Das Wichtigste: wer Gewinnt, muss mich im Spiel adden! Ich brauch endlich Coop-Punkte und PvP-Gegener ;-)

GEWINNSPIEL BEENDET!

Homefront – Sich selbst der größte Feind

Seit meiner letzten Spielesession mit Homefront sind knapp zwei Wochen ins Land gegangen. Die Tage sind inzwischen wärmer geworden und ich hab mit meiner Familie einige entspannende Tage im schönen Loipersdorf verbringen dürfen. Drum komm ich erst jetzt zum Bericht … und das ist auch gut so, denn sonst wäre der Bericht so negativ ausgefallen wie selbst für mich unüblich. Das hat gleich mehrere Gründe, doch alles der Reihe nach.

Einfache Technik

Ich fang mal mit was Einfachem an. Technisch gesehen, geht Homefront in Ordnung. Im Hintergrund werkelt, wie so oft, die Unreal Engine. Grafisch heißt das, wie so oft, viele Details, gute Modelle aber nur mittelprächtige Texturen. Vor allem bei den Lichteffekten punkten andere Spiele besser. Störend wirken sich aber die physikalischen Effekte aus. Mit den wenigsten Objekten kann interagiert werden, aber vor allem scheinen alle Modelle aus kugelsicherem Material zu bestehen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass selbst die Großkaliberwaffen, nicht mal eine Holzverkleidung zu Brennholz verarbeiten. Im Vergleich zur Konkurrenz ein Armutszeugnis. Ohne Tadel bleibt die Stabilität: keinerlei Hänger, Ruckler oder grobe Fehler. Auch der Multiplayer lief, dank Server basierter Technik, stets mit guten Antwortzeiten und die Trefferabfrage bleibt meist plausibel.

Apropos,

Multiplayer und einfach. Den Mehrspielerpart von Homefront zu bewerten, fällt mir sehr einfach. Denn erstaunlicherweise ist er sehr unterhaltsam und motivierend. Zwar fehlen wirklich innovative Ideen oder zumindest klare Unterschiede zu anderen Spielen, doch das stört nicht weiter. Die Modi sind zwar bekannt, jedoch sehr gut umgesetzt. Das hochleveln geht anfangs zügig und flacht dann etwas ab, daraus resultierend wird man sehr schön bei der Stange gehalten. Vor allem aber das Balancing des gesamten Multiplayers ist mustergültig! Klassen, Waffen und Fähigkeiten sind sehr gut abgestimmt und selbst als Einsteiger kann man Spieler höherer Level fordern.

Aber jetzt, wirds schwierig!

Homefront spielt mit Emotionen und das im Guten, wie im Schlechten – und sowohl gewollt, als auch ungewollt. Als ersten Ausrutscher zähle ich die Spielzeit. Der reine Singleplayer auf schwer bietet eine Spieldauer von knapp 5 Stunden. Andere Spiele sehen das als Tutorialzeit an. Dabei ist der Spannungsbogen der Story gar nicht mal schlecht inszeniert. Durchwegs mit jedem neuen Level steigert sich auch die Spannung … und endet von einer Minute auf die andere. Ich konnte erst glauben, dass es vorbei ist, als mich das Spiel im Hauptmenü ausgespuckt hat. Das zweite Problem ist das Setting an sich. Die braven Amerikaner werden nämlich im eigenen Land von den bösen Koreanern angegriffen. Die Ironie in diesem Satz ist wohlgemerkt Absicht, denn ich habe selten ein derart amerikanisiertes und geradezu schmerzhaft patriotistisches Spiel gespielt. Kaos Studios stellt Amerika in Homefront als Heilsbringer dar. Politische oder gar gesellschaftliche Kritik sucht man vergebens. Selbst „Americas Army“, ein Spiel der amerikanischen Regierung, das bereits hart an der Grenze des erträglichen agiert, ist nicht derart schreiend offensichtlich. Dabei wird vor allem nicht nur Amerika hochgehalten und Korea als Erzbösewicht niedergemacht, sondern man kritisiert auch noch andere Staaten und Verbände, vorne Weg Europa und natürlich Russland und China. Das alles sehe ich sehr kritisch. In einem fiktiven Szenario, fiktive Staaten an reale Szenarios und reale Staaten anzupassen, ist eine – nennen wir es künstlerische –  Freiheit, doch gerade in heutigen Zeiten mit derart realistischen Endzeitszenarien zu provozieren, finde ich schlichtweg pietätlos. Zum dritten wären da einige Szenen bei denen es mir selbst jetzt noch die Ganslhaut aufzieht.

Unnötig

Allen voran eine Szenen zu Beginn des Spieles. Dabei „darf“ man beobachten, wie die Eltern eines Kindes auf offener Straße exekutiert werden. Das liest sich jetzt „weniger schlimm“, doch audio-visuell sieht das dann so aus:

Danach folgen Szenen in denen man Massengräber sieht, sich darin nebenbei auch noch versteckt oder man ganze Garnisonen an Koreanern bei lebendigem Leib verbrennen sieht, während die Protagonisten markige Sprüche klopfen. Das ist nur ein kleiner Auszug an „Features“ von Homefront. Das Problem an dem ganzen ist auch, dass es in keiner Relation steht. Es wird damit nicht offen Kritik an Themen geübt, sondern man nutzt den Schockmoment und den Tabubruch für die „Einschaltquoten“. Schade ist das alles, da der Singleplayerpart trotz allem gar nicht mal als schlecht eingestuft werden kann.

Schade ist auch,

dass das alles den Eindruck eines ansonsten gar nicht mal so schlechten Spieles verdirbt. Mischt man dem Spiel 4 zusätzliche Stunden bei, sodass es zumindest an der Grenze des zumutbaren kratzt und gibt noch einige zusätzliche Gegnertypen – im Grunde genommen lassen die sich nämlich auf 4 Typen destilieren – hinzu, hat das Spiel alles was einen guten Shooter ausmacht. Action, Rettungs-, Flucht- und Angriffsmissionen, abwechselnd per Pedes und motorisiert und selbst die KI ist gar nicht mal schlecht. Im Gegenteil zu Prime-Time-Games wie BF:BC2 schaffen es die KI-Kollegen sogar einige Gegner zu eliminieren. Die Story wird gut erzählt und mit einigen Elementen bereichert, der Wiederspielwert durch Sammelobjekte gehoben.

Fazit

Betrachtet man Homefront, ganz neutral und unvoreingenommen, ist es kein schlechtes Spiel. Der Multiplayer ist sehr gut gelungen und der Singleplayer hat gute Ansätze. Doch die Spielzeit von letzterem ist ein Witz für ein Vollpreisspiel und es wird einfach zu wenig geboten.

Wie gesagt, Homefront spielt mit Emotionen und spaltet die Spielergemeinde. Während die einen nichts an den erwähnten Problemen finden oder sogar verteidigen, empören sich die anderen über diese Themen. Ich bin kein professioneller Spielejournalist und darum nehme ich mir heraus, voreingenommen und eben nicht neutral sein zu dürfen. Und eben aus dieser Sicht, ist Homefront für mich ein Kandidat für die Mülltonne. Ich bin bei weitem kein Weltverbesserer oder Sittenprediger, doch meiner Meinung nach geht Kaos Studios schlichtweg zu weit.

Aufgrund meiner emotionalen Haltung gegenüber Homefront enthalte ich mich diesmal einer Wertung. Einige Berichte im Internet haben einen neutralen Blick auf das Spiel zu Wege gebracht und es gibt massig Videos auf den üblichen Plattformen. Ich rate allen sich vor dem Kauf ein Bild zu machen und erst dann zu entscheiden.

Warriors: Legends of Troy – ein Tritt in den Pitt (Gewinnspiel)

Trojanische Pferde sind mir ein Graus. Zum einen hat das mit meiner Arbeit als Computerheini zu tun, zum anderen weil mir der Sinn hinter einem hölzernen Pferd nicht eingeht. Wie dumm müssen die Jungs damals denn gewesen sein, dass Schaukelpferdchen einfach so ins Städtelein zu stellen. Egal, der Mythos hat auch so einiges für sich … Helena zum Beispiel, und … ok eigentlich nur Helena.

Die bekommt man bei Warriors: Legends of Troy aber leider nicht wirklich zu sehen. Aber das ist nicht das einzige Problem des neuesten Warriors Ablegers. Viele von euch werden die Warriors Serie wohl nicht kennen, da sie in unseren europäischen Breitengraden eher ignoriert wird. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, auf das wesentliche reduziert aber einleuchtend: asiatische Settings, eintönige Spielmechanik, unauffällige Technik. Im aktuellen Ableger wurde zumindest schon das Setting überdacht, doch auch das hilft leider nichts.

An sich wird der Mythos um Troja wirklich gut erzählt. Die CGI Filmchen sehen sehr gut aus und sind auch ordentlich inszeniert. Zwischen den Missionen wird die Geschichte in Comic-artigen Zwischensequenzen erzählt und weiter gesponnen. Und um die positiven Aspekte auf einen Haufen zu werfen: statt dem üblichen hochleveln der Protagonisten können mit Kampfpunkten Gegenstände zum verbessern der Attribute gekauft werden – gut gemacht, funktioniert, passt.

Aber das wars auch schon, der Rest ist Matsch – Einheitsmatsch. Man kämpft sich ohne große Schwierigkeiten von einer Gegnergruppe zur anderen. Dabei benötigt man meist wenig Können, es reicht hirn- und sinnfrei auf die Controllerbuttons einzuhämmern und schon fallen die Gegner in Scharen. Lediglich die stärkeren Widersacher und Zwischen- bzw. Endbosse benötigen zumindest einen Ansatz von Taktik, doch auch das hat man schnell im Griff. Zudem unterscheiden sich die spielbaren Charaktere einfach zu wenig. Zwar hat jeder seine Stärken, doch durch simples Buttonsmashing ist das schlichtweg egal.

Ähnlich lieblos sind die Missionen gestaltet. Sowohl im Auftragsdesign, als auch in der grafischen Darstellung hinkt der Titel selbst einigen XBLA Spielen hinterher. Die Schlauchlevel würden mich an sich noch wenig stören. Doch so trostlos und vegetationsfrei kann ich mir die Türkei einfach nicht vorstellen und selbst wenn, etwas künstlerische Freiheit hätte ich mir da schon gewünscht. Einzig an der technischen Umsetzung kann nichts bekritelt werden: es ruckelt nichts und sowohl die Animationen, als auch die Modelle sind in Ordnung.

Fazit

Ich könnte noch einige Absätze mehr schreiben, doch um ehrlich zu sein, ist mir die Zeit zu schade. Allerdings muss ich zugeben, dass mir die Warriors Reihe noch nie einen freudigen Jauchzer entlockt hat. Das Fazit von meiner Seite lautet daher eher gnädig: wer den bisherigen Warriors etwas abgewinnen konnte, kann auch bei Troja zugreifen. Der Rest leiht sich den Hollywood-Streifen, kauft Popcorn und verbringt unterhaltsamere Stunden.

Gewinnspiel

Wer sich selbst ein Bild machen will, der hinterlässt einfach einen Kommentar. Am Freitag, 8. April, gewinnt einer von euch unser Testexemplar.

[Edit: 10.04.2011] Gewinnspiel beendet – Mazokko ist der Glückliche.

Gears of War 3 – Multiplayer Beta Key Quickie

Nur ein Quickie für zwischendurch. Wer hier als erstes den vollen Namen von Dude Huge postet, seines Zeichens Design Director bei Epic Games, der bekommt meinen Gears of War 3 Multiplayer Beta Zugang! Ihr denkt das ist doch einfach? Das schwierige ist, den Namen KORREKT wiederzugeben.

Anmerkung: Voraussetzungen sind zum einen vollendetes 18. Lebensjahr und ein vorhandener XBox Live Gold Zugang! Die Beta startet in diesem Frühjahr.

DAS GEWINNSPIEL IST VORBEI!

Dead Space 2 – Schreck, Kreisch, Fürcht

Ich gebs zu, ich bin eine Memme. Zumindest wenn es um Angst und Schrecken verbreitende Medien geht. Die „Krone“ meide ich zum Beispiel aus Prinzip, ich möcht mich einfach nicht jeden Tag fürchten. Echte Horrorfilme und Gruselspiele liebe ich und suche ihre Nähe bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Und damit mein ich die echten Horrorkönige wie „Es“ und eben „Dead Space“.

Überraschung

Es gibt einfach Spiele, die können einen völlig unvorbereitet überraschen. Auf „Dead Space“ trifft das in mehrfacher Hinsicht zu. Anfangs habe ich Dead Space gemieden – „Au man, nicht noch eine Survival Serie“ – ich habs mir erst vom Wühltisch geholt. Dann jedoch hat es mich mehrere Tage nicht mehr losgelassen! Selten gibt es Spiele, die einen von der ersten Minute an in den Bann ziehen. Noch seltener sind Spiele, die einen wirklich das Fürchten lehren.

Der Nachfolger konnte mich schon überraschen, da drehte sich die Silberscheibe noch nicht einmal im Laufwerk. Auf meine Musteranfrage bei EA erhielt ich damals ein „Tut uns leid, aber wahrscheinlich alles vergriffen!“. Als dieser Tage ein Brieferl von EA per Postler kam, dachte ich eigentlich an Dragon Age 2 … doch, oh Schreck, oh Graus, Nerven seid gewappnet, Dead Space 2 ist wieder im Haus. Motto hieß also: Junior dem Sandmännchen überstellen und Mr.XBox neues Futter geben.

Guckuck… Buuuh… Kreisch!

Wie schon beim ersten Ableger, dauert es keine 60 Sekunden und ich war gebannt. Von den ersten Szenen an, reißt einen das Spiel mit in die Tiefen der Story. Oder eigentlich eher den Höhen, denn auch wenn das Thema an sich Horror-SciFi-Standard ist, schafft es Dead Space durch dauerndes, geschicktes wechseln zwischen ruhigen und schnellen Szenen, Kampf und Erkundung sowie denken und handeln, einen an den Bildschirm zu fesseln. Das einzige, dass sich während dem gesamten Spiel nicht ändert, ist wohl euer Blutdruck. Selbst in vermeintlich ruhigen Szenen ist man durch die Geräuschkulisse oder die düstere Beleuchtung aufs äußerste angespannt.

Apropos Beleuchtung und Geräuschkulisse. Soundtechnisch hat sich meiner Meinung nach wenig getan. Zum Glück möchte man sagen, denn die hohe Qualität des Vorgängers wurde locker gehalten. Dead Space 2 MUSS man einfach mit hoher Lautstärke und gutem Bass spielen – glücklich, wer ein Headset sein eigen nennen darf. Grafisch hingegen hat sich der Titel etwas weiterentwickelt – mehr Evolution als Revolution allerdings. Die Texturen sind etwas detaillierter, ebenso die Modelle. Aber vor allem Beleuchtungstechnisch ist das Spiel noch etwas besser geworden. Grafikfehler findet man selten bis gar nicht, nur ab und zu verwaschen die Texturen.

Auch an der Spielmechanik selbst wurde gefeilt und, meiner Meinung nach, hat man die wenigen Probleme des Vorgängers beseitigen können. Vor allem das Überarbeiten der Waffen und die Balance zu den Gegner funktioniert wieder sehr gut. Auch das User-Interface wurde etwas verbessert – nebenbei, ich finde dieses UI direkt im Spiel per 3D sehr, sehr genial. Auch schön ist, wie mit diversen Audio- und Textlogs, Hintergrundinformationen erzählt werden, auch wenn es etwas mehr Audio als Text sein hätte dürfen.

Natürlich ist aber nicht alles Eitel-Wonne. Zuwenig kann zum Beispiel mit anderen Personen interagiert werden, anders als man durch ein Raumstations-Setting annehmen möchte. Vor allem aber wurden die Rätsel auf ein Minimum reduziert. Zwar waren die Rätsel schon beim ersten Teil eher Arbeitsaufgaben als Hirnknacker, ich hatte aber auf etwas mehr Kopflastigkeit gehofft. Nicht unbedingt negativ, aber doch erwähnenswert ist der Gewaltlevel. Die Kämpfe leben vom Abtrennen von Gliedmaßen und dem Benutzen derer. Damit an sich hätte ich kein Problem, es sind ja schließlich böse Ausserirdische! Eine Gänsehaut bekomme ich aber bei Kindergeschrei und der Darstellung von Gewalt an Kindertorsos – muss das wirklich sein? Vielleicht bin ich aber auch nur empfindlich wegen meinem Nachwuchs.

Fazit

Ich gebe ungern Kaufempfehlungen ab. Zum einen, da Geschmäcker einfach verschieden sind, zum anderen, dass man mir keinen Strick drehen kann ;-) Aber dieses Spiel ist für alle mit starken Nerven und einem guten Magen ein Pflichtkauf!

P.S.: Mustergültig ist übrigens auch das Drumherum von Dead Space. Es gibt mehrere Web-Comics, meist von bekannten Namen gestalten. Auch eigene Video-Comics und mehrere Mini-Games gibt es bereits. Zudem binden die diversen Ableger auf anderen Plattformen (iPad) meist die Vollversionen irgendwie ein.

Battlefield: Bad Company 2 – Gameware.at Wochenendaktion

Ich mach ja eigentlich nur ungern Werbung für andere Seiten als unsere… aber diese Aktion gehört beworben! Selbst auf den üblichen ausländischen Seiten bekommt ihr Battlefield: Bad Company 2 nicht um diesen Preis.

 

 

 

Tritton AX 180 – mit Gewinnspiel

Nag, nag, nag, nag… ich liebe diesen Sound von Packman! Puristischer gehts kaum und trotzdem erkennt man ihn jederzeit wieder. Aber auch moderne Videospiele haben ihre soundtechnischen Vorteile. Da fliegen einem in Battlefield die Kugeln um die Ohren oder auch der Motor nach einem Frontalcrash in Motorstorm. Aber eins haben alle gemeinsam: meist ists laut. Will man da in beengten Wohnverhältnissen, sein Verhältnis zur besseren Hälfte wahren oder zu den Nachbarn nicht weiter vertiefen, sollte eine Lösung her. Das AX-180 von Tritton bietet sich uns da heute an.

Tritton gehört zur MadCatz Familie und während andere  Hardware Hersteller leider immer fragwürdigere Qualität anbieten um Kosten zu sparen, merkt man beim AX180 schon an der Verpackung, dass auf einwandfreie Qualität geachtet wurde. Das Gefühl wird bestätigt, sobald man das Teil selbst in den Händen hält: saubere Verarbeitung, angenehme Materialen und durchdachte Funktion.

Das Headset an sich ist für alle Plattformen geeignet, vom Mac über die Wii zur XBox360. Neben dem Micro- und Kopfhörerstecker dient der USB lediglich der Stromversorgung. Für die Konsolen liegt ein „Stereo-Durchschleif“ Kabel bei, das hat den Vorteil, dass man die Boxen weiter nutzen kann. Allerdings sollte man die dann abschalten, damit nicht die bessere Hälfte die Zocksession, ob der Lautstärke den Vogel zeigend, unterbricht. Alles in allem also knapp 3 Minuten für den Aufbau.

Das Kabel ist knapp 3,8 Meter lang, reicht also für die meisten Wohnungseinrichtungen. Eine Verlängerung des USB- und Stereokabels ist ohne große Qualitätseinbußen möglich, solange sie sich in Längengrenzen hält. Am Kabel ist auch die Steuerung für die Lautstärken möglich. Mehrzahl deshalb, da sich die Chat- und Spiellautstärke getrennt regeln lässt.

Der Tragekomfort ist super. Die Polsterung ist angenehm weich und auch nach mehreren Stunden gibts wenig Grund zur Beanstandung. Die Ohrmuscheln des AX-180 sind selbst für die größten Ohrmuscheln am Kopf, groß genug. Die Polsterung ist eine Art Kunstleder – ich persönlich bevorzuge eher Stoff, aber das ist Ansichtssache. Natürlich kann die Größe des Kopfbügels angepasst werden.

Während bei der Wii und der PS3 der USB Anschluss auch für die Mikroübertragung zuständig ist, braucht es bei der XBox360 ein extra Kabel vom Controller zum Steuerteil des AX-180. Für diese selten dämliche Notwendigkeit kann das Headset aber nichts, daran leiden auch andere Geräte. Die Übertragungsqualität ist nicht überragend aber doch in Ordnung. Das Micro ist flexibel und lässt sich auch abnehmen. Das wichtigste ist aber die (Spiele)Tonqualität und da hat mich das AX-180 schon sehr überzeugt. Dafür, dass die Ohrteile doch relativ klein sind werden saubere Töne geliefert und vor allem der Bass kann sich hören lassen.

Auf die Ohren!

Ich bin nicht gerade mit Luchsohren gesegnet, möglich also, dass der eine oder andere von euch meinem Ton-Qualitäts-Urteil nicht zustimmen mag. Dem durchschnittlichen Spieler jedoch stellt das AX-180 mit Sicherheit zufrieden. Natürlich gibt es wie immer Verbesserungsmöglichkeiten: das Kabel könnte vielleicht noch einen Meter länger sein und ein Klipp an der Steuereinheit zum besseren Halt wäre auch angenehm. Für knapp Euro 70 bekommt ihr aber ein sehr gutes Headset mit Mehrzweckmöglichkeit!

Getestet wurde auf der XBox360 und dem PC! Eure Meinung über andere Konsolen würde mich freuen.

GEWINNSPIEL

Die Knauserer unter euch können hingegen einfach hier einen Post hinterlassen, um – mit etwas Glück – unser Testgerät sein Eigen nennen zu dürfen. Mein Sohnemann spielt dann am Freitag, den 18. März, wieder das Glückskind.

!! Achtung !! Ich hab übersehen, dass ich am Freitag arbeiten muss. Gewinnspiel bis Sonntag, 20. März verlängert.

Beendet: Hoste ist der Glückliche